Skip to main content

Full text of "Mineralogisches Lexicon für das Kaiserthum Österreich"

See other formats


Google 



This is a digital copy of a book that was prcscrvod for gcncrations on library shclvcs bcforc it was carcfully scannod by Google as pari of a projcct 

to make the world's books discoverablc online. 

It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 

to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 

are our gateways to the past, representing a wealth of history, cultuie and knowledge that's often difficult to discover. 

Marks, notations and other maiginalia present in the original volume will appear in this flle - a reminder of this book's long journcy from the 

publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to 
prcvcnt abuse by commercial parties, including placing lechnical restrictions on automated querying. 
We also ask that you: 

+ Make non-commercial use ofthefiles We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain fivm automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machinc 
translation, optical character recognition or other areas where access to a laige amount of text is helpful, please contact us. We encouragc the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attributionTht GoogXt "watermark" you see on each flle is essential for informingpcoplcabout this projcct and hclping them lind 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are lesponsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can'l offer guidance on whether any speciflc use of 
any speciflc book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search mcans it can bc used in any manner 
anywhere in the world. Copyright infringement liabili^ can be quite severe. 

Äbout Google Book Search 

Google's mission is to organizc the world's Information and to make it univcrsally accessible and uscful. Google Book Search hclps rcadcrs 
discover the world's books while hclping authors and publishers rcach ncw audicnccs. You can search through the füll icxi of ihis book on the web 

at |http: //books. google .com/l 



Google 



IJber dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Realen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfugbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 
Das Buch hat das Uiheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nu tzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in Partnerschaft lieber Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nie htsdesto trotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu veihindem. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 
Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche Tür Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials fürdieseZwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google-MarkenelementenDas "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser We lt zu entdecken, und unterstützt Au toren und Verleger dabei, neue Zielgruppcn zu erreichen. 
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter |http: //books . google .coiril durchsuchen. 




. I • • 



37465V 



O 




/'^%n-} 




b 







. • • • 



37466V 



O 




/s-g^/ 




b 







MINERALOGISCHES LEXICON 



FÜK DAS 



KAI8ERTHÜM ÖSTERREICH 



VON 



VICTOR BITTER VON ZEPHAROVICH, 

K. K OBBRBBBORÄTH PROFESSOR AH DER UNIVERSITÄT PRAG. 



IL BAND. 

1888 — 1872 






V 






WIEN, 1873. 
WILHELM BRAUMÜLLER. 

K. K. HOF- UND UNIVBRBITATB-BUCHHANDLBB. 

^■■.' ff- 



//. 



Druck TOD Heinr. M«rcy in Prag. 



In den letzten fünfzehn Jahren waren die Minerale im 
Gebiete Oesterreich-Ungams vielfach Gegenstand von Unter- 
suchungen^ durch deren Resultate die mineralogische Topo- 
graphie unseres Landes quantitativ und qualitativ in ausgie- 
biger Weise gefordert wurde. Gleich wichtige Beiträge ver- 
danken wir in dieser Beziehung den Studien in den Museen 
und Laboratorien des In- und Auslandes, so wie dem Fort- 
schritte der geologischen Aufnahmen. Sie lieferten eine nicht 
geringe Anzahl neuer Minerale und neuer Fundstellen, und 
vielseitige Erweiterung der paragenetisch und geologisch inter- 
essanten Daten altbekannter Vorkommen; auch manche wesent- 
liche Berichtigung älterer Bestimmungen und Localitats- Anga- 
ben haben wir zu verzeichnen. 

Auf den folgenden Blättern habe ich versucht, im steten 
Anschlüsse an mein Mineralogisches Lexicon vom Jahre 1859, 
über die neuesten Erfahrungen, die sich auf österreichische 
Minerale beziehen und aus dem Zeiträume 1858—1872 vor- 
liegen, Bericht zu erstatten. Ich habe hierbei, soweit mir die 
Literatur zugänglich war, Vollständigkeit angestrebt und hoffe, 
dass mir Wesentliches nicht entgangen sei. Auch diesmal 
machte ich mir eine möglichst präcise Fassung der einzelnen 
Artikel zur Aufgabe und musste mir daher ein weiteres Ein- 
gehen in die Specialität so mancher trefflichen Untersuchung, 
um einen raschen Ueberblick der gegenwärtigen Eenntniss 
des Einzelnen zu ermöglichen, in vielen Fällen versagen. 

Zur Vollständigkeit dieses Ueberblickes war es aber er- 
forderlich für die vorhandenen chemischen Analysen öster- 



*) Ton Seite 47 an worden aach für diese Seitenzahlen kleinere Ziffern 
benützt. Anch sind von S. 47 an bei den Literatur-Angaben, statt 
der voUen Bezeichnnng der Jahrgänge periodischer Werke nur die 
beiden letzten Zahlen gesetzt. 



56; 



IV 

reichiscber Minerale^ von denen im vorangehenden Bande nur ;£ 

theilweise Erwähnung geschehen konnte^ wenigstens die Quellen j^ 

zu citiren ; hierbei konnte ich mich bezüglich der älteren Ana- ^ 

lysen auf Bammelsberg's Handbuch der Mineralchemie vom ^ 

Jahre 1860 beziehen. Gleichfalls glaubte ich die Nachweisung i^j 

mancher Minerale^ die in neuester Zeit als Gemengtheile von ^^^ 

Gebirgsarten Wichtigkeit erlangten^ nicht unterlassen zu sollen^ i 

wenn auch vom Standpunkte eines mineralogischen Lexicons \]^ 

die Aufnahme derselben eben nicht strenge geboten war. >^ 

Den Literatur-Angaben bei sämmtlichen Notizen -- deren 
Wichtigkeit für derartige Uebersichten ich hier nochmals be- 
tonen möchte^ da man sie auch noch unlängst bei der minera- 
logischen Topographie eines unserer Alpenländer umgehen zu 
dürfen glaubte — habe ich in diesem Bande, wo es wünschens- 
werth schien, um die Auffindung der Original-Mittheilungen 
zu erleichtem, auch die Seitenzahlen beigegeben ; für dieselben 
wurden kleinere Ziffern gewählt, als jene, welche sich auf das 
Literatur-Verzeichniss beziehen und den Band oder den Jahr- 
gang des betreffenden Werkes angeben. Bei jenen Mineral- 
Vorkommen, über welche bereits aus früherer Zeit Nachrichten 
vorlagen, folgt unmittelbar nach der Angabe des Fundortes, 
in Klammern die Seitenzahl des ersten Bandes, welche jene 
Daten enthält.*) Während somit durch das Fehlen eines sol- 
chen Index die — seit 1858 — neuen Funde kenntlich sind, 
werden die seit jener Zeit hinzugekonmienen Localitäten im 
Orts-Verzeichnisse (S. 379, ff) durch den Abgang einer auf 
das Register des ersten Bandes hinweisenden Seitenzahl, welche 
bei den älteren Fundorten links in Klammem erscheint, er- 
sichtlich. In diesem Verzeichnisse wurde bei der Reihung der 
Länder der Neugestaltung des Kaiserstaates Bechnung getragen, 



während im Texte, um den Vergleich mit dem ersten Bande 
nicht zu erschweren, die damals befolgte Anordnung beibe- 
halten worden ist. Es sei noch erwähnt, dass in diesem Bande 
die Abschnitte „Lombardier und „Venedig** entfallen mussten 
und dass die Minerale des Banates, welche früher unter gWoi- 
wodina** abgesondert besprochen wurden, der neuen politischen 
Eintheilung gemäss, unter „Ungarn^ u. zw. am Schlüsse dieses 
Abschnittes eingereiht wurden; ebenso erscheinen nunmehr 
unter , Ungarn^ einige Localitäten, welche früher dem Gebiete 
Siebenbürgens angehörten. 

Noch möchte ich hier meinen verbindlichsten Dank den 
hochverehrten Fachgenossen aussprechen, die meiner Bitte 
freundlichst nachkommend, durch Uebersendung von band- 
schrifklichen Mittheilungen über österreichische Minerale es 
möglich machten, meine Arbeit durch sehr werthvoUe Beiträge, 
viele vereinzelte wichtige Beobachtungen, zu bereichern. Das 
Literatur- Verzeichniss weiset unter (141) die ansehnliche Zahl 
von 31 derartigen, theilweise umfangreichen Beiträgen auf. 
Gerne möchte ich dem Vergleiche mit der sehr bescheidenen 
Zahl von Freunden, welche mich bei meiner früheren Arbeit 
unterstützten, entnehmen dürfen, dass es derselben gelungen 
sei, das Literesse für die Minerale Oesterreichs zu einem viel- 
seitigeren zu gestalten. 



Prag, am 1. Jänner 1873. 



Zepharovioh. 



LITERATÜR-VEBZE1CHNI8S. 



Das Literatur- Verzeichniss enthält nur die häufiger benutzten Quellen, 
zu deren Bezeichnung bei den daraus entnommenen Angaben, im An- 
schlüsse an die Nummerirung im 1. Bande, S. XY — XYIII, die nachfol- 
genden Zahlen dienen. 



(9, d) J. R. Blum Dritter Nachtrag zu den Pseudomorphosea 

des Mineralreichs. Erlangen 1863. 
(35) 0. Fr. V. Hingenau. Oesterreichische Zeitschrift für 
Berg- und Hüttenwesen. Wien. Jahrgang 1859 (59) bis 
1872 (72). 
(39) A. Eenngott. Uebersicht der Resultate der minera- 
logischen Forschungen in den Jahren 
1856-1857 (39, g), 

1858 (39, h), 

1859 (39, i), 

1860 (39, k), 

1861 (39, 1), 
1862-1865 (39, m). 

(46) G. [K C] Leonhard und [H. G. Bronn] H. B Gei- 
nitz. Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und 
Paläontologie. Stuttgart. Jahrgang 1858 (58) bis 1872 (72), 
1-7 Heft. 

(48) A. Levy's Atlas zur „Description d'une coUection de 

Mineraux etc. Londres 1838". 
(49, a)L. Liebener und J. Yorhauser. Nachtrag zu den 
Mineralien Tirols. Innsbruck 1866. 

(63) J. C Poggendorff. Annalen der Physik und Chemie. 
Band 103-147 (1—10. Heft). Leipzig 1858—1872. 

(64) Lotos. Zeitschrift für Naturwissenschaften, herausgege- 
ben vom naturhistorischen Vereine „Lotos" in Prag. 
Jahrgang 1858 (58) bis 1872 (72). 

(69, a) A. E. Reu SS. Ueber die Paragenese der auf den Erz- 
gängen von Pfibram einbrechenden Mineralien. 2. Ab- 



X 

handlung. (Aus den Sitzber. d. k. Ak. d. Wiss. in Wien, 
47. Bd., 1863, S. 13). 

(85) Sitzungsberichte der k. Akademie der Wissenschaften. 
Mathematisch-naturwissenschaftliche Glasse. Band 29 
bis 65 (1.-5. Heft.) Wien 1858—1872. 

(85, a) Denkschriften der k. Akademie der Wissenschaften. 
Mathem.-naturw. Glasse. Band 32. Wien 1871. 

(86) Jahrbuch der k. k. geologischen Beichsanstalt. Band 9 
bis 22 (1.— 2. Heft). Wien 1858-1872. 

(86 V) Verhandlungen der k. k. geologischen Beichsanstalt. 

Jahrgang 1867 (67) bis 1872 (72). 
(88) V. Zepharovich. Notizen über österreichische Mine- 
rale, gesammelt an Fundorten und in Museen (Manu- 
script). (Sammlung des Joanneums in Graz (88, G), der 
Prager Universität (88, Pr). 

(96) Zeitschrift der Deutschen geologischen Gesellschaft. Band 
1-.24 (1.-2. Heft). Berlin 1849-1872- 

(97) A. Breithaupt. Mineralogische Studien (Sep.-Abdr. 
aus der Berg- und hüttenm. Zeitung, Jahrg. 1865 und 
1866). Leipzig 1866. 

(98) Verhandlungen des naturforschenden Vereines in B r ü n n. 
Band 1—9. Brunn 1863—1871. 

(99) B. V. Cotta und E. v. Fellenberg. Erzlagerstatten 
Ungam's und Siebenbürgens. Freiberg 1862. 

(100) B. y. Cotta. Erzlagerstätten im Banat und in Serbien. 
Wien 1865. 

(101) J. D. Dana and G. J. Brush. A System of Minera- 
logy. Descriptive Mineralogy. 5. edit. New- York 1868. 

(102) G. J. Brush. ^Appendix to the fifth edition of Dana's 
Mineralogy. New York 1872. 

(103) A. Des Gloizeaux. Manuel de Mineralogie. Tome pre- 
mier. Paris 1862. 

(104) £. V. Fellenberg. Die Mineralien der ungarischen 
und einiger siebenbürgischen Lagerstätten. (Aus Nr 99, 
Seite 92 ff). 



XI 

(105) H. Fischer. Kritische, mikroskopisch-mineralogische 
Stadien. (Ber. der naturf. GeseUsch. zu Freiburg i. Br., 
5. Bd., 1869.) — (105, a) Erste Fortsetzung. (Festschr. 
z. Feier des 50-j. Jub. d. naturf. Ges. zu Freiburg. 1871.) 

(106) Jahresbericht über die Fortschritte der Chemie und 
verwandter Theile anderer Wissenschaften, 1861 — 1868. 

(107) A. M. Glückselig. Das Vorkommen von Mineralien 
im Egerer Kreise Böhmens. Karlsbad 1862. 

(106) Mittheilungen des naturwissenschaftlichen Vereines für 
Steiermark in Graz. Jahrgang 1863 (63) bis 1872 (72). 

(109) F. T. Hauer und G. Stäche. Geologie Siebenbürgens. 

(Herausgegeben Ton dem Vereine für siebenbürgische 

Landeskunde.) Wien 1863. 
(HO) K. y. Hauer. Die wichtigeren Eisenerz- Vorkommen in 

der österreichischen Monarchie und ihr Metallgehalt. 

Wien 1863. 

(111) K. T. Hauer. Die fossilen Kohlen Oesterreichs. Glassi- 
ficirt nach ihrem Formationsalter und Brennwerthe. 
Wien 1865. 

(112) Verhandlungen und Mittheilungen des siebenbürgischen 
Vereines für Naturwissenschaften zu Hermannstadt 
Jahrgang 1859 (59) bis 1871 (71). 

(113) F. Hessenberg. Mineralogische Notizen, Nr. 1 — 11 
(Aus den Abhandlungen der Senckenberg'schen Gesell- 
schaft.) Frankfurt a. M. 1854—1872. 

(114) H. Höfer. Die Mineralien Kärntens. (Aus dem Jahr- 
buche des nat. bist. Landesmuseums Ton Kärnten, 10.) 
Klagenfurt 1870. 

(115) Jahrbuch des naturhistorischen Landesmuseums von 
Kärnten, Heft 1—10, Klagenfurt 1852—1871. 

(116) Zeitschrift des berg- und hüttenmännischen Vereines in 
Kärnten. Klagenfurt 1869 (69) bis 1872 (72). 

(117) F. V. Kobell. Geschichte der Mineralogie von 1650 bis 
1860. München 1864. 



xn 

(118) L. V. Köchl. Die Mineralien des Herzogthumes Salz- 
burg. Wien 1859. 

(1 19) N. V. K k s c h a r w. Materialien zur Mineralogie Buss- 
lands, Band 1—5. St. Petersburg 1853—1872. 

(120) Berg- und hüttenmännische Zeitung. Leipzig 1862 
(62) bis 1872 (72). 

(121) Berg- und hüttenmännisches Jahrbuch der Bergakade- 
mien zu Leoben^ Pfibram und Schemnitz. Band 
7—20. (1858-1872.) 

(122) G. F. Naumann. Elemente der Mineralogie. Achte 
Auflage. Leipzig 1871. 

(123) J. Niezdwiedzki. Beitrag für das Mineralogische 
Lexicon. (Verhandlungen der k. k. geologischen Reichs- 
anstalt, 1871, S. 303.) 

(124) E. Peters. Geologische und mineralogische Studien 
aus dem südöstlichen Ungarn, insbesondere aus der 
Umgebung von Rezbänya. 2. Theil, die Erzlagerstätten 
(Aus (85) Bd. 44. S. 81) Wien 1861. 

(125) Die Mineralkohlen Oesterreichs. Eine Uebersicht des 
Vorkommens, der Erzeugungsmengen und der Absatz- 
verhältnisse. (Von R. Pfeiffer.) Wien 1870. 

(126) Sitzungsberichte der Gesellschaft der Wissenschaften ^i 
Prag. Jahrgang 1859 (59) bis 1872 (72;. 

(127) Archiv der naturwissenschaftlichen Landesdurchforschung 
von Böhmen. 1. Band. Prag 1869. 

(128) G, F. Rammeisberg. Handbuch der Mineralchemie. 
Leipzig 1860. 

(129) F. V. Richthofen. Geognostische Beschreibung der 
Umgegend von Predazzo, St. Cassian und der Seisser 
Alpe in SüdtiroL Gotha 1860. 

(130) F. Römer. Geologie von Oberschlesien. Breslau 1870. 

(131) F. Schar ff. Ueber die Bauweise des Feldspathes. (a) 
Der rechtwinklig «paltende. (b) Der schiefspaltende 
Feldspath, Albit und Periklin. (c) Ueber den Gypsspath. 



xm 

(Abhandlungen der Senckenberg'schen Gesellschaft.) 
Frankfurt a. M. 1866—1871. 

(132) A. Sehr au f. Atlas der Erystallformen des Mineral- 
reiches. 1.— 3. Lieferung. Wien 1865-1872. 

(133) E. Söchting. Die Einschlüsse von Mineralen in kry- 
staUisirten Mineralen. Freiberg 1860. 

(134) D. Stur. Geologie der Steiermark. Erläuterungen zur 
geologischen Uebersichtskarte des Herzogthums Steier- 
mark. Graz 1871. 

(135) Mineralogische Mittheilungen, gesammelt von G. Ts cher- 
mak. Jahrgang 1871 (71) und 1872 (72). 

(135, a)G. Tschermak. Die Porphyrgesteine Oesterreichs aus 
der mittleren geologischen Periode. Wien 1869. 

(136) F. y. Vivenot. Beiträge zur mineralogischen Topo- 
graphie von Oesterreich und Ungarn (Jahrbuch der k. k. 
geologischen Beichsanstalt, 19. Band, 1869^ S, 595). 

(137) C. Watzel. Beschreibung der um Böhm. -Leipa vor- 
kommenden Gesteine und Mineralien. (Programm des 
Ober-Gymn. zu B.-Leipa 1862.) 

(138) V. V. Zepharovich. Der Löllingit und seine Begleiter. 
(Verhandlungen der k. mineralogischen Gesellschaft zu 
St. Petersburg, 2. Serie, 3. Band 1867.) 

(139) F. Zirkel. Lehrbuch der Petrographie. 2 Bände. Bonn 
1866. 

(140) F. X. Zippe. Uebersicht der Krystallgestalten des rhom- 
boedrischen Ealkhaloides. (Denkschriften der k. Akademie 
der Wissenschaften. Mathem.-naturw. Glasse. 3. Band.) 
Wien 1851. 

(141) Schriftliche Mittheilungen von . 

a) E. Boficky in Prag, 

b) A. Breithaupt in Freiberg, 

c) A. Brezina in'Wien, 

d) A. Fauser in Pest, 

e) M. R. Ferber in Gera, 

f) K. Feistmantel in Neu- Joachimsthal, 



XIV 



g) H. Fischer in Freiburg, 

g>) W. Gintl in Prag, 

h) J. Grimm in Pfibram, 

i) J. Hei gl in Eisenerz, 

k) S, Husz in Oravicza, 

k») A. Kreutzr in Blansko, 

1) G. Laube in Prag, 

V) M. V. Lill in Wien, 

m) M. V. Lipoid in Idria, 

n) A. Lipp in Lemberg, 

o) V. Maderspach in Oravicza, 

oO J- May r ho f er in Pillersee, 

p) C. F. Naumann in Dresden, 

p') J. Niedzwiedzki in Wien, 

q) A. E. V. Reuss in Wien, 

r) E. Riedl in Klagenfurt, 

s) F. Römer in Breslau, 

t) J. Rumpf in Graz, 

t') A. Sadebeck in Berlin, 

u) F. Schar ff in Frankfurt, 

v) A. Schrauf in Wien, 

w) J. Szabö in Pest, 

x) G. Tschermak in Wien, 

y) C. Watzel in Böhmisch- Leipa, 

z) M. Websky in Breslau. 



DIE 



MINERALIEN 0E8TERREICHS. 



Abkürzungen. 



An. . 
a. Bb 
Bb. . 



Bg. 
D.*) 
e. V. 
F. . 
Gg. . 
Geb. 
Kr. . 
kryst. 
L. 
Min. 



. . Analyse. 

. . aufgelassener Bergbau. 
. . Bergbau. 
. Berg. 

. Dana's Mineralogy. 
. . ehemaliges Vorkommen 

Fundort. 
. . Gang. 
. . Gebirge. 
Krystall. 
krystallinisch 
. . Linie. 
. . Mineral. 



N. ♦) 

n. V. . . 
Pseudom. 
pseudom 
Stbr. . 
Th. 
V. . 
Var. 
Z. . 
Zw. 
> . 



Naumann 's Mineralo- 
gie. 
. neues Vorkommen. 
. Pseudomorphosen. 

pseudomorph. 
. Steinbruch. 
. Thal. 

Val. 

Varietät. 
. Zoll. 
. Zwillinge. 

untergeordnete Kry- 
stallformen 



*) Bei den SynouimiH der Mineral-Namen gebraucht. Im Literatur-YerKeichniBse Nr. lOl 
und 122. 



Agalmatolith, Kiaproth. 

D. 480. N. 353 (Bildstein). 

Min. Lex. 1 nnd 487. 

ünfl^am. Kin graugrüner A. mit Dia8por-Er. von Dilln bei Sckenmiti (1), 
vom spec. Gew. 2*74, wurde Ton Karafiat analysirt (83) 6,551 seine Zusammen- 
setzung erwies sich nahestehend einem von Thomson zerlegten A, aus 
China (128) su. Diese beiden Kali-Kalk-Thonerde-Süicate wurden von 
Scheerer als ,,Lardit^ zusammengefasst und von dem eigentlichen A. aus 
China und von Nagyag, einem Kali-Thonerde-Silicate, getrennt 0. Nach 
Cotta wird der A. von Dilln zu technischen Zwecken gewonnen (99) 87. - 
In Felsd-Bemetey nordöstlich von Unghv&r, beobachtete Richthofen A. als 
Zersetzungsproduct des Grünsteintrachytes (Andesit) (96) 13, sei* — Das 
früher als A. bestimmte Mineral von R^zb&nya (1) erwies sich als eine 
differente, von Peters, Biharit (s. d.) genannte Substanz. 

Siebeabttrfl^en. Auf dem Wege von Kapnik nach OlAk-LAposbänya (unter- 
halb der „Rotunda^ gegen das Lapos-Th.) fand Richthofen durch Zer- 
setzung des Grünsteintrachytes (Andesit) zuerst ein ophitisches Gestein, 
dann A. hervorgegangen. In der zersetzten Gebirgsart ist ein Steinbruch 
zur Gewinnung von Gestellsteinen tür Schmelzöfen angelegt (86) 11, m5. — 
Kiaproth analysirte einen apfelgrünen, kanten-durchscheinenden A. von 
Nagryftff (1) luid fand seine Zusammensetzung annähernd gleich jener eines 
grünen A. aus China *) (128) 854, (101) 48i. In dem Nagyager Bergbaue 
ist der A. ehemals auf der IgnoMi- Kluft als Gangmasse der erzführenden 
Klüfte eingebrochen, an einzelnen Stellen mit Tellur-Mineralen und 
Realgar (86) 8, 717, (104) ns. 

Akanthlty Kenngott. 
D. 51. N. 551, 

Min. Lex. 1. 

Böhmen. Das spec. Gew. der Kr. von Joachimsthal (1) wurde von 
Dauber = 7. 946, etwas höher als jenes derFreiberger Ex. = 7. i96, gefunden 
(85) 39, 687. 



t) HandwÖrterbnch cU rein, und angew. Chem. 2. Anfl. 1857, 1, 378. 
") Beitrftge s. ehem. Kenntnin d. Hin 5. Bd. 1810, 19. 
Zepharorich, mineral. Lexicon IL 



3 jlktiBoIith — Alabandm. 

AktinoUth, 

D. 233. N. 429 (Stnhktem). 

ICb. Lex. 1 «Bd «B7. 

TfaroL Die Matrix der A.-Er. ans dem Pttsek- >) und dem Ziller-Tk.^ ist in 
der Regel Paragonit (nicht Talk, wie im Min. Lex. S. 2 angegeben] nnd 
werden als Fundort dieses Vorkommens insbesondere das PfiisekerjöcfU nnd 
dessen Umgegend, der Cheiner nnd TcHggenkopf genannt (S. Min. Lex. 
S. 309) (49, a) is. An Kr. ans dem Talkschiefer vom Cfremer beobachtete 
Sehranf die Combination oe P. oe S oe .Poe (132) Taf. I, Fg. 2; derartige 
grfine pelncide Säulen Tom spec. Gew. = 3.07 wurden von Bammelsberg 
aualysirt (128) 471, (101) 337. üeber die Umänderung you A. in CJhlorit 
8. d. — In PregraUen im Poster Th. (2) kommt A. auch in erdigem 
Clilorit eingebettet vor (49, a) 19. Das im Min. Lex. S. 2 als Talk be- 
zeichnete Mineral, welches A.-Er. führt, dürfte sich ebenfalls als Para- 
gonit oder als Pregratttt (s. d.) erweisen. 

BAhllieii. Oberhalb der Eliasieehe bei Joachimsthal enthält der Glimmer- 
schiefer eine von Ost nach West streichende A. - Einlagerung. — 
Zwischen Hendorf und Einsiedl als Felsart in mehreren Abände- 
rungen (107). 

Alabandin, Beudant. 

D. 46. !N. 578, Manganblende. 

Min. Lex. 3. 

VngMam» Angeblich auf den Erzgängen von GSIlnitz und Zsäkärocs ein- 
gesprengt in Bhodonit (104). — In der Braunsteingrube Roszty bei 
Csnesom von schmutzig grün gefärbtem Schwefel umgebene Er. 0. oe oe , 
mit Pyrit, Galenit und Manganspath') (136). — Kapnlk (3). Mit Blende 
flberkrustete A.-Oktaeder, die unter ihrer Hülle theilweise in Bhodo- 
chrosit umgeändert wurden, beschrieb Beuss (86) 20, 521. 

Slebenbflrfl^eii. Neuerer Zeit brachen in lagenförmigen Zonen des Erz- 
stockes zu Offenbänja (3) bedeutende Massen von A. mit Rhodochrosit, 
Blende und Braunspath ein. Zumeist an das Mangancarbonat gebunden, 



*) Ein als Chloritschiefer yon P fit seh bezeichnetes Gestein yerhielt sich nach 
H. Fischer im DlinnschlifF wie Strahlsteinschiefer, der in vielen, wenn auch qichtalleq 
die opt. Eigenschaften des Amphihol erkennen Hess (105 a) 51. 

*; »Zillerfhit« Delamötherie, theor. d. 1. terre 2, 357 (1797). 

*) Rhodoohrosit nnd Bhodonit kommen daselbst yQ^ 



Alabandin — Albit. 8 

bildet der A. nnregelmässige Partien, Bänder und mit Quarz verwachsene 
Knauem von B—H Zoll Breite. Kr. fanden sich nicht, an den mächtigeren 
Partien ist aber die hexaedrische Spaltbarkeit sehr deutlich. Auf den 
Halden lauft das schwärzlich-stahlgraue Mineral rasch bräunlich an und 
verändert sich in ein erdiges braunes bis schwarzes Zersetzungsproduct 
(46) 1861, 303. — Die Pester Universität bewahrt ein Exemplar von J^agfäg 
(3), dessen 7 L. grosse Zw. oo oe. 0. 2 2 (0) nach Peters sehr deut- 
lich tetraedrisch entwickelt sind; sie sitzen auf kömiger Unterlage in 
derbem Rhodochrosit und sind mit kugeligen Gruppen des letzteren be- 
wachsen (46) 1861, 665. Schrauf beobachtete eine kreisförmige Zwillings- 
verwachsung von fünf Octaedem, welche nach einer ihrer rhombischen 
Axen prismatisch gestaltet, sich mit je 2 der säulig verlängerten Nach- 
bar-Flächen an einander legten; die nach jeder Dimension 6L. grosse 
Gruppe wird von Quarz getragen. Auf einöm anderen Handstücke zeigten 
sich einfache, aber ebenfalls prismatisch verzerrte und ein Zw. von 
zwei solchen, sich in einer der ausgedehnten 0-Flächen berührend, 
welcher in seinem Gesammthabitus etwas an die Horschenzer-Aragonit* 
Zw. erinnerte (63) 127, S48. Eine Analyse von Arfvedson s. (138) «a, von 
Zahrl, spec. Gew. = 3. 89, s. (121) 18, 344. 

Albity G. Rose. 
D. 848. N. 373. Albit, 376 Periklin. 

Min. Lex. 3. 

Salsburg^. Albit-Er. werden erwähnt von Dieateiiy Zw. mit Mesitin und 
Quarz ^) und von SchelgA^en im Lungau, mit Rutil und Ghlorit, an beiden 
Fundorten aus dem Chloritschiefer, femer aus den Aehm-, Hoüerßbaeh" 
\md wilden Gerlos-Th, im Ob.-Pinzgaii, Er. in Nestern von feinschuppigem 
Ghlorit im innigen Gemenge mit schwarzem Glimmer (118). Vom Letden- 
frost, unterhalb des hohen Sonnbliek ßg, in Baiiris erhielt ich Periklin- 
Er., welche einzelne Gruppen oder zusammenhängende Decken von 
Adular-Er. tragen, zuweilen von Anatas-Er. begleitet, in Drusen auf 
glimmerreichem Gneiss (86) 11, Y. 59 — Auf der Riffl, im SUgUtzgraben 
bei Böckstein, in Er. und derb, mit Siderit in kryst. Schiefer (136). 

X&rBten. In den Moränen der Pasterze bei Heiligenbliity am Sonn- 
bliek'Bg. im Malta Th. und a. a. 0. im Ghloritgneisse und Ghlorit- 
schiefer der Gentralalpen (114). — Schöne Periklin-Er. kommen auf der 
Sanalpe (4) in Elüften eines gneissartigen Glimmerschiefers vor, s. (132) 



») (182) Fy. 18. 

1* 



4 Albit. 

Fg. 12, 28. An den grossen taielartigen Er. beobachtete Scharff zuweilen 
Einschnitte, die wohl von Galcit-Er. stammen mögen (131, b). 

Tirol. Im Thale von Sehmirn (4) trifft man den A. nur in abgestürzten 
Blöcken und zwar auf der Ebenbaeh-Älpe bei Inner-Schmim und im 
Buckschrekicr Chraben weit oberhalb Obern (49, a). Er. von diesen 
Fundorten wurden gemessen Yon Neumann ^), von G. Böse ^) und neuestens 
von G« V. Rath ') ; Abbildungen derselben s. a. (132) *). unter den Zw. 
fand Scharff auch Vereinigungen zweier Zw. nach dem Karlsbader Ge- 
setzte (131, b). Die im Min. Lex. S. 4 erwähnten regelmässigen Ver- 
wachsungen von Periklin und Adular stammen aus dem Pfitsch-Thale (63) 
68, 478. — Im Zlllertfaale (4) kommt wasserheller A und Periklin vor, 
ersterer am Hdnzenberg bei Zell^ letzterer am Rothenkopf und am 
Greiner, Er.-Zeichnungen gab Schraui (132) ^). Den A, - Er. sind 
zuweilen Lagen von Periklin eingeschaltet; Scharff fand solche in Be- 
gleitung von schönem Apatit, Sphen, Rutil und reichlichen Helminth 
(131, b). Der Fundort dieses Vorkommens ist wohl der Bothenkapf. — 
Auch in Pfltsch trifft man Albit und Periklin nebeneinander, ohne 
dass nach Scharff, eine besondere Veranlassung zu dieser oder jener 
Gestaltung ersichtlich wäre *). Einfache Er. sind äusserst selten, auch 
Earlsbader-Doppelzwillinge des Albit (auf Aktinolith) wurden beob- 
achtet. Die grossen Periklin-Er. sind meist bräunlich gefärbt, hohl, 
wie ausgefressen; unter den Begleitern ist vornehmlich Calcit vertreten, 
dann Ghlorit, Rutil, weisser Glimmer und Bergkrystall ; der Periklin 
umschliesst z. Th. den Calcit, z. Th. sind aber auch Periklindrusen ganz 
von einer Galcitkruste überdeckt. Adular-Er. zeigen sich in der bekannten 
orientirten Stellung, sowohl auf dem Periklin, als auf dem Albit, in 
welch' letzterem selteneren Falle der jüngere Adular sich nur durch 
seine Form und den mangelnden Perlglanz auf oP zu erkennen gibt; 



*> Phys. Abhdl. der Ak. d. Wiss. za Berlin, 1830, m, s. (103) sis. — 

^) Gübert^s Ann. 1828, 73 Bd.; Horiz. Proj. yon Zw. dieses Fundortes gab Q. Böse in 
(63) 185, 467 (1869). — 

») (63) Erg. Bd. V, «s (1871); G. v. Bath fand oo 'P' (T, 1; = 120O39'39", (l): 
oo P Ä (M; = 119» SC 58 nnd (T.): oo P Ä (M; = 119029'23. — 

*) Fg 9, 10, 21, 22, 25, 26. 

!>) Fg. 1, 2, 8, 19, 22; 15, 29, 30. 

1) Nach G. Böse (63) 129, i (1866) sind die Zw. des Periklin naoh dem Eayser'schen (be- 
setze (1836) gebaut, nicht nach dem früher (1824) von Mohs angenommenen (Zw.- 
Aze die Makrodiagonale), welchem noch Descloizeanz (103) sm und Schranf (13S> 
folgton. Abbildungen von Albit und Periklin-Er. aus Pfltsch gab letzterer (132) Fg. 5, 
8, 21; 12, 13, U, 28, 29. — Das spec. Gew. des tiroler Periklin fand G. Böse = 245, 
gepulrert = 2.64 (63) 42, in (1887). 



AlVit. 5 

gew&lmlieh ist die Periklin-Fläche P öe (z) am reichliehsten mit Adalar 
überwachsen, zuweilen wurde aber der Periklin auch g&nzlieb Qber- 
kleidet, so dass derselbe den Kern von Adnlar-Er.-Gmppen bildet, wie 
dies besonders bei stark mit Ghlorit best&ubten Exemplaren der Fall ist 
(131, b). Hidegh's Analyse des Pfitscher Periklin, sp. Gew. = 2.62, 
s. (85) 50, 588 ')• — I^ie Periklin-Er. von Pfiinders erreichen nach Kose 
mitunter die ansehnliche Grösse von mehreren Zollen (63) 129, i, sie 
sind wie jene ans dem benachbarten Pfitsch-Thale von Chlorit begleitet, 
s. (132), Fg. 16, 17, 29. — Nene er Zeit wurde ein dem letzt genannten 
Vorkommen ganz ähnliches im Poster Th., auf der Troitr Alpe in Daher 
(zwischen dem Tefereggen- und Pregratten-Th.) entdeckt (49, a). Kr« von 
diesem Fundorte wurden von Schrauf abgebildet (132) Fg. 28, 29. ~ 
Von Stendng beschrieb Hessenberg einen einfachen sehr fl&chen- 
reichen pelluciden Albit-Kr., welcher mit vielen, weit kleineren A.- 
Zwillingen, mit KrystäUchen von Anatas P. P oe und von Quarz die 
Kluftfläche eines Glimmerschiefers bedec^^e (113) 2, (132) Fg. 6.*) 

BAhmen. An nicht mehr ganz ftischen gelblichweissen Kr. von JEUslaii 
(5), von Egeran, Hessonit und Quarz begleitet, fand Breithaupt das hohe 
sp. Gew. = 2.74 (97) 71. -^ Kersten's Analyse des am Hamelika Bg. bei 
Marieiibad (5) in einem Granat führenden Gesteine als Gemengtheil auf- 
tretenden Feldspathes vom spec. Gew. = 2.61, s. (46) 1845, sas, (128) en» 
(101) 861. Klipstein beschrieb später dieses Gestein als Eklogit (86) 
2, b, 84, In einem Feldspathe mit Zw.-Riefung vom spec. Gew. = 2.605 
aus dem Granit fiftnd Kersten, Kalkerde, Kali und Natron und dürfte der- 
selbe, seiner Ansicht nach , dem Periklin zuzuzählen oder als Verbindung 
von Kalk-Feldspath mit Natron-Feldspath anzusehen sein (46), 1845, 
«87. — Am Gipfel des Bergrückens von KnchellNMl bei Prag erscheinen 
auf Kluftwänden eines verwitterten Diabases sehr kleine milch- oder 
graulich-weisse Zw., zuweilen von einer Lage späthigen Galcites über- 
deckt (64) 1867, 91. — Die chloritischen Schiefer bei PHwlak an der 
laer werden von Massen eines kömigen, weissen Galcites durchzogen, 
welcher stellenweise kleinkörnigen weissen A. beigemengt enthält; in 
den zahlreichen Drusenräumen desselben zeigen sich kleine meist nicht 
sehr regelmässig ausgebildete Kr., gewöhnlich mehrfache Zw.-Yereini- 



■) T8cliennak*8 Analyse eines wasserhellen A. Ton Windisch-Matrei (? ob nicht Matrei 
resp Schmira) rom spec. Gew. = 8.62, a. a. 0. S. st«; die Besnltate sind mit jenen 
der obigen Analyse fast gleich. 

*) Anstas ist bisher in Tirol nicht gefonden worden. Aehnliohe Yorhommen wie das obige 
sind ans Banns bekannt (s. Anatas). 



6 Albit — AUochroit. 

gungen nach aoP^oe, die oberflächlich durch Limonit braun gefärbt 
sind. Kleine Nester von schuppigem Chlorit, dünnstänglige Epidot-Partien 
so wie blätteriger Eisenglanz kommen ebenfalls in dem Calcit vor (64) 
1858, 6, ^) 

M&hren. ZSptan, ausgezeichnete, flächenreiche, bis 7 L. grosse, gelblich - 
weisse, halb pellucide Zw. auf Kluftflächen eines Amphibolschiefers. Als 
Begleiter beobachtete ich Amianth (s. Asbest), dessen Fäden auch die 
A.-Kr. durchziehen, Quarz, so wie Epidot in Säulchen und Nadeln, 
der letztere secundär aus der Amphibol-Substanz gebildet (126) 1865. 
Scharff erwähnt, dass hier auch Vereinigungen zweier Zw. nach dem 
Karlsbader Gesetze Yorkommen und dass er ähnliche Asbest-Durch- 
wachsungen auch am A. von Saas beobachtet habe (131, b). — Hom- 
bok bei Gross- Wisternitz auf Quarzgängen im Dachschiefer (86) 16, 434. — 

Uns^axn. Schöne Kr., jeaen von Schmirn zu vergleichen, finden sich zu 
Nadabnla auf Siderit-Kr. die den Uebergang in Limonit zeigen; nicht 
häufig (141, c). 

AUochroit, dAndrada. 
D. 268, Andradite. N. 414 (Kalkeisen-Granat). 

Min. Lex. 5. 

Ungarn. Die Granat Kr. aus dem Serpentin von Dobsehan, welche man 
ihrer grünen Farbe wegen für Grossular hielt (s. Min. Lex. S. 485), ge- 
hören wie Tschermak's Analyse nachwies, zum Kalk-Eisen-Granat; ihr 
spec. Gew. = 3.72 (85) 42, 582, (101) 270- Kenngott hatte dies schon nach 
der Analogie des Vorkommens von Zermatt geschlossen (39, k) 75. Andrian 
beobachtete diesen schön smaragdgrünen — und daher auch mit dem 
Uwarowit verglichenen — Granat, im Serpentin sowohl in einzelnen 
Körnern, als auch in grösseren Aggregaten, die letzteren in linsenför- 
miger oder einer Kluftausfüllung ähnlicher Gestaltung; bei. den kleineren 
Linsen bemerkt man öfters eine dunklere Färbung der meisten Indivi- 
duen, welche gegen das Innere hin gebleicht ist, was auf eine von innen 
nach aussen gehende Zersetzung hinzudeuten scheint. Viele von den 
Klüften im Serpentin sind nur mit weissem oder hellgrünem Asbest er- 
füllt (86) 10, 551. 



Albit in Dnuenränmen des Carrara-Marmors worden von Hessenberg und Ton G. r . 
Bath beobachtet (63) 132, 374. 



▲lloklas - AtlophAB. 7 

AlloklaS, Tschermak. 
D. 81, Alloclasite. N. 554. 

Unsrara. OraTieiA, EHaabeth-Orube^ stahlgraue breitstängelige Aggre- 
gate, oft mit halbkugeliger Oberfläche, häufiger unregelmässig begränzt; in 
kleinen Hohlräumen zeigen sich selten kaum 1 L. hohe Er. oe P, P öo 
nebst undeutlichen Pyramidenflächen, die gut nach oo P und oP spalt- 
bar sind ( Qo P = 106« — , P Ä = 58« - ), sp. G. = 6.65. Hein's Analyse 
ergab: (Co, Fe), (As, Bi)i^ S». Der A. ist in eckigen Trümmern, zu- 
weilen neben starkglänzenden dünnstängligen Mispickel-Aggregaten (spec. 
Gew. = 6^) in körnigem Galcit eingewachsen, welcher überdies noch 
Bismutin^), Smaltit, Pyrit, so wie selten Ghalkopyrit und Gold enthält; 
letzteres bildet hie und da üeberzüge auf dem Mispickel und dem A. 
Der Galcit erfüllt eine seitlich durch Quarz-Kr. begrenzte Gangspalte 
und umschliesst auch Adalar-Kr. Früher wurden sowohl der Alloklas, 
so wie auch der begleitende stänglige Mispickel als Glaukodot (s. d.) in 
den Handel gebracht (85) 53, 229. Neuester Zeit wurde im Galcit der 
Elisabethgrube auch radialstängeliger Eobaltin (s. d.) angetroffen. 

Allophan, Stromeyer. 
D. 419. N. 359. 

Min. Lex. 6. 

Böhmen. Ober-Sochiits dünne traubige Ueberzfige yon weisslich-grauer 
oder bläuer Farbe auf den Eupferozydsilicaten der Erzlagerstätte. Nach 
Porth bildet, wie aus den Analysen hervorgeht, A. in wechsehidem Ge- 
menge mit Eupferblau, amorphe dem Steinmark ähnliche Massen mit 
muschligem oder erdigem Bruche und milchweisser, himmelblauer, gras- 
oder smaragdgrüner Farbe; sp. Gew. = 2.7 — 3.0. Diese Gemenge sind 
das yerbreitetste Eupfererz der Lagerstätte, wenigstens '/lo ^^ ganzen 
Eupfergehaltes findet sich in ihnen (86) 10, 17. — In den permischen 
Schichten der Gegend von Starkenbaoh und Hohenelbe (s. Malachit). 

lUhren. Qulttein bei MügUtz, Limonit aus dem alten Mann der Josefi- 



t) Manchen Partien des A. sind — leichter schmelzbare — FUtterchen beigemengt, 
welche sehr wahrscheinlich Bismntin sind ; ihre Menge dftrfte nach Tschermak höch- 
stens 6 Proo. betragen nnd wftrde in Abrechnung gebracht, die Znsammensetznng 
des A. nicht wesentlich &ndera. — Die oben angegebenen physischen Eigenschaften 
des A. erweisen hinlftnglich seine Selbstst&ndigkeit nnd allein diese berftcksichtigend , 
ist die jftngst in Orayicsa aufgestellte Ansicht , dass der A. ein 0«menge sei , Ton 
Glankodot nad Bismvtin, nicht znl&ssig. 



8 Allopban — Alanlt. 

Zeche ist oberflächlich mit bis 3 L. dicken Ueberzügen von gelblich- 
weissem, durchscheinenden A. bedeckt. (86) 12, V. 245. 

üniT^urii. Eenngott untersuchte einen A. von Dobschan , der Limonit als 
Unterlage zeigte (39, m) 54. — Betl^r (7) weiss bis blaulich- und grün- 
lich-weisSy auch blau und grünlichblau, in nierförmiger Gestaltung, als 
Ueberzug auf Klüften und in Hohlräumen, mit Aragonit auf Quarz und 
Thonschiefer (104). — Dogri^aoska (7) und MoraTioza selten in Hohlräu- 
men im Limonit und Granat (86) 19, 36. — Nach Blum kommen in Szäszka 
Azurit-Kr. auf sogen. Kupferpecherz vor, welche von dünnen A.-Kinden 
überzogen sind (9, d) ssi. 

AlamOCalcit, Kersten 
D. 199. N. 216. 

Vngnxn. Kapnik, s. Auripigment. — B^bänya. Sehr ähnlich dem A. und 
gleich diesem ein „unreifer^ Opal, ist ein dichtes, weiches Mineral 
von licht bläulich grüner bis himmelblauer Farbe, matt oder fettartig 
schimmernd, welches mitten in reichen Garbonaterzen eingebrochen ist. 
Von dieser opalartigen Substanz, nach Peters ein Zersetzungsproduct 
von GhrysokoU, werden zahllose Theilchen von farblosem Gerussit, von 
lebhaft grünem, stark glänzendem Ghrysokoll und Aederchen von Malachit 
eingeschlossen. An plattenförmigen fast ganz in Malachit veränderten 
Ghrysokollmassen bildet dieselbe Kieselsubstanz schneeweisse traubige 
Krusten (124) U2. 

Alnnit^ Beudant. 
D. 658. N. 242 (Alaunstein). 

Min. Lex. 8 

Bteiermark. lieber das Vorkommen des zu A. veränderten Trachytes 
von Glelohenberg (8) s. a. (86) 11, 219 ^). Fridau's Analyse des A.-hältigen 
Trachytes s. (46) 1861, 59s > (128) 890, (101) 659. 

Unffftm. Ausführliche Nachrichten über das grossartige Vorkommen von 
A. in der (regend von Ber^hsitat, Nagry-Mnsiay u« a. 0. (8) und eine 
Theorie über die Entstehung desselben aus quarzhältigen Trachyten 
durch die Einwirkung von vulkanischen Gasezhalationen, gab Richthofen 
in (86) 9, V. 119, 11, sse; die im Min. Lex. S. s nach Beudant erwähnte 
Verknüpfung des A. mit sedimentären Gebilden der Trachyt-Gruppe be- 



«) Vrgl (8S) 5. ts«, (189) «, »s«, (184) so». 



AlQDit — Anphib«!. ^ 

niht BAch Ricbtliofeii t^nt einem Irrthnme. Derselbe fand A. auch im 
Eperiea- Tokayer Geb. bei SttTMiNitiik, Telkiliiiiya und Rank und berichtet 
über das Vorkommen yon A.-h&ltigen Mfiklsteinen bei HUiiik (a. a. 0.) 
und (86) 16, 94. Abbildungen Yon A -Er. nach Breithanpt (86) 3, $5, gab 
Schranf (132) Fg. 1, 2. Analysen des A. von den beiden erstgenannten 
Fandorten liegen Yor, von Elaproth, Berthier, Rammeisberg und A« 
Mitscherlich, s. (128) «0, (101) 669 

AmalganL 

D. 13. N. 529. 

Min. Lex. 9 und i87. 

BAhmeii. Eine Stufe von Bfeiiiui (487) im böhm. Museum zu Prag bietet 
auf einem von Siderit, Pyrit und Hämatit durchdrungenen Gesteine: a) 
eine dünne Lage von Pyrit, darüber b) erdigen Zinnober, der auch in 
kleinen Partien in die z. Th. zerstörten Fl&chen der Pyrit-Kr. eindringt 
und c.) silberglänzende an den Kanten und Ecken abgerundete A.-Er., 
nach einer trigonalen Aze verzerrte 00 O, die hie und da von Mercur- 
Tröpfchen begleitet werden (85) 59, eis. 

tingmtn. Ton Sslana (9) hat Schrauf einen säulig verzerrten Er. 00 O. 
zOb . OD O 00 abgebildet (132) Fg. 10. 

Amphibol, Hauy. 
D. 232, 794 N. 429, gem. und basalt. Hornblende. 

Min. Lex. 9 nnd 4S7. 

Stetomuurk. Im Eklogit des Bacher Geb. ist grasgrüner A. ein Ge- 
mengtheil; stellenweise erscheint derselbe als „Smaragdit^ in regel- 
m&ssiger Verwachsung (nach oe P ee) mit grasgrünem Augit. Manch- 
mal bildet em schwarzgrüner A. »Earinthin", Adern in dem Gesteine 

(135)89. 

K&mteiL Bei Breitenegg im Karalpen-Geb. (10) finden sich grosse ge- 
riefte Er. von dunkelgrüner Farbe, in weissem, grobkörnigem Ealkstein 
(114). — An einem 1 Z. hohen und fiwt 2 Z. breiten Er.-Fragmente der 
Yariet&t „Earinthin'' von der Sanalpe (10, 467), eingewachsen im Eklogit, 
bestimmte ich die Gombinaticm P. si^s. sSoe.oeP. oePo9> oP. 
oe ¥ oe (114). Nach Breithaupt ist «d P = 124P 22^, das q^ec. Gew. = 
3.08 — 3.10 (101) 836. Tschermak^s optische Untersuchung s. (135) S9 
Bammelsberg's Analyse (128) 491, (101) sss. Nach Dräsche ist der „Earin- 
thin'^ ein Vertreter des Omphacites im Eklogit (135) 87. 



^0 Amphibol — Analcim. 

Tirol. Sterzing schw&rzUch-grOne radialfaserige Aggregate in Glimmer (136). 

Böhmen. Abbildungen von Er. aus dem Basalte von Kostenblatt (a) und 
von Mnokow (b) (10) gab^Schrauf (132) (a) Fg. 5, 9, 11—14, 20, 23—25, 
(b) Fg. 9, 12, 17, 19, 20, 22—24. An solchen Kr. aus der Gegend von 
Bilin fand Breithaupt «> P = 124» 39Va', das spec. Gew. = 3.17-3 25 
(101) 235, Stnive*s Analyse s. ebd. S. sss. — Wolfsberg bei Czemosehiii 
(11 und 488). G. Kose erw&hnt, dass sich auf den Feldern daselbst 
1—2 Z. grosse schwarze A.-Er. finden, die mit dicht gedrängten braun- 
rothen A.-Säulchen, alle in paralleler Stellung, bedeckt sind und nimmt 
für die letzteren eine Sublimations-Bildung an, wie sich diese für ein 
ganz analoges Vorkommen aus der Asche einer Fumarolen-Spalte am 
,;grossen Eiterkopf bei Andernach erwiesen hatte (96) 18, 399. Rammeis- 
berg's Analyse, spec. Gew. = 3.23, s. (128) 494, (101) 239. Kr. von Gzerno- 
schin und von Boreslan wurden von Haidinger, Descloizeaux und 
Tschermak in optischer Beziehung untersucht (103) 86, (135) 40. üeber 
die Veränderung der Wolfsberger Kr. in eine rothe jaspisartige Masse 
s. (9, a) 58 und (9, d) 51 ; eine Analyse der matten, braunen bis röthlich- 
braunen, veränderten Kr. von diesem Fundorte s. (9, d)276, (128)499, 
(101) 842. — Malesohan (11) s. Magnetit. 

H&hren. In den Trachyten der Gegend von Swietla und Banow (11) er- 
scheinen nach Tschermak A.-Kr. nebst triklinem Feldspath und Magnetit 
als wesentliche Gemengtheile (86) 9, 69. A.-Kr., welche sich an dem letzteren 
Fundorte in einer weissen thonigen Masse, einem Verwitterungsproducte 
des Trachytes, finden, sind in eine gelbliche, steinmarkähnliche Masse 
umgewandelt; diese ausgezeichneten Pseudom. enthalten öfters noch 
einen frischen A.-Kern (86) 9, 77. A.- so wie Augit-Kr. aus dem Trachyte 
von der Einsiedelei und von Nezdenitz (unfern Banow) unterlagen gänz- 
lich oder theilweise einer Umänderung in Magnetit (85) 46, 4S5. 

Ungram. Derber, blätteriger A. aus dem Hüttenthale bei Frakendorf 
mit Magnetit vorkommend, spec. Gew. = 3.25, wurde von Schultz ana- 
lysirt (128) 996. 



vj Hauy, 
D. 432, Analcite. N. 341. 

Min. Lex. 12 und 488. 

Tirol. Die ca. '/« Z. grossen röthlichweissen Kr. von der Selsser-Alpe ^) 
(12, 488) sind nach Blum zuweilen innen in porösen Galcit verwandelt, 



*) Blum gibt als nUieren Fundort gam Cipit" an. Ein Vergleich aber mit den Daten im 
Hin. Lex. S. 12 zeigt, dass diese Psendom. Tom Fr&mbaehe stammen. 



Analcim . 11 

während das Aenssere, abgesehen von einigen kleinen Lücken, die mit dem 
Inneren commoniciren, keine Veränderung wahrnehmen lässt. Der be- 
gleitende Apophyllit unterlag ebenfalls einer theilweisen Umänderung 
in Galcit, die aber Ton der Oberfläche der Tafeln aus eingeleitet wurde 
(0, d) 209. — Fassa (13, 4S8). H. Rose^s Analyse s. (128) 804, (101) 4S8. 
Bölunen. Wesseln bei Ausng (13). Rammelsberg's Analyse, sp. G. = 
2.26, 8. (128) 804, (101) 482. üeber das Vorkommen s. a. (90). — In einem 
a. Steinbruche bei Hfihnenrasser kleine weisse 2O2, auf Basalt (141, 
y). — Ktmititzer Bg, bei Pardubtti, bis V9 Z. grosse 2O2 in Hohlräumen 
des Basaltes (86) 12, V. 156. — Knchelbad (13), Karlstein, ftönigshof, 
in Drusen auf Klüften im Diabas, der mit obersilurischem Graptolithen- 
schiefer wechsellagert (86) 12, 26S. Die zahlreichen Klüfte im Diabas von 
Euchelbad sind mit Calcit erfüllt, der Quarz- Kr. eingewachsen enthält. 
Aetzt man den Calcit hinweg, so zeigen sich nicht selten die auf den 
Kluftfiächen aufgewachsenen kleinen, fast durchsichtigen A.-Kr. 8O21 
so wie auch Ghabacit-Khomboeder und selten rhombische Täfelchen von 
Prehnit (64) 1860, ise. 

MflJiren. Als Gemengtheil einer eigenthümlichen Felsart, welche vorzüg- 
lich in der Gegend von Tesehen, minder verbreitet bei Nevtitsehein in 
Schichten der älteren und mittleren Kreide lagert und von Tschermak 
^Teschenit^ genannt wurde ^); etwa ein viertel des deutlich krystallini- 
schen, z. Th. grobkrystallinischen (früher als Syenit oder Diorit be- 
stimmten) Gesteines bildet A. neben welchem ein trikliner Feldspath, 
Amphibol oder Augit als vorwaltende, ferner Magnetit, Biotit und Apatit 
als untergeordnete Elemente auftreten. Der derbe weisse undurchsichtige 
A. ist innig mit dem Feldspath in kömigen Aggregaten verwachsen. In 
veränderten Tescheniten wird ein ansehnlicher Theil des A. durch Calcit 
ersetzt (85) 63, 275. Auf der Peesawska gura bei Itschina fanden sich 
in einer mit weingelbem Dolomit erfüllten Spalte im Teschenit veränderte 
A.-Kr. 00 ü 00. 2 2 , — braune Pseudomorphosen — , welche sich als 
ein Gemenge von Calcit, einer zeolithischen Substanz und Limonit er- 
wiesen (85) 47, 453, (98) 3, 27. 

Unsram. Schemnitz, graulichweisse dichtgedrängte 2O2, 2— öL. gross, 
in zersetztem von weissen Calcit-Adem durchzogenem Andesit (46) 1861, 
662 , (141, c). — Oravieza, GzikloTa und Nen-MoldaTa (13) am Contact 
von Kalkstein und Syenit *), und auf Klüften im letzteren Gesteine mit 
Calcit (86) 19, sie. 



<) YrgL Tsohennak, Porphyrgesteine Oestorreiclu, Wien 1869, S. 258. Eine Analyse de« 

derben A. yon Punzan s. 8. 259. 
*) »Banatif Cotta aoo)« = Amphibol-Andemt (86 Y.) 1, u«. 



12 



Auslas, Haoj. 

D. 161^ Octahedrite. X. 51«». 

% Vom Leidenfrati nnterlMlb des kokem SommbUtk-GUUekers 
eriilett ich Krjstälklieii P. o P, Tun Perikim mid Adiüar be- 
gleitet^ auf Gneiss. Durch das oP ontencheidea sich die Kr. dieser 
Loeafittt Toa joim des benachbartea Fnodortes am BiUeHuMkr, ober- 
halb der GrietmUB-Alpe (VL\ welche meist in der Form P. \ P anf- 
treteiL (8&) 11, Y. it, 

Andalmity Lamethene. 
D. 371. N. 395. 

Min. Lex. 14. 

ü^ g ta if Mu Der mährische Fundort Seibersdorf steht im Min. Lex. 
S. 14 an bischer Stelle. 

ftteteraUHTk. Bei der Eibünvaldtr Klause nordwestlich Ton Kmdiaeh 
gegen die Kar Alpt^ finden sich Psendom. von Eyanit nach A., mit 
grossen Tormalin-Kr. nnd 6ranat-Kr. 2O2 auf Quarzgängen im Qneiss (86) 
1, 96», Hubertus Analyse der Psendom. (spec. Gew. = 3.65), s. (128) seo, 
(101) m. 

Tirph Von der Lüen§ Alpe in Selraiii (14) hat Schrauf 5 verschiedene 
Formen abgebildet; eine derselben (Fg. 7) bezieht sich auf jenen Er., 
dessen Oombination im Min. Lex. S. 15 ^) angegeben ist, (132), Fg. 1, 3, 
5—7. 8. a. (48) T. 42, Fg. 1—6. Am Dünnschliff eines ganz frisch ausse- 
henden Kr. Ton diesem Fundorte erkannte H. Fischer unter dem Polarisa- 
tionS'Mikroskope, dass derselbe zusammengesetzt sei, aus unzähligen gerad- 
linigen, ziemlich selbstständigen Fasersystemen, wovon einige unter sich 
parallel laufen, während andere jene unter verschiedenen Winkeln 
kreuzen; dieser polysynthetische Bau Hesse sich vielleicht durch innere 
Umwandlung des A« erklären (105 und 105, a). Analysen von Bunsen, Erd- 
mann (spec. Gew. = 3.15) und Roth (in grauen Disihen verändert, spec. 
Gew. s 3.40) 8. (128) ssu, (101) 972. Bischofs Analyse der Glimmer-Pseu- 
dom. (128) «97. — Langtanferer Th. (15)^ Hubertus Analyse (innere Masse, 
»pec. Gew. = 3.10; Aeusseres, spec. Gew. = 3.33) s. (128) 5«, (101) 372. 



*) Daf 8. nnd 4. Symbol foU 00 p-j (n). 00^ So 0») heissen. 
* Haner*! Analyse dei Ananzit yon Bilin (14) welche eine dem Cünolit (s. d.) sehr 

ähnliolie Znaammenietznng erwies s. (128) ms ; das spec. Gew. fanden : Haner = 24^, 

Benss = 281, Breithanpt = 226 (88) S,». 



Andaliuit — Andesin. 13 

iw^fii-iiii Nach Oborny findet man im Teuf eisgraben ^ südlich von der 
Burg Hogers bei Wüstseibendorf (Seibendorf) (15) so wie in den an- 
liegenden Bergrücken zwischen Erzberg und Ebersdorf, A. in schönen 
pfirsichblührothen Prismen ohne Endausbildung, eingewachsen in Quarzit 
(98) 3. 

Sohlesien. An der S$aritM bei Freiwaldau in Creschieben. ') 

Andesin, Abich. 

D. 344. N. 379. 

Tirol. Am Südabhange des Mte Mulatto bei Predano steht ein eigen- 
thümliches, Melaphyr-fthnliches Gestein an, welches durch, über zoll- 
grosse Er. eines wasserhellen Plagioklases, vom spec. Gew. 2.66, mit 
Zwillingsriefung auf oP, und durch rundliche Kömer von schwarzem 
Amphibol ausgezeichnet ist. G. v. Rath zerlegte den Feldspath und be- 
stimmte ihn als A.; seine Zusammensetzung lässt sich nur beiläufig 
durch eine Mischung von 5 (oder 2) Gew.-Theilen Albit und 2 (oder 1) 
Gew.-Th. Anorthit ausdrücken« Wasserheller Apatit ist mit dem A. und 
mit dem Amphibol verwachsen. Auch Galcitkörner sind in dem Gesteine 
ausgeschieden (63) 144, ms. ~ Der centrale Theil des Adamollo-Geb« 
an der Westgrenze von Süd-Tirol gegen die Lombardei, wird von einer, 
früher als Granit bezeichneten Felsart eingenommen, welche G v. Rath 
„Tonalit - nannte '). Dieses Gestein, welches am Ost- und West-Gehänge 
des Val Rendemi und des Val Giudiearia in zahlreichen Blöcken ver- 
breitet ist, besteht aus A., Quarz, Biotit und Amphibol. In dem körnigen 
Gemenge dieser Minerale erscheint der schneeweisse A. fsp. Gew. 2.69 i 
eingewachsen in V, — 3 L. grossen rundlichen Körnern, zuweilen mit deut- 
licher Feldspathform und Zw.-Biefung auf oP, oder er bildet eine fein- 
kömige Grundmasse, in der die übrigen Gemengtheile ausgeschieden 
sind. Analysen des A. aus dem Tonalit vom Val S, Valentmo bei Tilla 
ergaben eine Zusammensetzung, welche einer Mischung von 4 (oder 3) 
Albit und 3 (oder 2) Anorthit entspricht'). Accessorische Gemengtheile 
der Felsart sind Orthoklas, Orthit, Titanit und Magnetit (96) 16, S49. 

Die Trachyte von vielen Gebieten in üngT^uii und SlobenbftrffOn ent- 
halten nach E. v. Hcuer's Untersuchungen als Gemengtheil einen Feld- 
spath, welcher nach seinem Kalk- und Natron-Gehalte in die Andesin- 



1) E. Urbao, Ofta, Flor» und Fauna im Troppaner Kreise, 1S68. 

*; Nach dem Mte Tonale, Trient KW, am N. Ende der Adamello-Kette , die Grenzmar)( 

zwischen Val di Sole nnd Val Cammonica. ^ Ueber Tonalii s. a. Cld9) 2, sf, 
*) (85; 50, M9. — V. Bath*s Analyse s. a. (101) 343. 



14 Andesin — Anglesit» 

Beihe Tscliermak^s *) zu stellen ist. Analysen liegen vor von den unga- 
rischen Localitäten Gziffär (zwischen Neutra und Levenz), Recsk (Erlau 
W.), Dubnik (Eperies SO), Szantö (Tokaj NW), und von Szägika») 
im Banate, femer aus Siebenbürgen von Dlowa, Nagry Sebes, SebesvAr 
und Perev YltzelnliiJ (im Gebiete von Rodna) und von Szekelyo (86 Y.) ') 
(101) s«, 34-4. (Früher wurde der trikline Feldspath der ung.-siebenb. 
Trachyte (Andesite) im Allgemeinen als Oligoklas bezeichnet, s. (139) 
2, 206; nach den Analysen erwiesen sich diese Plagioklase aber als A. 
(dem sie näher stehen als dem Oligoklas) oder als Labradorit, z. Th. 
auch als Anorthit.) 

Anglesit 

D. 622. N. 277 (Bleisulphat). 

Min. Lex, 16. 

Bl&mten. An einem kleinen wasserhellen Kr. von Bleiberg (16) bestimmte 
Lang zwölf verschiedene Formen *) darunter P (z), 2P2(r), % P (y), */§ ^ i 
(p) und die neuen ooPs (a)undooP2 (9) (85) 36,887, (128) Fg. 72. — 
Aus dem Bergbaue ünterpetzen (I) bei Schwanenbaoh (16) stammen 
ausgezeichnete, spiegelglatte, wagserhelle Er. bis 7 L. hoch und 9 L. 
breit, welche einzeln oder 'gruppenweise auf mehr weniger veränderten 
6alenit-Kr. sitzen. In makrodomatischem Habitus mit den vorwaltenden 
P <x> (m), 00 P ^ (a) beobachtete ich die Flächen von 15 Formen, unter 
welchen die neuen 4 P 4 (f ), 3 P s (g) und 3 P 00 (e) und die seltene oft aus- 
gedehnte 4P 2 (ft) ; die Formen f und g sind für diesen und den folgenden 
Fundort bezeichnend. Die iCr. umschliessen oft Galenit-Theilchen. — 
Neuerer Zeit lieferte auch der Blei-Bergbau Miss A.-Kr., welche ich be- 
schrieben ; es sind platte, lanzettförmige Er. 00 P 00 (a), 4 P 4 (f ) und 
4 P 00 , in lamellare Gestalten und schalige Aggregate übergehend. Die 
letzteren sind trübe, graulich-weiss , z. Th. dunkel geförbt durch einge- 
mengten Galenit. Galenit oder eine kryst. Gerussit-Eruste über Galenit 



*) (86) 50, 609 ; Mischung yon 2 Gewth. Albit and 1 Gewth. Anorthit ... 1 Albit and 1 
Anorthit, mit 6 -10 Proc. Kalkerde and 5—8 Proc. Natron. 

') Ans dem „Banatii* Gotta, „Syenitporphyr* Peters. Die Baasch - Analyse dieses Ge- 
steines gab eine Zusammensetzang » welche mit jener der Andesite (Grfiusteintra- 
chyte) ans dem Schemnitzer-Trachytstocice übereinstimmt (86 Y ) 1, 146. 

*) 1. Bd. (1961) S. 12, 13, 14, 68, 60, 118, 119, 146, 147 ; 8. Bd. (1869 )S. 12, 51. 

*) Dia folgende Beseichnong nach der Aufstellong von Schranf C182) Text zn Taf . XIV ; 
Spaltform = P ^. ee P So. Die Symbole im llBn. Lex. S. 16 bei Obergoss (If&hren) be- 
ziehen sich auf die Hohs^sche Anfiitellang nnd sind die 4 ersten n»ch Schranf = 
2P^.F. Poe . ee P e». 



ADglemt — Ankerit. 15 

bildet die Unterlage des A., der zuweilen von einer jüngeren GeruBsit- 
Generation in anders geformten und gefärbten Er. z. Th. bedeckt er- 
scheint (85) 50, 369, (132), Fg. 61, 63, 30. 

Bdlunen. Ober-Boehlitz traubig und nierförmig, durch Eupferoxyd gras- 
grün gefärbt, auf der Eupfererz-Lagerstätte (86) 10, 21. — UUengrfbi 
Er. in einem ockrigen Limonit (107). 

Bukowina. Kirlibaba (16). Zwei Er.-Typen wurden durch Lang nach- 
gewiesen: der domatische in der Hauptform s P do (d). Pöö (m) und 
der tafelige, wenn 00 Poo (a) vorwaltend hinzutritt. Die auf Limonit 
sitzenden Er. sind weiss und kantendurchscheinend oder undurchsichtig 
und haben einen dünnen schwarzen Üeberzug, der sich leicht abheben 
lässt, wahrscheinlich von Gerussit (85) 36, r? und 28s. 

UngBm. Pila (16) v. Lang beobachtete: a) wasserhelle Gombinationeu 
der Formen 2 P (y), P (z), <» P (M) P öö (m), 2 P^ (d) mit pyramidalem 
oder prismatischem Habitus, wenn 2P(y) oder 00 P(M) vorwaltet, auf einer 
Qnarzdruse über Galenit und b) graulich- oder gelblich-weisse, durch- 
scheinende bis durchsichtige Er. in der seltenen Form 3 P (^) für sich 
oder mit den untergeordneten oP (c), 2 P oo(d), 00 P 00 (a), P~öo (m), 
auf zersetztem Galenit und Limonit (85) 36, 272 und 291; (132), Fg. 10 
und 3 (S. Gerussit.) — B^b&nya. Spuren von A. fanden sich in der 
Unterlage von Brochantit und im Bismit (Wismutocker) der den R6zb&- 
nyit umhüllt (124) 172. — MoraTieia, Dognaoska höchst selten, auf Li- 
monit (86) 19, 886, am ersteren Fundorte schöne Er. (100). — Moldora 
grosse aber unvollkommene Er., mit vorwaltendem 4 P ob , begleitet von 
Quarz und Pyrit (85) 36, 200. M 

Ankerit, Haldinger. 
D. 685. N. 270. 

Min L6X. 17. 

Oesterreloh. Sieverlng bei Wien, derb und in Er. mit Baryt (s. d.). — 

Kohrbach bei Temitz\ Reichenbach's Analyse derber, kryst. Varietäten 

s. (86), 8, 613. 
SalsburfiT. Im Garzenbaeh- Graben bei Httttaa, bei Blgchofhofen und 

Dienten (17) Er., R und von Dienten R — V2 ^» *^^ derbem A. (118). 

Hauer's Analyse des A. von den Bb. Kohlmannaegg (a) und Sommer- 

halte (b) bei Dienten s. (128) 216, Nr. 15, a> b >). 



*; Nach E. Kayser, Beschreibung der Min. Sammlung des H. Bergemann. Berlin 1834, 

S. 359. 
') > (86) i, 897. Nach Abzug des ünlftslicben und Yerlnetes; Analyse (b) s. a. (101) 685, 

Nr. 4. 



16 AmktöL 



Der A. von Cklbtti (17) ist Ton sclmi^iceBläfiQ&fUiiK be- 
feilet (88^ tf.) — Im Zaacluier AbbMifelde des Weingarten-Bevieres, im 
Vordernberger Anthefle des Ergherges bei SiseBfln (17) wurden i. J. 
1866 sebr scbdne Dnuen etwas krammfl&ebiger R s. fb. in Penefcra- 
ftäooa-Zw^ mit grossen Bergkrystallen, als AoaUeidong von Hobbräumen 
in derbem A. (Robwand) angetroffen. An Spaltstftcken der weissen, 
aossen gelb geftrbtai R bestimmte icb den Polkanten-Winkel ca. 106^ 1\ ^) 
Der A. ist der Yeränderang in Limonit nnterworfen, welcbe mit einer 
oberfl&cblicben Brftnnnng beginnend, saccessire die ganxen Kr. und ibre 
gleicbartige Unterlage ergreift *) Als Seltenheit kennt man bier einzelne 
A.-R in Hoblrftnmen von Siderit, so wie aucb einselne Siderii-R im A. 
Analysen von friscben A.-Kr. ergaben, dass ibre Zosammensetzong der 
Formel »CaCOs + 5Fe(X)s+8MgGO s entsprecbe, sich dorcb die 
fast i^icbe proc. Menge des Kalk- nnd Eisen-Oarbonates Ton andern 
äbnliehen Substanzen unterscheidend. Donkelbraune, metiUiscb ange- 
laufene R Ton geringer Gobäsion, erwiesen als Torwiegenden Bestand- 
tbeil Eisenozyd neben geringen Mengen von Kalk und Magnesia (86 Y.) 
1867, wo; (85)05, II, 648. •) 

XimteB. M5I1 Thal; Bb. im Rolut (Ragga) Th. mit Siderit und Mag- 
netit; Seebaeh, als Ausscheidung im GhloritschiefNr. — HVttenberg- 
L^lling (17). Eine erdige, abfärbende Varietät aus dem Ackerbau- Han' 
gendlageTy mit vielen Glimmerschüppchen, wurde von Wolfi anal. (114). 

Tirol. Bei Wattens (Stbr.), WUtau und a. O. enthält der Phyllit häufig 
weissen derben Quarz, der zuweilen Yon einem erbsengelben, nach R 
spaltbaren manganfreien A. (sp. 6. = 3.07) durchsetzt wird, welcher 
sich allmälig in Ocker verändert (46) 1871, eso 

BdhinMi. SebwadowitE bei Trauienau und Bapiti bei Kladno, Drusen 
welche Kluftwände im carbonischen Sandstein überkleiden; auf dem A. 
sitzen Büschel von MilleritrNadeln (141, a). — Am Giftberg bei Koma- 
row und a. 0. ist auf den Zinnober-führenden Grängen, welche die Hä- 
matit-Lager durchsetzen, A. als jüngeres Gebilde häufig zu treffen; seine 
drusenartigen aus R bestehenden Ueberzüge, aussen gelblich, bräunlich 



U N«neBter Zeit erhielt ich von Hrn. J. Heigl ans Eisenerz avsgezeichnete B mit ■j, Z. 

langen Kanten; an einem solchen ergaben die Spaltflfichen B = 106*^ 9*. 
■) Anf diese üm&ndemng des A., wobei schliesslich ein Skelett von Elseno^dhydrat 

znrftckbleibt, hat schon Haidinger anfinerksam gemacht (68) 11, im> (9, a)189«nd als 

Beispiele solcher Psendom. den Badhans-Bg. bei Böckstein, Eisenerz und Golrad 

genannt* 
') Analysen der A. Ton Golrad (17) (Berthier nnd Haner), Admont(17) (Fridan), Tom 

Ersberge bei Bistners (17) fSander) und Ton der «hohen Wand« (Schrötter) s. (118) 

916, (101) %ti, 



Inkerit. - Anthophyllit. 17 

oder röthlicli gefärbt und meist stark erodirt, innen schwach gelblich- 
weiss oder farblos, wurden bisher als Dolomit oder Braunspath bestimmt ; 
sp. G. = 3.06. Der A. wird oft von Säulchen jüngeren Barytes begleitet 
(85, 59, 618, Analyse s. d.; (64) 1871, isc. 

XJugtLTJi. Jaraba derbe kömige Partien mit Sidedt und Baryt ak Gang- 
masse auf den Eupfererzgängen im Gneiss (lOi). ~ Am Hrby Btf. bei 
Szinobänja nächst Divjn streicht ein au 9 Klft mächtiges A. -Lager 
im Gneisse zu Tage aus; dasselbe ist fast ringsum von einem ocker- 
artigen Mulme, dem ZersetzungsproduCwC des A. umgeben. Kleinere A.- 
Mengen finden sich auch in der benachbarten Limouit-Lagerstätte von 
Turieka, sie sind ebenfalls von Ocker begleitet i8B} 16, V. loi. 

SiebenbtUrgen. Olah-LaposbAnya, kleine Kr. mit sattelförmig gekrünunteu 
Flächen von gelblicher bis brauuer Farbe, meist buntfarbig angelaufen, 
auf den Spitzen von Quarz- und Amethist-Kr. sitzend und mitunter ganze 
Drusen der Quarzadern bedeckend; mit Gold, brauuer Blonde, Galenit 
und Pyrit (46) 1861, sos, (104). 

Anorthit, g. kusc. 

D. 337. N. 380. 

Ungarn. Nach Szabo enthalten die jüngsten in der Mätra auftretenden 
Trachyte die „Matraite^ A. als Feldspath-Gemengtheil, neben Amphibol. 
Ebenso sollen A.-Gesteine unter den Trachyten bei Ponäx (0/en N.) im 
Dobravoda Th. vertreten sein (86). 19, 42«. *) — Grosse weisse Feldspath- 
Kr. aus einem grauen Trachyte, welcher im Thale von Ober-Fernesely, 
nördlich von Nagyhänya reichlich in Blöcken verbreitet ist, erwiesen 
sich nach Hauer's Analyse als A. (86 Y.) 3, 11. Kreutz hat dieses Gestein 
im Dünnschliff untersucht und neben dem A. noch einen anderen tri- 
kliuen Feldspath, so wie (!) Sanidin erkannt; fernere Gemengtheile sind 
Magnetit und selten Olivin und Amphibol (8^3 V.) 3,47. 

Anthophyllit, AVomer. 

D. 231. N. 430. 

Min. Lex. 18. 

Tirol. Im obersten Oetz-Th» am GurgUr -Ferner bei Ober-Gurgl, sehr 
selten in dem Granaten-führenden Glimmerschiefer. — Am Snlzberg (18) 
(Yal di Sole) fand man einen grossen A.-Block der z. Th. in Asbest 
übergegangen war (49, a). 

*) Die Nachweise fftr die A.-Bestiminaug fehlen. 
Zepharovich, mineral. Lexicon II. ^ 



18 Inthncii. 

Anthracit 

D. 753, Mineral Goal. N. 589 (Kohlenblende). 

Min. Lex. 19 und 488. 

flttleniiark. Bei Dietmannsdorf im Palten 1%. schwache Flötze in 
einem Gresteine, welches aus Quarzbrocken und einer dunklen Schiefer- 
masse besteht und der Silurformation angehört. Dieser A. erinnert 
äusserlich an Graphit und steht diesem auch bezüglich seiner chemischen 
Beschaffenheit nahe. ^) (Unterhalb der silurischen Schichten von Diet- 
mannsdorf folgen krystallin. Thonschiefer, welche bei St Lorenzen und 
a. 0. Lager echten Graphites enthalten.) Auch bei Neiiberg fand man 
gelegentlich eines Schurfes A. (86) 15, 274. (86 V.) 5, ue, 6, i69. 

K&n&tmi. Ueber die A.-Formation der Stang Alpe (19) s. die Abhdlg. 
von V. Pichler in (86) 9, i85, s. a. (134) 147, iss. — Neuerer Zeit wurden 
auf der Südseite des Stang Noek östlich vom Turraeh-See, in ca. 7000 F. 
Meereshöhe schwache A.-Flötze im Schieferthon, welcher zwischen Gon- 
glomerat lagert, erschürft (115) 8, ns. — Am Kapin-Bg. bei Th5rl in 
glänzenden mürben Stücken; die gewöhnlich als Graphit bezeichnet 
werden. In den Gailthaler-Schichten (alpine carbon. Formation) (114). 
— Dieselben Schichten enthalten in der Nähe der Ofenalpe bei Pon- 
tafel linsenförmige A.-Massen, welche zumeist in Verbindung mit Quarzit 
oder (Juarzit-Conglomerat, einem Sandsteinschiefer eingelagert sind. Das 
Vorkommen ist bei der Ofenalpe (3—4 F. mächtig) und noch a. a. Orten 
der Umgegend nachgewiesen, es ist jedoch nach Höfer nirgends zu 
bergbaulichen Unternehmungen geeignet. Im I/>ch zeigte sich eine 1 Fass 
mächtige A.-Linse in einem weissen Dolomite '). (115), 10, i88> (35) 

1871, 886. 

Böhmen. Auf der Kruünahora bei Hudlic und in der Kwainer Zeche 
bei St Benig^ay in Eömem und kömigen Aggregaten und Schnüren in 
oolithischem und dichtem Hämatit und im Limonit (85) 59, eoi; (64) 
1871, 157. — In einem Diabase, welcher unterhalb Berann am Flosse 
durch einen Steinbruch eröflfhet wurde und zwischen der unt. und ob. 
Abtheilung der silur. Formation lagert, fand man A. mit Calcit aut 
Klüften in schuppigen Theilchen oder in undeutlich stängligen Partieo 
oder auch im Gesteine selbst in Körnchen eingesprengt (64) 1860, 159, 
(141, e). — Die Anthracit-Formation von Lhotiz und Brod (20) bei 



*) Vtrten** AnAlyse des A. von Dietmannsdorf b. (86 Y.) 1878, i». 
^ Die A.-Flon aui dem Gebirgsznge zwischen dem Chul- und Canal-Th. hat ünger be- 
aehriebea (85) 60, m; über die thierischen Reste der carb. Schichten s. Tietse (86, V.] 

6, 149. 



Anlhracit — Antimon. 19 

Budweify die bisher als carbonisch betrachtet wurde, gehört wie Star 
aas den Pflanzenresten erkannte, der Dyas an (86 V.) 6, i65. 
Unffani. Anf den Erzgangen von KSnig^sberg (20) und von Felsöbänya 
(20) soll A. ehemals in unregelmässigen, von Quarz umschlossenen 
Stücken, ähnlich wie zu Schemnitz, in der Gangmasse vorgekommen 
sein (104). 

AntigOrity schweizer. 
D. 465. N. 322. 

Min. Lex. Sl und 489. 

Tirol. Windisclimatrei. Der Fundort im ITalfer-Th. (21 und 489) ist am 
Ganatseherkopf unweit des Kalserthörls. H. = 3.5; sp. = 2.59. Das 
krummschalige dünnschieferige Mineral, welches bei der Analyse durch 
Gilm die Zusammensetzung des Serpentin erwies, geht auch in Ser- 
pentin über (49, a). 

Antimon. 

D. 18. N. 530. 

Min. Lex. Sl. 

BAhmeB. PHbram (21). Neuerer Zeit, 1860, zeigte sich A. auch am See- 
gengottes' Gange. An der Fundstelle bildete ein kömiger, blass rosen- 
rother Dolomit die Gangmasse und enthielt derselbe einzelne kleine 
Nester von Antimonit; der Kern eines solchen Nestes erwies sich als A. 
und stellte eine etwa V4 Z- dicke, stark glänzende, silberweisse Masse 
dar, mit kleinkörniger oder undeutlich kurzstängliger Textur. Auch 
fand man A. in feinen Partikeln einem Antimonit beigemengt, welcher 
auf demselben Gange die Saalbänder von in Calcit eingewachsenen 
Arsen-Platten bildete (69, a). Die Analyse erwies 95.15 Sb, 4.85 As u. 
Spuren von £isen; sp. Gew. = 6.20 (121) 13,28> (39, m) 27». — Jamny 
Bg. bei Sehönberg schmutzig zinnweiss, an der Oberfläche graulich 
angelaufen, höchst feinkörnig, sehr kleine stahlgraue Theilchen von 
Antimonit enthaltend; fand sich in kleinen Partien unmittelbar an dem 
einen Saalbande eines Antimonit-Ganges in porphyrartigem Granit (64) 
1862, 53. 

ünffam. Angeblich zu Kapnik (21) auf den Erzgängen in kleinen, glän- 
zenden Blättchen eingesprengt, (104). 



Lanrenfts^s Analyse des Anthracoxen Ton Brandeis 1 (90) s (1S8) tri* Der in 
Aether lösliche Bestandtheil dieses Harses wurde Ton Dana „Schlanit*, der nnlfts- 
licbe nAnthraeoxenit* genannt (191) 745, 74«. 

2* 



20 Antimonit. 



AntilllOIllt, HaidiDger. 
D. 29 Stibnite. N. 541 Antimonglanz. 

Min. Lex. 21 and 490. 

Salzburg. In der Nagelflah des Ofenloch Bg. bei Salzburg, breitstrahlig. 
— Ehemals in der ErasrntM-Chrube bei Schwarzleogran]jr (21), haar- 
förmig in Büscheln auf, mit Tetraedrit und Siderit gemengteüi Calcit 
vorgekommen. — Limherg bei Zell, verfilztes „Federerz" mit Chalko- 
pyrit in Quarzdrusen [118]. 

Steiermark. Snlzbaeh a. d. Sann (Schönstein (490) WNW), mit Mala- 
chit und Fluorit, eingesprengt in Calcit (136). 

K&mten. Loben bei St. Leonhard (21) bis 3 Z. hohe und 1 L. breite 
Nadeln mit Endflächen in Büscheln, und kleine radial-stänglige derbe 
Partien, auf oder zwischen Rhomboederu von Calcit und Siderit, welche 
derbe Massen dieser Min. bedecken; im Calcit sind stellenweise sehr 
kleine Chalkopyrit-Kr. eingestreut (123), (114), (141, r). Nach E. Riedl 
kommt A. auf den stets tauben Klüften vor, welche die Sideritlager 
durchsetzen und dieselben gewöhnlich auch verwerfen (116) 1870. — 
In der Wöleh bei St. Gertraud auf Limonit-führenden Klüften, welche 
die Limonit-Lager verqueren (85) 51, loi. 

Tirol. Hall (21) s. Binnit. 

Böhmen. Bei Kfle am Beraun Fl. wurde 1858 feinkörniger A. in den 
tiefsten (azoischen) silurischen Schichten angetroffen. Das Vorkommen, 
auf welches ein Schurfbau eingeleitet wurde, ist wahrscheinlich ein 
gangartiges (64) 1858, 236, 258. — Neuester Zeit hat man auch zu Zlej- 
eina bei Beraun A. in radial-stängeligen und kleinkörnigen Aggregaten 
als Kluftausfüllung im carbonischen Sandstein des Liseker Kohlenbeckens 
gefunden (141, t). — Pfichow, derb, büschelförmig-strahlig (136). — 
Pfibram (22). Am Segengottts-Gange fanden sich in körnigem Calcit 
Schnüre und Adern von undeutlich stängligem und körnigem A., der sich 
reich an beigemengtem Arsen erwies ; Platten des letzteren werden auch 
von Arsen-hältigem A. eingefasst, der überdies feine Theilchen von An- 
timon umschliesst. Auch erschien A. auf diesem Gange in kleinen 
Nestern und Adern in blass rosenrothem Braunspath, und enthielt an 
einer Stelle ein solches Nest einen Kern von Antimon. Die fein nadei- 
förmigen Kr., welche als Seltenheit auf Calcit (III) von Euaehi-Gange 
büschelweise sitzen, gehören einer jüngeren Bildungsperiode an (69, a) 
27, 46. Neuerer Zeit fand man Büschel von A. -Nadeln am Eusebi-Gange 
auch auf Pyrit- Würfeln über Quarz-Kr. und am Francisci- Gange auf 
derbem Siderit (135) 1872, 33. — Milesehan (22). Nach Grimm's neuerer 



Antimonit. 21 

Dar&tcllujDg ^) kommt A. daselbst auf eigenthümlichen Gängen vor, welche 
in porphyrartigem Granit auftreten. In der Anna- und Emanud-Zeehe 
(a) besieht die Gangmasse aus einem aufgelösten Granit oder derben 
A. zuweilen mit Quarz und Calcit. In der W^nzeU-Zeehe (b) ist die 
Erzführung gebunden an Gänge eines dunkelgrauen Feldspathgesteines 
mit Glimmerschüppchen ^) , in welchem , und besonders an der Grenze 
gegen den Granit, der von Calcit begleitete A. erscheint. In ähnlicher 
Weise wie in (b) ist das Vorkommen auf dem Jamny Bg,j dem Hafe- 
und dem Kohautek-Bg. und a. 0. bei Krasnahora (Sch5iiberg) (22), 
wo ehemals nicht unbedeutende Baue auf Gold (ob auch auf A. ?) be- 
standen und neuerer Zeit Bb. auf A. eingeleitet wurde. Ein solcher 
Versuchsbau fand auch statt am St, Iwnn Bg, bei BiÜs« unweit Pribrnm, 
gleichfalls im porphyrartigen Granit. An den genannten Fundorten traf 
man den A. nur derb, mit breit- und langstängeliger Textur, seltener 
dicht. (35) 1861,361. — Zabthla bei Padert, Striemen und Putzen, 
welche Mispickel-Er. enthalten, in weissem feinkörnigem Quarzit der 
unter-silurischen (B) Schichten (8(3) 15, 286. 
Ungarn. Dem zwischen BosiDg und Pemek auftretenden Phyllite sind 
mehrere, gewöhnlich von graphitischen Schiefem begleitete Pyrit-Lager 
eingeschaltet, welche nach Andrian in den oberen Regionen A. führen. 
Bei Bösing selbst, scheint der A. seltener vorzukommen, so im Ferdi- 
nandi'StoJUn, wo derber A. mit Calcit in Schnüren wechselt, und sich 
auch A-Kr. in Galcit-Druscn gezeigt haben sollen (86) 14, 84s')- — Ein 
eigenthümliches Vorkommen von A. ist jenes, welches neuerer Zeit zu 
Bergwerk bei Schlaning {Pinkafeld SO) abgebaut wird. Derber A. 
tritt in Putzen, stockförmigen Massen, zumeist jedoch in entschiedenen 
Flötzen in einem dunklen plastischen Schieferthone auf, welcher zwischen 
dichtem Kalkstein und Sandstein lagert. In den Mulden der breit und tief 
gefalteten Kalk-Ablagerung concentrirt sich der Erzadel. Der dunkle 
Kalkstein ist reich an Eisenkies, führt auch wenig A. und ist von Do- 
lomit-Adern durchzogen. In der unteren Abtheilung der Lagerstätte wird 
der A. von Pyrit, seltener yon Markasit, in der oberen von Pyrantimonit, 
seltener von Zinnober begleitet. Nach Schnablegger dürfte die auf kry- 
stallin. Schiefem ruhende, erzführende Ablagerung der carbon. Forma- 
tion angehören (116) 1871, 155. — Kremnitz (22). An den gewöhnlich 



*) Diese weicht mehr weniger ab, in Folge des inzwischen vorgeschrittenen Bb. Ton 

Grimmas früherer Hittheilung in (35) 1860, s. 
*) Von Jokely (86) 6, 4oi Biotitporphjr, im Min. Lex. S. 28. Aphsnit genannt. 
3j Die Angabe des Vorkommens yon A. zu Malactka, (B5sing-Pernek NWN) z. B. in (85) 

51, 4'!6 und (104) 93 ist falsch. 



22 Antimoiiii. 

kleinen, selten 10 L. Höhe erreichenden Kr., die zuweilen mit Baryt- 
Tafeln yerwachsen sind, treten die Formen a ; tqor, m, kn ; STrp und f auf ^ 
— Flächenreicher erwiesen sich die Kr. von Schemnitz (23), an denen be- 
stimmtwurden a;tqol,m,knh;z;S3rpt;fM;77eA; Pyrit, Baryt und Braun- 
spath sind ihre Begleiter ; ausser den langen stabaf tigen Kr. mit deut- 
lichen Endflächen finden sich auch Nadeln und dichte Partien. — Königs- 
berg (23) derb und eingesprengt, in Kies- und goldreichem Quarz, s. sel- 
ten. — St« Andre und Jasieua (23), dicht und faserig auf Quarzgängen 
im Glimmerschiefer. — Dnbraya und Lubella (20) in Quarz, Erzlager- 
stätten im Kalkstein. — Magnrka (23). Die zuweilen Goldblättchen 
tragenden Kr. erwiesen sich als Combiaationen von a;qmnh;yz,xJj; 
S3cp£; afM; Tjvw^. *) — Bocza (23), dicht und faserig mit Gold auf Quarz- 
gängen im Granit. — Iglö, derb, mit Quarz, Baryt und Siderit, Lager 
im Thonschiefer. — Schmöllnitz (23), dicht, blätterig und faserig mit 
Blende und Kiesen. — Bosenau (23) feinkörnig und blätterig, mit Tetrae- 
drit und Ghalkopyrit. — Arany-Idka (23). Die Kr. tragen zuweilen Gold- 
Blättchen oder Drähte oder üeberzüge von Antimonocker. Andere Be- 
gleiter sind Yalentinit, Berthierit und Jamesonit. Auf Quarz-Gängen im 
Thonschiefer ') [85] 51, 486. — Bb. im Klausenthal bei Eperies, kleine 
nadelf&rmige Kr. im Andesit (136). — Bänsska schöne Kr. mit Baryt- 
*rafeln. — An Kr. von NagybAnya (23), ein selteneres Vorkommen, wurden 
Flächen von pmn; L; spA beobachtet. — Die Kr. von FelsöbAnya (23), 
werden bis 6 Z. lang und 7 L. breit, und sind die flächenreichsten des A., 
indem von den 44 Formen desselben, an ihnen durch Krenner 39 nach- 
gewiesen wurden : a ; tiqoldr, m, knh ; RLyz ; yxN, u, QJ; s^rpi;; sccfM. ; /JrevA 
w^qp^. Früher schon hatte Hessenberg eine Combination mit den neuen 
Flächen <rwq beschrieben *). Diesen Kr. schliessen sich bezüglich des 



*) oe Päo'. oo P Ä; oo PT. öo PI. oe pl. oe P^. oo P»/7'öo V% «« P V, «> ?; •« I*?« 
ab tiqold rmk 

•oPä. »oPr; '/«PS». v,p«. «/»PSi. PS; »/.P«. V«P5i- */»P^; P«; 1«PSi 

nhB L 7 z y x NnQ 

»I.Pä. 3P^; «/.P. »iaP. P.3P; F% P*/,. %Vl. »,Pä. ^/.P7; '/«P^. ^/.P^* 
J J STppfeafff M ß t 

1»P*C 1«P>- ^^^- «P'Sf. 8P^- '/.PY. •/«PT. »/,PT. 
ff e V A w ijf q) Q 

In Schraara Atlas (188) T. 17 a. 18 beziehen sich die folgenden Fig. auf ongar. 

Fandorte: Kremnltz, Fg. 2, 15, 19. Schemnitz, Fg. 8. Magarka, Fg. IS, 16, 18. 

FeliObänya, Fg. l, 5, 6, 7, 9, 10, 12, U, 16, 17, 19. Kapnik, Fg. 4 and 11. — Com- 

binationen Ton Kremnltz, FelsÖbinya and Kapnik hatte bereits Levy gezeielinet (48) 

Tf. 76. Fg. 2-5. 
«) Ueber die CUnge and den Bb. s. (86) 18, ni, (35) 1861, m, 
■) Ueber Gktngrerhftltnisse s. (86) 1861, trand 405. 
*) (118) Nr. 1. 



Intunonii — Apatit ^ 

Formen -Beichthames zun&chBt jene von Kapalk (24) an, mit 23 Ge- 
stalten : ab ; tiqo, m, kn; xQj ; BvpS; ^M ; evyf^tp, unter welchen das ftosserst 
seltene b. — In Eapnik, Felsöb&nya und Nagybänya finden sich auch 
sehr dünne Nadeln in radialen Gruppen, welche durch ihre spitzen, von 
den Pyramiden wA£ gebildeten Enden, eigenthümlich sind. Als Selten- 
heit zeigen sich zu Kapnik und Felsöbinya auch Zw. nach oePs. — 
DogBAcska (21) ziemlich vollkommene bis 2 Z. lange Prismen, z. Th. 
büschelförmig gruppirt, mit Chalkopyrit, Galenit, Tetraedrit, Bismutin 
und Gold (s. selten). — Oravleza (24) mit Gold, Chalkopyrit, Tetraedrit, 
Bismutin, Blende und Baryt (selten) [85] 51, 486. 
Siebenbftrgen. OlaJi-Laposbänya, Josef a-Oang {^) dünne nadeiförmige 
und stärkere kurzsäulige Er. in radialen Aggregaten, mit Gold, Kiesen, 
Baryt, Antimon (selten), Pyrantimonit , Bealgar auf Quarzgängen (85) 
51, 436. — Am Csetaje Bg, nächst MtUy Ssamos bei Gyalü, wurde 1865 
in graphitischem Thonschiefer eine bis 3' mächtige A. -Lagerstätte auf- 
geschlossen; Quarz, Calcit und Pyrit sind die Begleiter des derben A. 
(112) 1866, 69, (86) 16, F. 114. — Offenbänya (24) derb und in Nadeln 
oder dickeren kleinen Kr. mit Gold, Sylvanit, Blende, Pyrit auf Quarz, 
in den Tellurklüften. ~ Filzes (24) kleine Kr. mit Kiesen, Gold, Pyrit, 
Rhodocbrosit. — Csert^d (24) Blende, Baryt und Gold sind Begleiter 
der Kr .-Büschel. — Trestyan und Macsesd (24) lange geriefte Säulen, 
mit Baryt und Gold auf Quarz- oder Letten-Klüften im Porphyr. — 
Toplieia (24), ziemlich grosse flächenreiche Kr., zuweilen mit Antimon- 
ocker überzogen und mit aufsitzenden Goldblättchen, begleitet von Baryt, 
Yalentinit, Blende und Federerz auf Quarz [85] 51, 4S6. 

Apatit^ Werner. 
D. 530. N. 254. 

Min. Lex. 84 und 490. 

Salsbnrff. Flaohäo, kleine farblose, unvollkommen ausgebildete Kr. auf 
grobkörnigem Gneiss, vermuthlich Findlingsstücken (136). — 8omm€rhalt 
bei Dienten 9 ausgezeichnete, bis 2 L. hohe und 6 L. breite Tafeln, 
oP. Vil*« P. aP 2. « P. ooPa. oeP *), weiss oder blassviolett und durch- 
scheinend, halb eingewachsen in Dolomit-Kr. auf Siderit (118). — Leogang 
(24) licht violette, durchscheinende Tafeln oP. 2P. 2P2. c»P bis 2 L. 
hoch und 6 L. breit, mit Calcit, Bergkrystall und Chalkopyrit (118). 
Schrauf beobachtete einen licht rosenrothen, tafeligen Kr. oP(c). ««P(a). 
V,P(r). P(x). 2P(y). 2P2(s). V«(8P«/,)(m) in Calcit (132) Fg. 25. - 



*) Diese und die folgenden Symbole beziehen eich auf P =« 1420 16', 80<> Uß\^\ 



24 Apatit 

Die ausgezeichneten Epidot-Kr. von der Knappenwand im obersten 
Theile des Untersulzbaeh-Th. werden von flächenreiclien, wasserhellen 
A.-Kr. begleitet, an welchen Klein bestimmte: oP(c). «Pta). «»P2(b). 
\ P (r). P (X). % P (a). 2 P (y). 2 P 8 (8), ferner ^ P »/, (h), 4 P % (n) ^\ P '/„ 
und 2P*/8(o) in hemiedrischer und sP^/jCm) in holoedrischer Entwick- 
lung (46) 1871, 495, 1872, 121. Die Form m beobachtete auch Schrauf 
(132) Fg. 34, bemerkte aber, dass manche der holoedrisch scheinenden 
Kr. nur Zw. hemiedrischer Combinationen seien (135) 1871, 106. üeber 
die Beziehungen des A. zu seinen Begleitern, Asbest und Epidot s. d. 
— Im Obersnlzbach-Tli. wurde in jüngster Zeit (1871), unweit von der 
verfallenen „ Vfnediger Hütte*^ nächst dem Gletscher-Ende, Spargelstein 
als seltener Einschluss in grünem Talkschiefer angetroffen. ^) 

Steiermark. Osterwitz im Kordlpen-Geh (490), undurchsichtige, hell- 
grütfe Partien im kömigen Quarz des Gneisses, zuweilen von hirse- bis 
erbsengrossen Eutilkömem und silberweissera Glimmer begleitet (8(3) 
7, 251. Das Vorkommen ist somit analog jenem von der Saualpe in K&rnten. 

Kärnten. Zwischen der grossen Sau und dem Speikkogel im Sanalpen- 
Gob. gelblich weisse, undurchsichtige bis IV3 Z. hohe und breite Kr. 
oP. P. «>P und krystallin. Partien, mit Rutil und Biotit, eingewachsen 
in Quarz, der Gänge im Gneisse bildet (115) 7, les, (86) 15 F. ss. Die 
Kr. umschllessen nicht selten Biotit-Schuppcn ; zuweilen werden die 
kryst. Ausscheidungen von Quarzadern durchsetzt, die dimkler als die 
umgebende Masse sind; das spec. Gew. fand ich 3*23. Auf der Ostseite 
der Saualpe ober Reissherg kommt ebenfalls in weissem Quarz A. vor; 
wahrscheinlich wurde derselbe früher als Beryll (s. Min. Lex. S. 57) be- 
stimmt, da er diesem ähnlich ist. 

Tirol. Zlller-Thal. Am Greiner (24) soll man den Spargelstein im Talk 
seit langer Zeit nicht mehr angetroffen haben; es fanden sich daselbst 
Säulen ooP. oP. bis 3 Z. hoch und IVj Z. breit (85) 56, 740. Schraut 
zeichnete die Form ««P(a), oP(c), 2P 2 (s)> P(x). V2(3P'.,)(m). (132) 
Fg. 31. Rose's Analyse, sp. G. = 3.18, s. (128) a52.*) Neuere Vorkommen am 
Born und amRothenkopf (24) {Schwarzenstein-Alpe) sind a) wasserhelle, 
lebhaft glänzende, z. Th. vollständig ausgebildete bis 2 L. grosse Täfelchen, 
auf Sphen in schuppigem Chlorit und b) tafelförmige, zuweilen bis 2 Z. 
grosse, schöne Kr. mit meist spiegelnden Flächen, graulichweiss, durch- 
scheinend, mit Adular auf Klüften und Gängen im Gneiss. An einem 



1) Mittbeilnng von A. Bergmann in Innsbrnclc. 

^) Klaproth's ältere Analyse, sp. Gew. = 3.19, b. dessen Beitr. 2. cbem. Eenntn. d. Hfin. 

4 Bd. 194. — Der im Itfin. Lex. S. 24 als Begleiter des A. genannte Cölestin ist Barr- 

toculeiitin s d. 



Apatit. 25 

Kr. von dieser Varietät bestimmte Schrauf die Combination : o P (c). 
« P(a). 2 P 2 (s)^ P (x). 8 P (y). Va (aP*/,) (m),»), an einem anderen Kr. 
von gleichem Habitus zeigten sich noch : Va P (r)- Va (* ^ Va) (^)* V» ( »P '/») 
(h). ooP2(b). *) Gewöhnlich sind in den Adular-Drusen einzelne A.-Kr. 
von ihrer ursprünglichen Haftstelle abgebrochen und von einer ocker- 
ähnlichen, harten, mit Glimmer und Adular-Fragmenten gemengten 
Masse umgeben (49, a). In wasserhellen, und trüben milchigen adulari- 
sirenden Kr. aus dem Ziller-Th. hat Jentzsch Hohlräume nachgewiesen, 
welche vereinzelt oder dicht gedrängt, oft parallel den äusseren 
Flächen der Kr. begränzt erscheinen und z Th. mit einer noch nicht 
bestimmten Flüssigkeit erfüllt sind (120) 18G5, 90. — Pflisch (24) Ein 
Fragment einer grossen Tafel vom Rothbaehl ergab mir die Combina- 
tion oP. V2P. P. 2P2. '/»(sP'a). xP. 00P2 (88, Pr.). Die Stufen mit 
den Zirkon-Kr. vom Wüdkrfuzjoch führen oft auch sehr kleine, selten 
2 L. lange und ^, L. breite wasserhclle A.-Kr. an welchen Hessenberg 
und V. Rath die Formen oP(c), 2P2 (s), P (x), 2P (}), sP*/a (m) 
4 P */a (n), ooP (a), ooP 2 (b) beobachteten. 2 P 2, welches oft allein die 
Zuspitzung bildet, bedingt zuweilen einen pyramidalen Habitus; ge- 
wöhnlich sind die Kr. durch ooP oder »P. ooP 2 säulenförmig. 3 P \ 
erscheint oft holoedrisch, aber auch, so wie 4 P % hemiedrisch ; manch- 
mal findet man die 3 V\ nur an dem einen Ende der Kr. entwickelt 
üeber dem A. folgten Klinochlor- und dann fleischrothe Sphen-Kr. (113 ) 
2, 4. (63) 108, 853. (132) Fg. 7—10. — Taltigrels (25) gelblich-weisse Kr., 
sp. G. = 3.17 wurden von G. Rose und von Joy analysirt (128) 352. — An 
der Gosslar-Wand in Pre^ratten (490), derbe, biätterig-schalige Par- 
tien von gelblichweisser Farbe in Bitterspath eingewachsen; aus dem 
Serpentin (49, a). 
Bdlunen. Ober-Graupen, auf dem Abtndstem-Gang , selten lauchgrüne 
Er. (86) 14, 171. — Lange, nadeiförmige Säulchen , angeblich von Zinn- 
wald (25) in einem Gemenge kleiner Kassiterit-Kr. und Körner mi: 
Steinmark, sind nach Blum meist völlig in Steinmark verändert (9, d) 
831. •— Sohlagrgenwald (25). An den tafeligen und säuligen (zuweilen bis 
zollhohen) Kr. treten Pyramiden-Flächen nur untergeordnet auf; Glück- 
selig beobachtete solche in der 1., 2. und 3. Stellung, und ausser »p 
und M» P2 (manchmal mit verschiedener Flächenbeschaffenheit) als Selten- 
heit auch Mpn in holoedrischer Entwicklung. Manche von den grösseren 
Kr. scheinen aus parallel geeinten kleinen Säulchen zu bestehen, ihre 



«) (132) Fg. 30. 

') Ebd. Fg. 2S. Demselben Vorkommen dürfte aacb der in Fg. 20 abgebildete Kr. angp< 
hriren Die Kg. 15 und 21 bezif^hfn sich anf Kr. aus dem Zillerthale. 



26 Apatit. 

Basis zeigt dann hexagonale Täfelung; oft erscheinen lange nadeiförmige 
Individuen und yereinigen sicli dieselben niclit selten zu büschelartigen 
oder parallel-stängeligen Aggregaten, welche an den Aragonit erinnern. 
Vielerlei Farben und auch bunte Er. kommen Yor; zumeist zeichnen sich 
die grünen Varietäten durch Flächenreichthum aus ; wasserhelle Er. sind 
sehr selten. Die Er. sitzen gewöhnlich auf Quarz, selten auf Eoissiterit, 
zuweilen sind sie ganz in Steinmark eingebettet. Der im ganzen seltene 
Phosphorit bildet die Ausfüllung schmaler Gangklüfte (96) 16, lae. — 
Schrauf beschrieb ein lauchgrünes, flächenreiches ErystäUchen; oP(c). 

«P(a)> Va^Cr). P«. »P(y). Vs?« (v)« 2? 2(8). V»( 8 P'/i) (m) , ausge- 
zeichnet durch die neue Form 78^2 und eine durch oscülatorische 
Combination verursachte Biefung der Flächen 2P. (85) 62, 758. ^) (132) 
Fg. 24 und 25, auf denselben Fundort beziehen sich auch Fg. 4, 15, 18, 
22 und 27. S. a. (48) XIII., Fg. 9. Einzelne Er. (nicht etwa Zw.) zeigen 
auch SP'/s in holoedrischer Ausbildung und ist dies, wie Schrauf be- 
merkte, bisher an ausseralpinen Fundorten nicht wahrgenommen worden. 
(135) 1871, 105. — ftücker beobachtete die Succession: a) Quarz, b) A. 
c) Eassiterit (86) 14^ sie. Kammeisberg analysirte eine stänglige Varietät, 
(128) 852* — Peters erwähnt ein Exemplar der Pester Sammlung, welches 
die vielbesprochene Pseudomorph. nach(?)Pro8opit*) derart mit grossen 
Apatit-Säulen von grüner Farbe und mit Quarz -Er. verwachsen zeigt, 
dass über die gleichzeitige Entstehung derselben und d^s (?) Prosopit 
kein Zweifel sein kann; einzelne Pseudom. sind zu mehr als % ihrer 
Länge in Quarz-Er. eingeschlossen (46) 1861, 66e. Vrgl. (39, 1), ei. Peri- 
morphosen von Quarz nach A. hat Blum beobachtet (9, d) sie. — Pfi- 
bram (26). Neuerer Zeit bemerkte man den A. am Ädcdberti -Liegend^ 
gange, am Adalberti- und am Fundgrubner-Gange, wo er nach Beuss 
zu den ältesten Min. zu gehören scheint. Die kleinen einzelnen oder 
Gruppen bildenden kurzsäuligen oder tafeligen Er. mit Flächen von oF^ 
V2P9 Py 2P2, ««> P und «o P2 sind wasserhell oder schwach bläulich oder 
grünlich gefärbt; sie finden sich in Drusenhöhlungen der Ganggesteine 
oder der Grauwacke, auf Er. von Quarz, Blende und Siderit, begleitet 
von Blende- und Galcit-Er. und geflossenen Gestalten des Galenit. Zu^ 
weilen sind die A.-Er, mit einer sehr dünnen, erdigen, grünlichen Binde 
überzogen (69. a) ss, (64) 1863, 40. — Die unter-silur. Ealk-Aphanite des 
Höhenzuges KublOT» Toenik, Krusnahora enthalten zahlreich gelblich- 
oder graulichweisse, dünne, Säulen- oder nadeiförmige A.-Er. « P. P. oP 



^) Die Eigenthfiinlichkeiteii der Form, «owie die aiu Glimmerschiefer bestehende Unter« 

läge wurden nicht für den angegebenen Fundort sprechen 
>j Min. Lex. S. 26 und 490. 



Apatit. 27 

gewöhnlich mit abgerundeten Kanten, eingewachsen« Sie finden sich 
auch in den Labradorit-Porphyren, welche an o. 0. auf den Ealk-Apha- 
niten lagern oder in ihnen eingebettet sind (85) 59, 597. — Waltsch. 
Sechsseitige Säulchen und traubige oder nierenförmige Aggregate und 
Ueberzüge auf Eluftwänden eines halbzersetzten Basaltes. Nur die aller- 
kleinsten Kr. sind pellucid und glasglänzend, ihrer gekrümmten Flächen 
wegen aber nicht genau messbar, ich bestimmte «» P. ^gP» letzteres sehr 
unsicher;^) die grösseren, weissen, undurchsichtigen und etwas perl- 
mutterglänzeaden Kr. erscheinen fast stets als parallele Vereinigungen 
vieler kleinerer Individuen, sie sind gewöhnlich krummflächig ausgebildet 
und zu sphäroidischen Gruppen gehäuft, die wieder zu traubigen und 
ähnlichen Gestalten zusammentreten. In diesen Aggregaten scheinen, da 
sie mit Säure z. Th. spärlich, z. Th. reichlich Kohlensäure entwickeln, 
verschiedene Stufen der Umänderung in kohlensauren Kalk vorzuliegen 
und einzelne Partien bereits gänzlich Kalkcarbonat zu sein. *) (s. Arago- 
nit). Auf dem Basalt hat sich stellenweise zuerst eine Hyalith-Kruste 
ausgebreitet, auf welche der A« folgte , der zuweilen wieder von Hya- 
lith überdeckt wurde. Manche Perlsinter-ähnliche, milchweisse Ueber- 
züge bestehen aus dünnen Lagen von Hyalith und A., die sich gegenseitig 
durchdringen. (88 Fr.) 
MAliren. Storchberg bei Zdptaii, gelbe meist durchscheinende Kryst. 
oP. mP. oeP im TalkBchiefer (98) 2, 63. — TeufelsmühU bei Nentitschein 
und Hotiendorfy kleine Kr. im Teschenit {9S)Sy u.^Hradisko-Bg. bei 
Bozna (26). An graugrünen Kr. mit Feldspath und Glimmer in Quarz 



*) Vs P* 00 ^ ergab sich an einem kanm 'ji L. hohen Kr. im Mittel mehrerer aprox. 
Meseungen = Tl^* 86', welcher Winkel dem Staffelit (Px oe P = TS«' 47') n&her »teht, 
als dem Apatit (V* P: oe P = 67°); oe P 'and ich 50° 48. Eine allf&llige Beziehung 
dieser Kr. anf StalTelit (s. (46) 1878, »6 ) wird aber erst gestattet sein , wenn toII- 
st&ndigere Anal. (s. folgende Anm.) des Vorkommens ron Waltsch yorUegen werden. 

*) Derart waren wohl die Kr., welche Senss als Aragonit beschrieben (86 T ) 6,969, (64) 
1871,195. Die Proben, welche ich an Exemplaren des Prager Museum Torgenommen. 
gaben die Apatit-Beactionen und nnr tasserst geringe CO^-Entwicklnng (64) 1871, 909 
Durch Beuss wurden diese Versuche sp&ter best&tigt und eine Analyse dieses Vor- 
kommens yeranlasst (141, q). Nach Boficky bestehen die Kr. -Anhäufungen und nier- 
förmigen Krusten wesentlich aus phosphors. Kalk mit ca. 81 Proc. Phosphors&ure, nebst 
Beimengungen Ton AlsO« (4 Pr.), CaCo, (3 Proc.) und SiO, (*/« Pr.) ; er bemerkte in 
allen Basalten des Unken Elbeufers in der Gegend von Aussig, Teplitz, Kaaden und 
Karlsbad, entweder mikroskopische A.-Nadeln oder es gaben dieselben die Phosphor- 
bäure-Beaction. Aus diesen Einschlflssen stammt der A., welcher in den beschriebenen 
Formen die Bs«altklfifte bekleidet, oder dieselben als dichter oder erdiger Osteolith 
erfüllt (187) II, 6 Abth., 48. — Den «Pseudoapatit* ron Preiberg, der ebenfalls den 
Uebergang von A in CaCO, nachweist, hat Blum beschrieben (9, d) 38. 



28 Apatit - Apophylllt, 

beobachtete Schrauf die Ctmbination ooP(a). oP(c). 2P2(b) > P(x). aPc^) 
3 P(70. V,(s P%)(in), (132) Fg. 11. 
Ungarn. Poloma bei Betler ^ e. V. (vielleicht aus dem a. Bb. SchramJci). 
Grauweisse, durchscheinende bis durchsichtige Kryställchen bis 1*/» L. 
breit und Vi L- dick auf Kr. von Axinit (s, d.). Schrauf bestimmte an 
den tafelförmigen oder kugelähnlichen Combinationen die Formen oP(c). 

ooP(»). 2P2(8)> Va^CO- P«. 2P(y).V8(3P'/2)(m). Vs(4PVa)(n).o°P2(b).(8r>) 

62, 754. (132), Fg. 2i und 31. — Der erdige A. vom Kobolo - pojana 
Geb. (26) wurde von Klaproth analysirt. *) 
Oalizien und Bukowina. Am untern Dniester lagert in der Gegend 
von Mielnice, bei Chudikowce^ üscie u a. 0. in Galizien an den Steil- 
rändern des linken Fluss-Ufers, und bei Onuth am jenseitigen Bukowiner 
Ufer, nach Stur in den unter - cenomanen Sauden und Sandsteinen (auf 
obersilurischen Schiefem ruhend und von Tertiärem bedeckt) eine 2—4 Z. 
mächtige Schichte, welche erfüllt ist mit braun gefärbten Muschel- 
Steiokemen und Stücken von versteinertem Conifercn-Holz. Diese, so 
wie die mit - vorkommenden unförmlichen Knollen, sind mehr weniger 
reich an basisch phosphorsaurem Kalk, Phosphorit; im Durchschnitt 
enthalten diese „Phosphorite^ nach Schwackhöfer circa 24 Proc. Phos- 
phorsäure, während in dem darüber liegenden cretacischen Sande durch- 
schnittlich nur 0*93 Proc. Phosphorsäure gefunden wurden. Die Phosphate 
sind wohl ohne Zweifel durch die niedergehenden' Tagwässer aus den 
Sandschichten in die organ. Ueberreste und Knollen eingeführt und so 
diese ursprünglich aus Kalk bestehenden, oder damit imprägnirten Ge- 
bilde, mehr oder weniger in Phosphorit verändert worden. (86 V) 3, 66, iw. 
4. 306. (86) 21, 211. (85) 63, II. 809. ») 

ApOphyllit, Hauy 
D. 415. ^. 330. 

Min. Lex. 26 und 491. 

Tirol. Die Fundorte Theiss (a) und Zell (b) im Min. Lex. S. 26 sind zu 
streichen; das Vorkommen von (a) erwies sich als Comptonit, jenes 
von (b) als Quarz (49, b). — An Kr. von der Seisser-Alpe (26, 491) 
oP. P. oo P oo =») hat Dauber genaue Messungen angestellt (Go) 107, 281. 
Levy beobachtete die Combination oP(c). P(p) ooPoo (a)> V«P^ (r)» ^/aP*^ (s)- 



■ Klaproth, Beiträge z. ehem. Kenntniss d. Min. 4 Bd. 1807, S. 866. 
*) Ueher das Yorkommen von Phosphaten in den österr, Staaten s. (86) 12 F. 190. 
») Bezeichnung nach Miller's Grundform, oP: P = 119» 28'. 

* üeher mikroskopischen Apatit als Einschlnsf; in Geh ir g s a rte n siehe Zirkel, mikro- 
miiieralogische Mittheilnngeu (46) 1870, 801. 



Apophyllit 29 

(48) T. 46, Fg 2*). Descloizeaux die Form: oP. P. xPx> */aP*/a. 2P 2 
an Eryst. aus Tirol.') Auch Schrauf fand die letztere neue Fläche 
an Kr. vom obigen Fundorte in der Gombination : oP(c). P(p) ooPoo (a) > 
VaP(«> VjP« (8)- 2P2 W (85)62, 700, (132) Fg. 8. Das milchige, trübe Aus- 
sehen des «Ichthyophthalm^ ist nicht, wie Blum zuerst annahm (9, a) 
durch Wasserverlust, sondern, wie er sich später überzeugte, durch Um- 
änderung in Galcit, u. zw. von aussen nach innen erfolgt (9,d) 45. VrgL 
Min. Lex. S. 491. — Fassa (27, 491). Stromeyer's Analyse s. (128) 605. 
Pseudom. von Quarz nach fast zollgrossen A.-Er. oP. P. ooPoo aus einem 
Hohlräume im Augitporphyr, wurden von Tschermak beschrieben (85) 
47, n. 455. — Neuere Anbrüche aus grösserer Tiefe bei Tlemo am Mte. 
Saldo (27, 49?) lieferten weit weniger zersetzte Kr. ocPoo. oP. P als es 
die früher gefundenen waren ; ganz unveränderte gelblichweisse, halb- 
pellucide Kr. gehören an diesem Fundorte noch immer zu den Selten- 
heiten (89, h) 69. 
BOltmeii. Der Fundort des im Min. Lex. S. 27 erwähnten Vorkommens 
von Böhmisch-Leipa ist der Ntubauer-'^g. bei Behdörfel, ein Nachbar 
des Kautner-Bg. Die neuerer Zeit daselbst vorgekommenen grossen Dru- 
sen bieten ganz ausgezeichnete fast zollgrosse A.-Kr , welche jenen von 
Andreasberg gleichgestellt werden können.") —In der Nähe von HUhner- 
wasser finden sich weisse, perlmutterglänzende, undurchsichtige Kr. P. 
QcPoo ganz ähnlich dem „Albin**, über garbenförmigen Natrolith-Büscheln, 
in Hohlräumen des Basaltes (137). — Marienbery bei Aussig (27). Dass 
der „Albin^ ein veränderter A. sei, ist schon lange bekannt. Blum nahm 
eine Pseudom. durch Verlust von Wasser an, doch bemerkte er auch 
bei einigen das Aufbrausen mit Salzsäure (r>, a) 22. Neuerer Zeit 
fand Knop, dass im Albin eine gänzliche oder partielle Pseudom. von 
Galcit nach A. vorliege, wobei die Veränderung von innen nach aus- 
sen stattfand derart, dass nun oft der kohlensaure Kalk unter einer 
pelluciden A.-Decke, wie „ein Bild unter Glas'^ erblickt wird (9, d) 41. 
Gewöhnliche Begleiter des A. sind Natrolith und Calcit, u. zw. ist meist 
der Natrolith älterer und der Calcit jüngerer Bildung; es treten aber 
auch Ausnahmen ein, so dass A. als jüngstes Gebilde erscheint (96) 12, 

366, 13, S5i>. 

Kuren. Liebisoh bei Freiberg» Die zahlreichen Hohlräume einer man- 



*) S. (188) T. 21, F. 9. Levy nnd nach ihm Schrauf gabeu Fassa alu Fundort uu ; diese 
Kr. stammen aber y. d. Beisser Alpe, wie schon im Blin. Lex. S 491 erw&hut wurde. 
*) (103) 186. 8. d. auch ftber das optische Yerhalten. 
>) C. Watzel. Progr. de« Gymnas. au B. Leipa 1867. 



30 Apophyllit. - Azmgonit. 

delsteinartigen Wacke sind gänzlich von trübem, müchweissem A. er- 
fflUt; neben ihm findet sich stellenveise Natrolith. ^) (85) 40, i36. 
üiiff am. OrftTieza (A), CzikloTa (B) (27). Kr oP(c) qo P od(») > . P(p). <» P2 (r) 
von (A) und P(p> ao P Qc(a) von (B) s. (132) Fg. 3 und 1. Dass der A. auf 
Kosten des Calcit im Wollastonit-führenden Contactgesteine entstanden, 
davon konnte sich Peters mehrfach überzeugen, indem d6r A. entweder 
die Hohlräume auskleidet, welche nach dem völlig gelösten Calcit blieben 
oder die zerfressenen Ueberreste desselben überzieht. In manchen Hau- 
men sind nur schwache Erosionsnarben des bläulichen Calcit mit winzi- 
gen Er. des A. bedeckt. Auch der Wollastonit scheint in der Nachbar- 
schaft des A. eine kleine Veränderung erlitten zu haben; er ist mehr 
rissig, etwas gelblich und enthält kein freies Ealkcarbonat, welches den 
äilicaten des unveränderten Contact-Gesteines niemals fehlt. Zuweilen 
(RochtM'Bb.J erscheint A. auf einem körnigen Kalkstein, welcher von 
beigemengten Silicaten nur wenig enthält und ist hier von gleichzeitig 
gebildeten Calcit-Kr. begleitet. Granatreiche Contactgesteine schliessen die 
A.- Bildung aus (46) 1861,446. Descloizeaux opt. Untersuchung s. (103) 126. 
-* Nach Schröckenstein kommt A. auch zu Dognaeska vor (100) loe. 

Aragonit, Hauy. 

D. 094 N. 263. 

Min. Lex. 28 und 491. 

Oaitarraloh. In einem Steinbruche südlich bei Mödling, radiale, gerade 
und krummfaserige Aggregate im Leithakalk-Conglomerat (136). — Crros- 
sau bei Reichenau, Eisenblüthe als Seltenheit auf der Siderit-Lager- 
stätte (135) 1871, 112. 

Sallburff. Die in den Bb. Höhle und Schäffei-ötz bei Werfen abgebauten 
ockerigen Limonite werden häufig von A.- Schnürchen durchsetzt; in 
Hohlräumen sind die Wände mit zierlichen Nagel- und Lanzett-ähnlichen, 
bis 1 Z. hohen und 2 L. breiten wasserhellen A.-Kr. bekleidet, deren 
Bestimmung der meist krummen Flächen wegen, selten möglich ist. Es 
kommen Zwillinge und einfache Kr. vor ; an solchen beobachtete Schrauf 
ViPoo (X), Potfck), uP^{n)f 00 Poo (a), odP (m), P(p) *). Zuweilen fand ich die 
A. -Nadeln mit sehr kleinen Calcit-Kr. — Vä^ besetzt, die sich besonders 
an den Spitzen in Gruppen häufen; seltener sind es einzelne — Vs^> die 
oben aufsitzen') (86) 19, ss». — Chveehenberg bei Annaberg, Flachen- 

*) Bei LiebiBOh ist auf der Karte, Taf. S, au Tschermak's Porphyrgestomen Oesterrttchs 

(18S9) Teeohenit (s. Analcim) ancregeben. 
') (85) SS Bd. & 7iS; (ISS) T. SS, F. IS, hier ist P der Autoren = SP geeetit. 
*) Yifl. Sekmrß (46) 1861. S. 43 and Xumgim (85) 11 Bd. 1853. S. 880 nnd 12. 



Iragoaxt 31 

herg bei BlBChofhofen und Dienten, freie Formen, wie von Werfen, und 
weisse, radial&serige Aggregate (118), (186). — Larxenbach bei Httttan, 
derb, krammscbalig, dünnstänglig, weiss in*s gelbe, spangrflne, blaue, 
zuweilen strohgelb, in knolligen Stücken (118). — SehwarsleoiTAnir C^^)- 
Die Er. sind fkrblos oder weiss, zuweilen in's röthliche oder gelbliche ziehend 
(118). Ausführliche Nachweise über die polysynthetischen Formen dieses 
e. Y. gab Leydolt (86)19, 19, 82; eine Penetration von drei Individuen in 
der Combination oP(c), ooP(m)> Pa5'rk). P(p) mit trichterförmigem Hohl- 
raum durch die P-Fl&chen heryorgebracht, beschrieb Schrauf (85) 62, 744, 
(132) F. 22. üeber die Beschaffenheit der Kr.-Flächen hat Scharff Beob- 
achtungen mitgetheilt (46) 1861, as. — Eisenblüthein zarten baumförmi- 
gen Gestalten zu WerfenweBg, Dienten (28), Leogangr tind im Weieh- 
gelthal in der Fusch (118). 

Steiermark. Gipfel des Tonion-Bg. bei VorlaieU, faserige und st&ng- 
lige Aggregate (136) — Ersherg bei Eigenen (28). Ausgezeichnete 
wasserhelle Er., welche z. Th. in der bekannten meissel- oder lanzett- 
förmigen Gestaltung einen ungemeinen Fl&chenreichthum bieten, z. Th. 
auch die Hauptform der normal entwickelten Combination ooP. PoS' be- 
sitzen. Diese einer näheren Untersuchung werthen Er. ^) bekleiden ein- 
zeln oder gruppenweise vereint, Höhlungen im Ankerit, der mehr we- 
niger in Limonit verändert ist. Im Jahre 1862 fanden sich daselbst in 
reichlicher Menge sehr schöne Bildungen der Eisenblütheals Ausklei- 
dung einer Eluft im Erzlager, welche durch einen Querstrassenbau im 
SehiUerstoUen erreicht wurde; hier zeigte sich auch die „krystallisirte 
Eisenblüthe^ mit deutlicher Synthese aus nadeiförmigen Individuen; 
spec. Qew, = 2*79. Altbekannte Fundstellen im Bergbaue sind die „Schatz- 
kammern" im Strizelgraben ( SeveratoUenJ und in Carolus (88). — Im 
DoUinger Bb. bei Freienstein, reichliche stalaktitische Ansätze von 
Ealksinter mit zart-drusiger Oberfläche auf Limonit (88, G). — In der 
Gulsen bei EranbAt, dünne, tafelige oder lanzettförmige Er. 1—5 L. 
hoch, radial gruppirt in Faser-Aggregate Übergehend, wasserhell oder 
gelbbraun, auf den meist auffallend geglätteten Eluftflächen des Ghro- 
mit-führenden Serpentins (108) 1871, (135) 1871, lu. - Babenstein (28) 
Eisenblüthe in korallen-, staudenförmigen u. a. Gestalten. (88, G). 

K&mten. Lölling-Hlfttenberg (28). Radiale und büschelige Gruppen 
wasserheller Nadeln, sehr selten grössere, deutliche Er. *), gewöhnlich in 



*) Ich verdanke solche Heim Prof. B. Niemtschik in Wien. 

^ Lanxett- oder blattartige Oestalten von Hfttteiberg konnte ich in den meisten Fäl- 
len als Zw. erkennen; sie zeigen sich in Gmppen yon einzelnen Punkten ausstrahlend 
auf zersetztem Siderit, der mit einer drusigen Binde winziger Calcit-^/^B bedeckt ist. 



«^- Aragonit. 

Ankerit-Hohlräumen im Liegenden der Erzlagerstätten; minder häufig 
auf Siderit oder Chalcedon und von Calcit begleitet. Höhlungen im An- 
kerit, welche z. Th. ansehnliche Dimensionen erreichen, werden auch 
von prachtvoller, blendendweisser Eisenblüthe ausgekleidet ; die noch 
fortdauernde Bildung derselben liess sich an m. 0. im Bb. beobachten 
(115) 4, 117. — Am ülrichnberg bei Klageufart sind Klüfte im Trias- 
kalk und Zwischenräume einer Schutthalde mit braunem A., der dem 
Karlsbader Sprudelsteine ähnlich ist, erfüllt (114). 

Tirol. Von Schwaz (28) beobachtete Schrauf lanzettförmige Gestalten 
'jP(a). Po?5'(k). 9Po?5'(X), ooP(in). ooPa5'(a), ähnlich den Kr. von Kamsdorf 
(132), T. 22, Fg. 11. 

Krain. Bei Laak, Erbsenstein (88 G). 

Dalmatien. Auf der Insel Lissa (29), Kügelchen von rothbrauner Farbe 
theils lose, theils mit einander verbunden als Erbsenstein (88, W, G.) 

Böhmen. Am Kautner und Neubauer Bg. bei Böhinisch-Leipa, kurze 
spiessige, wasserhelle oder gelbliche Kr. mit Natrolith, Chabacit und 
Gomptonit in Hohlräumen von Basalt; häufiger bei Mertendorf in Ba- 
salt-Tuff und Mandelstein (137). — Tschochau (29). Stromeyer*s Analyse 
einer stängligen Varietät s. (128) 204. — Kr. von Kolosomk (29) sind nach 
Breithaupt zuweilen in ein Aggregat von Dolomit umgeändert (120) 1863, 
118 — Die Kr. von Horschenz (29, 491) sind zumeist Combinationeu 
von Pa5'(k), ocP(m), aP»'(a) mit den untergeordneten oP(c), Va^a^C^j, 

7»P^(l)r 2P«(i), 3Par(v), ePoo^Cq), VsPöÖCd), ^U^(^(jis), P(»(u), 2PcÖ (f), 

^IJ^io), P(p), ViP2(T) PsTcn) und 2P¥. Zeichnungen solcher Formen gaben 
Schrauf (132) Fg. 1 - 4, ähnliche Levy (48) XI, Fg. 7-11 ; die ersten genauen 
Winkelmessungen wurden von Kuppfer ausgeführt *). Schrauf, welcher 
Juxtapositions-Zwillinge, -Drillinge und -Vierlinge von diesem Fundorte 
beschrieb, beobachtete_einen eigenthümlichen Zw. der Combination P»^(k). 
öPoo (e). aPoo'ca). ocP(m) , an die spiessförmigen Zw. von Werfen u. a O. 
erinnernd (85) 62 738, (132), Fg. 6—10, 16, 18. Leydolt untersuchte die 
Structur der polysynthetischen Kr. und fand einen solchen durchsichti- 
gen, der in seinem unteren undurchsichtigen Theile in Calcit verändert 
war (85) 19, 17, 30. lieber die Beschaffenheit der Kr. -Flächen liegen Be- 
obachtungen von Scharff vor (46) 1861, 32. — Höhlungen in dem Basalte 
von Schönhof bei Podersam werden von A -Stängeln durchsetzt oder 
von parallel-stängligen Aggregaten erfüllt; au den Wänden der Hohl- 
räume zeigt sich oft ein zweifacher Wechsel von Calcit und feinfase- 
rigem A (64) 1870, 59. -— Neuester Zeit wurden in Hohlräumen des 



») Preissüliriffc, Berlin 1825, S. 1U2. 



Äragfonit. ^ 

Basaltes von Waltseh (30).^) Er. -Aggregate angetroffen, welche von Reuss 
als A. beschrieben worden (86 V. ' 1871, 26i *), während ich sie als Apatit 
(s. d.) erkannte (64) 1871, so9. Es scheint, dass diese Apatit-Kr , nachdem 
manche mit Säure äusserst wenig, andere aber reichlich Kohlensäure 
entwickeln, sich in verschiedenen Stufen der Umänderung in GaCO, be- 
finden, worüber Aufschlüsse von den eingeleiteten Analysen zu erwarten 
sind. — Kftrlsbad (31). Neuere Analysen des Sprudelsteines wurden von 
O. L. Erdmann und von Bibra ausgeführt'). Cohn sprach die Ansicht 
aus, dass der Absatz desselben unter Vermittlung von Algen stattfinde*)- 
Einen sehr merkwürdigen Erbsenstein, in dessen Elementen einzelne 
Kugelschalen aus Ghalcedon bestehen, beschrieb Peters ; an einem Stücke 
war ein polycyklisch gebildeter Achat zu sehen, in welchem viele bis 6 L. 
grosse Erbsenstein-Sphäroide sitzen, denen sich die Achat-Liniamente 
genau anschliessen. Durch den Einschluss eines Fragmentes von „Kreutz- 
berg'^-Granit in einer sehr kieselreichen, schön pisolithisch gebauten 
Partie des Gesteines, liess sich der anfänglich unglaubwürdige Fundort 
wohl constatiren (46) 1861, ese. Tamnau erwähnte ein Stück Granit, auf 
dem sich eine dünne A.-Lage, weiter in Erbsenstein übergehend, abgesetzt 
hatte (96) 12, 867. — Auch auf der Haid bei Ellbogen wurde vor län- 
gerer Zeit Erbsenstein, mit Granitgrus im Kern der Erbsen gefunden 
(107). — In den Bb. von Mies und Bleistadt (491) soll Eisenblüthe vor- 
gekommen sein (107). — 
MAhren. Bei Sohle erscheint eine 2 Zoll dicke Platte von stängligem A. 
zwischen einem Teschenit- und einem Pikrit-Lager ; an einer Stelle zeigte 
sich der A. in Steatit verändert (85) 40, lao, s. Analcim und Olivin. — 
Kojeteln, bis 10 Z. hohe und .IV, Z. breite A.-Kr. in körnigen Calcit ver- 
ändert, finden sich mit Seladonit auf einem Gange im Basalt (86) 12 

V. 74, 86. 

Vngmm. Nytra-Kosztolan (32) richtiger Kositolan. Der Fundort des 
Erbsensteins ist unweit davon, nächst Ünter-Lelotz. In demselben 
Thale, der, Fortsetzung des Neutra-Thaies, sind bei Oszlany und in 
Bajmotz (Bojnitz) noch gegenwärtig warme Quellen (46) 1860, 2S0. — Die 
Fundstellen im Bb. zu Hermgrnnd (31), welche die schönen Kr. lieferten, 
sind nun nicht mehr zugänglich (86) 18, s.54. NendtwicVs Analyse, sp. 
Gew. = 2-93, s. (128) 204, (101) 696. Die polysynthetischen Formen wurden 
in ihrer Structur vonLeydolt näher untersucht (85) 19, 19 ; Schrauf beschrieb 



*) Stromeyer*s Analyse einer st&ngligen Variet&t von diesem Fundorte s. (128) so«. 

*) 8. a. (132) T. 23, Fg. 25. 

^) Jonrn. f. pr. Chem. 88, asi, 89, lu, 90, 497; s. a. (46) 185, aar. 

*) A.b1idl. der schles. Ges. u. s. w. in Breslau '^^ »5. 

Zepharovloh, mineral. Lexieon I[. ^ 



54 Aragonii. 

einen Fall der Juztaposition und einen der Penetration von drei Individuen 
in der Combination oP(c). ooP(m) >Pa5'(k). P Tdi) . 2Pt(g) (85) 62, 744, (132) Fg. 
20, 21. Beobachtungen über die Flächenbeschaffenheit dieser Er. hat 
Scharff mitgetheilt (46) 1861,47. An einer circa 4 Z. hohen Pseudom. von 
Calcit nach einem A.-Drilling fand yon Rath die Hauptaxen der kleinen 
Galcit-R den A.-Prismenkanten parallel orientirt; beiderseits von diesen 
Kanten sind auch die Flächen der Calcit-£ parallel, auf der rechten 
und linken Hälfte derselben Prismenfläche sind sie aber um 60® gegen 
einander gedreht. Es wird daher durch die Stellung der Galcit-Kr. die 
Zw.-Grenze der früheren A.-IndiYiduen angezeigt, selbst auf jenen Prismen- 
üächen, denen einspringende Kanten fehlen (46) 1860, 578) (39, k) 122. — Alt- 
grebirgr, GöUnitz (32) und Zsäkaröcs, Beü4r (32), Hodritsch (32) und 
Eisenbaolibei SchemnitZy Eisenblüthe auf Klüften der Erzlagerstätten (104). 
SchemnitK, nadelf&rmige Kr., nierförmig und als Eisenblüthe, in Hohl- 
räumen und auf Kluftwänden der Erzgänge. Soll auf Fluor reagiren. — 
Festungsberg von OfeD| Erbsenstein, s. Calcit, Kalktuff — B^bänja (32), 
kleine, spiess- oder meisselförmige, polysynthetische Kr. dicht gedrängt 
auf oxydischen Erzen, oder zu lockeren Büscheln geeint auf Lettenklüften 
sitzend. Feinstängelige Aggregate mit gross-sphärulitischer Structur; die 
einzelnen radial gestellten Stängel sind 10—20 L. lang und bilden meist 
traubig warzige Kugelflächen. Zwischen den A.-Sphäroiden und mit ihnen 
innigst verknüpft finden sich bis zollgrosse Partien von kleinkörnigem 
Calcit, deren Hohlräume im Innern mit kleinen R3 ausgekleidet sind 
(124) 152. Nendtwich's Analyse, spec. Gew. 2*86, s. (128), 204, (101) 696 — 
Dognacska. Neuerer Zeit sind Drusen ausgezeichneter nadel- und 
lanzettförmiger Kr. auf weissem und verwittertem grauem Kalkstein vor- 
gekommen. Nach Schrauf gleichen die gegen 1. Z. hohen und 1—1^/, L. 
breiten, wasserhellen oder licht rosenrothen, pelluciden Kr. gewöhnlich 
Combinationen einer sehr steilen Pyramide mit zugehörigem Doma, er- 
weisen sich aber zumeist als Contact-Zw. von 16Pa5'(fA), aoPao'(a), <»P(m)>. 
ViPa5'(x), Pa5'(k); als Seltenheit erscheinen auch lOP(ö), 24P(«), 20Pao(e) 
und 24Pao (1^) in den Zw., so wie einfache Kr. von der Form Poo (k), 
24Pw (i?), 00 Pxca), 00 P(m) (85) 62, 740, (132) Fg. 12, 14, 15, 17. 

BlebenbOrsren. Toroczko (33), prachtvolle Kr. und Eisenblüthe in Hohl- 
räumen des aus Siderit entstandenen Limonites (35) 1866, 170. — Am 
M^zpatak Bache bei Koyaszna, stänglige Aggregate von gelber Farbe, 
mit Anflügen von Schwefel und Eealgar, in Klüften des Karpathen-Sand- 
steines durch die dortigen Mineralquellen abgesetzt (86) 11, F. 95. 

mUt&rffr&nie. Hercolesbad bei Mehadia, Kr. in Drusen (136). 



Ardfentit — Arg<»i»topyrit. 3?) 

Argentit^ uudiiiser. 

D. aS. N. 551. IMlberglanz, 

Min. Lex. 33 und 498, 

^. Im Floriani' und Hierowfmua- Revier am RcMatu Bg. bei 
WkalMn kamen als grosse Seltenheit kleine in Quarz, mit Blende 
und Galenit vor (118). 

Böhmen. An einem 1 Z. hohen Kr. von Joachimstlial (33) bestimmte 
Schrauf die Combination Vs^^/sW» ^(»)> »^» (•) > ^ Folge unsymmetrischer 
Entwicklung der ersten und dritten Form erlangte der Er. einen tetra- 
gonalen Habitus, wie mPn. P. ao Pao (85) 63, lee, (132) Fg. 7, 3, 8. Le?y 
beobachtete *U0% ooOao (48) T. 47, Fig. 3. Kr. in der Form aoO». 
2O2 sind der Umänderung in Pyrit unterlegen und haben solche Pseu- 
dom. nach Blum z. Th. das Aussehen, als ob sie sich von innen nach 
aussen gebildet hätten, da viele von ihnen stellenweise noch mit einer 
A.-Ainde bedeckt erscheinen (9, d) m6. Lindakers Analyse s. ^101) ss. — 
In Sangerberg soll erdiger A, „Silberschwärze'' in grösserer Menge 
vorgekommen sein (107). — PHbram (33). Bis 3 L. grosse, deutliche 
oder verzerrte £r. fanden sich mit Pseudom. von A. nach drahtförmigem 
Silber neuerer Zeit auf dem Euseln -Gange (69, a) 53. Der WenzUi*- 
Gang hat derben A. mit Silber in geringer Menge geliefert (135) 1872, 37. 

UnffAni. Yon Sekemniti (33) beobachtete Schrauf die Combinationen 
O(o)><x}0(d)a>0ao(ft) und aBOA(ft)0(o)>ooO(d). «Of (n) (132) F, 1, 9. — 
Hoiiritwli meist als Silberschwärze, angeflogen und als Imprägnation 
des zersetzten Ganggesteines, auch in Kr. und derb (104). — R^tbAnya. 
Unter angeblichen Wismut -Tellur -Silbererzen fand Peters dichten A., 
einige Gralenitkömer einschiiessend und überzogen von Silberschwärze 
und Ghrysokoll (124) loe. 

Al^ntOpyrity v. Waltershausen. 

D. 39. N. 556. SUberkies. 

Bunan. Joaehlauithal (267, 846). Die stark glänzenden gelblichgrauen 
häufig tombackfarbig oder bunt angelaufenen, von Pyrargyrit begleiteten 
Kryställchen, welche von Zippe als Markasit ^), von Kenngott und Reuss als 
Pyrrhotin ') beschrieben wurden, erwiesen sich nach Waltershausen ') als 
A, ein neues Min., iür welches er die Zusammensetzung Ag'Fe'S'* er- 

<) Min. Lex. S 267 <(9S) 1812 8S. 

«) Min. Lex. S. 346 <(85) 9, fl09, 10, iss; (64) iSftS, 157. 

s) Gm. der Wim. zn Götting^en 1866, • und «i^ r46) 1866, 79ft 

3* 



3ö Argebiopyrit — Arseiii 

mittelte und dessen Formen er als monoklin bestimmte. Schraufs Mes- 
sungen an circa 1 L. grossen Er. ergaben aber, dass die Formen rhombisch, 
und isomorph mit dem chemisch nahestehenden Stembergit, Ag'Fe^S^ 
seien. Die Kr. sind gewöhnlich mehrfache Zw., was ihrer richtigen Deu- 
tung hinderlich war. Die Combinationen, welche zunächst als sechsseitige 
Säulen, geschlossen durch treppige oder stark geriefte, oft eingesunkene 
Flächen einer flachen sechsseitigen Pyramide, erscheinen, werden von 
ooP(m), ooPa5'(a), P(p) und 2Pao(x) gebildet; untergeordnet treten auf ooPl(n), 
P« (y). ^Pl" (^) iMid oP(c). Den Zw. liegt das Aragonit-Gesetz zu Grunde, 
und kommen wie bei letzterem halbringförmige so wie geschlossene Zw.- 
Yereinigungen vor; sp. Gew. = 5.58 (a5) 64, I, 192, (132) T. 24, F. 1-3. 
Ausser diesen homogenen Kr. finden sich auch Pseudom., welche aus- 
nahmsweise bis 3 L. Breite und 2 Va L. Höhe erreichen ; von Zippe wurden 
sie zuerst beschrieben als Pseudom. von Markasit nach Pyrargyrit und 
nach Stephanit^); Tschermak untersuchte dieselben neuerlich und war 
der Ansicht, es sei aller A. eine pseudom. Bildung nach einem unbe- 
kannten hexagonalen oder monoklinen Min., entgegen der yon Walters- 
hausen behaupteten Selbstständigkeit des A., die nun durch Schraufs 
neueste Angaben erwiesen scheint. Von den grösseren Kr. geben sich 
die meisten durch ihre differente Masse deutlich als Pseud. zu erkennen; 
innen zeigen sie eine matte gelblichgraue Substanz (die grössten einen 
Kern von Pyrargyrit), umgeben von einer dünnen, speissgelben, silber- 
reichen Rinde, und bestehen dieselben im Ganzen, wie aus den Analysen 
zu schliessen,wohl aus Argentit, Markasit, Pyrrhotin und Pyrargyrit, welche 
in der angegebenen Ordnung von aussen nach innen zonenweise vertheilt 
sind, derart, dass die Rinde wahrscheinlich aus einem Gemenge von Ar- 
gentit und Pyrrhotin, die gelbiichgraue mittlere Zone aus Markasit und 
Pyrrhotin und der Kern aus Pyrargyrit besteht (85) 54, I, 34»- 

Arsen. 

D. 17. Arsenic. N. 581. 

Min. Lex. 35. 

K&rnten. Im BenedicH- Gesenke des Bb. zu Wölch, krystalliniscbe 
Partien mit Siderit ; undeutliche, zerfressen aussehende Kr. in einzelnen 
kleinen Höhlungen (114). 

Böhmen. PHbram. Am Seegengottes-Gange traf man 1860 in grosskör- 
nigem Calcit bis zolldicke Platten von A., welche eine ausgezeichnete 
krummschalige Absonderung und kleine flach-nierförmige Gestalten dar- 

'y Min. Lex. 8 i67 <(9l) 18;;2. U. 



Ara«n -- Asbevt. 37 

bieten; als Einikssung der Platten zeigte sich beiderseits in der Stärke 
von 1—3 L. Antimonit, der sowohl A., als auch Antimon-Theilchen bei- 
gemengt enthielt (69, a) 27- Die Analyse erwies 95-59 As, 4» Sb und 
Spuren von Eisen (121) 13, 8s> (39, m) 278. 

Vngmm, Nagjbinya. Kleine kugelige und nierförmige Partien und dOnne 
Schalen mit Auripigment und Bealgar. — FelsöbAnja. (86) KQgelchen, 
Schalen, Aggregate und nierförmige Bildungen mit Auripigment, Realgar 
und Blende [lOi]. 

81eb«Bbftrflr6i*. Breithaupt beobachtete von Hagjag (35) stammende, 
erbsengrosse Kr. R auf Rhodochrosit (Himbeerspath) in einer der Pariser 
Sammlungen (141, b). 

ArSenit, Haidinger. 
D. 183, Arsenolite. N. 506, Arsenige Säure. 

Min Lex. 86 

BOhmen. Auf den Abfällen der Braunkohle von Boden bei Falkenau, 
welche durch Selbstentzündung in Brand gerathen, bilden sich bei der 
Verbrennung nebst Realgar, prachtvolle wasserhelle A. Kr. (66j 15 F. 260. 

Uns^ani. Kapnik (35). Krystallinisch-kömige und erdige, schmutzig weisse 
Ueberztige, mit Realgar und Auripigment auf Arsen, auch von Pyrargynt, 
Blende, Baryt und Calcit begleitet (104). 

Asbest, Plinius. 
D. 216, ^34, 793. Asbestus. N. 430, A., Amiant und Byssolith. 

Min. Lex. 86 and 492. 

Salsburg^. Amiant: 8ehel|nideA im Muhrwinkel, grünlich- und grau- 
lichweiss auf schiefrigem Talk; GroMirl, Krähalpe, grünlichweiss, z. Th. 
mit Eisenocker; Gastein, Gailbaeh Th, (36) silberweiss; Türkelwandf 
dunkelgrün, büschelig und verworren auf Periklin; H. Bluter Tanern, 
weiss, büschelförmig auf Qrammatit; Felber Th« und Brenn Th* grün- 
lichweiss [118]. — Als F. von Asbest werden angegeben : HüUsehlag und 
Krähalpe in Grossarl (36), Laidalpe in Gastein, Seidelwinktl in Banrla, 
Brennkogel und Biegerkahr in FoBOh ; Kapmn Th. [1 18) und der Kaiser 
Tanern (hier mit Bergkork) (136). —Knappenwand im Untersohsbaeh-Th . 
mit Calcit^ Apatit und Epidot (s. d.) 

Kftmteii. Loben bei St. Leonhard, Bergkork in Spalten des kryst.- 
körnigen Kalksteines (114). 

Tirol. A. und Bergkork aus dem Zlllerthal (36) wurden von Meitzen- 
dorf und Scheerer anal s. (128) 474, (101) 237. — Die auf Predazzo be- 



38 Asbest - Aspkalt. 

zflglichen Angaben im Min. Lex. S 492 sind entnommen ans (85), 27. 
Yergl. anch (129) les, S78. 

BUmon. Bei Hevdorf nnd Sugerberg , grobfaserig (107). — Drkolnor 
bei PHbram. Am Mariahilfgaüg landen sich dem Bergleder ähnliche, 
geradschalige Massen YongrQnlichweisser Farbe, die ans dünnen Schichten 
bestehen und sahlreiche Calcit-Theilchen enthalten, so wie sie auch 
oberflächlich mit kleinen Galcit Kr. — Vs^« o^R bestreut sind (69, a) 76. 

Mähreii. Zdptaii. In der ans Amphibolschiefer bestehenden Unterlage yon 
Albit-Bmsen beobachtete ich die Yer&ndemng des Amphibol in Amiant, 
so wie die weitere Umbildung des letzteren in Epidot-Nadeln (126) 1865. 
Ganz ähnliche derartige Vorkommen finden sich nach Kenngott im Made- 
raner Th. und bei Gnttanen (Schweiz) und gehört der Amiant (Bysso- 
lith) zum Amphibol (39, m) no. — Der im Min. Lex. S. 38 angegebene 
Talkasbest von Lettowitz, Biskupska und Hrubschitz ist ein im Serpentin 
vorkommender Chrysotil (98) 7, k. 

Asphalt, Strabo. 
D. 751, Asphaltum N. 592. 

Min. Lex. 89 

Tirol. Von A. durchdrungene, dünnplattige und schiefrige Kalksteine mit 
Fischresten sind ausser bei Seefeld (39) an mehreren andern Orten nach- 
gewiesen, so bei Leibelfliigen am Inn, oberhalb Asehbaeh am S. Ab- 
hänge des Wanneck- Berges und am Birgsee in der Nähe des Passes. 
„Auf der Fem^, wo auch grosse Bitterspath-Drusen das Gestein durch- 
setzen, femer zwischen Rente und dem Plan-See, wo bei warmem Wetter 
A. aus den Schichten fliesst und im Lechthale zwischen EUebogen nnd 
St5g. An allen diesen Fundorten bilden die A.-Kalke Zwischenschichten 
im Dachstein-Dolomit, sind somit voriiasisch (86) 12, i4s (Literatur über 
Seefeld), (86) 18» 46 M. 

Dalauttleii. Ueber A.-Gesteine s. (86) 1, 749, 2, d, is? und 7,67^*); Kersten's 
Untersuchung des A. von der Insel Brana (40) s. (128) &06. 

Böhmen. VyskoSilka nächst Knehelbad bei Prag, Mit Calcit- Drusen 
ausgekleidete Hohlräume im Innern von Kalkkugeln, welche in den ober- 
silurischen Schiefem (Et. £.) lagern, sind nicht selten mit einer porösen 
lockeren, A.-ähnlichen mit Anthracit gemengten Substanz erfüllt, die 
durch Ueberrindung der Calcit-Kr., welche die Unterlage bilden, oder 



*) ClieiD.-tecliiii8clie üntennchangen der tiroler Asphalteteine wurden tob O Theoiiis 

avBgefahrt. Chem. Gentralbl YI S4> (89, 1.) 134. 
>; 8. a F. Fetter, Dalmatieii, Gotha 18ö7 



Atiplialt — Aspidolilli. 39 

umschlossen werden, überall Kr.-Flächen und Ecken im Abdrucke zeigt, 
zuweilen auch einem Haufwerke kleiner, pechschwarzer, tafeliger Kry- 
Bt&llchen gleicht (64) 1869, is. 

MUireii. Zbesehan und Zastarka bei Rossiu. Die Drusenränme in den 
Sphärosiderit-Septarien (s. Calcit) enthalten eine weiche, pechschwarze, 
stark glänzende A.-ähnliche Masse, welche auf den Dolomit- oder Calcit- 
Kr. in dünnen CJeberzügen oder in lockeren Anhäufungen erscheint; von 
ihr werden in grosser Menge kleine Rhomboeder und Kr.-Fragmente des 
Calcit umschlossen und die Abformung derselben bewirkt jenen krystal- 
linischen Habitus, welchen Helmhacker irrthümlich für einen der Sub- 
stanz eigenthümlichen hielt >) (86) 17. sio. 

OaUxImi. Bei Kleczanj, im Smolankä-Thale bei Staroiol (41^ bei Majdan 
und andern Orten im Gebiete der Naphta-Quellen (8. d.)« 

ASpidOllth, y. Koben. 
D. (Ap. 1) 2. N. 441. 

Tirol. Zillerthal, kleine rhombische Tafeln von dunkel olivengrüner Farbe 
zerstreut in feinschuppigem Chlorit eingewachsen; in dünnen Blättchen 
bräunlichgelb, lebhaft metallähnlich - perlmutterglänzend ; optisch zwoi- 
axig mit kleinem Azenwinkel (von circa 12^). Die schmalen Seiten der 
Täfelchen zeigen in Folge von Zwillingsbildung einspringende Winkel 
und sind etwas gewölbt, so dass die Basisflächen oft einem kleinen ovalen 
Schilde (aanig) gleichen.; H = 1*5; spec. Oew. = 2*73; nicht elastisch 
Zunächst dem Phlogopit stehend, ist für diesen Magnesiaglimmer ein 
höherer Kieselsäure-Gehalt, die Zersetzbarkeit in Salzsäure und sein 
Verhalten vor dem Löthrohre (starkes Aufblättern und Krümmen) be- 
zeichnend (Sitzber. der bayr. Ak. der Wiss. 1869). 

XUreB. Der bei Znaim anstehende Gneiss enthält, wie Tschermak be- 
richtet, zweierlei Glimmer, hellgrünen, feinschuppigen Sericit und A. in 
einzelnen rhombischen Säulchen von dunkelgrüner Farbe; sie stimmen 
in ihren Eigenschaften, bis auf die Elasticität der Blättchen, mit dem 
A. aus Tirol überein (erhitzt verlängern sich die Sänlchen rasch um das 
zehnfache und mehr, wobei sie sich wurmartig krümmen, (135) 1871, 119. 



BoHeky beobachtete ganz gleiche Perimorphosen bei Knchelbad nftchst Prag und fand 
ihr Verhalten in höherer Temperatur ToUkommen flbereinstimmend mit jenen der A.- 
ähnlichen Snbstanx von BossitB, welche von Helmhacker als neues Mineral beseiohnet 
und unter dem Namen «Walait«* beschrieben wurde. (64) 1869, 90« 



40 Aiakamit — Augit. 

Atakamlt, Blumenbach. 
D. 121. N. 493. 

Böhmen. Auf alten Halden zwischen Hanenstein und Knpferberg soll man 
A. gefunden haben (107). — Smaragdgrüne Anflüge auf Chalkopyrit-Stufen 
der Halden des Bb. am Giftherg bei Komarow wurden von Boficky als 
A. bestimmt (85) 59, eio. 

Allglt, Werner. 
D. 216. N. 434. [Pyroxen z. Th.] Desclz, Min. 60. 

Min. Lex. 41 and 493 (z. Th.) [Gem. Angit.] 

Die im Min. Lex. S. 41 und 42 beschriebenen Vorkommen von Om- 
phacit und Smaragdit aus Steiermark und Kärnten, von Malakolith 
oder richtiger Fassait, und von Pyrgom aus Tirol sind zum Di- 
opsid zu stellen. 

Tirol. Fassa (41, 493). Manche von den A.-Zw. aus dem Monzoni-Geh.y 
welche an dem einen Ende einer rhombischen Gombination (P. ooP. 
00 Poö . cnPöo ) gleichen, unterlagen einer Umänderung in eine anfänglich für 
Serpentin gehaltene Masse ; wie der Anblick jedoch lehrt, ist die pseudom. 
Substanz keine gleichförmige, und gestatten demnach auch die Ergeb- 
nisse der von Hlasiwetz ausgeführten Analyse keine Formulirung (39, h) 
146. Blum hat Pseudom. von Calcit nach A. von der Pozza -Alpe beob- 
achtet (9, d) 2io; wahrscheinlich stammen dieselben aus einem Augitpor- 
phyr-Tuffe (s. min. Lex. 493). — Grünschwarzer A. aus Fassa wurde von 
Kudernatsch anal. (128) 483, (101) 218. — üeber A.-Kr. von der Seisser Alpe 
und aus Fleims und die körnigen Aggregate aus dem V. Sorda. „Eokkolith*^ 
s. Min. Lex. S. 42 und 493. 

Böhmen. Der im Min. Lex. S. 43 und 493 genannte Malakolith von 
Ober-Eochlitz und Salit von Haslau gehören zum Diopsid (s. d.). — 
Wegsein bei Böhm, Leipa^ einige Linien bis 1 Zoll hohe, einzelne und 
Zw.-Kr. P. ooP. ooPao. 00 5 00, zuweilen mit Einschlüssen von Biotit-Kr 
in einem wackenähnlichen Basalte, der reich an Biotit und Fragmenten 
von Amphibol ist (137). — Am Weschen- Berge hei MoälaUj Teplitz O, 
kommt nach Breithaupt im Basalt der „Pyroxenus dystomus** *) vor (141, b). 
— Die Kr. aus dem Basalt- Tuffe von Boreslan (43 und 493) sind nach 
Tschermak, welcher dieselben in optischer Beziehung untersuchte, diso- 
matisch, sie besitzen einen grasgrünen bis olivengrünen Kern und eine licht 
olivengrüne Hülle (135) 1871, 29. — Schiina (43). Ilammelsberg*s Analyse 
. — spec. Gew. = 3'36 — s. (128) 484, (101) 218. — Ausgezeichnete Kr. aus 



1) Mineralogie, 3 B« 8. 575 (1847). Werner^s maschliger Angit. wP = 8704O. Gew. =^^ 
3 31 — 3.32. 



Angit ^ Auripigment 41 

dem porphyrartigen Basalt yon SehSnhof bei Podersam (43) worden 
von Vrba beschrieben; es sind einfache, bis 6 L. hohe Kr. P. ocP-o^ao. 
ooPao, zuweilen mit Poo, — P, 2P und 2^00, oder Zw. und zwar a) voll- 
ständige Durchkreuzungen zweier Indiy. , welche — Poo , eine neue Zw.- 
Fläche, gemein haben, in vorzüglicher Ausbildung oder b) Vereinigungen 
mit Ps als Zw.- Fläche, wobei gewöhnlich die an beiden Enden enf 
wickelten Indiv. mit ihren odPqd halb in einander eingesenkt erscheinen 
und sich diese Vereinigung oft mehrfach wiederholt. Die P-Flächen sind 
meist concav, wahrscheinlich in Folge der Interponirung von Zw.- 
Lamellen nach ooPoc , wie dies an Dünnschliffen des Basaltes im polari- 
sirten Lichte nachzuweisen war (64) 1870, 53. — In verschiedener Weise 
^verzerrte^ A.-Kr. gehören zu den bekanntesten Fällen. Blum hat einen 
solchen von Wclfiberg bei CemoschiB (43) abgebildet (46) 1868, 464. Er. 
von diesem Fundorte, wie auch manche der hier vorkommenden Amphibol- 
Er. sind zuweilen in eine jaspisartige Masse verändert (9, d) 49. Die 
gelbbraune Rinde, welche oft die A.-Kr. dieses Fundortes bedeckt und 
in Höhlungen auch tiefer eindringt, wurde von Rammeisberg analysirt 
(128) 488. — Die vulkanischen Bomben und Aschen-Tuffe des Eisenbühl , eines 
erloschenen Vulkanes nächst Boden bei Albenrevth^ enthalten nach Reuss 
nussgrosse, sammtschwarze A.-Partien mit stark glasig glänzenden, musch 
ligen Bruchflächen; spec. Gew. = 3'25 — o'32; wurde von Hlasiwetz 
analysirt. Viel häufiger als aus A bestehen die Kerne der vulkanischen 
Bomben aus Amphibol (spec. Gew. = 3*19) oder aus Oliviu^). 

M&hreil. Die S. 44 des min. Lex. erwähnten Vorkommen von Wiesenberg, 
Marschendorf, Smrzek, Böhm. Eisenberg, Kuklik, Zhorz und Stfitei' sind 
zum Diopsid zu stellen. — In den aus trikl. Feldspath, Amphibol und 
Magnetit bestehenden Trachyten bei Banoir (44) erscheinen stellenweise 
A.-Er. als üebergemengtheil ; sie sind zuweilen z. Th. in Magnetit oder 
Pyrit umgewandelt (86) 9,69. 

Unff^ni. Der S. 44 des Min. Lex. beschriebene Faesait von Hodritsch 
gehört zum Diopsid. 

Anripigment, piinius. 

D. 27. Orpiment. N. 586. 

Min. Lex. 46. 

Kftmteii. Saohsenbiirg, derb, körnig, blätterig als Ueberzug auf Do- 
lomit (136). — Am Nordgehänge des Luseharibtrgea bei Lasohari mit 
Realgar auf unregelmässigen Klüften in grauem Triaskalk*) (111). 

*) Abhaadl. der geol. BeicliMuutolt 1 Bd , 1 Abth , 1852, S 67. 

f) Im Mia. Lex. 45 üt dasselbe Yorkommen unter dem ca. 1 Meile entfernten Fandorte 
^Ibo^fhet angegeben. 



42 Auripigm«5iit — Aatomolit. 

ÜBffam. Die 6—7 Klafter tiefen Gruben liegen in der Tbalsohle südlich 
▼om SzfikoUnfo Berge, nordwestlich Yon Ti^tOTa (45). Unter dem AUairiam 
folgt eine Ablagemng Yon grossen eckigen (Trias-) Ealkblöcken, deren 
Zwischenräume mit kleineren Blöcken nnd welchem Letten erfüllt sind ; 
letzterer enth&lt A.-Er., die auch auf dem Kalkstein aufgewachsen er- 
scheinen mit Bealgar und Calcit; im Inneren der Blöcke findet man nur 
derben Realgar (86) 18, ass *). —Auf den Erzgängen Ton KSnigsberg (46) 
ist A. in kleinen Bl&ttchen und erdig, früherer Zeit als besondere Selten- 
heit Torgekommen. — llm|nrl^7* (45) kleine Kr., blätterige Partien und 
erdig mit Quarz, Baryt, Silber und Realgar [104J. — Kapnlk (45) kleine 
Kr., krystallin. Aggregate, und Ueberzüge auf Realgar oder Arsen (104). 
Nach Peters kommen hier alle möglichen Stufen des Ueberganges von 
kugelig traubigem Arsen in A. vor. An einigen Exemplaren sind die Trauben 
mit einer grünlichen Malachit -Rinde überzogen, andere erscheinen mit 
ziemlich ausgiebigen Massen einer Opal- (Alumocalcit-) artigen Substanz 
bedeckt (46) 1861, 665. Als ein) bis zur völligen Umänderung in A. vor- 
geschrittenes Vorkommen dürfte wohl jenes aufzufassen sein, welches 
Breithaupt (97) 115 von diesem Fundorte beschrieben: Kugeln im inneren 
aus gekrümmten A.-Lamellen, z. Th. im Gemenge mit Realgar, selten aus 
letzterem allein bestehend, umgeben von einer lauchgrünen bis grünlich- 
schwarzen Rinde (diese gibt einen intensiv gelben Strich, etwas dunkler 
als A. und lässt trotz ihrer Dünne noch einige Spaltbarkeit erkennen). 
An einer Yarietät von Felsöbänya (45) fand Breithaupt ebenfalls rund- 
liche Gestalten — geträuft, nierförmig bis fast traubig, — welche an die 
vorerwähnten erinnern. Es zeigte sich hierbei die Succession: a) dunkel 
nelkenbraune, derbe Blende, b) (juarz, c) nierförmiger, dunkel ange- 
laufener Pyrit, d) A., sphäroidische Formen mit büschelförmig-faseriger 
Textur (97) u5. 

AntOmollt, Eckeberg. 

H&luren. Die Angabe im Min. Lex. S. 45 stammt von Kolenati *), der keine 
weitere Charakteristik des Min. mittheilt; das Vorkommen fand seither 



>} S. a. Cotta. (190) 1861, i > (46) 1861, 338- — Eme Ck)mbiiifttioii ron diesem Fundorte 
liat LeT7 abgebfldet (48) T. 74, Fig. 2. 

*) Wir möchten bei dieser Gelegenheit erw&hnen, dsss ans derselben nninrerlissigeB, 
mit der Lit. Nr. (43) bezeichneten Quelle «Die Bfinerale M&hrens nnd dster. Schlesiens 
Ton F. A. Kolenati. 1864* der Yollst&ndigheit wegen nnd nm die Anfinerksamheit darauf 
xn lenken , noch manche andere wenig wahrscheinliche mfihrische Vorkommen in d»8 
Hin. Lex. aufgenommen wnrden : wie Feignsonit S. 145, Gadolinit 8. 161. Hedenbexgit 
8. SOS, Tantalit 8. 443, nnd dass auch die neuere Zeit, f&r diese durch keine Bestim- 
mnngs-Daten begrftndeten Angaben, keine Nachweise gebracht habe. Yon einigen anderen 



Axinit 43 

keine Bestätigung. Als Begleiter wurde nEudyalif* genannt , eine Ton 
Kolenati f&lschlich angewendete Bezeichnung für eine Varietät des 
Staurolith. 

Axinity Hauy. 

D. 297. N. 407. 

Mb. Lex. 46. 

Tirol. Fassa» Monzoni, Senger erwähnte in seiner Oryktographie von 
Tirol, 1821, S. 21, des damals eben in Monzoni entdeckten A., es scheint 
aber das Vorkommen sehr spärlich gewesen zu sein, nachdem die tiroler 
Sammlangen nichts davon enthielten; erst 1863 beobachtete man am 
Monzoni abermals A. und zw. so wie Senger es angegeben, in derben, 
dickschaligen, nelkenbraonen Partien, mit braunem Granat und Calcit 
(49, a). Die Wiederauf&ndung dieses Vorkommens ist G. t. Rath zu ver- 
danken; er traf dasselbe in etwa 8000 Fuss Höhe auf der hohen Scharte 
am Monzonikamme, zollmächtige Klüfte in kömigem Hypersthenit erfül- 
lend, welch' letzterer selbst wieder Gänge im Monzon-Syenit bildet (63) 
(iss), 44, (144), MS. — • Auch am ViUanderer Bg. bei KlavseB (beim Stau- 
daeher) ist A. in jüngster Zeit, in kryBtallin.-blätterigen Partien aus 
dem Diorit bekannt geworden (49, a). 

Un^^am. PolOMa bei BtiUr (46) e. V. (vielleicht aus dem a. Bb. Sehratnki). 
Auf einem verwitterten Amphibolschiefer, welcher in Thonschiefer über- 
geht und etwas Gold fein eingesprengt enthält, zeigen sich zwei Gene- 
rationen von A.-Er., die z. Th. durch besonderen Flächenreichthum und 
ihre Paragenesis ausgezeichnet sind, und von Schrauf gemessen und be- 
schrieben wurden. Der ältere A. bildet auf dem Schiefer eine Lage, die 
bis 6 L. hohe und 3 L. dicke, dunkelbraune, undurchsichtige Säulen 
trägt, welche vorwaltend von oP(e). ^P(r). P'(a) *) begrenzt werden. Sie 
sind zuweilen mit Azurit und GhrysokoU überzogen und auf ihnen er- 
scheinen Amphibol-Sänlen oder Calcit. Ueber letzterem folgen die sehr 
flächenreichen lichtbraunen, durchscheinenden Kr. des jüngeren A. 
höchstens IVt L. erreichend; ihre durch oP(e). >P(r). ooP'cii) beherrschten 
Combinationen bieten untergeordnet noch 16 andere Formen, von denen 
3 bisher nicht beobachtet wurden. Auf dem jüngeren A. haben sich 
zahlreich Apatit-Kryställehen angesiedelt (85) 62, 710. (132) F. 13—15. 
An einem Handstücke fand Schrauf abweichend von den obigdu para- 



in (4S) gen»BBt6B VorkomMB 1. B. ArfvedMait (BteeUte, BBi«x«k). K«ilk»«U (StrMcli* 
kau) wurde im Min. Lex. keioe Hotis feooBBen. 
*) Enftepreehend der tob Bcknaf (a. ». 0.) roif eeekk^meB ntmtm AulMellUf beMfeknet, 
B. a. (182) Taf t5. 



44 Axiiüt — Azurit. 

genetischen Yerhältnissen, ein Gemenge Yon 4 durch einander liegenden 
Min., deren gegenseitige Altersbeziehongen sich nicht bestimmen liessen 
nämlich : a) undeutlich krystallisirter graubrauner A. in % — 1 Z. grossen 
Fragmenten, b) grauweisser Galcit, c) derber, weisser Quarz und d) 
grüner Amphibolschiefer, mit einigen kleinen Kr. yon schwarzgrünem 
Amphibol (85) 64, I, i9i. 

Aznrit, Beudant. 

D. 715. N. 293 (Kupferlasur}. 

Min. Lex. 46 und 494. 

Oesterreloh. Orosaau bei Beichenaii kleine Drusen auf der Siderit- 
Lagerstätte (135) 1871, ns. 

K&mteii. Olsa, sehr kleine Kr. zeigen sich zuweilen mit Malachit und Ce- 
russit in den Höhlungen von zersetztem Bournonit. An einem grossen 
Kr. von diesem Fundorte, welcher aber völlig in Malachit umgeändert 
war, bestimmte ich die Form oP(c). ?oo(v). — ¥o:((p). Poo(p). aoPoc5(a) *) 
(85) 51, 117. — Nette Kryställchen liefert auch Maria Waitschach unter 
ähnlichen Verhältnissen. — Tratten im Gaü-Th mit Malachit und 
Tetraedrit auf Quarzadern im Thonschiefer [114]. 

Tirol. Vom Ringenwechsel bei Schwaz (46) beschrieb Breithaupt eine 
A.-Perimorphose nach Dolomit (120) 22, io5. - Vom Kogel bei Bixlek 
(46) wurden Pseudom. nach Tetraedrit durch Haidinger (9, b) 120 und 
durch Blum (9, d) 196 bekannt gemacht. Einen Kr. von diesem Fund- 
orte hat Levy gezeichnet (48) T. 63, Fg. 13. ») 

Böhmen. Von Zinnwald (47) hat Zippe zwei sehr flächenreiche Kryställ- 

, chen beobachtet®), welche von Schrauf in veränderter Stellung, nach 
Naumann's Grundform (= G. ßose, Levy*) gezeichnet wurden. In den 
Combinationen treten vorwiegend auf, oP(c), »P 2 (0), — P(h), ao P(m), ao ¥ oc<a) 
und untergeordnet — VgP odCct), V2 ^ <»(0), P oo(v), '/o * oo(i) , P oo(p), oo P (x(b) 
(132) F. 27, 52.») — Ober-Rochlitz dünne üeberzüge, selten auf der 
Kupfererz-Lagerstätte (86) 10, 19. — In der Gegend von Hohenelbe 
und Starkenbaoh (4 und 494) in permischen Schichten (s. Malachit). 

ünffam. Jaraba (47) kleine Kr., kryst Aggregate und erdige Partien 
mit Malachit, Limonit und Chalkopyrit. — Mito (47) feine kryst. Ueber- 

. Züge und erdige Partien, mit Quarz, Siderit, Limonit und Chalkopyrit. — 

>j Aehnlich Fg. 25, T. 27 in Schrauf s Atlas (132). 

^) Die yon Zippe beobachteten Combinationen an Kr. aus Tirol s. in (132), Fg. 85, 29, SO. 

*) Abhandl. der k. böhm. Oes. d. Wiss. 1830. 

*) (48) T. 63, Fg. 8. 

^) s. d. Anmerkang 2 auf S. 45 



Asnnt ~ fiarrandit. 45 

Altg^birgr, kryst. und erdige Partien auf Quarz, dichtem Baryt, und mit 
Tetraedrit und Ghalkopyrit in Siderit. — Kotterbaeh und PorAes, kryst. 
und erdig, selten, in Limonit, mit Ghalkopyrit. — Wagr^ndrflggel, mit 
Malachit auf den Ghalkopyrit führenden Quarz- und Siderit-Gängen im 
Thonschieier [104]. — B^bAnya (48) Drusen mit undeutlichen kleinen 
Kr. so wie derbe Massen sind auf den Erzstöcken sehr selten; der A. 
erscheint meist als Zwischenglied der Umwandlung von Tetraedrit in 
Malachit; zum geringen Theil ist er auch aus der Zersetzung YonGhry- 
sokoU, unter Quarzausscheidung, hervorgegangen. (124) i56. — Aus dem 
Banale hat Zippe 10 verschiedene Gombinationen abgebildet *). Nach 
Naumann's Grundform, in welcher Stellung Schrauf mehrere dieBer 
Formen gezeichnet, herrschen an denselben oP(c), (x>Poo(a), — P(ii) 
Vs^2(d) oder cad oder cd vor und treten untergeordnet auf — Vs^<x>((r), 
J^ooCqi^), V»**oo(Ö), Poo(y), »Qo(p)U. ooP(m)i, (132) Fg. 47, 48, 63, 57, 58.— 
Von Szäszka (48) hat Schrauf die Gombination cahd beobachtet, (85), 
64, 155 *), (132) Fg. 55. — Nen-Moldoya (48). Peters beschrieb die gene- 
tisch interessanten Vorkommen aus den a. Bb. Benjamin und Maria- 
Anna. Es zeigten sich daselbst prachtvolle Zapfen oder Trauben von 
A., welche innen hohl oder mit erdigem Limonit erfüllt sind, oder solide 
Zapfen von Limonit oder von fester Eupferschwärze zur Basis haben. 
Auf Stufen von Benjamin findet sich Aber dem A. eme kryst. Zwischen- 
bildnng von gelblich -graugrünen, innen seidenglänzenden Aggregaten, 
welche aus Fasern von Malachit und Limonit bestehen, und über dieser 
folgte wieder eine zweite A.-Generation. Peters vermuthet, dass die er- 
wähnte Zwischenbildung ursprünglich ein mit A. isomorphes und mit 
ihm zusammen krystallisirendes Eisenoxydulsalz gewesen, das erst später 
in ein Malachit-Limonit-Gemenge verändert wurde (46) 1861, trs. 
Sleb€libflrff0ii. Zalathna, auf den Erzgängen im Faenhaj Oeb. als Zer- 
setzungsgebilde des Ghalkopyrit (104). 

Barrandit^ zepharovich. 

D. 574. N. 236. 

BÖhineil. Trenic bei Cerhovio. Das früher als Wavellit bestimmte Mi- 
neral findet sich auf Klüften im unter-silurischen Sandstein (Dd) in 
halbpelluciden, wenig glänzenden Halbkügelchen, in kleintraubigen und 



1) Abhandl. der k. bohra. Ges. dnr Wissensch 1830. 

*; DftMlbot sind in der üebersieht der Formen S. 125 nnd 126, m wie in der Erklärung 
zu den Tafeln 26—29 des Atlas (132) bei den Nanmann^schen Symbolen die Vorzei- 
chen derHemidomen nnd Hemipyramiden in die entgefjfeng^etzten zu TerAndem. S. (64) 
1872, 11. 



4f> Barrandit — Baryt. 

nierförmigen Aggregaten, mit glatter oder zartdrosiger Oberfläche; die 
Farbe ist blass bläulich-, röthlich-, grünlich- oder gelblich-grau; die 
Structnr nndeatlich radialfoserig und concentrisch-schalig. Diese manchem 
Opal oder Hemimorphit ähnliche Varietät ist zuweilen yon jüngerem 
Wavellit begleitet. Bei eingetretener Zersetzung verliert sich Glanz und 
Pellucidität und tritt die Structnr deutlicher hervor, wobei schneeweisse 
feinfaserige Schalen zwischen anderen, grauge&rbten dichten erscheinen. 
BoHcky's Analyse erwies den B.als (V^Fes^'/fAls) P « Os+iHaO; sp. G.= 
2.58. Der B. umschliesst kleine Partien von Limonit ; als Unterlagen zeigen 
sich, ein dem Stilpnosiderit ähnliches Mineral, Bergkryställchen und 
Kakozen. Letzterer ist nachweislich als Endglied aus der chemischen 
Veränderung des B. hervorgegangen und selbst, stellenweise weiter in 
ockerigen Limonit übergegangen. (85) 56, so. ') Nach BoHcky scheint die 
Umbildung des B. in Kakozen nicht direct, sondern unter Vermittlang 
des Picit (s. d.) erfolgt zu sein, so dass sich die Reihe B., Picit, Ka- 
kozen, Limonit ergibt (85) 59, sei. — Ktuinahora bei fiQdlie. Ueber 
den Wavellit-führenden Quarziten (Dds) liegen lichtgraue, glimme- 
rige Thonschiefer mit schmalen Lagen von Limonit und Hämatit, welche 
auf Klüften Wavellit und B. führen. Die graulich- oder grünlichweissen 
drusigen Kügelchen des letzteren sind im Gentrum gewöhnlich mehr 
weniger verändert, feinfaserig und seidenglänzend, oder erdig und matt, 
zuweilen auch hohl, während die Hülle von innen aus in Limonit über- 
geht; über dem B. folgt der Wavellit in radialen Aggregaten (85) 59, 6i7. 
~ Auf Glaskopf von Brbek bei St« Beniipia zeigen sich einzelne durch- 
scheinende, lichtgraue Wärzchen, die wahrscheinlich B. sind; derartige 
bläulich- und gelblich-weisse Kügelchen mit feinfaseriger Teztur, in 
nierf&rmigen Aggregaten finden sich daselbst auch neben Picit und Ka- 
kozen. Aehnliche Gebilde kommen femer am Milina Berge (St. Benigna 
N.) mit Wavellit auf Grauwackenschiefer vor (85) 56, 99; 59, 617. 

Baryt. 

D. 616. N. 246. (Schwerspath). 

Min Lex. 49 nnd 494.. 

OMterrttoh. Gelegentlich einer Brunnengrabung bei Sieverlnf (am 
Wege nach Pötzleinsdorf) traf man einen festen, eisenreichen Kalk- 
mergel von zahlreichen, kaum fingerbreiten Klüften durchzogen; diese 
waren entweder ganz durch B. erfüllt oder mit übereinander folgenden 
Bildungen von B.-Kr., Ankerit und erdigem B. bekleidet. An den wasser- 



■) S. 89, Z. 5 T. nnton setze : SAI,0,. PO, -(- 18aq, statt : il1«0,. PO, + 6aq, 



ftaryt. 47 

hellen bis Vi 2« langen, tafeligen B.-Kr. in schönen Drusen, fand Tscher- 
mak Flächen von 17 verschiedenen Formen. Die freien Räume zwischen 
denselben wurden von Ankerit und von erdigem B. eingenommen (86 V.) 
67, 189, (1^2) Fg. 41, 4S. - MSdling; im Stbr. beim Neusiedlerthore am 
Maaberg fanden sich in ElOften des NuUiporenkalkes bis 3 L. grosse 
Täfelchen 00 P^. Pöö^) undurchsichtig, milch- bis gel blich weiss; die 
grösseren E[r. erwiesen sich als Parallel-Aggregate vieler Individuen 
(141, c). 

Salsbnrsr* Im Färbergrahen bei Werfen» undurchsichtige fleischrothe 
Kr. und gleichfarbige parallel- und divergent-stängelige Aggregate, mit 
Quarz und Siderit-Kr., die letzteren in Siderit übergehend. Im ScMad- 
ming Graben^ geradschalig, gelblichweiss, mitLimonit (118). Die schönsten 
Kr. dieser (hegend liefert der Sekäjferöit Bergb., von welchem Fund- 
orte ich Drusen und Gruppen granblauer, pellucider Täfelchen erhielt, 
viele mit einer dttnnen Rinde weisser Calcit-KrystäUchen — Vt^ ^^^' 
sehen, in Hohlräumen eines breccienartigen Trias- (Guttensteiner-) Kalkes, 
die zuerst mit gelben Kryställchen eines älteren Galcites bekleidet 
wurden. — Im Birgstein Bb, bei St« Johann kommen sehr dünne, gelb- 
lichgraue, pellucide rectanguläre Tafeln vor mit Dolomit-, Mesitin- und 
Pyrit-Kr. auf dichtem Quarz [86] 19, sss. — Derber, fleischrother B. 
erscheint auch im Radelgraben bei HItttan, so wie im BöUgraben bei 
Werfen als Begleiter des Lazulith (118). 

Btetonnark. Angeblich von der Student- Alpe , südöstlich von Gras, als 
Ausfüllung der Gontractionsspalten, in einer Sphärosiderit-Kugel (86 V.) 
67, 88. — Dravwald, wasserhelle, z. Th. milchweiss gefleckte oder ge- 
bänderte Täfelchen, vorwaltend durch ooPoo. Pöö begrenzt, auf etwas 
GUmmer-haltendem Quarzschiefer, auf der Galenit-Lagerstätte (108) 71, 
(132) Fg. 17. 

KAxntUL In der KMmitg bei Friesaeh, röthlich-weiss bis rosenroth, 
kömig-krummschalig mit eingesprengtem Siderit (136;. — OUa, lamel- 
lare und kömige Aggregate als Begleiter des Boumonit (s. d ). — In 
Hllttenberg-L9111ng (49) sind Kr. eine Seltenheit. Das im Min. Lex. er- 
wähnte Vorkommen von 1854 stammt aus dem ÄntonetoUner- Liegendlager 
im HüUenberger Reviere ^)\ aus diesem beschrieb ich einen ansehn- 
lichen Kr. von „doppelter Bildung**, eine Tafel, 4 Z. breit und 1 Z. dick, 
an der sich ein einfacher gestalteter Kern QoPa(a> PöD(m). aoP(M) und 



>) Die Symbole liier und im folgendea betieken sieh anf die von Schranf gew&Ute Auf- 
stellung, c Yerticalaxe = Bieseoirix, m (%vX.) — P« , P = «PS^ (Spaltft&chen), 
o = mP, d =<r sFo9 n. 8. w. i. (ISS), Taf . 80. 

■) (116) IT, 1855-1859, lai. 



48 • ßaryt 

eine partielle, auf Pöö gelagerte flftchenreiche Hcdle, in Farbe and 
PcUncidtät auffallend verschieden zeigten. Dorch differente Fl&chenent- 
wicklnng am oberen und unteren Pole erlangte die Tafel einen hemi- 
morphen Habitus (64) 70, 7» (85) 64, 204, (132) Fg. 12. — Am Nordfasse 
des Magdalfnen Bg, bei Malrist kleine pellncide Tafeln und derbe 
Partien, von Witherit begleitet, in Adern, welche in den Weriner-Schichteu 
aufsetzen (114). 

Tirol. Drathabn, KitzhUehel S., weiss, in Nestern und Adern im Kalk 
des Thonglimmerschieiers (136). 

Bdhmen. Harraehadori (50) s. Galenit. — Branik bei Prag, licht wein- 
gelb, mit Braunspath, selten in Klüften des ober - silurischen Kalkes. 
(86) 12, 268. — In den Grabenrevieren am Chrbina- und Karabiner' Bu 
bei Swarow kommen auf den Verwerfungsklüften im unter-silarischen 
Hämatltlager B.-KrystäUchen vor^), welche durch besonderen Formen- 
reichthum und spiegelnde Ebenheit der Flächen, zuweilen durch Hemi- 
morphismus ausgezeichnet sind; an ihnen wurden durch Helmhacker 
31 Formen, darunter 6 neue, nachgewiesen (135) 72, 71, (132) Fg. 39, 43, 
44.') *- Kruinahora bei Hndlio« rectangulare honiggelbe Kr. ooPob. 
00 P. 2P'5d. P zuweilen mit eingesprengten Blende-, Galenit- und Pyrit- 
Theilchen, mit Pseudom. nach Siderit-, Pyrit-, Blende-, Galenit- und Do- 
lorait-Kr., auf Gangklüften in den nnter-silurischen Eisenerzlagern. Einer 
jüngeren Gangbildung gehören ziemlich grosse, flächenreiche, meist 
grünlichweisse, pellucide B.-Kr. an, welche die schönsten im silurischen 
Gebiete sind; solche Kr., aoPoo. 4P00. 2Pao'. ooP. P». P, säulig durch 
2 P 00, sind zuweilen mit einer nierförmigen Decke eines schneeweissen 
Calcites versehen. — Von den Kr. aus den Hämatit-Lagem am Giftberg 
bei Komarow (öd sind zwei verschiedene Vorkommen zu unterscheiden. 
Jene mit brachydiagonal-säuligem Habitus, gewöhnlich bläulich, aber 
auch grünlich oder röthlich gefärbt, finden sich auf dicken Ankerit- 
Lagen, mehr weniger in denselben eingewachsen, auf Verwerfungsklüften 
im Hämatit ; jene, welche als rectangulare oder rhombische Tafeln er- 
scheinen, gehören den Zinnober-führenden Gängen an ; die letzteren mit 
Flächen von ooPqo, ooP, 2P00, P'öö und P sind zuweilen über 6 Z. gross 
und meist von Eisenoxyd oder von Zinnober z. Th. zonenweise röthlich 
gefärbt. (fc5) 59,; 602, 612 (132) Fg. 34, 37. — Auch die blätterigen mehr 
weniger bläulich gefärbten B.-Partien auf den Halden der Tien-Grube 
bei St« Benigna stammen wohl aus solchen Klüften im Hämatit (141, t). 



>) Begleitet von porösem Zinnober (S5) 59, bis. 

*) Eine Abhandlung aber den B. der EiBenerz-fOhrenden unter-tdlur. Schichten Böhmen« 

Ddl und d4 yon Helmhscker, wird in den Denkschriften d. Wr. Akad. 1871, SS Bd. 

erscheinen. 



BMji. 49 

Das Ghamoisit • Lager von NnUlCy einem höheren Niveau (d 4), der 
unterHiilar. Etage D angehörig, wird ebenfalls von Klüften durchsetzt, auf 
welchen sich als Seltenheit flächenarme Er. zeigen. — Zu HIskow 
kommen B.-Kr. (zuweilen mit yorwaltenden P und sP oc) in den Sphäro- 
siderit-Septarien vor, welche in der mittleren Abtheilung der carbon. 
Formation lagern [135] 72, 71. — Pribrmm (ks). An brachydiagonal säu- 
ligen Kr. des jüngeren B. mit vorwaltendem 2Pa(d). QoPdo(a). Pöö(m). 
aoP(M) fand Schrauf die neuen Formen: */gPT(«), •/nPT(t), öP»7;(t), 
7 P*/;(ö), 4P(rt> «PiV') und VjP'liW > so wie die seltene '/,Pl(y). An den 
bekannten würfelähnlichen Gombinationen des älteren B. : P 5b(m). ooP 5D(a), 
treten untergeordnet auf, oP(c), P^u), 2Poo(d), ViPöö(l), ooP(M), ooPco(b) 
und die neue ^j^TH^d) (85) 64, 901*). Brachydiagonal -gestreckte Kr. 
aus „Böhmen^ 2Pdo(d). Po5(u). ooP'Soc«). aoP(o) wurden von Dauber ge- 
messen (63) 106, 440; sie stammen wohl aus PHbram. Neuere Beob- 
achtungen an älteren und jüngeren B.-Kr. hat Reuss mitgetheilt; er 
erwähnte auch ein Zusammen- Vorkommen der beiden Altersstufen vom 
Schwarzgmbner Gange: bis IV9 Z. lange, gelbe Sänlchen des jüngeren 
B. unmittelbar auf Kr.-Resten von älterem rötlilich gefärbtem B. sitzend. 
Ausser in den typischen brachydiagonal-säuligeu Formen zeigte sich der 
jüngere B. auch in dünnen oder dicken Tafeln mit rectangulären oder 
rhombischen Hauptumrissen, bläulich, grünlich, gelb, roth oder bunt ge- 
filrbt (69, a) 99, 69. Ueber die neuesten B.-Anbrüche, s. Babanek's Mit- 
theilung in (135) 72, 27. An älteren B.-Kr. fand Tschermak einzelne 
Schichten parallel Psb zerstört, und dazwischen liegende, intact (85) 
49,858. Pseudom. nach Galcit-Hs beschrieb Hessenberg (113) 2> (9, d) 
46 "). Das sp. G. des B. von PHbram ist nach G. Rose = 4. 484 (63) 
106, 449. — Auf den Blende-Gängen von Merklln fand sich B. selten in 
dünn-säuleziförmigen, ausnahmsweise in rechtwinkelig tafeligen gelblich- 
weissen Kr. einzeln auf Drusen von Galcit, die auf brauner, grobkör- 
niger Blende ruhen (64) 68, 6. — Mies (52). Die lauchgrünen, schmutzig- 
weissen und gelblichen Kr.' sind zuweilen prachtvoll ausgebildet und 
mehrere Zoll gross; säulige und nadelfOrmige Gestalten sind selten. Auf 
manchen Erzgängen ist B., neben Quarz, die vorwaltende Ausfüllungs- 
masse (86) 17, sie. 

') Entsprechend der von demoelbAn adoptirten Anf«iellang, indero sich die im Min. Lex. 
S. 62 angegebenen Symbole : P» . ooPoS'. Too. « FT 

in: P»*. ooPoo'. eoP. tPoB'. 

'i Abbildungen Ton an diesem Fundorte beobachteten Gombinationen gab Schranf in Cl8t) 
Taf. 80-82, Fg. 1, 18, 16, 17, 80, 88, 35, 86, 42, 44. 

*; Die ziegelrothe Farbe des B. und die begleitenden Chalkopjrrit-Kr. machen den Fand- 
ort zweifelhaft. 

ZepharoTioh, mineral. Lezioon LI. ^ . 



50 Baryt. 

T'^^K*^" In dem a. Bb. zwischen Bohntlii und Badamühlf derb, mit 
Ghalkopyrit (98) 2, 64. — Am Oimptl Bg, b. Nentitsckein kleine Tafeln 
auf Quarz Kr. (98) 3, s». — In den Steinkohlen-führenden Schichten 
von Rossiti-OfllaTan sind kleine tafelförmige Eryst. auf Klüften, im 
Sandstein und Schieierthon, keine seltene Erscheinung. In dem Bb. von 
Padoehau fanden sich die ansehnlichsten und besten Kr., bis 2 Z. lange 
an beiden Enden fast vollständig ausgebildete Säulen, getragen von drü- 
sigem Markasit, welcher mit Kohlentheilchen gemengt ist und auch im 
B. als Einschluss erscheint (86) 17, »i. 

Oallsien« Swoszowiee (494). In den Hohlräumen der Schwefel-führenden 
Mergelflötze kommt nach meinen Beobachtungen, älterer und jüngerer 
B. yor. Der ältere in nierförmiger oder traubiger Grestalt, mit Sinter- 
structur, nelkenbraun, zuweilen gänzlich die früher von Schwefel er- 
füllten Bäume einnehmend. Der jüngere B. in tafeligen oder sänligen 
z. Th. flächenreichen kleinen Kr., in manchfaltiger Gruppirung wasser- 
hell bis lichtbraun (86) 17, 293, 18, ase; (132) Fg. 23. 

Ungarn. Altgebirg, in Kr. und dicht, als Gangart einzelner Erzlager- 
stätten mit Galenit, Pyrit und Kupfererzen. — Poinik (54), Kr. und derbe 
Partien mit körniger, schaliger oder dichter Textur, mit Ghalkopyrit 
und Tetraedrit. — Eisenbach bei SehemnUg^ wasserhelle, weisse und 
graue Kr. in Drusenräumen, auch körnige derbe Partien. [104]. — 
Schemnitz (04). In den farblosen oder grauen Tafeln ist eine Schalen- 
textur nicht selten durch weisse, dem Umrisse parallele, feine Linien- 
systeme angezeigt; zuweilen weichen aber diese Linien in der Mitte der 
Tafeln von deren äusseren Gonturen ab (46) 61, 661. Kr. zeichneten Levy ^) 
und Schrauf. ') — Unter SsIAna, kömig und dicht, mit Quarz und Braun- 
spath verwachsen, als Gangart (104). — Nagy Mnazai (a) und Beü^ 
bei Rosenau (b) (54). Die ,,Wolnyn" genannten Kr. wurden von Schrauf 
krystallographisch und optisch ident ndt B. gefunden. In den bis */« ^• 
hohen makrodiagonal-säuligen Gombinationen herrschen Psb^ VaPob, oP 
und ocPoo; 14 andere Formen, unter welchen zuweilen P ausgedehnter, 
sind untergeordnet. In (a) erscheinen auch tafelige brachydiago_al-ge- 
streckte, flächenreiche Kr., von denen manche im Habitus dem Hemi- 
morphit sehr ähnlich sind. Auf Alunit (a) , oder auf Limonit (b). Kr. 
Ton (a) sind zuweilen von blauen Bändern parallel goPoo durchzogen, 
von (b) sind sie stellenweise braun gefleckt, zuweilen mit einem gelb- 
lichen ockerartigeu Ueberzuge versehen; ihr coPoo erscheint öfters 
schwarz belegt. (85) 39, 286; (132) Fg. 22, 26, 27. — Telekes bei Edeleny, 



«) (48) T. XV, Fg. 4, 6, 10, XVI, 12, 21, 82, 
») (132) T. XXXI, Fg. 13, 16, XXXIf, 29, 30. 



BuTt — BwyiocUMtiiL 51 

graulich weiss, dicks&alenfdrmig (136). — Im Tannel durch den Festwng&' 
ßg, von Wen fanden sich im oligoc&nen Kalkmergel eingewachsen, taiel- 
artige Er. ooPod. Pöb. P, z-Th. von ansehnlicher Grösse, bis 3 Z. hoch 
und breit ; sie sind rauch- bis gelblich-grau , und pellucid in verschie- 
denen Graden. Die im Min. Lex. S. 54 erwähnten Er. vom Blocks- und 
Festunga-Bg. gehören oligocänen und eocänen, z. Th. auch älteren 
Schichten an (141, w); sie wurden von Bemath analysLrt (112) U, lu; 
(132) Fg. 13. — Von FelsSbAnja (55) beschrieb Schrauf bis 1 Z. grosse 
rhombische Tafeln ooP^a). PSb(in) > sP'5o(d),yon weisser Farbe, bemer- 
kenswerth durch das nur (rechts) einseitige Erscheinen der Flächen von 
P(s), 8P(y) und QoP(M); sie sind etwas nach der Brachydiagonale ver- 
längert (85) 64, aoiy wenn Bepetitionen von Pöb, manchmal mit oP und 
ViP ob, auftreten. Er. von diesem Fundorte wurden von Levy ^) und 
von Schrauf ') gezeichnet. — Eapnik (66), einen tafelförmigen Er., welcher 
sich auf undeutlichen Blende-Er. aufgewachsen zeigte, hat Levy abge- 
büdet (48) XV, Fg. e. — Oravieia (86) 19, sis- 
SlebenbflrffeiL Von OifeiibAnya (55) hat Schrauf zwei Combinationen 
abgebildet (132) Fg. is, ao. — Fttxes, meist körnig und dicht mit Quarz, 
Pyrit und Bhodochrosit. — Toplioza, kleine, pellucide Täfelchen, z. Th. 
durch Pyrit überrindet, mit Gold auf Antimonit sitzend [104]. — Nagyag 
(55) flächenarme Combinationen, zuweilen von Antimonit-Nadeln durch- 
drungen (86) 16, SS. 

BarytOCÖlestin, Thomson. 

D. 620. N. 249. 

Tirol. Die früher als Cölestin *) bestimmten Einschlüsse im Talk, vom 
Ordner imZUlerthal sind, wie ich nachgewiesen, B. ; derselbe erscheint 
in frischem oder mehr weniger verändertem Zustande, in individuellen Eör- 
nem und ähnlichen bis 4 Z. grossen rundlichen Massen. Das unveränderte 
Mineral ist graulichweiss, durchscheinend und gut spaltbar nach P ob und 
ooPoET ; Poö = 103' 44 an Spaltstücken; sp. G. = 4.13. Ullik's Analyse ergab 
sBaS04. 4SrS04. Es ist wahrscheinlich, dass diese beiden Sulphate 
ein Gemenge bilden, da aus dem Minerale, von aussen nach innen fort- 
schreitend, nach und nach SrSOd entfernt wurde und BaS04 zurück- 
blieb. In diesem veränderten Zustande erscheint die Substanz porös 
oder zellig, meist kreideweiss, matt oder schimmernd; und enthält neben 
SrCOs bis 94Proc. BaSOi, ihr sp. G. = 44. In den zelligen Partien, welche 



>) (4») T. XV, Fg. 2, 9, XVL 16, 88, 87, 88. 

S) (182) T. XXX, Fg. 1, XXXI, 18, 16, 16, XXXII, 2», Si, 87, 40. 

3) Min. Lex. 117. 

4» 



52 BarytocMertiB - BMiudt. 

oft noch imyeränderte, späthige Theile umschliessen, sind die Wände der 
Hohlränme vorwaltend nach den Spaltrichtungen des frischen Minerales ge- 
stellt. Als Einschlüsse im B. findet man Talkschüppchen und Kömer yod 
Spargelstein. Nebst dem B. enthält der Talk auch rundliche Körper 
oder Kr. von Apatit (Spargelstein) und ?on Dolomit; seit langer Zeit soh 
man dieses Vorkommen nicht mehr angetro£fen haben (85) 57.740, 989. 

If ftSuLty ELaidinger. 
D. 469. N. 321. (SchUlerspath.) 

OevtorMloh. KWehbUgel bei Rothenbnrsr. Das im Min. Lex. 394 er- 
wähnte Diallag-ähnliche Min., welches im Serpentin eingesprengt er- 
scheint^ erwies sich nach Tschermak's Bestimmung als B. (135) 71, 20- 

Siebanbflrffen. Zwischen Beps und Barot, mit Enstatit (s. d.) im ^Serpen- 
tinfels^ und im Serpentin eingesprengt. 

BatraChit^ Brelthaupt. 
D. 255. Monticellit N. 389. 

Min. Lex. 56. 

Tirol. Fassa. Nach Richthofen ist der B. aus dem Toal dti Rizzoni im 
Monzoni'Geb, (56) eines jener Contact-Minerale, die im Triaskalke, un- 
weit Yon der Grenze desselben gegen Hypersthenit auftreten (129) 
867. Sp. G. = 3*03. Rammelsberg's Analyse s. (128) 448. 

Beanxit, Dufr^noy. 

D. J74. N. 469. 

Tirol. Zirl, s. Zirlit. 

Krftln. Als B. wurden wechselnde Gemenge von Thonerdehydrat mit Kiesel- 
säure und Eisenoxyd beschrieben, welche am linken Ufer der Wocheiner 
Sa^e, zwischen Feistritz und dem Wocheiner See, in einem 2 Klit. 
mächtigen Lager, an der Grenze von Trias- und Jura-Ablagerungen auf- 
treten. In reinstem Zustande grau, von mergelartigem Ansehen, nimmt 
die Masse bei wachsendem Gehalte an Eisenoxyd und Eaeselsäure, gelbe 
bis rothbraune Färbung und höhere Härte an *) Von Fleckner, welcher 

*>y. Liirs Analyse erwies alu Uauptbeetandtheile 64 Proc. Al^O, uud 86 Proc. fl^O; 
sp. G. = 8*55 (86) 16, ii, (35) 65, 960. Fast übereinstimmende Besnltate ergab auch eine 
Ton Schnitzer ausgeffUirte Analyse eines weissen B. : in gelben und rothbrannen Yorie- 
täten steigt der Gehalt an Fe,0, auf 10 nnd SO, an SiO^ auf 12 und 15 Proc. (106) 
67, SSI. Schnitser analysirte auch braunen B., für welchen Pitten bei Wr. Neustadt 
als Fundort angegeben ist (a. a. 0) ebenso Sturm, einen B. angeblich Ton WöUeradorf 



BMuit - B«rthi6ri«. 53 

die Lagerstätte entdeckt, wurde dieses Vorkommen „Wocheinit^ genannt, 
da es von dem französischen und irischen verschieden sei; s. dagegen 
(39, m) 119 Vrgl a. (46) 71, m, 

Berannlty Breithaupt. 
D. 558. N. 298. 

Hin. Lex. 56. 

Bteiermark. Donawlti bei Leoben, langgestreckte, gelblichbranne, stark 
glanzende Bl&ttchen in schiefrigem Limonit, mit Ueberzügen Ton Stilpno- 
siderit (136), Vrgl. (85) 53. 

BölUBMl. Grube Hrbek bei St Benigrna (66). Nach Breithaupt ist der B. 
ein veränderter Vivianit und erscheint als Begleiter desselben ein 
Eisenpecherz '). Durch Vergleichung mit einer unzweifelhaften Vivianit« 
Pseudonu hat Tschermak die pseudom. Natur des B. sichergestellt; das 
begleitende Stilpnosiderit-ähnhche Mineral verdankt seine Entstehung 
dem früheren Vivianit^ es überzieht häufig die B.-Nadeln mit einer fett- 
glänzenden Haut oder es imprägnirt und färbt sie dunkelbraun (85) 49,34S 
Nach BoHcky sind die nach <x> Soo voUkommen spaltbaren B.-Kr. ähnlich 
jenen des Vivianit, manche sind innen hohl, andere enthalten blaue Stellen 
und unterliegt es keiner Frage, dass sie Pseudom. nach Vivianit seien. 
Analysen erwiesen den B. als 5Fe|0,. 3P,06 + 12H,0. Häufig findet 
man den B. mit, oder auf mehr weniger zersetztem Dufrenit, welcher 
das Materiale für die Bildung des Vivianit geliefert hat; in Gesellschaft 
von reichlicher entwickeltem Kakozen ist der B. nicht zu treffen 
(85) 56, 6. 

Berthi^rit^ Haidinger. 
D. 86. N. 542. 

Min Lex. 57* 

Unirftm. AnuiTidkA (57), derb und eingesprengt, stängelig und faserig, 
oft bunt angelaufen, mit Jamesonit und Antimonit (104). Pettko's Ana- 
lyse, sp. G. = 4*04 8. (128) 66. 



(191) 17, 36». Anal, des B. von den obel^(eDannten Fundorten sind anch in (121) 16, im 
und 16, »9 und ms enthalten, üeber Erainer B. als Material für feuerfeste Ziegel s. 
Dingler's polyt. Journ. 198. us 

^) Mineralogie, 8, str. 

* Thaulow'« und Hauer*8 Analysen des Bergliolzes von 8 i e r z i n g (S6) n (198) sm. 



54 B«iyU. 

Beryll. 

N. 398 (Smaragd). D. 245. 

Min. Lex. 57. 

Balmbnrff. Im Felber Th., hellblaue, durchscheinende Säulen im Quarz 
(118). — lieber das Vorkommen im Haliach-Thale (57) berichtete Lipoid. 
Der länger schon bekannte Fundort der Smaragde, nächst der Sedl- 
oder SöÜ'Alpe in einer Seehöhe von circa 7500 Fuss gelegen, ist eine 
Felswand, der „Smaragd-Palfen^, von welcher man dieselben mit einiger 
Lebensgefahr gewann. Neuerer Zeit eingeleitete Untersuchungen er- 
gaben, dass auch an anderen Stellen Smaragde in Glimmerschiefem 
vorkommen, welche 1—2 Klafter mächtig, zwischen grünen Schiefern 
und Serpentin, letzterer von Gneiss bedeckt, eingelagert sind. Die Glim- 
merschiefer gehen in Talkschiefer und in glimmerreichen Gneiss über, 
welche ebenfalls Smaragde enthalten. Ln nordöstlichen Streichen setzen 
diese Schiefer über das Legbachschartel in's Hollerbach -Thal über, 
wo man gleich&lls Smaragd gefunden haben soll (86) 13. Y. us, (96) 
14, 250. Hofmeisters Analyse, sp. G. = 2.63 s. (128) 554. 

K&mten. Das' im Min. Lex. 157 erwähnte Vorkommen von Beissberg 
auf der Savalpe, dürfte wohl auf Apatit sich beziehen , da ein B.-äbn- 
lieber Apatit hier gefanden wurde. 

Tirol. Angeblich hat man neuerer Zeit, zwischen den Thälem von Pre- 
gratten und Teferegg^n, auf der Troier-Alpe in Daher (oder Daber- 
lenke), lichtblauen B. und an der Ch'äuen- oder Markasit-Wand Sma- 
ragd gefunden; beide in säulenförmigen Er., ersteren im Quarz, letzteren 
im Glimmerschiefer eingewachsen. Der Smaragd ist ganz ähnlich jenem 
aus dem Habach -Th., nur sind hier die begleitenden Glimmerblättchen 
grösser und dunkler; der Glimmerschiefer übergeht zuweilen in Talk- 
schiefer und fahrt dann neben sehr kleinen Smaragd-Er., auch Pyrit. 
Die meisten Smaragde liegen gewöhnlich in reinen Glimmer -Ausschei- 
dungen, denen höchstens noch Talkblättchen beigemengt sind (49, a). 
Liebener erhielt die Angabe des Fundortes von dem Entdecker des 
Vorkommens selbst, und theilte sie, als eine nicht weiter constatirte, mit 
allem Vorbehalte mit. Die Salzburger Localität liegt nördlich von der 
obigen; dazwischen liegt, mit nur etwa IV4 Meilen Breite, die aus Gentral- 
gneiss bestehende Tauemkette, und diess- und jenseits derselben lagern 
die gleichen Gesteine der Schieferzone. Diese Umstände verleihen wohl 
dem tiroler Vorkommen einige Wahrscheinlichkeit. 

Böhmen. Als Seltenheit zu Neuhammer bei Platten y gelber, undurch- 
sichtiger B. in den Eisen -Erzen (107). — Schlaggrenwald (ss). Die 



6«i7ll — Biharit. 55 

durchsichtigeii bis undarchBichtigen Säolen sind meist grflnlichweiss, 
selten wasserhell, oder mit differenter Färbung an den beiden Enden, 
z. B. grünlich nnd röthlich. Auf dem Oöünauer Gange kamen ehemals 
dunkelblaue Er. vor (107). Rücker beobachtete die Succession a) Quarz, 
b) B. c) Eassiterit. (86) 14, si«. — Tfebeiie bei Caslau, über zolllange, 
undurchsichtige, graulich-weisse oder schwach grünlich-gefärbte Säulen, 
mit eingewachsenen Glimmerblättchen , Quarz- und Feldspath-Eömem, 
auch durchscheinende licht-graulich-grflne Eömchen, in grosskörnigem 
turmalinreichen Granit (141, a). 

BenStit^ Breiihaupt 

D. 282. 

Tirol. Mit den Contactgebilden zwischen Syenit und Ealkstein, an der 
Sfarcella bei Predazzo fand man an 2 Stellen (mit schwarzem Granat) 
ein, manchem Zoisit nicht unähnliches Silicat vom sp. G. 2*86—2.88, in 
welchem A1,0,, CaO, K^O und Na,0 qualitativ nachgewiesen wurden. 
Der licht-aschgraue bis graulich-weisse B. kommt nur derb und einge- 
sprengt vor und scheint, wie in Bruchstücken, in einem weissen, dichten 
Minerale vom sp. G. 334, zu schwimmen; seine Durchschnitte weisen 
' auf die Form Px . —Px) . ooPao (97) 47. Dana stellt den B. zum Epidot 

(101) 888. 

:^ Biharit, Peters. 

^ D. 483. 

Vngmm. BtebAnya. Ein a. Bb. des Wtrkthalt» lieferte, aus dem die 
Erzstöcke umgebenden kömigen Calcite, ansehnliche Mengen dieses frü- 
her als „Agalmatolith^ bestimmten Minerales ^). Es erscheint als derbe 
dichte, mikro-krystallinische Masse, die im feinkörnigen Ealksteine etwas 
verschwommen eingesprengt und aderig verzweigt ist, sich oft im Grossen 
schaligy in einzelnen faustgrossen Partien krummschah'g blätterig zeigt, 
and sehr häufig von Rutschflächen durchsetzt wird. Bräunlich und trübe 
weingelb bis lauchgrün, durchscheinend, fettglänzend, die schaligen Va- 
rietäten etwas perlmutterglänzend; fettig anzufühlen, etwas a. d. Zange 
hängend; H. = 2.5; G = 2*74. Im wesentlichen erwies die Analyse 
ein wasserhaltiges Silicat von MgO und Al^O, mit wenig (4—5 Proc.) 
E,0 und CaO (Wassergehalt 4 Proc.) Der B. ist von Galcit allenthalben 
durchdrungen und umschliesst kleinkörnige Aggregate, so wie ansehn- 
liche Rhomboöder desselben; ro diesen Einschlüssen, im B. selbst, und 






r.^ 



>) 8. Min. Lex. S. 1. 



56 Biharit - Biotit. 

in dem umgebenden kömigen Kalk, sind Aedruthit, Chalkopyrit, G-ale- 
nit und Blende völlig frisch, eingesprengt. In genetischer Beziehung 
kommt Peters, nachdem er die Schwierigkeiten hervorgehoben, die sich 
der Annahme einer pseudom. Bildung entgegenstellen, zu der Ansicht, 
dass im B. vielleicht jene erste Silicat- Ausscheidung vorliege, aus der 
sich später die krystallisirten Silicate der Gontactzone, wie: Granat. 
Tremolith, Glimmer u. a. entwickelten (124) iss, (39, 1) lae. 

Blnnit, wiser. 

D. 92, Dufrenoysit. N. 544 (Skleroklas, S.v. W.; Dufrenoysit, G.v.R.) 

Tirol. Hall. Schwärzlich-graue, in einer Richtung (oP) deutlich spalt- 
bare, rhombische Täfelchen und derbe Partien, mit gelber Blende, 
Auripigment und Realgar, eingewachsen in kömigem, grünlich-weissem 
Gyps, der hie und da mit Earstenit bedeckt und von Bitumen impräg- 
nirt ist. An einer Stelle zeigte sich im Gyps eine wallnussgrosse Masse 
von Auripigment, zunächst von einer schmalen Hülle von Realgar und 
dann von B. umgeben. Nach F. Sandberger bezieht sich auf dieses, von 
ihm in einer Sammlung entdeckte Vorkommen zweifellos die alte Notiz 
über Antimonit von diesem Fundorte^) und lässt sich wohl erwarten, 
dass man in den Museen noch andere Exemplare des B. von Hall, welche 
eine nähere Prüfung desselben gestatten, auffinden werde (86, V) 69, s*. 

ISlOtlt^ Hausmann. 
D. 304. N. 439 Magnesiaglimmer. 

Min. Lex. 58 und 495. 

Balzburs^. Vom Radhaus - Bg. bei BSckstein beschrieb Tschermak 
Pseudom. eines schwärzlich -grünen Glimmers nachAmphibol im Gneisse 
(85) 46, 490 ; 49, 346. 

K&mten. Zwischen der grossen Sau und dem Speiekkogel im Savalpen- 
Oeb. sind in den Rutil- und Apatit-führenden Quarzgängen im Gneisse, 
grosse Glimmertafeln mit meist gut entwickelten Seitenflächen, einge- 
wachsen (115) 7, 168. (114). 

Tirol. Die B.-Tafeln von Schwär zenstein im Zillerthal gleichen jenen 
aus dem Monzoni-Geb., das Vorkommen aber ist (s. Mia Lex. ss) ein 
verschiedenes ; sie werden von Kr. eines triklinen Feldspathes (? Albit 
oder Periklin) und von Calcit-Kr. begleitet (49) io9. Varrentrapp's Ana- 
lyse des B. von diesem Fundorte s. (128) 667. Einen pistaziengrünen, fast 

1) S. Min Lex S 21. 



Bfoiift &7 

nndiirchsichtigeii Glimmer ans dem Zillerthale fand Oraitieh optiseh 
einaxig (85) 11, «s. — Der rabenBchvarze ron Bnkeiaen analynrte Glim- 
mer ansPIliMk (tts) vom sp. G. 2*94 (12iO 687, ist selbst in den dflnn- 
sten Lamellen nicht hinreichend pellncid, nm zu entscheiden, ob 6. 
oder Phlogopit, (ein- oder zweiaziger Magnesia^limmer) Yorliege. Eenn- 
gott hielt um, dem Habitus nach, fOr B. (39, g) 86* — Fmsa. Gelblich- 
grfine, regelmässige, sechsseitige Tafeln, rosettenförmig flbereinander- 
gelagert, mit ziemlich glatten aber nicht messbaren Flächen, auf Calcit 
sitzend, erwiesen sich nach Bauer als sicher optisch einaxig; parallel 
den Seitenflächen der hexagonalen Prismen odP und ooP» ziehen Spal- 
ten tkber oP, und sind die Tafeln auch nach den beiden Säulenflächen 
spaltbar (63) 138, 866. Im MonzanüGeb. (59) finden sich, nach Bichthofen, 
die grossen B.-Tafeln im mittleren Theile des Tool dei Bizzoni, am 
Contacte von Triaskalk mit Hypersthenit, in Drusenräumen des letzteren ; 
sie werden von zollgrossen Labradorit-Kr. und Titaneisen begleitet (129) 
SS6. — An einem parallelstreifig gezeichneten Glimmer von Pellegrlno, 
vom sp. G. 2*96, bestimmte Grailich den Winkel der opt. Axen = C*— 1' 

(85) 11, 46. 

Bdhmon. Sehlaggwiiwald, schön ausgebildete ein- oder aufgewachsene 
tafelförmige Kr. (107). — Wesaelii he\ Böhm,-Leipay hexagonale Tafeln, 
% — 1 Z. breit, von schwarzer, roth und grün schillernder Farbe, mit 
Augit und Amphibol in einem wackenartigen Basalte. Bei vorgeschritte- 
ner Zersetzung wird der B. blassgelb, matt und leicht zerreiblich (137). 

MAhren. Die Glimmerkugeln von Herrmannselilair W) bestehen nach 
Eenngott vermuthlich aus Phlogopit (zweiaxiger Magnesiaglimmer). Ueber 
ihre Bildung wurde von A. Heinrich eine unwahrscheinliche Ansicht 
geäussert^); nach Eenngott dürften dieselben als concretionäre Erschei- 
nungen aus einem glimmerreichen Gneisse, wie er auch in der Nachbar- 
schaft ansteht, stammen (39, g) ss. 

Ullflrurn* Sehemiilti. Der dunkle Glimmer der Andesite (Grünstein-Tra- 
chyte) ist oit gleich den andern Gemengtheilen des Gesteines, mehr 
weniger verändert. Blum beschrieb einen Fall, in welchem fast die 
Hälfte der Substanz aus Carbonaten bestand. (46) 65, 269. — B^sbänya. 
An einer nicht näher bekannten Stelle der Gontactzonen zwischen Sye- 
nit und Ealkstein, fanden sich, in einem Gemenge von bläulichem Calcit 
mit gelbgrünem Yesuvian und gnlnbraunem Grossular, kleine, sechsseitige 
Prismen, Blättchen und schuppige Aggregate eines einaxigen Glimmers '), 



1) 7. JalireBbericlit des Wernor-yeninM in Brttnn, 81. 

*) Nach Gnulich (86) 11, S. 46. 61«lehfUlf «igabea den opt Azenwinkel =0 die Glim- 
mer Ton Hon (Oetterreioh), ichiraR, im Olimmftnchiefer , ron Magute Cüngarn) 



58 

der cheaiBck nicht feprftft, rorlftafig von Peters mls B. beseicbnet wurde. 
Er ist Ikhtgrfin, fiut apfdgrön, dvrchsicktig, mild, nicht sehr elastisch, 
dem Klinochlor von der Mnssa-Alpe ihnüch, aber- wasserfrei nnd sehr 
leicht schmelzbar; H. nnter 2-5. Gewöhnlich ist dieser schöne Glimmer 
mit Calcit Terwachsen, nesterweise im Yesarian, dem herrschenden Ge- 
steinselemente, ausgeschieden (124) lao. 

BiSmity Dana. 

D. 185 N. 507 Wismntocker. 

IUb. Lex. 47S. 

üngr^'B. BteMaym. Graogelbe, erdige Ernsten nnd Ausscheidungen in 



Klüften nnd Hohlräumen Ton stark zersetzten, rorwaltend Cemssit- und 
Malachit-führenden Elrzen, häufig durch erdigen Limonit yerunreinigt und 
von Mennig begleitet. B. JLonont auch mit und nach Bismutin vor, und dürfte 
z. Th. aus dem R^zbanyit hervorgegangen sein (124) isi. — Von OraTiesa 
beschrieb Blum büschelig gruppirte Bißmutin-Nadeln, welche fast völlig 
in B. verändert sind (9, d) ni. 

Bifflnntill^ Beudant. 
D. 30, Bismutinite. N. 554, Wismutglanz. 

Hia. Lex. 59. 

XSngtan, Btebänya (59). Peters beschrieb verschiedene Varietäten ans den 
peripherischen (3ontactgebilden der Erzstöcke. A) 5 — ^20 L. lange, sehr 
gut spaltbare Säulchen von reinem B., mit Ghalkopyrit-Partikelchen als 
Einschlnss, einzeln oder büschelweise eingewachsen in Gemengen von 
Calcit^ Serpentin, Chlorit und Quarz , B) kurze Stängelchen, innig mit 
Ghalkopyrit, Galenit und Blende gemengt, in dem gewöhnlichen, körnigen 
Calcitgestein der Erzstöcke und C) stänglig-kömige Aggregate mit einem 
röthlichgrauen, Fektolith-artigen EalksUicat verwachsen, und derart von 
demselben durchdrungen, dass die Fasern des Silicates mit den Stängelchen 
des B. altemiren (124) 106. Wehrle^s Analyse s. (128) 40. — Orayieia (so) 
Misabeth'Grube, Starkglänzende, radial-breitstängelige Aggregate von 
bleigrauer Farbe, sp. G. = 5-73. Nach Maderspach, welcher den B. 
analysirte*), findet sich derselbe in Mugeln oder Adern, in einer mit 



dnnkelioth, im Granit und von Beutercse (Siebenbllrgen) daiücel, in dOnnsten L»- 
mellen blatroih, im Quarz (ebd.). 
*) Die Betnltate der Analyse sind : 18-28;8, 76'49 Bi, 0*61 Ca, O'SSFe, 0-8S An, S*48 Gangart ; 
Bacb Abzug Ton An, Caals Cn^ nnd Fe als FeS, : 18.32 8 nnd 81-68 Bi (141, o), Hnbert's 
iltere Analyse des B. ron Onricsa s. (188) iO. 



Bimstttt — Bl«iii«re. 59 

Letten erfftllten Kluft im Hangenden der goldfahrenden Erzlagerstätte. 
Dem B. sind beigemengt Chalkopyrity Eisenglanz, Grold and Qoarz-Kr. 

(141, 0). 

BiSrnntit^ Brelthaupt. 
D. 716. N. 274. 

Min. Lex. 495. 

K&mton. L511iBg-H1lttenb«iiri Erzhtrg. Erbsengrosse Kugeln einge- 
wachsen in röthlichem, späthigem Baryt; sie sind umhüllt von einer kaum 
Vt L- starken Rinde eines vielleicht neueii, dunkel olivengrOnen, radial- 
faserigen Minerales, welches man fUschlich als Malachit bestimmte (46) 
71, 50, (116) 71, 18. 

Blei. 

D. 17, Lead. N. 529. 

Hin. L«z. 60l 

MUir«i. Reichenbach berichtete, dass er in einem grauen, wackenartigen 
BasalttuffSe yon SMitenberg bleigraue, metallische Kömchen fest einge- 
wachsen gefunden habe. Diese Kömchen erreichten 1— IVa L* Länge 
und V« ^' Breite, die meisten hatten nur die Grösse yon Mohnsamen 
oder es waren papierdflnne Blättchen. Die physischen und chemischen 
Eigenschaften Hessen das Metall sicher erkennen (86) 10, F. ss. 

Bleiniere, Karsten. 
D. 591, Bindheimite. Nr. 317. 

Blnmlt, Fischer >). 

Bdhmen. Ober-Roehliti, erdig-kömige, leicht zerreibliche Partien von 
zeisiggrtiner bis citrongelber Farbe, häufig als Ueberzug und in Hohl- 
räumen der Quarze in den oberen Regionen der Kupfererz-Lagerstätte 
vorkommend, haben nach Porth eine der B. ähnliche Zusammensetzung 
(86) 10, 81. — Mies, äusserst selten (86) 17, 216. 



t) (46) 1862, MC. 8. (39. m.) tt. 

* Bi« Angaben von GUekMlig (107) and roo RQcker (86) 14, tu ftber du Vorkommen 
Ton Bismntia su Schlftggenwald dftrften auf einer Yenreohslnng mit Wittichenit 
(b. Min. Lex. 473) bemhen. 

* Nach Glftckselig aoll Bleignmmi [BiJBChoflt, Fiscber (46) 186S, 4m] Mher zn 
Bleistadt (BSbmen) rorgekommen sein (107). 



60 



BUnd«. 



Blende. 

D. 48, Sphalerite. N. 578, Zinkblende. 

Min. Lex. 61 und 4S5. 

Balxburs^. In Gastein in Erzwies^ Siylitz, Boekhart und am RadhoMB- 
Bg. bei Böckstein (ei^. — Am hohen Gold-Bg, in Eaurls, dunkelbraune 
Kr. ooO. — VadO«) 'Mid eingesprengt in Quarz ; schwarze Kr. Va{0). — Vi(ö) 
mit gelber und brauner B., Galenit, Quarz und Siderit. — HUrshaeh 
in der Fnsoh. [118]. 

Steiermark. Im Liegend der Siderit-Lager von Oross-Stttbing, die stein- 
bruchartig zu Bauzwecken ausgebeutet werden, treten Gremenge auf von 
Siderit, mit Blende, Galenit und Pyrit (86) 15, 249. Gegenwärtig wird hier 
die kömige Blende abgebaut (141, t). — üeber das Vorkommen zu Petsel 
(Lichtenwald) (ei) s. (86) 12, sei. 

K&mten. Im Badenthein-Gralbeii wurde neuester Zeit braune B. mit 
Calcit gefunden (116) 71, is — Kopin Bg, bei Th5rl, dicht, von Calcit- 
Schnürchen durchzogen ; wahrscheinlich auf secundärer Lagerstätte (114). 
— Kersten's Analyse der schaligen B. von Baibl (ei), s. (128) 47. 

Tirol. Die vorwiegend B.-führende Lagerstätte, welche am Sehneeberg 
bei Sterzlngr (02) abgebaut wird, ist nach C, v. Beust ein 2—5 Klft. 
mächtiger Lagergang im Glimmerschiefer und steht dieselbe wahrschein- 
lich mit jener Lagerstätte, auf welcher bei Pflersoh (es) Bergbau umging, in 
Zusammenhang. Die braune bis schwarze, grosskörnige bis dichte B. 
wird von Galenit, welcher häufig der dichten B. innig beigemengt ist, 
dann von Chalkopyrit, und Pyrit, spärlichem Magnetit, so wie von An- 
kerit, Siderit, Amiant und bisweilen von Granat begleitet. (86) 20, S06. 
(35) 71, 2(4. 

Bdhmen. lieber das Vorkommen am Kaff-Bg. bei Goldenh$he (es und 496), 
s. (86) 8, 61, 155. — Schönfeld bei Schlaggenwald (es). Die hier gewöhn- 
lich vorkommende Combination ist, wie Sadebeck zeigte, — V«(^)* 
ooÜQo > Va(ö); letzteres ist glatt, —Vil^) weniger glänzend und tri- 
gonal nach den Kanten mit ooOao gerieft; die Flächen des ooOx 
(2. Stellung) sind parallel zur Kante mit — Vi(0) manchmal tief ge- 
furcht; auch tetraedrische Eindrücke erscheinen auf ooOoo . Die Kr. sind 
mit Kassiterit-Zw. in einer mikro- oder krypto-krystallinischen Stein- 
mark-ähnlichen Masse (s. Kaolin) eingebettet (96) 21, esi, 24, isi. — B. von 
Mies (es) erwies bei der Analyse einen Gehalt von 3.66 Proc. Cadmiom 
(121) 13, 47 > (39, m) 314. — Die Sphärosiderit-Concretionen vom weissen 
Berge bei Pilsen (es) 9 welche auf Contractions-Klflften im Inneni mit 
B.-Kryställchen besetzt sind, stammen aus der Kohlenformation. Die z. 



BlcBd«. 61 

Th. &8t schwarze undurchsichtige, z. Th. braun oder hyacinthroth ge- 
färbte, durchscheinende B. zeigt nur selten deutlich die Form a>0. 
Vs(0); auch Calcit-Erystallchen finden sich in den Sph&rosiderit-Spalten 
oder dieselben sind mit schneeweissem erdigem Kaolin aberzogen. (64) 
57, 87. — Ein ganz analoges Vorkommen, eben&Us aus der Gegend von 
Pilsen, ist neuerer Zeit von Blataiti bei Nür^chan bekannt geworden: 
schwarze, schw&rzlich-braune und dunkelgelbe B.-Kryställchen, z. Th. 
Yon Steinmark aberdeckt, aui Kluftfl&chen zerborstener Sph&rosiderit- 
Engeln, aus den carbonischen Schichten (141, a). ~ Pfibrm (o). Die 
schöne Cadmium-haltige ^Strahlenblende^, welche der älteren B -For- 
mation angehört, ist nach Breithanpt hezagonal und wäre demnach eine 
faserige Yariet&t des Wurtzit (s. d.). Die stets in kleinen Kr. erschei- 
nende jOngere B. begleitet den Boumonit, Polybasit, Stephanit^ Proustit, 
Diaphorit, Apatit u. a. und darfte im BUdungsalter von manchen dieser 
Minerale nur wenig abweichen. Ihre F&rbung wechselt vom schwarz- 
braunen, durch rothbraun bis zum hyacinthrothen und rotfagelben; die 
letzteren Yariet&ten sind zuweilen fast pellucid. Am Adalberti-Gange 
feinden sich bräunlich schwarze, stark demantglänzende, tafelige und 
flach linsenförmige Gestalten, welche aus sehr kleinen parallel ange- 
ordneten, verzerrten Kr. bestehen (69, a) 15» s? ; s. a. (185) 72, ss. — An 
den grossen bräunlichrothen Kr. von AltwMehiti und Battboüti (64) 
beobachtete Sadebeck ooO, ocOx und nur ein Tetraeder, welches er 
seines intensiven Glanzes wegen als Vt (^) bestimmte ; es ist immer nach 
den Kanten mit dem stark glänzenden aoO (1. Stellung) gerieft. Die 
Zw. zeigen Wiederholung mit geneigten und parallelen Zw.-£benen 
(96) 21, 68S, 24, ISS. — Im a. Bb. von Knttenberf ist auf den im Gneiss 
auftretenden Erzgängen schwarze B. reichlich eingebrochen (35) 71, «gs. 

mhren. Xach Obomy fand sich B. in dem längst aufgelassenen Bb. zu 
Kratidorf bei Altstadt, nicht zu Goldenstein, wie im Min. Lex. 64 an- 
gegeben ist (98) 3, und Helmhacker bezeichnet den a. a. 0. ebenfalls 
nach Kolenati erwähnten Fundort Rossitz als einen zweifelhaften (86) 
17, S06. 

Uüffam. Sehenmlti (64). Zierliche schwarze Zw., die grössten 27, L, 
im Durchmesser, erwiesen sich nach Hessenberg als: +Vt(^)- <^^' 
ocOao > Vi(«öi)- — '/«(i^t)- Vi(iö), bemerkenswerth durch" das bisher 
noch nicht beobachtete VidOg). Als Begleiter zeigten sich Galenit-Kr. 
00 O OD. 0, Pyrit, Siderit und Quarz (113) 6. Nach Sadebeck wären, im 
Kinklange mit seinen Beobachtungen, die Zeichen der Hemieder in der 
obigen Combination in die entgegengesetzten zu yerändem. An den Kr., 
welche zumeist Zw. sind, herrscht das ranhflächige — VsCO) aber das 
stark glänzende, triangulär gezeichnete \{0), ausserdem erscheinen 



62 Blende 

V^f^O,) und ooO. Die begleitenden Chalkopyrit-Er. sind zuweilen aus- 
gezeichnete Penetrations-Zw. von V»(P) (96) 21, 632. —Auch auf den Erz- 
gängen Ton Kremnltz und von K6iii§^bergr kommt B. derb und einge- 
sprengt vor (104). (86) 16, 230. — Jaszena und LoTinob&nya, eingesprengt, 
mit Galenit, auf den Erzgängen im Glimmerschiefer (104). — Aranjldka 
(65). Die Antimonit und Kiese führenden Erzgänge, auf denen unterge- 
ordnet auch B. vorkommt, setzen im Thonschiefer (nach älteren Angaben), 
im Granit auf (30). — Kapnik (65). An ausgezeichneten, weingelben bis 
ölgrünen, pelluciden Zw. fand Hessenberg in der Combination ooO. 
+V*(0). Vi(8^a). ooO», die neuen Formen— V^OJ und ooO^ (113) 
1 und ö, Sadebeck bildete 2 vielflächige Kr. und einen Zw. von die- 
sem Fundorte ab, welche die Formen: -VV2(^)> »0, ooOoo, '/»(a^a), 
Vj(,Oj), ooO'/j und 00 0, besitzen. V«(^) ist sehr glatt und glänzend, 
— Vi(^) pftTftllel der Kante mit ooOoo gerieft und bauchig, ooO parallel 
der Kante mit cxOoo gerieft; fast stets sind aOn Flächen vorhanden. 
Zw. gehören zu den häufigen Erscheinungen; polysynthetische Gebilde 
mit parallelen oder geneigten Zw. -Ebenen kommen ebenfalls vor, im 
ersteren Falle wechseln zuweilen Lamellen in hemitroper Stellung so 
zahlreich, dass sich Zw.-Riefung einstellt. Ausser gelben Kr. finden sich 
auch grünlich gelbe, und grüne; ein matter oder metallisch glänzender 
Ueberzug zeigt sich nicht selten auf denselben (96) 21, 688, 24, isi. Ein 
einfacher Krystall erwies nach Klein die Combination ooO. — Va^- 
— Vi(80). — Va(aOa). ~V2(*/aO'*/,) (?). %0. ooOoo, mit der bisher in erster 
(+) Stellung noch nicht beobachteten Form ^Uifit)- (46) 71, 492. Vrgl. 
a. die Kr .-Zeichnungen Levy's (48) Tf. 72, Fg. s, 5, 6, s, 9. — ll^zbünya, 
im erzführenden Galcit als gewöhnlicher Begleiter des Chalkopyrit; zu- 
weilen erscheinen grössere kömige Partien, in denen grosse wohlgebil- 
dete Calcit-Ühomboeder eingeschlossen sind (124) 115. - Szäszka, Neu- 
Moldova, gewöhnlich von Galenit begleitet (86) 19, sis. 
Siebenbftrg^en. Olah LäposbAnya (65)> derb und eingesprengt, in kömigen 
und blätterigen Partien, schwarz, mitunter bläulich angelaufen, mit Chal- 
kopyrit, Pyrit und Galenit in Homstein und Quarz. Auf den Quarzadem 
im Liegenden des Vorsehung Oottes - Ganges kommt braune B. mit 
Galenit-Kr. und Gold zwischen Quarz^Kr. vor (104), und enthält zuweilen 
die B. zähniges Gold als Einschluss (46) 61, sos. — Rodna (65). Nach 
Sadebeck's eingehenden Untersuchungen, bieten die Kr. -hVa(^) ^^^ 
MÜoo (I.Stellung) vorwaltend, (»0. und — Vj(,0,) untergeordnet. V»(ö) 
ist vollkommen glatt und stark glänzend, — %(0) etwas matt und 
meist gerieft nach den Kanten mit ^1^(0) und ooOoo; zuweilen ist 
— Vi(0) weiter als Vi(0) ausgedehnt und ooOoo oft mit %(0) und 
— Vi(0) ün Gleichgewichte entwickelt. Sehr interessant sind die Zw., 



Blende — filödit. 63 

welche unter dem bekannten - Gesetze stehend , die beiden Moda- 
litäten der Verwachsung aufweisen, indem sie entweder eine 0-Fläche 
oder eine darauf senkrechte Fläche von ,0, als Zusanunensetzungs- 
Fläche besitzen; im ersten Falle tritt stets vielfach wiederholte Zw.- 
Bildung, entweder mit parallelen oder mit geneigten Zusammensetzungs- 
flächen auf (96) 21 , 687, 24, iso. — In den unteren Teufen der Lager- 
stöcke im Bb. zu Dolea bei Rezb&nya ist dunkelbraune B. nebst Ga- 
lenit (s. d.) das herrschende Min. (124) 86. — Offenbänja (65), ausgezeich- 
nete Kr. 0; 0. ooO, in Drusenräumen mit Galenit-Kr. und Quarz, von 
brauner, bräunlich-rother, grünlicher und ölgrüner Farbe; die blätte- 
rige, fein eingesprengte B. ist meist schwarz oder bräunlich schwarz. 
Mit Bhodochrosit, Pyrit und Alabandin; sehr häufig auf dem ganzen 
£rzstocke. — Yerespatak, einzelne grünlich-braune und bräunlich-rothe 
Körner und Blättchen im Bhodochrosit , Braunspath und Quarz einge- 
sprengt; mit Bitterspath und Chalkopyrit in der RakoH Grube auf den 
Bhodochrosit- Adern. — Porknra (65), schöne Kr. von brauner und bräun- 
lich-schwarzer Farbe, lebhaft glänzend, einzeln auf Quarz oder Amethyst 
aufgewachsen, mit Galenit, Pyrit und Gold. — Csert^sd im Bojoga mare 
und Fraazinata Geh, (66), gelb und braun, mit Gold und Antimonit [104.] 

filÖdity John. 
D. 643 (Astrakanit). N. 239. 

Min. Lex. 66. 

Oosterreloh. John's und Hauer's Analysen des B. vonlseU (66), s. ()28) 
aoi erwiesen die Zusammensetzung MgSO«. Na^SO^. 4aq, übereinstimmend 
mit jener. des Simonyit^), von welchem sich derB. nach Tschermak nur 
durch die Art seines Wassergehaltes unterscheidet. Der Simonyit ver- 
wittert nicht an der Luft, während dies bei dem B. der Fall ist. Tscher- 
mak fand das Materiale, welches zu Hauer's Analyse diente, so wie die 
im Wiener mineral. Museum bewahrten Exemplare zu einem fast wasser- 
freien Pulver verwittert (85) 60, 722. — Auch im Salzberge von Hallstatt 
ist B. nach Simony ziemlich verbreitet; seine kömigen, gelb oder roth 
gefärbten Aggregate sind fast stets durch Beimengungen von Mirabilit, 
Simonyit, Steinsalz und Polyhalit verunreinigt; er zeigt sich immer mit 
späthigem Karstenit im Haselgebirge oder seltener in dichtem Karstenit 
C135) 71, 60. 

Tirol. Das Vorkommen zu Hall (66) wurde von Tschermak an Exemplaren 
des Wiener mineral, Mus. constatirt (85) 63, 334. 



>) 2MgäOy StKa^O«. 6H,0. 3aq. 



B4 Bohnen. 



BohnerZ^ Walchner. 
D. 172. N. 468. 

Min. Lex. 67. 

Steiermark. Im Feistritcgraben, Hörberg O, lagert nach ZoUikofer, 6 bis 
9 Fnss mächtig, Bolus mit geringen Mengen von B. im Dachstein-Dolomit 

(86) 12^64. 

Kirnten. Am Dolracz bei Yillacb, kleine Körner im Triaskalk (114). 

Küstenland. Bei Lnssln auf der Insel gleichen Namens, häufig in Klüften 
des Dolomites (110) 174. 

Dalmatlen. In losen Körnern am Grunde der Kessel und Thäler im Kalk- 
gebirge bei Knln (e?), Sigr» (e?) und auf der Insel Bua (67). Nach Fetter 
soll B. bei Knln häufig sein und wird dasselbe angeblich von den Mor- 
laken statt Blei-Schrott zum Schiessen verwendet. — Die Erze, welche bei 
Zermae nördlich von Sigrn und bei Memedovic nächst Imoschi (241) an 
der Hercegowiner Grenze, Spalato O. vorkommen, wurden in früherer 
Zeit (bis 1788) verschmolzen'). 

Böhmen. Grasengrfin bei Schlackenwerth, in den sogen. FucMöchem (107). 

Ung^am. Das im Min. Lex. es erwähnte Niederfallen von Bohnerzkömern 
ereignete sich zu Iwan im Oedenburger Com am 10. August 1841 und 
wurde als ein „merkwürdiger Meteorsteinfall ^ von Reichenbach geschil- 
dert (63) 54, 160 ; gegen diesen supponirten kosmischen Ursprung sprachen 
sich zuerst Rumler und Ehrenberg aus, ebd. 279 und 284*). Analysen 
dieses B. wurden von Redtenbacher (128) 152, Rammeisberg und von Pisani 
ausgeführt, letzterer fand in den 2 — 5 L. grossen Körnern mit concentr.- 
schaliger Structur, 0-85 Proc. CoO und NiO. — Auf den Kalk-Plateauz, 
welche sich südlich von N.-Barod erheben, in muldenförmigen und trichter- 
artigen Vertiefungen in Hallstätter Kalk -Dolomiten um Potior, und in 
Dollinen von Lias-, Jura- und (?) Kreidekalken bei Galoshdza und Rev 
(es). Im Plateau von Ponor auch als Ausfüllung von Spalten im Kalk- 
stein. 1863 fanden diese an zahlreichen Orten nachgewiesenen Erze noch 
keine Verwendung (86) 13, 284. — Bb. bei Monyäsza 0. und bei Besti- 
rato (R4gb*'mya WJ, Grobe oft traubige Knollen, die z. Th. umgeänderter 
Pyrit sind, und stellenweise Ausscheidungen von Psilomelan und Pyrolusit 
enthalten ; in braunem Lehm, der Mulden oder steil niedersetzende Klüfte 
im Jurakalk ausfüllt (124) 100. 



>j F Petter, Dalmatieii, Gotha 1857. 

*; S. a. ebend. 8. 442. Yrgl. Almanach der k. Ak. der Wisi. za Wien, 1869, S 849 - 
Sp. G. = 2<4B— 2 84 nacli Bamler. 



Bol - Bornit ^5 



BoL 

D. 467. N. 462. 

Min. Lex. 66. 

Tirol. Tintschg^ao. Der Kirche von Tsehars gegenüber, wurde auf einer 
Hochebene zwischen dem Hörnte und Mairtug, bei 3 Stunden oberhalb 
der Thalsohle, in neuerer Zeit ein graulich- oder schmutzig-weisser B. 
aufgefunden (49, a). 

Böhmen. Auf der Horka bei Böhm« Leipa, Stbr., hasel- bis wallnuss- 
grosse, röthlich-braune Kugeln in Höhlungen einer Basalt-Breccie; vor 
längerer Zeit hat man daselbst grössere Mengen von B. angetroffen, die 
technisch verwerthet wurden. Dieses Min. scheint ein Zersetzungsproduct 
der Limonit-ähnlichen Knollen zu sein, welche in gleicher Weise in dem- 
selben Gesteine vorkommen; diese meist haselnussgrossen Knollen bestehen 
aus würfelähnlich gehäuften zarten Blättchen, welche schwarz, braun- 
strichig und nicht magnetisch sind, und winzige Octaeder als einen sel- 
tenen Einschluss enthalten; manche Partien zeigen deutlich den Ueber- 
gang in rothbraunen Eisenocker. Der Horker Basalt beunruhigt lebhaft 
die Magnetnadel (137). 

Bornlt, Haidinger. 
D. 44. N. 560. (Buntkupfererz, Buntkupferkies.) 

Min. Lex. 68 md 496. 

Oeflterreloh. Grossau bei Belehenaii, in geringer Menge als oberfläch- 
liche Bildung auf zersetztem Ghalkopyrit; auf der Siderit- Lagerstätte 
(135) 71, 118. 

Salsbvrir Filsberg bei Dienten, derb in Quarz (118). 

Tirol. Zwischen Kardaun und Boten am linken Eisack-Üfer, nierförmig 
mit Fluorit-Kr. in Quarzporphyr; selten (49, a). 

Krftin. In der Gegend von Laftck, s. Ghalkopyrit und Min. Lex. 496. 

Vngmxn. Am Klokoiawa Bg,, Losonci W. Von Malachit und Kieselkupfer, 
begleitet, auf einem Gange in zersetztem Melaphyr- Mandelstein. Die 
Blasenräume des letzteren enthalten nebst den Kupfererzen noch Prehnit, 
Calcit, Seladonit; andere sind ganz durch Quarz und Ghalcedon erfüllt 
(86) 14, 854. — Dobschan fein eingesprengt und derb mit Smaltit, mit 
letzterem oft innig gemengt; mit Ghalkopyrit und Tetraedrit m Galcit und 
Turmalin (104). — Rtebänya (69). In gleicher Weise und eben so ver- 
einzelt wie Redruthit und Galenit, in dem Gontactgebild,e zwischen Syenit- 
porphyr und Kalkstein vorkommend; Granat-Kr. sind wie im Redruthit 

ZepharoTicli, luiueral. Lexicon II. 5 



66 Bomit — Bonrnonit. 

im derben B. eingewachsen, beide werden auch von Ghalkopyrit begleitet 
(124) lu. 
BiebenbArgeii. Im Fenezel-Geh. bei Zalathna, eingesprengt im Ghalko- 
pyrit (104). 

Boulangerit, xhauiow. 

D. 99, 795. N. 539. 

Min Lex. 68 

Böhmen. Pribram (69). Auf dem Adtüberti- \md Eusebi-Oange kommen, 
wie ich nachwies, Verbindungen vor, welche der B.-Formel PbaSbjS« 
entsprechen; sie bilden Lager oder Nester in kömigem Galenit und be- 
sitzen eine sehr feinfaserige oder eine dichte Textur; sp. G. = 5.7—6*1. 
Auf beiden Gängen, insbesondere auf dem Adalberti-Gange, findet sich 
auch »F oder er z** (gn), welches die Zusammensetzung des B. besitzt, 
oder auch der Formel Fb^Sb^Sii nahekommt. Es erscheint entweder in 
unmittelbarem Zusammenhange mit dem faserigen B. und durch Ueber- 
gänge mit demselben verbunden, oder häufiger in einer kömigen Quarz- 
masse, deren Drusenräume mit kleinen Kr. von (juarz und Siderit be- 
setzt sind — in feinen kurzen Nadeln oder in Fäden, die zu filzartigen 
Lappen und lockeren Ballen vereint sind. Mit dem Federerz, zuweilen 
von ihm umhüllt, finden sich in diesen Drusenräumen Er von Boumonit, 
Diaphorit und Tetraedrit (85) 56, 34. Anal. s. ebd. 

Bonrnonit, Jameson. 
D. 90. N. 545. 

Min Lex. 69 und 472 (Wölchit). 

K&rnten. Waldenstein. Li jüngster Zeit fand man im Kochstoüen hinter 
einer Yerdrückung des Sideritlagers ausgezeichnete einfache £[r., sowie 
dem „Rädelerz^ ähnliche Formen und eingesprengte Partien im Siderit 
(85) 61, 16. — Wölch (69). Im westlichen Reviere des Bb. werden die 
linsenförmigen Limonit-Lager, und der sie einschliessende Kalkstein, von 
schwachen Klüften durchsetzt, deren Ausfüllung aus Limonit besteht, 
worin in Nestern oder Schnüren B., Tetraedrit und Antimonit vorkommen; 
in den Erzlagern fehlen diese Minerale. Die Kr. sind, entsprechend der 
verschiedenen Tiefe, aus welcher sie stammen, in mehr-weniger verän- 
dertem Zustande, und von Limonit, die nur selten angetroffenen unzer- 
setzten, von Siderit begleitet (85) 51, loi. Die stark zersetzten Varietäten 
hat man früher als Wölchit (473) bestimmt; sie stimmen in ihren 
phys. und ehem. Eigenschaften mit dem B. überein (85) 45, 465. — Ldlling" 



Bonrnonit. ^* 

Hllttenberg, Ersberg. Im Hornstein, zuweilen dicht neben den Aggregaten 
des Mispickel (s. d.) fSftnd ich wenig aasgedehnte Partien von B., z. Th. 
mit sechsseitig -rhombischen Umrissen eingewachsen (188). — Marla- 
Waitsehaoh, eingesprengt mit Chalkopyrit inLimonit^ dessen zeliige Hohl- 
räume mit Malachit ausgekleidet sind; auch derbe mit dicker Ockerkruste 
bedeckte Partien auf Limonit ; selten (85) 51, loe. — Olsa. Eine platten- 
förmige Masse von derbem B , auf beiden Breitseiten mit Kr. besetzt, 
wurde in einem der Limonit- (früher Siderit-) Lager eingeschaltet ge- 
troffen. An den kurzsäuligen bis 20 L. hohen und 14 L. breiten Er., 
beobachtete ich oP, ooPäS', 0DPäö'>0DP, */jPa, Pöo, P; sie sind stets 
stark Yerändert, nur die mittleren Partien der dicksten Plattenstücke 
enthalten anscheinend anzersetzte Substanz vom spec. Gew. = 5.64. Die 
glanzlosen, dicken Ocker-Schichten, welche die Kr. bedecken und in 
Spalten tief eindringen, sind braun, roth oder gelb geförbt; zuweilen 
zeigen sich mehrere verschieden-färbige Lagen übereinander, und kleine 
Cerussit- und Malachit-Kr. auf ihnen, oder in Höhlungen des B. Lamel- 
larer Baryt ist ein Begleiter des wahrscheinlich gangartigen Vorkommens. 
(85) 51, 102. Buchner'B Anal. s. ebd. 
Böhmen. PHbram (69). Adalberti-Gang. Die bis Vi ^- grossen, dick- 
tafeligen Kr. finden sich gewöhnlich (a) in Dmsenräumen eines fein- 
körnigen Quarzes, der Galenit und Blende fein eingesprengt enthält, oder 
(b) in Drusen von Galenit, innig mit den Kr. desselben verwachsen. Die Kr. 
des ersteren Vorkommens (a) sind dunkelbleigrau und bieten nach Reuss 
siebenzählige Combinationen, sie sitzen mit Blende- und Galenit-KrystäU- 
chen auf sehr kleinen Quarz-Kr ; die letzteren Kr. (b) sind sehr dunkel- 
farbig, fast eisenschwarz und starkglänzend, ihren noch flächenreicheren 
Kr. ist vielfache Zwilliugsbildung eigen. Manche Tafeln sind ganz in 
verfilztes Federerz >) eingehüllt ; ihre Oberfläche ist gewöhnlich sehr un- 
eben und zerfressen, und hängt dies vielleicht mit der Bildung des Feder- 
erzes zusammen. Selten zeigen sich kleine dem „Eädelerz** ähnliche 
Formen auf linsenförmigen Siderit-Kr. über körnigem Calcit (69, a) so. 
Solche „Kädelerze** zeigten sich auch auf dem Franeisei-Gange mit Te- 
traedr!t-Kr auf Siderit; zuweilen tragen die kleinen glattfiächigen B.-Kr. 
dieses Ganges, wasserhelle vollkommen ausgebildete Quarz-Kryställchen, 
und diese wieder weisse Baryt-Täfelchen. Der Euaebi-Oang lieferte eben- 
falls dicke 7« bis 1 zöllige Tafeln, Zw. oder einfache Kr., mit spiegelnden 
Flächen, in Drusenräumen von Siderit, dessen Rhomboeder mit einer 
starken Kruste kleiner weisser Quarz-Kr. bedeckt sind (135) 72, so. 
Sp. G. = 5-75. Analysen s. (121) 13, 876> (39, m) 295. 



*) s. Boalangerit 

5* 



68 Boarnonit — Brandisit. 

Unsram. FeMbAnya, einfache, kurzsänlige Er. oder tafelförmige Zw. 
mei'Bt graulich-schwarz angelaufen, einzeln oder gruppenweise, von Blende, 
Pyrit und Chalkopyrit begleitet, auf Quarz-Drusen (104), (85) 4ö, 438. — 
Kapiiik (70). Die bis 1 Z. grossen Er. sind nach Zirkel vorwaltend rect- 
angulär- säulenförmig: oP. ooPöb. »Pöo> aoP. aoPT. Pdö und Pdo. 
Sp. G. = 5,77. Auf den Erzgängen im Andesit; die zuweilen von Baryt 
überdeckten Er. sitzen häufig auf durch Mangan roth gefärbtem Quarz 
(85) 45, 4SI '). Den, bis zollgrossen , randlich vielgliederig getheilten, 
scheibenartigen „Kädelerz "-Formen (sp. G. = 5*81) liegt nach Hessen- 
berg, entweder wiederholte Zw.-^Büdung zu Grunde, indem z. B. 4 Indi- 
viduen mit den scharfen Eanten von ocP von 8673' vereinigt, einen Con- 
tact-Y ierling bilden, oder sie sind Parallel- Aggregate mehrerer Individuen, 
die sich auch als Einzelformen mit kreuzartiger oder mehrfacher, treppen- 
ähnlicher Abgliederung auffassen lassen (113) 5. Manche Gruppen des 
„Hädelerz" zeigen deutlich einen tetraedrischen ümriss; sie sind, wie 
Tschermak, nachgewiesen, aus Tetraedrit-Er. hervorgegangene Pseudom. 
(85) 53, 518. 

Biebenbftrgen. Offenbänya (70], kleine tafelförmige Er. mit Calcit, Pyrit 
und Blende, selten (104). — Nagyag (70). Nach Zirkel sind die Haupt- 
formen der Er. niedere sechsseitige Säulen: ooPöö". ooP. oP. Pao' oder 
rectanguläre Tafeln oP. 00 Pöö^. ao Poo ; untergeordnet treten auf Pöö", 
V2P00", P und V9P. Ereuzförmige oder vielfach gegliederte Gestalten wie 
in Eapnik. Auf den Erzgängen im Quarz- Andesit (85) 45, 431. 

Brandisit, Haldlnger. 
D. 508, Seybertit, N. 332 (Disterrit). 

Min. Lex. 8. 70. 

Tirol. Fassa (70). Nach Descloizeaux' optischen Untersuchungen gehören 
die sechsseitigen B. -Tafeln dem rhombischen Systeme an, und sind dem- 
nach mit oP. 00 P. ooPoD zu bezeichnen; die Ebene der opt. Axen liegt 
parallel 00 P 00, und scheint der Axen- Winkel zuweilen = 0**, steigt aber 
auf 15—30®; Bissectrix ist die Hauptaxe. Die seladon- oder lauchgrünen 
Tafeln zeigen im frischen Zustande oft Dichroismus; sie unterlagen einer 
Umänderung, in Folge welcher sich allmälig Undurchsichtigkeit, eine 
grünlichweisse bis dunkel-violette Färbung einstellt, und die basische 
Spaltbarkeit verschwindet; die am meisten veränderten, violetten La- 
mellen verhalten sich im polarisirten Lichte wie eine amorphe Substanz. 
H = 5 der Basis, 6.5 der Prismenflächen. (103) 466. Nach H. Fischer 



>) S. a. (48; T. 51, Fg. 6; T. 52, Fg. 7, 8 



firandisit — Braunkohle. 69 

zeigt der B. entlang den Sprüngen, welche ihn durchziehen, Aggregat- 
Polarisation, sonst aber einheitliche Polarisation besonders nur in blau 
und gelb. (105, a) 4S. ^^^ S« gehört, gleich seinen Begleitern, Fassait 
und Pleonast, nach Bichthofen zu den Contactgebilden zwischen Trias- 
kalk und Hypersthenit, welche sich in dem körnig gewordenen Kalk- 
steine entwickelten. Derart ist das Vorkommen in der Nordostecke des 
oberen TocU de la foja, so wie in PalU rabbiose. Im unteren Theile 
des T. de la foja kommen neben B., Fassait und Pleonast, auch Yesu- 
vian und Granat vor, welche letzteren an den Contact von Syenit und 
Kalk gebunden sind; es stehen aber auch Hypersthenit und Syenit in 
der Nähe an (129) 256. Pseudom. von B. nach Fassait wurden von A. Müller 
beschrieben. ^ 

Braunkohle. 

D. 753, Mineralcoal. N. 590 (Lig;nit). 

Min. Lex. 70 und 497. 

Bezüglich des Vorkommens und technischer Proben der Braunkohlen 
in Oesterreich-Ungarn verweisen wir auf die Uebersichten von K. B. 
V. Hauer und R. Pfeiffer. ') Zur Ergänzung dieser Werke und der An- 
gaben S. 4 0—74 des Min. Lex. mögen die folgenden Hinweise auf neuere 
Mittheilungen über Bergbaue und Schürfungen auf Braunkohle dienen. 

Oesterreioh. Orfinbaoh (71): Nuchten (86 V.) 1, les. — Oberhart (71): 
Nuchten (86 V.) I, 28. «) - Schanerlelthen (71): Höfer (86 V.) 2, ise. 

Steiermark. Mflrz-Thal (71): D. Stur (86) 14, 219. — Parschlag (71): 
Stur (86) 14,220. - Leoben (71): Stur (86) 14, 224; J. Nuchten (86 V.) 
1, 76. — Fohnsdorf (71): Stur (86) 14, 237; A. Pallausch (86 V.) 2, 149. •— 
Köflaoh und Yoitsberg (71) : F. Rolle (86) 7, 550, (134) 574. — Lankowitz 
(71): F. Fötterle (86 V.) 1, ei. — Eibiswald und Wies (71): F. Kammer- 
lander (125) 220, (134) 537. *) — lieber B. in Süd-Steiermark, in der Gegend 
von Schönstein, Welteiistein, Gonobitz und Studenitz (71): Fr. Weinek 



«) Sp. G. = S'04-S06 Brtlk., 801-3*06 Liebener. Eobeirs Anal. s. (128) 849. 

*) Vrhdl. d. natnrf. Ges. ia Basel, 1857, 369> (46) 58, 699. (9, d) 94. 

*) Nr. 111 und 125 des Literatur- Verzeichnisses. — S. a. Zincken, die Physiograpkie der 

Brannkohle, Hannover 1867, S. 386-497 mit Ansschlnss der meisten anf S. 406—408 

und 440—443 genannten Localitäten. 
*) Schrötter*s Elementar-Analyse s. (63) 1843, 59, 4S. Die B. enthält eine grosse Menge 

eines in Aether löslichen brannen Harzes, s. Ixolyt. 
s) Ueber die „Kreiskohle'* von Wies (71), s. Zincken a. a. S. 418. 



70 Braunkohle. 

(125) 196, in der Gegend zwischen Tfiffer-Trifail (71) : F. Tuscany (125) 
208, (134) 645. — Ober-Skallis bei Schönstein : Bolle (85) 41, 7. — Gllli 
(71): Th. ZoUikofer (86) 10, 172; 12, 840. - Bekhenburg (71): Nuchten 
(86 V.) 3, 4ß, (134) 648. 

Tirol. H&ring (72). MojsisovicB über die Verbreitung der B.-iührenden 
Häringer-Schichten im Ünt.-Innthal (86 V.) 3, 888, 5, s. lieber den Bb. 
B. (120) 71, 5. Eine Faserkohle beschrieb Haidinger (86) 14, Y. aii. 

KtUiteiiland. Schürfungen zu Sroki bei Ca^tna: J. v. Clesius (86 Y.) 1, 133. 

Croatien. Ueber B. in Groatien: L. v. Yukotinoviö (86) 13, ssa. •— Bei 
Warasdin, Bb. zu Ivanec und Lepoglava (Lignit und Glanzkohle) und 
Jerovec (Lignit) : M. Lipoid (86) 12, Y. is6, 2So ; F. Fötterle (Ö6 V.) 6, 145. 
— Bb. zu Bid/rovec und Vetovec, NON von Ag^am, auf B.: K. Paul 
(86 Y.) 6, 119 — Bregana bei Szamohor (72) Lignit: D. Stur (86) 13, 489. 

BlavOnien. Bb. zu Gradistje bei Knljevo (73), zu Sevei bei Pozega, und 
bei DaniT&r auf B. ; D. Stur (86) 12, Y. 117. 

Milit&rgr&nze. Bb. auf Lignit zu Novska bei Jasenorac und zu Malla 
bei ITeu-Gradiska: K. Paul (86) 20, 253 und D. Stur (86) 12, Y. 117; zu 
Orjavac und Tomiea bei Brod: K. Paul (86 Y.) 6, 120 

Böhmen. Ueber die Bergbaue im Becken von Anssig-Teplitz-Saaz (73): 
J. Jokely (86) 9, 419, 519, s. a. (127) 30; im Becken von £11>ogen-Falkenan 
(73): Jokely (86) 8, 492, F. Fötterle (86 Y.) 2, 70; im Becken von Eger: 
Jokely (86) 8, 469, über neue Bb. -Unternehmungen daselbst: (86 Y.) 1, 16. 

lUhreii. Bb. bei üttigsdorf (73) u. a. 0. der Gegend von Mähr.-Trttban: 
M. Simettinger (86) 14, 367. 

Ungarn. Brennberg bei Oedenbnrg (74) : H. Wolf (86) 20, so. — Bb. im 
Thale von Handlova (Kremnitz WWN) im Newtraer Com., pechartige 
B. : J. Öermak (86) 16, 98. — Bb. bei Obitz nächst Kis-Tapolcsdn im 
Bars er Com., erdige und muschlige B. im Tiachyttuff ^). — Bb. im Thale 
von Zagyva (74) zu Salgö-Tarjän, PälfcUva, Kazär^ Kis Ttrenye im 
Neograder Com., compacte B. im Bruche glänzend : K. Paul (8G> 16, 533 ; 
Fötterle (86 Y.) 2, 400; v. Hantken (86 Y.) 6, 130. — Bb. im Nagy vögy 
Th, b. Edeleny (Miskölcz NNW) auf Lignit: Hochstetter (86) 7, 697. - 
Bb. bei Bogäcs (Erlau 0) auf kurzklüftige , z. Th. schiefrige B. : A. 
Gesell (86) 17, 235. — Bb. bei Gran (74): K. Peters (86) 10, 495; v. Hant- 
ken (86) 16, 29 ; Gesell (86) 16, 329. — Im Bakonyer Walde. Der neue 
Bb. zu Szäpär b. Moor liefert Lignit u. dichte B. reich an einem Harze, 
das in Lagen und grösseren Partien ausgeschieden ist und die überaus 
leichte Brennbarkeit bedingt; oligocän. Die B. von Ajka bei Somlö^ 



») Ver. für Naturkunde zu Pressburg, 1858, 2. Heft, 5. 



BnulEoUe — Bro^Miit. 71 

Väfarhelf/ enthält ein dem Trinkerit verwandtes bernsteingelbes Harz; 
sie gehört der Kreide -Formation an: ▼. Hantken (SSV.) 1 849. — 
Schürfangen im Zakter Com. auf Lignit, bei Gsiford nnd KopAny 
{Keßzthely I^WN): M. Simettingef (86) 14, 213; bei Passta Bvdafa« 
(KanMia WNW): Star (86) 19, 84i. — Bb. bei Nagy Barod {On^ss- 
wardein O.) aof ß. der Gosanformation nnd auf neogenen Lignit M 
FekeU Paiak : K. Panl (88 V.) 6, lis. 
Metelibtogeil. Bb. im Miyl Th. bei Peiriüa (u) and Petroieny, bei 
Lupeny u. Orikany (Glanzkohle): Star (86) 13, 05, K. Hofinann(86) % sss. 

Brochantit^ Le?y. 

D. 664. N. 309. 

Min. Lex. 75. 

ftülsbiirir* ^ »alten salzborgischen Gruben an der Grenze von Steier- 
mark'', demnach auf der F^ammer'Alpe bei St Martin im Lungau 
nach Peters, ist B. in traubigen Krusten nnd kdrnig eingesprengt, in 
einer Kalk- und Quarz-reichen durchlöcherten Gangart vorgekommen. 
(46) 61, 660. 

üngram. Zu B^bAnya (75) ist B. nur im ValUsaeca-Bö. vorgekonunen. 
Die tief smaragdgrünen, höchstens 1 L. langen Kr. ^) zeigen alle an dieser 
Species bekannten Formen odP, ooPoo', ooP», PoS', Pöo, oP; zuweilen er- 
halten sie durch ein steiles mPo5', welches gekrümmt in qdPo^' verläuft, 
eine meisselartige Gestalt*). Traubige Aggregate scheinen seltener zu 
sein, als entwickelte Drusen. Am häufigsten erscheint der B. auf trau- 
bigem, strahligem oder derbem Malachit, mit welchem er innig ver- 
banden ibt, seltener auf kleintraubiger. Kupferschwärze oder auf Li- 
narit-Krusten. Unter und auf traubigen Aggregaten von B. haben sich 
Gypsnadeln gebildet — ein seltenes Min. an diesem Fundorte. Kleine 
B.-Theilchen werden von ihnen eingeschlossen. Aivot und Magnus ana- 
lysirten den B.*) Werthheim's Anal, erwies die Abwesenheit des von 
Magnus angegebenen Zinnoxydes, nicht Zinkoxyd, wie in einigen Hand- 
büchern angeführt wird (124) i64 — !ieo Moldova, Oravlcza, nach G. 
Marka sehr selten, mit Azurit auf Limonit (86) 19, 317. 



*J a. Bote enrftlint, das» die Kr. Ton B^sbinya mit den araliechen ron der Onibe On- 
meechewekoi, in den Fl&chen-Neigiingen ftbereinstimmen (6S) 42, m». 

*) Dnfr^noy ceichnete einen Krystall der A11an*8clien Sammlnng, der anch kleine F1&- 
clien Ton P besitst; Min. HI, 401, Atl. Fg. 507. 

') Magnns Anal m. (1S8) 2u. 



72 Bronzit — Brncit. 

BrOnzit, Earsteii. 
D. 208. N. 437. 

Min. Lex« 75. 

Steiermark. In den grossblätterigen Aggregaten des B. von Kraubat (75) 
treten zuweilen 1—2 Quadr.-Z. grosse Spaltflächen auf (108) 69. Auch 
Fhästin (s. d.), welcher noch die Spaltbarkeit des B. besitzt, kommt 
hier vor. Tschermak fand, dass an Stellen, wo Chro mit - Adern den 
B. durchsetzen, letzterer häufig in ein blassgrünes Aggregat von Talk 
mit einigen Eämmererit- Blättchen umgewandelt erscheine, und hält 
es für wahrscheinlich, dass aller hier vorkommende Eämmererit und 
Talk durch Zersetzung des B. entstanden sei. (85) 53, 525 ; s. a. (135) 
71, 18. Elaproth's und Regnault's Anal ; sp. G. = 3- 13-3-20, s. (128) 463; 
Höfer's Anal. s. (86) 16, 445. 

Tirol. Der im Ultenthale auf der Seefelder Alpe (75) in losen Stücken 
angetroffene, dem Lherzolith nahestehende Olivinfels (s. Olivin) enthält 
bis 2 Z. grosse Ausscheidungen von B. (46) 66, 389. An diesem B. fand 
Tschermak ausser den gewöhnlichen mikroskopischen Einschlüssen, 
vornehmlich in der Kinde der Eörn6r, auch eine Verwachsung mit einem 
starkglänzenden, grünen Minerale, wahrscheinlich Amphibol (135) 71, 43- 
Eöhler's Anal, und jene von Regnault, sp. G. = 3*25, s. (128) 463. 

Böhmen. Bei Telnitz (75) unweit von Kulm, sphäroidische Einschlüsse 
von kleinkörniger Textur im Basalt (141, a). — Der säulenförmig abge- 
sonderte Basalt des KoMstein- Berges nächst Mückenhan bei Böhm.- 
Leipa enthält zahlreiche sphäroidische Einschlüsse, die entweder aus 
körnigem Olivin oder grösstentheils aus einem kömigen Gemenge von 
B. und Olivin bestehen. Der gelbüch-grüne bis grünlich-braune, kanten- 
durchscheinende B. ist gewöhnlich innigst mit dem Olivin verwachsen; 
letzterer befindet sich meist in etwas zersetztem Zustande 0> 

BraCit^ Beudant. 
D. 175. N. 227. (Talkhydrat.) 

Min. Lex. 76. 

Steiermark« Auf den Halden des a. Bb. auf Ghromerz in der Giilsen 
bei Kraubat fand Niemtschik, äusserlich stark verwitterte, schmutzig- 
grünlichweisse, mit Serpentin und Pikrosmin durchwachsene Magnesit- 
Enollen, von denen einige mit nierförmigem Serpentin überrindete B.- 



^) C Watzel. Progx. des Gynmas. zu Böhmisch-Leipa 1867. 



Bnicit — Calcit. 73 

Kerne enthielten. In kleinen Höhlungen dieser feinkörnig-schuppigen, 
granlichweissen, perlmutter-gl&nzenden B.-Aggregate zeigten sich sechs- 
seitige Schüppchen, ausnahmsweise auch bis 1 L. grosse, wasserhelle 
Er. desselben Minerales, an denen ich die Form — Vt^* o^* ^ bestimmte. 
Sp. G. = 2.39 ») (108) 69, ge. 
Tirol. Canxaeoli bei Predasio, im Predazzit und Pencatit (s. d.). 

Bnratlty Delesse. 

D. 712, Aurichalcite. N. 294. 

Umf^tanm BtfsbAnja. Büschel von 1—2 L. langen meisselförmigen Blättchen 
a) auf Calcit Rs, b) auf Drusen und kammförmigen Gebilden von Hemi- 
morphit, der zuerst mit etwas Smithsonit bedeckt ist, oder c) eingewachsen 
in Smithsonit-Trauben und darüber folgenden Calcit — Vi^ ^^^ ^^^ span- 
grüne Farbe der letzteren veranlassend. Auch ein lockeres aus Eupfer- 
pecherz gebildetes Ozydhydrat, ein Mittelding zwischen Ziegelerz und 
Eupferschw&rze, zeigte sich ganz durchwebt von Aggregaten licht span- 
grüner B. -Blättchen, die sich überdies in einem Hohlräume mit Hemi- 
morphit-Er. ausgeschieden hatten. Nach Peters bildet der B. anscheinend 
rechtwinklig-oblonge Täfelchen, die ausgezeichnet spaltbar sind. Die Be- 
stimmung als B. (nicht als Aurichalcit, unter welcher Bezeichnung das 
Mineral in Sammlungen eingereiht wurde) gründet sich auf den con- 
Btanten, nicht unbeträchtlichen Ealkgehalt (124) 157. 

CftlCit^ Haidinger. 
D. 670, 795. N. 265 (Ealkspath). 

Min. Lex. 77 und 497 

Oesterreioh. Am Nordfusse des Traunauin bei Gmnnden, ausgezeichnete 
Er. : R. Rs. aR auf Triaskalk (136). — Von Quarzsand durchdrungene 
C.-Er. fanden sich neuester Zeit zu Sievrlng in der marinen Stufe des 
"Wiener-Tertiärbeckens. Loser Sand wird von einer Sandstein-Platte be- 
deckt, in welcher die Schichten stellenweise von «krystallisirtem Sand- 
stein^ durchsetzt werden. Mit circa 60 Proc. Sand durchmengt, erscheinen 
die zu manchfachen Gruppen geeinten Er. in der gewöhnlichen Form 
solcher Yorkonunen — 2R, die bis zu 7« Z. Grösse noch scharfkantig sind, 
während die grösseren kuglige Gestalten annehmen 186) 20, ns (86, V.) 
71, 889. — Schon früher bekannt war ein miocener, zu Mühlsteinen verarbei- 



1) Die Anal, ergab : 88 73 MgO.H^O, 7.67 MgCO,, S,82 FeCO, (S = 100*28). 
* Die Anal, eines Buch olzit ans den Geschieben der Moldau bei Prag, sp. Gt =3'(i4t 
s (121) 17, SM. 



74 Calci*. 

teter Sandstein Yon Wallcieej ein individualifiirter C, circa ^0 Proc. Quarz- 
Band enthaltend, der deutliche Spaltbarkeit, aber keine f^ei gebildeten 
Formen besitzt. (86) 20, ns. 

Am Sehaf berge bei Walfg^uair findet sich ein Kalkstein, welcher aus 
vieleckigen, '/• 2* grossen, innen meist radial-foserigen Körnern besaht; 
die Flächen derselben sind ziemlieh glatt und iast ausnahmslos vier- oder 
fünfseitig. Die Bildung dieses Kalksteines wurde durch Göntraction und 
Druck erklärt (96) 17, 13. 

Die Kalkmilch aus der Bermannshöhle am Eulen Bg. nächst Kirch- 
berg a. W., ein Stalaktitenhöhle im Grauwackenkalk, zeigt unter dem 
Mikroskope in der aus G, bestehenden Hauptmasse kleine Aragomt-Nadeln 
(86 F.) 70, 66. 

Salsbarg. Bothgilden im Muhrwinkel^ wasserhelle Kr.: B s ; — Va^- ^ ß * 
Rs. 4R. odR aufBergkrystall mit Pyrit; V.Rs. —V2K weiss, auf Dolomit.— 
BöUgrahen bei Werfen, — VaR« ooR, röthlichgrau auf dichtem C. — 
Sehwarxleogang, Eramnus Bb. (73), ^-Va^* ^ ^^ dichtem G. mit Ghal- 
kopyrit [118]. Yon Leogang beobachtete Zippe kleine granliehweisse 
Kr.: 4R(m)>R3(r). aRs. R(P). oR{o) (Pg. 29) und 4R mit Gölestin (140) 20. — 
Im neuen Stbr. bei Lend, Zw. von Rs auf einer Kluft im Kalkglimmer- 
schiefer (136). — Laderding Bg, bei Hofgastein, bis 3 Z. grosse K 
(118). — Vom Kniebeia am Eadhaus Bg. in Gastein (rs) beobachtete 
ich eine pseudom. Bildung sehr dünner G.-Wände, ein ziemlich geräu- 
miges Fachwerk bildend, welche mit kleinen tafeligen Kr. oR. Rn be- 
kleidet sind; durch Verwitterung wird der lamellare G. dem Schiefer- 
spathe ähnlich (88, Gr). Die Analyse eines G. mit 13 Proc. MnGOa vom 
Radhaus Bg. s. (83) 1, i»8, (128) »0. —Baiiris, — Va^- ^^ ^^^ derbem C 
Am Glockkaserkahr, R mit gerundeten Kanten auf gelbem Dolomit und 
Gneiss; daselbst und am Bitterkahr, wasserhell (Doppetopath). — Im 
Brennthal bei Mühlbaeh, weisse wasserhelle Kr. — Va^- <^^ ^^^ kör- 
nigem Pyrit [118]. — Knappenwand im Untersnlzbaeh Th« , grosse 
wasserhelle R als Begleiter von prachtvollen Epidot-Kr.; z. Th. ist der 
C. von Epidot und Asbest durchwachsen; als besondere Seltenheit er- 
scheint Scheelit auf dem C. (88, Pr). 

Bteiermark. Zu Maria Trost (79) kommen auf Klüften im devon. Kalk- 
stein ausgezeichnete Ejr.-Drusen vor; Zippe hat die folgenden Gombina- 
tionen abgebildet: — 2R(f). R6(y) (pg. is); -^2R>R5. 4R(m). -8R( s ) (Fg. 22) 
und — 2R, -8R> — VaR(g). R(P), 4R. V4R8(t). R6(y). — 2R2(x). -2R8 (Fg. 23) 
(140). — Graz. Am Sehlosaberg , - Va^- —ViR. 00 R, in Klttften des 
dolomitischen devon. Kalksteines. In den Steinbergen, — Va^* qoR>Rs, 
Drusen eben&lls im devon. Kalk. An beiden F. sind die kleinen Kr. eine 
seltene Erscheinung. An der letzteren Localit t und zu Strassgpang kommen 



Caicit. 75 

auch Stalaktiten vor (141, i). — SuUbadi Gniben bei Gftma. Aki Be- 
gleiter des Fluorit (s. d.): schöae, ▼eüue, lialbpellacide Kr., einaeln oder 
in Gruppen geeint, die bis 3 Z. Höhe erreichen, und mit YorwaUendem 
B meist in Penetrations-JZw. ausgebildet sind. Niemtschik zeichnete eine 
symmetrische Vereinigung zweier solcher Zw. von Individuen in der 
Form R. Rs. '/^B. Gleich dem Fluorit sind auch manche G.*Er. ober- 
flächlich stark erodirt, manche ija solchem Grade, dass nur ganz unregel- 
m&ssig zernagte Reste sich darbieten. Bemerkenswerth ist der Geruch 
ähnlich dem Schwefelwasserstoff, der sich beim Schlagen oder Reiben 
dieses C. entwickelt; auf seinen Spaltflächen bemerkt man einzelne kleine 
Hohlräume (108) 69. — Am Erzberge bei Elaeten fanden sich neuester 
Zeit Yierlingsgruppen, welche gleich jenen von der Insel Elba^), nach 
— VfR zusammengesetzt zu sein scheinen. Es sind weisse, halbpeilueide, 
stehend aufgewachsene ~|R, bis Vs Z. frei anfragend, die auf jeder ihrer 
drei oberen Flächen ein in Zw.-SteUnng hervorragendes -.sR tragen*). 
Die — 9 R- Flächen sind glatt und etwas gewölbt oder ziemlich stark 
parallel ihren Mittelkanten, federbartähnlich , gefurcht. Bei manchen 
Gruppen wird unterhalb jedes der drei aus dem centralen Individuum 
vortretenden ~sR, eine Reihe von solchen in paralleler Stellung sicht- 
bar; zuweilen hat sich aber den weiter vorstrebenden seitlichen Kr. 
wieder eine grosse Anzahl von kleineren -sR, ebenfalls nach — VsRy 
seitlich angeschlossen. i>er ganze zierliche Aufbau gewinnt dann das 
Ansehen eines baumähnlichen Gebildes, voo dessen Mittelstamme nach drei 
Richtungen Hauptäste sich erstrecken, die selbst wieder nach drei Seiten 
Zweige aussenden. Solche vielfach gegliederte Gruppen erheben sich 
auf einer dicken Kruste feinfaserigen weissen Aragonites ttber Limonit ; 
die einfacher gebauten Vierlinge gehen nach abwärts über in ein grob- 
körniges G.-Aggregat, welches ebenfalls Limonit als Unterlage zeigt 
(88). — Rumpf beschrieb einen Kr. von doppelter Bildung aus einem 
Siderit-Bb., Salla NO an der Stub-Alpe: ein milchweisses R>R8 trägt 
eine heller gefärbte, halbpeilueide Kappe, — VsR. R(?). Rs. qdR. Auch 
Drusen von Rs, eiofach und in Zw. nach oE, von Ankerit-Kr. und Siderit 
begleitet, kommen hier vor (108) 69. — Unter den Stalaktiten ans der 
Gahnei- und Fratten-HokU bei KapeUen (79) finden sich nach Haidinger 
auch solche, welche von hohlen Central-Ganälen durchzogen sind, während 
bei anderen in diesen Ganälen einzelne C.-Kr. sitzen, bei vielen aber der 
ganze Hohlraum durch ein einziges G.-Individuum erfüllt ist (83) 4, seo, 
(85) 1, aoe. VrgL a. (63) 132, sso. 



*) Von G. Ton Bath beschrieben (eS) 182, »ss. 

*, IcU verdanke melurere Exemplare dieses aiugexeiclineten Vorkommens Herrn Prof. 
B. Niemtsehik in Wien ; erwfihnt wurde dasselbe in (108) 67. 



76 Calcit 

K&mteil. Im Bb. zu Loben nächst 8t. Leonhard (so) kennt man zweierlei 
Vorkommen ausgezeichneter wasserheUer G.-Er. a) bis 3 Z. hohe Ks, 
kleine Kr. ooR. — Vt^ tragend, in Drusenräumen an den Stellen, wo die 
Sideritlager im kömigen Kalk sich auskeilen, b) R und -sB in Hohl- 
räumen der Glasköpfe, welche in den, die Sideritlager durchsetzenden 
Limonit-GäDgen, auftreten (116^ 70. — Wöloh (so), am Georgi-StoUrny bis 
'/^Z. hohe spitze mB,am Antoni-Stollm^ sehr flache mR, häufig in Parallel- 
Aggregaten. Der G. ist hier stets jünger als der Siderit (114). Zippe 
zeichnete von diesem F.: — Viß(z)- odP2(ti)> 4R(m). aR(c)(140) Big. 26. — 
Reich an schönen Er. sind die Erzlagerstätten von LSlling und Hlitten- 
ber; (so). Unter den Formen herrschen mR (häufig — 2R) ; gewöhnlich 
wasserhell und weiss, sitzen sie einzeln oder in Drusen vereint auf Siderit 
oder Limonit, linsenförmige, bräunlich gefärbte mR auf Ankerit. Seltener 
sind mRn, die meist schmutzig weiss und undurchsichtig oder mit Wad- 
Ueberzügen versehen, schaligen Baryt, Ankerit, Chalcedon, Fyrrhosiderit 
u. a. zur Unterlage haben. Die Gombinationen sind oft recht flächen- 
reich ^), Zw. keine seltene Erscheinung. Der die Erzlager einschlies- 
sende kryst.-kömige Kalkstein liefert in seinen Hohlräumen Kr., die zu 
den ausgezeichnetsten dieser F. gehören; es sind zumeist wasserhelle, 
spitze mR bis IV4 Z. Höhe erreichend. Einige von diesen Höhlungen 
„Kraken^ des Lagerkalkes, sind an den Wänden mit Aggregaten winziger 
G.-Kr. in Gestalten, ähnlich der Eisenblüthe bekleidet, während in anderen 
die gewöhnliche Aragonit-Eisenblüthe auftritt^). Ueberzügevon „Schaum- 
kalk^ auf Quarz, Ghalcedon, Siderit u. a. sind sehr häufig. An nassen 
Orten im tauben Gestein setzen sich zuweilen stalaktitische Röhrchen 
an (115) 4, 119. -— Im Fla^Mughaue auf der Obir (so), schöne Kr., Q0P2. 
Rj in einer Kalkbreccie unter dem Schiefer der Bleiberger -Schichten 
(114). — Bleiberg (so). Zippe beobachtete folgende Formen von diesem 
F. a)~V4K auf Galenit, b) ooR. R3. — Va^- R. -2R und c) -uR(k). 
— *.'«R(g) > ooP «(»»)• R9(n) (140) 29 und 61, Fg. 46. Haidinger zeichnete einen 
herzförmigen Zw. (nach — V»R)- — Va^- -2R.R8.aoR.'). Drei interessante 
Gombinationen beschrieb Hessenberg: a) 4R. -4R.> R. —VsR, die beiden 
verschiedengradig glänzenden 4R gleichmässig als hexag. Pyramide ent- 
wickelt*), b)-i6R. ooR. R. -.VaR> VßP».— '/«R- -«R« (?), durch die sel- 



1) An waBserhellen , bis 10 L. hohen Er. ans der LSUlng bestimmte ich .-sB nnd -sR. 

4B entweder fdr sich oder als Trfiger von Gombinationen mit den nntei^eordneten: 

— «],B, -7/^, -5R, B, B 8 , odB nnd ooP 9 . 
>) Seeland (115) 7, las. 
*) Bfineralogie, 1845, S, 263. 
*) Zuweilen zeigen sioh nach Ferber an diesen Formen anch Spuren Ton oeB und Zw. 

mit parallelen Hauptaxen (145, e). 



Calcit. 77 

tene ^f3P2 ausgezeichnet und c) ^«R- R* R'%5. — VsR» bemerkenswertli 
durcli die sehr seltenen Formen ~4R nnd R^'/is, ersteres in vorwiegender 
Ausbildung (113) 4 und 10. Die gelblich gefärbten, durchsichtigen Kr. 
umschliessen häufig weisse, trübe Kerne in anderer Form, häufig Rs« 
während die Hülle mit gewölbten, bis fast cylindrisch aufgeschwollenen 
Flächen in der Form aoR. -\^ u. a. erscheint Zw. nach oR, femer 
zersprengte und durch pelluciden Galcit wieder verkittete Kr. kommen 
nicht selten vor (46) 62, 718. Manche Kr. wurden in ihrer Fortbildung 
gehemmt ohne sichtliche mechanische Hindernisse, so finden sich z. B. 
R3, deren Spitzen ersetzt erscheinen durch ein Farallel-Aggregat zahl- 
reicher ungleich hoher kleiner Kr. : — VaR- V4R3. co R. An geätzten Quer- 
schnitten anderer Kr. beobachtete Peters in der centralen Partie viel- 
fache Zw.-Riefung, während die Hülle von einem einzigen Individuum 
gebildet war (108) 68. — Baibl (so). Zippe zeichnete über 1 Z. grosse 
Kr.: aoR(c). -V8R(g)> R3(r). 4R(m) (140) Fg. 77. Poters besprach einige 
Fälle der hier vorkommenden 6ruppen-Kr., darunter Formen: R3. %R. 
00 R, aus — VaR* <3oR aufgebaut, an welchen in einzelnen die Kr. ganz durch- 
setzenden Zonen oder in kurzen Bandstreifen, sich die Theilkryställchen 
mit den benachbarten in Zw.-Stellung nach -Va^ befinden. Eine andere 
Druse zeigte bis 2 Z. hohe weingelbe Kr. — VsR* (xR mit parallelen Haupt- 
axen derart zu dicken Bündeln verwachsen, dass die inneren Glieder zu 
den peripherischen in Zw.-Stellung siad, wobei sich die letzteren noch 
durch die Flächen — R auszeichnen (46) 61, 437. — 

Der Muschelmarmor von Bleiberg (so ) ist in geringer Mächtig- 
keit den triadischen Bleiberger-Schichten eingelagert ') (114). 

lieber das Yorkommen der Bergmilch in der „Nialucken^ einer 
Höhle im kryst.-kömigen Kalkstein am KUppitz-Thörl auf der Sanalpe (si) 
hat Seeland berichtet (115) 7, les. 
Tirol. Schwaz, Falkenstein-Bb. (si). Mit Dolomit zart überkrustete Kr.: 
Ra. — VjR- «R- ooR auf Dolomit (46)61, as. — Puster-Th., Ahm (si). 
Einen merkwürdigen wasserhellen Gruppen-Kr. beschrieb Hessenberg: 
in eine sehr verzerrte Combination VsR^. 4R. R3^~2Ra. 00P2, zeigt 
sich äquatorial eine oR-Platte derart eingesenkt, dass sie auf der einen 
Seite vorragt, einwärts gegen die Mitte des Plattenträgers aber, nicht 
die geringste innerliche Trennung bemerkbar ist. Aeltere Stufen von 
diesem F. bieten die Formen: R3. V4R3. -^'^R. ±R. —*/,R, mitunter 
überdies noch -2R. odR. "/2R (H^) 4. Sie wurden von Volger *) studiert; 



*) B. Wulfen, Abhaodliingen Tom k&rntn. pfanenschweifigen Helmintholith oder dem 

sogen, opalisirenden Mnschelmannor. Erlangen 1793. 
>) Studien z. EDtwicklungsgeschichte d. Mineralien, Zürich, 1864, 179. 



78 Caleit. 

auf den z. Th. zerfiressenen und dann B]]M8leiii-&li]ilieheii Tafeln sitzen 
die schönsten, leUiaft gl&azenden, halbkvgelförmigen Gombrnationen. 
Ueber die Fliehenbeschaffenheit deiartiger Bildimgen s. Scbarfi (46) 60, 
588, 547. Wasserhdle Durchwadisangs-Zw. nach —V%^ wurden bereits 
froher Ton Haidinger erw&hnt ■). — Von Itesa (n, 497) zeichnete Zij^e 
zollgrosse, von Analcim begleitete Kr.: -\l^{v)> — VAg). * ,R. 4R(iii) 
Vi^t) ^(r)* -aRi(x) csL^ity ooP8(ii) (140) Yg. 11. Neben den Psendom. 
von Seladonit nach Angit finden sich hier im veränderten Augitporphyr, 
nach Tschermak auch solche Psendom. nach Angit, welche nnr im In- 
nern ans Seladonit, im abrigen ans feinkörnigem C. bestehen. Im man- 
delsteinartigem Angitporphyr vom Monioni nnd von der Seisaeralp zeigen 
sich manche C.-Partien geradlinig nnd oft symmetrisch begrftnzt, so dass 
sich dieselben als Psendom. nach Feldspath erkennen lassen (85) 46, 486. 
Ueber den Marmor von SeUUuiieiii s. (86, V) 70, 907. —Der Mn- 
schelmarmor von Lavatseh isst) wird von Richthofen den Raibler-Sehich- 
ten (obere Trias) zugezählt (86) 12, u». 

Kraln. Adelsherg (ss). Tamnau beschrieb eine Dmse ans der Stalaktiten- 
Grotte, deren grosse, trefflich ausgebildete Kr., die — wie es scheint — 
hier ausschliesslich auftretende Form E besitzen (96) 8, si4. An unvoll- 
ständig entwickelten Kr. fand Scharff auch 4R und ooR angedeutet, sie 
sind wie aus vielen Fasern zusammengesetzt, so dass ooR einem Faser- 
bUndel gleicht; am Gipfel ist R nur in der Kantennähe ausgeglichen, 
die Flächenmitte ist löcherig vertieft *) 

KtetoalMid. Carpaso, oft zolilange, weingelbe Kr. Rs, auf Braunkohle 
(136). — An einem am Strande unweit P»la angelesenen Stalaktiten 
erkannte Haidinger die Reihenfolge der Bildungsvorgänge^ zuerst Absatz 
von mehlartigen Kalktheilchen, dann Anordnung derselben in Fasern 
mit Beibehaltung der Weichheit, endlich Eintritt der kryst Structur. 
Besonders bemerkenswerth ist an diesem Exemplare di^ Deberrindung 
mit zahlreichen einzelnen Zäpfchen, deren jedes die stalaktitische Structur 
besitzt. Das Ganze erinnert an die standenförmigen, nachahmenden Ge- 
stalten. (86) 14, V. 841. 

DalmatiMi. Kalktuff findet sich am häufigsten am Ursprünge der Kerka 
bei TapIgUe und bei allen Wasserfällen dieses Flusses; er wird von 
den Sebenicanem als Baustein benatzt ') 

BdnMtt. Da«Uta (ae), kleine, granlichweisse drüsige Kr. — '/«R, mit 
Mesotyp auf Basalt (140) 29. — Auf der KUmen BoHum bei WSkm. 



>) MiMnlogie 1849, S. 96S. 

*) KiyrtBll vad PiuM. 8. Augsb«, 1868^ m». 

*) F. P0tter, IMMtin, GvOa 1857. 



Caleii. 



79 



LeifMi iand man bis 2V) Z. hohe deatlich aasgebildiete Kr. — sR. cx>P2, 
welche durch ihre Form von den sonst in Basalt-Hohlrftumen auftretenden 
abweichen; sie sind von einer (dünnen grangelben matten Ealkkruste ^) 
Aberzogen, die mit dem unterhalb befindlichen honiggelben G. innig 
zusammenhängt (137). — Marienberg b. A«8si||r M- ^ den Hohlräumen 
des trachytähnlichen Phonolithes ist die gewöhnliche Keihenfolge der 
Drusen-Minerale: Natrolith, Apophyllit») und G. (86 Y.) 67, 84. Abweichend 
hiervon beobachtete Tamnau die Succession: Natrolith, G. und Apophyllit, 
und in diesem Falle bildete der G. säuiige Kr., während er smist vor- 
zugsweise in rhomboedrischen Gestalten erscheint (96) 13, s5o; 12, aee. ~ 
An den G.-Kr. in einem basaltischen Gesteine von Aussig fetnd Scharff 
die Kanten der steileren — • mR abgerundet, so wie cylindrische Gestalten, 
durch eine rauhe Endfläche begrenzt. Als Begleiter des Gomptonit von 
Maaden') (s?) erwähnt er schöne^ bräunliche — sB, auf deren matten 
Flächen vielfach ein flacheres, wahrscheinlich — V ^^ einspiegelt (46) 
62, 69^. — Wesaeln (st) graue, zollgrosse, dicke Tafeln: oR. ~sK mit 
Analcim; Sehima kleine, nette -sR, einzeln und in Drusen. Auf Pho- 
nolith-Trachyt' (140) ss, si. — Presfliiiti (s?, 496), schöne Kryst. odR. 
— V2R9 zuweilen schwarz geiärbt (107). — Von Jeaeüliasthal (st) erwähnt 
Zippe:- «) oB. — V^R» ß) B- ^R, y) ooB. — V,R (140) si, ss, 46. - Ku- 
nitiiger Bg. bei ParduMti, bis 2% Z. hohe und 1 Z. breite Säulen oR. 
ocB in Hohlräumen des Basaltes (86) 12, Y. im. — Die silur. Kalksteine, 
welche in der Nachbarschaft von Prag anstehen, flihren auf Klüften 
bekanntlich Kr., die oft durch eigenthttmliche Gestaltung, so wie auch 
durch 8chalenbildung bemerkenswerth sind; nicht selten erreichen sie 
bei minder vollkommerer Entwicklung ansehnliche Dimensionen; mehr 
weniger tief greifende Erosionswirkungen sind an solchen häufig wahr- 
zunehnmi. Zippe hat die folgenden Formen beobachtet : von 8t. Pankraz 
(sb) tt) blass gelblichgraue, wenig glänzende Vit^? (Fg. 1.), 2—3 L. hoch, *) 
die grösseren durch convexe Flächen fast linsenförmig gestaltet, ß) kleine 
graulichweisse: R. ViB^ls (7g. 7); von Siiehov (ss) cc) grosse rauchgraue 
~V,B. B, ß) ß. -V,B. V.Bs (82, 8$), y) B(P).-.V2B(g)> ViBsct) B»/8(n). 
ooRfc) ( Fg. 9) ; von Kuehelbad (ss), ansehnliche, sehr verwachsene, gelb- 
lich-graue Kr.: B(P). B*/,W> ^^^ drüsigen B-Flächen (pg. s) (140).— 
Hraclioliisk bei PürgUtg, bis 1 Z. grosse, blassgraue linsenförmige mB 
mit gerieften Flächen, in Drusen auf Klüften des kalkigen Thonschiefers 

') Aragonit? 

9) Im Ißa. Lex st, Z 9 ▼. 0. steht irrig Albit f&r Albin 
') Min. Lex. n, Z. 16 t. a. lies Basalt-Tuff statt Basalt. 

*) Vio^ ^^^ ^' "^^ ^th ancli an Kr. a. d. Dmsenr&amen im Melaphyr b. Oberstein be* 
obacbtet (63) 135, &75. 



80 Galcit. 

der Silur. Etage G. Zuweilen sind diese seltenen Kr. mit Baryt-Er. be> 
setzt (114, f.) — In einem Hoffiiungsbaue bei LbelinitE, bis 4 Ir. grosse, 
weisse pellucideKr.: Ru. R"/i4.— VsR. ooRn(l40) Fg. es. — PHbram (ss). 
NeuereVorkommen des Galcit HI sind die folgenden : a) Nagelartige Formen, 
bis 3Z. hoch, durch: Kr. des C. IV: — VtR. ooR lose verkittet^ b) sta- 
laktische Zapfen mit —^/aR besetzt, z. Th. bekleidet mit einer Amiant- 
Haut, welche einzelne Bergkryställchen trägt, c) gelbliche — Va^» ^.uf 
der Oberseite durch Eisenocker ziegelroth gefärbt, bis IVa Z. gross, 
auf Baryt-Tafeln, d) thurmförmige Gruppen von Va^* gdR, stellenweise 
von kleinen Dolomit-Kr. b(^deckt. Vom Galcit lY fanden sich grosse 
Drusen äusserlich ziegelroth gefärbter — Vs^» d^® &^ sammtartigem 
Pyrrhosiderit sitzen und von kleinen Pyrit-Kr. bedeckt werden. Kör- 
nigen Galcit in der Form von Baryt (I)-Kr. lieferte der JUarien-Gg, *) 
(69, a) 81. Auf demselben Gange fanden sich unlängst ausgezeichnete 
wasserhelle Kr., an welchen ich ^VsR^/io selbstständig (bis 20 L. hoch 
und an beiden Enden auf|;ebildet) oder mit untergeordneten oR, —^IJR», 
R, R"'3 und ooR erkannte; sie bilden Gruppen und Drusen auf peri- 
morph nach Baryt (I)-Tafeln gebildeten Wänden, die aus G. und Quarz 
bestehen. (85) 54, 278. Zippe hatte früher schon an kleinen röthlich- 
weissen, auf Quarz sitzenden Kr. die Form — ^^R. RVs i^^^ durchgängig 
gerieften , überdies gekrümmten -VaR-Flächen beobachtet (Fg. 4) und 
vom Drkolnover-Gg. kleine R6 z. Th. in ährenförmiger Gruppirung, er- 
wähnt (so) (140). Ueber schwarze Quarz-Kr. , welche als Einschluss in 
dem „Nagelspath^ neuestens vorkamen, berichtete Zerrenner in (96) 
22, 920. — Auf dem Miehaeli-Gg, zu Mies soll früher G., so wie auch 
Ghalkopyrit, als Seltenheit vorgekommen sein (86) 17, 217. Laube erwähnte 
von diesem F. grosse — Va^) °^i^ völlig zerfressener Oberfläche. G. kommt 
hier, im Gegensatze zu den ähnlichen Lagerstätten von Kseheiis, nur 
ausnahmsweise vor (64) 72, 19. — Wisehkowitz (90), Drusen kleiner 
rauch- bis schwärzlich-grauer Kr. — V5K} ftuf körnigem Kalkstein (140) 20. 
Die tiefsten Bänke der Kalklager in den Steinbrüchen von Ragpe- 
nan bei Friediand*) erscheinen durch beigemengten Serpentin als Ophi- 
cal cit; sie enthalten weiss und grün punktirte Partien, welche theils ohne 
scharfe Begrenzung, theils in grossen Knollen mit oberflächlich schali- 
ger Absonderung, in dem weissen und graulich-weissen körnigen Kalke 
ausgeschieden sind. A. Fri£ erkannte in diesen aus G. und Silicaten beste- 



') Es sind nach meiner Beobachtung Ansf&Uangg-Pseudom. in Quarz-Perimorphosen ge- 
bildet (85) 54, 977. 

') S. Min. Lex. 89s. Ueber die geognostischen Verhältnisse der im Oneiss anftreteuden 
Kalkiger Ton Baspenau und Riechenbarg s. (127) i». 



Calci! 81 

henden SteUen die eozonale Structur und beschrieb dieselbe als Eozoon 
bohemicnm; H. Hoffmann analysirte die einzelnen Constituenten dieses 
Vorkommens, Auch bei RteeheBbnrur (Chrudim SO) kommt das Eozoon 
in kömigem Kalke vor, welcher von Serpentin begleitet wird (86) 16, 
V, 91, (127) M6. Die erste Nachricht über Eozoon in Böhmen gab Hoch- 
stetter. Er fand in dem Kalkstein, welcher zu Krnmaii unterhalb des 
Schlosses ansteht, nesterartige Ausscheidungen kömiger Gemenge von 
C. und Serpentin mit deutlich eozonaler Structur. Dieselben kömigen 
Kalke fahren Quarz-GeröUe und entwickeln, angeschlagen, einen bitu- 
minösen Gerach (85) 53^ 19. 

Ifthren. Ein Analogen des „krystallisirten Sandsteines*^ von Fontainebleau 
und Yon Sievring stammt nach Niedzwiedzki aus den Sand-Ablagerungen 
um M. Ostrav, eine Gmppe aus 9 unregelm&ssig vereinten 17 L. hohen 
~sR bestehend ; auf den Bruchflächen der rauhen, an Kanten und Ecken 
gerundeten Formen mit 47 Proc. Quarzsand, zeigen sich Spuren kleiner, 
gleich orientirter Spaltflächen, eine grössere solche lässt sich aber nicht 
darstellen (128). — Biehaltiti. Kr. Bn und H, letztere zuweilen mehr 
als zoUgross, Hohlräume in Kalkstein-Geschieben, die einem Mergel ein- 
ge4agert sind, auskleidend. Auch die Kalkconglomerate von Chlebowitz 
und Palkowitz enthalten Drusenräume; die wasserhellen Kr. in ihnen 
besitzen prismatischen Typus (98) 3, 29. — Cieladiia« Auf einer Kluft- 
fläche in kalkreichem Sandstein beobachtete Tschermak wasserhelle oder 
weisse Kr. R> ^sR, welche dunkelbraune Kerne in der Form von -.2R 
enthalten; sp. G. = 2*80 (85) 40, II, loe. — Auf der Peezawaka gura bei 
Alttitseheln finden sich analoge Kr. von doppelter Bildung, umschlossen 
von halbkugeligem G. auf Klüften im Teschenit (98) 3, 37. — Itsohina 
bei NeuUtschein, in Pseudom. nach Analcim (s. d.). — Kojetein bei 
Neutitsehein, radial-stänglige Aggregate, nach Haidinger pseudom. nach 
Aragonit; die bis 1 F. langen, aussen meist mit Seladonit bedeckten Indi- 
viduen, umschliessen häufig erbsengrosse, radial -faserige Kalkkugeln. 
Nicht selten ist hier auch ein spangrün gefärbter C. (98) 3, 25. — In den 
carbon. Schichten von Rossltf-Oslawan, im Sandstein, Schieferthon und 
in der Kohle selbst, sind kleine Kr. auf Kluftflächen sehr häufig. Am 
besten sind sie ausgebildet in den Sphärosiderit-Septarien, die in Schiefer- 
thon-Zwischenmitteln lagern; in den Spalträumen derselben zeigen sich 
nach Helmhacker über einander; a) grobkörniger oder stängliger Anthra- 
conit, b) Quarz-Kr., c) Dolomit- und Siderit-Kr. und d) C. in kleineren 
weissen oder wasserhellen Kr. oder in grosskörnigen Aggregaten; gleich- 
zeitig mit oder nach dem letzteren lagerte sich eine Asphalt -ähnliche 
Substanz ab, dann e) Pyrit in sehr kleinen aufgestreuten qoOoo, ferner 
f) ^aphta und als jüngste Bildung g) Hatschettin (86) 17, 206. 

Zepharoyich, miaeral. Lexicon II. ^ 



&-2 Caleit. 

Aus dem-Limonit Bb. zu Niemtsehitz bei Boakowitz stammen sehr 
merkwürdige Stalaktiten, welche wohl zu den schönsten gehören 
dürften^). Es sind individuelle, wasserklare, bis 8 Z. lange Zapfen mit 
glatter, stark glänzender oder schimmernder, damascirter Oberfläche, 
deren Spitze von spiegelnden Er .-Flächen gebildet wird; ich beobachtete 
4R. ~2R. R oder -2R als Zuspitzung und 4R, sowie qdR als Tangenüal- 
Flächen stellenweise auf den Zapfen erscheinend. Diese besitzen keinen 
inneren Ganal, während andere, ebenfalls ausgezeichnete cylindrische, 
individuelle Gestalten, vollkommene Röhrchen sind ; durch spätere Lösung 
der Oberfläche wurde bei letzteren zuweilen der Ganal blossgelegt. 
Diese stalaktitischen, sowie ansehnliche stalagmitische Bildungen er- 
scheinen in Höhlen eines devon. Kalksteines, die gewöhnlich in ihren 
tiefsten Stellen Limonit enthalten, seltener erzfrei sind. Limonit erfEÜlt 
auch Spalten im Kalkstein und ist dann oft ganz von G. durchwachsen 
und in Drusenräumen mit G.-Kr. — 2R ausgekleidet '). — Eine Erwähnung 
verdienen auch die manchfaltigen Stalaktiten aus einer kleinen Höhle 
im Pankwa Th."), unter welchen auch cylindrische Röhrchen vertreten 
sind, deren Ganal leer oder durch G.-Kr. z. Th. oder ganz erfüllt ist, 
während sich von Aussen häufig knospige u. a. Gebilde ansetzten oder 
die reinere Zapfenform herausbildete [88, Pr]. 
Qallzlen. Swoszowlce (93,498). Drusen sehr kleiner Rs mit rauhen, ge- 
krümmten Flächen, gelblich-weiss bis braun, in Höhlungen der Schwefel- 
Mergel-Flötze. Der begleitende Schwefel ist theils älter (derb), theils jünger 
(in Er.) als der G. Dieser erfüllt, nach meiner Beobachtung, zuweilen 
gänzlich die früher vom Schwefel eingenommenen Räume. (8B) 18, 292, 
19, 226. — • Von Lemberg (93) erwähnt Zippe stalaktitische Drusen mit 
honiggelben Er. -.5R (140) 29. 

Der bei Debnlk (Dembnik) (93) gebrochene Marmor gehört nicht, 
wie jener von Czerna (93) dem Bergkalk, sondern, wie Römer gezeigt, 
der mittleren Abtheilung der devon. Formation an (130) 36. •— Marmor von 
rother Farbe, dem jurassischen Elippenkalke angehörig, bricht nach 
Zeuschner's Angabe zu Rogoznik und bei Gzorztyn am Dunajee *.) 

Ealktuff lagert im Thale von Pisarj und Czerna bei Krgeazo- 
wiee und zu Kryniea bei Sandee % — Bochnia. Aus dem Sutoris- Schachte 



1) Ich yerdanke solche, so wie ülittheilangfeü thet den F. den Benzen S. Ötisam in PH» 
bram nnd Erentzr 'in Blansko. Diese prachtroUen Stalaktiten reüien sich jenen ans 
der cnbaniBchen Höhle Bellamar an, die dnroh ▼. fiaih geschildert wurden (63) 132, n» 

*) Von diesem F. hat Glocker interessante stalaktitische Qnarsbildnngen beschrieben, s 
Min. Lex. sei* 

') Nach Erentzr zwischen dem Pnnkwa-Ansflnss nnd dem Fnsswege znr Mazochi. 

^ Poczatki mineralogl», Warszawa 1861, — Vrgl. Nenmayr, Jnrastndien (86) 21, 46 ff. 



ü«lcit. 83 

erhielt ich einen, wie die Analyse ergab, durch Kieselsäure gehärteten 
nnd dnrch Eisen gefärbten Kalktuff, der sich aus einem Quellwasser 
an den Innenwänden eines Holzgerinnes abgesetzt hatte. (46) 62, 65. 
XJngmm, Herngnind (m). Eine Psendom. von 0. nach Aragonit-Drillingen 
wurde von Rath beschrieben (46) 60, 57S^). — Poinik, Kalksinter, in sta- 
laktitischen und .dickknolligen Gestalten auf alten Halden. — Kremnitz, Kr- 
aof Quarz, mit Pyrit u. Braunspath ; der G. bildet meist die Unterlage von 
Braunspath-Kr. und ist oft in solche umgeändert. — Königsberg, Kr. 
in Drusen, mit Amethyst und Pyrit [104J. — Im Erzreviere von Schein - 
nttz und Hodritsch (94), sowie allenthalben im Andesit-Gebiete, hat 
man nach Peters den G. (a) in Klaften des Nebengesteines, von jenem 
(b) auf den Erzgängen zu unterscheiden, (a) Das allgem. Gombinations- 
Schema der farblosen oder gelblich-weissen Skalenoeder, in Drusen auf 
den Gesteins-Klaften, ist folgendes : Rs. Bs. . . . — 2 R s. . . . V4^. <>^- — Va^- 
. . . — R. — '/jR. — «R. */jR . . . K. 4R. ooR. Seltener ist der rhomboedrische 
Habitus vertreten in farblosen Kr.: VsR- '/4R. oR. — V«R9 (^)> ^^ wein- 
gelben Drusen --"/«R. —Ris(?) und in bis 2 Z. grossen Kr.: R. — Vs^- 
(b). Die Erzgänge bieten 3 Altersstufen des G. Die älteste Bildung, der 
Galcit I in den Formen Rs oder — 2R, oder %R, ist niemals gänzlich 
unversehrt geblieben; ihm folgten, wie es scheint, gleichzeitig mit der 
ältesten Baryt-Generation, Quarz und Braunspath (I), von denen man so 
häufig Umhüllungen, Abdrücke und Pseudom. nach G. findet. Dem jün- 
geren Galcit U gehören traubige und kuglige Aggregate von ~VsR. R» 
dann — VfA. ooR., sowie R an, zumeist über Dolomit-Drusen folgend. 
Der Galcit HI ist durch skalenoedrische Gombinationen kenntlich: Rs. 
R5. 4R . . . ^I^B^ — 2R, welche vor oder nahe gleichzeitig mit den schönen 
Amethyst-Kr. vom Johamnes^Sehaeht und Pachtr-StolUn entstanden und 
zuweilen durch einen sehr jungen Dolomit oder Quarz überkrustet sind. 
Ein jüngster Galcit lY, nur local auftretend (Theresia^Sehaeht, Anton 
van Paäua) erscheint in feinen wasserhellen Kr. — Va^ odR, welche ro- 
settenförmig gruppirt und von BergkrystäUchen begleitet sind. Von anderen 
dem Alter nach, nicht näher zu bestimmenden alten Vorkommen erwähnt 
Peters: odR. oR, dem Andreasberger „Kanonenspath" ähnlich; femer 
„Papierspath^ und „zerhackten G.'^, letzterer in den Drusen-Zwischen- 
räumen des Baryt I und in den Spaltklüften desselben abgesetzt. (46) 61, 
440. Zippe hat von Schemnitz die Gombinationen a) — sR(f) • Rsor) und b) 
Ri5. oR. 7,R. abgebildet (Fg. is, es), ausserdem erwähnt c) oK. odR ; d) 
13R. R»,a. — */iR nnd e) ooR. 4R. R*/,. Rs (140) 39, 49; s. a. (48) IH. 41 
und VI. 83. — Yisegrad (95) schöne Kr. in Trachyt-Hohlräumen. Im Tra- 



1} Miedenrbein, Geaellsch. f. Natnrlc. z. Bonn, 1860, Juli. 

6* 



B4 Calcit. 

chyt der Umgebung kennt man ebenfalls C. bei Bogddny am rechten 
und bei Szobb am linken Ufer der Donau, sowie bei TolmAes unweit 
Neoffradf an den 3 letztgenannten F. von Ghabacit begleitet. — Im 
MarxengraJbtn gegen den Lindenberg bei Ofen (95)» B& in Zw. nach oR, 
zuweilen bis 5 Z. hoch, auf Klüften in dichtem secundären Kalkstein 
[141, w]. — Dobschav, Kr. von rhomboedrischem, skalenoedrischem und 
säuligem Habitus, in Drusen mit Smaltin, Ghloanthit, Chalkopyrit und 
Azurit; derb mit Turmalin, auch mit Quarz und Ankerit. — Kotter- 
bach und Poräcs, schöne Kr. als Seltenheit auf Quarzdrusen. •— Ara- 
nyidka (95), zuweilen schöne Kr. mit Antimonit, Pyrit und Blende [104]. 
— Der C. des Reviers von Nagyb&nya unterscheidet sich nach Peters 
nicht wesentlich von dem Vorkommen zu Schemnitz und liefert durch 
die gleichen Beziehungen zum Quarz, Baryt und Dol<hnit einen neuen 
Beweis für die Identität der Processe in den Erzgängen der beiden so 
weit entfernten Districte. Die jüngere, dritte Generation ist hier sehr 
einförmig und durch Büscheldrusen des Es, welches sich fast stets polar 
in viele Spitzen zerfasert, charakterisirt. — Auf dem GeorgstoUner-Gg, zu 
Feketeb&nya zeigt sich von jüngerem C, R in prachtvollen mit Quarz ver- 
wachsenen Drusen, femer R. Rs und R. ~Va^ ^^ Gruppen über Quarz- 
drusen. — Von Kapnik (95) stammen schöne Drusen von aR mit 5 L. Kan- 
tenlänge; oft in Combination mit R3, vermitteln sie den Uebergang zu 
den gewöhnlichen Büscheldrusen von Rs. Dieser jüngere 0. zeigt sich 
auch als Ausfüllungs-Pseudom. in den von gelber Blende überdrusten 
Formen des älteren C. (I). [46] 61, 443. Von Kapnik erwähnte Zippe 
Drusen blass-rosenrother Kr.: -.5R (140) 89; auch kommen hier in Dru- 
sen ausgezeichnete mR und mRn vor, mit Braunspath und Quarz; fer- 
ner kömige und stänglige Aggregate (104). — Als F. von Cl-Kr. hat 
B^zbänya (95) niemals eine Bedeutung erlangt; einige bemerkenswerthe 
Varietäten wurden von Peters beschrieben, so die seltene Forin 00P2. 
Rs. R auf Neocomkalk, dann Rs, mit durch Chalkopyrlt-Theilchen mar- 
kirter Schalenbildung, auf Tremolith, und sehr flächenreiche skalenoe- 
drische, wasserhelle Gombinationen mit Desmin (s. d.). Körniger Calcit 
erscheint allenthalben als Umhüllung und Ausfüllungsmasse der Erz- 
stöcke und als Contactgebilde der Syenit- und Syenitporphyr-Stöcke, 
welche in dichtem (Jura-) Kalk auftreten ; local sind diese Contactzonen 
ausgezeichnet durch ihren Gehalt an Kalksilicaten, Grossular, Wollas- 
tonit, Tremolith u. s. w. (124) 148. — Kapriora a. d. Maros^ ansehn- 
liche Kr. von gelblicher Färbung, welche über 10 Pfd. im Gewichte er- 
reichen, Gombinationen von mRn und mR. im Kalkstein der Kreide- 
formation (141, w). — Cziklova (97), sehr schöne pellucide Kr.: Rs. 
V4R3. -VjR« ~2R (46) 62,711. Der F. dürfte fraglich sein. — MoldoTa 



Caicit 85 

(97). Zippe hat Kr.: R3(r). odR(c). — ^/tRCqp) > V4R3(t),— Vjßscs). -8R(f) ab- 
gebildet (140) Fg. 59. 

Der bei Sfitt5 (96), Bafot, Maroth, Tiirdos, Totis gebrochene 
rothe „Graner^- Marmor gehört nach Peters den Adnether- (Lias-) 
Schichten an (86) 10, 491. 

üeber die Tuffbildnngen im oberen Waagr Th. (96) s. (86) 18, 
481. Ealktaff findet sich ferner als Absatz der Thermen von Totls (96); 
zwischen Almas und Szomod nnd bei Sfltt5 ausgedehnte Terassen von 
weissem, horizontal -bankigem Kalkstein bildend; am Hara*^ Erdo b. 
Süttö wird er als weisser Marmor gebrochen (86) 10, 51s. — Der Festuvgs- 
htrg Yon QfeA (96) wird von einer Tuffbank gekrönt; an einer Stelle 
fand man in derselben einen ausgezeichneten Erbsenstein (sp. G. = 2*88), 
wahrscheinlich Yon einer aufeteigenden Therme gebildet (86) 1% iss, 465, 
Siebenbttrfl^en. Bodna (ss). -R. — 2B. oR selten in Drusenräumen, auf 
den Erzlagern (86) 15 F., 186. — Nach Levy fand man im Bb. von Offen- 
bAnja (96) das flachste unter den einfach Yorkommenden Rhomboedem: 
— VsR iu rosettenförmigen Drusen; auch schöne Drusen weisser R5, 
Vs— IVa ^' ^oss, stammen von diesem F. (140) 29, so. Neuerer Zeit 
sind daselbst ausgezeichnete Kr.: xR. — Vb^ ™i^ Tetraedrit, Galenit, 
Pyrit und Blende vorgekommen (46) 61, 903. ~ Ganz ähnlich den aus parallel 
gestellten Rs aufgebauten, spiessigen, Schwert- und Hellebarden-ähnlichen 
Formen (96), am freien Ende bisweilen durch ein —Va^ oder Rs. —Vi^ 
gekrönt, zeigen sich auch Sammelformen, deren Elemente parallel auf- 
gethürmte — Va^* ^ ^ ^^d- Zuweilen bemerkt man aufsitzenden jüngeren 
Baryt. Gelegentlich der Beschreibung einer Pseudom. von G. nach Ara- 
gonit aus der Emeriei Grube (e. F.), erwähnt Peters, dass auf den 
Lagerstätten um Zalathna, Nagyag, Toroczko u. s. w. die Umsetzung des 
Aragonit in G. ganz allgemein zu sein scheine, da sämmtliche daselbst 
vorkommende Eisenblüthe in G. umgeändert ist (46) 61, 445. Auch G. Rose 
hat Beobachtungen über diese veränderten Aragonit -Kr. mitgetheilt 
(63) 91 , 151. In verlassenen Grubenabtheilungen bilden sich aus herab- 
träufelnden Wässern an der Sohle die 9 Vogelnester^, eigenthümliche Kalk- 
sinter, mit kleinen eckig-eif&rmigen Körpern (85) 57, 901. — Yerespatak 
(98) Rdkasi'Qrube, zierliche kleine mR mit Braunspaih und Quarz auf 
dichtem Rhodochrosit (104). — Nach Rath kommen zu FaoiebiO ^^^ 



* Bezdglich der Pseadomorphosen von C. nacU Gaylnasit (HaidingeT) anii der TH^a- 
E8hk bei H^muuiees ( n) mag daran erinnert werden, dass nach Desoloizeanx die 
bekannten Psendom. yon Sangerberg keine Aehnlichkeit mit Gaylnssit besitzen nnd 
wahrscheinlich anf Cölestin sn beziehen seien (nach Kenngott w&ren dieselben 
Psendom. nach Oype). An Ähnlichen C.-Psendom. ans Ostfriesland erkannte G. Tom 
Bath ebenfalls Cölestin-Formen (63) 135, ms, (8S) Ergftnz. Bd. V. 443. 



86 Calcit ~ Caledooit. 

Chalkopyrit begleitete Zw. vor, ähnlich jenen von den Faröem, die auf 
den ersten Blick eher Zw. von Gyps als von C. gleichen; diese Faröer- 
Zw. werden im wesentlichen von 2 Skalenoedem Rii gebildet, welche 
durch das Vorwalten zweier opponirter Fl&chen eine scharf meisselför- 
mige Gestalt erlangten nnd in einer Fl&che —^Ifi vereinigt sind (63) 
132, 550. — Teker5 (96), feinkörnig, granlichgelb in Psendom. nach Augit- 
Kr.;: P. ooP. oo^od, in einem Gesteine, welches nach Tschermak ein ver- 
änderter Augit-Porphyr sein dürfte und in einer rothgrauen, erdigen 
Grundmasse neben den Pseudom., zahlreich kleine Mandeln von weissem 
G. enthält. Im „Trachytporphyr^ von Offenbiaya finden sich Feldspath- 
£r., die in ein Gemenge von G. und kaolinartiger Substanz umgeändert 
sind (85) 46, m- — Von Boifza (se) erwähnt Zippe Kr. : .5R (140) 29. — 
Nagyag (se, 498). Auf Rhodochrosit sitzt häufig weisser C. in sehr kleinen 
Kügelchen, zuweilen erscheint er auch in den nagelähnlichen Formen 
des Pribramer ^^Zweckenspathes^ mit der Spitze nach abwärts gerichtet 
(86) 16, 19. Die z. Th. ausgezeichneten Er. finden sich gewöhnlich aul 
Drusen von Rhodochrosit und Quarz. Derbe, kömige bis dichte Massen 
bilden auf einigen Klüften die Gangart, in welcher die Gold- und Tellur- 
erze eingesprengt sind (104). — In den Klüften des Nebengesteines der 
Erzlagerstätten von Zalathna (98) fanden sich ehemals Drusen mit —Va^ 
getragen von einem, aus — Va^ aufgebauten, -4R, dann grosse Säulen 
R9. aR' 4R. -V&R* geschlossen durch ein ~mR oder durch oR, so wie 
die Combination R9. 4R. — sR. oR (46) 61, 444. 

Caledonit, Beudant. 
D. 625. N. 277. 

Min. Lex. 99. 

SlebenbOrgen. Dolea^) bei Rdzbdnya (99). Nach Peters ist der C. ein 
steter jüngerer Begleiter des Linarit, aber als entwickeltes Mineral viel 
seltener als letzterer. Spangrüne, höchstens IV9 L. lange Kr.: oP(c). 
aoPao(a). oöP(in)> P^ce). Vs^C») fanden sich vollkommen erhalten, neben 
anderen die eine Gerussit-Rinde trugen und unter derselben weisslich 
trübe waren. Solchen Exemplaren ist die Succession : Galenit , Linarit, 
Galedonit, Cerussitsehr deutlich zu entnehmen; an anderen zeigten sich 
wohl erhaltene C.-Kr., während der darunter befindliche Linarit beinahe 
ganz in einem locker kömigen Malachit-fahrenden Cerussit aufgegangen 
war (124) 170. Aus Schraul's Messungen an Kr. von diesem F. ergab 



') Der Bb. za Dolea liegt 1*/« Meilen aftdöstlich von Bezbiuya, unweit yon der ungari- 
sehen Grenzet anf siebenbürgischem Gebiete. 



Cakdonit — CeroBsit. B7 

sich für den G. das monokline System, mit ac = 89^18', wodurch auch 
die früher räthselhaften Abweichungen der verschiedenen Winkel eine 
Erklärung finden. Es sind nämlich die meisten Kr. Contact-Zw. mit oP 
als Zw.- und Verwachsnngs-Ebene nnd entstehen dadurch ein- und aus- 
springende Winkel auf aoPao von 178»36' und auf «P von 179"3', welche 
auf diesen Flächen doppelte Reflexe zur Folge haben. Das obige Schema der 
Formen ändert sichjnun in oP(c). ooP« (»). c»P(m)> + Px> (17, e). + Va^C*» ^h 
im Ganzen wurden 23 Formen, von welchen mehrere fraglich sind, beob- 
achtet ; weitere Untersuchungen an vollendeten Er. sind noch zur Sicher- 
stellung ihrer morphologischen Verhältnisse erforderlich (85) 64, 179 ^). 

Cancrlnit, g. Rose. 

D. 329. N. 364. 

Siebenbürgen. Ditro, blass fleischrothe, nach ooP vollkommen spalt- 
bare Partien, mit blauem Sodalith (s. d.), Orthoklas und grünlichgrauem 
Eläolith, als wesentliche Gemengtheile des „Ditroit" genannten Gesteines ; 
sp. G. = 2 42, (85) 44, 134. Tschermak's Analyse s. a. (101) 829. 

GarnalUt, h. Rose. 

D. 118. N. 231. 

Oalizlen. Kalim, kleine Mengen von C, sowie auch von Kieserit, 
fand man jüngst im Kainit. Tschermak sieht in denselben die Ueber- 
reste von Ablagerungen dieser Salze, welche einst, wie in Stassfurt, die 
obere Abtheilung der ganzen Salzformation eingenommen haben mögen, 
und später durch Einwirkung von Wasser sich in Kainit und Ghlormag- 
nesium umsetzten (85) 63, aos. 

CernSSlt, Haidinger. 
D. 700. N. 275. (Weissbleierz, Bleicarbonat.) 

Min. Lex. 99 und 498. 

Steiermark. Felstrlti bei Peggau, stark glänzende Eryställchen P. 
2Pd5'» ooP. QoPl. ooPoS', meist in Zw. auf feinkörnigem Galenit; letzterer 
(8. Min. Lex. 152) tritt in devon. Schiefern auf (141, t). — Baierdorf 
unweit Neumarkt, schöne Kr. mit Galenit (s. d.). 

K&mten. Olsa. In kleinen Hohlräumen im Boumonit haben sich Er. von 



■) In der Tabelle S. 185 and 186 sind bei den Nanmann^echen Symbolen die Voneichen 
der Hemidomen und Hemipyramiden in die entgegengesetzten zu yerftndem. Die bei 
Cs)-'/,P, (r)--P nnd (t)-»? angegebenen Neigungen, S. 185, beziehen sich auf (b) 
ooPoo t (c) oP und (m) »P und ist tm = 13" 7«, sowie (S) zP« : (a) ooP« = 34«» 51' 7 '. 



88 

C. and Ton Malachit angesiedell Vom C. beobachtete ich 3 Generatimieii: 
a) grossere weisse missgestaltete Kr. b) tafeUge odo' prismatische For- 
men und Nadefai und c) w€hl gebildete Zw.-Kreoae dOnner Taidn. 
Kleine Kr. des Bonmomt sind zuweilen mit G.-Krystallchen dicht besetet. 
Hänfig als Aosf&nnng Ton Klflflen und Höhlongea im Bommonit. (85) 
51, iit. — Im a. Bb. an MelbltMh im Wüdbaek Tk. bei Straaabmrff, 
(115) 4^ 129. — Bleiberir (99). Ein Exemplar der Pester üniY.-Saml. aeigt 
in einem Drosenranm aoi Galenit^ mehrere bis 7 L. lange furblose S&olen, 
die nor ans 4Pao mit nnyoUkommenem P an den Enden bestehen; klei- 
nere Kr. weisen noch sPao und odPqo anl Als Parasitea erscheinen 
auf den «Poc'-Flächen kleine pyramidal aasgebildete P. sPao' (46) 61, «». 
Böhmen. Harrachsdorf (im) s. (Galenit — Ober-Soehlltiy kleine sehr 
dentlichc demantglänzende Kr. oder kryst. Partien von perlgrauer bis 
licht nelkenbraoner Farbe, and starkem oft metall&hnlichem Wachs- 
glanz; häufig anf der Kupfererz-Lagerstätte (86) 10, 91. — Messungen an 
Kr. Yon Pribram (ioo> 498) hat Kokscharow ausgefiahrt (119) 6, iis —121. 
Die oberen Horizonte am Kreuzklüfter ^ Fundgrübn^- und Sehwarz- 
grübner-Gg. lieferten bisher zumeist den C; auf den beiden ersteren 
Gängen, auf denen sich der Abbau zuletzt mehr gegen die Teufe bewegte 
ist aber das Vorkommen im Vergleich mit irOheren Jahren bereits ein 
selteneres geworden. In Ueberzfigen auf C. Ejt. fcmd Babanek Pyrit (als 
feine Haut) und Calcit (135) 72, 37. Successions-Beobachtungen an neueren 
Anbrüchen s. (69, a) 56. — Littengrfin. ooPao . P. odP^ in Zw., wie sie 
ebenfalls zu Bleistadt (101) Yorkamen. An letzterem Fundorte auch 
büschelförmig geeinte weisse Nadeln mit Seidenglanz. Zuweilen ist der 
C. in Galenit verändert (107). — Zu Mies (100) finden sich nach Laube 
2 Varietäten der Zw. an verschiedenen Stellen des Bb. ; (A) Die Frisch- 
glück-Zeehe liefert Contact-Zw. und Drillinge grosser brachydiagonal- 
säuliger Kr. , die zumeist vereinzelt mit Quarz auf Galenit erscheinen. 
(B) Aus der Lang enzug- Zeche hingegen stammen nach der Hauptaxe 
verlängerte Penetrations-Zw., die oft dünnsäulenförmig werden und einen 
hexagonalen Habitus annehmen. Zuweilen von kleinen braunen Pyro- 
morphit-Kr. begleitet, sind diese Zw. in Drusen auf faserigem braunen 
Baryt, der Galenit als Unterlage hat, aufgewachsen. Ein drittes Vor- 
kommen in Bündeln parallel geeinter, nadelförmiger Individuen, von 
weisser Farbe mit lebhaftem Seidenglanze, hat manchmal das Aussahen 
einer ümwandlungsform der letzteren Zw. (B), da sich ein denselben 
entsprechender Kern von dunklerer Farbe und grösserer Pellucidität zu- 
weilen in der Mitte der Nadel-Aggregate zeigt. Diese Varietät findet 
sich gleich (B) auch einzeln auf Quarz aufgewachsen. Von den Zw. 
dürften die erst genannten (A) die älteren sein, da sie unmittelbar auf 



GeruBsit. 89 

Galenit sitzen (6i) 72, 19. — Im Bb. zu Welka bei Mfihlhaiiseii, ^au- 
weisse derbe Partien, seltener büschelig gmppirte Säulen von gelblich- 
weisser Farbe; mit Galenit (s. d.) und Quarz (121) 19, 409. 

Bukowina. Kirllbaba (loi). Ein neuer Anbruch in dem Bb. daselbst 
lieferte ausgezeichnete, bis 7 L. hohe, gelblich- oder graulich-weisse, 
pellucide Kr., die einzeln oder gruppenweise nur mit geringen Theilen 
auf einem quarzigen Gesteine oder Glimmerschiefer haften und daher 
fast vollständig ausgebildet sind. Eine säulige Entwicklung nach der 
Hanptaze, zuweilen gleichfalls nach der Brachydiagonale, ist ihnen eigen; 
stets sind es Zwillinge nach ooP, wobei manchfaltige Fälle der Wieder- 
holung und Ausbildung rorkommen und sich häufig das Zwillingswesen 
unter dem Aeusscren eines scheinbar einfachen Er. verbirgt. Meine 
Messungen wiesen in den Gombinationen 12 verschiedene Formen nach ; 
von diesen ist P^ früher nicht beobachtet worden (85) 62, 4S9. 

Ungrarn. Jaszena (loi), in Er. und erdig, mit Calcit, Pyromorphit und 
Quarz. — St. Andre bei Neusohl (loi) Er. mit Galenit und Limonit auf 
Quarz. — Elsenbach b. Sehemmeg, e. Y. kleiner Er. mit Pyromorphit 
auf Galenit [104]. — Im vor. Jahrhundert ist G. in Windisehleuteny 
ModerstoUen und auf Alt-Antoni bei Sohemnitz (loi) nicht selten vor- 
gekommen: einfache Eryställchen, Vi^*«. Pao. P. ooP und Wirtelzwil- 
linge, welche in einem sehr porösen und zerfressenen Quarzgesteine 
sitzen; der Galenit darin ist fast ganz zerstört, der Ghalkopyrit z. Th. 
in Malachit und Limonit umgeändert. Auch in, von Pyrit-Er. ooOco 
stammenden Hohlräumen im Quarz von Windischleuten hat sich G., von 
Malachit begleitet, angesiedelt. — Die Er. aus dem a. Bb. von Plla (loi), 
in zerfressenem derben Galenit oder in Gemengen von Galenit und Ghal- 
kopyrit, sind mitunter pyramidale Formen P. 2Pa5'> Vi? und wurden 
oft als Anglesit, von dem sie nicht leicht zu unterscheiden sind, ausge- 
geben [46] 61, 658. — R^bänya (loi). Auf den Erzstöcken kommen 2 
getrennte Generationen vor. a) Der ältere G. reichlich vertreten, in 
derben Massen, mit Limonit, Malachit, GhrysokoU u. s. w. , auch als 
Umhüllung von Galenitbrocken (mit Anzeichen hexaedrischer Spaltbar- 
keit); seltener in Er., oft 5—6 L. gross, mit trüber in's gelblichgraue 
oder weingelbe ziehender Farbe; Peters fand an solchen eine Gombi- 
nation von 15 Formen; b) der jüngere G. in wasserhellen, ebenfalls 
üächenreichen Er., welche auf Malachit, Hemimorphit, Wulfenit oder 
derbem G. sitzen. Nadel- und stängelförmige Er., mit oder ohne Ma- 
lachit, gewöhnlich mit Eisenocker belegt, gehören vielleicht einer dritten, 
jüngsten Bildung an (124) 154. Die flächenreichen Gombinationen, welche 
Lievy abgebildet von Eörösbänya (48) T. 55, Fg. ss und 28 stammen, 
wie aus den Begleitern folgt, von B6zbänya. 



90 Cerassit ■— Chabacit. 

Slebenbtofl^ML In den höheren Horizonten des Bb. zn Dolea bei £Uz- 
bdnya kommen nach Feters ausgezeichnete derbe Varietäten, aber selten 
Kr. vor (s. Galenit). — . 

Gerrantit, Dana. 

D. 187. N. 505, Antimonocker. 

Dieses Zersetzungsgebilde des Antimonit wird als Begleiter des- 
selben, von folgenden Fundorten angegeben^): Sonnberg bei Mittenill 
in Salzburg; Guggenbüehel und Bostkal im Tolder-Th., bei Matrel, 
im Trlns- und Gnitsoh-Th« bei Steinach, im Puster-Th* bei Lengberg 
xidA KriaaTithen, in Tirol; Krasnahora (Schönberg) in Böhmen, dieAn- 
timonit-Er. aus dem Bb. daselbst sind bisweilen z. Th. oder ganz in C 
verändert; der a. Bb. am Mühlberg zwischen Heinsendorf und Altstadt 
in Mähren; Pemek, Mite, DubrarA, Magnrka in oberen Teufen mit- 
unter in dichten Massen mit Antimonit und Azurit (104), (86) 18, 257, 
Aranyidka grosse Mengen in oberen Teufen auf Antimonit, in alten 
Bauen und auf Halden (lOl) und Telkib&nya, in Ungarn *) ; Gsert^d, 
Macsesd, Toplleza und Nagjag in Siebenbürgen. 

Ghabaclt. 

D. 434. N. 339. 

Min. Lex. 108 und 498. 

Tirol. Schöne, grosse Er. fanden sich neuerer Zeit auf der Selsser Alpe 
(102, 496) am Puflerloehe, für sich oder mit Desmin, Comptonit, seltener 
mit Analcim (49, a), — Fassa. Am Nordabhange des Monzoni (los), an- 
geblich über der Sennhütte, findet sich nach Bichthofen C. auf Klüften 
im Hypersthenit (129) 257* Hof mann's Analyse von Fassaner-C, sp G. =2*l^ 

S. (128) 816. 

Böhmen. Bei B<)hm.-Lelpa am SpUz-^ Kahl- und Neubauer-Bg,, in 
gleicher Weise wie am Kautner Bg, (102). Schöne Drusen mit viel grös- 
seren, bis V2Z. hohen Er. fanden sich neuerer Zeit bei Pihl in Phono- 
lith und bei Sehwoyka in Basaltwacke ; die weissen an den Kanten durch- 
scheinenden Kr. erscheinen stets einfach, die wasserhellen gewöhnlich 
in Penetrations-Zw. (137). — Bfibendorfel (102). Damour untersuchte den 



I) 6. Hin. Lex. S 81—24. 

*) Im Min. Lex. S. 23 und 24 ist Antimonocker anch von Eremnitz and von FelsSbinya er- 

wfthnt. Blum bestimmte die aus dem Antimonit hervorgegangene Masse dieser Psendom. 

spftter als Stiblith (s. d.). Der C. von manchen der obigen F dürfte sich wohl 

auch bei n&herer üotersnchiiDg als Stiblith erweisen. 



Cbabacit - Chalkanthit. 91 

G. von diesem F. bezüglich des Verhaltens seines Wassergehaltes bei 
höherer Temperatur (103) 409 ^). lieber die Kr. s. (46) 36, 648. — Aussig (ks). 
Ueber die polyedrische Beschaffenheit der B-Flächen s. Scacchi's Be- 
obachtungen (96) 15, 51. Analysen, sp. 6. = 213, s. (128) sie. — Knehel- 
bad. Die zahlreichen, mit kömigem Galcit erfüllten Klüfte im Diabas 
sind zunächst den Kluftwänden mit kleinen, fast durchsichtigen G.-R 
bekleidet; ebenso erscheinen auch Analcim-Kr. und kleine rhombische 
Tafeln von Prehnit (64) 60, 137. 

Muren. Am Fusse des Weissenatein-Bg,, auf dem Wege von Nieder- 
ZSptaii nach Maraehendorf, mit Stilbit, nesterweise in einem Amphi- 
bolgesteine (141, z). 

Vngmnk. Sohenmitz, bei der Silberhütte unterhalb Steplitzhof, auf Klüf- 
ten in tertiärer Trachytbreccie (86) I6, 301. Wahrscheinlich ident mit 
dem Vorkommen bei dem benachbarten Stephani'Schaehtey s. Min. Lex. 
102. — Auch zwischen Dilln und Koxelnik fand man G. mit wohl aus- 
gebildetem Stilbit, in einem lichten Tracbyte. — In der Gegend von Yise • 
grad (103), nicht selten in den Trachyten, welche Kalkfeldspath als Ge- 
mengtheil enthalten; in ihnen findet man den G. auf Klüften oder in 
Drusenräumen, welche zunächst der Oberfläche liegen, während er in 
grösserer Tiefe vermisst wird. Die schönsten Kr. stammen von Tolmäes^'ßß 
R, mit bis 6 L. langen Kanten, sind von Desmin u. Galcit begleitet, ebenso 
auch die kleineren Kr. von Bogdany. Die ausgedehnten Trachytbrüche 
am Sägh-Bg. bei Szobh liefern wasserhelle R, auch R. — Vt^^ ^^^ E^^^' 
liehen Galclt-Kr. begleitet'). Das im Min. Lex. 499, erwähnte Vorkommen 
Ton 8z, Änär&a (Szentendre) kleiner R mit federartig gerieften Flächen, 
gehört demselben Trachytgebirge an. — Am Guttin-Bg. bei Nagybäny a 
ebenfalls im Trachyte [141, w]. 

Chalkanthit 

D. 648. N. 310, Kuplervitriol. 

Min. Lex. 1' 3. 

K&mten. Molbitsch im Wüdbach'Th, bei Strasahurg^ in einem a. Bb. 

mit Tetraedrit und Ghalkopyrit (115) 4, 199. 
Bdbmeii. Auf den Halden des Bb. am Giftberg bei Komarow, aus 

Ghalkopyrit entstanden (85) 59, eio. 



*) Ann. de chim. et de phjrs. 53» m7> (39, h) 77. — Descloizeanz opt. Untennclinng von 

böhmisclien C-Kr. g. (103) «09. 
*) Földtani Közlöny, 1871: Szabö, Die Cliabacifte in den nngarischen Trachyten. 



92 Chalkanfhit - Chalkopyrit. 

Unfl^am. Sehemniti, in alten Bauen, nierförmige und stalaktiüsche Mas- 
sen, Ernsten und Ueberzüge anf Grabenholz, mit Goslarit und Melan- 
terit. — SehmSbiitB (104), grosse Stalaktiten und nierförmige Ueberzüge 
im Bb. auf den Kieslagem (104). — B^b&nja im Reielunstein-Bb. 
(Yalle sacca) und in alten Gruben, kmstenformig, stalaktitisch, auf stark 
zersetzten, verschiedenartigen Unterlagen (124) les. — Bo^nacska, 8sAszk8, 
nach Schröckenstein. 

Siebenbttrfl^en, Im LadislaüStoUen des Blei-Bb. von Kis-Minicsel ist 
G. häufig vorgekommen und seine Bildung wohl durch Zersetzung von 
älteren knpferhaltigen Substanzen, die jedoch daselbst nicht bekannt 
sind, veranlasst (112) S, ist, (86) 13, 41. 

Chalkolith, Wemer. 
D. 585, Torbenerite, N. 301, Eupferuranit, Uranglimmer z. Th. 

lÜB. Lex. 460. 

Böhmeil. Die F. dieses Minerales sind im Min. Lex. 460 unter Uranit ge- 
nannt; s. a. Fritzscheit. — Ghalkolith-Er. von Sohlagfr^nwald (460): 
oP. VsP- Vi^* P. wurden von Eokscharow gemessen *). — Einen Uranglim- 
mer von JoaoliiiiistiiAl (4eo) hat Levy abgebildet (48) T. 76, Fg. e. 

ChalkOpyrlty Henckel. 
D. 65. N. 561, Eupferkies 

Min. Lex. 104 uni 499. 

Oesterreloh. Grossau^ Bb. im Thale von Reichenaii, %(P) mit stark ge- 
rieften Flächen und derb, mit Siderit (135) 113. — Hallstatt» Sdlzherg, 
einzelne % L. grosse Er. VaC^) °^i^ ^^^ gerieften Flächen, als Selten- 
heit auf Eieserit aufgewachsen, wo derselbe mit Steinsalz in Berührung 
tritt (85) 63, 321 *). 

Salsbnrff . Mitterberg bei MüUbaeh (104), bis über 1 Z. grosse Er. %(P) 
mit Quarz und derbem C. auf Siderit; derb in grösseren Massen, stellen- 
weise mit Spiegeln (118). — Birgstfin, Bb. bei St. Johann, derb von 
Pyrit und Calcit begleitet, eingesprengt und einige l^nss mächtige Zonen 
bildend, in Quarzlagem, welche kryst. Schiefem eingeschaltet sind (86 F.) 
67, 875. — In Grossari, Kardeia (104) und am Harhach Bg. bei Hfltt- 



*) Materialien b. Mineralogte RoBslands, Y BdMsa. 

') üeber das Vorkommen yon G. in den Salslagerst&kfcen Ton Annee und HaU, s. Min. 

Lex. 109. 
* Chalkophyllit (Kupfer^Iimmer) (im) soll nach Dana's Angabe in Ungarn, za 

Hermgrand in kleinen Kr , nnd in Moldoya vorkommen (191) 571. 



Clulkopyrit. 93 

MhlaiT» ^' Vs(P)» zuweilen mit »Vs(^)} ^^ Quarz und Pyrit auf Ghlorit* 
schiefer. - In Gasteln, am Bockhart im Naasfeld, %(P), -.Vt(P)> z- i^h. 
angelaufen, auf körnigem Pyrit. — Bierzbaeh Bg, in Fosch, mit Pyrit, 
Galenit und Quarz [118J. 

Xtenteii. Olcui und Maria Waltsoliaeli, auf den Limonit- (Siderit-) Lager- 
statten (114). — MolMtseh im Wüdbaeh TA. bei Strassburg, a. Bb. mit 
Tetraedrit, Malachit und Chalkanthit (115) 4, 199. — D511ach, mit Pyrit, 
lagerförmig im Glimmerschiefer. — Pltseherken bei Keotschach. — 
Tli5rly mit Cnprit und Malachit auf Quarzadern [114]. 

Tirol. Bei Wiltan und im Mttlilthale, derb, eingesprengt im Phyllit, mit 
Azurit und Malachit (86) 19, ju. — Hatrei, im Serpentin (86) 16 F. 7. — 
Am Pfunäerer Bg. bei Klausen und in Ahrn fanden sich schöne Kr. 
(46, a). 

Kraln. In dem Berglande, welches den westlichen Saum des Laibacher 
Beckens bildet, kommen an sehr vielen Stellen, meist in geringer Menge, 
Kupfererze vor; von diesen wurden mehrere in der Gegend von Laaek 
gelegen, im Min. Lex. 496 und 499 genannt; die dortige Angabe der Werfener- 
Schiefer w&re jedoch nach Suess in „Grödener Sandstein" zu verändern. 
Der wichtigste unter den im Betriebe stehenden Bb. dieser Gegend dürfte 
jener am Pod/pUtsehan an der Görzer Grenze [KirehKeim 0.) sein; C. u. 
Bornit, kommen daselbst in einem Schiefer, Malachit und Azurit in einem 
weissen Sandsteine vor, welche dem Grödener Sandsteine angehören und 
von Weriener Schiefem (im strengeren Sinne) bedeckt werden. Auch 
Galenit bricht auf dieser Lagerstätte ein (85) 57, 772 

Croatleii. Bude (loe). Der schon den Bömern bekannte, ehemals abge- 
baute und verhüttete C. lagert in einem Sandstein, welcher nach Stur 
den Gailthaler Schichten, nach Suess der Dyas angehört; in den höheren 
Etagen bildet Siderit, der G. eingemengt enthält, bis 3 Kl. mächtige 
Lager. (86) 13 490, (85) 57, wo, 

MUIt&rgr&H»e. Petrova gwa bei Topusko, s. Limonit. 

Böhaaen. Bb. im Sehattlarloeh bei Klein-Anpa, G., Magnetit und Mis- 
pickel in grünem Schiefer (86) 12, 416. — Biesengrund im ob. Aupa-Thal 
(loe) s. Mispickel. ~ In und bei St. Peter im Bieamgebirge sind Bb- 
auf G., der auf Gängen einbricht, die im Phyllit (s. Tetraedrit) und im 
Granit auftreten. Auf einem Quarzgange im Granit, am Nordgehänge 
des Ziegenrüeken^ zeigten sich €., Bornit, Antimonit, etwas Malachit 
und angeblich Molybdänit. Derartige Gänge sind noch bekannt im kleinen 
Keseel (Riesengrund) und am KrhmoS (86) 12, 4so. — Ober-Bochliti, 
auf der Kupfererz-Lagerstätte (86) 10, 22. — Gegend von Hohenelbe 
und Starkenbaeh, in permischen Schichten (s. Malachit). ~ Im Knötler- 
Rev. bei Ober-Graupen fio?) ziemlich häufig; nicht selten überzieht er 



94 Ohalkopyrit. 

die Kassiterlt-Kr. mit einer dannen, irisirenden Uaut^). — Die Zw. ron 
Selilagrfeiiwald (107) sind nach dem beim C. am bättfigsfeir Tertretenen 
1. Gesetze gebildet '} ; nach Sadebeck finden ^kMer Zw., bei welchen die 
geeinten Ki. a) einen pyramidalen mtd b> einen sphenoidischen Habitus 
haben. Im ersten Falle a) erhalten die Zw. ein Spinell-artiges Aus- 
sehen, die beiden Vi(P) sind aber physikalisch different, -fVsl^) ist meist 
mit Limonit überzogen, ~Vi(F) glatt; untergeordnet treten auf: oF und 
2Pqo und als Seltenheit V8(\sF9o). Wiederholung der Zw.-Bildung mit 
parallelen Zusammensetzungsflächen bei lamellarer Gestaltung der mitt- 
leren Indiv. ergibt in einem Sinne geriefte V2(F)-Flächen; auch Drillinge 
mit geneigten Zw.-Ebenen finden sich hier. Im zweiten Falle b) erscheint 
Vi(P) gerieft parallel zur Kante mit oP (welches zuweilen vorhanden 
ist oder nur eine Krümmung der Kanten von ^,(P) erzeugt) und ooP 
in gleicher Weise gerieft ; untergeordnet ist das glatte -.Vs(F). Das 2. Indiv. 
ist gewöhnlich kleiner und nach der Zw.-Ebene tafelig entwickelt; zu- 
weilen gewinnen derartige Zw. das Ansehen einfacher Kr. , auf den in 
eine Ebene fallenden ooP -Flächen zeigt sich jedoch eine federartige 
Biefung. Die Flächen, ausgenommen %(P)f sind häufig mit Limonit über- 
zogen (96) 20, 595'). — Eibenberg bei Graslitz. Die (G^ewältigung eines 
a. Bb. ergab, dass die lager- oder gangförmig im Phyllit auftretenden 
Kiese neben vorwaltendem C noch Pyrit, Mispickel und spärlich Pyr- 
rhotin enthalten, welche von Kupferschwärze, Cuprit, Malachit, Kiesel- 
kupfer, AUophan, femer von Siderit und Baryt begleitet werden (86) 
10, 370. — Zu Peklow werden Kupfererze tagbaumässig gewonnen; es 
sind zumeist Nester von Malachit und Azurit^), welche in permischen 
Sandsteinen liegen, denen Schieferthone, reich an Pflanzenresten, Zwischen- 
lagern. In diesen findet sich neben erdigem Redruthit, Malachit und 
Azurit, welche Steinkerne von Galamiten und Lepidodendren umhüllen 
oder erfüllen, auch G. in einzelnen Knollen mit nierförmiger Oberfläche; 
stellenweise sind dieselben mehr weniger tief in oxydische Verbindungen 
umgewandelt (64) 58, 7. — Bei Skalitz und HradoatHmelitz , G. und 
Bornit auf (?) Gängen im Phyllit, die in den oberen Teufen Malachit 
und Azurit, in den tieferen Galenit führen (^6) 13, 179. — Pfibram (107) 
auf dem Schwarzgrubner Gg^ und im Broder Stollen, derb und einge- 
sprengt mit Azurit und Malachit (69, a) 17; auf dem Wevhzler Gg. sind 



^) SohiUer und Lehwald, Zinnerz-Vorkottmen von Gntnpen, Pnkgf 1868, 9 

'/ Sch&rfer bestimmt, hat dasselbe zn laaten : ein IndiTidanm legrt sich mit einer Fl&ch« 

von + *ia(l*)i aa eine Fläche von — *j^(P) des zweiten. 
») Vergl. a. (96) 24, wj. 
*) Hin. Lex. «et« 



Chalkopyrit. 9ö 

derbe Partien neuerer Zeit häufig vorgekommen (135) 77, 89. — Qiftberg 
bei Komarow (107). Ausser sehr kleinen Er. '/,(?) oder \(J^). — Vi(P) 
auf Pyrit-Er., finden sich auch grosse VaCmPn), von kleinen Er. derselben 
Form bedeckt, welche Drusenränme in derbem C. auskleiden. Die 
traubigen G.-Aggregate, die auf Markasit-Lagen ruhen, sind oberflächlich 
meist in Malachit und Azurit verändert. Das Vorkommen auf Gangklüften 
in Hämatit- Lagern ist auch bekannt auf der KruSnahora bei Hndllc, 
V,(P) und VzC^)- — VsC^) °ü^ treppigen und drusigen Flächen und in 
Swarow, kömige Partien von Malachit, Azurit und ChrysokoU begleitet 
(85) 59, eo8. 
MUireii. In dem a. Bb. zwischen Bohntin und Radammhl^ derb mit Baryt 
und Malachit (98) 2, es. — Zu Neudarf bei Bossiti (los), mit Malachit 
in den Conglomerat-Schichten im Hangend des ersten Eohlenflötzes (86) 

17,806. 

Schlesien« Bb. am Qaerherg u. Haekelberg bei ObergroBd (lOs) s. Pyrit — 
In den a. Bb. bei W llrbenthal ^) und DUrrseifen kam Siderit mit einge- 
sprengtem C. u. Pyrit, in Quarz vor, welcher, wie es scheint. Schnüre und 
Nester im unter-devon. Thonschiefer bildet (190) is. -—Bei Ludwlgstbal *) 
tritt im Gneiss ein Quarzgang auf, der C. in zoll- bis faustgrossen Partien 
und kleinen Schnüren führt, und zu Bb.-Yersuchen Veranlassung gab; 
gewöhnlich wird der C. von einer Binde von Eupferpecherz umgeben, 
auch faseriger Malachit und erdiger Azurit kommen nachbarlich vor 
(130) 8. 

Ungarn. Goberllng bei Bernstein, in grünem chloritischem Schiefer ein- 
gelagert; der Schiefer geht allmälig in Ghloritschiefer über, welcher schöne 
Magnetit-Er. enthält und selbst wieder von schiefrigem Serpentin über- 
lagert wird (86) 13, s. — Olashütten nächst Sehlaning, in grünem chlo- 
ritischem Schiefer (86) 12 V. 114. — In der Nähe des Turo^- Passes bei 
Streeno und im Wisnowe Th. war in früherer Zeit im Granit-Gebiete Bb. 
auf Eupfer. Auf den Halden findet man C. mit Quarz, Pyrit, Mispickel 
und Azurit. Auch in einem Seitengraben des Walea-Th. war Bb. auf C. 
im Ghloritschiefer (86) 16, i89, 101'). — Die Lagerstätten von Hermgiund 
und Altgebirg (loe), — EluftausfüUungen durch G. und Tetraedrit in 
körniger Grauwacke, Schiefer und Gneiss, ohne einer Gangart — sind 
bereits abgebaut; es werden neue aufgesucht (86) 18, 354. - Im a. Bb. 



*) Bfit diesem C-Vorkomineti ina^ der im Min. Lex. sc«, erw&hnte ttalacHit in Verbin- 
dung stehen. 

») l)6r im Min. Lex. m genannte F. HolieBthml bei LmUrtgtlhta bezieht sich wohl anf 
dasselbe, a. a. 0. aber als Lager gedeutete Vorkommen. 

') S a. (86) 11, 10s. 



96 Chalkopyrit- 

von Martudolma und bei Pllm, in Schnüren, Nestern und eingesprengt mit 
Tetraedrity aof einem ans Quars nnd Siderit bestehenden Lager, welches 
an der Grenze zwischen Werfenerschiefem nnd einem älteren Thonschieter 
z. Th. in letzterem selbst, anftritt. Im JohannsioUen fand man Malachit- 
ähnliche Aggregate in Hohlräumen des Quarzes (86 F.) 67, 53. — Sekem- 
Biti (109). Nach Sadebeck konmien hier mit Quarz nnd Blende sehr nette 
Tollkommene Penetrations*Zw. von Vx(^) ▼or, eine am G. seltene Erschei- 
nung (%) 21, 6S1*). Die Kr. erreichen bisweflen eine Grösse von *l^ Z., 
sie haben gewöhnlich ranhe drüsige Flächen, und sind zuweilen grau 
oder bunt angelaufen. Am Paehtr-Stoüen^ als Einschluss in Baryt und 
in Quarz-Kr. Auch werden von hier Pseudom. und Ueberrindungen von 
C. nach Tetraedrit angegeboi. — Mito (los), mit Quarz, Antimonit und 
Pyrit. — K«tterito«li und P^räes (109), mit Fahlerz 2-*7 F. starke und 
20—60 F. lange Linsen und Schnüre bildend, mitunter in den dichten 
Massen vorwaltend; Kr. sind selten; als üeberzug auf Tetraedrit^Kr. ; 
mit Pyrit eingesprengt in Quarz [lOi]. — SsloTCnkA (109), derb und ein- 
gesprengt, mit Tetraedrit und Siderit; auf Quarzgängen im Talkschiefer 
(104); auf Lagern (86) 10, F. 39. — Betlfr (109), in Schnüren und Trümmern, 
von Malachit b^leitet auf Quarzgängen (104). — Belä, derb, zuweilen 
bunt angelaufen, mit Pyrit und eingesprengtem Tetraedrit und Malachit 
auf Quarz, eingelagert im Thonglimmerschiefer (136). — Der Bb. Totos 
(Dodos) NO bei Kapnik, dicht an der Siebenbürger Gränze, baut auf 
einem Gange in zersetztem Andesit, *) dessen Ausfüllung vorwiegend aus 
einer Art Breccie besteht; in dieser sind Brocken des Nebengesteines 
durch Quarz und Thon verbunden, in welchem Gemente G. und Pyrit, 
spärlicher Galenit und Blende vorkommen; der C. erscheint im Quarz 
und Thon eingesprengt, zuweilen auch in linsenförmigen, wulst- und 
aderähnlichen Partien (99) sis, (46), 1862 sss. — Im Bb. von Kapnik (109) 
findet man zuweilen bunt angelaufene Kr. und auf Quarz schöne Zw. mit 
Blende und Tetraedrit, auch Einschlüsse von G. in Blende-Kr. — Auch 
die Erzgänge von FeMbanya liefern mitunter schöne Kr. in Drusen 
mit Blende und Pyrit; femer dichte und kömige Massoi, in welchen 
Kömer von Galenit porphyrartig eingewachsen sind [104]. — B^bteya 
(109) derb; in demkryst Galcit, welcher die Erzstöcke umgibt^ reichlicher 
als in den Silicat - Gemengen und Magnetit -Limonit-Massen, welche als 
Gontactgebilde zwischen dem Kalkstein und den Eruptivgesteinen auf- 
treten (124) 114. — In dem a. Bb. bei Kaiaiiyesd*) fand sich G. mit Pyrit 



«j ä. a. Lerj'a Atlas (48) T. 59, Fg. 4. 

>)TIaiftnt. 

'j Früher gehörte das Zarander Com., in welchem dieser F. liegt, ra Siebenhflrgen. 



Clialkopjrrlt — Chamoisit. 97 

und Quarz sowie Bornit, absätzig auf Klüften in dioritischen Gesteinen 
(86) 18, 492. — Alte Bb. auf Kupfererze sind am linken Maros-Üfer zu 
Petirs bei Lippa und jenseits in dem Berggehänge bei Milova] da diese 
Bb. in die nördliche Verlängerung der Linie fallen, in welcher die Banater 
Erzlagerstätten liegen, so dürften auch hier, nach Gottor, ähnlich wie im 
Banate, kiesreiche Contactgebilde zwischen eruptiven und sedimentären 
Gesteinen auftreten (99) 76. — Als F. von C. werden noch genannt die 
Erzlagerstätten von Aranyidka, Balas, Csetnek, Gjöngjös-Oroszi, Fe- 
keteb&nja, Jaszena, Jälsra, LoTinob&nja, Magrorka, Meiibrod, Nagy- 
bänya, Poinik, Sandberg, St. Andre (104). 
Slebenbürfi^mL Auf dem Vorsehung Gottes Gg. zu Olah-Läposb&nya (iio) 
in remen, über einen Fuss starken, Massen und fein eingesprengt, im Ge- 
menge mit Pyrit, in Schnüren, Nestern und Putzen, selten in Kr. 
Einzelne G.-Partien sind von dünnen Lagen gelben, schaligen Barytes 
umgeben, ähnlich den Ringerzen (104). — Im Bb. von Dolea, mit Galenit 
(s. d.). — Yerespatak (iio), auf der Silberkluft, derb und eingesprengt, 
z. Th. bunt angelaufen, mit Tetraedrit; in der Rdkösi Grube im Kho- 
dochrosit eingesprengt, mit Blende und Galcit. — Bei Zalathna (iio) im 
Teriesel-Geb, , mit Gold und Argentit, zuweilen mit derbem und einge- 
sprengtem Bornit. — Boicza (iio), Kr. in Drusenräumen auf Quarz, mit 
Blende, Galenit und Pyrit [104]. — Der alte Bb. von Deva (iio) ging auf 
einer wahrscheinlich stockförmigen Lagerstätte im Trachyt um; G. und 
Pyrit zeigen sich hier eingesprengt im Quarz (86) 13, ns. 

Ghamoisit^ Berthler. 
D. 511. 796. N. 469. 

Min. Lex. 110 nnd 499. 

Böhmen. Die dunkel bläulich- oder grünlich-grauen und grünlich-schwar- 
zen, oolithischen, G. genannten Eisenerze, welche in mächtigen Flötzen 
in den unter-silur. Schichten der Gegend "WSW von Prag bei Nncie (iio) 
und a. 0. lagern, sind nach BoHcky wohl wasserhaltige Eisenoxydul-Thon- 
erdesilicate, ohne aber in ihrer procent. Zusammensetzung Berthier's G. 
zu entsprechen, von dem sie sich namentlich durch geringeren FeO. 
Gehalt unterscheiden. Durch Umwandlung gehen aus diesen Erzen hervor, 
zunächst Siderit und Hämatit, beide oolithisch oder dicht, und femer Mag- 
netit und Limonit, sowie Xanthosiderit und Stilpnosiderit (85) 59, 599 ^). 
Auch bei Badnie ist nach Feistmantel G. bekannt und zwar auf der Grübe 
Buehlow bei Sebesic, von dunkel bläulich-grauer Farbe, spärlich ooli- 



*) Analysen des C. s. a. a. 0. nnd (121) 18, sm. 
ZepharoTichf mineral. Lczicon II, 



98 Chamoisit -— Chlorophäit. 

thisch, zwischen oolithiscliem Hämatit und Limonit lagernd, ferner in dem 
Eisenerzlager von Glashfltte ^), dunkel grünlich-grau und oolithisch, ganz 
ähnlich dem C. von Nuöic (141, f). 

ChlOanthit^ Breithaupt. 
D. 70. N. 574. (Weissnickelkies z. Th.) 

Hin. Lex. HO. 

K&rnten. Löllingr-Hllttenbertfr) ^^^ Margarethenbau am Wolf sbauer- La- 
ger. Licht stahlgraue bis zinnweisse, bunt angelaufene Er. qcOgo . o, meist 
sehr klein und in dendritischen oder federbart- ähnlichen Gruppen ge- 
eint, auch kömige bis dichte Partien eingewachsen im Siderit; sp. G. = 
6'64 (s. LölHngit) (138). 

BOhmen. Marianus Analyse des C. von Joachimsthal (iio), sp. G. = 6-89 
s. (128) 21. — Ffibram. Am Adalberti-Liegend Gg, zeigten sich neuerer 
Zeit kleine sphäroidische Partien eines feinkörnigen, zinnweissen Mine- 
rales, mit Millerit in derbem Galenit und Quarz eingesprengt, die nach 
der qualit. Prüfung C. sein dürften (69, a) ig. 

CUorlt. 

S. Klinochlor, Pennin und Eipidolith. 

ChlOritoid, G. Kose. 
D. 504. N. 448 (Chloritspath). 

Min. Lex. 113 und 500. 

Tirol. Pregratten, WaMhorn-Alpe (113, f 00), derbe, krummblätterige Partien , 
zuweilen unvollkommene sechsseitige Tafeln, in einer Richtung vollkom- 
men spaltbar, schwärzlichgrün, in dünnen Blättchen durchscheinend ; mit 
Dolomit auf Quarzgängen im Glimmerschiefer (49, a) EobelPs Analyse 

S. (128) 846. 

Chlorophäit^ Maccuiioch. 

D. 510. N. 467. 
Tirol. Der Augitporphyr von Fontanaz im Fassa-Th., welcher beginnende 
Mandelsteinbildung aufweist, enthält nach Tschermak ausgezeichnete 
Pseudom. von C. nach Olivin. Die gleichen Pseudom. beobachtete er 
auch am Vinzena-Bg. in Fleims, im Melaphyr (85) 56, 280. 



»j Dieses VorkonimeD wurde bereits von Zippe erwähnt, s. Min. Lex., no. 

♦ Chiastolith soll bei Graslitz (Böhmen) im Thonschiefer vorgelcomnten sein (107) , 



Chromit — ChrysokoU. 99 

ChrOmit^ Haidinger. 
D. 153. N. 522, Chromeisenerz. 

Min. Lex. 113. 

Btelermark. In dem Serpentin der Gegend von Kranbät (113) tritt G. 
in bauwürdiger Menge, Yomehmlich am rechten Mur-Üfer im Sammer' 
graben am Mareen- and ÄSitter-Bg.^ dann am Lackner- and Fledl-Bg, 
aof ; spärlicher brechen die Erze am linken Ufer, in der GuUen a. a. 0. 
Der C. ist nicht an eigentliche Gänge gebanden, and seine Entstehung 
wohl gleichzeitig mit dem Serpentin, in welchem er nicht selten ganz un- 
regelmässig, häufiger jedoch mit einem bestimmten Streichen erscheint, 
wobei die Mächtigkeit der Erzmittel zwischen l'/g und 25 Z. schwankt. 
Im Bronzit und zunächst demselben zeigt sich der C. besonders reichlich 
(121) 18, S68, S. a. 13, 914. In der Gulsen finden sich zuweilen bis 2 Z. 
hohe Er. 0, isolirt oder in Aggregaten, entweder unmittelbar im Serpentin 
oder zunächst von Talk und yioletten Glimmer-Blättern umgeben (lOÖ) 
71. Ehiproth's Analyse (s. 128) 171. 

SlavoBien. Im Frtukagora-Geb, bei Csereylcs, in feinen Adern und Kör- 
nern im Serpentin (86 V.) 67, 211. 

MUlt&rgr&nxe. Elbenthal, kömig, eingesprengt und in Adern oder stock- 
förmig im Serpentin, welcher den kryst. Schiefem untergeordnet ist. 
Mehrere Stöcke von ansehnlichen Dimensionen, wie jene am Ooleg mare, 
unterhalb der Kmieeka Cioka, am Eraku RMrentye und in der Umgegend 
Yon Eibenthal sind durch Bb. aufgeschlossen (86 F.) 69, 211. Analyse s. (86) 
12, 491. Auch die C.-fllhrenden Serpentine in der Gegend von Dnboya, Pla- 
TisseTicza und TlsflOTieza gaben zu Schurfbauen Yeranlassung (35) 64, 59. 

BMunen. Angeblich bei Sangerberg im Serpentin (107). 

Bukowina. Breaiza, nesterförmig in Serpentin (136). 

Chrysoberyll, wemer. 

D. 156. N. 399. 

Min. Lex. 114. 

MUiren. An der Fundstelle bei Harschendorf (114) bestand yor mehreren 
Jahren ein später wieder aufgelassener Schacht. In anstehendem Granit 
findet man in Winkelsdorf den G. in derben Partien (98) 3. 

Chrysokoll. 

D. 402. N. 466, Kupfergrün (Kieselkupfer.) 

Min. Lex. 116. 

Balsburg^. Bisehofhofen, spangrün auf Limonit. — LeogTAng, smaragdgrün, 
nieriörmig und eingesprengt in Calcit; spangrüne Anflüge auf Tetraedrit 

7* 



lOO rlirysokoll - Cimolit. 

und Chalkopyrit; erdige Partien von oliven- bis lanchgrflner Farbe. — 
Lnngan, Zinkwand im Wei$8briaeh'I%, und Sehwarxwand im Zeder- 
haus'Th. am letzteren F. derb, himmelblau auf Glimmerschiefer. — 
Astentofem in Qrosmrl [118]. 

K&mten. Am Knappen-Bg. bei Hllttenbergr, Anflüge auf SpaltklOften 
im Baryt (114). 

Tirol. Falkenstein bei Schwoi. Zollgrosse Calcit-mRn und Zwillinge, 
gänzlich oder z. Th. in ein Gemenge von G. und Malachit^) verändert, 
wurden von Tschermak beobachtet. Diese Pseudom. bilden mit frischen 
Galcit-Er. eine Druse auf Dolomit (85) 53, sae. 

Bdhmen. Ober-Bochlitz (lu) s. Kupferblau und Allophan. — In der Gegend 
von Starkenbaoh (lu) und Hohenelbe in permischen Schichten (s. Ma- 
lachit). — Erdige Partien auf den Kupfererzen vom Giftberg bei Ko- 
marow und auf Hämatitstücken älterer Halden von Hfebeny bei Kublow 
(64) 71, 160. 

HUiren. Nalavczan, spangrün derb und eingesprengt in einem verun- 
reinigten Hämatit (98) 5, ss. 

VngBxn. In üeberzügen, Krusten, z. Th. in erdigem Zustande wird C. an- 
gegeben, von den Erzlagerstätten zu Sandberg, St Andre, Jaszena, Li- 
bethen (ne), Foinik, Mito, Dobschan, Betl^r, Szlovenka, Einsiedl und 
Rndnok; Begleiter an den meisten Orten sind Tetraedrit oder Chalko- 
pyrit, zuweilen auch Malachit oder Azurit (104). — Becks, spangrOne 
Knollen, welche an verbleichten Stellen der Oberfläche, von Malachit be- 
gleitet sind und steUenweise kleine Partien von Kupfer und Cuprit ein- 
schliessen. Mit Kupfer, aus welchem wohl der C. gebildet wurde (123). — 
Reine, lebhaft geförbte Varietäten fanden sich in geringer Menge, aber 
sehr schön zu Beabftnya (ue), zumeist mit Hemimorphit. Blau- bis gelb- 
grüne derbe oder traubige Massen sind in allen älteren Sammlungen 
vertreten. Nach Peters besteht der G. von Bezbänya und von Moldova 
(iie), so wie das Kupferblau von Bochlitz, analog dem Chalcedon, aas 
einer amorphen und einer kryst-strahligen Substanz*) (124). 

Cimolit, Klaproth. 
D. 457. N. 358. 

Min. Lex. 116 

Böhmen. Die Bestimmung der Augit-Pseudom. vom Bradiüt Bg, bei Billn 
(ue) als C. gründete sich auf das Ergebniss einer Analyse Bammelsberg% 



^} Vcrgl. Min. Lex. s6i. 

*J Letztere nach Manmann vielleicht eine t^senclom. nach Malachit (1^8) 4M. 



CimoUt — CÖIestin. 101 

welche aber im Vergleich mit der Zusammensetzung des C. im Kiesel- 
säure- und Wassergehalte erhebliche Differenzen erkennen lässt; noch 
abweichendere Resultate ergab eine neuere Analyse Hauer's (5i*24 SiO,) 
und zeigen diese Analysen, dass die zersetzten Augit-Er. von obigem F. 
keine constante ehem. Beschaffenheit besitzen. In der thonigen Grund- 
masse der Pseudom., für welche ähnliche Differenzen der Zusammen- 
setzung anzunehmen sind, fand Hauer 62*54 SiO,. Hingegen entspricht 
aber der hier Torkommende Anauxit sehr nahe der Formel des C, und 
wären demnach Anawt und der eigentliche G. als die kryst. und die 
kryptomorphe Ausbildung derselben Substanz zu betrachten ^). 

GÖleSÜn, Werner. 
D. 619, Celestite. N. 219. 

Min. Lex. 117 nnd 500. 

Oesterreloh. Isehl (117). Die Er. welche hier yorkommen sind brachy- 
diagonal-säulenfbrmig, nach Auerbach*) ein am C. sehr seltener Typus; 
2P(»(d). ooP(o)> Päö(m). ooPao'(a); Sie fanden'sich im Steinsalz, häufig zer- 
brochen und wieder durch Salz verkittet (85) 59, 586 '). Hauer^s Analyse 
s. (128) 200. Auf Ischl bezieht sich auch die Angabe von Hallstadt (117), 
welche demnach zu streichen ist.^ 

Salxbnrfi^. In der ErcLsmua -Grube bei Schwarzleogang (117) sind vor- 
mals bis 6 L. lange, tafelige und säulige Er. vorgekommen, deren Flächen 
gewöhnlich eine starke Riefimg besitzen. Hauy beobachtete die pris- 
matische Form : aP(o). oP(c)> aPoo (a). gPoS'cd). P(z). Es fanden sich hier 
auch graue und rosenrothe sphäroidische Aggregate, mit kleinen Ery- 
ställchen besetzt, dann stänglige und schalige Varietäten von weisser, 
blaugrauer und rother^Farbe, zugleich mit den Er., die meist blau, doch 
auch weiss in's gelblichgraue und röthlichbraune, auch zweifarbig, blau 
und weiss, erschienen (118) (85) 59, 687« 

Tirol. Das Yorkommen vom Greiner im Zillerthal (117), früher irrig als 
C. bestimmt, ist Barytocölestin (s. d.) — Seisaer-Alpe (117). Nach Richt- 
hofen ist C. massenhaft in obertriadischen Ealksteinen (Cipit-Ealke) ver- 
breitet, welche den untern Tuffschichten des Plateau der Seisser Alpe einge- 
lagert, in Blöcken oberflächlich verbreitet sind. In grosser Menge wird 



») Vrgl. (86) 5, a, (128) 488. 

') Die folgende Bezeichnung nach Schranfs Vorschlage, libereinstimmend mit Anglesit 

nnd Baryt. 
*) Die stereograph. Projection a. a. 0., Taf. X, ist unrichtig; die Pole von m nnd d 

sollten an die Stelle Ton p nnd k (etwas gegen c) gerficht erscheinen, nnd demnach 

wfirden auch die fibrigen Pole an andere Orte fallen. 



102 Cölestin — Comptonit. 

der G. aus den Blöcken am From-Bache gewonnen (129) 69. Die Analyse 
von Brandes s. (101) 6i9. 
TSngBxn. Heimgrnnd (iis) An den ausgezeichneten, ebenflächigen und 
spiegelnden Er. bestimmte Auerbach 17 Formen in 15 verschiedenen Com- 
binationen; ihr Habitus ist entweder prismatisch mit den vorwaltenden 
ooP(o), P<»(in), 2Pao (d), ooPa5'(»), P(z) oder tafelig durch Pöö^cm), ooPoS'ra). 
Das sp. G. 3*926, ist gleich jenem des reinen C. (85) 59, 570. Grailich 
und Lang hatten schon früher diese Er. gemessen und optisch untersucht 
(85) 27, 33 (39, h) ss. Gewöhnlich sitzen sie einzeln auf Drusen von Ara- 
gonit-Er., die oft in Calcit verändert, in stänglige oder körnige Aggregate 
übergehen, und einen dichten Gangquarz als Unterlage haben (104). Die 
ehemaligen Fundstellen im Bb. sind nun nicht mehr zugänglich (86) 18, 85i. 
— B^zbänya (iis) s. Hemimorphit. 

Comptonit^ Brooke. 
D. 424. N. 336, Thomsonit. 

Min. Lex. 118. 

Tirol. Seisser-AIpe (iis) Puflerloch, hühnerei-grosse, blättrige und breit- 
strahlige Aggregate, mit Calcit aus einem bläulichgrauen, etwas zer- 
setzten Melaphyr-Mandelstein, wurden von Haushofer analysirt, sp. G. = 2*3, 
(46) 69, 84 *). — Fassa (iis) Optische Untersuchung s. (103) 376. 

Böhmen '). Pihl bei Böhm. Leipa (iis) halbkuglige, gross und klein nier- 
förmige fast dem traubigen und stalaktitischen ähnliche Gestalten, oder 
rindenförmige aussen gelbliche, innen weisse, feinfaserige Gebilde auf 
basaltischem Phonolith. (Auffallend ähnlich dem „Mesollth^ von Hauen- 
stein) (137). — Vom Seeberg bei Räaden (119) beobachtete Guthe Zw. nach 
dem Harmotom-Gesetze gebildet, an Er. ooPa5'. ooPöö". oP,'mit untergeord- 
neten, nicht messbaren Domen ; durch Vorwalten des einen verticalen Pina- 
koides ergibt sich auch im Habitus eine Aehnlichkeit mit Harmotom *) ; 
Zippe's u. Rammelsberg's Analyse ; sp. G. = 2-35— 2*38 s. (128) 786. — Die ra- 
dialfasrigen sphäroidischen Formen des „Mesolith^ von Hauenstein aussen 
gewöhnlich graulichgelb oder ockergelb gefärbt, zeigen, wie bereits Zippe 
erwähnte, zuweilen oberflächlich eine kryst. Bildung, die an gedrängte 
C.-Eryställchen erinnert (Min.Les. 275). Ferber erkannte ganz deutlich die 
bekannte C.-Gombination ooPao . ooPöö. ocP mit mPäö" (177" 23*) in der drüsi- 
gen Kinde der Faser-Aggregate, und fand solche Er. auch auf den, dieselben 



t) y Journal f. pr. Ch. 103, sos* 

*) Der C. des bdhm. Mittelgebirges wurde Ton Descloizeanx optisoh geprüft (103) V4 und 

von Damonr in Bezug auf das Verhalten seines Wassergehaltes bei höherer Tempera- 

tor untersucht. Ann. de ohim. et de phys. 53, 4S7^ (39, h) 74. 
*) 14. Jahresber. der naturhist. Gesellscb. zu Hannoyer S. 47^ (46), 65, 47»> 



Comptonit — Cnprit. 103 

begleitenden gelblichweissen Calcit-Er. (Ml, e). Der „Mesolith^ wird 
nach Bammelsberg's Analyse, sp. 6. = 3 357, s. (128) 787 zum C. gestellt, 
wie dies auch von Mohs geschehen (53) 26s. Die Differenzen, welche 
eine ältere Analyse von Freissmuth ergab, beruhen nach Dana auf einer 
Beimengung von Natrolith (101) 426. Schon früher hatte Haidinger den 
„Mesolith^ für einen Natrolith mit einer C- Kruste erklärt. Demnach 
wären unter den „Mesolith'-Sphäroiden in den Höhlungen des Basaltes 
von Hauenstein, reiner C, Gemenge von C. mit Natrolith und auch Na- 
trolith vertreten, womit auch das verschiedene Aussehen der Faser-Aggre- 
gate an der Oberfläche und im Bruche im Einklang stehen würde. Durch 
Zersetzung entstehen kaolinartige Massen mit Beibehaltung der Formen. — 
In Hohlräumen des Basaltes von Waltsch wurden neuester Zeit Drusen 
dicht an einander gedrängter, farbloser G.-Kr. angetroffen; die Er. in 
den z. Th. beträchtlich ausgedehnten Drusen, sind in der gewöhnlichen 
Combination entwickelt, und übergehen nach unten in fasrige Massen 
(86. V) 71, 262. Zuweilen ruhen die nierförmig oder traubig gestalteten, im 
Bruche kömigen, drusigen Binden des C. auf einem kleintraubigen, hoch- 
gradig zersetzten Minerale von dunkel-graubrauner Farbe ; an einer solchen 
Stufe fand .ich, inmitten der grösseren sphäroidischen C.-Er .-Anhäufungen, 
dünne, sehr feinfasrige, weisse Kugelschalen (wohl ebenfalls C), welche 
die G.-Kr. sowohl überwölben, als auch von ihnen Überdeckt werden, 
stets scharf gegen den C. abgegrenzt. Ueber dem C. hat sich nicht selten 
Aragonit abgesetzt, entweder in langen, gelblich-grauen Stängeln oder 
in radial-fasrigen Halbkugeln, die aus mehreren Schalen bestehend, sich 
über die sphäroidischen C.-Aggregate lagerten, und endlich noch farb- 
lose, undeutlich ausgebildete Calcit-Kr. tragen. (88, Pr.) 

COVellin, Beudant. 
D. 83. N. 577. 

Hin. Lex. 119. 

Salxburg. Hauer's Analyse des G. von Schwarsleograng (iis), sp G. = 

4-59-4-64, s. (128) 51. 
Bdhinen. Swarow, als dünner Anflug auf Redruthit. (64) 71, i«o. 

Cnprit, Haidinger. 
D. 133. N. 509, Rothkupfererz. 

Min. Lex. 120. 

Oesterreioh. Grosaau, Bb. bei Eeichenaii, in Spalten von braun gewor- 
denem Siderit (135) 71, 113. 



* Damonr hat den Gronstedtit von Pfibram analysirt. Ann. de chim. et de phys. 
58, %9 ^ (39, k) 4«. Die älteren Analysen von Steinmann und von Kobell s. (128) mo. 



104 Cuprit — Damourit 

Salxbarff. Im Bb. Brennthal bei Mtthlbaeh ^), nierförmig und derb, mit 
Malachit und Fasergyps auf Glimmerscbiefer (118). 

Steiermark. Südlich bei Cilli wird an der Sann, am Emgange in das 
Pristova-Th. Dolomit (Hallstädter- oder Dachstein-Schichten) gebrochen, 
der C. und Chalkopyrit, oberflächlich in Azurit und Malachit verändert, 
in Adern und eingesprengt enthält (86) 8, 292; 10, 171. 

K&mten. Th5rl, in Quarzadem, mit Malachit und Chalkopyrit, aus 
letzterem entstanden (114). 

Böhmen. Ober-Boehlitz, rostbraune bis ziegelrothe, erdige Ueberzüge, 
welche Gemenge von Kupferoxydul und Limonit mit anderen Substanzen, 
und Zersetzungsproducte sind, von Bornit und Chalkopyrit, auf denen 
sie vorkommen (86) 10, 19, (39, k) 96. — Kruänahora bei Hndlic, fein- 
kömig, eingesprengt, auf Gangklüften im Hämatit-Lager (85) 59, eio. — 
Prag, Perlgasae; bei einer Grundaushebung daselbst fand man in (wahr- 
scheinlich von einer alten Werkstätte stammenden) Conglomeraten, welche 
aus Stücken von Eisen, Kupfer und Holzkohle bestanden, und mit Ueber- 
zügen von erdigem Malachit, Chrysokoll und Azurit versehen waren, C, 
z. Th. in Octaedem (64) 67, 91. 

ünsrarn. Igrlo (121), in Kr., eingesprengt und in feinen Trümmern, mit 
Malachit und Chalkopyrit, auf Quarz und Siderit (104) — Becks, fein- 
körnige, röthlich- graue, unregelmässige, bis 7 L. grosse Partien in 
Knollen von Chrysokoll , welche in Begleitung von Kupfer auftreten 
(123). — R^zbänya (121). Ziegelerz in den Carbonat- und Silicat-Partien 
der Erzstöcke in Verbindung mit aus ihm hervorgegangenem Kupfer- 
pecherz, oder mit fast kupferfreiem Limonit ; zuweilen sind darin Beste 
von Chalkopyrit und etwas Malachit enthalten (124) 117. 

DamOUrit^ Delesse. 

D. 487. N. 445. 

Pseudomorphosen nach Cyanit, gebildet von einem dichten Minerale, 
welches die Analyse als D. erwies, beschrieb Tschermak aus Salzburg (a) 
und von Beschitza (b) in Ungarn. Es sind apfelgrüne, fett- z. Th. perlmutter- 
glänzende, stark durchscheinende Stängel, zuweilen mit scharfen Kanten 
und ausgebildeten Enden, mit den Neigungen am Cyanit übereinstimmend, 
und breitstänglige Aggregate, eingewachsen in Quarz, welcher Partien 
von Braunspath, Chlorit, Muscowit-Blättchen und Butil-Kömer (a) oder 
dunkelbraunen Biotit (b) umschliesst. Das erste Vorkommen (a) dürfte 
aus Quarzlinsen der kryst. Schiefer der Tauemkette stammen, und wurde 



*) Im Miu. Lex. 120, soll statt : Niedernsill stehen : Mittersill. 



Damovrit — Deebenit. 105 

als Onkosin eingesendet, das zweite (b) gehört Qoarzlinsen im Gneisse an ; 
(a) und (b) sind völlig gleich, im Ansehen an Talk und Agalmatolith 
erinnernd (85) 58, le. 

Datollth, Esmark. 
D. 380. N. 34a 

MiiLLez. U2. 

Tirol. Levy zeichnete 2 flächenreiche Combinationen von der Seisser Alpe 
(122), welche von schaligem Apophyllit begleitet waren; er beschrieb sie 
als Homboldtit, da sie sich monoklin erwiesen, und derart von den als 
rhombisch bestimmten Arendaler Er. unterschieden; WoUaston hatte die 
gleiche ehem. Zusammensetzung der beiden Er.-Yariet&ten erkannt. (48) 
1, 182, T. XV. Fg. 2, 3. 

Böhmen. Als Seltenheit fand man bei Knehelbad D. auf Klüften im Diabas 
8. Analcim. 

DeChenit^ Bergemann. 

D. 609, Descloizit 19. 286. 

K&rnten. Zauchen-Bleibergbau am Obir bei Kappel. Das von Zippe als 
„rhombischer Yanadit^ beschriebene Mineral erscheint in kaum '/^ L. 
hohen Kr., zumeist einfachen rhombischen Pyramiden, an denen nur selten 
einige Kanten schwach abgestumpft sind; sie bilden drusige Krusten, oder 
kleine kuglige und nierförmige Aggregate auf Kalkstein (85) 44, 197. Schrauf 
unterschied a) eine dunkle, stark gl&nzende Varietät in grösseren, grünlich - 
braunen, undurchsichtigen Kryställchen, und in kleineren, welche röthlich- 
braun und durchscheinend sind, und b) eine lichtere, schwach glänzende 
Varietät in durchscheinenden, fleischrothen Kryställchen. Die Formen 
beider Varietäten des „Vanadit^ : P'2^ ocPST stimmen mit jenen des Descloizit 
aus Peru überein, und sind isomorph mit Anglesit. In den Reactionen ver- 
halten sich die dunkeln Kr. a) wie Descloizit, die lichten b) wie Dechenit 
von Nieder-Schlettenbach; sie unterscheiden sich von einander, wie die 
genannten Minerale, durch den Zinkgehalt, welcher bei den ersterenge* 
ringer, bei den letzteren höher ist. Da nun auch die miteinander innigst 
verwachsenen Kr. des Dechenit, jenen des „Vanadit'' und Descloizit ähnlich 
zu sein scheinen, und die Beactionen dieser drei im wesentlichen dieselben 



* Perc7*8 Analyse des Gyanotrichit (Kupfersammterz) von Moldova (129) s.(lOl) 
6M. Nach Bammelsberg Mheint die Babslanz ein Gemenge einea basisehen Kupfer- 
salphatee mit einem Alnminit-fthnliolien Minerale zn sein (128) a««. 



106 Dechenit — Delyanxit. 

sind, betrachtet Schrauf den ^Yanadit^, Descloizit und Dechenit als Va- 
rietäten einer Art, für welche, wegen der Isomorphie mit Anglesit, die 
Formel PbV04 anzunehmen sei (85) 63, i67 *). Für den »Vanadit« hatte 
Tschermak schon früher die Zusammensetzung des Dechenit, PbVO^ und 
das sp. G. = 5*83 ermittelt (85) 44, D, 157 und den Descloizit für einen 
veränderten Dechenit erklärt (63) 117, 349, sowie von Zippe ausgesprochen 
wurde, dass ,, Vanadit" und Dechenit nur Yar. einer Species seien (a. 0. a. 0.). 
Mit Aücksicht auf die Priorität, wäre die älteste Benennung, Dechenit 
für die Species zu wählen. An dem obigen F. scheint der D. eine grosse 
Seltenheit zu sein, da er sich nur einmal, und zwar unter denselben Yer- 
hältnissen wie der Yanadinit gezeigt hat. 

ll6l6881t^ Naumann. 
D. 497. N. 450. 

Nach Delesse sind die Melaphyre von Süd- 
Tirol reich an diesem Minerale (103) 45s. 

Gallslen. Am Sehlosaberg bei Tenozjn erscheint, wie Römer berichtet, 
erdiger Chlorit*) als dünner grüner üeberzug der Wände von Blasen- 
räumen im Melaphyr (180) 109. 

Delyanxit, Dumont. 

D. 584, 588. N. 316. 

Min. Lex. 122. 

Böhmen. In den unter-silur. Eisenerzlagern (Dd^) der Gegend WSW von 
Frag bei Jinoean, Nucie, Nenacovic und Chrnstenic findet sich, an den 
Ausbissen der Liegendschichten, in den bröcklichen dünnschiefrigen Erzen, 
reichlich D. eingebettet, der stellenweise durch stufenweise üebergänge 
mit den Eisensteinen verknüpft ist. Der D. von Nenadovic bildet röthlich- 
braune, knollige und nierförmige Massen, welche nach Boricky, in dem 
sp. G. = 2*71 ^) und in der Zusammensetzung, mit dem D. von Yis6 und 
von Freienstein bei Leoben (122) übereinstimmen*), während jener voniVu^c, 



1) S. a. (63) 116, S65. 

3) Wohl Delessit? 

') Die Probe wnrde Über Chlorcalciom vom hygroslEopischeii Wasser befreit und im 
riknometer gewogen; in gleicherweise behandelt, ergab sich das sp.G. des D. TOii Yise 
= 2.71. Das sp. Q. des lufttrockenen D. von Nenaöovic, mit der hydrost. Wage be- 
stimmt = 2*25. 

«j Hit Bezng anf Haner *s Analysen (86) 5, 6b> (128) sm. Nach Chnrch wäre aber der D. 
von Vise eiu Dafrenit reich an hygroskop. Wasser (26 Proc), Dana stellte daher den> 



DeWanxit - Diallag. 107 

durcli einen bedeutenden Gehalt an Schwefelsäure, dem Diadochit näher 
zu stehen scheint. (64) 67, 41; (85) 59, eis. — Neuester Zeit traf man auch 
auf der Chruhe Bechlow bei Sebeiic nächst Zbirow nierförmige und kug- 
lige D.-Enollen, yon gelblicher z. Th. auch grünlichgrauer Farbe einge- 
lagert in oolithischem Eisenerz (141, f). 

Desmin^ Brelthaupt. 
D. 442, Stilbite. N. 344 (Strahlzeolith). 

Min. Lex. 128, 500. 

Balsbnrgr* Sehreekberg bei Gastein, tafelförmige Kr. auf einem hornstein- 
ähnlichen Gesteine. — Die Er. vom Radkaua-Bg. bei Btfckstein (isa), 
werden zuweilen von einer gelblichweissen, erdigen Varietät bedeckt. — 
Mairalpe im Habaeh-Tb., milchweisse , radial-breitstänglige Aggregate 
auf Chloritschiefer [118]. 

Tirol. Bukeisen analysirte den D. von der Seisser Alpe (500) den sogen. 
„Puflerit" s. (128) 829. Bas optische Verhalten desselben ist nach Descloi- 
zeaux gleich jenem des D., doch scheint die Lage der opt. Axenebene 
eine andere zu sein. Sp. G. = 2-21 (103) 418. Dana stellt den j^Puflerif^ 
zum Hypostilbit, dem er in der ehem. Zusammensetzung näher steht 
als dem Desmin (101) 441. 

Böhmen. Schlaggenwald. Von kleinen violetten Fluorit -aOao, zuweilen 
auch vonChalkopyrit-Er. bedeckte, blassröthliche oder weisse Er.-Gruppen, 
auf Quarz und Eassiterit (46) 62, eoo, (107). Kücker beobachtete die Suc- 
cession a) Quarz b) D. c) Eassiterit (86) 14, sie. 

Ungarn. In der Gegend von Visegrad bei Tolmdcs und Bogd&ny mit 
Chabacit und Galcit, in Elüften und Hohlräumen von Trachyten, welche 
Ealkfeldspath als Gemengtheil führen (141, w). — Valle sacca bei Rez- 
hanya (las). Hohlräume im Syenit und im Ealkstein, am Contacte dieser 
beiden, sind mit schönen Calcit-Rs ausgekleidet; auf diesen, z.Th. unter 
ihnen, so wie die zersetzten Nachbargesteine vielfach durchschwärmend, 
erscheint gelblichweisser bis fleischrother D., aus dessen kuglig-traubigen 
Aggregaten zuweilen Er. : ooPaS'. ooPx. P. ooP deutlich hervortreten (124) 137. 

Diallag, Hauy. 

D. 215. N. 438. 
Min. Lex. 184. 

Balsbnrff. Als F. im Grossari -Th. (124) werden angegeben: die Krähalpe 
und Brandeckalpe, der EUnumgraben, FiUmooa und Kardeis (118). Ana- 



selben sunt Dofrenit nnd vereinigte den D. ron Leoben nnd NenaioTic nnter dem 
Namen qB o r i c k i t" (101) S84, sss. 



108 Diallag - Di»pliorit. 

lysen des grflnen und graaen D., sp. G. = 3*23 s. (128) 46i* — - Am Ankogl, 
im Hintergninde des JLnlaiif-TJialeSy derbe Massen in Homblendegestein, 
welches dem Glimmerschiefer untergeordnet ist. Als Findling im Gletscher- 
geröUe des Ankogls anf der Radeek-Alpe, (86) n F. eo. 

Tirol. In einem grossen Phyllitblocke unweit Hall zeigten sich zahlreiche 
Tafeln von brännlichgrauem D. eingeschaltet. ~ Tafelige Individuen finden 
sich in der Wildschdiiaii, eingewachsen in einem Grabbro-ähulichen Ge- 
steine und (reichlich) in einem chloritischen Schiefer (46) 71, 55. 

HUtren. Wallamühle bei RSsohitz, mit Quarz gemengt, zuweilen Titanit- 
Er. enthaltend, im körnigen Amphibolit (98) 5, 27. 

Vngmtn. DobseJiaii, Nester im Gabbro (86) 10, 550. 

Diaphority Zepharovich. 

D. (Ap. 1) 4. 

Böhmen. PHbram. Ein in seiner chemischen Zusammensetzung, und dem 
äussern Habitus mit dem Freieslebenit übereinstimmendes Mineral, wurde 
auf dem Adalherti-Gg. 1857 aufgefunden, und als „Freieslebenit^ von 
Reuss ^) zuerst beschrieben. Nach meinen Messungen sind aber die Er. 
rhombisch; auch ist das sp. G. = 5*90, verschieden von jenem des Freies- 
lebenit. Die Substanz AgiPba Sb^S^« ist denmach eine dimorphe, und er- 
scheint monoklin als Freieslebenit, und rhombisch als D. An den säuleu- 
förmigen, selten tafeligen Er. des D. wurden 23 Formen nachgewiesen; 
ihre Gombinationen zeigen häufig einen monoklinen Typus durch eine 
Meröedrie von V,Pöö". Päö"und VaP. Contact- und Penetrations-Zw.nach aP 2' 
sind sehr häufig, selten solche nach PsT Die kleinsten Er. haben ebene, 
spiegelnde Flächen, an den grösseren (sie werden bis 6 L. hoch und 
breit) sind die Prismen stark vertical gefurcht, und die oberen Flächen 
uneben, oft gewölbt (85) 63, 130. (64) 71, 33. Der D. kommt als Seltenheit 
auf mehreren Gängen vor (Adalherti-j Maria- und Widersinniaeht Gg.) 
und gehört daselbst zu den ältesten Bildungen; er findet sich in Drusen- 
räumen in den älteren Formationen von Blende, Galenit, Quarz oder 



») (64) 1859, 51 

* Der Yollständigkeit wegen sei hier auch jener Diamant erwähnt, den man 1869 
ans einer Granat-SchleifwerloBtätte na,ch Prag gebracht, mit der Angabe, dass er ans 
der Pyrop-führenden DiluTial-Ablagernng bei Dlaschkowitz stamme. Hierftber 
hat Safafik unter der Ueberschrift »der erste böhmische Diamant" in (126^ 70, i» und 
a. a. 0. ausführlich berichtet, und einen Besuch der Looalitftt, so wio die aOthigen 
Schritte in Aussicht gestellt, ,um die Authentioitat des Fundes gerichtlich eu con> 
statiren*. Seither verlautete aber nichts mehr über «Diamanten in Böhmen* und es 
scheint, wie es von Anfang her wahrscheinlich war, dass der «toite böhmische Dia- 
mant" keinen Nachfolger haben solle. Vrgi. (U) 70, 34, 100; (63) 189, iss; 140, cm 



Diaphorit — Diopdd. 109 

Siderit, wird zuweilen von haarförmigem Boolangerit begleitet und amhüUt 
und überlagert von Galcit-, Blende- und Quarz-Eryställohen (69, a) as \ 
Neuester Zeit wurde der D. auch am Eusebi-Gg. angetroffen (135) 72, 32. 

DigeUit, Breitbaupt. 
D. 53. N. 548. 

Böhmen. Nach Glückselig sollen zu Schlaggenwald dünne Blättchen im 

Gneisse vorkommen (107). 
JJngBjm, Nach Cotta wurde D. in der Grube Ritter St, Georg bei SzAszka 

in neuerer Zeit aufgefunden (100). 

Dillnlt, Haidinger. 
D. 421. N. 355. 

Mia. Lex 186. 

Vngam. Dilln bei Schemnitz (126). Die feste und die erdige Variet&t des 
- D., der Masse, in welcher die Diaspor-Er. eingewachsen sind, wurden 
von Hutzelmann und Earafiat analysirt; das sp. G. der ersteren i8t2'84, 
der letzteren 2*57 (128) 581. Bei der Discussion dieser Analyse wies Hai- 
dinger darauf hin, dass schon die unkryst. Beschaffenheit des D. nicht 
erwarten liess, dass die Substanz einer bestimmten Formel entsprechen 
werde, und erklärte die Differenzen in der Zusammensetzung der beiden 
Varietäten, aus einem wechselnden Gehalte an Thonerdehydrat, welches 
der festen Varietät noch beigemengt, in der erdigen aber schon in Diaspor.- 
Er. ausgeschieden sei (83) 6^ 57. Gonform mit dem von Haidinger be- 
zeichneten Endgliede in der Reihe von Gemengen,.ergab eine von J.L. Smith 
ausgeführte Zerlegung des Muttergesteines der Diaspor-Er., die Zusam- 
mensetzung des Pholerit, welche von den obigen Analysen inderproc. 
Menge der Bestandtheile erheblich abweicht. Es ist demnach in hohem 
Grade wahrscheinlich, dass der D. ein Gemenge ist von Diaspor mit Pho- 
lerit oder mit Eaolin (101) 421. 

DiopSid, Hauy. 

D. 214, 803. N. 434, [Pyroxen z. Th.]. Desclzx. Min. 54. 

Diopsid, Fassait, Malakolith, Salit, Omphacit. 

Hin. Lex. 126; 41 und 493, Augit z. Th. 

Oesierreioli. Der Eklogit von Karlstätten enthält einen meist lauchgrünen 
Omphacit in Eömem, die oft von einer, aus olivengrünem Smaragdit 



>) Analysen worden aoBfefttlkrt Ton Payr, sp. Gew, ^ 6-28 (69, a) ssi (101) ss« und von 

Helmhaclcer, sp. O. = 5*7S (ISl) 18, 97» X89, m) 994. 
* Löwe^s An des Diaspor von Schemnitz (125), sp. 0. =a 3*30 s. (128) i4S. 



110 Diopsid. 

(Amphibol) bestehenden, Rinde umgeben sind ; die beiden Minerale sind, 
wie Tschennak beobachtete, regelmässig mit einander verwachsen (135) 

71,44. 

Bteiermark. Die bekannte regelmässige Verwachsung von m p h a c i t und 
Smaragdit (Amphibol) im £klogite vom Baeher-Geb. (41, 493) hat neuer- 
lich Tschermak untersucht (135) 71, 44. In diesem Omphacit hat Fikenscher 
2 Proc. Cr,0, nachgewiesen, sowie eine Zusammensetzung, welche (und 
dasselbe gilt auch für Omphacit von anderen F.) sich nicht durch die 
Augitformel ausdrücken lässt; auch der Spaltwinkel von circa 115^ würde 
nach Breithaupt für die Selbstständigkeit dieses Minerales sprechen (97) 47^). 

K&mteB. Sanalpe (41). Die Qemengtheile des Eklogit sind lauchgrüner D. 
in undeutlichen Säulchen j,Omphacit^, rother Granat und Zoisit in 
weissen bis gelblichweissen Nadeln ; accessorisch treten Quarz und Disthen 
auf (135) 71, 87*). Tschermak fand im Omphacit Sprünge parallel cx^ao, 
unregelmässig durch Smaragdit (grasgrüner Amphibol) erfüllt, während nach 
qdFod Smaragdit-Blättchen regelmässig interponirt erscheinen (135) 71, 44. 

Tirol. Zillerthal (ise). Auf der Sehwarzenstein-Alpe sind in neuerer Zeit 
Gruppen kleiner, durchscheinender D.-Kr. mit entwickelten Endflächen, 
von braunem Granat begleitet, angetroffen worden (49, a). In einem Ge- 
menge von Calcit und Asbest, vom Greiner, fand Tschermak lange, blass 
gelbgrüne Säulen von Salit in der ungewöhnlichen Form a^ao. ocPs 
mit sehr schmalem 00P5. Diese einer zweischneidigen Messerklinge nicht 
unähnlichen Säulen besitzen eine sehr vollkommene, ebene Absonderung 
nach oP, welche durch eingeschobene, dünne Lamellen desselben Mine- 
rales hervorgebracht wird; diese Lamellen befinden sich in Zwillings- 
stellung gegen das Hauptindividuum (135) 2, 58. — Das im Min. Lex. 
S. 293 als Olivin bestimmte Mineral, aus dem Ghloritschiefer des Ziller- 
thales, erwies sich nach ßarth's Anal, als D. ^) — Das gleiche gilt auch 
von einem krummstänglig-fasrigen, grünlich-weissen Minerale, welches 
in Fregatten im Serpentin gefunden (49, a) und von Hlasiwetz analysirt 
wurde (39, m) 159. — Pfanders. Wasserhelle, flachgedrückte D.-Stäb- 



*) Dräsche fand hingegen die Spaltbarkeit am Omphacit Ton Karlstfttten nnd yon der 
[Sanalpe stets nach dem Angitprisma von 87^ (135) 71, m« b. a. (101) ns. 

*) Der schiefHge Eklogit hingegen , welcher am Fasse des Grossglockners dem Kalk- 
glimmerschiefer concordant eingelagert, nnd mit Serpentin nnd Strahlsteinschiefer 
verknüpft ist, besteht ans mikrokryst. gn^sgr&nem Amphibol nnd Qranat, nebst 
Mnscowit nnd etwas Magnetit (185) 71, so. 

*) (101) 218. Yrgl. (188) 4SS Anm. ebd. nnd (101) sn s. a. eine Utere Analyse ron 
Wackenroder. — Vor ca. 30 Jahren hat man im Zillerthale olivengräne nnd weisse D - 
Er. gefunden, welche von Ure als Prot holt beschrieben und zum VesnTian ge- 
rechnet wnrden (103) sss. 



Diopsid. 111 

chen mit den Prismen ooP. qdPs. aPs. ooPao , ohne Endflächen, mit Kli- 
nochlor (113) 1. — Fassa. Im Monzoni'Geh,{/^ erscheint nach Rieht- 
hofen der Angit in vielfachen Formen, welche, weit abweichend von 
den anch sonst häufigen, wie sie im Augitporphyr und dessen Tuffen^) 
beobachtet werden, sich auf die beiden Gruppen des Pyrgom und des 
Fassait zurückfahren lassen; beide Varietäten sind Gontactproducte 
zwischen Hypersthenit und Triaskalk. Der Pyrgom nmfasst die in 
Hohlräumen des Hypersthenit, frei ausgebildeten Er., begleitet von Biotit, 
Labradorit und Titaneisen, wie sie vorzüglich im Toal dei Rizzoni vor- 
kommen^). Der Fassait hingegen, dessen Er. gewöhnlich durch P, 2P 
und ooP vorwaltend begrenzt werden"), ist immer jenseits der Hypersthe- 
nit-Grenze, in dem körnig gewordenen Ealk selbst ausgeschieden, nie in 
Hohlräumen, und wo dies scheinbar der Fall, wurde der Ealk später 
in Lösung fortgeführt; meist sieht man dann noch kleine Reste dessel- 
ben, und sind die Er. stark zersetzt. Der obere Theü des Tool de la 
foja, Falle rabbiose und a. 0. am Süd-Abhange des Monzoni, wo sich 
aufgelagerte körnige Ealk-Partien als Ueberreste einer grösseren, durch 
die Eruptivgesteine gehobenen Masse finden, und Hypersthenit-Gänge 
auftreten, sind die F. des Fassait; begleitet wird er von Brandisit und 
Pleonast, mit denen er oft ein schwammig-kryst. Gewebe, mit kalker- 
füllten Zwischenräumen bildet. 80 verschieden sich Pyrgom und Fassait 
nach Form, Vorkommen und Begleitern verhalten, so verschieden ist 
auch der Gang ihrer Zersetzung, die besonders beim Fassait eine 
Reihe interessanter Pseudom. hervorgerufen (129) 255. — Der grüne D., 
welcher nach Tschermak mit schwarzem Amphibol, Biotit, Plagioklas 
und Magnetit als ContactgebUde am Monzoni auftritt,*) ist zuweilen mit 
einer Amphibol-Rinde umgeben; auch findet man Er., die unten D. sind, 
dann folgt Amphibol, welcher oben in Asbest übergeht; endlich erschei- 
nen Gemenge, die aus parallel gestellten D.- und Amphibol-Theilchen 
bestehen, Tschermak hält dieses Vorkommen für jenes, welches früher 
oft als Hypersthen bestimmt wurde (135) 71, 45. 
Böhmen. Das Vorkommen des erzführenden Malakolith von Ober- 
Rochlitz (43, 49s) wurde von Porth und von Jokely geschildert. Auf 
Eluitflächen des Malakolith finden sich als Seltenheit grün-graue Stengel - 

I) S. Hin. Lex. 493. 

*; Von Liebener wurde diese Varietät falschlich «Malakolith* genannt nnd als F. 
auch Allochet angegeben; was er als Syenit bestimmte, ist nach Bichthofen Hyper- 
sthenit (Xin. Lex. 42). Der Pyrgom Tom T. d. Bixzoni ist z. Th. Trayersellit-ähnlioh 
in faser. Amphibol Ter&ndert (129) ase, (9, d) m. 

«) ao3> M, 8. ». (48) T. 30, Fg. s. 

*) Nach Obigem im Toal dei Bizr.oni. 



11^ Biopsid — Bisthen. 

Aggregate von D.; lagenweise treten im Malakolith und im ELalkstein 
auf: Asbest, Epidot, Feldspath und seltener Fluorit (86) 10, ii, 12, 413. 
Gleichwie zu Bochlitz erscheint, dem Kalkstein der kryst. Schiefer 
untergeordnet, oder mit solchen innigst verbunden, Malakolith im 
Riesengebirge nach Jokely bei Hawerna^ Spindelmühley St, Peter, im 
Riesengrund, am Klaiueherg, im Chrosa-Äupa-Th,, beim Petzer ^ im 
ersten und zweiten Theil von Gross- Äwpa und im Klein- Awpa-Th,, wo 
Malakolith, wie in der Gregend von ßochlitz besonders mächtig entwik- 
kelt ist, femer bei Hinter^Buehbauden und Klein -Tippeltbatiden (86) 
12, 408. — Haslan, Salit s. Min. Lex. 43. 

M&hran. Ueber die Vorkommen von Wiesenberg, Harschendorf (126), 
Böhm.-Ei8eiiberg (ise), Smrzek (126), Knklik, Zhorz und Striteir s. Min. 
Lex. 4i. 

Ungarn. Hodritscb, Fassait, s. Min« Lex. 44. ~ Im Cosdur-Geb. und 
a. Revieren des Bb. von Inner-B^zbänya bricht im kömigen Calcit, 
welcher die Erzstöcke umgibt^, Malakolith in grossen stanglig-blätt- 
rigen Massen, in denen die langgestreckten bis 3 Z. langen und Vs ^• 
breiten Tafeln keilförmige Gruppen bilden, auch finden sich körnig- 
schalige Aggregate; grünlich-, röthlich-weiss und gelblichgrau; kleine 
Partien von Calcit und Chalkopyrit, Blende und Bornft sind eingesprengt. 
Der Malakolith erscheint hier als Vertreter des WoUastonit und Grossu- 
lar in den gewöhnlichen Contactgebilden (124) 123 Ranges Anal. s. (128) 
452. — Cziklowa, kleine, ringsum scharf ausgebildete Fassait-Er. in 
blaugrauem Calcit eingewachsen (141, d). 

Discraslt, Fröbei. 

D. 35. N. 555, Antimonsilber. 

Min. Lex. 127. 

X&ratev. Angeblich zu Waldengtein sehr kleine Partien im Siderit (136). 
VngBm. Kapnik (127), derb und eingesprengt, in Kömern und kleinen 
Nestern mit Calcit, Baryt, Quarz, Pyrargyrit und Blende (104). 

Disthen^ Hauy. 

D. 375. N. 394 (Kyanit, Rhätizit). 

Min. Lex. 127, 501. 

BalsbnrsT. Im Lmigaii: bei Ramlngstein im Mühlbach-Th,, blaue, stän- 
glige Partien mit Quarz im Eklogit (136) und im Mislitz-Th. Auch finden 
sich im Muhr-Th, weisse, breitblättrige, verworren gelagerte Partien. 



Distlieii - Dolomit. 113 

In Grossarl (128), auf der Brennalpe. — In Fmeh (us) am grossen 
Weichselhaehkahr und im BöUhachgrahen [118]. 

Steiermark. In D. veränderte Andalnsit-Er. von der Kor- Alpe (us) 
8p. G. = 3-65, wurden von Hubert analysirt (128) 66O. 

K&ntten. Die D.-Kr. von der Sanalpe (128) umschliessen stellenweise 
Kutil-Eryställchen, und erscheinen selbst als Einschluss im ,,Earinthin^ 
(39, g) 100. Köhlers Analyse s. (128) 557. 

Tirol. Seirain, Z«t««n«-^2p0 (128, 501). Nach Descloizeaux wäre es unrichtig, 
wenn der hier vorkommende D. als Pscudom. nach Andalusit bezeichnet 
wird (103) iss. — Pfltsch, Rothenbachl Das im Min. Lex. S. 128 erw&hnte, 
in Begleitung des Rhätizit vorkommende Mineral ist nach der Analyse 
Margarodit, nicht Vermiculit. Auch in Ausserpfitsch wurde oberhalb 
Kematen am Joch-Üebergange zum Brennerbade Rh&tizit angetroffen 
(49, a). — Analysen des Eyanit vom Oreiner im Zillerthal (us) sp. G. = 
3-69, s. (128) 657. 

Böhmen. Dickschalige Eyanit-Partien vom Oängerhäusel-Bg. bei Pet- 
schan (129) enthalten kleine Eörner von rosenfarbigem Eorund (141, e). 
— Leded an der Sazawa, blaulich- weisse , dickstänglige und iasrige 
Aggregate, welche Orthoklas-Eömer beigemengt enthalten (141, a). 

■&hren. Goldenstein, beim Försterhause, 1 Z. lange, hinmielblaue Eya- 
nit-Säulen (98) 3. 

Siebenbürgen. Bei Guraro und Besinftr (129) kommt Eyanit als üeber- 
gemengtheil in einem Pegmatite mit silberweissem Glimmer vor, ebenso 
bei Unter- und Ober-Sebes (129), wo man dasselbe Mineral in ausge- 
gezeichneter Weise auch in Quarzausscheidungen des GlimmerschieferB 
trifft (109) 190, 96S. 

Dolomit, Saussure. 
D. 681. N. 269. (Braunspath, Bitterspath z. Th.). 

Min. Lex. 129 Tind 501. 

Balzbnrff . Gweehenberg bei Annaberg, weisse und röthlich-weisse Bitter- 
spath-B auf Siderit (136) und Limonit. — Mooseck bei Oolling, gelblich- 
graue bis braune R mit Siderit und Erokydolith auf blauem Quarz. — 
Höllgraben bei Werfen, grosse, weisse R auf grauem Galcit. — Dienten 
(i30) bis über 1 Z. grosse weisse R mit Bergkrystall und Chalkopyrit aui 
Siderit. — Leog^ang, kleine weisse R mit Chalkopyrit auf Galcit und Quarz 
[118]. Peters beschrieb eine Druse mit 1—2 L. hohen Er.: 4R> -«R. 
— ^/^R. oR. Rs. Rs, an welchen sich auf 4R und oR deutlich regelm&ssige 
Erosionen zeigen; in den Vertiefungen sitzen winzige Er. von Zinnober, 
mit dessen Bildung, die Anätzung des D. wohl in Zusammenhang stehen 

Zepharoyiohf mineral Leidoon. n. 8 



114 DoloBdt. 

dflrfte (46) 61, 456. Eine ähnliche Combination, ans „Salzburg^ zeichnete 
Levy (48) XU Fg. e, — ScheUgaden (130 M* RothgOden, gelbe sattelförmige 
Linsen, mit Beigkrystall auf Pyrit (118). 

Steiermark. Da der devon. Kalkstein des Sehlosaberges bei Gras alle 
Stadien der Umänderung in D. aufweist, so fehlen in den mehlig-san- 
digen Partien auch nicht kryst. compacte D.-Erusten, die oberflächlich 
deutlich Er. erkennen lassen (141, t). 

Tirol. Pertisaa. Pseudom. nach Steinsalz. (Jnterhalb des Tristenkopfes 
findet man mit den tlbrigen Gesteinen der Salzformation, derbe Stücke 
eines rauchgrauen grobkörnigen D., ganz ähnlich dem Vorkommen von 
Hall. (46) 71, 54, 56. Letzteres ist aber Magnesit, nicht D. ^ Hall Salzburg 
(18O). An den dunkelgrauen bis schwarzen, in kömigem Earstenit einge- 
wachsenen Er. fand ich mit 4B. oR auch ooPs; das Spalt-K = 106^12^. 
Zunächst der Oberfläche sind die Er. zuweilen farblos oder hellgrau und 
pellucid, während ihr gleichgestaltetes Inneres dunkelgrau und undurch- 
sichtig ist (88). Nach Elaproth entspricht die Zusammensetzung dieser 
Er. ') der Formel sCaCOg. MgCOg und stammt ihre dunkle Färbung von 
beigemengtem Thon; die Menge desselben so wie von Wasser beträgt 
2 Proc. (128) 214. — ZUlerthal,. Greiner (isi), an den rundlichen Individuen 
im Talk eingeschlossen, ergab sich die Spaltform R = 106^15; sp.G. = 2*9; 
als Einschlüsse im D. beobachtete ich Spargelstein, zelligen Baryt (Baryto- 
cölestin), Tremolith und Talk. Der umgebende Talk (s. d.) übergeht zunächst 
den D.-£inschlüssen häufig in Asbest. Ganz gleiche D.-Eömer wie jene 
im Talk, kommen auch vor in zartfasrigem Amiant, dessen Fasern mit 
einander innig zu papierdünnen Lagen verwachsen, eine an den Talk- 
schiefer erinnernde Structur ergeben (85) 56, 749"). 

Böhmen. Rammelsberg's Analyse der D.-Er. von Kolosomk (isi) ergab 
sCaCOg. 2MgG08 (128) 214. Von diesem F. beschrieb Breithaupt eine Pseudom. 
von D. nach Aragonit, s. d. — Pribram (132). Neuerer Zeit hat der Fran- 
eisei-Og. auf Quarz grosse weisse R von einzelnen kleinen Calcit-Er. 
— Va^' ocR überdeckt, geliefert; ebensolche Er. mit sattelförmig gebo- 
genen feiodrusigen Flächen sind am Adalberti- Liegend Gg, mehrfach 
eingebrochen (69, a). Gibb's Analyse eines rosenrothen kobalthaltigen D. 



^) Der im Min Lex. uo erw&hnte Bittenpath von diesem F. ist vermnthlich Magnesit (s. d.). 

*) Qaenstedt besi-hreibt dieselben irrthümlich als Magnesit (Miner. 1868, 417) indem er 
sie mit den körnigen, von Stromeyer analys. Aggregaten identificirt. Liebener er- 
wfthnt wohl 1S62 (49) 45, dass der HaLer D. als Talkspath (Brennerit) ausgegeben 
werde, scheint aber selbst wieder die körnigen Magnesit-Aggregate ron diesem F. 
fftr D. gehalten zu haben. 

*) Analysen yon D.-£x. ans dem Zillerthale s. a. 0. 0. und (128) ui. 



Dolomit. 115 

8. (128) 818. — Im Bb. zu Mies wurde rosenrother D. neuerer Zeit als 
Aasfällong eines schmalen Ganges im Phyllit angetroffen ; in Drusenränmen 
zeigten sich kleine R und zwischen ihnen einzelne H&rchen von SUber, 
ähnlich dem gleichen Vorkommen von Joachimsthal. Die im Min. Lex. iss 
erwähnten Pseadom. nach Gemssit sind hohle Perimorphosen auf Galenit- 
Er.; sie kommen in der Frisehglück- Zeche vor (64) 72, 19. 

K&hren. Z5ptan (13s) grünlichgrau, gelblichweiss, einzelne bis zoUgrosse R 
(106«17') und derb im Talk- und Chloritschiefer, sp. G. = 292, (86) 8, reo, 
Analysen des D. von diesem F., von Wermsdorf (13s) und Lettoiriti (iss) 
a. a. 0. u. (86) 6, 98, (128) 216. 

Oallilen. In der Tatra fand Zeuschner schöne, kleinkörnige Varietäten am 
Jaworgyntki ßg. bei der Eisengrube Mag6ra unweit Zakofonaty im Suehy 
wreh am Gewant Bg. und zu Siwa Twmia bei Zuhere^ 

ün^rftra* -^uf den Erzgängen Nordungams, von Schemnlti (134) und a. 0. 
kommen nach Peters zwei D.-Generationen vor. Der ältere D. (I) folgte 
der ersten Blende-Pyrit-Galenit-Formation und lagerte sich häufig un- 
mittelbar auf dem ältesten Calcit ab, dessen Formen er überkrustete oder 
traubig überdeckte und in Umhüllungen, Abdrücken und in Pseudom. be- 
wahrte; seine Gombinationen bieten: R, -^IJ^, 4R und R5. Minder mas- 
senhaft entwickelte sich der jüngere D. (II), welcher in Drusen von R 
und —%B, zumeist aber in den Formen der dritten Calcit-Bildung erscheint 
deren Büschel- und Garben-förmige Gruppen zuerst mehr weniger dick 
überzogen und weiterhin gänzlich in D. verändert wurden. Als krystal- 
lographisch bemerkenswerthe Fälle wurden besonders hervorgehoben, 
s. kleine Kr. von Sehemnlti: oPs. mPa. - Val^* ^^ bo wie ooPs.oRauf 
oder in Quarz-Er. sitzend und gleichgestaltete aPs. oR. von Kapnik, 
welche einen Drusenraum des derben erziührenden Rhodochrosites aus- 
kleiden (46) 61, 450 '). Der D. mancher Pseudom. nach Calcit von Sehenmiti 
reich an den Garbonaten des Eisen und Mangan ändert sich nach Blum 
in mit Pyrolusit gemengten, ockerigen Limonit um und entstehen derart 
Pseudom. zweiten Grades (9, d) »43. — Zu den im Min. Lex. 134 genannten 
F. fügen wir hier noch die Erzgänge von Königsberg und Bndaln, a. Bb. 
und jene von Felsöbänja hinzu (101). 
8iebenbflrgen. Bodna (135). Grosse R von zersetztem Aussehen, von kleinen 
Galcit-Er. — VsR bedeckt; kleine weisse R einzeln oder mit Mesitin-Kr.; 
weisse kleine ~VaI^ ^^^ sattelförmig gekrümmten Flächen ; klein-traubige 
Aggregate sehr flacher Rhomboeder ; kleintraubige Krusten über Galenit 
and Blende, innen aus D., aussen aus Siderit bestehend (86) 16 F., i84. — 



^) Pocutki minenlogü, Wanzaw» 1861. 

*) Ott*! Aiuüyse der Er. S. «B (48; Xlf, 8 Ton Kapalk (184) sp. Qt. = 8*89, s. (128) m 

8» 



116 Dolomit — Dufrenit. 

OfTenbAiija, derb, meist in feinen brännlicfagelben Blätteben mit dichtem 
Bbodocbrosit verwacbsen; in Lagen mit Calcit, Kbodochrosit und Alu bandin 
wechselnd ; in Drusenräumen zuweilen schöne Er. mit Calcit, Khodochrosit, 
Blende und Galenit. Aehnlich ist auch das Vorkommen auf den Erzgängen, 
welche bei Nagya^ abgebaut werden (104). 
Mllitärgränze. Tissovicza. Platten mit sehr fein- und parallel-fasriger 
Textur, als Kluftausiüllung im Serpentin (141, k); schneeweiss, seiden- 
glänzend, sp. G. = 2 89, ist nach der Analyse = CaCOs- MgCO, ^). 



DOpplerit, Haldlnger. 
D. 749. N. 592. 

Min. Lex. 1S5. 

Ein mehrere Pfund schweres D. -Stück aus der äussern Kainisch bei 
Ansseo 133 ), welches mehrere Monate unter Wasser aulbewahrt worden 
war zum grössten Theil in Stücke zerfallen, unter welchen sicü viele 
4, 5 oder 6seitige, scbarfkantige Stängeln fanden. Diese Basaltsäulen- 
förmigen Stängel aus völlig elastischer Substanz bestehend, erreichen bei 
2 L. Dicke, eine Länge bis 4 Z.; ihr sp. G. = 1198 ist höher als jenes 
des gewöhnlichen frischen D. = 1081; an der Luft zertrennen sich die 
Stängel nach längerer Zeit in kleine Fragmente mit muschligem Bruch, 
im Vergleiche mit gewöhnlichem D. schreitet der Gewichtsverlust der 
Stängeln durch Austrocknung langsamer vor vB5) 52, 281 (88). 

DufrCnit, Brongnlart. 
D. 583. M. 299, Kraurit, Grüneisenerz. 

Min. Lex 135. 

Böhmen. Von Ponikla bei Starkenbach bewahrt das Prager Museum Li- 
monit aus der Caroli Zecht^ welcher von feinfasrigem D. vielfach durch- 
setzt und in Hohlräumen mit mehr weniger veränderten D.-Kugeln be- 
deckt erscheint. Uebereinstimmend mit dem Vorkommen zu St. Benigna, 
Herdorf und Hirsch berg, erfol.te auch hier die Umwandlung fast bei allen 
Etigelchen von innen nach aussen, so dass ihr Kern stets aus einer braunen 
ockerigen Substanz besteht \ 64)^7, 90. — Grube Hrhek bei St Benigua (is5), 
kleine Kügelchen mit drusiger Oberfläche, schwärzlichgrün, structurlosoder 



') Laborat. d^r üniy. Prag. 

s) Schrötter's Analyse s. (128) 961. 



Dnfrenit — Eisen. 117 

dnnkel schmtitziggrüii mit andeutlichem radial-stängligem Gtefttge ; letzteres 
bei eingetretener Veränderung, deren weiterer Fortschritt sich an den Kü- 
gelchen durch lichtere Farbe, eine radial-fasrige und concentrisch-scha- 
lige Structur kund gibt. Aus der Umwandlung des D. ist Vivianit hervor- 
gegangen, letzterer aber bereits überall wieder in Beraunit verändert. 
Eine zweite Eeihe von secundären Gebilden, welche sich aus dem D. zu- 
meist an anderen Stellen ent^^ickelte, umfasst den Picit und Eakoxen (85) 
56, 6. Bohcky*s Anal, des D. s. ebd. 

Ehlity Breithaupt. 
D. 5fc9. N. 300. 

Bölimen. Bei Kreuzberg^ (Ckotehof OSO) führen Quarzitlager im Chlorit- 
schiefer, Hämatit mit Chalkopyrit und als secundäre Bildungen, Mala- 
chit und Phosphorkupfer (86) 13, 204. Letzteres erscheint in dunkel- 
grünen Eügnlchen und nierförmigen Ueberzügen auf Hämatit-Stücken, 
die man auf den alten Halden findet (141, aj. Es bestanden hier Tag- 
baue auf das Eisenerz. 

üng^am. Das im Min. Lex. 321 als Prasin bezeichnete Mineral von Li- 
bethen hat nach Kühnes Analyse eine der Ehlit-Formel sCuO PjO^ + sH^O 
entsprechende Zusammensetzung (128) 847. Ghurch gelangte hingegen zu 
dem Resultate, dass der Prasin von Libethen ident mit Lunnit (Phosphor- 
chalcit) eCuO.PaOj, + 3Hj,0 sei (IO61 64, 862 (101)569; die gefundenen 
und berechneten Mengen sind aber in geringer Uebereinstimmung 

Eisen. 

D. 15, Iron. N. 524. 

Hin. Lex 186, 501. 

Croatien. Nachträgliches über das E. von HrascKina bei Agram (ise) 
s. (85) 35, 361, 39, 619; sp. G. = 7*82; Analysen s. (128) 906. *) 

üeber den Meteorstein von Milena (is6) sp. G. = 3*54, s. (63) 56, 
349, über jenen von Slavetlc, mehrere Stücke gefallen am 22. Mai 1868, 
sp. G. = 3*75, s. (85; 58, i62, 948. 



1) Yrgl. Bncbner, Meteoriten, 1^63, 13s. R. d. aiich über die anderen im Min. Lex. nnd hier er- 
wähnten EisenmasBen and Meteorsteine. Analysen derselben s. a. (1;;S): flaue rklrchen 
S. 935, BrauüM (sp. G. 7-71) 904, 047, El »oireii (7 74-7-8)) 903, BohamUIt^ (7 61—7 71) 
9<s, 947, Lenarto (7'73-7'79), 907, Irfa (7*81), »w, 947. Anal, des Meteo steines von 
IiiMA (Böhmen) sp. Q. = 8*56, 8. Klaproth, Beitr. z. ohem. Kenntniss d. Min. Y. 946. 



118 Siaen 

Böhmen. Breitenbach: Eine circa 187« Pfd. schwere Eisenmasse wurde 
hier im April 1861 etwa eine Elle tief in der Dammerde gefunden. Bei 
der Yollkommenen üebereinstimmung des Meteoriten mit jenen, welche 
zu Steinbach und Rittersgrtln, jenseits der sächsischen Grenze in einer 
Entfernung von 7« und 1 Meile, aufgefunden wurden, ist nicht zu zwei- 
feln, dass sie you demselben Falle (vielleicht zwischen 1540 und 1550) 
stammen. Die Hauptmasse des E. yon Breitenbach befindet sich im bri- 
tischen Museum und besteht aus einem E.-6erüste (sp. G. = 7*51), dessen 
Höhlungen erfüllt sind durch ein grünes Mineral, welches sich nach 
Maskelyne und Lang als Enstatit (s. d.) erwies; überdies enthält der 
E.-Meteorit in sehr geringer Menge Kieselsäure, wahrscheinlich in 
der Tridymit - Form (63) 139, 8i5. *) In manchen böhm. Basalten fand 
Beuss E. nach dem Verfahren, welches Andrews angewendet hatte 
(39, i) 105. 

M&hren. üeber die Meteoriten von Blansko (is?) sp. G. = 3*70, s. (128) 
928, 931, von Stannem (is?) sp. G. = 3*01— 3*17, s. (85) 40, 526, 44, 790. 
Anal) sen s. (128) 936, 950. 

Ungarn, üeber die Meteoriten von Gross-DiTina (iss), s. (85) 40, 5S0, 
59 672, von Borküt (iss) sp.G. = 524, s. (128) 923; von Kaba (501), s. (85) 
31, 847. (63) 105, 829, Analysen (85) 33, 205, 34, 7, (128) 942, (39, i) i67. — 
JCakOTa bei Oravicza, ein Stein über 1 Pfd schwer, gefallen am 19. Mai 
1858, sp. G. = 3-38 (85) 34, 11, Anal. ebd. s, (128) 928, (39, i) les. — In 
der Gegend von Knyahinja im ühghvarer Com, ist am 9. Juni 1866 
ein Meteoriten-Schwarm auf einem Landstriche von 2 Meilen Länge und 
'/4 Meilen Breite niedergefallen ; Haidinger schätzte die Zahl der Steine 
auf etwa lOCX) Stücke und ihr Gesammtgewicht auf 8—10 Ctr. Der 
grösste Stein, der sich durch den Fall 11 F. tief in den Boden versenkt 
hatte und in zwei grosse und mehrere kleine Stücke zerborsten war, 
wiegt nahezu 6 Z.-Gtr.'), der nächstgrosse 7378 ^fd«, die am zahlreich- 
sten vertretenen kleinen Steine sinken im Gew. bis auf Vs L^- herab; 
sp. G. = 3-52 (85) 54, 200, 475, 59, 878.») 

Siebenbürgen. Analysen des Meteoriten von Mez5 Iffadarasg (iss), sp. 
G. = 3*6, s. (128) 928, 932; (96) 23, 734, von Ohaba (502^ sp. G. = 311 
(63) 105, 884, s. (86), 31, 79, (128) 928, (39, h) I67. 



') In der Zürieher Sammlung fand Eenngott ein mit dem obigen ToUst&ndig identes B. 

nach der Angabe nsebr rar ans Steiermark" ; es fand hier sicher eine Yerwechslong 

mit Steinbach statt (86) 49, II, 467. 
') 698 Pfd. Im Miner. Knsenm zn Wien. 
*) S. a. G. Eose's Beschreibung der Stücke im Mnsenm sn Berlin, Akad. Ber. 1887, im. 



EUasit - Enargit. 119 



Eliasit, Yogi. 

D. 175. N. 504. 

Min. Lex. 138. 

B61i]iieiL. Nach R. Hermann wäre der E. von Joachimsthal (iss) ident 
mit Breithanpt*8 Pittinns inferior; hierüber, sowie Kenngott's Ansicht, 
dass die Zusammengehörigkeit von E., Pittinns inf. und Gummit sehr 
wahrscheinlich sei, s. (39, i) 95. Eaysky's Analyse, sp. G. = 4*24, s. (128) 
176. — Mit dem auf dem Johannes- Gg. zu Pribram einbrechenden 
(jummit findet sich durch üebergänge verbunden, auch eine schwarz- 
braune oder dunkel-grünlich-graue, gelbstrichige , wachsglänzende, an 
den Kanten schwach durchscheinende Substanz, welche mit dem E. von 
Joachimsthal grosse Aehnlichkeit hat. Reuss betrachtet den E. als einen 
verunreinigten Gummit und beide als Umänderungen des (Jranin, be- 
wirkt durch Aufnahme von Wasser (64) 59, 54, (69, a) 86- Nach Kenngott 
sind wahrscheinlich Gummit und Eliasit Verbindungen des Uranozyd 
mit Wasser, aber mit verschiedenen Mengen, sowie auch verschiedene 
Verbindungen von Eisenoxyd und Wasser bekannt sind (39, k) 95. 

Enargit, Breithaupt. 

D. 107. N. 547. 

Ungarn. Gabe Gottes-Grube am Lehocza Bg. bei ParAd. Eisenschwarze, 
bis IL. hohe und Va^- l^reite Kr.: oP. ocP. odP^, die beiden letzteren 
Flächen gerieft und bisweilen gekrümmt in einander übergehend; als 
Seltenheit fand Pettko auch ooPao , sowie dem Staurolith ähnliche Zw. 
Die starkglänzenden Kr. bekleiden die Hohlräume eines zelligen Quarzes, 
welcher nach Andrian') gangartig in einem kiesreichen, porphyrartigen 
Quarz-Andesit (Dacit) auftritt. Die Kr. ergaben annähernd die Formel 
eines an Antimon (6 Proc.) reichen £., sp. G. = 4*48. Viele von den 
Drusenräumen im Quarzit erkannte ich als Hohlformen nach Baryt-Kr. ; 
an ihren Wänden zeigen sich übereinander sehr kleine Kr. von Quarz, 
Pyrit und E.; manche dieser regelmässigen Hohlräume sind gänzlich 
mit einem Gemenge von Pyrit und Chalkopyrit, andere von E. erfüllt 
und erscheinen dann dieselben wie eingesprengt. Pettko erwähnt, dass 
in den Höhlungen des Quarzit reichlich Steinöl angetroffen wurde und 



1) Haidinger: Aber den E. ron Joachimfthal, ■. (68), Erglnzg. Bd. IT, 1864. 
») (86) 18. s«>> (86. V) 67, im. 



120 Enargit - Epidot. 

dass in der benachbarten Katharina- Ch^be in grösserer Menge ein derbes, 
„Fahlerz" genanntes Min. vorkomme, an welchem kleine Spaltflächen, 
sehr an E. erinnernd wahrzunehmen sind (64) 67, 20. 

EnStatit, Xenngott. 
D. 208. N. 436. 

Min. Lex, 138. 

Bölimen. Das grüne, früher als Olivin bestimmte Mineral, welches in dem 
Meteoriten von Breitenbach die Höhlungen des Eisengerüstes erfüllt, ist 
E. Maskelyne fand das sp. G. = 3-198 und die Zusammensetzung (^/gMg, 
*/aFe) SiOg; Lang bestimmte an äusserst kleinen Kr. -Fragmenten 30 ver- 
schiedene Flächen und die optischen Verhältnisse, welche, so wie die For- 
men, mit dem irdischen E. übereinstimmen. (85) 59, 848 > (63) 139, si5. 

K&hren. Die optische Untersuchung des E. von Zdjar Bg. bei Böhm. 
Elsenbergr s. (103) 44. 540, K. Hauer s Analyse s. (128) 450. 

Slebenbflrg^en. Im Alt-Th. fand Tschermak zwischen Reps und Barot im 
Jurakalk-Gebiete stockförmig eine grobkörnige Felsart, welche aus vor- 
waltendem E. und Anorthit zusammengesetzt, mit dem Harzer ,, Schiller- 
fels* übereinstimmt. Ist der E. in Bastit verändert, so erscheint das Ge- 
stein als „Serpentin-fels* = E. -f- Bastit + Anorthit und geht bei völ- 
liger Umwandlung in Serpentin über. (86 V,) 67, 31. 

Epidot, Hauy. 
D. 281. N. 423 (Pistazit). 

Min. Lex. 140, 502. 

Balxbnrff* Forsthof im Glemm-Th., derb, strahlig grünlichgrau in Quarz 
und Calcit. — Grossari, Krähmad (139) ; Füzmooa büschlig vereinte z. Th. 
gebogene Säulen, eingewachsen in Quarz oder Serpentin.*) — iSadAaus Bg. 
bei Böcksteiii, kleine nette pistaziengrüne Er. mit fleischrothem Calcit 
im Gneiss. — Krimml Th. in Rauris, fingerdicke, span- bis ölgrüne Säulen 
im Quarz und Gneiss eingewachsen. — Wieabaehhom in Fnsch, Säulen 
im Calcit des Glimmerschiefer. — Stabach Th , in ölgrünen Er. und kömig, 
mit Amiant und Quarz, im Serpentin *), — Untersulzbach Th. (139) pista- 
ziengrüne flache Säulen, mit Turmalin im Quarz und Chlorit. Im Bb' 
üntersulzbaeh, lange z. Th. geknickte und gebogene Säulen mit Pyrit 
und Chalkopyrit eingewachsen in Quarz und Chlorit [118). — Knappen- 
wand im obersten Theile des Ünter-Snlzbaclithales. Die erste Nach- 



*)T 



Bpidot. 121 

rieht fiber dieses Yorkommen y. J. 1866, das prachtrollste, welches Ton 
diesem Minerale überhaupt bekannt ist, gab ich in (86) 19, 283. Die einzeln 
oder in manchfaltigen Gruppen aufgewachsenen Kr. sind gleich ausge- 
zeichnet in der yortrefilichen Ausbildung ihrer nach der Orthodiagonale 
säulig entwickelten Formen, der spiegelnden Ebenheit der Flächen und 
der Yielflächigkeit ihrer Combinationen, diese Vorzüge oft noch ver- 
bunden mit Pellucidität und mit ganz ansehnlichen Dimensionen. £s gibt 
Er., die 5 Z. Länge, 1 Z. Breite und 10 L. Dicke messen und selbst bis 
12 Z. Länge erreichen'). In den Combinationen herrschen nach Bfezina 
M, T, r undn, untergeordnet erscheinen P; z, u; i; o, k,7; q, y und d*). 
Klein beobachtete noch 17 andere darunter 7 neue Formen '). Zw. nach 
qcPgo sind zehr häufig, ebenso zertrümmerte Kr., welche wieder durch 
fasrigen £. vereinigt wurden oder an deren Bruchstellen neue Substanz- 
bildung erfolgte. In hohem Grade ist den Kr. Dichroismus und Absorp- 
tion des verschiedenfarbigen Lichtes eigen; durch Poo gesehen, sind 
sie braun, durch oc^co braun mit einem Stich in*s grüne, durch oP oliven- 
bis smaragdgrün (135) 71, 49. Das sp. G. der Kr. = 3*5, sie wurden von 
Rammeisberg'*), Dräsche^) und von Kottal*) analysirt. Als Unterlage 
der Kr beobachtete ich körnigen oder stängligen £. und als Begleiter 
nebst gewöhnlich stark erodirten, wasserhellen Calcit-Kr. (K. -Va^); ^^- 
chenreiche Kr. von farblosem Apatit und Gruppen weisser Adular-Kr., 
ferner reichlich haarfeine Nadeln und Faser-Aggregate von graugrünem 
Asbest, welcher den E. und seine Begleiter nicht nur umhüllt, sondern 
auch als Einschluss in ihnen erscheint Die E.-Kr. werden wieder vom Galcit 
und Apatit umschlossen und wurden die Tafeln des letzteren in ihrer Ent- 
wicklung vielseitig durch die gleichzeitige Bildung des E., sowie der Asbest- 
Fasern gehemmt. Nach Bfezina kommen die Kr. auf Klüften eines £-Schie- 
fers vor und fanden sich in deren Gesellschaft als Seltenheit auch einzelne 
hellgrüne einfache Sphen-Kr. ') In jüngster Zeit haben sich auf dem Galcit, 
welcher den E. begleitet, auch Parallel-Aggregate von Scheelit-Kr. gezeigt. 



■) Das Wr. min. Moseam bewahrt ein dickes S&nlen-Fras^ment von l'/s F« L&nge. 
«) Nach Marignac-Kokscharoy: oP, a>Poo, »Poo; Poo, VaP»; »P» aPa;Pao» VaP«; 

H X Pri zuri 

Poo. ViPoo. VsPoot P, aP, aP«; ~P. 
k y n q y d 

*) (46) 72, 113 und 133. Klein fand als Seltenheit anch yoUkommena Penetrations-Zw. 
*) (96) 72, 69. Enthält 038 FeO, Sparen yon MgO ; Glühyerlnst 29. 
«0 (46) 72, wo. 
•) (85) 72. 

^ Ueher ein ähnliches E.-Yorkommen am SatUlkahr im Obersalzbach-Gebiete hat Peters 
berichtet (Min. Lex. 139) and dürfte demnach das obige, wenn nicht der gleichen, 



122 Epldot. 

Steimnark. Bothaohlalpe bei Mariaiell. Die milcliweisBen Plagioklas- 
Kr. im Gabbro fand Tschermak in feinstrahligen, blassgrünen £. unge- 
wandelt ^) (85) 53, 525. 

K&mten. Im nordwestl. Landestbeile ist E. ein häufiger üebergemeng- 
theil des Gentralgneisses und der darin eingelagerten Ghlorit- nnd Am- 
phibolschiefer ; grössere Partien finden sich im Chloritschieier des Bossen 
Th. bei JliallnitM, mit Ghlorit und Quarz und im bponik Graben bei 
OberveUaehf mit dunkelgrünem Aktinolith. — Zwischen Chief en und 
Völkermarkt (iss), derbe Ausscheidungen in Tuffen [114]. 

Tirol. Matrei, kleine, gelblichgrüne Kömchen und Adern in ophicalci- 
tischem Schiefer. — Amras, erbsengrosse, durchsichtige, pistaziengrüne 
Körner im Phyllit, selten (46) 71, 54. — An Kr. aus dem Zillerthale habe 
ich 13 Formen nachgewiesen (85) 34^ 488, 45, ssi, später fand Bath noch 
7 andere Formen; Beer untersuchte denTrichroismus dieser Kr. (63) 115, 472. 
Auf der Alpe SehwoTMenstein am Rothenkapf (ia&) kommen ausser schönen, 
bis 2 Z. langen, grünen Kr. (auf Periklin-Drusen mit Ghlorit), auch die 
rothen „Thulif'-Kr. yor*) (49, a); dieselben verhalten sich in Form und 
optischen Eigenschaften wie E., daher ihre Bezeichnung als Thulit (Zoisit- 
Var.) unrichtig ist (103) ssi. — In dem Uralit-Porphyre von Predazio (i4o) 
sind, nach Blum , die Amphibol- und Amiant- Aggregate bisweilen in £. 
umgewandelt; auch der Labradorit der Grundmasse hat sich local in£. 
verändert (46) 62, 429, (9, d) iss. Der gleichen Pseudom. unterlagen auch 
manche Fassait-Drusen vom Monzonl (i4o), wobei eine Quarzausscheidnng 
stattfand (46) 64, 41. Eine E.-ähnliche Substanz in Pseudom. nach einem 
fraglichen Min. in anscheinend hexag. Gombinationen, gleichfalls vonMon- 
zoni, beschrieb Blum (46) 68^ 819. 

Böhmen. Die chloritischen Schiefer bei PHirlak a. d. Iser werden von 
Massen eines kömigen, weissen Galcites durchzogen, in denen dünnstäng- 
lige Partien von licht pistaziengrünem und dunkel graugrünem E. ein- 
gewachsen sind, sie werden von zahlreichen kleinen Nestern schwärzlich- 
grünen, schuppigen Ghlorites begleitet. Dem Galcit ist stellenweise auch 
kleinkörniger Albit beigemengt ^64) 58, e. 

M&hren. Zöptau, vom Starehberg beschrieb ich ausgezeichnete orthodia- 
gonal-säulige, einfache und Zw.-Kr. z. Th. an beiden Enden ausgebildet, 



doch einer benachbarten AmphibolgneiM-Zone der Tanemkette angehören (W) 19, w. 
Von älteren E.-iLnbrachen im Snlzbach.-Thale bewahrt das Wr. Mnsenm Exemplan 

(85) 6S, TM 
>) Dieselbe Psendom. seigt eich auch in den Trachyten von B6ib&Byft in Ungarn, vom 

dem HargttU Geb. und von Klsbäiy» in Siebenbürgen (a. a. 0.) S. a. (46) SS. ««• 
*) Nicht am Oreiner, wie im Min. Lex. u» irrig angegeben. 



fipidot 128 

bis 2 Z. lang und 8 L. breit, die kleinen pellucid, Öl- und grasgrün, an 
grösseren die Scbalentextar dentlicb. Die Zw.-Bildnng nach qk^qo ist 
oft mehrfach lamellar wiederholt; in den Combinationen wnrden 11 Formen 
nachgewiesen. Diese Er. fanden sich theils lose, theils anf Prasem-Enollen 
aufgewachsen in einer mit Letten erfüllten Kluft im Amphibolit; ur- 
sprünglich waren die losen Er. aufgewachsen und wurden später, wohl 
durch Dislocationen im Gestein, losgebrochen und im Letten eingebettet; 
durch neue E. -Substanz auf den Bruchstellen abgesetzt, fand dann eine 
theilweise Ergänzung der Er. statt. Nebst Quarz erscheint hier als Be- 
gleiter auch Prehnit ^). Auf Exemplaren von Rauberstein fand ich schwärz- 
lichgrüne tafelförmige, orthodiagonal meist yerkürzte Eryställchen, ein 
am £. ganz ungewöhnlicher Habitus, mit vorwaltendem ooPx und unter- 
geordnetem oP und P, auch Zw. nach cx^ao, einzeln oder gruppenweise auf 
Eluftflächen eines schiefrigen Amphiboiites mit Albit- und Sphen-Er. '), 
— Ein anderer F. nächst Zöptau lieferte auf demselben Gesteine unvoll- 
kommene E.- Säulchen und Nadeln, deren Entstehung aus Amphibol ent- 
weder unmittelbar oder durch Amiant vermittelt, nachwsisbar ist; als Be- 
gleiter zeigen sich Quarz, ein Nebenproduct der erwähnten E.-BUdung, 
und Albit-Er. (126) 65, s. - Am Tauben Bg. bei Sehönberflr finden sich 
eingezwengt zwischen Glimmer im Granit fächerförmige, radial-geriefte 
E.-Plättchen, die man bisher für Chrysoberyll gehalten. Auch anderorts 
in der Umgebung von Schönberg auf Elüften im Granit und Gneiss, derb 
und in Er. (98) 3. — Bland» (ui), im „ AUochroitfels''- Stbr , körnig und 
in pistaziengrünen Säulen (98) 2, es. 
Ungarn. Der Granit des Turof- Passes bei Stredno enthält accessorischen 
E. in nicht unbedeutender Menge ; er erscheint theils in dünnen Elüften 
theils gemengt mit Quarz in grösseren Nestern, auch eingesprengt im Quarz 
(86) 16, 188. — Valye eruesi bei Paulis a. d. Maros. In einem feinkör- 
nigen Granite sind nach Blum die kleinen Orthoklas-Individuen meist 
mehr weniger in ein höchst feinkörniges Gemenge von E. umgewandelt. 
Eine Pseud. vonE. nach Oligoklas beobachtete Blum in einem Trachyte 
von „Gyalu mare^ in Ungarn (9, d) 122. —Im Porotze gantUi Graben im 
Vaüe sacea bei Rtebänya kommt feinkörniger E. in's fasrige geneigt 



*) Nach Websky liegt der F. dieser nutDohmal 8 Z. langen E.-Kr. am Eircliirege Yon 
ZSptan nach Marechendorf, halbwegs Ton der ZAptauer Kirche snm Topfsteinbmche, 
und fand derselbe als Begleiter Albit- nnd Qoan-Kr., die letzteren mit Bildnngt- 
stOnmgen (141, 1). 

*) Der F. nach Websky: aof dem Brbrichter €hite, Sftdgeh&nge des Thaies am Wald- 
sanme ; auf Otogen and Elftften im Amphibel - Gneiss. — Weniger ansgezeichnet 
kommt E. in einem Hohlwege am Jackwirths-Berge ror ; hier finden sich auch lose 
Titanit-Er. in rerwittertem Gesteine (141, %), 



124 Epidot — Epsomit. 

mit ondeutliclieii Granat-Er. WoUastonit-freiem Galcit an der Grenze von 
Syenit und Kalkstein vor. An der Margina des Bikar- Kammes bildet E. 
ein körnig-stänglig zusammengesetztes Schiefergestein, welches 2—3 F. 
mächtig mit schwarzem Thonschiefer wechsellagert, auch als körnig- 
fasrige Masse die Blatter desselben durchsetzt (124; 190. 

EpSOmit^ Beudant. 
D. 643. N. 239, Bittersalz. 

Min. Lex. 142, 502. 

Oesterreioh. Im Salz Bb, von Hallstatt sehr häufig als Ausblühung auf 
Gyps- oder Salz hältigen Stücken (88 0- 

Salzburg^. Im Höllgraben bei Werfen, derb, kömig oder als üeberzug, 
mit Dolomit und Gyps, angeblich auf einem ausgelaugten Haselgebirge (118). 

Tirol. Bei MOhlan , Fernstein und a. 0. im Dolomitgebirge durch Zer- 
setzung des Pyrit gebildet (86) 16, V. e. 

Kraln. Idria (142). Stromeyer's Analyse des „Haarsalzes^ s. (128) 264. 

Böhmen. Ueber die Bildung des E. in den Mergelschichten von Saidschitz 
(142) u. s. w. s (86) 9, 441- Die K e u s s i n genannten Efflorescenzen von Fran- 
zensbrnnn (142) und Saidschitz sind zumeist Gemenge von vorwaltendem 
Mirabilit und von Epsomit (128) 282- 

K&hren. Rossitz-Oslawan , feine Kadeln bis 2 Z. lang, einzeln und in 
Parallel- Aggregaten, als Efflorescenz auf zersetztem Schieferthon in ab- 
gebauten Feldern, in der Nachbarschaft solcher, wie auch im frischen 
Felde auf der Kohle und den Sandstein-Einlagerungen. Die Bildung dieser 
Ausblühungen lässt annehmen, dass Dolomit im Schieferthon und Sand- 
stein, wahrscheinlich in feiner Vertheilung enthalten sei ; Pyrit ist aller- 
orts reichlich vorhanden (86) 17, 196. 

Uns^am. Herrn^mnd (143) Stromeyer's Analyse der rosenrothen Stalak- 
titen s. (128) 264 — Kremnitz (143) häufig als Üeberzug auf Stollenwänden, 
durch Einwirkung zersetzter Kiese auf den Amphibol des Trach3rtes ent- 
standen (86) 16, 831. — Hodrltseh, licht rosenroth gefärbte Stalaktiten 
durch- Aneinanderreihung unvollkommener Kr. gebildet; sie enthalten 
wenig Manganoxydul, Kobalt und Thonerde (86 F.) 69, 93, 157. — Schenmitz, 
in alten Bauen am Pacherstollen, sehr schöne, bis 1 Z. lange Faser-Ag- 
gregate; schneeweisse , grünlichweisse und perlgraue, seidenglänzende 
Lagen aus haarfeinen Individuen gebildet ; zuweilen als haarförmige Ef- 
florescenz in Hohlräumen, und zersetzte Gesteinsfragmente locker verbin- 
dend (104). 



1) BomMuer'B Mittheilung, 1800. 



Eiythrm ~ Bräunt. 125 

Erythrln^Bendant. 

D. 558. N. 306 (Eobaltblüthe.) 

Min. Lex. 148. 

Balxbnrff. ZinktvandimYfe\n»hT\Aeh Th«, Lungau, kleine nierförmige,pfir- 
siohblührothe Ueberzttge mit dmsiger Oberfläche auf Thonschiefer (118). 

Tirol. Im Yolder Th. als Anfing anf Qnarzschiefer (86) 19, 2U. 

Böhmen. Lindaker's Analyse des E. von Joachimsthal (lis) s. (128) ses. 
Pribram. Schwarzgrubner Gg., Büschel breiter, karminrother Nadeln 
j?30. ocPoD. ai^ mit Qnarz-Er. in Drusenränmen eines Gemenges yon 
Quarz mit Pyrit und Galenit, selten. Johannes Gg., kleintraubige, radial- 
fasrige Aggregate von pfirsichblührother Farbe auf Klüften eines Smaltit- 
führenden Gemenges (69, a) is. (141, h). 

Siebenbftrgen. Zu OlAh-LAposbAnya fand man neuester Zeit in einem 
Drusenraume eines on Golddr&hten durchzogenen Gangquarzes, auf den 
Quarz-Kr. sehr kleine Er. von Dolomit und Smaltit (?i, neben welchem 
sich winzige Häufchen von erdigem E. zeigten. Das seltene Zusammen- 
Yorkommen von Gold und einem Eobaltkiese ist bemerkenswerth 
(135) 72, 76. 

EyanSlt, Forbes. 

D. 585. N. 235. 

üng^am. Das im Min. Lex. sei als Perlsinter beschriebene, amorphe Mineral 
aus dem Eisenerz-Bb. am Zeltznik Bg. bei Szlrk % welches in AUophan- 
ähnlichen nierförmigen und stalaktitischen Gestalten auf Limonit er- 
scheint, erwies sich als ein neues Thonerde-Phosphat, sAl^O,. P^O^-I- 
isHjjO, welches E. genannt wurde, sp. G. = 1*8 — 2,1"). Yor ca. 15 Jahren 
ist der E. häufiger vorgekommen, seither aber nicht mehr (141, f). 



>) Sftdiich Ton Nagy B6cse. Als F. wird auch das östlich 2Vs Meilen entfenite Csetnek 
angegeben. 

>) JoTum. f. pract. Chem. 95 sie, X^) ^^« o^i ^141, k). — Eenngott untersuchte, durch 
obige Hittheilnng yeranlasst, einen nAllophan" von Hostenlee bei Libeihm in erdigen, 
weissen Lagen, wechselnd mit blassblanen stalaktitischen, welche letzteren, da sie 
in der Phosphorsalzperle kein Kieselskelet gaben, sich bei weiterer Prdfang viel- 
leicht als ein Phosphat erweisen könnten (39, m) »4. 

* Analysen des Enchroit von Libethen (144) in Ungarn s. (128) m. 

* üeber das Vorkommen des Enkamptit in den Oanggraniten des Oranitgebietes 
zwischen Pressbnrg (14&) und St. Georgen s. (86) 14, as4- Nach Dana ist der 
E. ein wasserhaltiger Biotit und wahncheinlich einZersetznngsprodnot; er Tergleicht 
seine Zusammensetzung mit jener des Yoigtit (101) 107, 487. 



126 Fsuserit — Fluorit 

FaUSeilty Brelthaupt. 

D. 64Ö. N. 311. 

Vngmmy Hermgrondy ziemlich grosse Er. P. cdP. ocPr ooP«)^. ooPoS', 
zuweilen innen hohl, durch Zurundung und Gruppirong stalaktitische For- 
men ergebend, röthlich- und gelblichweiss, durchscheinend, auch wasserhell ; 
sp. G. = 1*89. Man hielt diesen Manganvitriol, der sich als neues Zer- 
setzungsproduct im Bb. findet, zuerst für Goslarit oder Epsomit (97) s, 
(39, m) 39. Auffallend ist die sehr blasse Färbung bei dem hohen Mangan- 
gehalte von 20 Proc. (86 F.) 69, 157. 

FiCbtellt, Bromeis. 

D. 735. N. 594. 

Böhmen. In den Torflagern von Borkowitz bei Weasely liegen zerklüf- 
tete Baumstämme, die mit einer gelblich- oder graulichweissen, harzartigen 
Substanz imprägnirt und deren Spaltwände mit Krusten derselben bedeckt 
sind. Diese Harzkrusten bestehen aus dünnen, übereinander gelagerten 
Lamellen, die nach zwei sich schief kreuzenden Bichtungen spaltbar sind, 
und einzeln weiss, durchsichtig und glasglänzend, in den zusammenhän- 
genden Ueberzügen aber graulichweiss und perlmutterglänzend erscheinen ; 
sie lassen sich zwischen den Fingern ohne fettigem anfühlen zerreiben 
Aus der Lösung in Aether bilden sich dünne säulenförmige, stark ge- 
riefte E[r. von monoklinem ELabitus (126) 70. 

FlnOrlt, Napione. 
D. 123. N. 228 (Flussspath). 

Min. Lex. 146 und 502. 

Bteiemiark. ') SuUhaeh Graben bei Garns. Licht bis dunkel violette oder 
graublaue , bis 2 Z. grosse qdO od und ooOco . 0, einzeln oder gruppen- 
weise mit Calcit-Er. in einer Kluft auf Guttensteiner-Ealkstein aufge- 



1) Ueber St. Gallen (im), s. (48) [Im Min. Lex. steht irrig 34] (S); (40) Nr. 8 nnd 6 ; 
(46) 6], M7. 

* Hauen Analyse des Felsöbdnyt Ton Felsöbinya (u»), — sp. G. = 8*38 — 

8.(188) 971. 

* Kenngott nennt in (89, m) 941 naeh Obomy (98), 8, u als F. von Fergusonit Mai^ 
Bobendorf in Hftbren nnd fügt binzn, dass „eine etwas eingehendere PrAfong jeden- 
falls enrftnseht w&re , wenn es sieh nm das Torkommen und die Identit&t eines so 
seltenen Minerales handelt* nnd besonders — ftgen wir hinin — wenn nan die Be- 



Fluorit. 127 

wachsen ; die Ton ihrer Unterlage losgebrochenen Kr. anch frei in einem 
die Kluft erfüllenden Letten liegend. Auf den Flächen der meist un- 
gleich massig gefärbten Würfel fand ich mikroskopische, tetragonale Ecken 
von 3O3 , wohl durch Erosion , eingetieft , dieselben sind gewöhnlich 
linear, parallel den Wfirfelkanten gereiht ; gegen die Flächenmitte meist 
yerschwindend, bringen diese Erosionsgestalten im Falle regelmässigster 
Ausbildung die Erscheinung eines rechtwinkligen, schimmernden Kreuzes 
herror, dessen Balken die glatten Stellen zunächst den Würfelecken um- 
fassen. F.- und Calcit-Kr. umschliessen sich gegenseitig. Vierseitig pris- 
matische Canäle, welche einige F.-Kr. durchziehen, dürften vielleicht von 
Karstenit stammen. (86) 17, si. S. a. (108) 69. 

Tirol. Am Salzberge von Hall (i46) ist der F. vor ca. 20 Jahren, später 
nicht mehr vorgekommen (141, u). — Nahe dem Gipfel des Teehirgant Bg, 
bei Imst, violett, derb, im Hallstädter Kalk (86) 16, V, 7. --Pfunderer Bg, 
bei Klausen, weisse, bis IVi L. hohe 0, in mit Quarz-Kr. bekleideten 
Hohlräumen eines erzführenden dioritischen (Gesteines (46) 71, ss. 

Böhmen. Harrachsdorf (i46) s. Galenit. — Ober-Boohllti, kömiger F. 
erscheint gleich dem Malakolith, Disthen und Feldspath als üebergemeng- 
theil oder lagenweise im erzführenden Kalkstein (86) 9, F. is. — Ober- 
Graupen (lis) auf dem H&rlgange im Müekenberger Rev., schöne farb- 
lose Kr. mit dunkelblauem Kerne (86) 14, 171 ; im KnOtler Bev., dunkel 
violette Kr. mit Bergkrystall und Braunspath ^). — Welpert (us) und 
€h>tte8gab, gelbe ooOjo auf derbem grünen F., und meergrüne, mit Braun- 
spath überzogene "Würfel in röthlichem Baryt eingewachsen (107). — 
Schlaggrenwald (us, 502). Die Kr. sind meist klein, doch kommen aus- 
nahmsweise ooOjo und 0, mit zolllangen Kanten vor; gleichfalls bemer- 
kenswerth ist es, dass sich bisweilen in einer Druse Kr. von zweierlei 
Gestaltung zeigen, z. B. violette und ocOoo . 00O2 (96) 10, 227, oder noch 
auffallender, grüne neben violblauen ooO, letztere einen weissen Streifen 
in der Rhomben-Makrodiagonale besitzend, so dass die Gestalten den 
Eindruck eines mO hervorbringen (85) 13, 484. Ueber Flächenbeschaffenheit 
und mancherlei Fälle von regelmässiger Farbenvertheilung an den Kr. 
berichtete Glückselig und erwähnte auch, dass neuerer ^Zeit ziemlich häufig 
wassergrüne F. (xOoo auf Desmin angetroffen wurden, welch' letzterer 
auf Quarz oder Kassiterit als Kruste erscheint (96) 16, ui. An dunkel 



Btiiiimang einer als nicht yerULsslieh bekannten Qnelle entnimmt, wie dies bei Eole- 
nati der Fall ist. Deshalb haben wir im Min. Lex. m bei der Erw&hnong des mähri- 
risohen Fergosonit noch eigens herrorgehoben, von wem diese Angabe stammte. 
*) Schiller und Lehwald, Zinnerz- York, von Granpen. Prag 1868, 9. 



128 Fluorit — Fnchsit 

Tioletten Er. von Sehlag^r^iiwald M und von Zinnwald*) (147) bestimmte 
Hessenberg: "/»^"Is- ocOoo, an Kr. von Zinnwald erscheint das seltene 
"/sO^V, last selbstst&ndig mit trefflich spiegelnden Flächen (113) 5. üeber 
die Beschaffenheit der Flächen an Er. von den beiden Fundorten s. Scharff 
(46) 61, 401 ff — Bei MarkhaDFen ist ehemals F. vorgekommen '107). — 
Mies, kleine, graulichweisse ocOco auf (juarz, mit Blende, und derb von 
blauer Farbe mit Pyrit (64) 72, 19. 
Un^axn. Neuester Zeit fand man zu Kapnik (149) auf Dolomit-Trümmern 
in einem erdigen Ganggesteine bis 5 L. grosse F.-Kr. ooOoo und ooOoo. 0; 
ihr Inneres ist pellucid bei sehr schwacher graulicher Färbung, die ausser- 
ste Schichte ist blassviolett; auf ihnen sitzen kleine Dolomit-Kr. (135) 72, 77 

Freieslebenit, Haidinger. 

D. 93. N. 552. 

Min. Lex. 150. 

Das von Renss als F. beschriebene Mineral von PHbram ist nach meinen 
Untersuchungen Diaphorit (s.d.). Die alten Angaben der Localitäten 
RatieboKtz und Eapnik (150), letztere in (48) 2, 369, beruhen nach Reuss 
wohl auf einem Irrthume (64) 59, 51. Eleine starkglänzende Er. sollen, 
wie in (104) iss erwähnt wird, in Felsöbänya vorgekommen sein. 

FritZSCheYt, Breithaupt. 
D. 587. N. 312. 

Böhmen. Auf einem nelkenbraunen, locker feinkörnigen Granat, aus einer 
Hämatit-Lagerstätte von Neuhammer bei Neudek, entdeckte Breithaupt 
die röthlichbraunen bis hyazinthrothen, tetragonalen Blättchen dieses 
Minerales, welches, qualitativ untersucht, sich als ein Mangan-Uranit mit 
Yanadingehalt erwies ; die trüben Lamellen zeigten eine schmale Einra- 
mung von Ealkuranit. Eupteruranit kommt auch an demselben F. vor. (97) s. 

Fnchsit, Schafhäutl 

D. 309. N. 444. 

Tirol. SchafhäutPs Analyse des F. von Schwarzenatein im Zillerthal (150) 
s. (128) 657. 667. — Putsch bei Tulfer, smaragdgrüne, perhnutterglän- 



^) 8. Levy's Atlas (48; Xm, Fg. 9-4, 7. 
») ebd. Xin, Fg. ». 



Fnchsit - Galenit. 1^ 

zende Schüppchen, mit Ghromocker eingesprengt and als Ausfüllung von 
Klüften im Dolomit ^ (49, a). — In Windischmatrei (150) findet sich F. 
auch im Schlossgraben auf Schloss Weiaenstein im Dolomit (141, u). 

Oalenlt, v. Kobeii. 

D. 40. N. 537 (Bleiglanz). 

Min. Lex« 151 nnd 502. 

Oesterreioh. Der Ka]l:stein der Gegend von TümitK (151) und ÄJxnabergf 
welcher die ehemals abgebauten Erzlagerstätten enthält, wird den Göss- 
linger-Schichten (unt. Muschelkalk) zugerechnet (86) 15, 484. — Am Art 
Kogl bei Steg am HaUstätter See (151) traf man G, in Kalkstein einge- 
sprengt, und wurde darauf vor ca. 20 Jahren ein Versuchsbau eröfhet (88). 

Salzburg. Haberländer Gang am hohen Gold Bg. in Bavris, 2—12 L. 
grosse einfache Kr. ocOao . und Zw. auf Bergkrystall und derbem Quarz? 
der von Pyrit, Chalkopyrit, Mispickel und Blende begleitet wird (118). 

Steiermark. Stangalpe bei Tnrrach, derbe Knauem bis 30 Pfund schwer, 
auf der Limonit-Lagerstätte (86) 9, 196. — Baierdorf unweit Neumarkt, 
in Kr. und grobkörnig mit Cerussit-Kr., Blende und Eisenocker auf Gang- 
klüften, in einem Quarzit, der kryst. Schiefem eingelagert ist. Auf dieses 
unlängst durch die Budolfsbahn aufgedeckte Vorkommen wurde ein Schurf- 
bau eingeleitet (86 F.) 67, 351. — Gross-Stfibing, s. Siderit. — Padeseh 
bei Tüffer (Bb.) unda. d. Save bei St. Leonhard (Bb.), Steinbrttck, Lokautz 
(6b.), BÄdesch und bei Llehtenwald, auf Gängen in einem Sandstein der 
oberen Gailthaler-Schichten, nahe der Grenze gegen die Werfener Schiefer, 
begleitet von Baryt, Galcit, Quarz, Siderit und Blende (86) 10, i64; 12, S62. 

BUlmten. Ausser in den triadischen Kalkalpen, welchen die drei Bb.-Reviere 
Dentsch-Bleiberg'), Baiblund Windisch-BIeiberg (152) angehören und 



*) ? in den Dolomit-B, welohe im Talk- oder Chloiitschiefer eingewaohsen sind. 

s) Die eigenthümlichen, ans gereihten gebildeten Bohren nnd St&ngel Yon Bleiberg 
wurden bereits im Min. Lex. erwähnt; Bfezina beobachtete solche Aggregate anch in 
schraubenförmiger Qestalt, welche 2—3 Z. L&nge erreichen; in diesen gewundenen 
Stftngeln ändert sich die Lage je zweier Nachbarkrystalle stetig und wenig (141, c). 

* Im DiluTialsohotter bei Wiltau fanden sich in einem eisenreichen Dolomit-QeröU- 
stttcke Lagen und Nester Ton schuppigem, sman^dgrünem Fnchsit. Nach Pichler kann 
der Findling nur aus dem Sill-Gebiete stammen (46) 71, m. 

* Im Granite des Zdjar-Bg. bei Böhm. Eisenberg in M&hren kommen neben Ma- 
lakolith und Diopsid, grflnschwarze, rhombische T&felchen (mit Flächen von mPoS', 
ooPao', ODPäö) vor, welche nach Obomy dem Gadolinit angehören dürften. Die bis 
S L. hohen, 1% L. breiten und */, L. dicken Täfelchen besitzen Glasglanz, auf Bruch- 
flächen Fettglanz, einen licht-schmotzig-grünen Strich , und sind nicht spaltbar (98) 
3, 8. Die angegebenen Merkmale genügen aber nicht, um die Bestimmung dieses 
Minerales, — dessen Vorkommen in gleich ungenügender Weise schon durch Eolenati 
(s. Min« Lex. S. 151) erwähnt wurde — als Gadolinit zu rechtfertigen. 

Zepharorich, mineral. Lexicon n. 9 



IBO Galenit. 

in den krjst. Schiefern und Kalken der Gentralalpen, für welches, meist 
als Imprägnation aufzufassendes Vorkommen mehrere F. (153 ^) bekannt 
sind, findet sich G. in einem mittleren geolog. Niveau in der Umgegend 
von Kentschach auf Gangklüften in einem grauen Dolomite, welcher der 
alp. Stemkohlen-Formation zugerechnet wird; am Südfusse des Kathrein- 
hogels wird eine derartige Lagerstätte abgebaut; auch in Teeheiweg kommt 
G. (mit Pyrit) vor (114). 

Tirol. Im a. Bb. am Cingledin Bg. im Bregnzzo Th-, einem Seitenthale 
des Val Giudiearia, derb, mit Ghalkopyrit und Pyrrhotin, auf Gängen 
und Schnüren in einem dichten Ghloritschiefer, der dem Glimmerschiefer 
eingelagert ist (96) 16, 264. 

Kraln. Bei den im Min. Lex. 154 genannten F., Novine ausgenommen, tritt 
G. gangförmig in Sandsteinen der oberen Gailthaler-Schichten auf, s. Min 
Lex. 503. Ein gleiches Vorkommen ist nach Zollikofer a. m. O. an der 
Save zwischen Sandörfl und Look bekannt (86) 10, lu. 

Dalmatien. Dentis, eingesprengt in den Eisenerzlagern« — Gradac, mit 
Pyrit eingesprengt in feinkörnigem Kalkstein' [136]. 

Böbmen. Harraehsdorf (154). Der hier unlängst noch an der Mummel ab- 
gebaute Gang tritt im Granitit, dicht a. d. Grenze gegen Phyllit auf und 
führt vorzugsweise Baryt, Fluorit, G. und Pyrit, ferner untergeordnet 
Pyromorphit und Gerussit (86) 12, 490. — Ober-Bochlitz, auf der Kupfer- 
erz-Lagerstätte (86) 10, 22. — Bongstock a. d- Elbe mit silberhaltigeii 
Kiesen und Blende, auf Gängen in Amphibolit-artigem Syenit (86) 9, 430. — 
Liesdorf und Mittel-Tellnitz, auf Gängen in rothem Gneiss (86) 9, sei. — 
Ober-Graupen, selten, auf den Zinnerz-Gängen (86) 14, 171. — Nach Grimm 
ist in dem a. Bb. zu Knttenberg (157) reichUch G. vorgekommen und zwar 
gewöhnlich grob oder fein eingesprengt und zumeist von Pyrit und Blende 
begleitet; grössere derbe Mitteln scheinen hier nur selten auf den Erz- 
gängen im Gneisse eingebrochen zu sein (35) 71, 268. — Bei Skalitz a. d. 
Sazawa SO, auf Gängen im Phyllit, mit Baryt und Calcit (86) 13, 179. — 
Die Erzgänge, welche einst in der Gegend von Deutsch-Brod (157) an zahl- 
reichen Orten abgebaut wurden, treten nach Andrian im Gneiss-Phyllite 
auf, während sie im Gebiete des grossblättrigen Gneisses nur sehr spärlich 
angetroffen werden. Auf den alten Halden findet man G., Pyrit, Mispickel 
und Tetraedrit, mit Quarz und Galcit (86) 13, 543. — Batieboritz (157). 
lieber die Flächenbeschaffenheit der Kr. s. (46) 61, 392. — Der Bb. zu 
WeUca bei Mftlilliansen liefert G. von Gerussit und Quarz begleitet. Die 
Analyse erwies in diesem G. einen sehr geringen Gehalt an Vanadin (als 



^ AadL die Vorkommen im ZirlaataMkn bei DoUaeh, von Inmer-Kremi, and in der 
SeharUn^ N. von ltod«»thda, gehören hierher (114). 



Galenit 131 

Yanadinsäure bestimmt, betrag deren Menge 0.03 Proc.) (121) 19, 409. — 
Ober-Lischnitz (157). Bb. auf G., welcher mit Pyrit, Chalkopyrit, Blende, 
Calcit, Dolomit und Quarz auf einer gangartigen Lagerstätte im Granit 
einbricht (121) 13, 256. — Prlbram (ise). Neuere Vorkommen von jüngerem G. 
wurden von Beuss beschrieben; unter diesen sind besonders bemerkenswerth 
nach einer trigonalen Axe verkürzte oder 0. odOx . ooO, vom MiehcLÜ-Gg,, 
bis 2 Z. breite, papierdünne Lamellen, die in verschiedenen Richtungen 
durch einander gewachsen sind. Die Breitflächen haben einmoirirtes 
Ansehen. Von den dickeren lamellaren Er. sind manche aus mehreren 
dünnen zusammengesetzt und enthalten in den engen Spalträumen feine 
Pyrittheilchen. Die ebenfalls bereits im Min. Lex. erwähnten zapfen- 
und tropfsteinartigen Gestalten hat Breithaupt i) irrthümlich;zum hexagon. 
Sexangulit gestellt; sie spalten ganz ausgezeichnet nach odOoo . Der ,,Stein- 
mannit^ ist schon früher'} als jüngerer G. bezeichnet worden (69, a) 27, 
45, 8. a. (135) 72, 84. G.-Analysen, sp. G. = 7-25 und 7'32 s. (128) 49, 
(121) 18, 361, 388, 19, 401. — Swarow (a^, KruSnahora bei Hiidlie (b), 
Gi/^6er^b.Komarow (c), kleine Er. mit Pyrit (a,b). Blende und Baryt (b) 
oder eingewachsen in Ankerit (c), auf Gangklüften in den Eisenerzlagern 
(85) 59, 603. — Zu Äujtzd bei PttrgUtz fand sich körniger G. in Putzen 
von Galcit und Baryt, welche in einem den untersten silur. Schichten 
angehörigen Aphanit -Mandelstein vorkommen ; sie haben zu Schürfungen 
Anlass gegeben (64) 58, 19. — Adalberti Zeche, Bakonitz 0. Dünne G.- 
üeberzüge auf Eluftflächen der Schwarzkohle; in gleicher Weise zeigen 
sich daselbst, wie auch anderorts so häufig, Pyrit und Eaolin (64) 58, 6. — 
Bleistadt (155). Pseudomorphosen nach Cerussit und Pyromorphit. — In 
dem Bb. von Berg bei Boden, derb und in Würfeln, von meist rother 
Blende begleitet. — Zu Grün bei Einsiedl wurde vor mehreren Jahren 
ein Bb. begonnen und zeigte sich daselbst der gangförmige G. aus dicht 
an einander gedrängten goOx> bestehend. -— Michelsberg (155). Bauh- 
und mattflächige Gontact-Zw. von nach einer trigonalen Axe verkürzten 
ocO [107]. — Die Gewältigung eines a. Bb. zu Kscheutz bei Afies lieferte 
silberhaltigen G. auf einem Gange im Thonschiefer (86) 17, 211. — Bodolf- 
stadt, kömig, mit schwarzbrauner Blende, Quarz und Pyrit (186)- 

K&hren. Die G.-Lager der Tuehlahn b. Jannowitz (iss) treten im Phyllit 
auf und dürften mit ihnen jene nächst Karlsbrunn (i58) in Schlesien in 
Verbindung stehen (86) 11, V, 72. 

Sohletieii. Südlich von Bennisch (iss) bestand früher am Silheraehaeht 
ein bedeutender, jetzt a. Bb. ; G. mit gelber Blende, Chalkopyrit und vielem 



t) (-120) 62, 9» yj&) 62, 4gs. 
*) Min. Lex. «s« 

9* 



132 Galenit. 

Pyrit kamen hier mit Baryt, Calcit und Quarz, angeblich gangförmig, 
in ober-devon. (Bennischer-) Schichten *) vor. Bei der Kirche von Seiten- 
dorf ist ein ähnliches Vorkommen bekannt; hier ist Eieselschiefer das 
erzführende Gestein (130) 23. 
Ungarn. Brles, kryst. Partien mit darauf sitzendem, erdigen Schwefel auf 
den Erzlagerstätten im Glimmerschiefer. — St. Andre (159)} mit Cerussit 
und Antimonit in Quarz, auch derb mit Pyrit und Tetraedrit, auf Quarz- 
und Siderit-Gängen im Glimmerschiefer. — In neuerer Zeit ist zu Alt- 
gebirg auf einem Gange derber G. in bedeutender Menge, mit Baryt, 
Quarz und Pyrit yorgekommen. — Auf den Erzgängen von Kreinnitz 
ist G. äusserst selten*), er findet sich hier derb und eingesprengt mit 
Blende, Quarz und Pyrit. — Die Erzgänge zu Schemnitz (iss) führen in 
grösserer Teufe vorwaltend G.; in grossen Massen bricht er auf dem 
Spitaler Gg. Von den Er., welche die hiesigen Bb. liefern, sind manche 
durch ihre treppig eingesunkenen Flächen bemerkenswerth , welche an 
die aus Hüttenwerken stammenden G.-Er. erinnern ; andere besitzen wie 
angeschmolzene Kanten und zerfressene Flächen; sie sind oft bunt oder 
schwarz angelaufen. Häufig erscheint G. als Kern der „Bingerze'', wie 
am Theresia Gg., zunächst von kryst. Quarz, dann von Pyrit und von 
eisenschüssigem Quarz (Zinopel) umgeben [104]. Ueber d'e Flächenbe- 
Bchaffenheit der Kr , s. Scharff (46) 61, 392 und Scacchi (96) 15, 27. — 
Eisenbach, in Kr., derb und eingesprengt, mit Pyrit u a. (104). — Das 
Bleierz-Vorkommen des a. Bb. zu Pila (153) ist ähnlich jenem in Kärnten; 
G.-Kömer und -Knollen in gelbem Letten, welcher Klufträume in Trias- 
kalk erfüllt. Die lettigen Kluft- Ausfüllungen bestehen vorwiegend aus 
ockrigem, mulmigem Galmei, der von feinen Smithsonit-Adern durchzogen 
ist; Kr. des letzteren zeigen sich in kleinen Drusenräumen (86 V.) 67, 53. 
Nagybänya (159), derb, feinkörnig und eingesprengt, selten und sporadisch 
vertheilt mit Blende und Chalkopyrit. — Ein früheres, im Min. Lex. 159 
flüchtig erwähntes, sehr ausgezeichnetes Vorkommen von Kapnik (159) 
lieferte dünne tafelartige Zw., die zu moos- und büschelförmigen Aggre- 
gaten vereint, die Zwischenräume zwischen lebhaft glänzenden, ölgrünen 
Blende-Kr. und grossen, dunkel angelaufenen Tetraedrit-Individuen er- 
füllen. Blende-Kr. enthalten G. als Einschluss [104). — R^zbäuya {159). 
Im Innern der Erzstöcke fand Peters den G. meist bereits in Cerussit 
übergegangen, während er in den peripherischen Gontactgebilden ganz intact 



*) Ein Complez Ton Granwacken-Sandstein und Thonschiefern mit untergeordneten 
Qoarz-Conglomeraten, Eieselschiefern, Diabas-Mandelsteinen, Eisenerzen und Kalk- 
steinen. 

•) (86) 16, 



Galenit — Ganomatit. 133 

geblieben; so erscheint er kleinkörnig im Tremolith zwischen den keil- 
förmigen Büscheln desselben, in platten Oktaedern io dem grünlichgrauen 
Amphibolgestein, zwischen den Amphibolstängeln oder in ihren Spaltklüften 
(wie in Dognacska) ; ausgiebige Nester mit aderförmigen Verzweigungen 
bildet er in den Gemengen yon Calcit, mit Granat und Amphibol oder 
Chlorit. Bemerkenswerth ist das Vorkommen einer Erzbreccie im Kei- 
chenstein Bb. in VaÜe »acea. Fragmente eines dolomitlsirten Neocom- 
kalkes sind durch ein Gement von Pyrit und Galenit verbunden (124) los. 
Pseudom. nach Pyromorphit s. d. — N. von Hälm^j bei Szirb^ Lunk- 
sora und Lazur, bestanden a. m. 0. Bb. auf gangartigen Lagerstätten, 
die vorwiegend G. neben Pyrit und Chalkopyrit führen, und in Ereide- 
sandsteinen, in Trachyttuffen oder im Phyllit aufsetzen. (86) 18, 493. 
Siebenbürgen. Oläh-LAposbänyä (leo). Fellenberg beobachtete in Zw. 
von G., auf Bergkrystall, zähniges Gold als Einschluss. Hier finden sich 
auch schöne tafelförmige Zw. auf kleinen Quarzadem z. Th. mit Ankerit 
bedeckt; der „schillernde Bleiglanz'^ ist ein von Blende-Theilchen durch- 
wachsener G. ; meist erscheint derselbe in Pyrit, Chalkopyrit, Quarz und 
Homstein eingesprengt, auch in derben gross- oder kleinkörnigen Partien 
(46)61, 303,(104). •— Dolea» Bb. hei Bezbänya grob- bis feinkörnig, meist 
mit wenig dichtem Bedruthit verwachsen; Chalkopyrit und etwas Pyrit 
ist in und neben ihnen eingesprengt. Auf Lagerstöcken in metamorphischem 
Glimmerschiefer ^). G. und Blende nehmen daselbst die grösseren Teufen 
ein, in den oberen Horizonten erscheinen Ziegelerz, Malachit und Cerussit; 
als Vermittler zwischen dem letzteren und dem G. treten Linarit und 
Caledonit auf (124) 86. — Pojäna Monilni (Ken Sinka) (leo). Der G. 
bildet linsenförmige Massen, die meist nahe an der Grenze zwischen 
Porphyr und Glimmerschiefer in dem letzteren auftreten; vornehmlich 
fanden sich dieselben in den Schiefermitteln, welche zwischen nahe an- 
einander liegenden Porphyrgängen eingeschlossen sind (109) 267. — Kron- 
stadt, derb, mit ockrigem Limonit (136). 



OanOmatit, Breithaupt. 

D. 798. N. 816, Gänseköthigerz. 

Ungarn. Scbemnltz (i6i). Hodritsch und Eisenbach, nierförmige lieber- 
Züge und dünne Krusten von grünlich-grauer und brauner Farbe auf 
Galenit und Silbererzen (104). 



1) In feldspathreichem Tliongliminerschiefer, reich an Nestern and Wülsten Ton Quarz 
(86) 18, lu. 



134 Oehlenit — Gübertit. 

Oehlenit^ Fuchs. 

D. 370. N. 384. 

Min. Lex. 161. 

Tirol. Manxoni Geb. in Fassa (lei). An den zumeist durch oP. aoP be- 
grenzten Er. beobachtete Descloizeauz untergeordnete Flächen von P oo, 
*/,Pao,2Pao, ^UP{?) und xPs*); sie besitzen schwache Doppelbrechung 
mit negativer Axe (103) 214. Analysen s. in (128) 731. 

GersdorfÄt, Löwe. 

D. 72, 7d8. N. 575 (Nickelarsenkies). 

Min. Lex. 161. 

Steiermark. Analysen der G.-Er. von Behladming (i6s) wurden von Löwe 
und von Pless ausgeführt; ihre Zusammensetzung lässt sich nach Dana 
durch die Formeln (Ni, Fe)8 ASgS, (sp. G. = 6-7- 6-9) und (Ni, Fe, Co), 
Asjä, (sp. G. = 6*64) ausdrücken; für die letztere Varietät wurde der 
Name Plessit vorgeschlagen. Derbe Massen, welche Löwe und Yogi 
analysirten^ nähern sich der Zusammensetzung des Amoibit (Ni, Fe)g 
ASsS, (101) 78, (128) 63. Vrgl. (135) 72, 281. 

Uns*am. Frakendorf (162.) Lowe's Analyse, s. (128) 63, entspricht an- 
nähernd der Formel (Ni, Fe), As^Sa. — Die Analyse eines Kieses von 
Dobschan (162), welcher in England zur Gewinnung von Ni und Co 
verwendet wird'), ergab eine von anderem G. abweichende Constitution : 
(Ni, Co, Fe), AsgS mit dem Atom - Yerhältniss Ni : Co : Fe = 9 : 3 : 2; 
Dana nennt diese Abänderung Dobschauit (101) 73.') 

milt&rgrense. Tergoye« Deutliche Er. O.ooOoo vom August-Lager^ 
. sp. G. = 5^94, wurden von Eschka analysirt (121) 13, 23 > (39, m) 278. 
Ihre Zusammensetzung Hesse sich nur durch (Ni, Fe, Co)i9 As^o^n ^^ 
präsentiren. 

Gilbertit5 Thomson. 
D. 798. N. 327. 

Hin. Lex. 162. 

Böhmen« Zinnwald. Eine Stufe der Pester Universität zeigt in einer 
grossen, mit Scheelit reichlich besetzten und oberflächlich stark ge- 



1) Nach Daiia*B Grondform: oP. <xPao> P. ^P. sP. ^/s^oo. ooPs. 
^ Anzeiger d. k. Ak. der WisBensch. 1866, irs. 

*) Bei Breitliaapt*B [Angabe von Amoibit ans Dobsoban (Min. Lex. us) ist keine Ajukh 
citirt. 



Gflbertit — Oold. 135 

trübten Lithionit- Druse, Aggregate von gelblicli- grünem G., welche 
sichtlich die fländer der Glimmer-Lamellen etwas auseinander getrieben 
haben. Es scheint demnach, dass dieser G. und der Lithionit in einer 
genetischen Beziehung zu einander stehen. Das Mineral ist ident mit 
dem G. von Schlaggenwald (162), welcher in ausgiebigen Mengen vor- 
kommt, and bisweilen schöne Eassiterit-Er. umschliesst. (46) 61, 662. 

Olankodot, Breithaupt. 
D. 80, 798. N. 57L 

Min. Lex. 163. 

Zwei Minerale von üravicza (les) sind irriger Weise als G. bezeichnet 
worden; eines derselben ist neu und wurde von Tschermak Alloklas 
(s. d.) genannt, das andere hingegen ist ein stängliger Mispickel 
(85) 53, 220. Breithaupt hat den letzteren als G. beschrieben, da ihm 
dieses Mineral mit der Bezeichnung „stängliger Eobaltglanz^ und den 
Resultaten einer Analyse, welche die G.-Bestandtheile nachwies, zu- 
gekommen war (63) 81, 578. Auf diesen Mispickel beziehen sich die im 
Min. Lex. i6s mitgetheilten Angaben. Auch neuester Zeit wurde wieder 
ein stängliger Eies von der Elisabeth-Grube zu Oravicza als G. bestimmt, 
da er die Zusammensetzung desselben besitzt; dieses Mineral ist aber 
Eobaltin (s. d.)y denn seine Formen sind Oktaeder. 

Gold. 

D. 3, 779. N. 527. 

Min. Lex. 164 und 504. 

Böhmen. Eule (i66). Die G.-führenden Gänge setzen theils in Phyllit^ 
theils in Felsit-Porphyr auf. Der Bb. hat in den letzten Jahren nur 
sehr geringe Mengen von Freigold geliefert. (86) 14 F. 89 

Sohlesien. Das Waschgold, welches in einer älteren alluvialen Sand- 
ablagerung nördlich von Dürrseifen, bei Engdaherg, gewonnen wird, 
stammt nach Bömer sehr wahrscheinlich aus den, westlich davon im 
Thonschiefer eingelagerten, bedeutenden Quarzmassen (130) 12. 



* Haner*s Anal, des angeblich (s. Min. Lex. m) von Ischl stammenden Glanberit 

8. (128) 280 

* Eine anaffUirliche Monograplde des Glockerit Ton Obergrnnd, welche im 
wesentlichen mit den früheren Angaben (s. Min. Lex. i«) übereinstimmt, gab Glocker 
i. d Yrhdl. d. Leop. Carol. Akad. 26. Bd. »9 X^) ^> 6M, (39, h) ai. 

* Kleine röthliche Er. yon Gm e Unit auf Analoim, sollen in Tirol im Fassa-Th. 
Yorkommen (136). 



136 Gold. 

Ungarn. Ein sehr unbedeatender Bb. ist bei Boeing (les) zu Limbach 
im Betriebe. Nach Andrian scheinen die G.-führenden Quarzgänge in von 
Talkklüften durchzogenem, zersetztem Granite aufzutreten (86) 14, 338. — 
Schemnitz (les) n. Y., Blättchen als Einschluss in Quarz - Er. oder in 
Höhlungen derselben (46) 61, 666. — Kagybänya (les), selten, in kleinen 
Körnchen oder Blattchen, mitunter in einem innigen Gemenge voa Quarz 
und Galcit in feinen Flimmerchen vertheilt, von Pyrit und Quarz be- 
gleitet. - Felsöbänya, äusserst selten, zähnig, drahtformig und in 
kleinen Blechen in Quarz, zuweilen mit Silber [104]. — B^zb&nya (i69) 
sehr selten; a) Blättchen in erdigem Limonit der Galenit umhüllt und 
durchdringt, aus einem Grossular-Tremolith-Gemenge; 6) kleine, blättrig- 
zahnförmige z. Th* von Grossular umhüllte Partien in einem Gemenge 
von Kupferpecherz, Grossular- und Quarz-Trümmern; <?) ähnliche Par- 
tien mit Azurit verwachsen, auf Kupferschwärze in Hohlräumen eines 
Ziegelerzes, welches derben Tetraedrit umschliesst (124) los. — Im 
Syenit des Banater Geb. kennt man zu Moravicza, Dogruacska^ Bogsan, 
Fnrlak und Ezeres Gänge, welche G. jedoch in unbauwürdiger Menge 
enthalten (86) 19, 339. Deber das eigenthümliche Vorkommen in dem 
Bb. zu Orayicza (169) s. ebd. 315. 
SiebenbArgen. 01äh-Läposb4nya (i69), zahn-, draht- und fadenartig, 
z. Th. als Einschluss in Kr. von Quarz, Galenit und Blende. Fellenberg 
beobachtete die Succession: d) Bergkrystall, b) Galenit und Blende, 
c) Ankerit, d) Gold, e) Baryt (46) 61, 302. — Hldeg Szämos bei Gyalu, 
Neuerer Zeit wurde hier auf G.- hältigen Quarz -Lagern und Klüften 
im Talk- und Chloritschiefer ein Bb. eröffnet. Die den kryst. Schiefern 
der Umgebung eingeschalteten Quarzlager enthalten spärlich G., dann 
Tetraedrit, Pyrit, Chalkopyrit und Galenit und waren vielfach Gegenstand 
von Schürfarbeiten. Die Beschaffenheit dieser Lagerquarze, so wie ihr 
Auftreten im Streichen von Kalklagern, die z. Th. in Quarz verändert 
sind, führten Posepny zur Annahme der Entstehung der Quarzlager 
aus Lagern von Kalkstein durch Einwirkung von kieselreichen Quellen 
(86 V.) 67, 98. S. a. (112) 66, es. — Verespatak (169). In der Grube 
Felsö Verkes im Nagy^Kirnik Bg, traf man 1862 in Drusenräumen des 
Stockwerkes Spongia tömzs mit Quarz- und Pyrit -Kr, Kr. - Aggregate 
von G. in ansehnlicher Menge ; die scharfkantigen, selbst bis 6 L. grossen 
Kr. 00 Oao . erscheinen z. Th, in Zwillingen nach 0., verkürzt in der 
Richtung der Zwillingsaxe, und wurden dieselben irrthümlich als mono- 
kline Combinationen gedeutet.^) Das G. enthält 28 Proc. Silber, sp. 
G. = 13-82 (86) 13 F. 7. Diesem neueren Vorkommen gehört wohl 



») (35) 62, 338. 



Gold - Gnmmfttit. 137 

jenes an, welches Hessenberg beschrieben. Ein spiegelndes, nnregel- 
mässig gekrümmtes G.-Blech aus parallel und innig geeinten Er. be- 
stehend, ist oberflächlich mit G.-ErystäUchen in, unter 60° sich schnei- 
denden Beihen besetzt; stellenweise erscheinen die Er. einzeln, sie 
vereinen sich aber auch zu Bändein und bilden dann ein zierliches 
trigonales Netzwerk. Die Er. 0.(xOx)> sOa sind kugelmässig oder 
tafelig (nach 0) entwickelt, zuweilen Zw. oder mehrfache hemitrope 
Gebilde. Das grösste tafelige war über 3 L. breit (113) 7. Levy 
beobachtete Zw. der Form ooOg. »/aü% (48) T. 47, Fg. 5.*) 

GOSlarity Haldinger. 
D. 647. N. 310, Zinkvitriol. 

Min* Lex. 178. 

Ungarn. H6imgmndundHodritseh,inüeberzügenundnadelfOrmigen Er. 
geiblichweiss, röthlichweiss bis rosenroth, in alten Bauen. — Schemnitz 
im), gelblichweiss, gelblichbraun, grün und schmutziggrau gefärbt; die 
Stalaktiten sind zuweilen bürstenähnlich mit feinen Er. besetzt; auch 
lockere Anhäufungen schuppiger Individuen kommen vor [104]. Beudanfs 
Anal. s. (128) 235. — R^zbänya, im Beichenstein Bb, ( Volle sacca) und 
in alten Gruben vorgekommen, meist kupfer- und eisenhaltig, oft intensiv 
geförbt, krustenförmig, stalaktitisch, auch in Drusenräumen als dicker 
Pelz aus kurzen haarförmigen ErystäUchen. Die sehr verschiedenartigen 
Unterlagen sind immer stark zersetzt (124) les. ' 

Grammatit, Hauy. 

D. 233. N. 429 (Tremolit, Calamit). 

Min. Lex. 178. 

XSngBxn. B^zbänya (174). Beträchtliche Tremolith-Massen, bestehend aus 
feinstänglig zusammengesetzten Eeilen, welche durch verworrene kurz- 
fasrige Aggregate verbunden sind, und gewöhnlich kömigen Grossular 
mit und ohne Calcit enthalten, brechen nicht selten im kömigen Ealk- 
stein, welcher die Erzstöcke umgibt; schneeweiss, graulich-, gelblich- 



I) üeber Combinationen Ton Abrndb&nya, Boicza und Füzes s. (48) 8, 30Q ff. 

* üeber das Yorkommen von Waschgold in den Dünvial- Ablagerungen von Ungarn, 
Slebenbfirgen , SliTonten und der mitSrgrenM s. (86) 9, F. is, lieber das gold- 
fährende AUiiTiiim und Dilnvinm Siebenbürgens (ui) s. (109) 85» über das Goldseifen- 
Terrain der Umgegend yon OUhpian, ebd. S. nt» 



138 Gnunmaiit — Granat. 

oder röthlich-weiss. Stellenweise ist solclier mit Grossolar verwachsener 
Tremolith einer Zersetzung zu steatitartiger Substanz unterlegen (124) m. 
G. von Czlblowa wurde von Beudant analysirt (128) 469. 



Oranat, Albertus Magnus. 

D. 265, Gamet. N. 413. 
Eisen-Tbon-G. und G. von unbestimmter Zusammensetzung. 

Min. Lex. 174. 

Oesterreloh. Asrgsbaeh, OnrliofundKarlstftttendTs). Ausser im Serpen- 
tin, findet sieb G. accessoriscb auch in einem vorwiegend aus Olivin (s. d.) 
bestebenden Gesteine, und in Blöcken von Eklogit; die letzteren sind z.Tb. 
grobkörnig und entb alten faustgrosse Stücke von G. neben Körnern von 
Omphacit, Smaragdit, Magnetit und Olivin. (85) 56, 276, 29i. 

Salzburg:. Im Bb. Altenberg bei Bamlngstein im Ltmgau, derb, bräun- 
licbroth mit Galenit im Quarz. — Biergberg in Fnseli, bräunlichscbwarze, 
rundliche Körner in grauem feinkörnigem Galcit, der mit Quarz und 
derbem G. gemengt ist. — Im Kapmn Th., kleine ooO im Glimmerschiefer. 
— Scharnkahr im Hollenbach Th., hyazinthrothe , undeutliche 2O2, mit 
Vesuvian-Kr. auf derbem G. [118], 

Tirol. Zillerthal. Am Bothenkopf {Alpe Sehwarzenstein) (ne) sind neuerer 
Zeit grössere, hellrothe in's weingelbe ziehende G.-Kr. (mit ,,Thulit^) und 
schwarzbraune, starkglänzende G.-Kr. vorgekommen^) (49, a). In einem 
rothen G. vom Greiner &nd Kobell kleine Magnc^it-0 eingewachsen; die 
magnetische Eigenschaft mancher G. mag von solchen Einschlüssen stammen 
(133) 84. — Pfltsch (i76). An rothbraunen Kr. 2O8. ooO. sO"/, fand Hessenberg 
die am G. seltene Form ^jfi in ziemlich ausgedehnten Flächen; über den- 
selben zeigten sich Kr. von Yesuvian, Klinochlor und wasserhellem Diopsid, 
und aus diesen Min. scheint auch die dichte Gesteinsmasse, deren KlOfte 
und Höhlungen mit G. feindrusig bekleidet sind, gemengt zu sein (113)2*). 
Kenngott vermuthete nach der Analogie mit dem piemontesischen Vor- 
kommen, dass dieser G, ein Grossular sei (39, h) 101. Krantz berichtete 
über 1 L. grosse ooOao aus dem oberen Ffitsch-Th., z. Th. in Calcit 
eingewachsen, auf Ghloritschiefer (46) 58. 78. An stark glänzenden 
schwarzen Kr., welche den Zirkon vom Wildkreuzjoeh begleiten, beob- 
achtete G. Böse Flächen von ooOoo (68) 111, 275. — Bei Eidnann fluiden 



1) Anal, von Eisen-Thon-O. au dem Zillerthale b. (188) ssi. 

*) Wahncheinlich Tom WUdkrm^oeh stammend. — Ferber beobaditete an solchen Kr. : 
sOs. »0. sO'la auoh »Ooo und »Os (141, e). 



Granat. 139 

sich neuerer Zeit durchsichtige, etwa zollgrosse cxO. sOa. Im Vorkom- 
men und in der Farbe stimmen sie überein mit dem G. aus dem Ziller- 
und Oetz-Th., doch sind sie vorzüglicher in Farbe, Pellucidität und 
Glanz (46) 71, 57. — Wlndisehmatrei. Pfaff beobachtete an aus der Nähe 
von ZrtetMr' stammenden braunen Kr.: ooO. 2O2. 3O"/,. ooOoo (63) 111,274. 

Böhmen. Bei Müekenhan und Rehdörfel bei Böhm. Leipa findet man 
auf den Feldern in der Nachbarschaft der Basalthügel, Stücke von quarz- 
reichem Glimmerschiefer, die reich an rothen und braunen G.-Eömem 
sind. Diese Stücke dürften durch Basalt-Eruptionen aus dem Untergründe 
zu Tage gebracht worden sein, wie man auch bei Hlinay und Gzernosek 
zahlreich Trümmer von Glimmerschiefer und Gneiss durch Basalt empor- 
gehoben kennt (137). — Hochofen bei Neiidek (177). Erbsen- bis hasel" 
nussgrosse Kr. 2O2 in dichtem Hämatit, von der Hieronymus-Zeehe sind 
(Min. Lex. 199) theils unverändert, theils in dichten, thonigen Hämatit ver- 
wandelt. Neuerer Zeit beobachtete Reuss die Umänderung der G.-Kr. 
von diesem F. in Limonit und erwähnte, dass derselben Pseudom. auch 
die kömige G.-Masse, in welcher die Kr. eingewachsen sind, stellenweise 
unterlegen sei. Diese derben Massen, welche im Gemenge mit Amphibol, 
Aktinolith und Chlorit, gang- oder stockförmig im Granit auftreten und 
Magnetit und Hämatit führen, enthalten auch kleine Nester und Adern 
von feinkörnigem Pyrolusit und Blättchen von Ghalkolith ') (64) 60, 137. 
Wilimow bei Goltseh Jenikau, gelblichbraune, halbpellucide Körner 
reichlich in einem Hornblendegesteine (Ml, a). -^ Kladrub- und Hura- 
Bg. bei Wlasim, grosse rothe G, in Turmalin- reichen Gang-Graniten 
(86) 13, 169. — Eben so auch zu Mljny bei Tworsowitz; die braunen 
Kr. 2O2. ooO erreichen bis IV9 Z. Durchmesser und sind dann von Tur- 
malin, Orthoklas und Quarz durchwachsen (88 Pr.). — Klmka Bg. 
bei Kaeow, einzelne Kr. und Knollen in körnigem Kalk, der im Am- 
phibolschiefer lagert (86) 13, i64. — In einem Schurfschachte nächst 
Lhotka und ober der Vrhatka MüMe bei Badnlc fand Feistmantel sehr 
kleine braunrothe Körner und Kr. 2O2, ziemlich reichlich in einem Con- 
glomerate der tiefsten Schichten der dortigen carbon. Formation; sie 
stammen wohl aus den Geschieben von Gneiss und Glimmerschiefer des 
Gonglomerates, da G.-führende Gesteiae in weitem Umkreise nicht an- 
stehen (126) 61, 63, (127) 29. 

Mähren. Die Grundmasse des ^^Allochroitfels" von Blauda (178) ist nach 
Lipoid ein sehr feinkörniges bis dichtes, inniges Gemenge von Orthoklas und 
Quarz, worin lichtbraune oder grüne bis Va ^* grosse GrKr. ') zahlreich einge« 



1) s. Min. Lex. 46o> 

*) Angeblich Ealk-Eisen^Graniit. 



1^ Granat - Graplüt. 

wachsen sind. Das Granulit-fthnliche Gestein bildet ein 3- 4 Klft. mäch- 
tiges Lager in feinkörnigem granitfahrenden Gneisse (2:6) 10, 22s. — Auf 
einem Acker nächst Knnstadt fand man bis 2V9 Z. grosse lose Er. ooO 
von „Thon-Eisen-G.'^; sie stammen aus einem quarzreichen Glimmer- 
schiefer (98) 4, 26. 

Sohlesien. Earsten's Anal, erwies den G. von Friedeberg (179) als Gros- 
sular (128) 69i. 

Ungarn. Das Trachyt-Gebirge der Gegend von Yisegrrad ist nach Szabo 
ausgezeichnet durch das häufige Vorkommen von G., welcher in Eömem 
und Er, 2O2 in den Ealkfeldspath-führenden Trachyten eingewachsen ist 
und auch lose angetroffen wird. Hieher gehören die F. (s. Min. Lex. 179 
und 180) in den Trachyttuffen der Gegend von N.-Oroszi, Neograd und 
Gran: Dr^grely, Borsos Beranke, Huta^), Ssokölja und Maria nostra 
(141, w). Bei Nagj Mlhälj (Mihalovec) und Yoroco? in Unghvar kommt 
ebenfalls G. im Trachyttuffe vor ; bei Yorocov findet man die sehr klaren, 
gut ausgebildeten Er. in einem Tuffe, der abweichend von denen der 
Umgegend deutlich rhyolithische Bimsstein-Fragmente führt (86) 21, 420 *)• 
Ausserhalb der Yisegrader Trachytgruppe ist G. in Trachyten mit Ealk- 
feldspath eine seltene Erscheinung, so in dem Karancs Geb, bei Samos 
üjfalu bei Ffilek (179) und Saroli (179) im Neograder Com. — B^zb&nya 
(180). Der hier vorkommende G. ist zumeist Grossular (s.dl)« — Dognacska 
(180). An 2—4 L. grossen braunen Er. beobachtete Pfafi die Combination: 
2O2. '/2O. a02; an grossen braunen qdO fand G. Kose schon früher 
aüao (63) 111, 273. — Oravicza (iso). Die Form ocO. 4OV8 hat Levy ab- 
gebildet (48) T. 28, Fg. 2. Ein G. aus dem Glimmerschiefer erwies sich 
nach Ejerulf als Eisen-Thon-G. (46) 58, 470. (128) 690. üeber G. mit Calcit- 
Einschlüssen s. (46) 51, s9s; 52, 516; 58, 51; 59, 51. 

Siebenbürg^en. Earsten's Analyse eines Eisen-Thon-G. von OlAhpian 

(180) S. ( 128) 694. 

Graphit, Wemer. 
D. 24. N. 558. 

Min. Lex. 181 und £04. 

Steiermark. Die im Min. Lex. isi zuerst genannten F., mit Ausnahme von 
Graschnitz, welches im Glimmerschiefer liegt, gehören dem Gebiete des 
kryst. Thonschiefers an, ebenso Wald bei Kallwang und St. Lorenzen 



>) Yer. f. Naturkunde z. Pressbnrg, 1858, 55. 

*) In der Schemnitzer-, Eperies-, Tokajer-, M&traer- (180), Nagyb&nyaer- und der Sieben- 
bÜrg^Bchen Trachytgnippe hat man bis jetzt Q. nicht gefanden (141, w). 



Grapldt — Oreenockit. 141 

bei Rottenmann, an welch* letzteren Orten, im Falten Thale, ebenfalls 
G. neuerer Zeit darch Bb. aufgeschlossen wurde ; bei Wald kennt man 
4 Flötze, von welchen die beiden mittleren 4 und 5 Rift, mächtig sind ; 
bei St. Lorenzen folgen 7 Lagen übereinander, deren Mächtigkeit von 2—7 F. 
steigt. Auch bei Slngsdorf, im FUntzengraben bei Gaishom (zwischen 
Wald und St. Lorenzen) und m. a. 0. sind Lager von G. nachgewiesen 
Nach den Analysen ist die Qualität der G. eine sehr gute (86 V,), 71, 

49, 114, 72, 169. 

Kftmten. EbrUch, unweit des Bauers Zinpasser, wenig mächtig (114). 

Bdhmen^). Bei Ponikia (iss) und Pfiwlak, Bb. auf Graphitschiefer, die 
im Liegenden eines dolomitischen Kalksteines im Phyllit lagern. G.- 
hältige Schichten finden sich auch bei Olasersdorf und untergeordnet 
a. m. 0. der Umgegend in der Nähe der körnigen £[alksteine (86) 12, 419. — 
An der preuss.-schlesischen Grenze lagern im Glimmerschiefer bei Sohir- 
lingsgraben, Geyersgraben, beim Forsthause von Kronstadt u. a 0. 
quarzige Graphitschieter, aufweiche bei Kronstadt Yersuchsbaue bestanden 
(86)14, 473. — Die sadlich vonSwoJanow (i82) imThyllit auftretenden Kalk- 
steinzüge werden von Graphitschiefem begleitet, welche sich aus dem 
Phyllit entwickeln; stellenweise erscheinen an der Grenze gegen den 
Kalk linsenförmige Massen von reinem G., welche abgebaut werden. Der 
begleitende Limonit ist ein Zersetzungsproduct des Pyrites in den G.- 
Schiefern. In die südl. Fortsetzung dieser Lagerstätten fallen jene, welche 
bei Oels (Mähren) in Abbau stehen (86) 13, 261. 

H&hren. Bei Pistau und a. 0. nächst Iglan enthält der Gneiss schwache 
G.-Lagen ; Kalksteine, welche sonst gewöhnlich den G.-fUhrenden Gneissen 
eingelagert sind, fehlen hier gänzlich (86 V,) 72, 908. 



GreenOCklt, Jameson. 
D. 59. N. 580. 

Min. Lex, 183. 

Böhmen PHbram. Die hochgradig zersetzte, von porösem Smithsonit und 
Eisenocker umhüllte Blende vom Schwarzgrubner Gg. ist auf Klüften 
stellenweise mit schwefelgelben Ueberzügen ?on erdigem G. versehen. 
Eeichlicher fand sich derselbe auf dem Maria-Og,, gleichfalls in Ueber- 
zügen auf Klüften von brauner undeutlich fasriger oder fasrig-kömiger 



>) Heber den bShmischen nnd niederftsterreicliieclieii Graphit s. (35) 66, 407 ; 66, »4, ui. — 
Ch. M^ne analysirte Q. von Magno (laa) und Swarboek (? Sirojanow) in Böhmen und 
Ton AltfUdt in M&hren (106) 67, tn. 



1^ Gymnit — Gyps. 

besitzen (96) 10, 289. Auch H. Fischer erkannte am 6. Aggregat-Polari- 
sation (105, a). Die Anal. (sp. G. = 2*14) s. (128) 523. Der obige i. J. 1850 
entdeckte Fundort wurde in wenigen Jahren von den Sammlern gänz- 
lich ausgebeutet; im J. 1863 hat man auf der Campagnatza Alpe im 
8. PeüegrinO'Th, eine neue Localität aufgefunden (49, a). 

Gyps. 

D. 637. N. 243. 

Min. Lex. 186, 504 

Oeiterreioh Ueber das Vorkommen zu Annaberg (ise) s. (86) 15, 463. — 
Im Salzkammergut als Glied der Triasbildungen an m. 0. in der Ge- 
gend von Ischl, Goisem und Hallstatt (136). - Die z. Th. sehr klaren, 
grossen Er. aus dem Salzher ge von Hallstatt (ise) bilden sich fast 
immer in jenen Wehren, wo grauer oder schwarzer Earstenit von der 
Salzsoole berührt wird, auf der Oberfläche desselben; gleichzeitig er- 
scheint auch Mirabilit und zwar auf dem Grunde der Wehren, während 
der G. die Decken bekleidet. Die in den Soolenleitungen entstandenen 
G.-Kr. verstopfen nicht selten die Röhren (135) 71, 59. 

Salzburg^. Geber die Er: aus dem Bb. von Hallein (ist), s. Scharffs Be- 
obachtungen (131, c). — Schaff erötz -Bb, bei Werfen, roth mit blau- 
grauem Earstenit als Eern, eingelagert im Werfener Schiefer (136). — 
Enns-Alpe bei Flachan, blendendweisser, feinkörniger Alabaster in den 
unter-triadischen Badstätter-Schichten (86 F) 67, sb. 

Steiermark. Am Eizberge bei Eisenerz (ig?) ist der Werfener Schieier 
im Hangend der Siderit-Lagerstätte zu Thon zersetzt; in diesem treten 
putzenförmige bis 1 Elftr. mächtige Massen von weissem, röthlich oder 
gelb gefärbtem G. auf (141, i). — Yoitsberg; sehr zierliche Rosetten 
wasserheller oder gelbbrauner Nadeln in engen Spalten des Lignit- 
flötzes, welches nördlich von der Margaretha-Eirche unmittelbar auf 
Devon-Ealk lagert (108) 71. — Zwischen Lietzen und Pflrg, Pseudom. 
nach Steinsalz in Mergeln des bunten Sandsteins (136) ^). — Unter- 
Zeyring, Er. von ansehnlicher Grösse auf Elüften im zersetzten Si' 
derit (141, t). 

Kärnten. L51ling, Wolfsbaucr-Lager, sehr selten, kleine Er. mit Sko- 
rodit; ihre Bildung steht wohl in Beziehung zur Umänderung des Mis- 
pickel in Pittizil (138). — Pompaseh-Graben bei Pontafel, stockförmig 
im Eohlenkalk (114). 



^) In denelben Gegend hat MojsisoTics Schichten der eigentlichen (jängeren) Sali- 
formation nachgewiesen (86 F.) 69, im. 



Gyps. 145 

Tirol. Bei Pillersee erscheint nach Mojsisovics G. mit Spuren von Koch- 
salz im Grödner Sandstein (Liegendes der Werfener -Schichten) (66) 
21, ao6. — Salzbery bei Hall (iss). Ueber die Er. s. die Beobachtungen 
von Scharff (131, c). Neuerer Zeit fand man sehr grosse Pseudom. nach 
Steinsalz; die hohlen Würfel, bisweilen mit 3 Z. Eantenlänge sind aus- 
gekleidet mit fleischrothen und wasserhellen G.-Er., welche kleine, wein- 
gelbe Dolomit-H tragen. In anderen Hohlräumen zeigen sich Quarz- 
Skelette, die von den Wtlrfelkanten ausgehen. — Solche Pseudom. fand 
Pichler auch auf dem Plumaerjoche, sie bestehen aus rothem, kömigem 
G. (46) 71, 54. — Calvarienberg bei Zlrl, 2—3 Z. lange, fingerdicke Er. 
in Schieferthon ^) ; auch in tasrigen Rinden , durch Zersetzung von Pyrit 
gebildet (86) 16 V. 7. 

Oroatien. Rude, stockförmige Massen an der Grenze zwischen der Trias 
und den erzführenden Gailthaler-Schiefern und Sandsteinen; der G. ge- 
hört wahrscheinlich den Werfener Schichten an (86) 13, 491. 

Dalmatien. Dernis, sp&thig (136). — Zwischen Knin und Tapiglie, bei 
Slanibreg nächst Sign, angeblich auch auf der Insel Lissa'). 

Böhmen. Laun, mehrere Zoll grosse, gelblichweisse, trübe Er. im Thon 
(141, a). — Hromitz (RcidnitgW.% nadeiförmige Er. meist in radialen 
Gruppen, auf Elütten des silur. Yitriolschiefers (141, f). — Prlbram. 
Eleine Er. fand man am Barbara- Gg., am Marien' Og, auf Calcit-Er.; 
am Eusebi-Gg, in Siderit-Drusen mit Blende, Calcit und Markasit, und 
am Fundgrubner-Gg, auf kleindrusigem Pyrit, mit Calcit (69, a) 76, 
(135) 72, 89. 

M&hren. Rossitz-lhilawaii, sehr kleineEr. und drusige Ernsten in Elüftchen 
der Steinkohle und der begleitenden Schieferthone und Sandsteine, oft 
nachweislich von sehr geringem Alter (86) 17, 197. — Die im Süden 
des Landes yer breiteten, Braunkohlen-führenden Tegelschichten enthalten 
häufig G., dessen Haupt-F. im Min. Lex. i90 Erwähnung fanden. Nicht selten 
sind hier auch Er., von welchen durch Oborny hervorgehoben wurden 
jene von Koberitz bei PrödliUy yon Pausram, die linsenförmigen Ge- 
stalten von Tieschan und Czeitsch (Tscheitsch) und die Zw. yon Ko- 
beritz bei Austerlitz; manche von den letzteren sind sehr schön aus- 
gebildete Yollkommene Penetrationen, wobei die ooPoo der beiden Indi- 
viduen entweder in eine Ebene fallen oder einen rechten Winkel mit 
einander bilden; bei den Zw. der zweiten Art würde nach Naumann^) 
die Zw.-Ebene eine Fläche von o^'/a s^^^ iß^) ^ ^78. 



1) In den Cardiia-Scliichten (186>. 
>) F. Fetter, Dahnatien, Gotha 1867. 
») (122) »44. 

Zepharoyicl^, mineral. Lexioon« II. 10 



SoUasten. Im Min. Lex. 191, sind durch Yersehen die preiiss.-schleBi8chen 
Vorkommen von Pretze nnd Tom Katscher bei Ilirschel genannt worden. 

QallsiMi. Die im Min. Lex. vn, Anm. '), genannte Abhandlung von Alth 
über die Gypsformation der Nord-E[arpathen-Länder, welche Aber Ver- 
breitung, Charakter, Lagerung und Alter der galizdschen Gypsbildungen 
ausführliche Nachweise gibt, erschien in (86) 9, 143. — Swosiowiee (192). 
Ausser fasrigem 6. treten hier auch kömige bis dichte Varietäten auf, die 
als Alabaster Verwendung fimden. Derartige mehr weniger pellucide 
Massen aus dem Bittinger Felde sind durch ihre Einschlüsse Yon Quarz-Er. 
(s. d.) bemerkenswerth. ') G.-Er. auf Mergel-Eluftw&nden sind nicht häufig; 
sie zeigen sich gewöhnlich in der Nähe der in dem Bb. mehrorts auf- 
steigenden Mineralwässer (86) 18, 898, 19, 888. 

Uiiflruni. Dobsehan (193). Lager im Werfener Schiefer (86) 10, 647. — An 
einem wohlausgebildeten Er. von EaHnka (i98) beobachtete Bfezina in 
einer durch das vorwaltende — P säuligen Ck)mbination: — P. o6Pao.P> 
Poo. (xfao. ooPs. ooP. Qcßs. cx^s, die beiden neuen Prismen goPs und 
odP*/,. (135) 72, 19. — Bei Ofen, weisse bis hellockergelbe Zw. mit rauhen 
z. Th. convexen Enden, einzeln oder kuglige und radiale Gruppen bil- 
dend, auch fasrige Aggregate im Thone; eine Anal, wies 2-95 Proc. 
AI2O3 und EogOg als Beimengung nach (112) 14, iss. -— Auf den Erz- 
stöcken von B^bänya eine seltene Erscheinung; man kennt hier G. nur 
als Begleiter des Brochantit; in einem einzigen Falle zeigte er sich mit 
aus Azurit entstandenem Malachit (124) les. — In Neu-Moldora (193) 
erscheint G. mit Malachit und Limonit unter Beziehungen, yfelche nach 
Peters sicher annehmen lassen, dass die beiden letzteren direct aus den 
Vitriolen durch Ealk-Carbonat im üeberschuss gefällt wurden (46) 61, 660. 

Siebenbürffen. Nagyag (193), weiss, kömig, von faserigem G. gangartig 
durchsetzt, in grossen stockförmigen Massen, die in lettigen, braun- 
rothen Tuffsedimenten unweit von der Trachytgrenze eingebettet sind. 
(86) IG, F. 108. 

Hämatity Theophrastus. 
D. 140, 799. N. 517 Rotheisenerz (Eisenglanz und Botheisenstein). 

Min. Lex. 194, 505*). 

Oetterreioh. Katzelsdorf bei Neustadt, schuppiger Eisenglanz auf Quarz 
in ansehnlicher Menge (136). 



') Aehnlioh ist das Yorkominen bei Podgorze, Min. Lex. 5m> 

*) üeber viele der daselbst, sowie im folgenden genannten F. yrgl. E. ▼. Hauer, die 
wichtigsten Eisenerz'Yorkommen Oester reiches nnd ihr Metallgehalt. Wien, 1863. 



H&matit. 147 

8«lsb«rg. Der Buehstein Bg, liegt nächst Eben bei St. Johann, nicht, 
wie im Min. Lex. 195 angegeben, bei Werfen. — Ausser an den daselbst 
genannten F. fand sich £isenglanz noch im Kupfer-Bb. Mitterberg bei 
Ntthlbaeh (Pongaa), im Siderit nnd Ankerit mit Chalkopyrit (118). 

Steiermark. ^»^«/Aro^Zb.MlIrzziischlagSybunt angelaufener Eisenglimmer 
in ansehnlicher Menge auf rothem und braunem Glaskopf (136). — Neu- 
bergr und Ifiederalpl (195). Ueber die Eisenglanz-Tafeln im Siderit s. (63) 
68, 500. — Wald und Maatern, ^a^^Vs L. dicke Eisenglimmer-Täfelchen 
in derbem Quarz (141, t). — Am htU. Berge bei Toitsbergr nnd am 
Kaputzinerkogel bei Lankowltz finden sich im Hangendthone der Lignit- 
lager aufhllend gleichmässig gerundete, 5— lOL. grosse Eügelchen, welche 
im Kern aus lockerem mit Glimmer- und Quarztheilchen gemengten tho- 
nigem H. bestehen, während die äussere Zone von festem kömigen H. 
gebildet wird. Nach Bumpf wären diese Kttgelchen vererzte Galläpfel. 
(108) 70. — Im Sausaldeb. treten zwischen Leibnüg und Kleinstetten 
a. m. 0. Lager von quarzigem Rotheisenstein und Eisenglanz in meta- 
morphosirten (devon.) Grauwackenschiefem auf; in geringer Menge findet 
sich auch Magnetit, Siderit und an den Ausbissen Limonit (86 F.) 67, 195. 

K&mten. Ueber den Eisenglanz von Waldenstein (ise) s. Haidinger in 
(63) 68, 501. — Vom Bb. zu OUa erhielt ich ein Gemenge von pulverigem 
Eisenglanz und Galcit aus einem der Siderit-Lager; ungeachtet des vor- 
wiegenden Eisenglanzes (75%) treten in dem Gemenge, welches in Schnüren 
von Mispickel-Er. durchzogen wird, die Spaltflächen des Calcit überall her- 
vor (85) 56, 46. — Altenherg, Bb. in der Inneren Krems, Eisenglimmer 
und Rotheisenstein von Quarz-Eörnern und -Adern durchwachsen, auf der 
Limonit-Lagerstätte (86)6, 537. — Auf dem Boek bei Kanning, dichter H. — 
Li der Moräne des Fastergengletschers bei Heillgenblnt finden sich im 
Quarze Eisenglanz-Täfelchen mit Epidot und Feldspath. — Lamberg, 
bis 4 L. grosse Eisenglanz-Er. und derb, mit Rotheisenerz, Magnetit und 
Quarz, auf (}ängen in graugrünem Felsitporphyr, — Christofberg, dichter H. 
in grünem Thonglimmerschiefer. — Sittmos im Oail Th^ rother Glas- 
kopf. — Am Koek Bg, bei Uggow itz ziemlich mächtige H.-Lager mit 
Orthoceratiten im oberen Eohlenkalk [114]. Aehnlich ist auch das Vor- 
kommen, welches bei Pontafel abgebaut wird (30). 

Tirol. Auf der Alpe Sehwargenstein im ZUlerthal sind neuerer Zeit 
rosettenförmige Gruppen von Eisenglanz-Täfelchen auf Adular vorge- 
kommen (49, a). 

Kreln. Auf quarzreiche Rotheisensteine bestehen oder bestanden Bb. zu 
Bezni Brib bei Sanensteln (ids), bei Hrasten (i98), Preska, Anergperg 
und Gross-Laschitz; die Erze finden sich nach Lipoid auf Lagern in 
den Werfener Schichten; es sind vorwaltend Roggeneisensteine mit ein- 

10* 



148 HfaüAtit. 

zelnen durch ein eisenschflssig-tlioniges Gement verbnndenen Körnern; 
die Sand- bis Bohnen-grossen Körner bestehen meist ans einem Qoarz- 
keme mit H.-UmhüUmig. Cement nnd Körner sind blutroth, selten sind 
sie in Limonit verändert. In der Gegend von Nenstadtel, MSttllnir luid 
Tsehemembl enthalten die auf Kreidekalk ausgebreiteten Diluvial-Lehme-, 
zerstreute E^lnmpen, Knollen oder Bohnen you H. zumeist aber von Limonit, 
Erze, welche nach Lipoid sehr wahrscheinlich aus den Gailthaler Schiefem 
(Siderit und epigenetischer Limonit treten in ihnen spärlich a. m. 0. in 
linsenförmigen Einlagerungen auf) und aus den oben erwähnten Wer- 
fener Schichten stammen (86) 9, 246. 
BAhmen. Eisenglanz.— Ober-Oraupen, häufig auf den Zinnerz-Gängen 
des Müekmbergtr Reviei-es (86) 14, 171. — Iserwiese. Kleine Partikeln, 
nebst solchen von Rotheisenstein, im Edelstein-führenden Diluvial-Sande 
(64) 59, 219. — Oiftberg bei Komarow. Die im Min. Lex. i98 erwähnten 
Rhomboeder sind nach BoHcky Pseudom. nach Siderit (85) 59, sis. — 
PHbram. Ueber die neueren Vorkommen am Wenzler Gg. s. (135) 72, se. 
Der Eisenglimmerschiefer von Belchenan (193) ist untergeordnet dem 
Granaten-Glimmerschiefer, in welchem er in mehr weniger grossen Nestern 
erscheint; man findet ihn in Blöcken in der Waldstrecke Alme, so wie 
auf dem Gehänge gegen Bloka und hat durch Versuchsbaue nachgewiesen, 
dass er einerseits in Quarzschiefer, andererseits in Glimmerschiefer über- 
gehe (86) 14,478. — Botheisenstein. Bei Dobrey, Boadnej, HUnai 
und Benatek, Beichenau N. bestanden Bb. auf H., welcher in Thon- 
schiefer eingelagert ist oder Klüfte in ihm erfüllt. Nach Wolf würden 
diese Schiefer der untersten azoischen Abtheilung des silur. Systemes 
entsprechen (86) 14, 48i. — Bei j^nmberg (Chrudim SO) hat man auf H. 
geschürft, welcher in papierdünnen Schnüren mit Homblendeschiefer- 
ähnlichen Einlagerungen im Granit vorkommt. Südlich davon, bei Wee- 
lokow treten im Granit Grünsteine auf; es bestand hier ein ziemlich 
ausgedehnter Bb. und wurde aus den Gängen H., femer Ghalkopyrit 
und Pyrit gefördert (86) 13, 199. Westlich von 2umberg wurde einst bei 
LdeiboHc H. im Thonschiefer-Gebiete gewonnen (a. a. 0.) 202. Bei Kreuz- 
berg (Chotibof OSO) bestanden Tagbaue auf H., der in 8~6Z mächtigen 
Mitteln mit Ghalkopyrit in Ghloritschiefern auftritt, die an der Grenze 
von Thonschiefer gegen Granit und rothen Gneiss lagern; Malachit und 
Phosphorkupfer') werden hier als secundäre Bildungen beobachtet. 
(a.a.O.) 204. — Ueber die H.-Lager in der mittleren Abtheilung der silur. 
Formation, im Berann -Zbirower Geb. und im Brdywalde (200) liegen 
eingehende geognostisch-bergmännische Studien von Lipoid vor (86) 13, 339. 



Himatit. 149 

Die daselbst behandelten Erzlagerstätten und Bb. fallen in die Umge- 
bungen Yon Prag {Sarka), Hofelio {Swarow, Nu6U), Berann und Hodlie 
(AUhütten^ Ki'usnakora bei Neu-Joaehimsthaly Swata, ZdUo), €erhowie 
und Manth (Oiesnowie, Holaubkau), Komorau (Giftberg, Zajeöaw, 8t, 
BenignaiKwaifiy Straiie), Bokyean {Klabawa-Eipowief Bfegina^), Pil- 
senets, endlich von Ginec, Mnisek und Anwal (s. Min. Lex. 200 und 6O6) 
Die Eisenerz-führenden Schichten gehören der Etage Dd, Barr. , den 
„Eomorauer'*- und den „Rokycaner-Schichten^ an ') ; die hier auftretenden 
Erze sind in der Regel Lager von vorwaltend linsenförmigem oder dichtem 
H. und Siderit in den Komorauer-Schichten, während die höheren Roky- 
caner-Schichten linsenförmigen und dichten Sphärosiderit und Limonit theils 
in Lagern, theils in Putzen und Nestern fdhren. — Die Lagerstätten von 
Zezits und Milin bei Pribram, von Wrancwits bei Boimitalf so wie jene 
Yon Bappav bei Merklin und von Hnimie bei Mies (m) gehören tieferen 
Schichten, der Et. B Barr., den ,,Pfibramer Schiefem^ an (86) 13, sss, 6, 781. 

M&hren. Ein grosser Theil des Gebietes, welches den Sudeten und dem 
mähr.-schlesisch. Gesenke angehörig, auf älteren geolog. Karten, entweder 
den kryst. Schiefem zugerechnet, oder ohne nähere Bestimmung als Thon- 
schiefer und Grauwacke bezeichnet wurde, erwies sich durch die a. m. 0. 
aufgefundenen Versteinerungen und nach Analogie mit Schichten-Gomplexen 
anderer Gegenden, als devonisch (130), 5*). Die Formations-Angaben im 
Min. Lex. soi sind demnach au verändern; es fallen von den dort ge- 
nannten H.-Localitäten in das Gebiet der alten kryst. Schiefer: Schdn- 
berg und Biüunelsteiii, während die übrigen im devon. Terrain liegen; 
es sind die folgenden: Or. Hohrau, Hangenstein, Janowlts, D. Eisen- 
berg, Bftrn, Brockersdorf, Biteseh, Bergstadt, BSmerstadt, Anders- 
dorf, Gobitsohan, Pinke*) und Aussee*); auch der irriger Weise S. so2 
nach Schlesien versetzte F. Kriesdorf (Christdorf) unweit Hof gehört hieher. 

Sohlesien. ') Im kryst. Schiefergebiete liegen die F. Endersdorf bei Zuck- 
mantel, Qrond und Beiehwiesen bei FreiwcUdau, die anderen im Min. 



1) Nacli Haidinger fiiuid die Bfldong der oolithiechen Ena unter der Einwirkiiiig hoher 

Temperatur durch die Sraption Ton Mandelsteinen statt. Ber. üb d, Min. Samml. der 

Hofkammer n. s. w. Wien, 1848, i4s. 
*) Nach neneren Unteisnchnngen gehören die bis 8 Elft. mftchtigen H.-Lager vonNuSic, 

Jinocan ondChrostenic eine;* höheren Stufe D d^t den Zahofaner Schichten an (127) u. 
s) Yrgl. F. ▼. Haner's geol. UebezBichtskarte der öst-nng. Monarchie and (d6) 19, «•■ — 

Geol. Karte von lUhren nnd Schleeieti, heransgeg. t. Werner Vereine, 1866. 

4) 8. (86) 10, 933. 

*) Ghristdorf anweit Hof (903) liegt in Mfihren. 



150 Hftmatit. 

Lex. 202 genannten F. fallen in das Gebiet der devon. Formation (s. Mahren) 
mit Ausnahme von Gross-Herlitz, in dessen Umgegend die geol. Karten 
Gulm- Schichten angeben. ImBb. yon Klein - Mohran (202) treten vor- 
waltend Eisenglanz, untergeordnet Kotheisenerz, Magnetit und Pyrit in 
Kalk- und Quarzlagem auf, welche Glimmerschiefer -ähnlichen Thon- 
schiefem und grünen Schiefern eingeschaltet sind ; sie gehören nach Bömer 
den tiefsten devon. Schichten, den „Würbenthaler-Quarziten und Thon. 
schiefern^ an. Aehnliche, aber unbedeutendere Eisenerzlager in grünen 
Schiefern wurden früher zwischen Würbenthai und Hermannstadt ab- 
gebaut (130) 13. Die Erzlagerstätten von Benniseh, Baase und Seitendorf 
(.o>) gehören der obersten devon. Abtheilung, den „Bennischer-Schichten^ 
an (s. Magnetit, Mähren). 

Qalisien. Im Steinsalze von Wieliozka finden sich hie und da Eisenglanz- 
Kryställchen als Einschluss ; in einer grosskörnigen rothen Varietät zeigten 
sich viele bis IL. grosse Kr., an welchen Bfezina oR, R, —VA ^U^i iii^d 
odP2 bestimmte (85) 63, 323. — Im Koscielisko Th. bei Zdkopana werden 
zu Tamanowa Botheisensteine gewonnen, welche rothen Liaskalken an- 
gehören (86) 10, V. 120. 

Bukowina. Auf der Bunk Vorsehung GotteS'Grube in der Gemeinde 
Jakobeny enthält der Gneiss ein mächtiges Lager einer Quarz-Feldspath- 
Masse, worin reichlich Eisenglimmer äusserst fein vertheilt ist; örtlich 
wird das Erz magnetisch (86, V.) 68, 213. 

Ungarn. Queekberg bei Gölnitz (204) schuppiger Eisenglanz auf Limonit, 
mit Quarz, Zinnober und Stilpnosiderit ; als Einlagerung im Thonglimmer- 
schiefer (186). — Schmölnitz (204), grossblättriger Eisenglimmer im 
Ghalkopyrit, letzterer zunächst dem Contacte mit ersterem bunt angelaufen 
(63) 68, 501. — Im Vaskövölgy bei Bak6 {Tomcur Com.) sind zahlreich, 
bis centnerschwere Blöcke und kleinere ausgewaschene Stücke von Roth- 
eisenstein zerstreut ; sie stammen nach Stur aus Schiefem und Kalksteinen 
der unteren Trias (86 F.) 69, 219. — Zwischen Monijäsva (204) und Yasköh 
(Kim'pUt KulugyeTy Restirato) und bei Fetrosz (Sa'podiaalpe unl Kiskoh) 
sind die Eisenoxyd-reichen Jurakalke stellenweise abbauwürdig, sie ent- 
halten aber auch H. auf Nestern und in unregelmässigen Ausscheidungen 
oder ganze Lagermassen von Thoneisenstein. Peters betrachtet diese Erze 
als Producte von Eisensäuerlingen. Auf den Erzstöcken von Bäzb&nja 
erscheint H. nur in Spuren (124) 99, 117. — Auf den Halden eines a. Bb. 
unweit von Brnsztnr bei Hdlmagy findet man Eisenglanz, z. Th. in Li- 
monit verändert, im Streifenwechsel mit kryst. Quarz, im Gebiete des 
Thonglimmerschiefers. Das Erz ist stark magnetisch (86) 18, 492. 



Haidingerit ~ HartiB. 151 

Haldingerlt. 

D. 552. N. 307. 

Min. Lex. SOS. 

B61iiiien* Joaohlmsthal (205). Dieser F. erscheint nun sicher gestellt, nach- 
dem Tschermak auf einer Joachimsthaler Stufe im Wiener miner. Museum 
den H. aufgefunden. Das Vorkommen ist gleich jenem, welches zuerst 
Haidinger beschrieben^); in einem Drusenraume von Braunspath (auf 
grünlichem Phyllit mit Hornstein), der mit einem dünnen schwärzlich- 
grünen (Jeberzuge versehen ist, sitzen sehr kleine H.-Er., über welchen 
grosse Er. yonPharmakolith und über diesen Säulen eines weissen verwit- 
terten Minerales (s. Bösslerit) folgen. Die wasserhellen Er. des H. odPo5'. ocP. 
Pao', mit etwas gekrümmten Pyramidenflächen, sind nur V« L. lang und 
breit (85) 56, sM. Tumer's Anal. s. (128) see. 

HallOySit, BertMer. 

D. 475. N. 355. 

Qalisiea. Der Melaphyr-Mandelstein des Sehloaaherges bei Tenozyn (Era- 
kau 'VSrNW) enthält als Ausfüllung der Blasenräume eine weisse Stein- 
mark-ähnliche Substanz, welche nach Websky*) eine dem H. von Thiviers 
ähnliche Zusammensetzung hat (IBO) 109. 

Hartilly Schrötter. 

D. 742, Xyloretinite (Psathyrit, Glocker). 

Oesterreioh. In dem Braunkohlen-Lager von Oberbart bei Gloggnitz 
kommt auf den Elüften des Lignites, eine dem Hartit äusserlich ganz 
ähnliche Substanz vor, die sich aber von demselben im Schmelzpuncte 
und in der Zusammensetzung wesentlich unterscheidet. Die Lignite, 
welche den Hartin, vornehmlich auf Querklüften enthalten, stammen aus 
anderen Regionen des Lagers als jene, welche den Hartit lieferten. Der 
weisse, zwischen den Fingern zerreibliche Hartin schmilzt bei 210^ G; 
sp. G. = 1115; er wurde von Schrötter analysirt (63) 59, 45; (128)960. 



«) («8) 5, IM. 

*) Die AnaL ergab: 89 Proo. Si0„ 88 A1,0b, 7 KgO, CaO and 81 H,0. — Bas von BA- 

mer als Melaphyr bestimmte Gesteiii , wurde yon Tsohennak Porphyrit genannt (S6) 

68, ii Porphyrgesteine OesteireicbSt 1869» n». 



152 Hartii - Hatchettin. 



Hartit, Haidinger. 
D. 736. N. 595. 

Min. Lex. S06. 

Oeiterreioli. Am H. von Oberbart bei Gloggnitz («oe) beobachtete Hai- 
dinger bis IVa Z. grosse nach einer Richtung vollkommen spaltbare In- 
dividuen , welche unregelmässig begrenzt oder zu schaligen Aggregaten 
verwachsen waren, sp. G. = 1'046 (63) 54, 26i ^). Der H. wurde von Des- 
cloizeaux in optischer Beziehung untersucht*) und von Schrötter analysirt ; 
sein Schmelzpunct liegt bei 74« C. (63) 59, 43 ; (128) 976. 

Steiermark. luden Stirnrissen der Lignitstämme aus dem über 20 Elft. 
mächtigen Flötze von Oberdorf bei Köflach (207) fand Rumpf vertical- 
säulentörmige und taflige H.-Kr., trikline Combinationen von oP, ooP« 
ooPo5'>P', ,P, P'(», oo'P und ocP'n; sie sind nach ooPöö und odPjo 
spaltbar, wasserhell oder milchweiss, auch grau, gelb oder braun gefärbt 
und schliessen nicht selten Lignittheilchen, sowie Blasenräume ein. Die 
Er. erreichen bis 4 L. in Höhe und Breite und 3 L. Dicke, sind häufig 
gekrümmt, manche auch hakenförmig gebogen, sp. G. = i'05; die Anal, 
ergab C^Hg. Undeutlich ausgebildete Er , individualisirte Eörner, so wie 
derbe kryst. Partien trifft man in den meisten Gruben der Yoitsberg- 
Eöflacher und Lankowitzer Lignitablagerung, am häufigsten in jenen Flötzen, 
in welchen (wie in der Umgegend von Eöfläch) der Holzcharakter am deut- 
lichsten erhalten blieb (85) 60, 91, (108) 70. 

HatChettin^ Conybeare. 
D. 731. N. 594. 

Min. Lex. 207. 

M&hren. Bossitz (207). Das Vorkommen in den Sphärosiderit-Septarien 
aus dem Schieferthon (zwischen den Eohlenflötzen lagernd), wie es nun 
über 20 Jahre aus dem Bb. von Zastavka und von Zbeackau bekannt 
ist, wurde von Helmhacker beschrieben. In den Spalträumen der Sep- 
tarien hat sich der H. zuletzt abgesetzt (Nr. 7, s. Galcit), er überdeckt da- 
her in Schüppchen, Häutchen oder dünnen Lagen seine Begleiter (s. Min. 
Lex. 207). Die weichen, biegsamen H.-Lagen sind wachs-, weisslich-, 
bräunlich- oder grünlich-gelb, durchscheinend bis durchsichtig, schwach 
fettig oder perlmutterartig glänzend und lassen sich leicht in einzelne 



^ üeber das Yorkommen s. a (63) 56, 345. 

*) KouTelles recherches etc., p. us: Memoires prÖ86nt6s ii Vlnstitut de France, XVIII. 



Hatohettin — Hemimorphit 153 

Schüppchen zertheüen. Diese Schüppchen, an welchen Helmhacker kryst. 
Formen erkannt haben will, sind, wie man unter dem Mikroskope bemerkt, 
an sich wasserhell, erhalten aber durch zwischen ihnen eingedrungene 
Naphta eine gelbe Färbung. Zuweilen zeigt sich auch flüssige Naphta, 
ans welcher sich wahrscheinlich der H. abgeschieden haben dürfte, neben 
demselben (86) 17, 906. Ueber sp. G., Schmelzpunct und Löslichkeits -Ver- 
hältnisse liegen ältere Bestimmungen vor (85) 2, 312, eine Anal, fehlt 
noch. Ueber die im Min. Lex. ao7 erwähnte schwarze pulvrige Substanz 
s. Asphalt. 
OaUsien. Klecuanyy s. Ozokerit. 

Hedenbergit, Berzeuus 

Eisenaugit (Glocker). D. 215. Desclz. 58. 

Min. Lex. SOS. 

Böhmen. Klein-Anpa Thal im Riesengebirge, Ein Schurfbau auf Eisen- 
erz, der sich südwestlich von den Grenzbauden, auf dem östlichen Thal- 
gehänge in halber Höhe befindet, lieferte H. und Epidot als Begleiter 
von Magnetit (141, z). 

Helminth, voiger. 

D. 502. N. 454. 

Tirol. Pfitsch. Auf einer Druse grosser Periklin-Kr., deren Oberfläche 
durch aufsitzenden und eingedrungenen H. grünlich gefärbt ist, fand 
Tschermak lockere H.-Aggregate in der Form von Quarz-Er., von welchen 
einige noch Reste von Quarz enthielten (85) 47, a48; 53, 523; (9, d). 

Hemimorphit, Eenngott. 

D. 407^ Calamine. N. 474, Galmei (Zinksilicat). 

Min. Lex. 208. 

SAlzbur^. FilzmooB bei Hfittschlag in Grossari (ans) gelblich- bis grün- 
lichweiss, derb, körnig mit Glimmer. — Frommer Alpe bei St. Martin 
(aos), weisse, graue oder gelbe nierförmige Ueberzüge auf einem zerstörten 
Calcit, fest und zerreiblich, zuweilen von Galenit begleitet (118]. Hier 
w&r einst ein Zink- und Biei-Bb. im Gange, wie auch auf der Rohralpe 
am Blüntel ober dem Blüknhacher Schlosse und a. d. Hallstein Wand 
unter dem Tonnen Geh,, «/^ St. von Sulzau (35) 71, 115. — Auf der Erz- 
wies in Gastein (soe) bestand früher Bb. (118). 



'i' Patentes Anal, des Hanerit von Kallnka (aor) sp. 6. = 8*46, s. (128) 43* 



154 Hemimorphit 

K&mten. In den südl. Kalkalpen ist H. ein Begleiter der meisten Galenit- 
Lagerstätten, an deren Aasbissen er sich oft in onformlichen Massen, 
die Gegenstand des Bb. sind, zeigt. Die gewöhnlich tranbigen, stalakti- 
tischen oder zerfressenen Gebilde des H. finden sich fast stets mit Smith- 
sonit verknüpft (118). — Blelberg (aos) und Balbl (209). Die seitlich durch 
odP und odPoo' begrenzten, durch ooPoo' tafelartigen Er. von. diesen F. 
bieten nach G. Rose Poo . Pöö. sPöö' an den freien (analogen) Enden, während 
an den aufgewachsenen (antilogen) Enden Poo und 2PT auftreten. Die 
Er. von Baibl bilden gewöhnlich fächerförmige Gruppen, welche nach 
Hessenberg wohl unter einem Zw.-Gesetze, mit einem steilen mPoo als 
Zw.-Ebene, stehen durften. (63) 59, 366, (113) 2, 22. Vrgl. a. Levy*s Zeich- 
nungen (48) T. 78. Fg. 3-5. - Auf dem Obir- und Petzen Bg. bei Kappel 
(909) kommen selten, stark glänzende Eryställchen Poo . ooP. ocPdo , vor (118). 

Böhmen. Ober-Boehlitz, strahlig-kuglige, pellucide Aggregate, durch 
geringen Eupfergehalt licht himmelblau gefärbt, auf der Eupfererz-Lager- 
stätte (86) 10, 22. — Piribram. Maria Gg,, stark glänzende, halb pellu- 
cide, kuglige und traubige Aggregate innig verwachsener Er. in Höhlungen 
graulichweiBser bis rauchgrauer, poröser oder zelliger Massen mit fein- 
kömiger bis kurzstängliger Textur. Auch in licht- oder dunkelgelb ge- 
färbten erdigen Partien, welche zahlreiche erbsengrosse Eörner von 
strahligem H , zuweilen so dicht gedrängt enthalten , dass die letzteren, 
nur durch wenig Cement verbunden, ein eckig-körniges Aggregat bilden. 
Alois Og,j dünne gelblichweisse oder gelbbraune Rinden, die aus mi- 
kroskopischen Er. bestehen oder eine kleintraubige Oberfläche besitzen, 
zuweilen mit Pyromorphit auf Er. von Blende (II) und von Quarz, oder 
auf Galenit ^). Der H. ist, wie der Smithsonit, ein wohl mit demselben 
gleichzeitiges Zcrsetzungsproduct der Blende (69, a) 61. 

üng^am. Pila (210) s. Galenit. — In B^zbänya (210) ist H. nach Peters häufig 
in allen Kegionen der Erzstöcke, a) In Ernsten wechsellagernd mit Ghry- 
sokoll, welche über Ernsten von Azurit auf Tetraedrit folgen ; farblose 
1—2 L. grosse Er.: ooPoÖ'. ooP.PoS'. oP. Päö'.> sPöö". ooPöö", mit 2P'a am 
antilogen Pol, der stellenweise sichtbar ist, auf traubigem GhrysokoU. 
b) Derb, blättrig-strahlig und garbenförmig , blaulichgrün bis himmel- 
blau 2), mit aufeitzenden Wulfenit-Er. Aus den Aggregaten entwickeln 
sich bis 2 L. hohe und breite flächenreiche, pellucide Er., die z. Th. 
selbst noch ein wenig gefärbt, zumal durch die Wirkung ihrer blauen 
Unterlage an Herrengrunder Cölestin erinnern. Diese Er. erhalten zu- 
weilen durch die gleich breiten ooP und odPöo einen eigenthümlichen 



') (123.) 

*) Wnrde Mher als Cölestin bestimmt, s. Min. Lex. lu 



Remimorphit — IteBsit. 155 

Habitus; sie sind abgeschlossen durch dPöö* und durch die untergeord- 
neten 9P60, 2PT und (?) 2PT und durch äusserst kleine Flächen von V9P, 
(?) VjPYund (?) tP^ *). c) Dicke farblose Krusten, Hohlräume in kömig- 
erdigem, tief zerfressenem Limonit auskleidend (121) iss'). Smithson's und 
Monheim's Anal. s. (128) 549. 

Hercynlt, zippe. 

D. 148. N. 481. 

Hin. Lex. 810 

Böhmen. Die schwarzen kömigen Aggregate aus der Gegend von Rons- 
bergr (210), welche Fischer untersuchte, lenken deutlich die Magnetnadel 
ab; sie enthalten reichlich Magnetit, ausserdem zeigen sich bei mikro- 
skopischer Prüfung von Dünnschliffen noch 3 andere Substanzen, farblose 
und smaragdgrüne Blättchen und röthliche Partien, so dass sich der H. 
als ein Gemenge zu erkennen gibt. Eine wiederholte Anal.') mit sorg- 
fältig präparirtem Materiale wäre unter diesen umständen sehr wünschens- 
werth (105). 

HeSSit, Fröbel. 
D. 50, 799. N. 532, Tellursilber. 

Min. Lex. 211. 

Ungarn. Auf der Erzlagerstätte von Devtsch-Pilseii (BSrsSny) soll nach 
Bichthofen Tellursilber in geringer Menge vorkommen (86) 11, 353. — 
B^sbAnja, Reiehenstein Bh, im ValU sacca. Auf einer kömig-blättrigen 
Masse von reinem Tellursilber beobachtete Peters Aggregate tafliger Kr., 
1 — IVs L- breit und hoch, deren undeutliche Formen sich rhombisch und 
isomorph mit Redruthit deuten Hessen. Ein Exemplar aus der Lohkowitz 
Grube zeigte lebhaft glänzenden bleigrauen H. als mikro-kryst. Aggregat, 
einen grobkörnigen Galcit derart durchdringend, dass wenige Galcitkömer 
und Zusammensetzungsfugen frei davon waren (124) 110, (39, 1) 119^). 



>) Am analogen Pole denurtiger 8—3 L. hoher Kr. hatte G. Böse firCLher schon die for- 
men odPoS'. aoP> sP«. ^cö oP, ansserdem auch P^So. '/sPoS' und a PT beobachtet (63) 
69, s«7. 

*) iL a. 0. S. 140 sind die Indicee (010) tmd (100) mit einander verwechselt. 

*) Qnadrat*s Anal. s. (ISS) m. 

*) Die Anal, des Hessit von B6zb&nya und des H. nnd Petzit von Nagyag 
s. (128) u- 



156 Heteromorphit — Hjdromagnesit 

HeterOmOrphit, Rammeisberg 
D. 90, Jamesonite. N. 540 (Federerz). 

Kin. Lex. 211. 

Tirol. Pfunderer-Bg, bei Klausen, haarförmig mit Ghalkopyrit-Er. ValP) 
in mit Quarz-Er. bekleideten Hohlräumen des erzführenden dioritischen 
Gesteines (46) 71, 53. 

Böhmen. Pribram (211), s. Boulangerit und Jamesonit. 

Ungarn. FelsSb&nya (212), äusserst feine Nadeln oder Haare in Büscheln 
und in lockeren Anhäufungen auf Quarz-Kr. oder in Hohlräumen eines 
zelligen und porösen Quarzes ; dünne, filzähnliche üeberzüge auf Quarz- 
drusen. Ein Theil dieser Gebilde gehört wohl zum Antimonit (104) 152, 
(46), 61, 801. 

HÖrneSit, Haldlnger. 

D. 556. 

Ungarn. Ein Exemplar des Wiener mineral. Museums^) ,,krystallis. Talk 
aus dem Banat^ erwies sich als neues Min. : sMgO. As^O^ -{' 8H,0. Weisse, 
perlmutterglänzende, rhomboidiscbe, Talk-ähnliche Blättchen, bis 1^9 Z. 
lang, deren Form, nach Haidinger, der gewöhnlichen des Gyps sehr 
genähert ist, sind radial-strahlig zu halbkugligen Aggregaten geeint, 
welche in Drusenräumen neben grauem, gross-späthigen Calcit erschei- 
nen und z. Th. in demselben eingewachsen sind. Der Calcit enthält z. Th 
mikroskopische Er. von pellucidem, spargelgrünem Granat ooO, ooO. 2O2, 
sowie kleine Partien von derbem Magnetit; im Calcit zeigen sich Ein- 
drücke von Octaedem, z. Th. mit einem erdigen, gelblichgrauen Thon- 
erde-Silicat erfüllt. Sp. G. = 2*47, H. = 0-5— 1. — Der H. dürfte wahr- 
scheinlich aus Czikloya stammen, doch ist der daselbst vorkommende 
Calcit mehr bläulich gefärbt (85) 40, II, is (86) 11, 10. Anal. s. ebd. 

Hydromagnesit, v. xobeii. 

D. 707. N. 237. 

Steiermark. Kranbat. Büscheln weisser, sehr feiner nadeiförmiger Kr., 
mehr weniger gehäufte Halbkügelchen von kleinen Nadeln oder dicht 
an einander schliessenden Blättchen gebildet, erscheinen nach Tscher- 
mak auf Klüften von halb aus Serpentin, halb aus Qlivin bestehenden 



*) Ans der alten van der Nnirschen Sammlang. 



Hydromaffuecit — Hypenthen. 157 

Handstücken und auf zersetztem Bronzit; in engen Spalten gestalten 
sich die radialen Aggregate zu Scheibchen, die zuweilen reihenweise 
angeordnet sind; derbe Partien, z. Th. mit Serpentintrümmern gemengt, 
kommen als Kluftausfüllung vor. Die Kr. scheinen nach dem optischen 
Verhalten dem rhombischen Systeme anzugehören. Als Lösungs-Kück- 
stand in Säure erh&lt man äusserst dünne, kieselhaltige (? Serpentin) 
Häutchen in der Form der H.-Nadeln oder Blättchen; sie zeigen den 
Beginn einer Umwandlung, der an manchen der scheibenförmigen Aggre- 
gate bis zur Serpentin-Pseud. vollendet ist. (135) 71, ns, Anal. s. ebd. 

H&hren. Hmbschits (122) 2S7. 

Hilit&rgrenze. Im Serpentin, welcher zwischen Eibenthal und TImo- 
Ticasa im kryst. Schiefergebirge lagert, fand man neuester Zeit als Aus- 
füllung schmaler bis 3 Z. mächtiger Klüfte H., der sich als Aggregat 
sehr feiner Nädelchen darstellt, die in Drusenräumen zu kugligen For- 
men zusammentreten. Der in gleicher Weise vorkommende Magnesit 
hat eine dichte Textur und färbt nicht ab, wie der H. Eine Anal. ^) des 
letzteren ergab (nahe die Formel des H.: 4MgO. 3GO, -f* ^^' -~ H. und 
Magnesit werden in Oravicza zur Erzeugung von „Sodawasser^ be- 
nützt (141, k). 

Hydrozinkit, Kenngott. 

D. 711. N. 294. 

Min. Lex. 218 

K&mton. Bleiberg (sia). Sandberger beobachtete alle Stadien der Um- 
wandlung von kleintraubigem, bräunlichgrauen, durchscheinenden Smith- 
Bonit in schneeweissen matten H.; durch Versuche im Glaskölbchen liess 
sich der mit der Veränderung zunehmende Wasser-Gehalt leicht nach- 
weisen (46) 70, 589. Smithson^s Anal. s. (128) 2S8 

Hypersthen, Hauy. 

D. 209. N. 437. 

MüL Lex. 812. 

Tirol. Im Monzoni-Geb. in Fassa finden sich Gemenge, die aus Parallel- 
Verwachsungen von Augit- und Amphibol-Theilchen bestehen; Tscher- 
mak vermuthet, dass dieses Vorkommen dasselbe sei, welches früher 
oft als H. bestimmt wurde') (135) 71, 45. 



*) 48-77 MgO, 38*83 CO,, 18*60 H,0. 
9) 8. Hin. Lex. 9». 



158 Rypersthen — Ilsemaiiiiit. 

Oroatlen. In einem Graben bei Mlklonska im Moslavina-Geb, liegen 
grosse Blöcke von Hypersthenfels aus H. und Labradorit bestehend 
(86) 12, V. 216. 

Ung^am. Szarraskö bei Erlau, als Gemengtheil von Eruptivgesteinen, 
auch lamellare Aggregate^in dünnen Lagen. Einzelne Blätter zeigen in 
Dünnschliffen den charakteristischen kupferrothen Schiller (141, w). 

Umenlt, supffer. 

D. 143, Menaccanite. N. 520. 

Min. Lex. 213. 

BalBbnr^. IgeUh^g bei Hofgastein (218). Er.: oK. R. ViC^^s) und 
oB. — Va^- -8^* ^- VsC^/s^s), durch das vorwaltende oB sind dieselben 
meist taflig, oft auch durch Krümmung der Flächen und Kanten ver- 
unstaltet; plattenförmige, kömige und stänglige Partien^); faustgrosse 
Knollen und derb; in Talk (im Chloritschiefer) und in Serpentin ein- 
gewachsen (118), sp. G. = 4-66— 4-69; Anal, s. (128) 408. 

Tirol. Selrain, Lian^ Alpe (21s), krummschalige Partien (wie am Grei- 
ner) im Quarz (49, a). — Flaggerthal bei MUtewald, derb, einge- 
wachsen im Quarz des Phyllites unweit der Alm, in der Nähe der 
Grenze zwischen Phyllit und Granit (46) 71, 54. 

H&hren. Titaneisen fand Oborny am Huttmherg bei Goldenstein, ziem- 
lich häufig derb, seltener in frei ausgebildeten Platten im Homblende- 
gneiss, bei TVinkelsdorf, in derben ansehnlichen Partien und bei Pe- 
tersdorf bei Zöptau mit Titanit in hornblendeartigen (!) Gesteinen (98) 3< 

GallSBlen. Bei Rothkloster in dem PieninenrGeb, wird nach Zeuschner 
aus dem Dunajec-Fl, I. gewaschen und als Streusand in den Handel 
gebracht*). 

Ilsemaimit^ Höfer. 

D. (Ap, 1) 7. 

K&rnten. In der westlichen, sogen. „Kreuther Äbtheüung^ des Bb. von 
Bleiberg tritt, im Beviere des Jakob- und Anna-Erbatollens, im Trias-Do- 



1) Angeblich auch in gerieften Prismen, psendom nach Bntil (US). 
') Poczatky mineralogii, Waiszawa 1861. 

* Das im Min. Lex. 49s erw&hnte, noch nicht n&her nntersnchte Min. von Joachims- 
thal, welches als Begleiter des Bismntit erscheiat, warde von Eenngott Torl&ufig 
dem Hypochlorit angereiht, an den es dnrch die Farbe seiner prismatischen, 
zeitdg^nrünen bis nelkenbrannen, pellnciden Kr. erinnert; wahrscheinlich dürfte hier 
eine neue Species vorliegen (39, g) 192 

* Die Aiial. des Idrialit (213) von Schrötter und Dnmas s. (128) »«9. 



Ilseina&iiit — Isoklas 159 

lomit patzenförmig ein grauer Baryt auf, welcher sich stellenweise als 
ein ziemlich festes Aggregat unvollkommener Er. darstellt. In den Zwi- 
schenräumen dieser Aggregate zeigte sich eine erdige bis krypto-kryst. 
blauschwarze bis schwarze Masse, welche durch ihre Beactionen als 
molybdänsaures Molybdänozyd erkannt und I. genannt wurde. An der 
Luft nimmt das Min, allmälig eine blaue Farbe an; es ist in Wasser 
löslich und erscheint die Lösung zuerst tief dunkel grünblau, nach 
einiger Zeit rein tiefblau gefärbt. Etwas Gyps und zuweilen freie 
Schwefelsäure sind dem L beigemengt und ist es wohl wahrscheinlich, 
dass er aus Wulfenit unter Einwirkung von Schwefelsäure hervorge- 
gangen sei. (Der im „äusseren Bleiberge^ häufige Wulfenit ist im ,^eu- 
ther Reviere" nicht bekannt, wie überhaupt auch in Bezug auf das 
Vorkommen anderer Minerale sich diese beiden Bb.-Beviere different ver- 
halten) (46) 71, 566. 

Iseiln» Werner. 
D. 145. N. 520. 

Min. Lex. 814, 506. 

Böhmen. Iserwiese (au), s. Korund. Das sp. G. nach G. Rose und Ram- 

melsberg = 4-68- 4*76, nach Breithaupt 4*76— 4-93. Anal. s. (128) 4is, 4i9. 

Unffaxn. Sid Fok am PlaUenaee (su), Hauer*s Anal. sp. G = 482, s. 

(128) 414, 416. 

ISOKlftS^ Sandberger. 

D. (Ap. 1) 7, 

BOlunen. Joaehlmstlial, e. F. Farblose, glasglänzende, bis 5 L. hohe 
Säulchen, ooP. o^oo . oP, in zersetztem Zustande, schneeweiss und matt, 
auf grauem, von röthlichen Braunspath-Adem durchzogenem Homstein, 
welchem sehr kleine Braunspath-R aufgestreut sind. Zuweilen erschei- 
nen eckige Homsieinbröckchen durch den I. angekittet und es scheint 
daher, dass sich derselbe in einer Kluft, welche Bruchstücke der Gang- 
art enthielt, gebildet habe. Die frischen Kr. erwiesen H = 1*5, sp. G. = 
2'92 und eine der Formel ^CaO.P^O« -f &H,0 entsprechende Zusammen- 
setzung^). Sandberger fand dieses als „weisser Arsenik^ bestimmte Vor- 



>) B«i der berechneten Znsammeneetznng soll stehen; K»lk= 49 1} und Wa8Ber= 1974. 
Die Anal. s. a. (1 2) r. 



160 



Isoklas — Jaulioin^* 



kommen, vermuthlich aus der Zeit 1780—90, in der Würzbarger Samm- 
lung und bemerkte, dass er keinen Grand habe, den angegebenen F. 
zu bezweifeln ') (46) 70, so6. Vrgl. a. (46) 72, 96. 

IXOlyt, Haidinger. 
D. 736. N. 593. 

Min. Lex. 215. 

Oesterreloh. Das sp. G. des I. von Oberhart bei Gloggnitz fand Hai- 
dinger = 1*008 (63) 56, 345. Durch Extraction des dunkelbraunen Lignites 
von diesem F. mit Aether erhielt Schrötter ein dunkel-schwarzbraunes, 
in dünnen Splittern durchscheinendes, amorphes Harz, welches, gleich 
dem L, bei höherer Temperatur (110*C.) zähe und fadenziehend wird, 
aber nicht schmilzt; es lässt sich durch Behandlung mit Alkohol in 
zwei Yon Schrötter analysirte Harze zerlegen (63) 59, so. 

JameSOnit, Haldlnger. 
D. 90, 800. N. 540. 

Min. Lex. 215. 

Böhmen. Das fasrige Mineral vom Ädalherti-Og, in Pribram (215) ergab 
die Zusammensetzung des Böulangerit. Ganz gleiche Vorkommen, in 
körnigem Galenit eingelagerte platten- und linsenförmige Partien mit 
feinfasriger Textur, welche ich vom Eusebi-Gg, beschrieb, ergaben 
z. Th. die Boulangerit-Formel sPbS . Sb^Sg, z. Th. erwiesen sie sich als 
5PbS . 2Sb3S8 und 2PbS . Sb^S,, welche letztere Verbindung dem Janfesonit 
entspricht. Ohne Anal, sind diese Minerale nicht zu unterscheiden (85) 

56, 82* 

Ung^am. Aranyldka (215), grossblättrige und krummschalige, auch staog- 
lige Massen, zuweilen in ziemlich beträchtlicher Menge, von Antimon- 
ocker, Antimonit und Berthierit begleitet (104). Löwe^s Anal., sp. G. = 
5-60, s. (128) 68. — FelsdbAnja, derb (136). 

JaUlingit, Zepharovlch. 
D. 800. K. 593. 

Min. Lex. 216. 

Oesterreloh. Bagsky's Anal, des J. aus der Jaüling bei St. Veit an der 
Triesting, s. (85) 16, S66. 

>) Phospliate sind auf den Joachimafhaler G&ngen eine grosse Seltenheit; bekannt Bind 
von hier der üranit nnd Biadochit mit oirea 16 Proc. nnd der Eliasit mit 
1 Proc. Fj|Oc. 



JAnUngit - Kidoit. 161 

Btetermark. üeber ein fossfles Harz aus den Lignitflötzen von Yoiti- 
berg, K5flaoli, Lankowiti', Oberdorf and Piber, welches dem J. 
nahe zu stehen scheint, hat Bumpf berichtet; es kssen sich 3 Yar. 
unterscheiden, A) hyazinthrothe, papierdünne, stark durchscheinende 
Schüppchen, selten bis 2 L. dicke Lamellen, in den Längsrissen 
des Lignites, sp. G. = 113; an der Luft wird diese Yar. braungelb 
und mehlig und gleicht dann ganz der Yar, B), welche in den Tag- 
bauen von Oberdorf in 2—3 Z. grossen Mugeln vorkommt. Ansehn- 
lichere Massen liefert die Yar. G), leberbraune, undurchsichtige Knol- 
len, meist mit einem Durchmesser von 1—5 F. (aus der sogen. Wedel- 
kohle) und conform der Schichtung liegende Linsen, die 1^3 Z. Dicke 
und 1 Fuss bis mehrere Klafter Breite erreichen. In einem der Bb. zu 
Kößach fand man auch ein zähflüssiges , pechschwarzes , in dünnen 
Schichten rothbraunes Harz, neben derbem Hartit, denselben z. Th. 
braunroth färbend, welches nach Rumpfs Yermuthung als ein Umwand- 
lungsproduct der letzterwähnten Yar. anzusehen wäre (108) 69, iis, 70, »l 

Kämmererit, Nordenskiöid. 

D. 495. N. 458. 

Stetonnark. Knnbat. Die Ghromit-Adern, welche im Serpentin und Bron- 
zit auftreten, werden öfters von Talk, K. und Magnesit begleitet; wo 
Bronzit und Ghromit sich berühren, erscheint der Bronzit häufig in ein 
Aggregat von Talk mit seltenen K.-Blättchen verändert. Tschermak ist 
der Ansicht, dass vielleicht aller K. und Talk, welche hier in keiner 
grossen Menge vorkommen, aus Bronzit entstanden sei (85) 53, su, 

Kainlt, Zlncken. 

D. 642. N. 239. 

Ckdlxien. Kaliisz. Die obere Abtheilung des Haselgebirges enthält, wie 
man in jüngster Zeit im nordwestl. Theile des Bb. nachgewiesen, eine 
sehr bedeutende, angeblich 60r- 70F. mächtige, von Zwischenmitteln freie 
Ablagerung dieses Salzes ; an einer anderen Stelle des Bb. bildet der K. 
eine 6 F. mächtige Einlagerung zwischen zwei, nahezu 7 Kftr. mächtigen 
linsenförmigen Massen von Sylvin. Yorwaltend sind, durch beigemengten 
Thon, braungraue, körnige Massen mit kleinen gelblichen oder weissen Salz- 
Einschlüssen, welche Gemenge nach Hauer circa 60 Proc. Kainit, 10 Pr. 



* IiincUoker*8 Anal, des Johannit (Uranvitriol) von Joaohimathal (sm) •• (ISS) m* 
2ep]iftrovi.e]it niataL Leadooiu IL U 



162 Eainit — Ealcozen. 

Sylvin^) und 20 Pr. Stein alz enthalten; darin finden fiicli stellenweiae 
bis faustgrosse, honiggelbe^ durchsichtige Stücke von reinem K. (86) 20, ui. 
(86 F.) 70, S04, 71, 66. In dem E. kommen öfters Nester y(m SteiBsalz Tor, 
die sich zuweilen als Drusenräume, ausgekleidet von E.-Er. und erfüllt 
mit grosskörnigem Steinsalz, darbieten; nach Tschermak erreichen diese 
K.-Kr. bis 2 Z. Höhe und zeigen die mit denEr. von Stassfurt') überein- 
stimmende, durch die vorwaltende Basis tafelige Form: oP. iP. — 2P00 . 
ooP. odPoo . ooBoo ; ihre Anal, ergab die Formel Mg SO4 + ECl + eH^O und 
Hess sich in ihnen die Einmengung von wenig Eieserit nachweisen, auch 
sind im E. kleine Mengen von Carnallit gefunden worden; diese wären 
nach Tschermak als Ueberreste einer Ablagerung von Eieserit und Oar- 
nallit anzusehen, welche früher, wie in Stassfurt, die obere Abtheilong 
der ganzen Salzformation einnahmen, und später durch Einwirkung von 
Wasser sich in E. und Chlormagnesium umsetzten (85) 63, 310. 



EakOXen, steinmann. 
D. 584. N. 298. 

Min. Lex. 216. 

Bdhmen. Tfenic bei Cerhovic. Wärzchen und dünne Ernsten von E. 
fand ich auf Eluftflächen eines untersilur. Sandsteines, zuweilen unter 
traubigem und nierförmigem Barrandit, aus welchem nachweislich der E. 
hervol^gangen ist, wie es scheint, unter Vermittlung einer dem Picit 
ähnlichen Substanz. Der E. ist stellenweise in ockrigen Limönit verändert 
(85) 56j 18, 28. — St. Benigna (216). Mit dem E. steht nach BoHcky zu- 
weilen ein amorphes gelblichrothes, durchscheinendes Mineral, der Picit, 
und dieser wieder mit dem DuiVenit in derartiger Verbindung, dass die 
Annahme einer CFmwandlung des Dufrenit in Picit und dieses in K sicher- 
gestellt erscheint. Anal. s. (1^8) 333. (85) 56, 15. — ftepee bei Tahcr, 
Stur beobachtete E. in Elüften, eines Lesestückes von Limonit (in gra- 
phitischemGneisse lagernd); die sphäroidischen Aggregate uAd eiazelnen 
haarförmigen Individuen des E., welche zuerst grünlich waren, färbten 
sich nach und nach ockergelb. (86) 9, 666. 



1) Kaoh Tsohermak gibt es in Kalnsz wohl WeohBeUagenuigeii, aber niolit Gemenge 

von K. nnd Sylyin (86) 63, 310 
*) (68) 1869t 187« im* 
* Nach Breithanpt soll man zn Ponikla bei Star kenbach (Böhmen) Kalait nnter 

einem Limonit-Lager geftinden haben (130) 68| 69. Nähere Angaben fehlen. 



Kaolin. 168 

IL&OllIl^ Hausmann. 
D. 478. N. 366 (Porzellanerde), 857 (Bieümiark £« Tb.)* 

Ißn. Lex. il7. 

Btel^rmark. Im Gneissgebirge von Oberwald bei Ligkt^ sandig und 
glimmerhaltig (141, t). 

Kärnten. Im Cemaffraben bei Kersehdorf wird K« abgebaut, weicher 
in einem grünen Schiefer (auf schwarzem, etwas gefälteltem Schiefer 
ruhend) vier Lager bildet (85) 57, 769. 

Tirol. Flelms. Im Viezena-Oeh, enthält der Liebenerit-fohrende Porphyr 
zuweilien in grünlichgrauen E. veränderte, bis 1 Z. lange und 2 Z. dicke 
säulenförmige Orthoklas-Er., während die mitvorkommendentafligenOrtho- 
klas-Er. unverändert blieben ^). Auch unweit vom Schlosse iSwti^e^fetn bei 
tootzeb sind im Quarzporphyr die Orthoklas-Er. in K. umgewandelt (49, a). 

Böhmen. Von Zinnwald (217) beschrieb Blum nadeiförmige in Steinmark 
veränderte Apatit-Säulchen (9, d) 2S1. — Der Syenit-Porphyr, welcher den 
Zinnerz-führenden Porphyr am PreisseUberg bei Ober-Araiipen unter- 
teuft, enthält grosse fleischrothe Orthoklas-Kr., die nach Laube mitunter 
von aussen nach innen vorschreitend, ganz oder z. Tli, in grünes Stein- 
mark (Anal.) verändert sind. Ein analoges Vorkommen wird von johana- 
geörgenstadt und Altenberg erwähnt (86) 14, 17s. ~ Analysen der Porcel- 
lanerde von Zettlits bei Karlsbad (an) s. (128) ö78,(39,m) m. — äohUfiT- 
genwald (sis). Die grösseren Topas-Er. von diesem F., so wie der kör- 
nige Quarz, auf welchem sie sitzen, sind, wie dies lange bekannt^ theil- 
weise oder auch gänzlich in eine bräunlichgelbe, fettig anzufühlende Masse 
verändert; man hat die pseudom. Substanz früher als Steatit bestimmt"), 
da sie demselben sehr ähnlich ist, nach Reuss verhält sie sich aber vor 
dem Löthrohre wie E. (64) 60, 49, und schliesst sich demnach stofflich den 
übrigen Pseud. verschiedener Minerale an, welche hier vorkommen. Auch 
die derben Steatit-ähnlichen Massen, von grauer, äusserlich oft gelber 
Farbe und mit glänzenden striemigen Absonderungen versehen, in welchen 
Er. von Blende, Eassiterit und Apatit ^gdMcbsen sind, geben, wie ich 
fand, die Beactionen des E. Dieses Steinmark übergeht allmälig durch 
Annahme einer mikrokryst. Textur in feinkörnig-schuppige Nakrit-Aggre- 
gate"). Ein ^strähliges^ Stiöinliiark vondiesöih F. Wurde von Bammels- 



>) Nach Liebener*s Angabe der. Form .* Prismen mit pyramidaler Zaspitsnng sollte 
man doch etwas anderes als OHhoUas yermiifhen. Bass die iafligen Orthoklas-Kr. 
ebenfUls rerändett «rtch^inen, berichtete Bichiho^en (s. Liö1>eBerit). 

S) S. Min. Lex. «3«. 

*) fls IM dtfmntVh -tAMrdheinliÖh , dass ändfi ^4 Ütfigen im Min. Lex. «t« genannten 
Speckstein-Yorkommen der Kaasiterif-Ligertotten hieher geliören. 

11* 



16A KMUn - lUpdeik 

berg anal. (128) 676 *). — Manche böhm. Schwarzkohlen, namentlich jene 
von SoUan, Kladno nnd Badnilz, enthalten als AnsfOllung von zahl- 
reichen Bdunalen Elüftchen, dünne weisse Blättchen, welche sich bei 
ihrer Anal, als E. erwiesen; im Wasser werden diese Blättchen nicht 
plastisch (39, m) iio, (101) 474. Gleiche E.-Ueberzüge finden sich auch in 
den Gontractionsklüften von Sphärosiderit-Concretionen, welche in der 
Gegend von Pilsen, am weissen Berg, bei 2Swug, Blatnitz u. a. 0. in 
den carbonischen Schichten lagern (64) 57, 88, (141, a). — Ffibram, 
Bchneeweisse leicht zerreibliche üeberzüge auf Elüften einer verwitterten 
Grauwacke; sp. G. = 2-39, Anal. (121) 13, s76>(39, m) m. — Zu Bene 
bei PfesHe fand ich bis 2 Z. grosse unregelmässig sphäroidische K-Enollen, 
w;elche unter Eieselschiefer-Blöcken in dem thonigen Feldboden liegen 
(86) 7, 129, E. V. Hauer^s Anal. s. ebd. u. (101) 474. — Am Spitz Bg, und 
am Horka Bg. bei Böhm. Leipa, gelblich oder perlgrau, nesterweise in 
Höhlungen oder in Spalten des Basaltes (137). 

Ung^am. Die Anal, eines E, aus dem Ferdinand-Erbstoüen zu Schemnltz 
B. (121) 17, 858. — Im Ungh Th. lagert bei BubHniez (Unghvär NO) in 
engster Terbindung mit einem blauen plast. Thone eine vorzügliche Por- 
cellanerde, welche durch Zersetzung von ryolithischen Trachyt-Tufien 
entstanden ist. Den jüngsten neogenen Tuffbildungen angehörig, ruht die 
E.-Ablagerung auf alt-tert. Sandstein und wird von Löss überdeckt'). 
(86)119211,21,412,420. Gleichartige, doch minder fein geschlämmte E.- hältige 
Tuffe sind in bedeutender Ausdehnung und Mächtigkeit am Fusse des 
BoroUo Bg. bei Podhorogja (ünghvär N) ausgebreitet (86) 21, 420. — 
Der durch Bb. gewonnene E. von Telklbänya, eine Eluft in Nachbar- 
schaft der Erzgänge erfiUlend, scheint aus der Zersetzung von Andesit 
hervorgegangen zu sein'). (86) 11, 249, 19^ 248. — Zsidovar Ojis), s. Mye- 
lin. — Szäflzka (219), s. Oraviczit. 

Siebenbürgen. Zu Parba bei Bodna (219) soll E. gleich jenem von Dubrinicz, 
wohl auch em Zersetzungsproduct von Trachyt-Tuffen, lagern (86) 11, 212. 

KapniCity Eenngott. 
D. 576. 

Min. Lex. 219. 

Ungarn. Kapnik (219). Nach den Untersuchungen von Städeler*) ist das 
Mineral nicht, wie aus Hauer's Anal, folgte, ein Sulphat, sondern ein 



^) Fischer hat Stemmark ron diesem F. miboskopiseh untersucht (105). 

') Aus diesem K daigesteUtes Porcellan soll dem chinesischen in Bruch und PeUuciditftt 

gleichen. 
*) Der K. wird in den Porcellan-Fabriken zu TeUdb&nja und HoUohiza Terarbettet. 
*) Ann. d. Ghem.u. Pharm. 109, $^ '){128) w«. 



Kitpiiieit — Kantenlt. 165 

Phosphat, welches sich von dem Wavellit nur durch einen etwas höheren 
Wassergehalt unterscheidet. Das sp. G. der kngligen Nadel-Aggregate 
ist 2-856. (39, g) ss. 



KftTStOnlty Hausmann. 
D. 621. N. 245, Anhydrit, 

Min. L«z. 810. 

luden alpinen Salzlagerstätten (no) ist K. Tomehmlich in der 
oberen Abtheilung derselben, der „Anhydrit-Region'^ (s. Steinsalz) vertreten. 
Neben gewöhnlichem schwarzgrauen K. kommt auch, besonders reichlich 
in Aussee, „rother Anhydrit^ vor, in welchem ein Gehalt an schwefelsaurem 
Kali nachgewiesen ist (86) 19, i6i ff . — In den grosskömigen Aggregaten 
vom Dürrenberg bei Haüein (sab) von graulichweisser bis veilchenblauer 
Farbe und dem sp. G. 2*96, erkannte Elaproth eine unbeträchtliche Bei- 
mischung von Steinsalz ^), — Die ausgezeichneten Er. von Avssee (sso) 
wurden durch Graüich und v. Lang gemessen und optisch untersucht 
(85) 27, 26. Hessenberg zeichnete die flftchenreichen Formen von diesem 
F., deren Gombination im Min. Lex. sso angegeben ist *) (s. (132) Fg. % n. s\ 
in einer neuen Aufstellung (113) 10. — Der höchst feinkörnige E. vom 
Saltberg bei Hall (221), in welchem Dolomit-Er. 4B. oR eingewachsen sind, 
verdankt nach Elaproth seine dunkle Färbung einer Beimengung von 
schwarzem Thon, welche an 4 Proc. beträgt; auch beigemengtes NaCl 
(1 Proc.) wurde nachgewiesen >). 

Bftlsbnrg^. Im Sehäfferötz-Bb. bei Werfen kommen licht violette, halb pel- 
lucide, gross-individualisirte Partien, von Gyps begleitet, als 2 F. mächtige 
Einlagerung in Werfener-Schiefem vor; sp. G. = 2*98, Anal. (86) 19, sss. 

Oallsieii. Den dichten E. von Boehnia (221), den „Gekrösestein*, vom 
sp. G. 2*85, hat Elaproth analysirt *). 

ünffam. Altgebirg (392), auf der Erzlagerstätte als Seltenheit, derb und 
eingesprengt (104). 

8iebenbürflr«n- Timkna. Sphäroidische, mit warzenförmigen Auswüchsen 
bedeckte £[nollen von Hasel- bis Wallnuss-Grösse, welche aus feinkörni- 
gem E. mit einer dttnnen Gyps-Rinde bedeckt (sehr selten ganz aus 



>) KlAproih, Beitr. s. ehern« Kemrtn. der Min., 4. Bd. 1807, tM, tss. 

>) Statt s FT ist dMOlbsl n letzen sPT — IHe Anal, eines K., angeblioli Ton Kapf«^^ 

betg in Steiennark, sp» G. = 2 96, •* (121) 17, im. 
•) a. a. 0, 8. 381. 
* AnalTMn des Earpholith tob SohUggenwald (nt, «e«). b. (188) m^. 



166 Kanftenit - Kenngottit. 



krystallin. Gyps) bestehen, als Einschloss im Steinsalz; als Iosq Gewölle 
finä^n sich diese „Gypssteine' FichtePs, wo da^s Salz weg^elö^t worden, sp. an 
den Salzhalden u. am Ausgehenden des Salzkörpers; Ana}. (86.F.) 69| i40. 



KaSSiterit, Beudant. 
D. 157. N. 518, Zinnerz. 

Min. Lex. 288, 506. 

BOhmen. Petersen*s Anal, des E. von Zinnwald s. (101) 796. — Neuerer 
Zdt sind ia Oberfr^iinpen (ass *) Zw. ohne einspringende Kanten und 
8fdiö]i0> Zw^-Gbmppen yon 5 Kr. *) yorgekommen (96) 21, ssi. — Einen 

. Zw^SAiDgi^M Mikifgenwttld (ass) mit Flächen von ooPqo, aoPa^Pao hat 
HflMMBterg. abfobiUet and bemerkt, dass er immer 00P2, nicht aber 

: tJf^Y welfttuHb gaw^yfanlioh angegeben wird, beobachtet habe (113) 1. 
Abbttdiuigtm eines eiafiftchea Kr. und zweier Zw. gab Leyy (48) T. 71, 
%.ftluicbT. ISI^ %. 16^ ir. Die K. sind zuweilen schalig zusammengesetzt 
a|i4 tedem sieh zviaohen den einzelnen Schalen Kömchen von Chalko- 
pjnifc «iei !&ibqpickeli abgelagert (1B8) 211. Klaproth's Anal, s, (128) is9. — 
Sin YeoEHiQbftbau bei BSlim. Neustadtl (223) fand im Kwpfer- und Ra;pitz- 
I(g> sj^tkf^ aiiseiblicii fandüok daselbst der K. mit Pyrit, Pyrrhotin, Chal- 
kep^irit und« Sisengilimmer in Quarzlagen des Phyllites (86) 12, 417. 



KeimgOttit, Haldlnger. 
D. 88. 

Min. Lex. 283. 

IJll^i^riit, Nach Weissbach sind die Kr. des K. von FelsSbänya («s) in 
itlirem, Q^tbit^i? ä^lich jenen des Miargyrit von Parenos in Mexico, und 
treten an ihnen auf: oP(a) vorwaltend, Äx>(b), Va^'/sfs) oder ? \P(A), 
%^V^ff") ö^ ? '/.i^'/tCO untergeordnet, und (x>Pao(o) in Spuren; er be- 
merkte femer, dass das Pulver des K. nicht, wie angegeben wird, schwarz, 
8p^d^i:n, l^irschroth ist, wie beim Miargyrit, und dass demnach K. und 
Miargyrit identisch wären, üeJIs eine genaue Anal, eine wesentliche Yer- 
splue4^,eit: der beiden Minerale nicht erweisen würde (63) 125, 4ks5. Eine 
solche liegt bisher nicht vor; Kenngott hatte vor dem Löthrohre als 



I) Ia Onnpen war in alter Zeit Silbererz-Bb. (d6) 14, lei ; die Angaben im ilin. Lex. m 

beziehen sich auf Ober-Oranpen (GSnge im Giteiss). 
*) Wie solche von Haidinger abgebildet worden (29) 2w 



Kenngottit ~ Kieserit. 1^7 

wesenfliclie Bestaadtheile Ag (ca 90 Pr.), Pb, 8b und S erhalten (63) 98, i68. 
Neuerer Zeit sind nach Fellenberg in Felsöbdnya ausgezeichnete E.-Kr. 
mit kleinen Antimonit-Nadeln vorgekommen, auch derbe, dichte und fein- 
körnige Partien, zwischen Blende-Er., feinen Nadeln von Antimonit, Pyrit 
and Galenit sitzend, auf Eluftflächen und quarzigen Absonderungsflächen 
der oberen Trümmer des Hauptganges (104). 



Keramohalit, v. aiocker. 

D. 649, Alunogen. N. 240, Haarsalz. 

Min. Lex. 284, 507. 

Tirol. Nikolsdorf (m, 507) Barth's Anal. s. (128) m. 

Bdhmen. KolOBoruk (asi). Bammelsberg's Anal. s. (128) sss. 

VngMnL In alten Zechen und Strecken des Gold-Bb. von Königsberg 
als neueste Bildung (8$ F.) 67, los. Jurasky^s Anal. s. (128) s69. — Rndain 
(m4) bei Königsberg, Die Zersetzung des auf dem Atma-Og, besonders 
reich auftretenden Pyrites veranlasste die Entstehung von E. in grosser 
Menge in alten Grubenräumen (86 F.) 67, 122. 

KieSerit, Relchardt. 

D. 641. N. 239. 

Oesterreioh. Im Sdlxberge bei Hallstatt wurde 1870 in der Bömiaeken 
Wehre am Kateer-Josef-StoUen dieses Salz als eine scharf begrenzte 
Ausscheidung im Salzthon, mit einer freien Oberfläche von etwa 9 Q -Elft. 
beobachtet; es erscheint zumeist als gelbliche, durchscheinende, gross- 
kömige Masse, in der zuweilen Hohlräume auftreten, die mit E.-Er. be- 
kleidet, im übrigen aber mit gelblich gefärbtem, durchsichtigem Stein- 
salz erfallt sind. Die 1—5 Z. grossen, aufgewachsenen E.-Er., welche 
sich nur mit wenigen Flächen über ihre Nachbaren erheben, bieten 
nach Tschermak die monokl. Gombination iiP. iVs^- V«^^» > "^1* rhom- 
bisch-pyramidalem Typus, seltener erscheinen noch — Poo und ■/»!**)• Zw.- 
Lamellen sind manchen Er. parallel — P eingeschoben, ebenso zeigen auch 
die oft 1 Z. grossen Eörner des E. wiederholte Zw.-Bildung, ähnlich den 



*) Anfallend ist die AehnUohkeit in Form und Winkeln zwiachen Kieserit nnd Lazn- 

lith, am enteren ist oP: eoP« = 88P 63', am letzteren = 88<> Ib'. 
* Kerolith: in der GmUm bei Kraubat ia Steiermark (108) 69. 



168 KieMTÜ — EUnoeUor. 

triklinen Feldsp&then. Die Er. sind yoUkommen nacli P und VaP> minder 
gat nach — P, — Poo und Vai^ spaltbar; dieser vielfachen Spaltbarkeit 
wegen, erhält man beim Zerkleinem der Stücke fast immer Spaltflächen. 
Die Er. und Spaltstücke zeigen einen blanlichen Lichtschein, wie der 
»Mondstein«. H = 3-5, sp. G. = 2-57. Die Anal, ergab MgSO« + H,0. ^) 
In feuchter Luft überzieht sich der K. mit einer weissen Binde von 
Epsomit; auch im Innern geht von den Klüften aus, die sich immer 
reichlicher einstellen, allmälig die Umwandlung in weissen Epsomit vor 
sich. Kömer von Löweit zeigten sich im E. in der Nachbarschaft der 
Steinsalz-Einschlüsse, ebendaselbst auch einzelne Va L* grosse Ghalko- 
pyrit-Er. Va(P) &^ ^^^ ^* ^ ^^^ Grenze zwischen E. und dem ihn 
umgebenden Salzthon fanden sich grössere derbe Massen von dunkel- 
orangegelbem Simonyit, der an der Luft verwittert und daher wohl mit 
Blödit gemengt ist (85) 63, 8i4. Simony, der den E. auch im Niedergang 
der Zeissel' Wehr im Wiesberg gefunden, erwähnt ausser den obigen 
Begleitern auch Earstenit und Mirabilit (135) 71, eo. 
Gallsien. ßei der Lösung des Eainit von Kalnsz in Wasser blieb ein 
geringer pulvriger Bodensatz, der sich als E. erwies (85) 63, sis. 

SUnOClllor, Blake. 
D. 497, RipidoHte. N. 453. 

Min. Lex. 111 z. Th. *) 

K&mton. E. vom Badlgrahen bei. Gmünd bewahrt das mineralogische Mu- 
seum zu Wien (141, x) 

Tirol. Die im Min. Lex. m u. f. erwähnten Ghlorit-Er. und lamellaren 
Aggregate aus Pfltseh (a) vom Wüdkreuzjoehy PfUseher Jöchl und Pfrt- 
sekergrund und jenseits von Pfnnders (b), sowie die gleichen Vorkommen 
aus dem Zlllerthale (c) vom Bothenkapf und Schwarzenstein^ erwiesen 
sich nach Descloizeaux als E. Die Er., ähnlich der pyramidal oder taflig 
gestalteten besag. Combination oP. P, sind meist Penetrations-Drillinge, 



«) S. a. (86 V) 71, uo. 

*) Abb d«m Min. Lex., 111—118, führt Dezcloizeavx die folgenden F. an, Ton welchen 
■ich der Ghlorit bei nftherer optischer Prftfting Tielleicht als E. erweisen dOrfte : 
Bassbach, Klein- nnd Qrossarl, Gastein- und Stnbach-Th., Salla nnd Birkfeld, Elend 
nnd Schwarzhorn, Wischkowitz nnd Hichelsberg ; Winkelsdorf, Wemsdorf, Stiepanan, 
Krzetin nnd Boskowits ; Würbenthai nnd Elein-Hohran ; Iglo, Schmdlnitz ; Czertesd 
nnd Sz. Domokos (103) 448< Leider sind diese F. in den Sanunlnngen von Wien nnd Pntg 
nicht oder sn mangelhaft rertreten, nm optische üntersnchnngen Tomehmen zn kSa- 
nen. Exemplare ron Winkelsdorf in M&hren im Wr. min. Mns. sind nach Tschermak 
BipidoUth (Ghlorit) (141, x). 



KUnoehlor — Kobaltla. 169 

an welchen das 6-Beitige oP bei regelmässigster Entwickelong, flach ein- 
gpringende Kanten parallel den Diagonalen besitzen würde, und deren 
meist stark geriefte Seitenflächen Elinodomen mßao angehören, mit 
m= "/s, '/t9 ^Ve odof */4^)- Lamellen, im polarisirten Lichte geprüft, 
zeigen, dass die Grenzen zwischen nachbarlichen Individuen in den Dril- 
lingen sehr unregelm&ssig verlaufen und dass in den anliegenden Sec- 
toren nicht nur oft die Ebenen der opt. Axen in abnormen Lagen auf- 
treten, sondern auch die opt. Axen mitunter ganz yerschiedene Winkel 
bUden, letztere auch fast 0<^ werden können (103) us. Von (c) beschrieb 
Hessenberg einfache, spiegelnde Kr. von neuem fremdartigen Habitus: 
oP. Va^<x> . ocPs > ocSoo 0* ^^6 selten 1 L. grossen Tafelchen waren zahl- 
reich, zumeist vereinzelt, auf der Kluftfl&che eines dichten syenitischen 
GneiBses mit ihren oP aufgewachsen und von einem wasserhellen Apatit- 
Kr. begleitet (113) 7. Schwärzlichgrün in's schwarze, smaragdgrün- bis 
lauchgrün , mit starkem Dichroismus (smaragdgrün und hyacinthroth). 
Der Winkel der opt. Axen beträgt an Lamellen von (a) 1&— 20*, 26° und 
38«, von (b) 46-48% Ö3-Ö4« und von (c) 48— öO» (103) 444. Die K.-Kr. 
sind fftst stets, besonders jene vom Wildkreusjoche, von Yesnvian-, Gra- 
nat- und 8phen-Kr., auch von Diopsid begleitet (49) es. Bruers und 
Kobellls Anal. s. (128) sse. Breithaupt beobachtete ^^Bipidolith^ von 
Schwarzenstein, welcher in eine Serpentin-ähnliche Substanz verändert 
war (63) 80, 577. — Im Piutertliale, bei Ahm (a) n. WindMekmairti ist das 
Vorkommen ähnlich jenem von Pfitsch, doch erscheinen Kr. sehr selten. 
Die Adular-Kr. von (a) sind häufig von K.-Täfelchen überdeckt (49) 66. 
Descloizeauz untersuchte eine dunkelgrüne, von einer schmalen Limonit- 
Zone umgebene, sechsseitige Tafel von diesem F. ; in den einzelnen Sec- 
toren des Drillings lagen die Ebenen der opt. Axen senkrecht auf den 
ümfassungslinien der Tafel, und war der Winkel der opt. Axen ca. 36^ 

(103)448. 

Eobaltbly Beudant. 
D. 71. N. 570, Glanzkobalt. 

Min. Lex. 226. 

Unflrani. Von Oravlcia analysLrten Hubert und Patera vor geraumer 
Zeit einen stängligen K. ; demselben war sichtlich Bi beigemengt, welches 
sich bei geringer Temperatur-£rhöhung aussaigem liess, während der 
K. oberflächlich ganz unverändert blieb; nach Abzug des Bi gaben 



>) Nach Kokechttow*! Orandform (119) 2, r. 



i7Ö 



Kobaltin — Koehanit. 



beide die Mischung des K. ^). Auch Farbe, Glänz und Strich spracHen 
für E.; das hohe sp.G. = 7.4 wurde durch die Beimengung von Bi und 
Au erklärt. (83) 3, 889 ^). Neuester Zeit wurde von Maderspach in einem 
Kiese aus der Elisabeth-Oruhe eine Zusammensetzung ermittelt, welche 
den Resultaten der obigen beiden Anal, nahe kommt ^); die höchstens 
1 L. grossen, starkglänzenden, nach ooOoo spaltbaren Er. sind, wie meine 
Messungen ergaben, Octaeder und ist demnach das Mineral E. ; derselbe 
erscheint gewöhnlich in licht-stahlgrauen, radial-feinstängligen Aggre- 
gaten mit sphäroidischer , zuweilen drusiger Oberfläche in kömigem 
Calcit'); sp. G. = 6*39 (141, o). Von Eobalt-Yerbindungen sind somit in 
Oravicza Alloklas und Eobaltin, der letztere in Er. und in einer stäng- 
ligen Varietät, nachgewiesen*). 



Kochenit, pichier. 

Tirol. Ein fossiles, noch nicht näher untersuchtes Harz aus dem Kochen- 
thaie bei Tel&, welches honiggelbe bis braune, pellucide Kömchen 
oder Tröpfchen auf Thonmergeln der oberen Trias bil4et (86) Ifi, 47, 
und in den gleichen Schichten auch am ünuie im Achenthai, ferner 
in der Pertlsaa in den AsphaUackiefern des Hauptdolomites^ und bei 
Brandenburg in Thonen der Gosauformation beobachtet wurde (46) 71, 56. 



1) Analysen des Eobaltin von Oravicza: 

Hubert . . . S 19.75 — As 4413 - Co 80-37 — F« 5'75 = lOO (Bi 18*40, An Spuren 
Patera . . . 1978 43-63 32-02 4-56 = 100 (Bi, An, SiO, 

Maderspach . 20.19 4849 26-89 443 = 100 (An 0.75, Gangart 1*18 

eCoAsS.FeAsS 19.86 4.5*37 30-44 4.84 = 100 berechnet. 

*) Tschermak hielt Hubertus Anal, für theilweise nnrichtig und meinte, das serlegte 
Mineral sei Alloklas gewesen (85) 53, aao- Dies würde jedoch sehr ansehnliche Fehler 
der Anal, yoraussetzen; auch hat Patera dasselbe Mineral analysirt und seine Resultate 
nach Abzug des Bi stehen mit jenen Hubertus in gutem Einklänge. Maderspach*s Anal., 
obgleich nicht vollkommen der Formel CoAsiS entsprechend, bestätigt nun das Vor- 
kommen des K. zu Oravicza. 

s) Winzige Er. von der drusigen Oberfläche einer Halbkugel erkannte ich als ooOod.wO. 
An losen E.-Er. von einem älteren Anbruche aus der Elisabeth-Grube, welche ich 
ebenfalls Herrn S. Husz in Oravicza verdanke, fand ich odO«; ooOoo.O, selten mit 
einzelnen Flächen von ooO'/s Co, As und S wurden in ihnen qualitativ nachgewiesen. 

*) Nach Tschermak (a. a. 0.) kommt neben Alloklas auch Smaltin vor; die Angaben 
über die Er. desselben stimmen ganz mit meinen Beobachtungen an den K.-Krr{ ick 
vermnthe daher, dass hier eine Yerwechslung vorliege. 

* Klaproth^B Anal, des E o 1 1 y r i t vom Stephani-Schachte zuSchemnitz (sm), s. (128) 
MS. In Schemnitz wurde fälschlich eine Varietät des Dillnit (s. Min. Lex. im) Eollyzit 
genannt (88) 6, m Vrgl. (104) 139. 



'Konmd — Koxjnit. 1« 1 



KorniKd, Wemer. 
D. 137. N. 224. 

Hin. Lex. 887. 

Bdbmen. laerwieee (88?). Nach Jok^ly besitzen die lehmigen Absätze da- 
selbst mehr den Charakter von alteren Alluvien als einen diluvialen, 
wofür auch ihr hohes Niveau von mehr als 350 Klft. spricht. Die früher 
so häufigen Saphire sind ia dem wohl-durchsuchten Terrain selten ge- 
worden; ein Gleiches gilt auch vom Iserin. (86) 12, 409. 

MUren. Auf der Halde der Franciaoi^Zeche bei Mfthr. Sohönberg^ fand 
man graulichweisse, wenig durchscheinende Kr., bis 6 Z. lang und 3 Z. 
breit, mit Eyanit-Er., in einem körnigen trikl. Feldspathe eingewachsen 
(86) 15, F. 14, (98) 8. 

Korynity Zepharovlch. 

D. 74. N. 575. 

K&mten. In dem Siderit-Bb. zu Olsa fand ich aut dem Krtinig-Lager 
zwei Varietäten des E.: a) Krummflächige Octaeder, gewöhnlich nach einer 
tetrai;. Axe geradlinig gereiht, auch zu sphäroidi9chen u. a. Gruppen 
vereint, sowie kömige Partien eingewachsen in weissem, kömigem Galcit. 
b) Halbkuglige Gestalten, von denen an den freien Enden meist ver- 
dickte, keulenförmige Aeste ausgehen, eingewachsen in frischem, kör- 
nigem Siderit. In ihrer Gestalt, sowie auch in der fasrigen Textur er- 
innern diese Gebilde an manche Eisenblüthe. Auch kommen eingewach- 
sene knollige und ähnliche Aggregate vor, stets wie die ersteren For- 
men, oberflächlich nierförmig oder traubig gegliedert; bei gedrängter 
Anhäufung gehen dieselben in körnige Massen über. Silberweiss, in's 
Stahlgraue ; grau, gelb und blau angelaufen Die Adern von Siderit und 
Galcit, welche den K. durchziehen, sind häufig durch Nickelocker apfel- 
grün gefärbt Für den K., vom sp. G. 5.99, ergab Payer's Anal.*) eine 
annähernd der Formel 4(NiAsS) -f NiSbS entsprechende Zusammenset- 
zung (85) 51, 117. Vrgl. (135) 72, 23. 



«) B. (101) 74. 

* Krol^oit: Angeblicli im Bb. Pojana Mornlui (Neu Sinka) in Siebenbürgen, auf 
der Galenit-Lageist&tte (109) wi und von Moldova in Ungarn TlOl) 698. 



172 Krolcjcloliih - Eapf • . 

Erokydolith, Hausmann. 
D. 243. N. 4tl. 

Mm. Lex. 828, 507. 

SalzbnrsT* Mooaeek bei Golling (223). Die fasrig zusammengesetzten, derben 
oder plattenförmigen Partien von lavendel- bi^ indigoblauer Farbe er- 
scheinen als Ueberzug von Quarz oder gangartig in Klüften eines Ge- 
menges von Dolomit, Gyps und Siderit (118). 

Tirol. Matrei, Schnüre und Lagen in einem Findling von Glimmerschiefer 
(46) 71, 64. 

Kupfer. 

D. 14. N. 530. 

Min. Lex. 228. 

Oeiterreioh. Im Bb. Orossau bei Reiehenan, in Spalten von braun ge- 
wordenem Siderit (135) 71, ns. 

Balzburff. Am Klucken bei Piesendorf dünne Bleche auf Quarz und 
Ghalkopyrit. — Brennthal bei Mühlbach^ dendritisch, plattenförmig und 
traubig über Gyps, mit Malachit auf einem Gemenge von Pyrit, Quarz, 
Calcit und Glimmer [118]. 

Tirol. Eupfer-Bb. Prettau im Ahm Th. , dünne Bleche und Anflüge 
auf Klüften und Absonderungsflächen des Ghalkopyrit-führenden Chlorit- 
schiefers (123). 

Böhmen. Ober-Bochlitz, erdig, in sehr geringer Menge auf der Eupfer- 
erzlagerstätte (86), 10, 22. — GrAsslitz. Mit dem Erzengel Gabriel- StcUen 
des Chalkopyrit-Bb. traf man, nach Beuss, in einer Eluft des Phyllites, 
durch welche Tagwässer reichlich in die Tiefe dringen, an einer sehr 
beschränkten Stelle, zierliche dendritische Bildungen, aus regelmässig 
gereihten Eryställchen ooOx.O bestehend; sie lagen lose auf der Eluft- 
fläche in einer dünnen Lage braunen Eisenockers und Hessen sich leicht 
von ihrer Unterlage ablösen (64) 60, 135. 

Uns^am. Am Lahoeza Bg. bei Beesk (229) führt eine im Andesit auf- 
tretende quarzige Gangmasse nebst Eupferschwärze viel K. , welches in 
derben Stücken bis zu 20 Pfund im Gewichte vorkam. (86 F.) 67, les, 
(86) 18, 620. - R^zbtoya, äusserst selten, Eömchen von erdigem Cnprit 
umgeben im Eupferpecherz, letzteres eingesprengt in kömigem, von Ma- 
lachit durchsetztem Ealkstein (124) los. — Auf den Halden des a. Bb. 
von Petirs bei Lippa (a. d. Marcs) findet man nach Gotta zahlreich E. 
in kleinen, mit grünen Oxydations - Binden überzogenen Stückchen (s. 
Chalkopyrit). 



Knplurbisn ^ Kupftneliirin«. 173 

Knpferblan, Breithaupt 

]N. 466. 

Böhmen. Ober-Roehlits, traubige und nierförmige Ghalcedon-älioliclie» 
himmelblaae Aggregate»), sp. G. = 2*65, nach Porth qualitativ ident 
mit K., bekleiden Hohlräume auf der Erzlagerstätte. Im Gemenge mit 
einer Allophan-ähnlichen Substanz bildet das E. steinmarkartige Massen, 
die zu den verbreitetsten Kupfererzen daselbst gehören (86) 10, 17, (39, h) 49. 

Knpferpecherz. 

D. 404. N. 49i. 

Min. Lex. SSO. 

ünffam. Igrlo, mit GhrysokoU und Malachit, Quarz uad Ghalkopyrit (104). 
B^bAüja (281). Auf den Erzstöcken ist K. nur spärlich Torgekommen 
mit unreinen Massen von Eupfer-Eisenoxyd-Silicat, welche die Ueberreste 
▼on Schwefelmetallen umhüllen, und selbst wieder in Ozydhydrat ein- 
geschlossen waren (124) ui. 

Knpferschwärze, wemer. 

D. 136, Melaconite. N. 503 

Min. Lex. 881. 

B6]imeii. Ober-Roohlitz, erdig, in reinstem Zustande ein sammtschwarzes 
Pulver, als Ausfallungsmasse von Hohlräumen im Quarz; in Dendriten 
und in variablen Gemengen mit Eisenoxydhydrat u. s. w. auf der Kupfer- 
erz-Lagerstätte. Nach Porth durch Auslaugung des Malakolith entstanden 
(86) 10, 19. — In der Gegend von Starkenbaoh und Hohenelbe in den 
permischen Schichten (s. Malachit). 

Ungarn. Kotterbaeh und Poräcs, erdig mit Tetraedrit auf Quarz (104). 
Lahoeza Bg. bei Becsk mit Kupfer (s. d.). — R6zbänya (231), erdig, dunkel- 
braun bis pechschwarz, z. Th. ziemlich fest mit einer Anlage zu klein- 
traubigen Formen; im Ziegelerz, auch auf Kupferpecherz, aus demselben 
entstanden. Häufig bildet K. Ueberzüge von unreinen, viel Gerussit und 
üf alachit enthaltenden Erzbrocken und wird von ChrysokoU, Hemimorphit, 
jüngerem Gerussit und Brochantit bedeckt (124) 120. 



*) Dieselben bestehen ancli nach Art des Ghalcedon aus einer amorphen nnd einer 

hrystaUiniseh-etrahligen Snbstans (194) 141. 
* Kersten*B AnaL des Enpfermanganers von Sohlagge nwald (sao)« s. (1S8}im. 



17^ Lftl)mdoitt — Larantein. . 

Labradorit 

D. 341. N. 380. 

Min. Lex. 2JB. 

TIroL L. AUS einem Melaphyre bei Sollmmnn von blass graulicli-grüner 
Farbe, wurde von Delesse analysirt (101) 342. — Fassa. Im Monzoni-Geh. 
(838) treten nach Richthofen im Monzon-Syenit Gänge von Hypersthenit 
anf; die Gemengtheile des letzteren sind: Hypersthen ^), L. und Augit, 
ferner Glimmer und Titaneisen. An den Contactstellen von Hypersthenit- 
Gängen und Triaskalken enth&lt der erstere Drusenräume, in welchen, 
wie im mittleren Tbeile des Twü dei Bizttmi, collgrosse L.-Er., Pyrgom 
(Augit]-Kr., grosse Biotit-Tafeln, Titanit und Titaneisen erscheinen. 
Auch das im Min. Lex. erwähnte Vorkommen von AUochet scheint nach 
Liebener*s Angaben ') ein ähnliche^ zu dein (129) 856. 

Böhmes. Auf der Erui^mkara bei KnAlits tmd b«f IfNietfW ieigffa bich 
zuweilen über 1 Z. grosse, pellucide, schwach grttüich g)ellltil6 ^6r 
mehr weniger zersetzte, gelbliche uttd tOtMiehe Kr., im iiabntfdöHt- 
Porphyr Oder Diabas-Aphanit elngewaehteki; «to alttd h&ttfig ttm Aplftft- 
Nadeln durchspickt (64) 71, lei. 

Nach Szabö soll der Feldspath-Gemengtheil in manchen Trachyten 
aus ünfl^am (Matra-Geb., Gegend von Ofen, von Tokaj u. a. 0.) dem L. 
angehören (86) 19, 4so. Nachweise für diese Bestimmung fehlen. — Hauer 
analysirte Feldspath aus den Traöhytdn vom Taresi Vreh, südlich von 
Schemnltz und von Deva in Biebenbftiven, welche die L.-Zusammen- 
setzung ergaben (86 F) 67, 57, 69, so, (101) 848 '). 

Lasurstein^ Wemer. 

D. 381, Lapis-Lazuli. N. 363. 

Bteiermark. Von nicht näher bekannten F. auf der Bimehegg'Alpe bei 
Edelschrott stammt ein pulvriges, lasurblaues Mineral, mit eingespreng- 



1) Nacli Tschermak ist das von Bichthofen als Hyperstlien bestimmte Mineral Angit; du 
gangartlg im Honzonit auftretende Gestein Wird demnach all Diabas bezeichnet (85, ft) lu. 

>) Nach Liebener^B neuerer Angabe sollen die Feldapath-Er., welche den Angit «ad Biotit 
Tom Toal dei Rizsoni begleiten, nicht L , sondern Orthoklas nnd bereits grtestentheils 
in Kaolin übergegangen seien (49, a}. Dieser Orthoklas scheint doch zweifelhaft an 
sein, Eenngott, welchem wohl derartige yer&nderte Kr. znr Untersnchnng yorlagen, 
bezeichnet ihre Form als wahrscheinlich triklin nnd bemerkt, dass die psendom. Sub- 
stanz den Ergebnissen der Anal, nach, zwar eine dem Kaolin Umliche sei, gegen- 
wärtig jedoch nicht als Kaolin angesprochen werden könne (88« h) ut* 

') Ueber Feldsp&fhe ans dem nngar.-siebeDb. Traohyt^birge von dem L. Uakesteliender 
^Znsammensetenng s. 8* 18 nAidena*. 



Lasiintein — LMulitii. 175 

. ten Pyritkörnchen, welches nach den ehem. Reactionen eine erdige L.- 
Yarietftt zn sein scheint. (Die Meinung, dass die metallischen Theilchen 
in dieser „blauen Lasur^ Goli seien, Hess den F. bisher geheim halten) 
(108) 71. 

Lanmontity Hauy. 

D. 399. N. 342. 

Min. Lex. 232, 507. 

Tirol. Unweit von Batzen zeigten sich neuerer Zeit bei dem Schlosse 
Rungdatein im Sarn-Th. (so?) 2^-3 L. hohe, lichtrothe L.-Er. mit Galcit 
in einem sehr verwitterten Pophyre; sie zerfallen bald an der Luft 
(49, a). Der L. in verwittertem Zustande ist überhaupt häufig zwischen 
den Platten des rothen Porphyres oder gangartig denselben durchziehend, 
in der Umgebung von Botzen zu finden ; hauptsächlich tri£Pt man ihn 
in den Schluchten am Eingang des Sarn-Th. und von besonderer Mäch- 
tigkeit am Johanniskofel (IV9 St nördlich von Botzen), wo er auch 
nesterweise angetroffen wird (88^). (Sericke's Anal., sp. G.= 2.28, s. (128) sos. 
— Das im Min. Lex. 233 und 507 als L. bestimmte Mineral von der Pozza- 
Alpe, der Sotto i Sassi- und der Giümella-Alpe in Fassa, welches in 
älterer Zeit als Stangenzeolith beschrieben wurde und unter dieser Be* 
Zeichnung auch den Mineralienhändlern bekannt ist, erwies sich nach 
einer Anal, von Hlasiwetz als ein kalkhaltiger Natrolith, s. d. 

Böbmen. Bei Kvehelbad (ass), Karlstelii, Könlgsli^f, in Drusen auf 
Klüften im Diabas, s. Analcim. 

Vngam. Am Aszalcu'Bg. bei Beesk mit Galcit und Steinmark als Aus- 
füllung einer Gangspalte im Diorit Auf diesem Gange sind m den oberen 
Regionen ansehnliche Massen von Kupfer vorgekommen (s. Min. Lex. ss9). 



LaZOlith^ Klaproth. 
D. 572. N. 234 (Blauspath.) 

Min. Lex. 833. 

Salsbnrff. Die im Färber- Oraben (a), im SeMadminger-Chraben (b) und 
im HöUgraben (c) bei Werfen neuerlich durch J. Mayrhofer aufgefun- 
denen Localitäten lieferten, wie mir derselbe mitgetheilt, z. Th. ausge- 
zeichnete, pellucide Kr. in grösseren Dimensionen, als jene aus dem be* 



<) äredler*8 Mittbeilnng. 



176 LMidilh — Lradt. 

kannten F. im Badlgrabm bei Htttta« (isa)^). Diesem gleicht dai 
Vorkommen (a): schöne Ei, in Dmsen mit Qoarz-Er. and Rhomboedern, 
eines gebräunten Siderit-artigen Minerales oder in derben Partien mit 
letzterem im Quarz, welcher Klüfte im Werfener Schiefer erfCQlt, ein- 
gewachsen; Eisenglimmer und Chlorit erscheinen hier auch als Begleiter. 
Aehnlich sind die Exemplare von dem F. (b), sie haben ein sehr festes 
Nebengestein. Sehr schöne Er. stammen von (c), sie sind sp&rlich be- 
gleitet von Wagnerit, Baryt und Eisenglimmer und sitzen auf mit Quarz- 
Er. bedeckten Eluftflächen des Werfenerschiefers; häufiger als Er. sind 
derbe Varietäten an dieser schon sehr ausgebeuteten Localität (86) 19, sss- 
Steiermark. Rammelsberg's u. a. Analysen des L. von Fischbach {%u) 
sp. G. = 3*11 und des Blauspathes von Krieglaeh (234) sp. G. = 8*00 
bis 305, s. (128) sss. ') — Im Lasenitz - Graben zwischen Trattna und 
lipoweti steht eine ausgezeichnete Porphyr-Breccie an, welche nach 
Zollikofer Ton Adern eines weissen emailartigen Minerales und kleinen 
Blauspath-Partien durchzogen ist (86) 12, 856. 

LeadhlUit, Beudant. 

D. 624. N. 276. 

81ebenbftrffan. Peters bemerkte in einer Gerussit-Binde über Galenit aus 
dem Bb. Dolea bei Retbänya, unter Cerussit-Täfelchen einige gelbliche, 
perlmutterglänzende Blättchen mit sechsseitigem ümriss, die in zwei 
Eantenwinkeln und ihrem Verhalten in Salpetersäure mit L. überein- 
stimmten (124) 171. 

LenCity Weber. 
D. 334. N. 367. 

Min. Lex. 886. 

Böhmen. Unweit der Eirche von Böhmisch-Wiesentlial fand man 1859, 
wie Naumann berichtete, in einem Felde, dessen Untergrund Basalt ist, 
Pseudom. nach L. in modellgleichen, vollkommen ausgebildeten iOs von 
1—3 Zoll im Durchmesser, die aus einem krystallin.-kömigen, stellen- 



t) Eine Anal. Ton Fuche, sp. G. = 806, s. (188) m«. 

*) In I>ana*B Hin. p. 578 sind Bammelsberg^s Analysen des L. von Fisdibach unter 

,,arats** das 6*/« Meilen Tom F. entfernt liegt, angegeben. Ferner ist der F. „Yozau" 

genannt, wo, wie im Min. Lex. S34, Anm. » erw&hnt, L. nicht vorkommt. Bei Krieglaeh 

ist das sp. G. = 8-02 statt 8*08 sn setzen. 
* Der L e onhardit von Sebemniti (Min. Lex. sts), sp. G* b 8*85 wurde tob Delffi 

und Ton Babo analysirt, s. (188; «w. 



Leneit. 177 

weise porösen Aggregate eines feldspathartigen Minerales bestehen. Sie 
sind theils weiss, theils äosserlich br&nnlicli gef&rbt nnd nnr die feinen 
Bisse sind an der Oberfläche mit einem sehr dünnen Anfluge eines stark 
eisenhaltigen Thones bedeckt. Yor dem Löthrohre und gegen Säuren 
verhalten sich die Pseudom. wie Orthoklas, ihr sp. 0. ist 2*56, die H. 
jedoch nur 5*5. Sie sind einzeln eingewachsen in einer sehr feinkörni- 
gen, licht blaugrauen, gelb und braun verwitternden, scheinbar homo- 
genen Masse, welche wesentlich dieselbe Zusammensetzung wie die ein- 
gewachsenen Er., nämlich die eines Silicates von Eali und Aluminia 
mit wenig Wasser, besitzt (46) 60, ei ; 61, 59. Analysen der Pseudom. und 
ihrer Matrix wurden ausgeführt von Bergemann '), Kühn *) und Ram- 
melsberg; während ersterer die Substanz der Pseudom. als einen Kali- 
Oligoklas betrachtet*), ist sie nach der Ansicht von Rammeisberg als 
Orthoklas aufzufassen — wofür das sp. G. und das Löthrohrverhalten 
spricht — und enthält dieser Feldspath eine kleine Quantität von bei- 
gemengtem Thon (96) 13, 90, (39, 1) 182. Dass das pseudom. Mineral nicht 
Oligoklas sei , erkannte Zirkel bei mikroskopischer Untersuchung von 
Dünnschliffen, durch den Abgang der für die polysynthetischen triklinen 
Feldspäthe charakteristischen bunten Farbenstreifung im polarisirten 
Lichte; er fand auch in den L.-Pseudom., so wie in der umgebenden 
Grundmasse Einschlüsse von mikroskopischen Nosean-Er. Naumann's 
Yermuthung, dass die Fundstücke von Wiesenthal einem Gange ange 
hören, welcher in dem dortigen Basalte auftritt, fand eine Stütze durch 
ZirkePs Untersuchungen, die L. als Gercengtheil vieler Basalte auf beiden 
Abhängen des Erzgebirges, im böhm. Mittelgebirge u. a. Orten nach- 
wiesen (6.3) 136, 644- *) Wappler und Breithaupt bezeichneten das Mutter- 
gestein der Pseudom., als Dolerit, wie solcher nicht ferne von dem F. 
auf sächsischer Seite bei Unter- Wiesenthal, hier jedoch ohne (mikro- 
skopischen) L. gefunden wurde (120) 20, m, i98. Ueber die geologischen 
Verhältnisse der Umgebung s. Jokely*s Abhandlung in (86) 8, 516. 

Die im Min. Lex. 235 erwähnten Vorkommen aus fliebenbttrsron 
sind auf Olivin oder Plagioklas zu beziehen. Bei Tekerö, Mihaleny 
und Boicza treten Augitporphyr und Melaphyr auf, welche Gesteine trikl. 
Feldspäthe enthalten, deren Querbrüche zuweilen dem L. ähnlich sind. 
Auf dem Freithum Reps finden sich Tuffe, reich an Olivinfels-Trümmem, 
denen oft schwarzer Basaltschaum anhängt (135, a) aos—sso. 



>) Jouth. f. pr. Gh. 80, «u X^^i ^) »«• ^'gl. (89, 1) ui. 
«) (46) 61, 5». Vrgl. (89, 1) uo. 

*) Aneh Blum beBtimmte das von Carins anal, psendom. Mineral als Oligoklas (9, d) 74. 
*) Yergl. Zirkel, Aber die mikroskop. Stmotnr des L. (96) 80, m und : Basaltgesteine 
Bonn, 1870, m, ur. — BoHcky, Lencitbasalie des böhm. Mittelgebirges (186) 70. 

ZepharoTioh, mineraL Lexicon. II. 12 



78 Lenkopyrit — Liebeneritii 

Lenkopyrit, shepard. 

D. 77, Löllingite. N. 565. (Dreiviertel-Arseneisen.) 

Böhmen. Pribram. Auf dem Sehwarzgrühner Gg. ÜEUid man (1863) 
granlich-silberweisse , feinkörnig oder kleinkömig-schappig zusammen- 
gesetzte Lagen, welche einen späthigen Siderit, der von Blende und 
Pyrit durchwachsen ist^ durchziehen; in Hohlräumen erscheinen die zu- 
weilen mit Quarz abwechselnden 1 — 4 L. starken Lagen mit flach nier- 
förmiger Oberfläche. Die Berechnung einer Anal.^) ergab, wie ich zeigte, 
ein Gemenge von 76 Proc. FegAs,, dreiviertel Arseneisen nach der frü- 
heren Bezeichnung, 21 Proc. Mispickel und 2*6 Proc. Quarz; das sp. 6. 
einer möglichst Siderit-freien Probe ergab sich = 6*6 (85) 56, 46, (64) 70, s. 

Libethenit, Breithaupt. 
D. 563. N. 300. 

Hin. Lex. 285. 

Ungarn. Nach Kühn und Bergemann entspricht die Zusammensetzung 
des L. von Libethen (235) der Formel aCuO . P^O^ + Cuü . HjO; ein 
sogenannter L. von demselben F., welchen Berthier untersuchte, ergab 
einen um 1 At. höheren Wassergehalt und wurde von Bammelsberg vor- 
läufig als Pseudolibethenit bezeichnet (128) 344. Gombinationen des L. hat 
Levy gezeichnet (48) T. 62, Fg. 3, s. 

Liebenerit, stotter. 

D. 479 (Pinit, GiesecMt). N. 458. 

Min. Lex. S36, 507. 

Tirol. Die Hauptfundorte in Flelms (2S6, 507) sind nach Eichthofen: der 
Abhang der Margola gegen die Boscampo- Brücke, die Felstrümmer im 
VUzena- Bache und der Abhang, welcher sich nördlich von der Ein- 
sattlung zwischen Viezena und Monte MtdaUo, gegen JFbrno xmAMoena 
hinabzieht. Der L. ist auf gewisse Varietäten eines Orthoklas-Porphyres 
beschränkt, welche in kleinen Gängen im Melaphyr oder im Syenit auf- 
treten. Man erhält das Gestein niemals vollkommen frisch; die Umbil- 
dung des Nephelin in L. und der tafeligen Orthoklas-Er. in eine erdige, 
schmutziggrüne Substanz scheinen die ersten Stadien der Zersetzung 



1) (121) 13, 97S ; eine nenere Anal, ist in (121) 18, s58 enthalten. 



Liebenexü — Idmonit. 179 

anzudeuten (129) 149, 967. Durch optische Untersuchung der L.-Formen 
erkannte Descloizeaux, conform der allgemeinen Ansicht, dass sie 
Pseudomorphoscn seien; sie verhalten sich im polarisirten Lichte wie 
gummiartige Substanzen (103) 290. Breithaupt glaubt nicht, dass der L. 
(8p.G.= 2.81) aus Nephelin(sp. G.=2.62) entstanden sein könne, weil der 
erstere ein höheres sp. G. als der letztere besitzt, was im Gegensatz zu 
seinen Eifahrungen über die Pseudom. von Silicaten stehe, und meint, 
dass man das ursprüngliche Mineral in diesem Falle noch nicht kenne 
(97) 85. Marignac's und Oellacher's Anal., sp. G. = 2*81, s. (128) 887, Mi.') 

LlUlt^ Reuss. 
D. 493. N. 470. 

Min. Lex. 886. 

Böluneii. Anbrüche vom Ädalberti Og, in PHbram (886), welche die 
Entstehung des L. aus Pyrit, und die Neubildung von Pyrrhosiderit aus 
dem L. nachweisen, wurden neuerlich von Reuss beschrieben (69, a) 
47, s. a. (135) 72, 85. Eenngott's Bemerkungen über die yon Payr auf- 
gestellte Formel des L. s. (39, i) 56. 

LimOnit^ Beudant. 
D. 172. N. 499. Brauneisenerz. 

Min L«x. 887, 508.*) 

Balxbnrs^. Die Erze, welche zwischen Werfen und Bisohofhofen, (887), 
am Sehäfferöti und Winding ( Windia) Bg., imHöUgraben, am Äiooa- und 
Flaehen-Bg, abgebaut werden, lagern in der Triasformation, zwischen den 
Werfener Schiefem und dem Guttensteiner Ealke. Die „Eemerze" am 
Moosberg, brauner Siderit, repräsentiren wahrscheinlich das ursprüng- 
liche Mineral; in dem Bb. daselbst, im Immelau- und im Höllgraben 
wurden Gypsstöcke angefahren. Gleichfalls in der Nähe von Gyps er- 



>) Dasselbe fand Descloizeanx anch bezüglich des Gieseckit yon Diana, New-Tork. 

>) Ueber das Verhalten ▼. d. LAthrohie s. Fischer, Glavis der Silicate, 186A, s«* 

*) üeber Tiele daselbst, so irie im Folgenden genannte F. vrgl. K. T. Haner's Die wich- 
tigsten Eisenerx-Vorkonunen Oesterreichs nnd ihr Metallgehalt, Wien 1868. 

* Liebigit soll nach Homberg auf dem Edellentstollen zn Joachimsthal Torkommen; 
es ist jedoch nach Kenngott wahrscheinlich, dass hier eine Yerwechslong mit dem 
von Yogi beschriebenen ürankalkearbonate (Min. Lex. «si) stattfand, welches 
dem L. wohl rerwandt, mit demselben aber nicht ident ist (^8, g) st. Bine Anal, des 
letzteren s. (Ii8) h^^ (101) 717. 

12* 



ToU Idinoiitt* 

scheint L. in demselben geolog. Horizonte um Abtenav in dem Graben 
zwischen Sehweighof und Sehorenhof (86) 5, 380. 
Steiermark. Bb. im Frösehnitzgraben bei Siptal, s. Siderit. — Im 
Breitmauer Chraben (238) bei B&megrsr ^i^d im AllerheUigen-Bb, ein 
ziemlich reiner L. abgebaut, welcher zwischen chloritischem Schiefer 
und Kalkstein lagert. — AmFusse des Hochlantseh-Bg. unweit Mlxnltz 
sind devonischen Thonschiefern mächtige Lager von Thoneisenstein ein- 
geschaltet, welche in Tagbauen gewonnen werden (110) 46. — In den 
Gemeinden Lobning und Liehtensteinberg bei St. Stephan sind Tag- 
baue auf 2—3 Klafter mächtige Eisenthone mit L.-Geoden, und auf L.- 
Ocker, die letzteren ein Zersetzungsproduct des Serpentin (110) sö« Das 
hier ^geförderte „Lebererz" ist ein milder gelbbrauner L.-Ocker mit 
hirse- bis erbsengrossen Kömern von dichtem L.; diese enthalten 
(circa 5 Proc.) Chrom, z. Th« als Chromoxydhydrat, z. Th. als Chromit 
in minimalem Kömchen (121) 18, 390. — Ueber die 6b. bei Leobeii 
(288), St. Peter (238) und Dirnsdorf (2S8) bei Mautem s. (110)86. — Bei 
Tnrrach (28s) treten linsenförmige Erzlager in (carbon.) Kalkstein au^ 
welche L. führen, der aus Siderit, (im Kupferbau) oder aus Pyrit hervor- 
gegangen ist Vom L., dem eigentlich bauwürdigen Erze, finden sich 
verschiedene Varietäten, die besonders im Steinbock- Bb. regellos gemengt 
vorkommen. Vorwiegend in allen Bauen ist ein mürber, lockerer L., 
z. Th. thonig „Lehmerz", im Bb. im Kremagraben zeigen sich dichte 
glaskopfartige Varietäten, fast opalähnlich, die ,|Pecherze" (86) 9, iss, 
(110) 47. — Im Bb. zu Olimie bei Windischlandsberg mit Siderit (s. d.) ; 
im Seheriaubaue treten im Liegend der eigentlichen Erzlagerstätte Glas- 
köpfe in einem 3—7 F. mächtigen Lager auf (110) 46. 
K&mteii. Am Sehirarzhom-^g., NO vom Ankogl, an der Salzbur- 
ger Grenze, in Pseudom. nach Pyrit auf Gneiss (136). — üeber die 
zu LölÜDg-Hlittenbergr (288), in der WSleh (238) und Loben (288) vor- 
kommenden L.-Varietäten s. (63) 68, 433, 495, (115) 4, 124. Analysen s. (114) u. 
(110). — Zu Loben (288) nächst St. Leonhard ist der L. ursprünglich an 
Klüfte und Gänge gebunden, welche die Siderit- und Kalk-Lager ver- 
queren, und sich ausserhalb derselben im Gneisse schliessen. Der dichte 
L. ist in Höhlungen mit nierförmigem oder stalaktitischem Glaskopf be- 
kleidet; er enthält auch Pyrolusit und üeberzüge von Wad (85) 51,io5y 
(116) 70. Aehnlich ist das Vorkommen zu W5Ich (85) 51, 104. 
BLraln. Preska (241) auf Lagern in den Werfener Schichten, s. Hämatit. 
— Bei Treffen, (241) sowie andern Orten in der Gegend von Nenstadtel, 
von Möttling und von Tgehemembl im Diluviallehm. Wie bei Hämatit 
S. 148 erwähnt wurde, stammen die daselbst in einzelnen Klumpen, 
Knollen oder Bohnen auftretenden Erze aus dem Werfener- und Gail- 



Umonit 181 

tiuder Behichten. Ursprünglich Hftmatit oder Siderit, sind sie nun hat 
dorchgehends in L. yer&nderty welche Metamorphose durch die lockere 
sandige Beschaffenheit des Lehmes sehr befördert wurde. Man findet 
hier Ockererze, ähnlich Sumpf- oder Morasterzen, gewöhnlichen L., 
und „braunen Glaskopf^, letzteren gewöhnlich in platten Sph&roiden, 
deren innere Hohlräume mit nierförmigen oder stalaktitischen Bildun- 
gen bekleidet^ z. Th. auch mit Quarzsand oder Lehm erftLllt sind 
(86) 9, M6. 

Dalmatten. Am Mte. Pramina bei Dernis (am Cieola FL) (mi) lagern 
in einem Kalkstein, welcher das Liegende der eocenen Kohlenformation 
bildet, weit erstreckte mächtige Eisenerze (30), es sind meist Thoneisen- 
steine^ nur an einigen Punkten Sphärosiderite (110) ns. 

SlavonieiL Bei Blaoko unweit von Foieg finden sich nach Stur zer- 
streute, meist abgerundete, bis zentnerschwere L.-Stücke im Gebiete des 
rothen Porphyr-Tuffes ; die ursprOngliche Lagerstätte derselben ist nicht 
bekannt (86) 12, V. in. 

miltArgrenae. In dem Gebirge Jaemovito- und Opaljeno -Brdo der 
Petrova gora bei Topnsko wird den Gailthaler Schichten eingelagerter 
L., vorwaltend brauner Glaskopf, abgebaut; stellenweise führen die Eisen- 
erze Polianit und enthalten solche Partien gewöhnlich mit Pyrolusit- 
Eryställchen bekleidete Hohlräume ; als Seltenheit erscheint auch Stilpno- 
siderit. Diese Erze bilden den „eisernen Hut'' einer Chalkopyrit-Lagerstätte, 
nach Stur analog mit Bude und Tergove. — Im oberen Theile des Voj- 
Bnioa'ThaleB am nördlichen Fusse der Petrova gora, unweit der Grenze 
der Gailthaler gegen Trias-Schichten, wird in den enteren ein L.-Lager 
durch Tagbau ausgebeutet; hier kommt auch Hämatit vor, der Eisen- 
glimmer auf Klflften führt (86) 18, 499. — Neuerer Zeit wurde in der 
Nähe von Globureii, nördlich bei Mehadia, L. erschürft (110) 162. 

BOhmen. Ponlkla, Kamenitz und Jessenei (sii). üeber die Erzlagerstät- 
ten im Phyllit s. (86) 9, u&, 12, 418. unter ähnlichen Verhältnissen ist 
nach Jok^ly L., z. Th. auch Hämatit oder Magnetit, noch an a. 0. der 
Gegend von Hochstadt bekannt, so bei Boehdalowits, Df kow, Bandniti, 
Rnppersdorf und Skod^ow, dann bei Schwaraenthal, ferner am Sau- 
berg bei Böhm.-Nenstadtl, in Gross-Anpa zweiter Gebirgstheil u. a. 0. 
Mit dem L. kommen mehrorts auch Manganerze oder statt diesen stellen- 
weise Graphit vor, erstere z. B. bei Ponikla und Schwarzenthai, s. 
Min. Lex. 325, sss, doch sind sie nirgends abbauwürdig. — Bei Bondney 
bestand ein Bau auf einem Erzstocke in grünem Schiefer (Phyllit). 
l^ach Wolf ist das Erz hauptsächlich fasriger Gelbeisenstein, in welchem 
derbe L.-Massen vorkommen (86) 14, 482. — Ein mächtiger Grünstein- 
Stock, welcher bei Ransko im rothen Gneisse auftritt, ist nach Andrian 



182 

an seinem NO-Ende in Serpentin nmgeftndert, in welchem nnregelmibnige 
Linsen tod L. Yorkommen'); im J. 1863 wmr der Abban derselben ein- 
gestellt (86) 13, 546. ~ Von den Eisenerzlagern in den Schichten der 
mittleren Silur-Formation, Barrande*8 Etage D, d^, welche an vielen 
Orten der Gegend zwischen Prag, Beimim, Hofowle, Bokjean nnd 
PilseMtz (^ abgebaut werden (s. Hämatit), sind es vornehmlich die 
^Bokycaner Schichten^ (d^) 7, welche m&chtige Lager von Sphftrosiderit 
enthalten nnd an den Ausbissen derselben und über Tags in L. um- 
geändert sind. Dies ist u. a. auch der Fall bei den durchschnittlich 
2 Elftr. m&chtigen Lagern am Ratsehberge bei C^lnshütten *) (ms), Bo- 
kycan NOJN. Der Nester- und Putzen- weise in einem tuffartigen Ge- 
steine vorkommende L. von Swejkowle*) (ms) bei Bokyean^ scheint 
hingegen den tieferen »Eomorauer Schichten'' (d|) ß anzugehören, welche 
in der obigen Gegend durch die reichen H&matit- und SideritrLager 
ausgezeichnet sind, w&hrend in dieser Abtheüung Sphärosiderit und epi- 
genetischer L. nur ausnahmsweise erscheinen. Unter abweichenden Ver- 
hältnissen treten Siderit und L. in dem Bb. von Zbmui*) bei Hof die 
aui^ sie erf&llen eine Gangspalte in Gesteinen der oberen Silurformation, 
Etage E. (86) 13, sss — Die unteren silur. Schichten, Etage B, die „PH- 
bramer Schiefer'' enthalten ebenfalls, jedoch minder wichtige Eisenerz- 
Lagerst&tten; es sind theils G&nge, wie jene bei Zeüe (sai) unweit Fft- 
bram, welche untergeordnet L. neben Hämatit fahren (86) 6, 731, oder 
mit Kieselschiefem verknüpfte Lager vonJL, welche a. m. 0. in der Ge- 
gend zwischen Mitrowie (s42), Blowie und Nepomnk (sas) abgebaut 
werden (86) 7, 124. In derselben Etage liegen auch die Baue von Wnmo- 
wle (s<s) bei EoimUal und von PHkosie (»«a), Bokycan SO. — Auf dem 
SekwarMgrüimer Gg. zu Pribram (ms) finden sich Pseudom. von L. 
nach Siderit. Eisenocker zeigt sich als Begleiter und filrbendes Mate- 
riale des Smitiisonit (69, a) es. — Thoneisenstein lagert in der 
böhmischen Braunkohlen-Formation an zahlreichen Localitäten, s. Min. 
Lex. 84S nnd Zincken, Physiographie der Braunkohle, 1867, sss. 
■UlTMl. Lvkaweti (saa) bei WteeetU^erg. Der Thonschiefer, in welchem 
derL. auftritt^ ist reich an Pyrit und ist aus diesem der von Baryt be- 



1) Demnaeh wire die Angabe — Lager im Gnein — im Min. Lex. ms sq berichtigen; 
▼on den dneelbst ebenftHs der „geolog. üebernobt der Beigbane" (90) enteomnenen 
Thoneieenntein-Lagem im Gneiflse geechielit in Andrinn^s Berichte (a. 0. a. O.) heine 
Enrilmnng. — Die Lage ron Bansko ist ftbiigens in (90) nnd danach im Min. Lex. »n 
nnziehtig beieichnet. Banako liegt bei Kreniberg W , Dentsebbrod NO. 

*) (96) IS, SM. 

*) a. a. 0. «lo. 

*) a. a. 0. SU. 



Limonit. 183 

gleitete L. entstanden; derselbe, so wie der Pyrit sind silberhaltig (86) 
1, 855. — Im Bb. zu Niemtsctaitz (au) bei Boskomtg werden 2 Vor- 
kommen abgebaut: a) L. in einer von devonischem Kalk nnd Syenit ge- 
bildeten Mulde abgelagert und b) L. als Ausfüllung von Spalträumen oder 
des Grundes von z. Th. mit Calcit-Stalaktiten ausgekleideten Höhlen 
im deyon. Ealk; der L. in den Spalten ist ganz von Calcit durchwach- 
sen und trägt häufig Galcit-Drusen ^). — Bossitz-Oslawan. Die im 
Schieferthon lagernden Sphärosiderit-Concretionen sind nahe der Erd- 
oberfläche in dichten, thonigen oder ockerigen L. verändert. In offenen 
Grubenräumen entsteht L. durch Einwirkung von Melanterit-Lösungen 
auf Calcit; Lamellen des letzteren in engen Klüften der Schwarzkohle 
überziehen sich zuerst mit L. und werden durch denselben endlich ver- 
drängt. Dünne L.-Schichten bewirken die bunten Anlauffarben der in 
alten Strecken nicht tief unter dem Ausbisse vorkommenden «Pfauen- 
kohle^; auf den angelaufenen Flächen zeigen sich zuweilen auchGyps- 
kryställchen. Hohle Stalaktiten, Stalagmiten, sowie ockrige L.-Absätze 
aus den Grubenwässem sind häufig zu finden (86) 17, sos. — Ueber die 
dem krystallin. Schiefergebirge angehörigen Erzlagerstätten, welche bei 
TrehiUch zu Zaschowiti und PrAding, bei Bitiaehka zu Laschanko 
(2u) in der Gegend von Or.-Büteach zu Deblin, Ki^owy (944), Swato- 
slaii (244) und Zhorz (84i'), dann östlich YonWischenau bei Kodaii und 
Nispiti für die Hütte zu Rossitz abgebaut werden, s. (86, F) 69, loe. 

Qallzlen. Zu Jawonno, Dlngossyn, Byczyn und Krzanow stellt sich 
als Begleiter des Smithsonit örtlich in Nestern reichlich L. ein und 
bildet dann einen Gegenstand des Abbaues (110) isi. — In der Tatra 
wird a. m. 0. (am Magura-^ Miettisia-, Omak-Bg, u. a.) fär die Hütte 
in Zakopana ein manganhaltiger L. gewonnen, aus einem wahrscheinlich 
dem Yerrucano und den Werfener - Schiefem entsprechenden Systeme 
von Quarzit, rothem Sandstein und Schiefern, deren steil gehobene 
Schichten sich in einer schmalen Zone an den Granit lehnen, welcher 
den Kamm des Gebirges einnimmt (86) 10, F. 120. 

Bukowina. Die iToJ^aca-Gruben (245) bei Fondidinoldowi bauen auf 
einem Siderit-Gange , der an der Grenze von quarzigem Kalkstein und 
Glimmerschiefer auftritt und vom Tag aus in L. verändert ist. Der 
ockrige L., welcher auf der Grube Wallestina Ida auf der Abdachung 
des Dadul'Gtb, am WcdUatina- Bache in der Gemeinde Funduknoldovi 
gewonnen wird, ist aus Pyrit entstanden, welcher ein mächtiges Lager 
in quarzigem Glimmerschiefer bildet (86, V) 68, 842. 



1) AiuflLhrliohe Mittheil, über diesen Bb. verdaiike ich Herrn Krentsr in Blansko. 
*) Im Min. Lex ms ist dieser F. mit dem gleichnamigen bei Iglan verwechselt. 



XOx LiiBOikit. 

UnfiTuni. BeiLoekenliAiis {Güns TT.) sind nierförmig-plattenförmige Stücke, 
zuweilen von ansehnlichen Dimensionen, schichtenweise in einem tertiären 
Schotter yertheilt (110) 154. — Pueoir im Ärvcier Com., Thoneisenstein 
im Gtebiete des Earpathensandsteins. — ZeUxwUc Bg. bei MiehaloTa {Bries 
OSO) bis IVs 2t. grosse Psendom. nach Pyrit mit Resten des letzteren 
im Innern. — Moraa Bolina im Thale von ZsamowitE, ockrig mit Ma- 
lachit und Ghalkopyrit [136]. — TuHSka bei Hzinob&nya nächst IHvjn, 
ein Lager im Glimmerschiefer ans Siderit entstanden ; an den Grenzen des 
mächtigen Lagers kommen schöne Glaskopfbildnngen yor (s. Ankerit). — 
Zu Kis HUnecs bei Wagendrüssel wurde in neuster Zeit L. aufgeschlossen, 
der z. Th. schwarz und ganz dicht mit Glaskopfstructur, z. Th. ockrig, 
mit eingesprengtem Malachit erscheint (123). — Am Ostramos bei Rakö 
{Tomcier Com,) sind Bb. auf L. im Gange der Klüfte und Höhlungen in 
einem (?silur. oder devon.) Kalkstein erfüllt. Die darüber liegenden Trias- 
Schiefer und Kalke fohren im Vaskövölgy Rothelsenstein (80 V) 69, 219. •— 
Rother Berg bei Kasehau, Glaskopf in carbon. Grinoidenkalk (136). — 
Die neogenen Trachyt-Tuff-Ablagerungen, welche im Trachytgebirge von 
Kasehau, Unghv4r und Munkacz ausgebreitet sind, enthalten an vielen Orten 
nesterweise Ausscheidungen von L. oder Lager, zumeist in Verbindung mit 
manchfachen eisenreichen pal-Yarietäten auftretend. Solche Erze werden 
abgebaut in den Becken von Bänszka und Zamnto {Kasehau NOj, zu 
Tama bei Yinna'), Nemeti und Kamenica bei UnghTär, Nagy Laz 
und Csertes (247) bei Szerednjre, bei Friedriehsdorf , Nagy Abränka 
und Brod bei Munkacz u. a. 0. Ihrer Eigenthümlichkeit wegen mögen 
die Erze von B&nszka besonders erwähnt werden ; es sind z. Th. graue 
feinerdige, eisenreiche Tuffe, in anderen Schichten dichter, an Sphäre- 
siderit erinnernd, andere sind braun und z. Th. wirklicher L. Mit diesen 
Erzen wechseln in Lagern Diatomeen-Pelite, wie dies in kleinem Mass- 
stabe auch bei Erdöbenye der Fall ist. Sehr reich sind die Lager von 
Szerednye und von Nagy Äbrdnka im Jlösva Th (Munkacz O.) ; neben 
dichtem und ockrigem L. findet sich am letzteren F. brauner Glaskopf 
und Stilpnosiderit in schönen stalaktitischen Formen, welche in kleinen 
Hohlräumen herabhängen. An einigen der obigen F. kommt auch in Be- 
gleitung der Erze ünghvarit vor (86) 10, 450 ff.; 21, 21, 420. — In der (re- 
gend W. von Szigeth lagert bei Tnrcz (247) und Mozesfaln L. in tertiärem 
Sandstein (30); bei dem letzteren F. soll das Erz 1 Klfter. mächtig an- 
stehen (86) 10, 466. — B^zbänya (247) im Valle sacca, traubig mit fein- 
stängliger Textur und pseudom. nach Pyrit, in zersetzten Chlorit-Calcit- 
gesteinen, an der Grenze zwischen Syenit und Kalk; Pseudom. nach 



>) Im Min. Lex. stf steht irrig 8zina. 



Limonit — Uiiuurit. 185 

Pyrit mit ChrysokoU and Pecherz. Ausserdem überaU auf den Erzstöcken 
erdig, mit Ziegelerz nnd Eapferschwftrze, mit Malachit und Gerussit oder 
Ghrysokoll und Hemimorphit (124) lao. — Aof der Anhöhe la Oreu Fon- 
tini bei Felsö Täeza (349 ^) und im Vurpoduluj oberhalb Kasanyexd wurde 
im Augitporphyr-Tufie frOher an vielen Puncten Bb. auf L. getrieben; 
das £rz ist nach Stur durch Umwandlung aus den Tuffen henrorgegangen 
(86) 18, 49). — Die manganhaltigen Erze, deren m&chtige Lager von Tir- 
noTa (848) bis gegen Ohabica {Krasekower Com.) verfolgt wurden, sollen, 
wie E. Resch erwähnt, ihrer Hauptmasse nach Fowlerit sein (120) 71, 27s; 
die daselbst mitgetheilte Anal.') entspricht keineswegs dieser Bezeichnung. 
Slebenbttr^en. Zu Terespatak fanden sich Pseudom. nach Quarz-Ery- 
stallchen in einer dOnnen Drusen-Ejruste auf einer Kluft im Quarztrachyt 
(Ryoiith). Der Quarz ist g&nzlich durch dunkel braunen erdigen L. er- 
setzt (46) 61, 663. 

Linarity Brooke. 

D. 663. K. 308 (Bleilasur). 

Min. Lex. 249. 

K&mten. Lölling-Httttenberg, Ikzherg. Ein blaues, bisher für Azurit 
gehaltenes Mineral, welches bis^ L. hohe Er. in Hohlräumen eines 
weissen, späthigen Barytes bildet, scheint nach den Reactionen L. zu sein. 
(116) 71, 18. (46) 71, M. 

Biebenbtirsron. Dolea-Bb. bei R^bänya (249). Haidinger's Beobachtungen 
über dieses Vorkommen wurden durch Peters ergäozt; an den blauen 
tafligen, vorwaltend durch (xP(m). oP(c) begränzten ErystäUchen, erscheinen 
untergeordnet oDPoo(b)» odP(x>(»), Pao(B) und das neue Poo(z;^); sie sind 
meist nur theilweise in Gerussit übergegangen, während an den derben 
Massen die Veränderung beinahe vollendet ist. Häufig sieht man in dem 
derben, von erdigem Malachit und Limonit durchsetzten Gerussit, Kerne 
von L., innen noch wohl erhalten und lebhaft blau, nach aussen aber 
verblassend, bis endlich mit der Farbe auch jede Spur von Eupfergehalt 
verschwunden ist; mancher Gerussit mit bläulicher Färbung verdankt 
diese zahlreich eingesprengten L.- oder Galedonit-Kömchen. Als Neben- 
product bei dieser Pseudom. bildete sich Malachit und während dieser 
und Gerussit, die Endglieder der vom Galenit, Redruthit und Ghalkopyrit 
ausgehenden Neubildungen sind, nehmen L. und Galedonit eine Mittel- 



*) Das ZurAader Com. gehQrte frfiher zu SiebenblUven. 

>) ca. 48 Bio,, 8^ Mn0„ 11 Fe^O, nnd 14 (Si0a,Al«0i, MnO.MgO, H,0). 

*) Nicht *l^coy wie Peters angab; 8. Heisenberg*! Beriebtignng (US) 6. 



186 Idnarit — LitMoiiit. 

stellong ein. ~ Spuren von L. sind mit Brochantit auch im Reichenstein 
Bh, im VaUe aaeca bei R^zbänya vorgekommen (124) i68. Spiegelnde Ery- 
ställchen von R^zbänya, etwa 1 L. gross, wurden neuester Zeit von Schrauf 
gemessen. Veranlasst durch die Isomorphie von L. (PbSO^ 4- ^^* B^O) 
und Azurit (2GUGO3 -f GuO. H^O) in 2 Zonen (bc und ba), gab er dem L. 
eine mit dem Azurit übereinstimmende, von der bisher üblichen, abwei- 
chende Aufstellung, so dass die oben genannten Formen in ihrer Beihen- 
folge mit Poo (M), qcPqo (A), qdPqo (b), oP(c), ?oo (s) und Vt^^ (P) zu bezeichnen 
sind. Ausser diesen wurden noch in den durch Pao (m), oP(c) und Px (s) be- 
herrschten Gombinationen beobachtet: odP(]ii), — V^ Pco(i7), Vs^oo(a), 
V»Pqo W und V,P(g). (85) 64^ 177 •)• — Auch der Blei-Bb. Pojtoa Moralni 
(Neu Sinka) wird als F. von L. angegeben (109) 267. 

LlthlOnit, V. Eobell. 
D. 314, Lepidolite. N. 445, Lithionglimmer. 

Min. Lex. 850. 

Böhmen. Der L. von Zlnnwald (sso), dessen Drusen bildende Tafeln zu- 
weilen 3— 4 Z. Durchmesser erreichen, weicht durch diese ungewöhnlichen 
Dimensionen und durch eine bräunliche oder gelbliche Farbe von den 
früher daselbst sehr häufig vorgekommenen grauen Muscovit-Tafeln ab. 
(46) 56, 195, 688. Bauer fand, dass die sehr deutlich und rein sechsseitig 
begrenzten L.-Tafeln nicht durchaus gleichmässig gefärbt sind, sondern 
parallel ihren Umrissen zonenweise eine verschiedene Färbung besitzen, 
die Mitte ist z. B. grau, die nach aussen folgenden Bänder sind grau, 
braun und stahlblau. Die Tafeln erwiesen sich meist einfach, doch wurden 
auch Zwillinge und Drillinge beobachtet. Nur die braun geförbten Rand- 
stellen zeigten Dichroismus (63) 135, 865. Der Winkel der opt. Axen ist 
nach Senarmont = 46— 47^ nach Keusch = 48*> 30', nach Bauer = 49«*), 
nach Grailich = 51^50'*) und gehört dieser L. nach 6. Rose zu den 



>) In der Fl&olientabelle daselbst S. 176 und 177 sind die Vorzeichen der Nsnmann*8chea 
Hemidomen- nnd Hemipyramiden-Symbole in die en^egengesetzten sn yer&ndem nnd 
ist S. 178, Z. 8 nnd 4 ▼. n. statt: ooißao ^^ ooP« bu setaen : ooP« ^"^^ oolRaD • 
sowie a 178, Z. 4, 5 nnd 6 ▼. n. zn setzen : '/hPqo . -\- '[tPod v^^ — 'IsPoo Btati : 
'/i^oD • '/7P00 und 4. i/spoo . Das Doma x Peters entspiieht dem — VrPoo Schranf . ~ 
In seinen Min. Beob IV, (85) 65 berichtigte Schranf einige wesentliche Druckfehler 
in der obigen Abhandlang 

») (63) 185, 86». 

») (86) 11,4s. 



Lifhionit - LSllingit. 187 

Glimmern zweiter Art ^). Analysen s. (128) 663 *). — Nach Glückselig sind 
die meisten lichten Glimmer der Gegend von Schlagrgenwald (s. Mus- 
covit) Hthionhaltig (107). 
MäJuren. Nach G. Rose ist der L. von Eozna (251) wohl zu den Glimmern 
erster Art») zn stellen (63) 138, m. Analysen s. (128) 664*). 

LÖUingity Haidinger (z. Th.). 
D. 76. Leukopyrite. N. 564, Arseneisen (Einfach-Arseneisen). 

Min. Lex. 851. 

Steiermark. Weidenbusch's Anal, des L. von der Zinkwand südlich von 
Schladming (ui) sp. G. = 8-67— 8-71, s. (128) 19. 

K&mten. Ldlling-Httttenberg, Erzberg (26a); der Margarethen -Bau 
lieferte an der Stelle, wo sich das fFo2/96ac40r-Siderit-Lager im Kalk- 
stein auskeiite, in Eisenocker liegende Knollen und Linsen von L. In 
den Hohlräumen der grosskörnig -blättrigen, selten dichten Aggregate 
desselben fand ich an den Enden der lamellaren L.-Individuen nur höchst 
selten Andeutungen gekrtbnmter Flächen von (?) ooP und Pöö~. Licht- bis 
dunkel-stahlgrau, hie und da blau oder gelb angelaufen ; stellenweise er- 
scheint Wismut als Einmengung. Siderit, oft in zerstörtem Zustande, 
wird vom L. umschlossen und kleinere L.-Partien erscheinen wieder als 
Einschluss im Siderit; wahrscheinlich waren die weiteren, gegenwärtig 
z. Th. mitSkorodit ausgekleideten Hohlräume im L. einst von Siderit 
eingenommen. Die Analyse erwies in einer Probe ein Gemenge von 72 Proc. 
FeAs, (nach älterer Bezeichnung einfach Arsen-Eisen), 14 Proc. Mispickel, 
63 Proc. Wismut, 6*3 Proc. Bergart; sp. G. = 703. In früherer Zeit 
fand man nach Seeland den L. auch in der nun verlassenen Grube Vogel- 
sang nächst der Spitze des Haupt-Erzberges und am Ausgehenden des 
AbenseMag-Ldegendlagers. Angeblich soll manL. ehemals auch auf dem 
Ackerbau-Lager angetroffen haben (138). Das neueste Vorkommen, welches 
sich durch besonderen Keichthum an eingewachsenem Wismut aus- 
zeichnet, stammt aus dem Xaveri-Lager (85) 56, 46. 



>) Der ohankteristiBohe Badiiu der Sohlagfigar (stets parallel «PäO coinoidirt mit der 

Ebene der optischen Azen.Ber. der Berliner Ak. derWiss. 19(4, 1869 )(63) 188, m. Yrgl 

(63) 138, 3«, (86) 87, 44. 
*) Im L. yon Zinnwald nnd Ton Ro2na fand SchrÖtter Babidium and Caesinm nnd sind 

diese im L. yon Zinnwald, wie es scheint, reichlicher yertreten (Journal für pr Ch . 

86, Mo). Anoh Thallium wurde im L. yon beiden F. nachgewiesen (86) 48, 7m. 
') Der charakteristische Badius der Schlagfigur steht rechtwinklig auf der £bene der 

optischen Axen. 
* Lindacker's Anal. des Lindackerit yon Joachimsthal (95«), s..(188) «m, (101)i9(v 



188 LAwSit — Laanit. 

LÖWSity Haidinger. 
D. 643. N. 240. 

Min. Lex. 852. 

Oesterreioh. Pemeek bei Isehl (sss 0- Die Analysen von Karafiat und 
K Hauer s. (128) 888. — Hallstatt. In der Römischen Wehre am Kaiser 
Josef Stollen fand man neuester Zeit einzelne Körner im Simonyit und im 
Eieserit eingesprengt, im letzteren nur in der Nachbarschaft der Stein 
salz-Einschlfisse (85) 63, ssi. 

LÖWigity A. Mitscherlich. 

D. 659. N. 243. 

Nach A. Mitscherlich kommt in ÜDgam (so wie bei Tolfk') neben 
dem Alunit ein festes amorphes Mineral vor, welches sich von dem Alu- 
nit durch einen höheren Wassergehalt bei sonst gleicher Zusammen- 
setzung, so wie durch ein verschiedenes Verhalten in höherer Temperatur 
und in Salzsäure unterscheidet. Seine Formel ist : SAl^SO^ 4- KjSO« + 9Rfi, 
(96) 14^ 8fis '). Eine Anal, des ungarischen L liegt nicht vor, so wie auch 
nähere Angaben über die physischen Eigenschaften und F. desselben ver- 
misst werden; gelegentlich wird nur erwähnt^), dass Alunit und L. ge- 
wöhnlich im Trachyt und Trachyt-Conglomerat vorkommen, so zu Beregh- 
szäsz und Muszay in Ungarn, zu Gleichenberg in Steiermark u. a. 0. 

Lunnlt^ Bernhardi. 

D. 568, c, Pseudomalachite, N. 290, Phosphorchalcit. 

ün^^am^). Bözbänya. Peters beobachtete an dem einzigen Exemplare, 
welches er in Sammlungen fand (im Wiener miner. Museum) tief-smaragd- 
grüne, kleine Kr., welche mit der gemeinsten Form des L. von Bhein- 
breitenbach übereinstimmen; in halbkuglige Gruppen vereint, sitzen sie 
auf einer weissen schaumartigen Kieselmasse, der obersten Schichte einer 
halb zersetzten GhrysokoU-Kruste, welche unten noch intact, mit Pech- 



*) Ein Aaszag der im Min. Lex. S. 868, Anm. 1, citirten Abhandlang Haidinger^s ist in 

(83) 8, 9«6 enthalten. 
*) G. ▼. Bath, Min. geognost. Fragmente aas Italien, I, (96) 18, »m. 
*) Joam. f. pr. Chemie, 83, 474. 
*) a a. 0. S. 481. 
3; Nach Charoh soll der Prasin (Ehlit) von Libethen ident mit Lannit sein, s. S. 117. 



LUBift - ]fa«B«A. 189 

erz und Quarz gemengt, auf einem sandig-eisenschüssigen Gesteine haftet. 
Letzteres ist, ähnlich manchen Erzen von der Grube Outtenhtrg im Vaüe 
saeea, ganz eriWt von Limonit-Pseudom« nach Pyrit- Würfehi (124) lej. 



Magnesit, Karsten. 
D. 685. N. 270, phanero- und krypto-krystallin. Magnesit. 

lÜB. Lex. S58. 

Oetterrtloh. Hauer's Analysen des M. yom Semmering bei Sehottwien 

(868), sp. G. = 3*02, welche 85-89 Proc. MgCOg nachwiesen, s. (86) 3, 

H. 3, 164, (128) 219. 

Balsbnri^. Sohellgaden, schmutzig-weisse, durchscheinende R, oft mit 
eingemengtem Ghlorit, mit Pyrit im Chloritschiefer eingewachsen (118). — 
In einer Eisenstein-Grube, in unmittelbarer N&he yon Flaehan traf man 
M. als grobkörniges Aggregat mit aufgewachsenen niederen Säulchen 
oR. QoR bedeckt. Die durch Form und Vorkommen bemerkenswerthen, 
lichtgrauen Er. ergaben nach meinen Messungen an Spaltstücken, R = 
106<'58; sp. G. = 302; sie enthalten 94 Proc. MgCO, (126) 65, 15. — 
Kollmannsegg bei Dienten und Nöekelhtrg im Sehwaraleo Th. (s. Mesitin). 

Steiermark. Yon Mariaseil bewahrt die Min.-Samml. des Joanneum in 
Graz, 3 L. hohe und 1 L. breite, lose hezagonale Säulchen, die farblos 
oder bräunlich gefärbt sind (86 F.) 70, s. — An Spaltformen Yon Ka- 
tbarein (ass) fand ich R = 107'*16'; sp. G. = 3*03; Hauer's Anal, er- 
wies 95—99 Proc. MgCO, (86) 6, 69, (128) sii. — In der Breitenan bei 
B&mtgg a. d. Mur wurde neuester Zeit im Gebiete des devonisch. Kalk- 
steines, ein schneeweisser, kry8ta]lin.-kömiger M. aufgefunden, der 87 bis 
95 Proc. MgCO, enthält (86 F.) 67, 56. — Der Serpentin yon Kranbat 
(858) wird vielfach von M. in gangförmigen Massen, die bis 4 Klf. Mäch- 
tigkeit erreichen, durchsetzt; im Steinbruche in der €M»en ist ein solcher 
in ansehnlicher Streichenslänge entblösst. Der krystallinische bis dichte, 
alabasterweisse M. umschliesst oft Serpentin-Brocken, welche zuweilen 
wieder von M.-Aederchen durchschwärmt sind. Höfer's Analyse ergab 99*3 
Proc. MgGOa (86) 16, 445, Klaproth fand 97 Proc. (128) 211. (Jeher das Vor- 
kommen s. (134) 56. — Im Sung am NTV.-Fusse des Triebenatein (858), 
Trieben S, bildet grob-krystallinischer M. nach Stur eine stockförmige, 
dem Kalke des Triebenstein angehörige, ansehnliche Masse (134)92^), 
108. Das Vorkommen gehört nach Paul der Zone der krystallin» Thon- 



*) Die daselbst angegebenen analyt Reraltate beriehen sich anf M. vom Semmering. 



190 Magnesit. 

glimmerschieter an (86 F.) 72, 170. — Am SO.-Fusse des Grimming^ bei 
Trautenfels and Irdningr (253) lagert ebenfalls M. in Thonschiefem die 
nach Stur wobl ohne Zweifel, siluriscb sind (134) 92. 

Kärnten. Waldenstein, kleinblättrige Partien im Siderit (136). 

Tirol. Hall, Salzherg. Wie scbon im Min. Lex. S. 253 nacb Liebener 
angegeben, kommen in Spalten eines feinkörnigen Earstenites Drusen 
von wasserbellen oder gelblicben, 1— 3 L. grossen Bbomboedem vor; 
ob dieser Earstenit derselbe, in welchem die Dolomit-Er. 4B. oB. ein- 
gewachsen sind, wurde nicht erwähnt. Von diesem F. stammen auch 
derbe kömige Massen eines schwarzen Minerales, welche, wie es scheint^ 
Liebener für Dolomit (s. d.) gehalten hat ^). Die mit einander fest Ter- 
wachsenen Individuen dieser Aggregate sind gut spaltbar; ich fand B = 
107^9*). Dasselbe Mineral wurde zuerst von Leyy als „Hallit^ mit den 
Varietäten „lamellaire^ und „grano-lamellaire^ beschrieben und E= 107^30', 
sp. G. = 3 bestimmt*). Eine später von Stromeyer ausgeführte Anal, 
erwies die Zusammensetzung 12MgC03 -f FeCO, und eine Beimengung 
von 011 Froc. Kohle (128) 219. — ZUlerthal, Greiner (268). B im Talk 
eingewachsen, zuweilen neben Dolomit und dann durch die gelbe Fär- 
bung ausgezeichnet^); an Spaltstücken fand ich B = 107*22 Vs und das 
sp. G. = 3*17 (85) 56, 750. Nach Joy entspricht die Zusammensetzung 
solcher B der Formel 4MgG08 + FeCOa. Gelbe B vom Rothenkapf (a) 
im Zillerthale und gelbbrauner M. aus Fassa (b) (253) gaben nach Stro- 
meyer 8MgG08 (a) und eMgCOs (b) auf IFeCOg und Er. von Pfltflah 
(268) mit B = 107*^22 erwiesen sich nach Magnus als 7MgG08 -f FeGOg 

(128) 219. 

Slavonlen« Im Fruakagora Geb, findet man in der Umgebung von CsereTicz, 
im Serpentin-Gebiete weisse, dichte M.-Massen ganz ähnlich jenen von 
Hrubschitz, doch minder rein (86 F.) 67, 211, 72, 250. 

Milit&rfirrense. Im Serpentin, welcher zwischen Eibenthal und Tis* 
sovlcza den krystallin. Schiefem eingelagert ist, fand man in neuester 
Zeit Hydromagnesit und dichten M. Letzterer erscheint rein oder mit 
Serpentin gemengt, hat einen erdigen in's muschlige geneigten Bruch 
und durchschwärmt entweder in schmalen Gängen den Serpentin oder 
tritt in bis V4 C. F. grossen Mugeln auf. Die Anal, ergab 91®/« MgCO, 



1) (49) S. 46. 

9) Mittel aus 15 Mess. am Beflex.-Ooniometer. 

*) Description d'nne collect, etc. I, p. 124. 

*) Der im Min. Lex. erw&hnte, mit-vorkommende Cölestin ist Barytocdlestin, s. d. 



Magnesit — ICagnetit. 191 

und 6^I^\CslC0^. Dieser M. wird in Oravicza znr Erzeugong von „Soda- 
wasser "^ benutzt (141, k). 
Mfthren. Der M. Ton Hrnbschitz (ssi) enthält nach Lampadius 98 Proc. 
MgCO« (128) 2u. 

Magnetit, Haidinger. 
D. 149, 800. N. 522, Magneteisenerz. 

Min. Lex. 254, 608 >). 

Steiermark. Bamkogel bei Nenbergr, eingesprengt mit Quarz in Hämatit 
(136). — üeber den Bb. im Bötzgraben b. Trofi^ach (254) s. (110) 35. — 
Gulaen bei Kranbat. Die im Min. Lex. 264 erwähnten würfligen Er. fanden 
sich bis zu 5 L. hoch and darüber, in einer den Serpentin aderförmig 
durchziehenden Steinmark-ähnlichen Masse, in derselben kommen auch 
bis Vs L. hohe sehr glatte, glänzend-flächige Octaeder vor (108) 71. 

K&mten. LambergT) kömig, mit Hämatit und Quarz auf einem Gange 
im Felsitporphyr (114). — Im Steinbruche am Seebiehl nächst Ereüg, 
8t. Veit N, steht im Thonglimmerschiefer ein mächtiges Lager von grob 
kry8tallin.-körnigem, weissen oder carmoisinrothen Kalkstein an, welcher 
M. in kleinen blanken Octaedern und Aggregaten, zonenweise eingesprengt 
enthält. Untergeordnet treten in diesen M.-Bändern, Pyrit, Pyrrhotin 
und Ghlorit, seltener Quarz auf (II6) 71, is. 

TlroL Zlllerthal (255). Octaeder vom Greiner (sp. G. =: 5* 15) und vom 
Sckwarzenstein wurden von ßammelsberg und von Kobell analysirt (128) 
157. — Wiltan und Amras, im Phyllit (86) 16, F. 7. — Pfltsch (255). 
Die Umänderung der O in Hämatit hat neuerdings Blum beschrieben. 
(46) 65, 258. Nach Söchting ist die Zusammensetzung dieses M. die nor- 
male : FCgO« (63) 127, 172. Neuerer Zeit fanden sich am Wüdkreuzjoch 
stark glänzende M.-Kr. in Drusen, die für Pleonast ausgegeben wurden. 
Kenngott beobachtete an solchen Kr. die Combination : 0. sOs. ao 0. ooOao 
und als Begleiter Klinochlor in netten Täfelchen, farblose Zirkon-Kr. 
ooP. ooPoo. ooPn. ooPn'. P. Poo-, kleine gelbe Granat-Kr. (Grossular?) 
2O2. ooO. ooOoo, hellbraune, taflige Vesuvian-Kr. oP. P. Poo. ooP* odPx. 
mPn, femer kleine, weisse Galcit-Kj. ooR. — Vs^* ^^ ^^^ BergkrystäUchen 
Die sämmtlichen Kr. sind auf Kluftflächen eines feinkörnigen bis dichten 
Gemenges von Granat und Klinochlor aufgewachsen. Wahrscheinlich 
stammt dieses Vorkommen von den rothen Wänden^) (39, h) 209. Auch 



*) üeber Tiele der daeelbet und im Polgenden genannten Localit&ten s. E. Ton Hauer« 

Die Eisenen-Yorkonunen Oeeterreichs und ihr Metallgehalt. Wien, 1863. 
*) 8. Min. Lex. S 4SI 



192 Mftgnetü 

honiggelber Titanit wurde als Begleiter von Liebener angegeben (49, a\ — 
Pregrrfttten (sss). In über zollgrossen ooO, eingewachsen in zersetztem 
Chrysotil (aus einem mit Talkschiefer verknüpften schiefHgen Serpentin) 
fand Petersen einen Gehalt von 1*76 Proc. NiO ^). In Rissen der Er. 
zeigte sich ein reichlicher apfelgrüner Ueberzug von ^ickelsmaragd (46) 
67, S86, (101) 800. — Das derbe Vorkommen vom Viexena Bg. (250) in 
fleims ist nach Kichthofen Titaneisen; s. Min. Lex. soe. 

Böhmen. Klein Anpa Th. Der Bb. im Fichtig ist auf M., der in grünem 
Granat-führenden Schiefer und Malakolith eingesprengt ist, gerichtet. Bei 
den Zehgrundhaudtn hat man reichlich im Grünstein vorkommenden M. 
aufgeschlossen (86) 12, iis. — Ein Schurfbau, der sich südwestlich von 
den Orenzbauden auf dem östlichen Thalgehänge in halber Höhe be- 
findet, lieferte M., Hedenbergit und Epidot (141, z). •— Kahlstein Bg, 
nächst Müekenhan bei Böhm. Leipa, sehr kleine, etwa 1 L. hohe 
in Olivin- und Bronzit-reichem Basalt (141, y). — Weipert, feinkörnig 
mit Serpentin (136). — Soda und Teleä, mit Eisenglanz eingelagert im 
Amphibolschiefer (86) 12, F. sss. — Das Erz, welches am Halesehaii'er 
Berge (257) in Tagbauen gewonnen wurde, ist ein inniges Gemenge von 
M. mit Granat und Amphibol, welche Minerale sich aber oft auch in 
Ausscheidungen einzeln zeigen; darin erscheinen Quarz u. Galcit Trümmer- 
bildend, zuweilen in schönen Er. Träger der Erzlagerstätte ist nach Andrian 
wahrscheinlich ein stockförmig im rothen Gneiss auftretender Grünstein. 
Am Fiolnik Berge bei Hammergtadt (357) ist das ehemals abgebaute 
M -Vorkommen ein ähnliches. Ein ausgedehnter Bb. bestand auch un- 
weit Kraakow bei 8eS\ M. fand sich hier mit Granat, Epidot und Quarz 
unregelmässig vertheilt in einem zu Serpentin veränderten Grünstein, 
der eine stockförmige Masse im Granit bildet (86) 13, iso, 196. - DobHe, 
dicht, von Quarzadem durchzogen, mit quarzreichem Limonit, Siderit 
und Eieseleisenstein, als ein mächtiges Lager in den obersten Schichten 
der unter-silur. Formation (86) 13, 858. 

M&hren. Von den im Min. Lex. 257 und 2&8 angegebenen F. liegen im Ge- 
biete der krystallinischen Schiefer: Würben, Wennsdorf, Sohönber^Tf 
D. Eisenberg, Brftnnelstein und Böhm. Eisenberg, während die übrigen, 
bis zur letzt* erwähnten Localität genannten Vorkommen devonischen 
Schichten angehören (s. S. 149). Ausgezeichnet durch einen besonderen 
Reichthum an Eisenerz-Lagern ist die oberste Abtheilung der devon. Forma- 



') Der Nickelgehalt im M., einem der gewöhnliohen Begleiter des Serpentin, ist von be- 
sonderem Interesse, da der Olivin hftnflg Ni enthftlt und die Um&nderang des Olirin 
in Serpentin, so wie in Talkschiefer, vielfach nachgewiesen wnrde. 



ictg]i«tit. 198 

tion, nach Römer die „Bennischer Schichten'^ '), welche eine schmale von 
Stemberg bis gegen Jftgerndorf in Schlesien erstreckte Zone einnehmen. 
Das gewöhnlich von Diabas und Mandelsteinen begleitete Eisenerz hat 
sehr Terschiedene äussere Erscheinungsweisen; vorherrschend ist ein an 
Quarz oder Kalkstein gebundener M., meist dicht manchmal in deutlichen 
Kr. auftretend, dem zuweilen kleine Bl&ttchen von schuppigem Eisenglanz 
eingestreut sind. Bb. ist an vielen Orten im Gange; von NO gegen SW 
folgen die schlesischen Gruben von Seltendorf (259), Bennlseh (ssa), 
RAase (869) und 8praehendorf und die mährischen von Kiiesdorf 
(Ghristdorf) bei Rof^ von Brockersdorf (957), Bim (257), Andendorf (267) 
und Devtseh-LodenltE (258). (130) 25. — Der Bb. im Granit-Gneisse am New 
wirthshau8'Hügel von Sehtfnberg (257) liefert M., der in kleinen Linsen 
und Körnern, oder in grösseren Knollen an der Grenze von granitischem 
und glimmerreichem Gneisse erscheint oder zumeist in Octaedern, mit 
Feldspath, Quarz, Amphibol und Granat ein eigenthflmliches körniges 
Gemenge bildet. In der Nähe von Blauda soll M. in ähnlicher ^eise 
vorkommen (86) 10, 232. — - Ueber die dem krystallin. Schiefergebirge an- 
gehörigen M.-Lager8tätten, welche für die Hütte zu Rossitz abgebaut 
werden in der Gegend westlich von M, Kromauy zu Dnkowan (Tag- 
baue), Kordida (b), Rösehitc (259), Latein (d), RadiMhowitz und Wl- 
soheMan (e), s. (86, F.) 69, loe. Von den Localitäten b, d und e stammen derbe 
feinkörnige und eingesprengte M. -Varietäten, begleitet von Eisenglanz 
(b, e) und von Ghlorit (136). — Bei der Einsißdelei und bei Nesdenitg 
unweit von Banow kommen nach Tschermak, Augit-Kr. im Trachyt vor, 
welche theilweise in M. umgewandelt sind. Dieselbe Veränderung er- 
streckte sich auch auf Kr. von Amphibol (86) 9, 76, (85) 46, 4S6. 

Sohleaieii. Die im Min. Lex. 259 erwähnten Vorkommen von Gllke bei 
Beiehenttein, Endersdorf bei Zuekmantely Relehwiesen, Oberipnind 
und Adelsdorf bei Freiwaldau und von Karlsbnmn gehören dem kry- 
stallin. Schiefergebiete, die übrigen aber devonischen Schichten an (s. oben 
Mähren), mit Ausnahme von Gross-Herlitz, welches nach den geolog. 
Karten im Culm-Terraln liegt. 

BnkowlBä. Der auf die Grube Russaja (2 Stunden oberhalb Kirlibaba 
im Bistritz-Th., in der Marmarosch) bezügliche Abschnitt im Min. Lex. 
S. 269, ist nach den Angaben daselbst S. 509 richtig zu stellen. 

UniTM«- Prinidorf, als feiner Sand (136). — Bei Gdllniti und Csoesom 
(seo) findet sich nach Andrian M., mit Braunstein auf einer stockförmi- 



>) OrauwMkea-Sandiieine und uktte TltonBClhiefer mit uitergeordn«teii Qiuurf-Oonglo- 
memten, Kieselsdüefern , DUbas-Mandelsteinen , Kallnteuieii und Slseaenen (a. 
a. 0.) S. 21. 

Zepharovioh, minex»!. Lezieon H. 13 



19i Magnetit 

gen Lagerstätte im Thonschiefer (87) 10, V. 40. — Nordöstlich von Petrösz 
in den 6b. Kerpiniasz % nnd Pistoja , und NO von Btebftnja (aeo) im 
VaUe eacca, Emeriei Bh,, im Gemenge mit Galcit, Pyrit, z. Th. auch 
mit Serpentin und Chlorit-artigen Mineralen, aussen in Limonit ver- 
ändert, an der Grenze von Dias oder Jurakalk und Syenit. An einem 
schaligen M. aus dieser Eegion erkannte Peters die pseudom. Bil- 
dung nach Eisenglanz. Den Silicat-Contactgebilden gehören a) derber M. 
an, welcher 6rossular-Er. enthaltend, nesterweise und eingesprengt 
in einem Gemenge von derbem Grossular und weissem Tremolith er- 
scheint, so wie b) kleine Er. mit Dolomit-Körnern in einem Steatit-ähn- 
lichen Magnesiasilicate, fQr welches letztere Vorkommen Peters eine 
pseudom. Entstehung aus einem Granat-Calcit-Gemenge anninmit (124) 
94, 118. — Am Fusse des Dohrimul nächst Brnsztnr bei Halmagy ^) ist 
längs eines Ealklagers im Thonglimmerschiefer ein Amphibolit eingelagert, 
in welchem Granat und M.-Spuren vorkommen. — Südlich vom obigen 
F. tritt auf der Magura Vetzi bei Felsö Yacza (260) körniger Kalk im 
Gebiete des Augitporphyres und seiner Tuffe auf, welchen M, in unregel- 
mässigen Partien von verschiedener Mächtigkeit durchschwärmt. Auf 
den Halden des a. Bb. daselbst findet man Stücke, die zwischen dem M. 
nnd Ealke eine Lage von biderit zeigen, der sowohl mit dem Ealk als 
auch mit dem M. durch allmälige Uebergänge verbunden ist (86) 18, 491. — 
ZuKazanest (Kasanyesd) erscheint Ghalkopyrit auf Elüften in dioritischen 
Gesteinen. Nach der Angabe im Min. Lex. S. 260 fand sich M. auf dieser 
Eupfererzlagerstätte. — Morayloza (260). Peters erwähnt prachtvoller 
Drusen ocO von 1—2 Z. Grösse, durch Ghlorit gedeckt und stellen- 
weise von einer lockeren, feinen Galcitrinde überzogen, auf einem Ge- 
menge von kömigem M. und feinschuppigem Ghlorit, welches Gemenge 
zuweilen fast bis an den schalenartigen ümriss der ooO vordringt Der- 
art stellen diese Er. Perimorphosen (Scheerer) dar, analog den Granat- 
Perimorphosen von Gziklova und R^zbänya. In einem gebänderten, dich- 
ten z. Th. mit (Ga, Fe, Mg) GO,, z. Th. mit Quarz gemengten M. fand 
man einen in den Umrissen wohl erhaltenen Eorallenstock (Lithodendron), 
dessen Inneres von einem feinkörnig erdigen Ga'-Mg-Fe-Garbonate, 
Quarz-Eryställchen und Pistazit-Eörnchen eingenommen war, ein Beweis, 
dass derartige Erzmassen aus geschichtetem Kalkstein entstehen kön- 
nen. Peters beschrieb femer von diesem F. eine Quarz-Perimorphose, 
welche über die genetischen Beziehungen zu Garbonaten, namentlich 
zum Siderit, Aufschluss gibt (124) 96. — Bei Lvpak (aeo*) wird zu Tüva 



*) Das Z&rander Com., in welchem die drei folgenden F. liegen, gehörte nacl^ der firftlte- 

ren politischen Eintheilung zu Siebenbürgen. 
'; Im Min. Lex- S. 604 soll es heissen: Lnpak, Dognacska ONO. 



Magnetit — Malaehil. 195 

Zapului (anweit Reschitza NW), M., welcher sich auf einer secnndiren 
Lagerst&tte befindet, gewonnen. Ein flacher Bergrücken daselbst be- 
steht bis zu 6—7 Elft. Tiefe aus Dammerde, Lehm, Thon, mit einzelnen 
ansehnlichen, unregelmässig vertheilten Quarzblöcken and vielen kleine- 
ren M.-Stücken oder Klumpen, welche letzteren auf zwei Lagen von circa 
1 Elftr. Mächtigkeit beschränkt sind. Die Erzstflcke sind nur wenig 
abgerundet; ▼. Cotta bemerkt, dass ihre Abstammung und die Art der 
Zuführung räthselhait seien (100) rs; nach G. Marka wäre Gletscher- 
Transport anzunehmen (86) 19, so6. — (hrayicsa, Sztoika, Nen-Moldora, 
nach Schröckenstein's Angabe (100) io4. 
fllebenbürsreii. Neuerer Zeit wurde in Maczkamei9 M. angefahren (109) 
875. Analysen s. (121) 14, i86>(39, m) 252. — Rodna (260). Mitten unter 
den Erzlagern im Glimmerschiefer finden sich oft M-Ausbisse (86) 15, 
F. 78. — In der Umgebung des Batrina-Bg. (Neu-Qrediatye 0) im 
MüMenbaeher Geh, treten Gemenge von Granat, manganhältigem M., 
Quarz und Aktinolith, im Glimmerschiefer auf (86) 13, 45. 

MalaChlty Wallerlus. 
D. 713. N. 292. 

MiiLLez. MOvndfiOe. 

Oestorroioh. Beiehenan (200). In dem verlassenen Siderit-Bb. am AUm- 
htrg zeigten sich M. -Stalaktiten als neueste Bildung von Ghalkopyrit, 
der nebst Pyrit, in Siderit eingesprengt ist, ausgehend. Haidinger be- 
schrieb ein 2 F. langes und bis 5 Z. breites Fragment einer stalaktiti- 
schen Säule, nur hin und wieder glatte, grüne, nierförmige Partien 
zeigend, während der grösste Theil der Oberfläche in Folge nachträg- 
licher Zerstörung zerfressen und durch das rückgebliebene Eupferozyd 
schwarz, matt und erdig erscheint. Selten ist auch ein Absatz von Azu- 
rit vorhanden. Sehr kleine flimmernde Täfelchen, wahrscheinlich Baryt, 
sind regellos über den Zapfen vertheilt (86) 14 F, 940, 15 F, 21, iss. Auch 
in den alten Bauen bei Orossau ist M. in stalaktitischen Ueberzügen, 
die von Kupferschwärze und Eisenocker begleitet werden und oft dem 
M. beigemengt sind, auf der Siderit-Lagerstätte bekannt (135) 71, 113. 

Salsbnrff. Sehwarzleograng, (sei), spangrüne Anflüge auf fasrigem Gyps 
und klein-nierförmig, smaragdgrün auf gelbem Galcit, Aragonit und 
Siderit. — Sehwargwand bei Grossarl, nierfSrmige Aggregate mit fasri- 
ger Textur und schwärzlich-grüner Oberfläche, welche Wände von zer- 
störtem Quarz auskleiden. — In der alten Kupfer-Grube bei Niedern- 
sill (261) fanden sich haarförmige M.-Individuen auf derbem Bedruthit 
und Ziegelerz [118]. 

IS» 



196 

SMMEBiark. Zu MorlA-Trost bei Graz kommen Fftser-Bflschel als Sel- 
tenheit in Dmsenranmen des devonischen Kalkes Tor (141, t>. 

Kirnten. Hfittenbergr (sei), feine Nadeln in bfischligen Aggregaten und 
erdige spangrfine Anflüge anf Baryt, vorzfiglich auf jenem aus dem 
Antonstollen (115) 4, i»^). — Waitsehach, smaragdgrüne Nadel-Büscheln 
in 61askopf*Geoden oder auf Chalkopyrit, von Azurit begleitet (115) 4, 133. 
— Olsa. Ausgezeichnete prismatische Er.: oP. <xP> — Poo. — 74^00*), 
bis 3% L. Höhe, bei 1 L. Breite erreichend, wurden Yon mir gemessen; 
ihrer complesen Beschaftenheit wegen gestatten sie nur approxim. Be- 
stimmungen. Zwillingsbildung nach odPoo ist stets vorhanden; die schein- 
bar einfachen Säulen bestehen entweder aus vielen Individuen, die in zwei 
hemitrop gestellten Hälften gleichmässig orientirt sind, oder es werden von 
einem Aggregate paralleler Individuen einzelne, in hemitroper Stellung be- 
findliche, umschlossen. Auch erscheinen büschlige oder halbkuglige Aggre- 
gate mit sammtartiger Oberfläche. Mit Cerussit, in Hohlräumen des 
Boumonit. Sehr selten zeigen sich auch Azurit-Eryställchen; doch fand 
man in Olsa grosse Azurit-Er. gänzlich in M. verändert (86) 51, 113. — 
Molbitseh imWüdbach-Th. bei Strassburg, in einem a. Bb. mit Chalko- 
pyrit und Tetraedrit (115) 4, 129. — Auf der Tratten bei St. Stephan 
im Gaü'Th., mit Azurit und Tetraedrit auf Quarzklüften im Thon- 
schiefer. — Kopinbery bei Thörl, rindenartige und traubige Ueberzüge 
auf Spalten eines Sandsteines und als Imprägnation desselben; auch als 
Anflug auf kleinen Quarzgängen mit Cuprit [114]. 

Bdhmen. Ober-Boehlitz, kuglige, radialfasrige Aggregate als Seltenheit 
auf der Eupfererzlagerstätte. Zuweilen ist der M. in Folge von Bei- 
mengung durch einen hohen Zinkgehalt ausgezeichnet, so wie auch 
Eupfersilicate und andere Substanzen beigemengt sind (86) 10, 19. — Ueber 
die Eupfererz- führenden permischen Schichten der Gegend von Star- 
kenbaeh und Hohenelbe (sei und 509) gab neuere Nachrichten Jok%. 
Die daselbst auftretenden Erze sind M., Azurit und Chalkopyrit, selte- 
ner Tetraedrit, Hedruthit, Chrysokoll, Allophan und Eupferschwärze ; 
die Art ihres Vorkommens ist Bb.-Unternehmungen nicht günstig (86) 
12, 891. — Ober-Graupen, auf den Zinnerzgängen und im alten Silber- 
stollen, erdig aus Chalkopyrit entstanden; im Müekenberger- und Stän- 
knochener-Eevier auch als Ausfüllung von Spalten im Ganggestein (86) 
14, 171* — Joachimsthal. v. Lang fand im britischen Museum auf Ma- 
laconit (Eupferoxyd) kleine Er.: — P» . ooPoo . oo:ßao .ao P in Zw. nach 
ooPgo, welche durch die ungewöhnliche Ausdehnung von ooPc» auflielen; 

&) I A bcobaojiitete die SnceeBsion : a) Baryt-Tafeln, b) dftnne Qnars-Krasten, e) M. im 

Faser- Aggregaten, d) Caloit-Krystftllchen. 
') — Poo und oopQo Spaltfl&chen. 



MalacUt. 197 

an einigen fehlte ooP gänzlich^). M. ist von diesem F. früher nicht 
erwähnt worden. — SchlttfrgeBwald' (ms). Rücker beobachtete die Suc- 
cession a) Quarz, b') M., c') Kupfer, d) Kassiterit (86) 14, sie. — Qift- 
berg bei Komarow (262), KruSnahora bei Hndlitz und Swftrow, nier- 
förmige Ueberzüge und erdige Anflüge auf Tetraedrit, Ghalkopyrit und 
Pyrit (64) 71, lei. — Neuester Zeit sind am Francisci-Oange zu Ki- 
bram (262) lichtgrüne, kuglige und nierförmige Gestalten und derbe 
Partien von M. auf derbem Quarz vorgekommen; sie sind gewöhnlich 
von ockrigem Limonit umgeben, auf dem sich zuweilen Gerussit-Er. 
oder Silber zeigen (135) 72, 29. 

BK&hren. In dem a. Bb. zwischen Bohutln und Radomühl, zarte Nadeln 
in büschel- und kugelförmigen Aggregaten mit Ghalkopyrit (98) 2, 64. — 
In den Gonglomeraten über dem ersten Schwarzkohlen-Flötze von Neu- 
dorf bei Oslawan soll sich eingesprengter M. gezeigt haben. Vielleicht 
gehörte der M. den hangenden permischen Schichten an (86) 17, 20s. 

Sohlesien. Wttrbenthal (262), s. Ghalkopyrit, S. 95. 

JJngtixn. Jaraba (268) fasrige Aggregate und krummschalige Ueberzüge 
auf Siderit oder auf Quarz mit Limonit und Azurit. — Altgebirg (263), 
fasrige Partien mit erdigem Azurit in Hohlräumen von zelligem Quarz 
und auf Tetraedrit [104]. — Hodritsch, kleine, kuglige Aggregate auf 
zelligem Quarz (136) ~ Kts Hlineos, Wagendrüssel W, kleine, radial- 
stänglige Partien auf ockrigem Limonit (123). — Kotterbach und Po- 
rAez, derb, fasrig und in Ueberzügen mit Ghalkopyrit. — €töllnlti (263) 
und ZsäkaröGB, derb, fasrig und als Ueberzug auf Quarz mit Tetraedrit, 
kleine Büschel im Limonit [104]. — Räabänya (268). Auf den Erzstöcken 
sehr verbreitet in Krusten, Schnürchen und Gremengen, als das herr- 
schende Mineral der Garbonatregion, hervorgegangen aus der Umwand- 
lung von Schwefelmetallen und Oxyden, Ghrysokoll und Azurit. Kleine 
traubige Formen und Faserkügelchen meist mit jüngeren Gerussit-Kr. 
besetzt, erscheinen in Drusenräumen des erzfdhrenden Galcites; auf 
Malachitrinden abgelagerte Hemimorphit - Kr. tragen wieder Trauben 
von jüngerem M. (124) 155 Nach Peters fanden sich hier keine Kr.; 
jene, welche Hessenberg beschrieb (113) 3 und 6, dürften daher wohl 
von einem anderen F. stammen. 

Mebenbflrsren. Zalathna , auf den Erzgängen im Faezebaj-Oeb. als 
Zersetzungsproduct des Ghalkopyrit. — Nagyag, nierförmig und derb, 
auch in Anflügen auf Quarz [104]. 



>) Philos. Magf. Ser. 4, Vol. 25. 
•)? 



198 Mftnganit — Ifargarit. 

Manganit» Haidinger. 
D. 170. N. 601. 

Hin. Lex. 265. 

BUkmten. Theissenegg bei Waidenstein, mit Limonit (136). 

K&liren. Am Haschak-Bg. zwischen Ehrensdorf (265) und Kornitz wurden 
Yersuchsbaue auf Braunstein eingeleitet; M. und Pyrolusit treten hier 
in nussgrossen Partien im Kothliegenden auf (86), 12, F. 234. 

Un(|^ani. Im Roasty-Bh. unweit Gsnesom bei RosenoM, derb, eingesprengt 
und als Ueberzug auf Bhodochrosit (s. d.), mit Quarz, Granat, Pyrit und 
Chalkopyrit (136). 

fliebenbflrffen.. Macskamezö. „Pyrolusit^-Kr. von diesem F. erwiesen 
sich als M.-Gombinationen: ooPT- oP. 2P mit einem steilen mPdö, wel- 
ches ihnen eine spateiförmige Gestalt verleiht. Feletar^s Anal, ergab einen 
nicht unbeträchtlichen Wassergehalt und eine für MnO^ bei weitem 
nicht genügende Sauerstoff-Menge (46) 61, 668- 

Manganocalclt, Breithaupt. 

D. 697. JN. 273. 

Min. Lex. 265. 

Ungarn. Schemnitz (265). Rammeisberg ermittelte die Zusammensetzung 
des M. von diesem F. entsprechend der Formel 2(Mn, Fe) GO3 -f* (Ca, Mg) 
GOa. (128) 206, (101) 697. — MorBTlcza in der Eleonora-Chruhe und Bog- 
nacska, selten, auf Galcit-haltigem Asbest, in Klüften traubenförmig 
(86) 19, 337. 

Margarit, Fuchs. ») 

D. 506. N. 328 (Perlglimmer und Emerylith). 

Min. Lex. 265. 

Salsbnrgr. Bothgilden im Muhrwinkely röthliche und silberweisse, stark 
perlmutterglänzende, schuppig-kömige Aggregate, mit Ghlorit, Aktino- 
lith und Butil (118). 

Tirol. Es werden drei M.-Localitäten angegeben: Sterzing, das Pfitsch- 
Thal und der Greiner Bg. im Zillerthal (265). Der letztere ist der 
eigentliche Fundort; nur am Greiner ist nach Senger (74) und Liebener 
(49) der M. in früherer Zeit reichlich vorgekommen, während er daselbst 



») Vrgl. (101) »07. 



HugaiH. Id9 

gegenwärtig seltener angetroffen wird ^). Nach Girard gehören die sechs- 
seitigen M.-T&felchen dem rhombischen oder monoidinen Systeme an 
(39, f) 48, nach Dana, der eine Combination abbildete, sind sie rhombisch 
mit monoklinem Habitus, wie Muscovit (101) fioe. Dana und Descloizeaox 
haben den M. von diesem F. optisch untersacht und den Winkel der 
opt. Axen an 4 Tafelchen = 109» 32', 117'» 30*, 126» 24' und 128« 38' für 
die rothen Strahlen gefunden; die Ebene der opt. Axen ist, wie es 
scheint, parallel der Makrodiagonale von ooP und sind Zw. sehr häufig. 
Nach Descloizeauz sind den weissen M.- Lamellen grüne Elinochlor- 
Schüppchen, ebenfalls Zw., beigemengt, bei welchen der Winkel der 
opt. Axen 60* 48' für die gelben Strahlen beträgt *). Als fernere Beglei- 
ter werden angegeben: Ilmenit (49) 144^) und Apatit (53) sm; ich fand 
auch sehr feinkörnige weisse Feldspath-Partien von den schuppigen 
M.-Aggregaten umschlossen (88 Pr)*). Analysen des M. vom Greiner 
(nicht „Sterzing"") s. (128) 843, (101) 507. Nach Krantz erscheint der peri- 
weisse und grünlich bis grau gefärbte M. in unregelmässigen Massen 
im Glimmerschiefer (? Talkschiefer)*). 



1) Der Greiner Bg., an der Vereinignng des Zamser- und Zemer-Thales sich erhebend, ist 
eine Meile Luftlinie entfernt vom Pfltscher-Jöchl , welches die Wasserscheide gegen 
das Pfltscher-Thal bildet, nnd am Ausgange des letzteren, in 4^1, Meilen Distans rom 
Oieiner, liegt Bterzing, ron wo seit lange die Minerale der Umgegend in den Handel 
kommen. So mag manches Vorkommen aus dem Pfltsch-Thale und selbst vom Greiner 
mit der Bezeichnung „Sterzing" in die Sammlungen gelangt sein und ist eine unrich- 
tige Localit&t in die mineralog. Handbftcher ftbergegangen. Auiliallender Weise wird 
fast stets Sterziag als M.-Fundort genannt und dürfte dieser Irrthum wohl auf die 
Angabe in der Mineralogie Ton Mohs, 2. Bd. 18M, zurftcksuffthren sein ; das dort 8. 2S8 
erwähnte Vorkommen des M. zu „Sterzing" stammt nach den angegebenen Begleitern : 
Chlorit, Apatit und Ilmenit, gewiss yom Greiner. > Auf diese Verwechslung aufmerk- 
sam XU machen, ist um so wichtiger, als neuerer Zeit am Bothbachl im Ffltsch-Thal 
ein dem M. sehr &hnliches Mineral rorkam, welches auch als M. in den Handel ge- 
bracht wurde; es ist dies der Oellacherit (s. d.). Ein anderes Glimmer-artiges Mi- 
neral an demselben F., gleichfalls mit Bhfttizit einbrechend, ist der Margaro di t (s. d.) 
der fr&her als „Vermiculith" (s. Min. Lex. S. 464) bestimmt wurde. 

*) Americ. Joum. of sc. and arts, 44 (1867) m3, sm. 

•) Min. Lex. su. 

«) Nach W. Heintz kommt mit dem M. aus dem „Pfitsch-Thal** (nach Obigem vom Grei' 
ner) ein dunkelgr&ner unschmelzbarer Glimmer ror, der von Hetzer analysirt wurde, 
aber wohl wegen M.-Beimengung die Aufstellung einer Formel nicht gestaltete (39, f) 
«1, (ISS) 84S. — Dana erwähnt diesen Glimmer beim Sipidolith als einen BeglfllteT des 
Oellacherit (101) mm, «s». was mit der Angabe ron Heintx des Zusammen-Yozkommens 
mit dam (echten) Ton Faltin analysirten M. im Widerspruch steht. 



900 Mugtfodit. 

Margarodlt, schafh&utu 

D. 487, 310. N. 445. 

Kin. Lex. 966. 

X&mtoB. Dobrowa bei üfUerärattbturg. Der silberweisse , stark perl- 
matterglänzende, wenig elastisclie Glimmer, dessen kömig-blättrige nnd 
scbiefrige Aggregate die Matrix brauner Turmalin-Er. ') sind, ist einer- 
seits dem Muscovit, andrerseits dem Margarit verwandt und wurde, um 
letztere Beziehung anzudeuten, von mir als M. bestimmt, wenn auch 
die so genannten Glimmer eine etwas abweichende Zusammensetzung be- 
sitzen. Er enthält über 5 Proc. Wasser und nahezu in gleicher Menge 
(2*4—3 Proc.) Kali, Ealkerde und Magnesia, daher Eenngott ein Ge- 
menge eines Kali- und Ealk-Magnesia-Glimmers vermuthet ^), An einzel- 
nen Täfelchen wurden bestimmt oP,»/aP35', ocP», VgP, Vt^, Va?; Winkel 
der opt. Axen = 65V» ; sp. G. = 2 85. Die in ansehnlichen Massen bre- 
chenden;M.-Aggregate sollen als Ausscheidung im Granit oder als Lager- 
gang im Glimmerschiefer vorkommen (85) 54, 285"). Haidinger fand den 
Winkel der opt. Axen = 56** und die Ebene derselben parallel ooPoo 
(86) 11, F. 91. Laube's von den obigen Resultaten z. Th. abweichende 
Anal, desselben Glimmers s. (86) 14, 303. 

Tirol. Nach von Hlasiwetz ausgeführten Analysen erwies sich das früher 
als Onkosin bestimmte Mineral von Klammberg am Fusse des Brenner- 
Bg. (sds), so wie jenes vom RothenbcLchl in Pfltsch (464), welches früher 
als Yermiculith beschrieben wurde, als M. (49, a), (%) 14, 761. M. war 
aus Pfitsch früher bereits von anderen F. bekannt (s. Min. Lex. 866). 
Hlasiwetz's Anal, des M. von Rothenhaehel stimmt ziemlich mit Schaf- 
häutl's Anal, des M. aus dem ZiUerthcde (266^) überein, es ist] jedoch 
das Vorkommen vom Rothenbachel nach einem Exemplare, welches 
Eenngott vorlag, kein einfaches Mineral, sondern ein Gemenge eines 
vorwiegenden Glimmers mit kleinen Eörnchen von Quarz und Feldspath. 
Der Glimmer — für welchen es demnach nur wahrscheinlich ist, dass 
er M. sei — umhüllt mit seinen Blättchen die fremden Eörnchen, so 
dass das Gestein ein ziemlich gleichartiges Aussehen besitzt. In der 
etwas körnigen, perlmutterartig glänzenden, kantendurchscheinenden 



^) F&lBchlich wird für diese Tarmalin-Kr. als F. Pr&vali genannt. 

»; (39, m) 134. 

*) S 286 Z. 10 Ton oben, setze: Ul°]8' statt IW W and Z. 13 von nnten sette 5 aq. 

statt 2 aq. 
^ ,,Yerliftrtet6(r Talk", Matrix schiraraer Tnrmalin-Kr. ; sp. G. = S*78. Anal, in WSUer 

und Liebig, Ann. d. Ohem. und Pharm. 4B, tssi (101) sio. 



Mufurodü-lfMlcMil. 20t 

Masse von licht grflnliohgraaer Farbe, sind grosse schwarze TnrmaUn- 
Kr. eingewachsen (89, h) 6?; ausserdem kommt auch Rhfttizit als Be- 
gleiter yor (49) ^) 

MarkaSit, Haldinger. 
D. 75, 800. N. 567 (StrahUdes). 

Min. Lex. 966, 608. 

Salsburff. Leoganir (ms)» nierförmige Aggregate mit dmsiger Oberfläche 
mit Galenit und Ghalkopyrit. — Am hohen Oold-Hg, in Baoris, Kr. in 
Calcit mit Quarz und Glimmer, und fast kuglige Gestalten aut quarz- 
reichem Calcit, mit Galenit und Ghalkopyrit (118). 

Stetonnark. In verbissenen Grubenfeldern der Bb. zu Fohnsdorf und 
im Seegraben bei Leoben, Rinden und stalaktitische Gestalten, Frag- 
mente Ton Braunkohle verbindend (141, t). 

SL&mten. Loben und Ifaldenstein. Pseudom. nach Pyrrhotin (s. d.) — 
LSlÜBUTy Wolfshauer Lager, im Siderit (114). 

Böhmen. JoaehimsUial (se?). Rammeisberg fand das sp. G. des M. von 
diesem F. = 4*865 (96) 16, aes. Die von Zippe beschriebenen M.-Kr. er- 
wiesen sich z, Th. als Argentopyrit, s. S. 35. -— Von Sohlaggenwald be- 
schrieb Blum eine Pseudom. nach Markasit (9, d) 248. — Bas sp. G. der 
Kr. von Littmits (se?) ist nach Rammeisberg 4*678 (96) 16, 868. üeber 
den mit Pyrit bedeckten M.-Gruppen beobachtete Haidinger zuweilen eine 
zweite Bildung von M. in schönen Kr.^. — Kruinahora bei Hndlltz, 
drüsige Oeberzüge auf Kluftflächen des oolitischen Hämatit. ~ Oift- 
herg bei Komarow, Zwillinge*) und spiessige Kr. in Drusenräumen 
derber, zelliger Partien, mit Zinnober; dünne Lagen, bedeckt mit trau- 
bigem Ghalkopyrit. Auf Gangklüften in den Hämatitlagern [85] 59, eie. — 
Pfibram (se?). Maria-Gg., flachnierförmige Gestalten mit unregelmässig 
zelliger, gewöhnlich einfarbig oder bunt angelaufener Oberfläche, ein- 
gewachsen in kömigem Galcit; zuweilen liegen die bis '/i ^- dicken 
M.-Schalen auf derbem Quarz , der die Unterlage des Galcites bildet 
(69, a) 36* Am Wenzler-Gg, erscheint derber M. oft gemeinschaftlich 
mit Pyrit (135) 72, 34. 

HUireiL Bossits-Oslawan. Das im Min. Lex. S. 267 angegebene Vorkom- 
men bezieht sich auf die Sphärosiderit-Septarien. Auch auf Klüften in 



*) Dieses YorkomineB scheint cUsselbe sn sein, welches Senger in seiner Oiyctographie, 

1821, S. 8S als Lepidolifh von Pfitsch enrihnt. 
s) AUidL d. bfthm. Ges. d. Wissenseh. Y, Bd. 8. 
«) (98) 1889, ». 



202 Harkaait - Megalwsit 

der Kohle oder im Schieferthone finden sich Drusen kleiner Er. P« . 
P55 . oP. ooP. (86) 17, 905. 

Ungarn. ][reiiinits, als Ausfüllung der ,,Markasitkluft^ ; in Er. und derb 
auf den Erzgängen (86) 16, 2So; fasrige Aggregate sind zuweilen von 
Baryt umsclilossen (104). — Königsberg, Er., stänglige Aggregate und 
nierförmig, auf Quarz in Drusen, mit Pyrit und Galcit. — In dem gleich- 
falls a. Bb. zu Badain ist M. in ähnlicher Weise yorgekommen. — 
Sehmölnitz, nierförmige Ueberzüge und Kr. mit Pyrit (auf den Kies- 
lagem oder Gängen) [104]. — lUoba, stalaktitische Gruppen auf kry- 
stallinischem Quarz (136). — NsgrybÄnya, in Er., lagenweisen Bildun- 
gen und in Pseudom. nach Galcit. — Von Felsöbänya (aes) werden auch 
gut ausgebildete taflige und säulenförmige Er. angegeben [104]. 

SlebenbürgrOB. Zu Olahläposbänya, auf dem Vorsehung -Gottes Gg, 
reichlich vorkommend in stalaktitischen und nierförmigen Massen als 
Auskleidung weiter Hohlräume. — Yerespatak, glänzende, nierförmige 
Lagen und stalaktitische Bildungen mit radialfasriger Textur, in Hohl- 
räumen auf einigen Erzklüften (goldhaltig?) [104]. — Von Nagyagr (aes), 
kennt man Pseudom. des M. nach Galcit-Er. — ^/^R . odR, auf Amethist (85) 
10, 44 und nach bis 6 L. grossen Pyrrhotin-Er. oP . ooP. mP, auf einer 
dünnen Dolomit-Rinde sitzend und z. Th. mit solchen Üeberzügen ver- 
sehen (9, d) 192. 

MegabaSit, Breithaupt. 

D. 604. N. 286. 

Böhmen. Blum beschrieb zuerst näher diesen eigenthümlichen Wolframit, 
der auf der Eassiterit-Lagerstätte von Schlaggenwald in Nadeln oder 
in radial-strahligen Aggregaten vorkommt^) und von Rammeisberg als 
wolframsaures Manganoxydul mit nur 5*4 Proc. Eisenoxydul bestimmt 
wurde ^). Die Nadeln sind gewöhnlich zu Büscheln vereint. In den Ag- 
gregaten sind die Individuen sehr dünne langgestreckte Täfelchen, an 
denen man zuweilen die Wolframit-Flächen Va^^ ^^^ c»Päö", letztere 
die Tafelform bedingend, erkennt. Im ganzen dunkel bis licht nelken- 
braun, auch gelblichbraun, sind dünne Blättchen röthlichbraun bis hya- 
zintroth durchscheinend. Sp. G. = 6*97. Mit Er. von violettem Fluorit, 
licht rosenrothem oder röthlichweissem Apatit und Quarz, welche sämmt- 
lich häufig von den M.-Nadeln durchspiesst werden, auf Eluftflächen 



*) 8. Min. Lex. 474. 

») (128) 809. 

* Marmolith soll sich in der Gülten bei Kraubat (Steiermark) im Serpentin fin- 
den (108) 69. 



MagabMU — MeUntorit. 20S 

eines Qaarz*reichen und Glimmer-armen GrneiBses. Nicht selten erscheint 
der M. in schuppiges Steinmark, nach Breithaupt in Nakrit, verändert. 
(63) 84^ 154, (97) 87 . 

MCJOIllI^ Hauy. 
D. 3ia N. 385. 

Min. Lex. 270. 

Tirol. Die im Miu. Lex. S. 270 nach Liebener beschriebenen Kr. aus dem 
Glimmerschiefer am Ffitscher Jöchl in Pfitsch, gehören nach Descloi- 
zeauz dem Skapolith an (103) 28i. 

MelanChym, Haidinger. 
D. 744, 750. 

Min. Lex. 270. 

Böhmen. Der M. von Zweifelsrenth bei Neukirehen (270), dessen sp. G. 
nach Reuss = 0*496 ist, kam nach Jokely in der Liegendschichte eines 
Moorkohlen-Flötzes Yor; er erwähnte (1857), dass man ihn seit längerer 
Zeit daselbst nicht mehr angetroffen (86) 8, 470. Der M. besteht nach 
Bochleder aus (a) einem röthlichbraunen, in Alkohol löslichen Harze 
unä (ß) einem schwarzen, gelatinösen, in Alkohol unlöslichen Rückstände ^) ; 
Dana nannte die erstere Substanz (a) Rochlederit, die letztere (ß) 
Melanellit (101] 74.4, 76O. — Eine mit dem Rochlederit in der Zusam- 
mensetzung fast übereinstimmende, braune harzartige Masse erhielt Mo- 
rawski durch Extraction mittelst Aether aus der Braunkohle von Dona- 
witz bei Karlsbad, Diese äusserlich der Wachskohle ähnliche Kohle, 
von schmutzig gelbbrauner Farbe und dem spec. Gew. = 1*26, besitzt keine 
deutliche Structur, sie schmiert sich beim Zerreiben und wird fettglänzend. 
Bei trockener Destillation gibt sie einen sandigen Rückstand und ein 
weiches butterartiges Destillat von brauner Farbe und niederem Schmelz- 
punkte (86 F.) 72, 168. 

Helanterit, Beudant. 

D. 6i6, 800. N. 311, Eisenvitriol. 

Min. Lex. 270, 509. 

Balxbnrg. Hallein, SalMberg, kleüikömig, lauchgrün, in rothem Salz 
und Thon (118). 



>) Abhandlangen der k. k. geolog. Beichsanstalt, 1. Bd., 1. Abth. 1862. S. 62 



204 tfeUnteiit — Melopsit. 

Bdlimen. Giftberg bei Komarow (271), Kruünahara bei HndUtz, auf den 
Halden, als Zersetznngsprodnct der Eisenkiese (85) 59, eo?. 

M&hren. Rossiti-Oslawaii; blass-lanchgrüne M.-£fflore8cenzen bilden 
sich sehr häufig durch Zersetzung der Kiese in den Eohlenflötzen und 
den Gesteinsschichten, sie werden aber leicht in Lösung weggeführt 
und veranlassen andere neue Verbindungen. Auf brennenden Halden 
zeigen sich Krusten von M.-Kr., die gewöhnlich von den theerartigen 
Kohlendestillaten br&unlich oder braun gefärbt sind (86) 17, 197. 

üng^arn. Königsberg, grosse Mengen zeigen sich als neueste Bildung 
in alten Zechen und Strecken des a. Gold-Bb. (86 F) 67, los. — Krem- 
nits (87i)) mit Pyrit, aus welchem er entstanden. Schmutzig gelber, fett- 
artiger, poröser Quarz soll von M. durchdrungen sein (86) 16, ssi. — 
Schmölnitz (271), grosse Stalaktiten und nierförmige Ueberzüge, zu- 
weilen in Kr., in Bauen auf den Kieslagern, z. Th. auf Grubenholz (104). 

Blebenbürg^en. Nagrjag (271)» nierförmig, selten Kr., Efflorescenzen auf 
Grubenholz in alten Bauen (104). 

Meint/ Hauy. 

D. 750. N. 595 (Honigstein). 

Min. Lex. 272. 

Bdlimen. Mertendorf b. Wemstadtl, haselnussgrosse Partien in der Braun- 
kohle ; auch dünne Succinit-Lamellen kommen in derselben vor (141, y). 

Melopsit, Breithaupt. 
D. 478. N. 351. 

Min. Lex. 278. 

Böhmen. Hochofen bei Neudek, Hieronymus-Zeeht (273). Nach einer 
von Goppelsröder ausgeführten A.nal. ist der M. wesentlich ein Magnesia- 
Silicat (mit 3-86 Proc. Kalkerde, 562 Thonerde und 4-56 Wasser) *). Dieses 
Ergebniss steht im auffallenden Gegensatze zur Angabe Plattner's, wel- 
cher qualitativ Kieselsäure und Thonerde als vorwaltende Bestandtheil6 
nachgewiesen hatte; man darf daher annehmen, dass den beiden Unter- 
suchungen ein verschiedenes Materiale (ob von demselben F.?) vorge- 
legen habe (64) 69, si. Im Dünnschliff verhält sich der M. nach H. 
Fischer anscheinend homogen und zeigt Aggregat-Polarisation (105, a) so 
und hatte derselbe schon früher bemerkt, dass das Mineral vor dem 
Löthrohre mit Kobaltsolution roth (nicht blau) werde*). 

*) Vrhdl. der naturforach Ges. in Basel, Y, 1. Heft, 1868. 
>) ClaTis der Silicate, Leipzig 1864. 



Itottif — ItettiB. 205 

Mennig. 

D. 163, Mininin, N. 507. 

Böhmen. Ober-Boehlitz, erdige Anflüge yon morgenrother Farbe und 
orangefarbigem Strich, kleine Partien von Cerussit beigemengt enthal- 
tend, auf der Kupfererzlagerst&tte (86) 10, 21. 

UngBxn, B^bAnya. Dicke, erdige üeberzüge gewöhnlich mit Wismut- 
ocker auf Galenit, der Spuren einer Umänderung in Cerussit zeigt; 
durch starke Verunreinigung mit Eisen- und Eupferoxyd, meist düster 
braunroth geftrbt (124) 120. 

Mercor. 

D. 13. N. 529 (Quecksilber). 

ICin. Lex. S78. 

Salsburg. Das alte Vorkommen von Schwarleogang (273) stammt aus 
der Eraamus' Grube, jenes aus dem Grossarl-Tb. (273) von der Stegen- 
wacht, hier mit Zinnober auf hellgrauem Thonschiefer (118). 

KJkmten. Die in Begleitung von Zinnober (s. d.) vorkommenden geringen 
Mengen von M. in einem a. Bb. in der Kotsehna bei Vellach, bei 
Kerschdorf im Gail-Th. und bei Dellaeh im DrawTh, (273) rechnet 
Suess zur Dyas-Formation (85) 57. 

Kraln. Idria (273). Nach Tschebuli gehört die Erzlagerstätte der Trias, 
nicht den Gailthaler-Schichten an (86 F) 67, 38s, Suess stellt sie in den 
Horizont des Rothliegenden (85) 57, 773. Lipoid u. Stur rechnen nach den 
neuesten Petrefacten-Funden die Erzlagerstätte zur Trias (86 F) 72, 235; 
s. a. (86 F.) 68, 122. 

KUstenlaiid. Insel Lnssin-Pleeolo. (Einsendung der Handelskammer zu 
Rovigno an die geolog. Reichsanstalt zu Wien) (86 F.) 68, 17. 

Böhmen. Oiftberg bei Komarow (274) und Bfeiina, selten kleine Tröpf- 
chen in Höhlungen des Zinnober; auf Gangklüften in den Hämatit- 
Lagem. Als grosse Seltenheit fanden sich zu BiPezina neben M. auch 
Amalgam-Er. (85) 59, 611. 

MeSitin, Breithaupt. 
D. 6ö7, Mesitite. N. 271. 

Min. Lex. 874. 

Salsbnrg. Die Analyse desPistomesit vom Thurmberg bei Flaoban 
(FeCOa + MgCO.), sp. G. = 3-41— 3-43, s. (128) 218. — Ein dem Vorkom- 
men linsenförmiger R von Dienten (274) ganz ähnliches vom gleichen 
F. erwies sich als dem Sideroplesit nahestehend; ich fand die Spalt- 



206 Meaitin Mfllerit 

form R = 107^5' und das sp. 6. = 3*69. Die Anal, ergab die Zusammen- 
Setzung SFeCO, + 3MgG0, (126) 65, u. - Die kry8tallin.-kömigen Varie- 
täten von Kollmanatgg bei Dienten (275), sp. G. = 3*16 and vom Nöckd- 
htrg im Hehwanleo-Th. (275), sp. G. = 3*03, welche 3 und 6 MgCOg^) 
auf 1 FeCO^ enthalten, sind nach der in (126) 65, 15 gegebenen Ab- 
grenzung, zum Magnesit zu stellen. 

Steiennark. Tvrraeh, Er. mit Ankerit- und Dolomit-Er. auf der Siderit- 
Lagerstätte (s. Quarz). 

Tirol. Pfltseh, mit Periklin, Bergkrystall und erdigem Ghlorit (49, a). 

Biebenbüripeii. Rodna, Er. in Drusen mit Rhomboedem von Dolomit (s. d.). 

Mesollth^ Fuchs. 

D. 430. N. 337. 

Min. Lex. 875. 

Tirol. £in derber fiisriger Zeolith von nicht näher angegebenem F., wel- 
chen Fuchs und Gehlen zerlegten, lässt sich als eine Verbindung von 
2 At. Skolezit und 1 At. Natrolith betrachten und wurde von den Ge- 
nannten als M. bezeichnet (128) 798, (101) 430. 

BAhmon. Hauenstein (176), s. Comptonit, S. 102. 

Miargyrlty h. Rose. 

D. 88. N. 582. 

Kin. Lex. 876. 

Böhmen. PHbram. Ueber den M., welcher als besondere beltenheit 
früher auf dem Straehen^Gg, am Kaiser -Joaef-ErhstoUen angetroffen 
wurde, s. Min. Lex. S. 276. In neuerer Zeit sind Drusen netter M.- 
Eryställchen auch auf dem AdcUberti'Hawpt-Gg. (23. Lauf) vorgekom- 
men; eine Anal, derselben, sp. G. =: 5*3, wurde von Helmhacker ausge- 
führt (121) 13, 379 >(39, m) sn. 

MlUerit, Haldlnger. 
D. 56. N. 573 (Nickelkies, Haarkies). 

Min. Lex. 876. 

Böhmen. Joachimsthal. Bezüglich der im Min. Lex. S. 276 erwähnten 
grünen Rhomboeder, welche von M.-Nadeln getragen werden, vermathete 



*) Im Min. Lex. S. 175 steht iirihflmUcli 2 und 4 MgCO. auf 1 FeCO,. 



tfOlerl* - lOntbilft. 207 

Keimgott, dass sie Galcit mit Nickelcarbonat sein dürften; die Messung 
ergab R = 105^ 15' (85) 13, 486. Bas sp. G. des M. von diesem F. ergab 
sich nach Eenngott auffallend niedrig = 4*60 (85) 9, 576, nahekommend 
dem sp. G. des Beyrichit ^) (Ni« S,; sp. G. = 4-7), der sich nach Liebe 
durch Aufioahme Yon Nickel aus Lösungen, ohne Bestandtheile abzu- 
geben, in M. (NiS; sp. G. = 5'3-5'9) umzuändern yermag(46) 71, 84o. — 
Pribram (276^. Neuere Vorkommen lieferten der Johannes-Og,: haar- 
förmige Nadeln, welche Pyrit- und Braunspath-ErystäUchen und Gyps- 
Nadeln tragen, in Drusenräumen von Quarz; der Wentler-Og,: dünne 
Faserbüschel und kleine derbe Partien in grünlich-gelben, reichlich Yon 
zähnigem und dendritischem Silber durchzogenem kömigen Galcit, auch 
in Haaren auf Siderit- und Quarz-Kr.; endlich der Maria-Og.i lange, 
zarte Haare durch Galcit-Khomboeder hindurchgewachsen (69, a) 64. — 
ScJiwadowilx bei Trautenau und Raplti bei Kladno (b), feine Nadeln 
einzeln oder in Büscheln, jene von (b) begleitet von Ghalkopyrit-, Pyrit- 
und Galenit-Eryställchen, auf Ankerit-Drusen in Klüften von carboni- 
schem Sandstein (141, a) *) 

MimeteSlty Breithaupt. 
D. 537, Mimetite. N. 289. 

Mm. Lex. 877. 

Bdmeii. Pribram. Wentler-Gg, Die im Min. Lex. S. 277 beschriebenen 
Eampylit-Kr. gehören der Bildungsperiode des Pyromorphit an; bei 
der qualitativen Prüfung ergaben sie einen bisweilen nicht unbeträcht- 
lichen Gehalt an Phosphorsäure (69, a). In einem K aus dem Franz- 
Joseph-Schachts wurden circa 9 Proc. Phosphorsäure nachgewiesen*) 

(121) 18, 369. 

Mirabilit, naldlnger. 
D. 636. N. 238, Glaubersalz. 

Hin. Lex. 877. 

Oesterreloh« Im SaUherg von Hallstatt (977), sind ziemlich häufig 
schöne, flächenreiche, farblose Er., 2 L. bis IVa Z. und darüber messend, in 



t) (108) 3. 

*) Es erinnert dieses Vorkommen an jenes ans der carbonischen Formation yon Saar- 
brücken: lineare M.-Kr. anf mit Siderit-Drnsen bekleideten Klnftflicben in Schwarz - 
kohle nnd Schief erthon. KrTst&Uchen von Ghalkopyrit sind anch hier Begleiter des M. 
(86) 16, u». 

*) Anch (?) WiAnntozjd und Blei neben Bleioxyd. 



906 

TeriMMMn WArea anf iMdMoi SidithM oder low md vvOittiidig 
amgelifldet m TttaDpels tob cobc Soole, welche in abgebsBenea Weh- 
ren zurflckbleiben ; auch wagen sich Staiaktiten anf salxreicheiii fiasel- 
gebirge (135) 71, 59. 

llalTlrnTi: I^ üb Mib. Lex. S. 277 enrihiite YorkoiHBieii Tom Dörren- 
berg bei HaUein ist nach Köchl zweifelhaft und dörfte sich auf den 
Bb. Ton Berchtesgaden bendien (118) 137. 

«Afcwa^iw Die ^eossin** genannten Efflorescenzen von FraueBflü^nmi 
nnd SaMseUti (la, tn) sind Gemenge von M. und £p6omit nnd haben je 
nach der Fundstelle and Jahreszeit eine wechselnde Znsammensetznng, 
in welcher zomeist M. vorwaltet (128) sas, (101) «r. 

MUspielLel, Henckel. 
D. 78, 794, Arsenopyrit. N. 566 Arsenkies. 

MiD. Lex. 278, 510. 

Balsbnrg. Mitterberg bei Miüdhaeh ') (srs), sehr schöne, silberweisse, 
einfache Kr. und Zw. in einem Mergel anf Galcit (118). Haner's Anal. 
B. (86) 4, 400. — Leogang, schöne Kr. eingewachsen in Thonschiefer (118). 

Steiermark. Eisenerz, EirtbtrgjMammiUan'SMlen, V4P30'. oP > Poo nnd 
kömige Aggregate, einzeln oder gruppenweise eingewachsen in Qnarz, 
der späthigen Siderit- und Thonschiefer-Fragmente nmschliesst; sp.G. = 
612. (85) 56, 41, 43. Der Maadmilian-Stollen ist seit 1869 ansser Betrieb 
(141, i). — Anch auf der Hirscheggalpe am PoUterberge bei Eisenen 
fand sich M. in derben, körnigen Partien (141, t). — Walchen bei 
Oeblam (278), starkglänzende, glattflächige Kryställchen, ooP. Pao >VsP o^ 
einzeln eingewachsen in sehr feinkörnigem Pyrit, der kleine Partien von 
Chalkopyrit nnd anch von Quarz enthält. Die Kr. von Oeblam und von 
Eisenerz wurden von mir gemessen (85) 56, 41, 4S. 

K&mten. Auf der Sanalpe und bei Loben, derbe Partien im Glimmer- 
schiefer (136). — Ldlling-Httttenberg, Erzberg (278). Feine, silberweisse 
Nadeln und Fasern beobachtete ich in radialen oder kranzförmigen 
Grüppchenund in konischen Gestalten, die letzteren entweder einzeln oder 
zu mehreren mit ihrer Basis auf der concaven Fläche von M.-Kugelschalen- 
Fragmenten sitzend. Diese eigenthümlichen Aggregate, über deren Bil- 
dung es schwer ist, zu einer Erklärung zu gelangen, sind umschlossen 
von einem schwarzen Homstein, der in Knollen am Margaretkenbau 



1) Im Ortsyerzeichniflse des Min. Lex. S. 586 ist Mühlbach falsoh orientirt; der F. liegt 
MW. von St. Johann. 



Blispickel. 209 

unter gleichen Verhältnissen vorkam, wie der Löllingit (s. S. 187). Die Anal, 
(sp. G. = 4*94) erwies eine sehr unreine Substanz (138). — Im Bb. zu 
Olsa fand ich sehr kleine Körnchen und Nädelchen eingesprengt in 
späthigem Galcit und in Schnüren, welche ein Gemenge von Eisenglanz 
mit Galcit durchziehen, sp. G. = 6*0 (85) 56, 45. — Lanlsch im Katseh- 
I%-% in grossen, glänzenden Er.: ooF. V4^^ und derb mit wenig ein- 
gesprengtem Chalkopyrit. — Pleseherken bei Keotscluich. Feinkörnige 
Ausscheidungen mit Magnetit, Siderit und Chalkopyrit auf einem Lager 
im Thonglimmerschiefer , das von Quarzporphyr unterteuft wird. — 
Ebriach bei Kappel, mit Fyrrhotin [114]. 

Tirol. In den Steinbrüchen bei Wiltan, kleine Er. und derb im Thon- 
glimmerschiefer. (86) 16, F. 6. — Davine Alpe bei Sillian (510), derb in 
krystallinischem Ealkstein (49, a). 

Böhmen. Gross-Avpa-Thal. Die alte Riesenzeche im Riesengrunde {^9), 
am SW-Abfalle der Schneekoppe^ baute vornehmlich auf M., welcher 
derb oder eingesprengt, nebst etwas Magnetit, Ghalkopyrit, Fyrrhotin, 
Blende, Galenit und Molybdänit in körnigem Ealk und Malakolith vor- 
kam. Einem Gange im krystallin. Schiefer scheint hingegen nach Jokely 
der M. bei der Wassabaude, am SW-Fusse der Schwär zen- Koppe anzu- 
gehören (86) 12, 417, 420. — Südwestlich von den Crrenzhauden am An- 
fange des Klein- Aupa-Thales kommt ebenfalls M. vor ; am westlichen 
Thalgehänge, gegenüber von dem Eisensteinschurf (s. Magnetit) befindet 
sich ein Abbau (141, z). — Häufig auf den Zinnerzgängen von Ober- 
Graupen, zuweilen gleich dem Pyrit in eigenen Gängen auftretend (86) 
14, 172. — Joaehimsthal (279), gelb, braun oder blau angelaufene Ery- 
ställchen: qdP. Vs^oo . Poo wurden von mir gemessen. Sie sind zahlreich 
eingewachsen in einem mürben Talkglimmerschiefer, welcher auch kör- 
nigen M. und Pyrit enthält und aus der Nachbarschaft eines Erzganges 
stammen dürfte; sp. G. =6 29 (85) 56, 44. — In den a. Bb. zu Kutten- 
berg und in der Gegend von Dentschbrod ist M. auf den Erzgängen 
im Gneiss nicht selten eingebrochen (35) 71, 266» (86) 13, 543. - Pribram. 
Clementi' und Segen-Gottes-'Qg, kleine Er. und derbe Partien in Quarz 
eingewachsen, selten. Der unbenannte Gang besteht z. Th. in seiner 
ganzen Mächtigkeit aus feinkörnigem, mit Quarz verwachsenem M. 
(69, a) 19. — Zabikld bei Padert. Er. in körnigen Quarziten (unter- 
silur. Etage B), auch im Antimonit, welcher daselbst vorkommt, einge- 
wachsen. In zerklüfteten Quarziten sind die M.-Er. in eiue matte. 



1) Umgegend Ton Gmtnd. 

9) Nach BreithMipt ist das sp 6. des M. aus dem Biesengebirgo und ▼o& Zinnwald = 

5*84-6*05, Ton Schlaggenwald = 6- 16— 6*22 (101) 7«. 

14 
ZepharoTich« mineral. Lexicon. II. 



210 Mispickel — Molybd&nit. 

sclimutzig braune, erdige Masse verändert. Auch in den Orthoklas- 
Quarz-Gemengen, die sich aus einem Granite in der Waldstrecke Tm- 
liny entwickeln, erscheint M. als accessorischer Bestandtheil (86) 14, 2S6. 

Ungram. Pernek, im Ghloritschiefer (86) 11, 56. — Kremnltz, im Zuban 
vom Erbstollen zu den Suaanaklüften wurden M.-Mugeln angetroffen 
(86) 16, 229. — Llbethen (279), Kr. im Glimmerschiefer, auch mit Pyrit 
und Ghalkopyrit in Quarz. — Mlto, derb und fein eingesprengt mit 
Cuprit. — Odllnitz, Zsäkaröcs und Szloyenka, in Er. und derb, mit 
Quarz, Siderit und Pyrit. — Aranyldka (279), vorwaltend in Kr., auch 
derb und eingesprengt, mit Antimonit, Pyrit und Blende; zuweilen im 
Antimonit eingewachsen [104]. — Felsöbänya. In neuerer Zeit sind hier 
in einer Quarzdruse auf einer Lage von Federerz (haarförmigem Anti- 
monit) mit schönen Yalentinit-Kr., Anhäufungen von blattartigen M.- 
Formen vorgekommen, welche pseudom. Bildungen zu sein scheinen. 
(46) 61, 801. - In Kapnik (280) sind auf dem WenzehGg, ehemals M.- 
Kr. und derbe Partien eingebrochen (104). — Im Laznr-Th., Halmagy 
NW, in einem a. Bb., mit Pyrit und Ghalkopyrit in Feldspath-Linsen 
des Thonglimmerschiefers (86) 18, 496< — Oravicza (280), zinnweisse, stark 
glänzende, dünnstänglige Aggregate, an welchen sich ooP. Vs^'^ö' (nach 
ocP und oP spaltbar) nachweisen liess; sp. G. = 6*20. Mit Alloklas, 
Bismutin, Smaltit, Pyrit, Ghalkopyrit und Gk)]d, welches letztere zuwei- 
len den M. oder den Alloklas überzieht, in körnigem Galcit. Wurde 
früher als Glaukodot (s. S. 135) beschrieben (85) 53, 221. Baldo^s Anal. 
s. ebd, — Cziklova (280), Rosalia-Grube, Speis- und Baron-Schacht, mit 
Ghalkopyrit und Galcit (100). 

Siebenbürg^en. Bodna (280). Die krummflächigen Kr. erreichen bis Zoll- 
grösse und solche werden „Bohrkopfkiese ^ genannt; ein häufiger Be- 
gleiter ist Dolomit in traubigen Aggregaten und in kleinen Bhomboe- 
dem (86) 15, V. i84. 

Molybdänit, Brognlart. 
D. 32. N. 555, Molybdänglanz. 

Min. Lex. 280. 

Balzbnrs:. Kniebeis am Rathhaus-Bg. bei Böckstein (280). — Ergwies 
in Gastein (118). 

Böhmen. Im Knötler Reviere bei Ober - Graupen , selten auf einigen 
Zinnerz-Gängen (86) 14, 172. — ZabehU bei Fadert, PHbram W., Blätt- 
chen in Quarziten der untersilurischen Schichten, Et. B (86) 15, 227* — 
In der Waldstrecke Ciiowa bei Jessenitz, am Wege nach StÜow, PH- 



Molybdftnit - Mubcotü. 211 

bram SO, einzelne Blättchen in weissem Quarz, der Gänge im Granit 
bildet und vor langer Zeit für Glasfabrikation gebrochen wurde (88^). 
üng^axn. Der im Min. Lex. 8. 281 erwähnte M. von Kokawa bei Rima 
Szomhath ist mit Gold auf Quarz im Ghloritschiefer vorgekommen, dürfte 
aber nach Fartsch zum Tetradymit gehören (4) 9, n, m, 



Molybdlt, Dana. 

D. 185. N. 507, Molybdänocker. 

Tirol. Im Pfltseher Th., mit Molybdänit'). 

Bdbmen. Schlaggenwald, selten als Anflug auf Molybdänit (107). 

Monzonit, v. Kobeii. 

D. (Apend. 1) 11. 

Tirol. Fassa. Auf dem Montoni'Bg. fand man in neuester Zeit etwa 
Va Stunde oberhalb des kleinen See's Ton Le Seile, in der Richtung des 
Joches, das den üebergang nach AUochet bildet, in — ohne Zweifel von 
der obersten Spitze des Monzoni stammenden — Blöcken, ein manchem 
grünen Hornstein ähnliches , aber ziemlich leicht schmelzbares Silicat, 
welches AlgOs, FeO, CaO, MgO, Na,0, K^O und wenig H,0 enthält. Dieses 
Mineral» der M. ist dicht, licht graugrün, wenig kantendurchscheinend, mit 
splittrigem und unvollkommen muschligem Bruche; H = 6, sp. G. = 3*0; 
unter dem Mikroskope erwies er eine homogene Masse*). Eobeirs Ana- 
lyse s. a. (102) u. 

MaSCOyit, Dana. 
D. 309, 801. N: 441, EaligHmmer (Phengit). 

Min. Lex. 881. 

Oooterreioh. Greinbnrg. Glimmer-Pseudom. nach Cordierit wurden von 
Haidinger beschrieben. Die dunkel grünlich -grauen Pseudom. in der 
Form der 12-seitigen Gordierit-Säulen, bis 2 Z. lang und 1 Z. breit, sind 
eingewachsen zwischen weissem Orthoklas und graulich- weissem Quarz; 
gegen letzteren gut ausgebildet, erscheinen sie gegen den Orthoklas un- 



>} Wala^s Mittheilnng. 

') Namnann^B Mineralogie, 1871, mt. — Nach Senger fand sicli in Pfltscli Molybd&nit im 

Qnarz (Min. Lex. tso). 
*) Sitzber. d. k. Akad. d. Wiss. zn Mftnchen vom 6. Mai 1871. 

14* 



212 MoBCOvit. 

vollständig, wie aufgewachsen. Sie bestehen aus Glimmer -Blattchen, 
welche zunächst der Oberfläche den End- und Säulenflächen parallel 
liegen, im Innern hingegen ein unregelmässiges Aggregat darstellen, 
welchem öfters Quarz- und Orthoklas-Theilchen beigemengt sind. Vom 
ursprünglichen Gordierit war keine Spur mehr zu finden. H. = 25—3, 
sp. G. = 2*65. Die Pseudom. schliessen sich am nächsten dem Chloro- 
phyllit und Gigantolith an, von denen sie sich doch auch wesentlich 
unterscheiden. Die Anal, ergab eine gewissen Piniten und Kaliglimmem 
genäherte Zusammensetzung. In ihrer Nachbarschaft zeigten sich im 
Orthoklas kleine Granat-B[r. 2O2, so wie vereinzelt Pyrit und Chalkopyrit 
eingesprengt (85) 46, 575. 

Bteiennark. Am M. von Lobming, vom sp. G. = 2*80, fand Grailich die 
Ebene der opt. Ax. parallel ooPöö und den Axen- Winkel = 69<»20 (85) 
11, 46. - Bei St. Badegond findet man wohl-ausgebildete über 2 Z. lange 
und bis V2 2* dicke Individuen in einem lichten glimmerarmen Granitgneisse, 
welcher unterhalb des Staurolith- führenden dünnschiefrigen Gneisses 
lagert. Die M.-Tafeln zeigen nach Peters einen monoklinen Typus, ähn- 
lich oP, ooP. oci^ao , drei secundäre Spaltrichtungen, häufige Zw. und 
Einschlüsse von mikroskopischen Biotit-Schüppchen mit hexagonalen Um- 
rissen. Die Ebene der opt. Axen liegt im makrodiagonalen Hauptschnitte 
( aPoo ), der Axenwinkel ist 68®. Oertlich treten in dem Gesteine an be- 
sonders glimmerreichen Stellen auch Biotit-Blätter auf, meist in Ver- 
wachsung mit dem M. (108) 5. 

K&mten. Im Löllinger-Graben, pellucide, ansehnliche Platten in Tur- 
malin- führenden Pegmatit- Gängen, welche den Glimmerschiefer und 
dessen Ealklager, so wie den Gneiss durchsetzen. Auch in dem krystallin. 
körnigen Kalkstein treten Tafeln eines grünlichweissen Glimmers auf, 
welche, wie im Blasius Firstenbau, 4 Z. Breite und 1 Z. Dicke erreichen 

(115) 7, 163. 

Tirol. An grünen sechsseitigen Tafeln vom Bothenkopf im ZUIerthal, 
vom sp. G. = 2-78, fand Grailich die Ebene der opt. Axen parallel ooPöö 
und den Axen- Winkel = 66°— (85) 11, 4e. Gleiche Tafeln erkamite 
M. Bauer als sehr regelmässig nach ooP zusanunengesetzte Drillinge, 
deren sechs Seitenflächen als ooPoo' zu bezeichnen sind; in jedem der 
Sectoren liegt die opt. Axe-Ebene parallel ooP^, in welcher (auf die 
Seitenflächen senkrechten) Bichtung auf den Spaltlamellen nach oP ein 
deutliches Faltensystem verläuft; die natürlichen Endflächen oP aber 
sind ganz glatt, und auf ihnen sind in rosenblattähnlicher Anordnung 
dünnere Lamellen aufgewachsen (63) 138, S62. 

Böhmen. An silbergrauem M. von Schlaggenwald (282), vom sp.G. = 2*76, 
fand Grailich die Ebene der opt. Axen parallel ooPöö" und den Axen- 



HascoTit. 213 

Winkel = 70^; an sechsseitigen Tafeln von demselben F. war die opt. 
Axen-Ebene parallel oPoo und der Axenwinkel = 51* 50' (85) 11, 46 
Descloizeaux fand grosse, von Fluorit und Earpholith begleitete Tafeln, 
bestehend aus 6 triangulären Sectoren nach qdP zusammengesetzt; die 
Ebene der einen kleinen Winkel bildenden opt. Axen zeigte sich in den 
centralen Partien parallel (xPao, in den peripherischen parallel ooPöö*) 
in concentrischen Zonen war die Farbe abwechselnd grün, braun und 
grau (103) 489. Endlich untersuchte auch Groth undeutlich sechsseitige, 
haarbraune M.-Blättchen, die mit kleinen farblosen Topas-Ej*. vorkommen 
und in dieselben eingewachsen sind ; ihr Axenwinkel ergab sich = 55* 33' 
und schien die Axenebene senkrecht zu einer der sechs Seitenflächen 
zu liegen (63) 135, 667. Nach Glückselig sind die meisten lichten Glimmer 
von diesem F. lithionhaltig (107). — Grailich untersuchte M. von Kollin 
(2S2), grau im Granit, Axenebene parallel ooPio , Axenwinkel = 50*^12', 
von Konsberg, grosse unregelmässige Blätter (a) und von Wottawa (288), 
weiss mürbe (b), Axenebene parallel ooPöö, Axenwinkel = 73* (a), 71*15' 
(b) (85) 11, 46. 

Mähren. M. Bauer untersuchte eine z. Th. durch qdP und eine Fläche 
von 00 PI begrenzte Platte aus dem Granite von Gross - Ullersdorf; 
parallel gc PI und ooPöö" zeigen sich sehr starke Falten , die (fasrige) 
Spaltbarkeit nach diesen Flächen ist sehr deutlich, in den Bichtungen 
GoPöö' und (xP sieht man feine Spalten ; die Ebene der opt. Axen parallel 
ocPöö, Axen- Winkel = 72*—; kein Dichroismus (63) 138, 85«. 

Sohlealen. Eine sehr undeutlich durch odP begrenzte rhombische Tafel 
von einem Bergabhange zwischen Karlsbrunn und Lndwigsthal mit 
Faltensystemen nach ooPsund ooPäö~und Rissen nach ooP, erwies nach 
Bauer die Ebene der opt. Axen parallel cxVöö~ und den Axen-Winkel = 
71*25'; dichroitisch (63) 138, 352. Die oft zollgrossen M.-Tafeln stammen 
aus einem dunkelgrünen Chlorit-hältigen Gneisse, welcher zwischen Wür- 
benthal und Zuckmantel erstreckt, das Liegende von unter-devonischen, 
Petrefacten-führenden Quarziten (früher der krystallin. Schieferformatioa 
zugerechnet) bildet. Namentlich auf dem linken Thalgehänge der Weissen 
Oppab. Ludwigsthal ist dieser Gneiss reich an grossen Glimmertafeln (130) 2. 

UftfirMm. Grailich untersuchte mehrere Glimmer in optischer Beziehung; 
die Ebene der opt. Axen lag parallel GDPäö*. 1) Pressbnrg (282), der Axen- 
winkel ergab sich a) an grossen silberweissen, braunen Lamellen 69* 40' 
—72*30', das sp.G. = 2-714-2'796 mit dem Axen- Winkel steigend, b) an 
einem hellblonden Zw., Axen- Winkel = 70* 40', c) an farblosem Glimmer 
aus Schriftgranit, Axen-Winkel = 76*12'. 2) K&ssmark, mit Feldspath, 
Axen- Winkel = 59*30'. 3) Aus dem Oömerer-Comitat in Feldspath, sp. 
G. = 2-82, Axen-Winkel = 70*24'. (85) 11, 46. 



214 MoBCOTit - Nakrit 

Blebenbürffen. An hellbraunem M. von ¥ogiLTM, aus dem Granite, fand 
Grailich die Ebene der opt. Axen parallel ooPöö' und der Aien- Winkel 
= 69»- (85) 11, 46. 

Myelin, Breitbaapt. 

D. 373. N. 354, Talksteinmark. 

XSngBxn. Das in den Eisenerzgmben von Zsidoyar, Lugoa OSO (219) vor- 
kommende sogenannte Steinmark erwies sich nach Kussin's Analyse als M. 

(128) 681. 

Nagyagit, Haldinger. 
D. 82. N. 534 (Blättertellur). 

Miu. Lex. 288, 510. 

Ungarn. Deutsch Pilsen (Börsöny). Blättertellur soll nach Richthofen 
in geringer Menge auf der Erzlagerstätte daselbst vorgekommen sein 

(86) n, 263. 

Biebenbflrgi'en. Der Bb. von Nagyag (283, sio) liefert beträchtliche Mengen 
von N. vorwaltend in lamellaren Aggregaten; einzelne Blätter erreichen 
bis 3 Z. Länge und IVs Z- Breite, ausnahmsweise werden sie stärker als 
Vs L. Gut entwickelte Er. ^) sind sehr selten; sie finden sich z. Th. 
zwischen oder auf den lamellaren Aggregaten, z. Th. auch in zersetztem 
Braunspath oder Bhodochrosit (104). E^appel analysirte den N. von diesem 
F.; die Ergebnisse dieser Anal, sind von früheren Bestimmungen*) ab- 
weichend (39 k) 112 und nähern sich den von Folbert erhaltenen Zahlen. 
Letzterer beobachtete sechsseitige Blättchen, vielleicht in Folge von un- 
regelmässiger Ausbildung, und fand das geringe sp. G. = 6*68 (39, g) 179. 

Nakrit^ Vauquelin. 
D. 473. N. 327. 

Min. Lex. 8d4. 

Böhmen. Sohlaggenwald (284). Die Pseudom. nach Earpholith bestehen 
nicht, wie im Min. Lex. S. 220 angegeben, aus Steatit, sondern, wie Beass 
nachgewiesen, aus zartschuppigem N.^) (64) 60, 41. Auch der Megabasit 
(strahliger Wolframit) unterlag nicht selten der Veränderung in N. (63) 



*; 8. Levy*8 Atlas. (48), T. 80, Fg 8. 

») 8. (1?8) 5«, (101) 83. 

s) 8 Min. Lex S 218. 



Naicrit - NaphU. 215 

84, 154. Dieses Mineral ist in Schlaggenwald ziemlich häufig*), es kommt 
in körnig-schuppigen Aggregaten vor, wie es scheint, in ziemlich ansehn- 
lichen Partien, welche Quarzfragmente umschliessen. Durch allmäliges 
Zurücktreten der krystallin. Textur übergehen sie in dichtes Steinmark, 
welches dem Speckstein sehr ähnlich, früher auch als solcher bestimmt 
wurde'); in den mikro- und krypto-krystallinischen Varietäten sind Er. 
von Blende, Eassiterit und Apatit eingewachsen (88 Pr.). 

Naphta, Strabo. 
D. 723, N. 591 Erdöl (Petroleum, Bergöl). 

Min. Lex. 284, 610. 

Oestexreloh. Im Louisen-Schaekte bei Gresten findet man ausfiiessendes 
Steinöl. An mehreren Stellen entströmen dem Schachte, der Sandsteine, 
Schiefer und Eohle des Lias verquert, auch brennbare Gase (86) 15, 40. 

Croatten'). Bei Yoloder im Mofilawiner-Oeh, (284) (35) 60, 171. 

Slavonlen. Im Poieganer-Geb, lagern, nach Stur, bei Baeindol, so wie 
bei PetroYOselo und Ostriyerb, weisse tertiäre Mergel, welche mit N. 
imprägnirt sind; dieselbe wird an den letzteren Orten gesammelt (86) 12, 294. 

M&hren. Zbeschau und Zastayka bei RoMiu, in den Spalträumen der 
Sphärosiderit-Septarien mit Hatchettin (s.S. 152); die Calcit-Er. in den- 
selben Drusenräumen sind zuweilen von der auf Spaltflächen eingedrunge- 
nen N. grünlich gelb gefärbt (86) 17, 209. 

Oalizlen. üeber Vorkommen und Gewinnung s. die Mittheilungen in (86) 
von F. Fötterle, N. im Sandeeer und Jdsloer Kreise: 10 Bd. F. iss; von 
E. Gregory, N. zwischen Bymanov und Zarszyn: 12, F. lae; F. Hoch- 
Btetter, N. im 8anätcer Ereise: 15, 199; F. Poäepny, N. im 8anäecer und 
Sam6or«r Ereise: 15,s5i; J. Ellenberger, N. in Westgaligien: 17, 291; 
J.Noth, N. in Böbrka bei Dukla: 18, 311, (86 F) 69, 139, N. und Eohlen- 
wasserstoflFgas- Ausströmungen von Iwonicz und Umgegend: (86 F.) 68, 193, 
N. von Kleezanp und Ropianka: (86 V.) 70, 335. — In (35) berichteten 
über denselben Gegenstand: F. Fötterle: 1862, Nr. 23; W. Jiöinsky, 
1865, 289; F.JPoSepny: 1865, 309 und A. Strzeblicki: 1869, 249 und 1870, 37; 
in (121) C. J. Schubert: 13, i67, endlich in (120) Gotta: 1866, Nr. 7*). 

Unffarn. Das Auftreten der in Galizien N.-führenden „Ropianka-Schichten« 
(tiefere eocene Abtheilung des Earpathen-Sandsteines) im nördlichen Theile 

t) Nach GlftckMlig, Amtlicher Bericht über die 32. d. Naturt Vers, in Wien» 1868, tr. 

s) B. Min. Lex. 8. 426. 

») Der im Min Lex. S. 264 genannte F. PeUeiUega bei SgerdahOif gehört nach der neueren 

politischen Eintheilnng zu Ungarn. 
*) S. a Cotta: oesterr. Revue, 1886. 



216 Naplita ~ Natrolith. 

des Saroser- und Zempliner-Comitates macht, nach Paul, auch hier die 
Auffindung von N. wahrscheinlich ; an einer Stelle Mikoya NO ist auch 
bereits ein geringes Vorkommen von N. bekannt (86) 19, 278. — Am Ufer 
des üngk Fl. bei Lneh tritt eine N. -Quelle in blaugrauen, glimmerreichen 
Hopianka-Schichten auf (86 F.) 69, S42. — Bei Dra^om^ {Kapnik 0.) 
ist der Boden von Bergöl durchtränkt. Nach Richthofen bestand an 
diesem am weitesten östlich gelegenen Punkte einstiger vulkanischer 
Thätigkeit in Ungarn, ein Schlammvulcan und mögen hier ganz ähnliche 
Verhältnisse wie zu Baku geherrscht haben. Auch an andern Orten 
wurden Anzeichen ehemaliger Schlammvulkane beobachtet (83) 11, 20s. 

Natrolith, xiaproth. 

D. 426. N. 338 (Mesotyp z. Th.). 

Min. Lex. 286, 510. 

Tirol. In Fassa (286, 510) kommt N. auch auf den Alpen eotto i aasH und 
Giumella vor; es sind diess jene weissen z. Th. dickstängligen Aggregate, 
zuweilen von Pektolith und Apophyllit begleitet, wie sie sich auch auf 
der Pozza Alpe finden, welche im Min. Lex. S. 233 als Laumontit irr- 
thümlich erwähnt wurden. Der Umstand, dass diese Gebilde der Ver- 
witterung nicht unterworfen sind, Hess die Bestimmung als Laumontit 
zweifelhaft erscheinen; eine durch Hlasiwetz ausgeführte Anal, erwies^ 
dass hier N. mit etwas Kalkerde-Gehalt (3 G Proc), vorliege. Auf den 
Absonderungsflächen der Stängel zeigen sich schneeweisse erdige Partien, 
welche eine theilweise Zersetzung des N. anzeigen oder auch auf bei- 
gemengten verwitterten Laumontit bezogen werden könnten (39 h) 71, 
(128) 799 ^). 

Böhmen. Die F. der im Min. Lex. 237 erwähnten neueren Vorkommen in 
der Gegend von Böhm. Leipa sind Bürgstein, Schwoyka, der Spitz JBg^ 
Kahl Bg , die Horka, der Neubauer- und Kautner-Bg. Am Neubauer- 
Bg, sind zuweilen die Wände weiter Basalt-Hohlräume mit Härchen ähn- 
lich einem weissen Filze überzogen, in dem oft einzelne fast Zoll-lange 
spitze Khomboeder eines blassgrünen Calcites eingebettet liegen. Hier 
und am Kautner-Bg. trifft man auch radiale Nadel-Aggregate, welche 
zierliche vom N. durchwachsene Apophyllit-Tafeln tragen. Nicht selten 
sind bis nussgrosse Blasenräume des Basaltes von den zartesten N.- 
Nadeln ganz ausgefüllt. — In einem gegenwärtig verschütteten Basalt- 



^) Fasriger, röthlichweisser K- aas Tirol, ohne n&here Angabe des F., wnrde toh Fuchs 
zerlegt (12?) 799. 



NatroUih — Nephetin. ' 217 

brache nächst Httluierwasser fanden sich in Spalten der oberfl&chlich 
verwitterten Basaltblöcke die Hangendw&nde mit 1—2 Z, langen N*-Nadeln 
in eigenthümlicher Grappinmg bekleidet, während am Liegenden über 
dem N. sich schöne Er. von Apopbyllit (Albin) und von Analcim zeigten 
(137). — In den Drosenräomen vom Marienberg bei Aussig (28s) und 
Yom Milleschaner Bg. beobachtet man die Succession: N., Apophyllit- und 
Calcit-Kr., letztere als jüngste Bildung (86 F.) 67, 84. — Kunititzer Bg. 
bei PardiibitE(288), bis 1 Z. hohe Nadeln P. ocP, zuweilen mit aufgestreuten 
Pyrit- Würfeln, m Hohlräumen des Basaltes (86) 12, F. i56. — Kuehel- 
bad bei Frag. Feinstrahligen Mesotyp erwähnt Reuss als Ausfüllung von 
Klüften und sphäroidischen Hohlräumen im Diabas (64) 60, i87> 
ig^^T*>" Bei SeUnan (a) und Liebiseh (b), halbknglige radialfasrige 
Aggregate in Spalten eines Aphanites (a) und in Hohlräumen einer mandel- 
steinartigen Wacke (b) ') (85) 40, is7. 

NeOlith, Scheerer. 
D. 406. N. 322. 

Min Lex. 611. 

Bdlunen. Ober-Bochlltz (su). Porth hat dieses Vorkommen qualitativ 
untersucht und darin ziemlich viel Zinkoxyd, Ealkerde, Eisenoxyd und 
Thonerde als Beimengungen nachgewiesen. Die fettig anzufühlenden 
Ueberzüge des N. nehmen bei der Dicke von einigen Linien zuweilen 
eine stenglige, schief gegen die Malakolith-Eluftwände gerichtete Ab- 
sonderung an, ihr sp. G. = 2*84; auch kommt eine erdige im Wasser 
zerfallende Varietät mit dem sp. G. = 263 vor. Beide Varietäten ent- 
halten etwas Kupfer, ihren üebergang in unreine ChrysokoU-Abände- 
rungen vermittelnd (86) 10, 19. — Von Böhm. Kamnitz (511) beschrieb 
Scheerer N ., welcher in Blasenräumen des Basaltes, über der Zeolith- 
Auskleidung derselben, sich zeigte (63) 1851, S76. 

Nephelin, Hauy. 

D. 327. N. 365, N. und Eläolith. 

Min. Lex. 288. 

Böhmen, lieber N. als mikroskopischen Gemengtheil von Basalten des 
Erzgebirges und des Mittelgebirges s. Zirkel, Basaltgesteme 1870') 
und Boricky (126) 1870. 



<) Bei LiebiBOh ist auf der Karte, Tafel 8, zu Tschennak'B Porphyrgesteinen Oester- 

reielw (1869) Teechenit (a. ▲naloim), bei Schönan Pftrit (s. OliTin) angegeben. 
*) S. 168 IT ; 8. a. Zirkel, ftber die Verbreitung dos mikroskopischen N in (46) 186.?, nr. 



218 Nephelin — Obcidian. 

Slebenbürgren. Ditro. Dankel grüalichgrauer Eläolith bildet einen 
wesentlichen Gemengtheil des j^Ditroit** genannten Gesteines und des 
Miascites; im letzteren findet sich local auch Davyn (s. Sodalith). 



NiCkelln^ ßeudant. 
D. 60, Niccolite. N. 574, Rothnickelkies (Kupfernickel). 

Mm. Lex. 288. 

Balzlmrs:. Zinkwand im Weissbriach-Th. (Lungau), feinkörnig mit 
grünem Nickelocker in Smaltit, mit Galcit (118). 

Böhmen. Pribram (289). Geringe Mengen fanden sich am Maria-Gg. 
kleine derbe Massen] mit Siderit und Blende eingewachsen in Galenit, 
und am Adalberti-Liegend-Gg., theils derb mit Proustit und kömigem 
Galcit verwachsen, theils in kleinen schaligen, kugligen und nierförmigen 
Partien, welche in kömigem Galcit, seltener in derbem Quarz einge- 
bettet sind (69, a) is. Radiale Aggregate in kömigem Galenit, der beider- 
seits von Siderit begrenzt wird, zeigten sich neuester Zeit ziemlich häufig 
am oberen Schwär zgrühner- Gg. (135) 72, 29. 

Ungaxn. Dobschan (239), derb und eingesprengt, mit Galcit, Siderit, 
Smaltit und Turmalin, selten in grösserer Menge. — Am Hahnsehüd 
bei GöUnitz (289) mit erdigem Malachit, Smaltit und Ghalkopyrit [104]. 

Nosean, Eiaproth. 

D. 333, Nosite. N. 362 (Spinellan). 

Böhmen. Als mikroskopischer Gemeagtheil imPhonolith des Donnersberges 
bei Milleschau, des SMossberges bei Teplitz, des Kletachenberges, von 
Salesel und a. 0. nach Zirkel (86 V) 67, 205, in den Nephelin-Basalten 
des St. George Bg. bei Bandnitz, des Scklan-Bg, bei Sehlan und des 
Müy- und Dlouhy-Bg. bei Kosel nach Boficky (126) 71. 

Obsidian* 

D. 359. N. 360. 

Min Lex. 290 

Tirol. Auf dem aus Gneisii bestehendön Querriegel, welcher im OeiM- 
ThdU die Becken von Gmhausen und Lengenfeld scheidet, findet man 
bei Kofels Bimssteine und basaltische Schlacken, welche nach Pichler 



Obüidian - Oellaoherit 219 

von einem valcanischeu Ausbruche stammen, der lange vor der bistori- 
sehen Periode, aber nach der Eiszeit stattfand (86) 13, 591, V, 77. 

Böhmen. Moldauthein (290). Erdmann's und Hauer*s in ihren Resultaten 
ziemlich differente Analysen des ,,Bouteillensteines^ s. (128) 634. Hauer >) 
fand Eisenoxydul, Rammeisberg überrechnete dasselbe in Oxyd. 

Mftliren. Gelegentlich des Berichtes über einen bei Jakschenau in 
preuss. Schlesien im Gneiss angetroffenen 0.') erwähnt auch Glocker 
(1848), dass man Yor längerer Zeit in der Gegend von Iglau nächst der 
böhm. Grenze ein grünes glasartiges Mineral im Gneisse eingeschlossen 
gefunden habe, und fügt hinzu, dass er dasselbe wohl nicht selbst ge- 
sehen, es aber nach der Analogie mit dem schlesischen Vorkommen 
für O. halten möchte (63) 75, 459. 

Uns^arn. Ueber 0. und Bimsstein im ungarischen Trachytterrain s. Richt- 
hofen's Berichte in (86) 9, V. 150, 10, 445, 447, 11, 175, 176, Szabo in (86) 16, 
88, (86F)67, 229, Andrian in (86) 16, 401 und Wolf in (86) 19, «55. — Ueber 
die Mikrostructur des 0. s. ZirkePs Untersuchungen über die glasigen 
und halbglasigen Gesteine (96) 19, 754. ^ Erdmann's Anal des 0. von Telki- 
banja (291), sp. G. = 2'Bß^ s. (128) 634, Bemath's Anal, des 0. vom To- 
kajer Bg. s. (86) 16, 90. 

Oellacherlt, Dana. 

D. 489. 

Tirol. Am Rothbachl in Putsch kommt mit Rhätizit ein dem Margarit ähn- 
licher Glimmer von differenter Zusammensetzung vor, welcher besonders 
durch seinen Barya-Gehalt bemerkenswerth ist (49, a). Die graulich- 
weissen, stark perlmutterglänzenden, elastischen Blättchen desselben 
bilden an einem Exemplare, welches Eenngott vorlag, ein etwas locker 
verbundenes Aggregat, welches eine Gangspalte oder Kluft erfüllt haben 
mag. Neben dem 0. zeigt sich, wie ein Salband, bis 3Vs L breit, ein 
inniger verbundenes Aggregat von dunkel öigrünen Biotit-Blättchen ; 
allenthalben erscheinen die Schüppchen dieses Biotits zwischen jenen 
des 0., so dass sich ein schuppiges Gemenge darstellt von 0. und Biotit, 
in welchem der erstere sehr überwiegt. Sp. G. = 2'89 (39, k) 49. Nach 
Descloizeaux ist der opt. Axen- Winkel = 79® 21' für die rothen, und 
78^45' für die blauen Strahlen, so wie am Muscovit; die Lage der Ebene 
der opt. Axen konnte wegen unregelmässiger Begrenzung der Blättchen 
nicht bestimmt werden*). Oellacher fand bei der Anal u. a. 4*56 Proc. BaO 



*) (86) 6, 868; der F. ist hier, wie in (128) m, irrig „Moldawa" in Böhmen bezeichnet. 

') S Min Lex. a»i, Anm. 1. 

*) «Vmeric. jonrn. of sc. a arte. 44, asi. 



220 Oellacberit - OUyenit. 

und 4*33 HgO; dorcli Bammelsberg wurden 5*91 BaO und 426 H,0, und 
auch die übrigen Bestandtbeile in mehr weniger von der früheren Anal, 
abweichenden Mengen nachgewiesen; die Alkalien wurden jedoch nicht 
neu bestimmt >). Bammelsberg bemerkt mit Becht, dass man diesen 
Glimmer nicht als Margarit oder Perlglimmer bezeichnen dürfe, weil 
dieser Name bisher auf Minerale bezogen wurde , welche ganz anders 
zusammengesetzt sind (96) 14, res. 

OllgOklaS, Breithaupt. 
D. 346. N. 377. 

Min. Lex. 292, 611 

Böhmen. Auf der Kuppe des Hamelika Bg, bei Marienbad fand Eersten 
in einem sehr feinkörnigen Amphibolite, so wie in einem Stbr. zwischen 
^emKreuz'M. Ferdinands- Brunnen, in einem an Amphibol reichen Gneisse, 
Ausscheidungen eines bläulichgrauen oder schmutziggelben Feldspathes 
vom sp. G. = 2'63, dessen Anal, die Zusammensetzung des 0. ergab 
(128) 612, (101) 847. Ueber das Vorkommen dieser Gesteine s. Elipstein 
(86) 11, b, 16 ff. — Hauer^s Anal, des im Min. Lex. 292 erwähnten Fund- 
stückes von Srnin bei Goldenkron s. a. (101) 347. 

Uns^am'). Nach Szabo soll der Feldspath der Andesit-Trachyte in dem 
Matra Geb. stets 0. sein (86) 19, 418. 

Siebenbür^^en ^). Der Feldspath-Gemengtheil des Miascites und des Sye- 
nites, welche bei Ditro anstehen, wäre nach Fellner's Anal, als O. zu 
bestimmen; in dem ersteren Gesteine erscheint der weisse und durch- 
sichtige Feldspath, vom sp. G. = 2*55, theils für sich in untergeordneter 
Menge, theils im innigen Gemenge mitEläolith (86 F.) 67, 172, 885. Breit- 
haupt bezeichnete den Feldspath des Miascites vom obigen F. als Mi- 
kroklin (139) 1, 594. 

Oliyenit^ Jameson. 
D. 564. N. 303 (Olivenerz). 

Min. Lex. 293. 

üng^am. Libethen. Bei der mikroskopischen Untersuchung des im Min. 
Lex. 293 erwähnten Zusammen- Vorkommens von Euchroit und O. fand 



t) Yrgl. (89, m) ms. 

*) lieber Feldspftthe, welche eine dem 0. naheetehende Znnanunensetznng bentsen und 

als Trachyt-Gemengtheil im nngariscli-uiebenbürgiBclien Tracbytgebiete aultreften, b. 

(86 F) 1867, 13, so. i«i 



Oliyenit — Olmn. 221 

Tschermak die halbzerBtörten Euchroit-Kr. voll von Höhlungen, in welchen 
stellenweise gelbliche und blaue krystalün. Aggregate, wahrscheinlich 
Zersetzungsproducte , sitzen; in diesen letzteren fussen viele von den 
O.-Nadeln, die sich nicht der Euchroitsubstanz anschliessen, wie es dem 
freien Auge erscheint, sondern von derselben unbehindert, aus den Höh- 
lungen heraus ragen. Es können demnach die O.-Er. nicht früher und 
nicht gleichzeitig mit dem Euchroit gebildet, sondern sie müssen auf 
Kosten des letzteren entstanden sein und wäre dieselbe Epigenesis auch 
für den neben dem Euchroit erscheinenden 0., seines gleichen Ansehens 
wegen, anzunehmen (85) 51, i89. 

Ollvlll, Werner. 
D. 256, 796, Chrysolite. N. 405, Chrysolith. 

MiiL Lex. 898 und 511. 

Oesterreloh. Im Melaph3rr-Mandel8tein, der bei Pfennigbaeh nächst Grfln- 
bach in Geschieben auftritt, beobachtete Tschermak in der dunkelgrauen 
dichten Grundmasse, neben Lamellen eines triklin. Feldspathes und Galcit- 
Kügelchen, bis 4 L. hohe, eisenschwarze Hämatit-Pseudom. nach 0. 
Manche Pseudom. haben nur eine metallische Rinde, ihr Inneres ent« 
hält eine rothgraue erdige Substanz (85) 52, ses. — Bei Affi^sbaoh, dur- 
hof und Karlstätten findet man im Granulit-Gebiete, Blöcke eines O.- 
Gesteines ; die feinkörnige, graugrüne, zuweilen an Sandstein erinnernde 
Masse desselben, besteht vorwaltend aus glashellen, fast farblosen 0.- 
Kömchen, die durch ein Netzwerk von Serpentin-Adern verbunden sind; 
durch Verwitterung entsteht ein poröser Serpentin. Eine Abart dieses 
Gesteines führt Körner von 'Granat und wie das erstere wenig Sma- 
ragdit; sie vermittelt den Uebergang in Eklogit (Omphacit und Granat, 
auch Amphibol), welcher in der genannten Gegend blockweise vorkom- 
mend, ebenfalls 0., zuweilen in einzölligen Partien, enthält (85) 56, S76,i89. 

Balsbnrff. Der grobkörnige Calcit vom Kaiser Tauem (29s) (Stubaeh- 
Thal) enthält 0. auch in Er , die oft 2 Z. gross sind und nach Bruch- 
stücken zu schliessen, auch bis 4Z. erreichen mögen; das blass lauch- 
grüne bis licht gelblichgrüne Mineral umschliesst öfters kleine Er. und 
Kömer von Magnetit, auch Nadeln von Zoisit. An der Binde der O.-Kr. 
findet sich oft Serpentin und Bergkork. Letzterer enthält oft Galcit- 
Kömer, deren Spaltrichtung erkennen lässt, dass sie früher mit dem 
benachbarten Calcit zusammenhingen, dass also die Bildung des Berg- 
korkes mit einer Verdrängung des Calcit verbunden war (85) 56, 281, 886. 

Bteiermark. Der Chromit-führende Serpentin in der Gulaen bei Kranbat 
ist nach Dräsche innig mit einem O.-Fels verbunden, der nur aus kör- 



222 Ofirn. 

nigem O. und etwas Chromit besteht Am Serpentin Yon diesem F. laset 
sich deatlich die Entstehung ans O. an DOnnschliffen erkennen (135) 
71, 3,58. Eine AnaL des O.-Fels YonEraubat, {p.6.=2'89, s. (135) 72, 79. 
Tirol.') Der dem Lherzolith nahestehende O.-Fels in Findlingen aas 
dem Ültea-Th. (iss) bietet nach Sandberger manchfache Varietäten dar. 
Manche sind grosskömig nnd enthalten ansehnliche Ausscheidungen 
Ton Bronzit und yon Chromdiopsid, Picotit*) in Eömem und in abge- 
rundeten Octaedem Iris zu Erbsengrösse, so wie seltenere nnd kleinere 
Kömer von Pyrrhotin. Unter den feinkörnigen Varietäten ist eine mit 
schiefriger Structur bemerkenswerth ; sie führt reichlich erbsengrosse 
Körner von rosenrothem und hoch blutrothem Pyrop und Picotit-Köm- 
eben, seltenen Bronzit und Chromdiopsid, der häufig paraüel der Schie- 
ferung lagert; weisser Enstatit zeigte sich nur einmal im O. eingewach- 
sen (46) 66y 989. — In dem Augitporphyr yon der Giumeüa -Alpe und 
Pozza-Älpe in Fassa fand Tschermak in der höchst feinkörnigen, bräun- 
lich-schwarzen Grundmasse bis 2 L. hohe, braunrothe bis eisenschwarze 
Pseudom. yon erdigem Hämatit nach 0. in der Form sPod . aP. aP2tQDPo{^. 
Der Augitporphyr yon Fontanaz enthält ausgezeichnete Pseudom. yon 
Chlorophäit nach 0. Der Augitporphyr yom Latemcar-Bg, aus dem Val 
Maodie in Fleims umschliesst körnige Gemenge yon O. und Bronzit, 
echte Oliyinfels-Fragmente, ganz gleich jenen, die im Basalt yorkommen*). 
Auch der Melaphyr yom Stkdabhange des Mulaito führt 0. (85) 62, 

265; 56, 280. 

Böhmen. In den Basalten im nördlichen Böhmen ist 0. eine ungemein 
häufige Erscheinung -(s. Min. Lex. 293, 294). Analjrsen des 0. yon der 
Iserwiese, yon Petschau und Engelhans s. (128) 437. In einem O. yon 
Bokowiti bei BUin hat Berzelius Zinn, Kupfer und Nickel nachge- 
wiesen (128) 440. — In einem Melaphyr-Gange bei Zdereta unweit FtU- 
gendorf beobachtete Tschermak in ansehnlicher Menge, höchstens Vi L* 
hohe Pseudom. yon Hämatit nach 0., sie werden bei oberflächlicher 
Betrachtung leicht übersehen. Der bei Kmh, östlich yon LiebstadU 
anstehende Melaphyr enthält nebst solchen Pseudom., auch Körner yon 



') Der im Min. Lex. 8. 293 angegebene F. Zillerthal ist zu streichen; die Anal, ergab» 
dass hier, entsprechend der älteren Bestinunnng, D i p s i d vorliege (49, a). — Damonr 
anaiysirte einen Titans&nre-h&ltigen 0. ans Talkschiefer von Pfnnders (123) 440, 
B. a. (46) 67, 838 Der F. ist zweifelhaft. 

*) Schwarzer Pleonast, mit (ca. 8 Proc.) Chrom-Gehalt. 

*) Kichthofen hat diesen 0. irrthUmlich als Kokkolith beschrieben (s. Min. Lex. 4m). — 
Bemerkenswerth ist das Erscheinen dieses völlig frischen 0. in dem Basalt-ähnliclien 
Gesteine vom Latemar; gewöhnlich zeigt sich der 0. im Augitporphyr in eine erdige, 
ruthbranne Masse yerftndert (135, a) 124. 



Olirin. 223 

frischem O. (85) 52, 865, 56, 280, (135, a) eo. — Die sphäroidischen Ein- 
schlüsse im £asalte des Koadkow-Bg, bei Semll (293) finden sich auf 
dem Gipfelplatean des Berges und den zunächst angrenzenden Abhängen 
gegen Zahorx nnd Dluhy\ die gross- bis kleiokömigen Aggregate er- 
reichen bis Faust- und Kopfgrösse und sind in ihnen zuweilen die ein- 
zelnen Körner verschieden gelb und grün, oder heller und dunkler 
gefärbt (88). Grüner Bronzit ist den O.-Aggregaten eingemengt, wie 
man sie besonders vor Komar<yw reichlich im Basalte trifft (135, a) 69. 
— Die Yulcanischen Bomben des Eisenbühl , eines erloschenen Vul- 
canes nächst Boden bei Alhenreuth, enthalten nach Reuss häufig aus 
kömigem 0. bestehenden Kerne ; dieselben erreichen bis 3 Z. im Durch- 
messer. Ihre gewöhnliche Farbe ist weingelb, spargel- oder ölgrün, sel- 
tener dunkelgrün ; zuweilen haben in den Aggregaten die einzelnen Kör- 
ner auch verschiedene Farben. Häufig bemerkt man angeschmolzene 
Stellen, stellenweise ist der 0. auch ganz in eine poröse, schwarze oder 
schwarzgrüne Schlacke verändert, deren Blasenräume mit einer dünnen, 
kleintraubigen , glasigen Schichte bedeckt sind; grössere Höhlungen 
wurden durch eingedrungene blasige Lavamasse erfüllt. Einzelne in 
Aschentuffen eingebettete O.-Kugeln unterlagen der, auch sonst häufigen 
Umwandlung, in eine weichere, undurchsichtige rothbraune Masse, welche 
noch deutliche Spuren der Spaltbarkeit besitzt ^). 

MUiren. In der Umgegend von Neutitsehein bei Schönau, Sohle, Frei- 
berg und a. 0. lagern, in Schichten der älteren und mittleren Kreidezeit, 
schwarzgrüne, krystallinische Gesteine, welche früher als Grünsteine 
oder Diabas bestimmt wurden. Tschermak nannte diese eigenthümlichen 
Felsarten Pikrit. Ungefähr zur Hälfte bestehen dieselben aus 0., wel- 
cher meist in vollständig ausgebildeten bis 8 L. hohen weingelben Kr. 
oder in Körnern ausgeschieden ist, in einer Grundmasse, die vorwiegend 
aus trüdiaem Feldspath und Diallag (Biotit, Amphibol und Augit mit 
letzterem vicarirend) und Magnetit innig gemengt erscheint. Die ver- 
änderten Pikrite sind durch schöne O.-Pseudom. ausgezeichnet; solche 
finden sich in grosser Menge bei SöUf, Blauendarf, Hotzendarf; ihre 
dichte, unrein gelblich- bis graugrüne, auch weisse Masse ist ein Ge- 
menge von Galcit und Magnesia-Silicat, in welchem bei fortschreitender 
Veränderung der Galcit zunimmt, bis er endlich fast gänzlich die Pseudom. 
einnimmt^. 

IJngtLin. Ein graues, höchst feinkörniges Gestein aus dem Melaphyrzuge der 
Kleinen Karpathen, zwischen dem Kuchel-Bg, und Smolenitz (Szomolyän) 



t) Abhandl. der geolog. Beiduanstalt, 1, Bd., 1. AbtUg. 1852, S. i7. 

>) (8^) 53, "», 66, «74; (18-, ») >44 ff; (86) 12, F. 74, 13. i; (98) 3, n; (9) d| w. 



22A Olivin — Onkosin. 

enthält nach Tschermak Psendom. yon Hamatit nach 0., ähnlich je- 
nen, welche von Pfennigbach (Oesterreich) erwähnt wurden (85) 52, 265, 

(86) li, 853. 

Biebenbftrffen. Bei Bnesesd (395^) fand Tschermak einen Augitporphyr 
mit zersetztem 0., welcher ganz gleich ist dem veränderten Hyalosiderit 
aus dem Eaiserstuhl (85) 56, 280. — I>er Olivin-Gabbro (Schillerfels) von 
Reslnar (a) und aus dem Persftnyer^€U)b. , östlich Ton Jieps (295) (b) 
besteht nach Tschermak etwa zur Hälfte aus feinkörnigem, dunkel- 
grünem O., neben welchem noch Diallag (a, b) und Bronzit (b) und 
wenig Anorthit (a, b) als Gemengtheile auftreten. Der schwarzgrttne O. 
bildet Anhäufungen von Körnern, die zuweilen deutliche ErystaUumrisse 
haben und allenthalben von feinen Serpentin -Adern durchschwärmt 
werden, manche Körnchen sind auch gänzlich in Serpentin verwandelt. 
Die flachen bis V2 Z. grossen Bronzit- und Diallag-Kömer (von b) ent- 
halten O. als Einschluss; der Bronzit ist öfters in Bastit, der Diallag 
in einen ähnlichen, jedoch nicht mit Bastit identen SchillerSpath ver- 
ändert (85) 56*). — Auf dem Basaltrücken Freithum bei Beps lagern 
lockere Tufle, welche viele Trümmer von Ü.-Fels, zuweilen von einer 
Schmelzrinde umgeben, enthalten; das Gestein besteht aus gelben Kör- 
nern von 0. und dunkelgrünem Bronzit (135, a) sss. 



Onkosin, v. Kobeii. 

D. 480. N. 354. 

Min. Lex. 295. 

Salzbars». KobelFs Anal, des 0. von Passecken bei Tamsweg (295), 
s. (128) 864, (101) 482. Nach Tschermak's Ansicht wäre der O. als 
ein dichtes Aggregat von Magnesia-haltigem Kaliglimmer zu betrachten 
(85) 58, 19. 

Tirol. Das Mineral vom Klammberg am Fusse des Brenner, welches im 
Min. Lex. S. 295 als 0. beschrieben wurde, erwies sich durch eine von 
Hlasiwetz ausgeführte Analyse als Margarodit (4d, a). 

Bdbmeii. Ein ,,Steinmark" von Schlaggenwald, welches von Krieg ana- 
lysirt wurde (128) 576, ist in seiner Zusammensetzung dem 0. von Tams- 
weg nahe verwandt (101) 482. 



1) Im Ortsregister des Min. Lex., S. aosi ist Bacsesd nniiolitig orientirt ; die Lag« ist: 

EörÖsb&nya 0, Abrudbinya SW. 
>; S. 262, 287 und 292. Yrgl, (135, a) au, (185) 1871, ». 



Opal. 225 

Opal, Plinins. 
D. 198. N. 215. 

Min. Lex. 235, 512. 

Oesterreioh. Waldkirohen a. d. Thaya, weiss, verwittert, auf Eloften 
im Serpentin (186). 

Btelermark. Unweit der Holxbrüekm-MükU bei Knittelfeld fand sich 
der „Forcherit^, ein durch 2-6— 3-3 Proc. Auripigment mehr weniger tief 
orangegelb gefärbter Opal, welcher in höchstens 3 L. dicken Lagen mit 
weissen abwechselt; der weiss und gelb in allen Uebergängen geb&n- 
derte O. bildet Gangtrümmer, die vielfach sich durchkreuzend in einem 
feinkörnigen glimmerarmen Gneisse aufsetzen ; sp. G. = 2*19. (86) 12, F. 65 ; 
(46) 63, aoo. ^ach Behrens bestehen die weissen Lagen aus einem gleich- 
massig trüben, fast Quarz-freiem Milchopal, der nicht scharf gegen die 
mit Auripigment-Staub und -Flöckchen verunreinigten Lagen abgegrenzt 
ist (85) 64, 582. — Trennenberg; ein Dolerit-ähnliches Gestein umschliesst 
nach Zollikofer nicht selten Halbopal, so wie Ghalcedon (86) 12, aeo. 

K&mten. Der Eascholong von LOlling-HfIttenberg (sse) ist nach G. Rose 
reich an Einschlüssen von mikroskopischem Tridymit, in rundlichen tafel- 
förmigen Er., welche bei der Lösung des 0. in Eaiihydrat zurückbleiben 
(63) 139, 314. Jenzsch hält den Eascholong von diesem F., den er als 
Decke kleiner in Limonit veränderter Siderit-Rhomboeder fand, für einen 
in Verwitterung begriffenen Ghalcedon vom sp. G. = 2*58, der nament* 
lieh im Contacte mit dem Limonit, zu leicht zerreiblicher, weisser, amor- 
pher Eieselsäure vom sp. G. = 2*59 umgeändert ist^). üeber die im 
Erxberge auftretenden O.-Varietäten s. (115) 4, m. 

Böhmen. Hyalith wurde in ausgezeichneter Weise wieder in neuester 
Zeit zu Waltaoh (296) in Elufträumen eines halbzersetzten Basaltes an- 
getroffen. Man kann, durch einen inzwischen erfolgten Absatz von nier- 
förmigem Apatit (s. d.), älteren und jüngeren Hyalith unterscheiden, der 
letztere in weit ausgiebigerer Entwicklung und manchfaltiger , geträuf- 
tem Glase vergleichbarer Gestaltung; wasserklar, selten röthlich geförbt. 
ZuweUen zeigen sich milchweisse Perlsinter-ähnliche Ueberzüge auf dem 
Basalte, welche aus einzelnen sich durchdringenden Lagen von Hyalith 
und Apatit bestehen (88 Pr.). lieber die Mikrostructur, Doppelbrechung 
und Polarisations-Erscheinungen des Hyalithes liegen Untersuch\;ingen von 
Behrens vor. An dünnen kleintraubigen Ueberzügen beobachtete der- 
selbe eine lamellare, Zwiebel-ähnliche Structur und im Mittelpunkte der 
sphärischen Gebilde oft ein rundliches Gesteins-Stückchen, andere Partien 



>) Ueber amorphe Kiesels&ue Tom sp. O. 8^. Erfort 1866. VrgL (89, m) mc and (101) im. 
Zephar orich, nuaeral* Lasioon. IL ^ 



22G Opal. 

sind hingegen völlig structurlos (streiienürei) ; Einschlüsse von anschei- 
nend tetragonalen und monoklinen Mikrolith- Aggregaten zeigen sicli 
zuweilen in der homogenen Hyalithmasse (85) 64, 541 ff. Analysen des 
älteren Vorkommens, Yon Schaffgotsch und Damour s. (101) 198,200. — 
Der grüne O. von Meronitz (298) ist nach Behrens durch Serpentin- 
Theilchen gefärbt; er enthält viele durch 0. verkittete Stückchen von 
Serpentin und auch die Einschlüsse des Serpentin, wie Pyrop-Eörner, 
in Serpentin veränderten Olivin, Bronzit und Chrysotil beigemengt (85) 
64, 531. Wertheim'8 Anal, des Pyrop-führenden von diesem F. s. (128) 133. 
Beim Badhause von Taehaehwitg (297) bei Kaaden bildet MUchopal nach 
Jokely zahlreiche , sehr regelmässige 1^12 Z. starke Lagen im Basalt- 
Tuffe (86) 9, 487. — Eisenstein-Bb. Wysek bei Blowüz, Eisenopal-Enollen 
im Limonit, gelbbraun mit zackigen und verworrenen, dunkel- bis schwarz- 
braunen Linien gezeichnet, äusserlich mit einer dünnen Schichte erdigen 
Eisenockers überzogen ; das hohe sp. G. = 2-73 deutet auf einen sehr be- 
deutenden Eisengehalt (64) 58, 260 ^). 

M&hren. Im „Allochroitfels ^-Steinbruche bei Blauda, 0. ganz von Granat 
durchdrungen (d8) 3. — Olomnezan (299), Eascholong, s. Quarz. 

Boliletieii. Bei Raase wird ein Basalt-Gonglomerat gebrochen, dessen 
rundliche und eckige Fragmente (basaltische Lava, Thonschiefer und Gran- 
wacke) durch Hyalith verbunden sind, durch welch' ungewöhnlicbes 
Cement auch die bedeutende Festigkeit und Wetterbeständigkeit des po- 
rösen Gesteines bedingt wird. Eine dünne schmutzig-gelbe Hyalith-Binde 
überzieht alle Fragmente; auf grösseren Basaltbrocken zeigen sich deut- 
lich die kleintraubigen Gestalten des wasserhellen 0. (130) 421. 

Gallzien. Olszany bei KraMczyn, Menilith, schmale Schichten im Me- 
nüith-Schiefer büdend (136). 

UnSTftni. Am Hoch-Cgader Bg, bei Kho Fidiseh, Steinamanger WSW. 
fand Stoliczka ein eigenthümliches Q.-Gestein in grossen Trümmerhaufen 
mit perlitischen Massen und glasigen Schlacken, wie man dieselben aus 
der Umgebung des Trachytes von Gleichenberg (296) kennt; einzelne 
Stücke dieses 0. bestehen fast ganz aus Rohrstengeln, in anderen zeigen 
sich verkieselte Hölzer, auch sind Schalen von Planorbis und Lynmäus 
darin ziemlich häufig (86) 13,22. — Holz opal kommt vor in Trachyt- 



>) Ueber den Polierscliiefer von PriesmU am Wege Ton LeJBiscli nach Anang a. d. 
Elbe (im Phonolith-Tnff;, s. (86) 16, F. m, Ton Welbine im Mentaner-Th. bei Leitiiie- 
ritz (im Basalt-Tuff)« >• (86) 9, F. s»- — B. Holfinann analysirte den Polieraehiefer tob 
KuttehHn bei Silin (sp. G. = 1*94), jenen Yon Meiitertdoff bei B.-Kamnitz nnd die Kie- 
sel gnhr von nrarterubad (127); (106) 68, srt; (89, m) lo«. Aelteze Anal. s. (139) t» ff. 



Opal. 227 

Tttffen und Conglomeraten bei Jastraba (aoa ^) , MocsAr (sos), Ss. Antftl 
<303), bei Levtnz zu 9z. Keresit und BorfO (302), bier mitunter bis 7 F. 
lange und 2Vi F. dicke Stämme, zu Szaiba (302) bei Libethen, in Farbe und 
Textur die schönsten Varietäten, zu Ba«liii (302) bei Neusohl u. a. 0. *). — 
Von Detra (300) \ie\ Altsohl erhielt Behrens milchigen 0. mit einer weissen, 
durchsichtigen Rinde, welche sich gegen Wasser und Farbstoffe wie Hy- 
drophan verhielt; dieses Vorkommen, so wie die weiche mürbe Be- 
schaffenheit der Binde, lassen dieselbe als ein Auswaschungsproduct des 
O. erscheinen (85) 64, 023. — Der Hyalith auf den Klüften im Trachyte 
von Bohunlts (soo) soll sich nachweislich innerhalb kurzer Zeit bilden *). 
Dieser Hyalith verhält sich nach Behrens in seiner Mikrostructur in 
vieler Beziehung analog jenem von Waltsch (s. S. 225), scheint aber keine 
Mikrolith-Einschlüsse zu führen; in der Mitte der sphäroidischen Ge- 
bilde zeigt sich zuweilen ein Luftbläschen (85) 64, 541 ff. — Bei Gydn- 
1^08 findet sich ebenfalls Hyalith auf Klüften im Trachyt^). — CJeber 
das Farbenspiel des edlenOpales von Gserwenitza (301), seine Doppel- 
brechung und Polarisations-Erscheinungen s. die Untersuchungen von 
Behrens. Das Farbenspiel wird durch die Reflexion von eingeschlos- 
senen, sehr dünnen Lamellen eines 0. von abweichendem Brechungs- 
Exponenten erklärt; auch irisirende Sprünge, welche jedoch differente 
Reflexe ergeben, wirken nicht selten beim Farbenspiel mit. Häufig ent- 
hält der edle 0. kleine Partien von Hydrophan (85) 64, 534 ff. Platten 
aus Hydrophan von diesem F. geschnitten, wurden von Reusch be- 
züglich ihres Verhaltens im Wasser und im Alkohol geprüft. Sp .G. =216. 
Die Menge des aufgesogenen Wassers, welche sich bei mehreren Ver- 
suchen nahe gleich blieb, betrug 16 Proc. des Steingewichtes. Nach 
Reusch wäre der Hydrophan eine an und für sich durchsichtige Masse, 
welche von einem Systeme feiner und glatter Sprünge nach allen Rich- 
tungen durchsetzt ist, und Hesse sich annehmen, dass die Durchsplitterung 
desselben durch die Gegenwart einer fremden Substanz, vielleicht eines 
flüssigen Kohlenwasserstoffes, auf den der starke Bitumengehalt des 
Minerales hindeuten könnte, begünstigt worden sei. Im polarisirten 
Lichte erwiesen sich trockene Hydrophan-Platten doppelbrechend ; werden 
sie aber mit Alkohol durchtränkt, so verschwindet die Doppelbrechung 



^ Die Anal, eines Jaspopalee von diesem F. s. (101) loo. 

*) Verein für Natarknnde zu Pressburg, 1858, 2. Heft, ».s. — In gleicher Weise findet 
man Hyalltli auch an a. 0. , s . Min. Lex. 300, wo, wie anf den folgenden Seiten, als 
Mnttergestein statt Tracliyt, nach älterer Bezeiclinung „Porphyr" (Hornstein-, Thon- 
P. n. s. w.) angegeben ist. 

15* 



228 Opfti. 

fast YollBt&ndig (63) 124, isi. Vgl. (85) 64^ eai ff. i). — Edler Opal kommt 
nach Szabö aach in geringer Menge zu Nagy-Hlhily in lithoidischem 
Rhyolith (Quarztrachyt) eingesprengt (gleich, schön wie jener von Cser- 
wenitza) vor (86) 16, 90 '). — In den Becken von Zamnto und vonBannzka 
(Kasehau NO) lagern in neogenen Trachyt-Tuffen, Schichten von eisen- 
reichen Halbopal -Varietäten und Eisenerze (s. Limonit), welche mit 
schiefrigen Diatomeen-Peliten wechseln. Dasselbe Vorkommen wieder- 
holt sich in kleineren Dimensionen in der Bucht von Erd$b6nye u. a. O. 
in der Hegyallya (86) 10, 445 ff- — Bei Tama nächst Yinna, an den 
Gehängen zwischen Kamenica, UnghTÜr und Szerednye, so wie in der 
(hegend von MnnkAcs, treten in unregelmässigen, linsenförmigen oder 
stockartigen kleinen Lagern, Nestern und Adern, eisenreiche Eisen-, 
Leber- und Holzopale, in Verbindung mit Limonit, z. Th. auch mit üngh- 
varit auf, welche einer neogenen Trachyt- Tuff -Ablagerung angehören 
(86) 21,19,420. — Der grünlichgelbe Wachsopal von Kasohan (302) 
ist nach Behrens von gelben und gelbgrünen Körnchen eines dem Non- 
tronit oder Unghvarit ähnlichen Silicates durchdrungen; er unterscheidet 
sich von dem Ghloropal (s. Min. Lex. 459) nur durch die Kleinheit der 
Einschlüsse und durch die mit dem Vorherrschen des 0. yerbundene grös- 
sere Pellucidität (85) 64, 530, 56o. Nach G. Böse enthält 0. von diesem F. 
zahlreich mikroskopischen Tridymit in rundlichen Täfelchen als £in- 
schluss, welche bei der Lösung des 0. in Kalihydrat zurückbleiben 
(63) 139, 814. — In dem Pechopal von SkAlnok (302) und von Telki- 
bänya (802) ist nach Behrens das grünfärbende Eisensilicat so fein ver- 
theilt, dass es im durchfallenden Lichte nur eine schwache Trübung 
hervorbringt. Ausser dem im Min. Lex. erwähnten Feueropale, stammt 
von Telkibänya auch Glasopal mit völlig homogener, farbloser Masse. 
Ein graulicher Pechopal von diesem F. zum Glühen erhitzt, gab ein 
brenzlich riechendes Wasser ab (85) 64, 530, 688. Klaproth's Anal, des 
Pech- und Jaspopales von Telkibänya s. (128) 132. — Ueber Menilith 
in der Umgebung von TokaJ und seine allmählige Veränderung in weisse, 
erdige, feinblättrige Klebschiefer s. (86) 16, 90. — Zu FelsS Ifemethi 
bei Erlau kommen bedeutende Opalmassen und opalisirte Breccien an 



>) Die Anal« eines in den O.-Grnben Ton Czerwenitza an den Ulmfl&ehen Torkommenden 
braungelben Sclilammes, der bei der Bildang des 0. nach der Ansicht der dortigen 
Bergleute; eine Bolle spielen soll, s. (86, F) 71, n. Analysen des edlen 0. yon dieeam 
F. s. (101) 900 Ueber die Lagerst&tte des 0. s. die Bescbreibang des Bb. yon Si. Isi- 
▼anyi in (85) 60, 406, 410, welche in dem Abschnitte ftber die Bildung des 0. sehr Ab- 
sonderliches enthält. Ueber einen angeblichen, ursprünglich gallertartigen 0. Ton die- 
sem F., den Landolt analysirte, s. (64) 58, «sg, (89, h) sa. 

*) Behrens erw&hnt als F. von edlem 0. auch Eremnitz(?) und Kasuhaa(?) (85) 64, m«* 



Opftl — OropiOB. 229 

der Grenze zwischen dem alten ScMefergebirge und Qnarztrachyt-Brec- 
cien Yor (86) 17, 239. -- In den Bb. von Moravicza and Dogrnaeska (sos) 
findet man 0. in zerstörter Gangart mit Letten, in der Nachbarschaft des 
Syenites oder in metamorphischen Schiefem nahe der Grenze gegen den 
Kalk und ebenfalls unfern vom Syenit (86) 19, 8S7. — Ei es elsint er- 
Absätze sind nach Richthofen im ungarischen Trachytgebiete eine un- 
gemein häufige Erscheinung« Nicht nur Eieselsinter, auch Holz- und 
Halbopale, Diatomeen-Pelite u. a. werden als Absätze heisser Quellen be- 
trachtet, die sich oft über ganze Wälder von schilfartigen u. a. Pflanzen 
verbreiteten, Braunkohlen-Lager durchdrangen und Gesteinsspalten er- 
fällten (86) 11, 204 0. 

Das als Perlsinter im Min. Lex. soi beschriebene Mineral von 
Szirk ist kein 0., sondern das Evansit genannte Phosphat, s. S. 125. 



OrOpiOn, Glocker. 
D. 476. N. 461, Bergseife. 

Hin. Lex. 804. 

Böhmen. Am Horka Bg. bei Böhm. Lelpa, nussbraun, in Nestern und 
als Ausfüllung langer etwa ^/, Z. breiter Spalträume, in dichtem Basalt 
und in Basalt-Breccie ; eine mit den tertiären Basalt-Tuffen gleichzeitige 
Bildung. Auch am Nord-Abhange des Roael Bg. traf man in ^einem 
conglomeratartigen Basalt-Tuffe häufig hasel- bis wallnussgrosse Knollen 
von graubraunem oder grauschwarzem 0. (137). 



>) Ueber 0. im nngar. Traohytgebiete b. b. (2/S) 11, levff. — Poliersohiefer yon 
KUkir bei Leya enth&lt eine so betr&ohtliobe Menge von organischer Substanz, dass 
durch Schl&mmen daraus gewonnene Diatomeen-Erde beim Erhitzen ganz schwarz 
wird. Behrens bemerkt gleichfalls, dass er nur einmal in einem compacten 0.,';nnd 
zwar im rothen Pechopale yonHtrlany Diatomeen gefunden habe; es waren kleine 
Fragillarien, z. Th mit Eisenozyd bedeckt (85) M, &ss. ssi. 

* Orayiczit nannte Breithaupt ein dem Halloysit sehr ahnliches, gr&nlich weisses 
fettig anzufühlendes Mineral Tom sp. G. = 8*70, welches auf einem unbestimmten, 
gelblich-braunen, weichen Gesteine zu Oravicza in Ungarn, mit Galmei vorgekommen 
ist. In der derben oder nierförmigen Substanz mit muschligem Bruche und geringem 
Wachsglanz, im Striche zunehmend, wurden SiO« und ^%0^ qualitativ nachgewiesen, 
femer ZnO, welches wahrscheinlich nur beigemengt ist (101) 477* Wahrscheinlich ist der 0« 
im wesentlichen ident mit dem ,Steinmark von Oravicza*, welches zu Sziszka vor- 
konunt und von mir im Min. Lex. 319 beschrieben wurde. Nach v. Hauer^s Anal. (101; 
474 hat dasselbe eine dem Steinmark von Bochlitz nahestehende Zusammensetzung. 



230 Orthit — Orthoklas. 

OrtUt, BerzeUoB. 

D. 245 AUanite. N. 422 (Bucklandit z. Th.). 

Tirol. Im Tonalit^ jener eigenthfimlicheiL Felsart ^), welche den centralen 
Theil des AdameüO'Geb.y an der Westgrenze von Südtirol gegen die 
Lombardier einnimmt, tritt nach G. v. Bath Orthit als accessorischer 6e- 
mengiheil auf. In den Blöcken, welche oberhalb Yilla an der Aus- 
mündung des Vcd 8. Valentino liegen, ist der 0. so häufig, dass man ihn 
fast als wesentlichen Gemengtheil ansehen könnte; er erscheint in ein- 
gewachsenen Nadeln und dOnnen, bis Vi 2- langen, Epidot-ähnlichen, 
orthodiagonalen Säulchen von rein schwarzer Farbe, oP. ooPao .Pao . ^oo , 
seitlich durch P geschlossen. Rath fand oP: ocfao = 115® 3' und oP: 
P = 105^15', fast gleich wie am 0, ?om Laacher See (96) IG, 2S6. 

Orthoklas, Breithaupt. 
D. 352, 802. N. 369 (Feldspath). 

Min. Lex. 804, 512. 

Balzbnrff. Die am Ritterkahr in Banris (sos) oberhalb der Grieawies 
Alpe (auf mit Glimmerschiefer wechsellagerudemChloritschiefer) vorkom- 
menden Adular-£[r. erreichen bisweilen 1 Z. Grösse; am Leidenfrast 
unterhalb des hohen Sonnhliek fand ich kleine Adular-Er. auf Periklin- 
Drusen, auf glimmerreichem Gneiss, und sju Rathhaus JBg, 9.mKreushei 
BSeksteln, von Bergkrystall begleitete Adular-Er. in Drusenräumen eines 
weissen, feldspathreichen Gneisses (86) 11, V. 69. Auch im Ktdebeis' 
Graben kommen gelblichweisse, bis 1*/, Z. grosse Kr. auf Gneiss vor. — 
Am Kräh Bg. bei Hfittschlag in Grosaarl, pellucide Er. auf Glimmer- 
schiefer [118]. — Mit den prachtvollen Epidot-Er. von der Knappenxvand 
im Untersnlzbach-Th. kommen Parallel-Aggregate kleiner Adulai^Kr. vor, 
die nach Tschermak eine sehr merkwürdige Beschaffenheit besitzen. 
Jeder der kleinen, scheinbar einfachen Er. oP.Poo.odP, ist ein Karls- 
bader-Zw., in welchem nach odßao zwei trübe, weisse, von den gleichen 
Flächen begrenzte Lamellen von Albit interponirt erscheinen, die eben- 
falls einen Zw. nach dem Earlsbader-Gesetze darstellen. Die oP-Flächen 
des Adular-Zw. und des eingeschobenen Albit-Zw. liegen neben einander. 
Dieser Feldspath bildet schöne Drusen, die von Epidot-, Apatit- und 
Calcit-Kr., oder von Asbest allein, begleitet sind (135) 72, ige. — Auch 
aus dem Obersnlzbaeh-Th. sind Adular-Er. bekannt (141, c). 



*) 8. Andeaiu« S. 13. 



OHhoklas 281 

K&rnten. Schwarzenbach, bis 9 L. hohe, blass fleischfarbige Kr., die 
mit einer dünnen Binde eines triklinen, weissen Feldspathes umgeben 
sindy in einem Syenitporphyr (Amphibol-haltiger Granitporphyr). — Ralbl, 
wasserhelle Kr., oft in Karlsbader-Zw., bis 1 L. hoch, im Felsitporphyr [114]. 

Tirol. An Adular-Kr. aas dem Zlllerthale (sos) wurden genaue Messungen 
ausgeführt Ton Kupffer (63) 13, sod, vo^ G. v. Rath (63) 135, 454 und von 
N. y. Kokscbarow; letzterer beobachtete an Kr. : oP. ooPao. oP.l^,drei 
neue Fl&chen« denen wahrscheinlich die Symbole: "/ioP®V«> ^"/oPao und 
i^/oPoo zuk<«mien (119) 5, iss, 830. Manchen Kr sind gekrümmte Flächen 
eigen (131, a) 7. Ceber das Schillern der Zillerthaler Adular-Kr. hat 
Reusch Untersuchungen mitgetheilt (63) 116, 392. Ueber das Vorkommen 
mit Apatit s. S. 25. — Kupffer und Tschermak haben Adular-Kr. aus 
Ffitsch (305) gemessen und letzterer eine Analyse derselben vorgenom- 
men; sp. G. = 2-57 (85) 50, sed, 577 Nach Descloizeaux finden sich hier 
(wie auch am St. Gotthard und bei Yiesch in Wallis) Zw. von ooP. P. Pao , 
nach oP, zuweilen auch roseniörmige Gruppen von vier sich durchdrin- 
genden Individuen, in denen die oP-Flächen, parallel welchen zwei oppo- 
nirte Kr. vereinigt sind, nach aussen, die Pao-Fl&chen nach innen zu 
liegen konmien (103) sss. Ueber die regelmäsRigen Verwachsungen des 
Adular mit Periklin, s. Albit S. 4. u. (131, a) is. — G. v. Rath unter- 
suchte den Feldspath des Syenites aus dem Toal dei Bittoni am Monzoni 
in Fassa. Das schöne, grobkörnige Gestein, mit dem Syenit von Laurvig 
zu vergleichen, besteht aus lichtgrauem in 2—10 L. grossen Körnern, 
wenig schwarzem Amphibol und seltenen Titanit-Körnch6n ; zuweilen 
erscheint dasselbe als ein mehr weniger reines Feldspathgestein. In dem 
O. sind scheinbar regellos, doch parallel verwachsene kleine Kömer von 
fein gerieftem Plagioklas eingestreut. Sp. G. = 2*565. Die Anal., welche 
8*9 K,0, 4-9Na,0 und 1*6 GaO erwies, l&sst sich deuten als eine Mischung 
von 5 (Gewichtstheilen) 0., 4 Albit und 1 Anorthit (63) 144,88«; s. a. 
(96) 72, ifis. — rieims. Einen weissen Feldspath von der SforMella bei 
JPredazio, vom sp. G. = 2*596, bestimmte Breithaupt als Mikroklin (101) 355. 
Bei den im Min. Lex. soe angegebenen F. in Fleims ist statt „ Val flo- 
riana am Gardone Bg.^ zu setzen: Cardino Th., und ist die richtige Lo- 
calität der Serpentin-Pseudomorphosen, die nordwestliche Abdachung des 
Viegena-Geb. zwischen Moena und ßellamonte (49, a^). 

BdhmMi. Einen eigenthümlichen, weissen, durchscheinenden 0. von Zlnn- 
wald, sp. G. = 2-55, hat Scheerer beschrieben; die vollkommenen Spalt- 



*) Ueber die in Kaolin ver&nderten O.-Kr. yora Viexena-Oeb, [ Veite dt Viexenn bei Famo 
(«»)], 8 S. 163. 



S92 OrfiioUAS. 

fl&chen desselben nach ooP sind seidenglänzend, in Folge einer Znsam- 
mensetzung ans fasrigen Individuen, welche parallel mit der Hauptaxe 
des Ej:. orientin sind und ganz an den Ban einer homoazen Paramor- 
phose erinnern (46) 56, 49. — Die bekannten Zw. von Karlsbad (soe) be- 
trachtete Breithanpt auf Grundlage ihrer angeblich vom 0. abweichenden 
Znsammensetzung und des höheren sp. G. (2*609) als eigene Species, die von 
üunGottait genannt wurde (97)[63. Nach Rammelsberg's Untersuchungen 
(Anal., sp. G. = 2-56) besitzen jedoch diese Er. die gewöhnlichen Eigen- 
schaften des 0. und ist daher ein eigener Name überflüssig (96) 18, 898, 
8. a. (101), 866, 802. Elaproth's Anal. s. (128) 62s, Struve's Anal. s. (63) 1826,841. 
Erdmann fand im 0. von Karlsbad Bubidium ^). — Sohlaggr^nwald (so?). 
Die von blauem Fluorit begleiteten Adular-£j*. besitzen nach Breithanpt 
ein geringeres sp. G. als anderer O. und wurden von ihm zum Para- 
de xit') gestellt. Auch zu Abertham soll, ebenfalls mit Kassiterit, der 
Paradoxit vorkommen (97) eo. — Schöne Kr. enthält ein Granitporphyr, 
welcher am Fusse der (basaltischen) Kuppe Koppenstein bei dftiiger- 
Uuselii, unweit Petsehau , ansteht und auch in einzelnen Blöcken an- 
getroffen wird. Im Gegensatze zu den O.-Kr. von Karlsbad, Elbogen 
n. a. O., welche aus dem porphyrartigen, grobkörnigen Granite des Karls* 
bader-Gebirges stammen, sind sie am obigen F. (als von einer krypto- 
krystallinischen, aus den Granit-Bestandtheilen bestehenden, Gnmdmasse 
umschlossen) ebenflächig und scharfkantig und auch in weit manchkl- 
tigerer Formentwicklung ausgebildet. Hochstetter unterschied folgende 
Varietäten: a) einfache, dicktaflige und rectangulär-säulenförmige Er.: 
oP. odßoo . ooP. 2^00 . 0^3, zuweilen mit Poo . P. 2Px> , einzeln oder unregel- 
mässig zu Gruppen vereint, b) Zwillinge: nach dem Karlsbader-, dem 
Adular- und dem Bavenoer-Gesetze, wobei durch den Habitus der Indi- 
viduen bedingt, verschiedene Modalitäten eintreten. Die Bavenoer-Zw. 
sind am seltensten (86 V.) 72, 1 ^). 
Muren. Smrosek (sot). Der theilweise zersetzte 0. enthält zuweilen Di- 
opsid in langen, licht -lauchgrünen, längsgerieften Prismen discordant 
eingebettet (133) 55. 



<) Jonxn. f. pract. Ghem. 86, 448* — Die AnaL zersetzter 0. yon diesem F. und von iNMi 
8. (1S8) M». Die Zersetzung des 0. beginnt zuweilen im Innern und schreitet gegen 
Aussen vor ; nach Mitsoherlich wäre dies durch die Bildung von Schwefels&ioe ani 
eingeschlossenem Pyrit zu erklären (183) 5$. 

«) 8. (86) 60, 60S. 

^ Ueber den Feldspath in den Porphyren des böhm. Bilurgebietes und seine Veifaid»- 
mngen in Kaolin , in eine specksteinartige Substanz und in braunen Eisenocker, b. 
Feistmantel, AbhdL der böhm. Ges. der Wiss. [6] 10, «& X^^« ^) «3« — ^'^ O-*^* ^ 
dem Syenit-Porphyr von Ober-Qravptn sind hftuflg, von Aussen nach Innen Tonchzei- 
tend, in Steinmark yerftndert, s. Kaolin, B. 168. 



Ortholclas - Ozokerit. 233 

UnfiT^uni. Sdiemniti (906). G. Bischof analysirie O. ans einem der Erz- 
gänge (128) 685^). — SehmSlnitz, derbe Massen auf den Erzlagerstätten 
im Thonscliiefer (104). — Kächst Zserapa bei Totos in der Marmaroseh 
fand Hoffinann auf Klüften eines O.-Trachytes kleine, granlicbweisse 
durchscheinende Adnlar-Er. (86 F.) 72, 257. — OraTleza. Einen neuen 
Fall des Yorkommens von Adular auf Erzgängen lieferte der eine Grang- 
spalte erfallende Galcit , welcher Alloklas, Mispickel u. a. Kiese führt ; 
in demselben fanden sich viele kleine, oft nett ausgebildete, wasserhelle 
O.-Kr. odP. obPoo. oP. *ao eingewachsen (85) 53, 221*). 

Slebenbürff en. Der Feldspath-Gemengtheil des Ditroit *) von Ditro wurde 
von Fellner analysirt und alsO. bestimmt; er enthält 9*9Proc. Kali und 
5 Proc. Natron (86 F.) 67, sse. 

OsteoUth, Bromeis. 

D. 531. N. 256. 

Böhmen. In einem Steinbruche des Knxtzer Bg, (Qradcer Bg.) bei Schön- 
wald unweit Böhm. Friedland, erscheint stellenweise zwischen verti- 
calen Basaltsäulen, in zolldicken Lagen, ein schneeweisses, erdiges Mi- 
neral, als Zersetzungsproduct des Basaltes und des in ihm enthaltenen 
Apatites; es gleicht völlig dem 0. von Hanau (86) 12, F. 191, (63)105, 155. 
Dürre's Analyse (sp. G. =:: 2*83) s. (128) 819. — Im zersetzten Basalte von 
Waltsoh in dünnen, etwa einzölligen, blättrigen, gelblich- oder röthlich- 
weissen Platten (sp. G. = 2*83) und unweit von diesem F. bei Lnblgran 
poröse, feinerdige mit kohlensaurem Kalk gemengte Partien von grau- 
lich oder gelblich-weisser Farbe, in Nestern und Adern im Basalt- 
Tuffe (141, a). 

Ozokerit, Glocker. 
D. 732. N. 594 (Erdwachs). 

Min. Lex. 909. 

OaJlsien. In dem Petroleum-Gebiete Westgaliziens ist Erdwachs nur an 
wenigen Stellen und in unbedeutender Menge bekannt. Nach Hochstetter 
hat man, bei Mordarka nächst Ldmanow in einem Bachrisse ein gelb- 



1) Ueber Feldspath- (Albit-) Kr. auf den Erzgfingen von Bottino in Toskana s. G. y. 

Bath (63) 182, 9n. 
•) (199) 1, »w. 
* Banimelsberg*8 AnaL des Oxalit (Hnmboldtin) Ton LusehttM bei Kolotoruk (sos) 

8. (188) M8. 



234 Ozokerit — Palagonit 

lich-grünes, knetbares Erdwachs in geringer Tiefe unter der Oberfläche 
gefunden. £s erscheint als hautartiger Ueberzug auf gewöhnlich mit 
Galcit bekleideten Klüften eines glimmerigen Sandsteines (86) 15, 804. 
Ellenberger bezeichnete dieses Erdwachs als Hatchettin und erwähnte, 
dass die wachsftthrenden Gesteinsklüfke in ihrem weiteren Verlaufe stets 
in Oel-Adem auslaufen (86) 17, 294. — Ferner traf man in einem der 
Oelschächte bei Kl^czany nächst Neu-Sandee, oberhalb der ölführenden 
Schichten, ein weisses dem Hatchettin ähnliches Erdwachs, welches die 
Gesteinsklüfte erfüllte (86) 15, soi ') — Ein ausgiebigeres Vorkommen 
ist jenes in den Oel-führenden Schichten bei Boryslaw (309) in Ost- 
galizien. In den primitiven Schächten daselbst ~ Posepny schätzte 1865 
ihre Zahl auf 5000 — wird oft statt des Oeles, der 0. in einzelnen Klumpen 
angefahren. Diese O.-Massen drücken sich vermöge ihrer Zähigkeit in lan- 
gen Strängen, die sich zwar berühren, aber doch leicht von einander zu 
trennen sind, in den Schacht hinein, ein Vordringen, das oft erst nach 
einigen Wochen aufhört. Wahrscheinlich dürfte von diesem umstände 
die fasrige, sehnige Structur, die manchem 0. eigen ist, herrühren. Jene 
Schächte, welche 0. liefern, geben gewöhnlich nur geringe Oel-Mengen.*) 
— Das erste O.-Vorkommen in Galizien stammt aus einem Schachte 
nächst Tmskawice, mit welchem in grösserer Teufe ein Salzlager an- 
gefahren wurde (86) 15) S54. 



FalagOnit, v. Waltershausen. 
D. 483, 802. N. 463. 

Min. Lex. 809. 

Ungarn. Am Szigliget-Bg. in der Bucht von Tapolcza am Plattensee^ bildet 
P. das Bindemittel eines Basalt-Tuffes welcher halb verschlackte Frag- 
mente von Basalt, Kalkstein u. a. enthält. Der rostbraune P. ist yon 
zahlreichen Galcit-Aederchen und -Nestern durchzogen und stimmt nach 
Wartha's Anal, gut überein mit der Zusammensetzung des P. anderer F. 



*) Ueber das Yorlrommen von 0.-&linliclien Substanzen an anderen Petrolenm-F. in West- 

galizien, s. (86) 17, sm, sot. 
«) üeber Boryslaw s. a. (121) 186f, (120) 1864, sos, (35) 1865, m, (46) 1868, 6m. Untei^ 

snchnngen über den aosgescbmolzenen 0. von diesem F. bat Fritzscbe angdstellt. 

Jonrn. f. pract Cbem. 73, ui. 
* H. Danber nennt in (63) 94, 1864, 40i Pfibramals F. yon Paj sb ergit-Er. ; die Angabe 

dieser Localität, welcbe sieb anob in einigen Handbücbem [(103) ro« (122) «n] findet, 

ist unricbtig. 



Palagonit — Pektolith. 2B5 

Auch erscheint F., gleichfalls von Galcit durchsetzt, am Lednyifdr-Bg. 
nächst Battina bei Mohdcßf als vorwiegende Bindemasse einer Brecci 
von halbglasigen Basaltstücken (86 F.) 67, 209, (101) 802 ^). 

Paragonit^ schafhäuti. 

D. 487. N. 446 (Natronglimmer). 

Min. Lex. 309. 

Tirol. Das sp. G. des P. aus dem Pfltsch- und dem Ziller-Th. (so9) fand 
Liebener = 2 79 (49) 199. — Im Tirgr^n-Thal bei Pregratten kommt ein 
apfelgrünes, dem Nephrit ähnliches, aber viel weicheres Mineral vor 
(H = 3), welches geschliffen verarbeitet wird. Eobell fand die aus dicht 
gedrängten, perlmutterglänzenden Blättchen bestehende Masse in ihrer 
Zusammensetzung, abgesehen von dem nur 2Va Proc. betragenden Wasser- 
gehalte, ganz ähnlich dem P. vom Mte. Campione; sp. G. = 2*9*). (Ein 
anderer dem P. verwandter Natronglimmer, ebenfalls aus Pregratten, 
welcher aber vor dem Löthrohre sich aufbläht und krümmt, wurde 
Pregrattit [s. d.] genannt). 

Jl atOrait^ Haldlnger. 
D. 608. 

Min. Lex. 810. 

BAtamen. In der amorphen, schwarzen Masse aus dem GeitUrga/nge von 
Joachiiitöthal (sio) wurden als vorwaltende Bestandtheile 27 Proc. Eo- 
baltozjdul und 30 Proc. Molybdänsäure, dann 16 Proc. Eisenoxyd, 
12 Proc. Schwefel, 8 Proc. Wasser u. a. nachgewiesen. Nach Laube 
wäre die Substanz, welche sich von dem beigemengten Pyrit bei aller 
Mühe nicht vöUig trennen liess, in reinstem Zustande als molybdän- 
saures Eobaltozydul zu betrachten (86) 14, sos. 

Pektolith, V. Eobell. 
D. 396. N. 329. 

Hin. Lex« 311. 

Tirol. Der P. vom MovufOfU-ßg. (sii) in Fassa, reagirt nach Berzelius 
auf Fluor (128) 509. — Bei Tienio (su) am Nordabhange des Mte. Baldo 



<) Die Anal, des P. yon Tapolcza ist in Dana^s Min. irrthümlicli anf den F. Battina bezogen. 
>) Sitzber. d. k. bayer. Akad. der Wiss. 1869 X^^) 69, 748. 
* üeber das Yorkommen von Pechstein irnQuarztrachyt-OebieteüngarnStS. (86)11, irg. 



236 PeUoUth ~ Pencatit. 

kommt dieses Mineral auch unzersetzt vor; weiss, stellenweisse aach 
blaulichweiss, und strahlig- fEUsrig, nnterscheidet sich der P. von den ähn- 
lichen Aggregaten des begleitenden Natrolithes, durch einen mehr seiden- 
artigen Glanz. Apophyllit erscheint entweder in Verwachsung mit dem 
Natrolith und P., oder bildet die Unterlage von kugligen P.-Aggregaten 
(39, h) 78, (49, a). üeber die Umänderung des P. in kohlensauren Kalk 
s. (9, d) 40. Eobell's Anal. s. (128) 609. 



Pencatit, Roth. 

D. 708. N. 26^. 

Min. Lex. 811. 

Tirol. Canzaeoli bei Fredaszo (su). Richthofen erklärte den P. und den 
Predazzit für Gemenge von krystallinischem Ealk mitBmcit, welchen 
letzteren man unter der Lupe allenthalben in feinen perlmutterglänzen- 
den Blättchen, an einzelnen Stellen im Predazzit, selbst in 1—2 Z. grossen, 
dünnen Tafeln erkennen könne. Im Gontacte mit Syenit^) wurden die 
Schichten des Triaskalkes krystallinisch und es übertrug sich deren 
ursprüngliche petrographische Differenz auf die metamorphen Gebilde; 
aus den unteren schwarzen Yirgloria-Ealksteinen wurde der P., aus den 
oberen hellen Mendola-Ealken der Predazzit (129) 274.') Auch die Dis- 
cussion der Analysen °) führte zu dem gleichen Resultate, dass nämlich 
die beiden Gesteine als Gemenge von Calcit und Brucit aufzufassen 
seien (39, i) isi. Gonform mit der Ansicht, dass P. und Predazzit keine 
einfachen Minerale seien, sprachen sich noch andere Forscher aus; 
Yon Hauenschild wurde das Gemenge von Calcit und Brucit, durch 
mikroskopische Untersuchung von Dünnschliffen, ausser allen Zweifel 
gesetzt und überdies nachgewiesen, dass sich die für P. und Predazzit 
aufgestellten verschiedenen Formeln, durch die ungleiche Menge des 
eingeschlossenen Brucites erklären lassen, so wie dass die dunkle Fär- 
bung und Bänderung des P. vorzugsweise von organischer Substanz 
stamme (85) 60, 795. 



1) Nach Delesse ist das Eniptiygestein ein Hypenthenit, von welchem 4L Typen nntar- 

schieden wurden. Ann. des min. 13, ssr X^^i ^) i^^- 
*) Obige Nachweise worden von Liebener auffallender Weise übersehen ; f&nf Jalire 

später beschrieb er den P. noch immer als eine Mineral-Species (49, a) 96. 
s) B. (188) SS7, (101) m. 



Penniii — Peiowskit. 237 

Peimlll^ Fröbel. 
D. 450, Penninit. N* 4öl. 

Tirol. In Flltseh fanden sich nach Liebener schöne Er. dieses Minerales 
(39, m) 121. — Auf der Sehwarzenstein-Alpe im Zillerthal, nach der 
Angabe von Descloizeaox (103) ias. 

M&hren. Der Pseudophit (s. d.) vom Zdjar-Bg, bei Böhm.-Elsenberi? 
ist nach Kenngot eine dichte Varietät des P. (46) 69, sis. 



PerUt. 

D. 360. N. 359, Perlstein. 

Min. Lex. 312. 

Uiisr*m- Ausführliche Nachweise über petrographische und geognostische 
Yerhältnisse des P. im nordungarischen Trachytgebiete gaben y. Richt- 
hofen in (86) 11, m ff, v. Andrian in (86) 16, m und Wolf in (86) 19, 255. 
Ueber die Mikrostructur s. Zirkel's Untersuchungen über glasige und 
halbglasige Gesteine in (%) 19, 707. — Die Analysen des P. aus dem 
Hliniker TA. bei Schemnltz (312) von Ficinus, Erdmann und Rammels- 
berg, sp. G. = 2 38, und Elaproth's Anal, des P. von Toki^ (312), sp. 
G. = 2'3i, s. (128) 687, Bemath's Analyse des P. vom Tokajer Bg, s. 
(86) 16, 90. 

Beudant's Angabe, dass der Perlit zwischen Telkib&nya und Tallya 
eine Fl&che von 30—40 Quadratmeilen bedecke (Min. Lex. 312), ist nach 
Sichthofen nicht wörtlich zu nehmen, da in dem Trachyt-Gebirge da- 
selbst, der P. nur in Strömen an den Abhängen und in den Buchten 
erscheint (86) 11, 217. 

PerOWSkit, G. Rose. 

D. 146. N. 491. 

Tirol. Pfltsoh, WildkreuzjocL Ein als „rother Zirkon^ bestimmtes Ery- 
Btällchen wurde von Hessenberg als P. erkannt ; er fand an einem 1 L. 
grossen, hyacinthrothen, lebhaft gl&nzenden Kr.-Fragmente die unzweifel- 
haft tesserale Combination: «Ooo. sOs. 7,0"/4. 2Ü*/8. ooO»/». 0, von welchen 
7aO«/4 und das isogonale 20% überhaupt noch nicht beobachtet waren. 
Der halbpellucide Kr. gab im Polarisations -Apparate durch die eine, der 
Untersuchung zugängliche ocOx- Fläche (parallel welcher auch eine 
ziemlich vollkommene Spaltbarkeit stattfindet) das Bingsystem optisch- 



238 PerowBkh ~ PhanukoÜth 

einaxiger Sabstanzen ^). Als Begleitf ? Iiv^ai sich wasserheller Zirkon, 
fleischfkrbiger Titanit, Elinochlor und Diopsid (113) 4 und 10. Ueber 
ein zweites Exemplar Yon demselben F., auf welchem sich eine Gruppe 
lebhaft gl&nzender brauner P.-Er. in Begleitung von Elinochlor und Ti- 
tanit zeigte, berichtete G. v. Bath ; die Combinationen der P.-Er. bieten 
nach Hessenberg nicht weniger als 246 Flächen, welche vorwiegend den 
oben bezeichneten Formen angehören (63) 144, 585, (113) 11. 

Phakolith, Breithaupt. 
D. 434. N. 339. 

Min. Lex. 813. 

Böhmen. Am Neubauer und am Kautner Bg, bei Böhm. Leipa (313), 
wasserhelle oder graulichweisse, durchscheinende, stark glänzende Er. 
B . — V«R • ooPa, oft in vollkommenen Penetrations-Zw., zuweilen von Na- 
trolith und Apophyllit begleitet, in Basalt-Blasenräumen (137). Descloi- 
zeaux opt. Untersuchung s. (103) 409. Die Analysen von Anderson und 
von Bammelsberg s. (128) 8i9. 

Pharmakolltll^ Earsten. 
D. 554. N. 307. 

Min. Lex. 313. 

Bftlsbnrff. Ästsntofern Bb. bei Htittaii, graulichweisse, nierförmige und 
ähnliche Partien auf derbem Pyrit, im Glimmerschiefer. — Im alten 
DanieUtoUen zu Schwarzleogang, schneeweisse Haare in Büscheln und 
Halbkügelchen, mit braunem Galcit und Malachit auf Azurit [118]. 

Böhmen. Joaehimsthal (sis^). Die in früherer Zeit vorgekommenen wasser- 
hellen Er. erreichen eine Länge von fast 6 L. und eine Breite von 1 L. 
und sind meist büschelig gruppirt ; derart sind auch jene, welche sich über 
den äussert seltenen Haidingerit-Er. zeigen und selbst von Säulen eines 
weissen verwitterten Minerales (s. Rösslerit) überlagert werden. Tschermak 
fand diese P.-Er. in Form und Ausbildung übereinstimmend mit den An- 



*) Die gleiche Beobachtung machte Desclolseanx an P.-Kr. Ton Zermait Auch den von 
HanteTÜle dargestellten P.-Er. ist tesserale Form nnd doppelte Lichtbrechung eigen, 

8. (IM) Ml. 

') Die haarfÖrmJgen nnd wanigen Gebilde des P. Ton Joachimsthal enthalten, nach 
Ointrs Analysen, vaiiable Mengen von Kalk nnd Magnesia; ihre Zusammensetnuig 
entspricht im Allgemeinen der Formel: 8(CaMg) 0.A8a0g 4*6 aq. S. (64) 1872. 

* In den Ovhm bei Kravlbat (Steiermark) findet sich Ph&stin in brftunlichen. bis 7L. 
langen und 4 L. breiten Tafeln nnd Körnern , welche noch die ausgezeichnete Spalt- 



Pharmakolith — Pholerit. 239 

gaben Uaidinger's ■) (85) 56, gM. loh beobachtete, gleichfalls von verwit- 
tertem Bösslerit begleitete, farblose P.-Er. in sechsseitigen Säulchen, 
gebildet durch die Flächen von Vs^ un<l ocSx , und geschlossen durch 
-'/i5*/2. -P> oP- «*3 •) (88 Pr.) 

PharmakOSlderit^ Hausmann. 
D. 578. N. 304 (Würfelerz) 

Min. Lex. 8U. 

K&mten. In dem Erzherge von Lölling-Httttenberg (su) ist dieses Mi- 
neral auf dem Wolfsbauei'-Lager ein äusserst seltenes neueres Gebilde. 
Die bräunlich-olivengrünen bis schwärzlichgrünen P.-Kr., odOoo, selten 
mit 0/2, nur ausnahmsweise 1 L. gross, finden sich gewöhnlich auf Pittizit, 
der aus Löllingit oder Mispickel entstanden ist und scheinen gleichen 
Alters oder wenig jünger als Skorodit zu sein, der zuweilen als Begleiter 
erscheint. Ich beobachtete u. a. die Successionen : a) Siderit mit ein- 
gesprengtem Löllingit, b) Pittizit, aus dem Löllingit entstanden und ockrig 
veränderter Siderit, und auf letzterem c) P. u Skorodit; femer a) schwarzer 
Hornstein mit fasrigem Mispickel, der z. Th. in Pittizit umgeändert ist, 
b) Symplesit, c) Skorodit, endlich d) P. (138). Ganaval bemerkte, dass 
grasgrüne Er. im Laufe einiger Jahre olivengrün geworden waren (115) 

3, 180} 4, 180. 

PhllllpSlt^ Levy. 
D. 438. N. 343. 

Min L«z. SU, 518. 

Böliiiien. Schlaokenwerth (su), kleine undeutliche Er. kommen nach 
Glückselig in den Blasenräumen des hier auftretenden Basaltes vor (107). 

Pholerit, Gmllemin. 

D. 432. 

UnSTf^'i^* ^^6 Analyse des Muttergesteines der Diaspor-£r. von DiUn 
bei Schemnitz ergab nach J. L. Smith die Zusammensetzung des P. 
(101) 473, s. Dillnit S. 109. 



barkeit des Bronzlt besitzen ; als Begleiter zeigen sieb weisse Talkblftttcben und Par- 
tien Ton Serpentin (185) 1, 57- 

I (68) Bd. 5 (1825), S. ISl. 

«) ooP=li7oa4'. 



240 Fielt - Pinü 

PiCit^ Boncky. 

Picites resinaceuB, Breithaupt. 

Böhmen. Auf der Grube Hrbek bei St Beniinia findet sich eine gelblich 
rothe, durchscheinende, schwach wachsglänzende, amorphe Substanz, mit 
licht bräunlichgelbem Striche, welche wesentlich wasserhaltiges phos- 
phorsaures Eiseno3cyd ^) ist (sp. G. = 2*397) ; Breithaupt hatte dieselbe 
bereits auf Limonit von diesem F. beobachtet und Picites resinaceus ge- 
nannt*). Als ein Mittelglied der Umänderung des Dufrenit in Kakoxen er- 
scheint der P. a) in Halbkügelchen mit undeutlich radial-stengliger Textur, 
die im Innern zuweilen noch Kerne von Dufrenit enthalten, femer b) als 
Unterlage der Eakoxen-Aggregate, durch allmälige Uebergänge mit den- 
selben verknüpft ^und endlich c) auch selbständig in sehr dünnen üeber- 
zügen. Als Unterlage des P. zeigen sich hie und da schwache Lagen 
von Stilpnosiderit, der den P. theilweise durchdringt und schwärzlich- 
braun färbt (85) 56, 16. — Unter ähnlichen Verhältnissen kommt P. auch 
zu IVenie bei Cerhovlc yotI, hier aber als Vermittler des Ueberganges 
zwischen Barrandit und Kakoxen (85) 59, 591. 

PikrOSmln, Haidinger. 
D. 405. N. 322. 

Min. Lex. 815, 51S. 

Steiermark. In der Gulsen bei Kravbat im Serpentin (108) 69. 
Böhmen. H. Fischer beobachtete an Dünnschliffen des P. von Pressnitz 

(si5, 51«) eine Aggregat-Polarisation auf winzige Individuen deutend; spär- 
lich enthält dieser P. Blättchen von Chrysotil (?), wie solche auch dem 
Dermatin reichlich eingelagert sind (105, a). S. a. (103) 4D3. Die Anal, 
von Magnus s. (128) 521. 

Finita Werner. 
D. 479. N. 458. 

Min. Lex. 816. 

Tirol. Die Umwandlung des P. von der lAaener Alpe in Selrain (sie) in 
Glimmer, wurde von Blum beschrieben (9, d) 101. 



^} Der Wassergelialt lieträgt 24 Proc, die ül)rigen Bestandtheile wurden nicht quanti- 
tativ bestimmt. 
') Mineralogie, 3. Band, S. 897. 

* Eine Analyse des Piauzit ans Steiermark nnd Krain (315) fehlt; die Beactio- 
nen desselben s. (128)971, (L01)758>— Nach Glückselig findet sich beiKönigsbergin 
B h m e n ein dem Piauzit lUinlicheB Harz (Zincken, Physiogr. d. Branokohle 1897, S. 888>) 

* In der Umgegend ron Eaff>l in Kärnten kommen Felsitporphyr-Breccien vor, deren 
dichtes, blanlichgranes bis apfelgr&nes Bindemittel von Tschermak als ein 6e- 



Pinit — Pleonast. ^t 

H&hren. An der langen Wand bei Iglan (317) fand man ein grösseres 
Individuum von grünlich-grauem P. mit einem violblauen Dichroit-Eem 
(98) 9. 

IrittiCity Hausmann. 
1). 589. N. 316. Arseneisensinter (Eisensinter). 

Min. Lex. 817. 

BalsbUTip. Eenngott bemerkte, dass bei der einen Analyse des P. vom 
SieglitZ'Stollen am Etaähauaberge bei Böekstein (si?) durch Rammeis- 
berg (128) ss«, ein Fehler Torgekommen sein müsse und gibt die wahr- 
scheinlichen Gorrecturen an (39, m) 49. 

K&mten. Lölling-Hüttenlierg, Ertberg. Aus Löllingit und Mispickel, der 
Zersetzung unterworfen, entwickelt sich nach meiner Beobachtung, be- 
sonders in der Nachbarschaft von Klüften, kolophonbrauner, pechglän- 
zender P., der noch zuweilen die körnige oder fasrige Textur des Löl- 
lingites oder Mispickels besitzt. Kr. von Skorodit und Pharmakosiderit 
zeigen sich zuweilen unmittelbar dem P. aufgewachsen (138). 

UnsrMm. In früherer Zeit scheint in FelsdbAnya auf den Bealgar-An- 
brüchen P. massenhaft vorgekommen zu sein ; in der Regel sind es erb- 
sengelbe bis grünlichbraune, traubige Krusten — in denen die einzelnen 
Sphäroide mehr als 1 L. Durchmesser erreichen — welche vornehmlich 
Realgar-Partien bedecken, die auf Pyrit- und Blende-reichen Erzen ver- 
einzelt aufsitzen. Feine Auripigment-Rinden übergreifen von dem un- 
bedeckten Realgar auf den P. (46) 61, 659. 

Pleonast, Hauy. 
D. 147. N. 407. 

Min. Lex. 818. 

Tirol Fassa. Der P. im Monzoni-Qeb. (sis) ist nach Richthofen an den Gontact 
von Hypersthenit und Triaskalk gebunden. Er ist stets in dem kömigen 
Kalk eingewachsen, und wird von Fassait und Brandisit, gleichfalls Gontact* 



menge Yon Pinitoid mit Feldspath beschrieben wurde. Stellenweise ist das pini- 
toide Mineral in eine schwarzgriine, fettig anznftlhlende, weiche Masse umgewandelt, 
welche mit dem Melanolith AehnUchkeit besitzt. In den Tuffen um Baibl tritt auch 
ein lichtgraner bis apfelgr&ner Schiefer auf, welchen Tschermak als unreinen P i ni- 
toid-Bohiefer bezeichnete; die Anal, ergab nach Abzug von 89 Proo. SiO, eine 
dem Pinitoid yon Chemnitz genftherte Mischung. Derlei pinitoide Massen sind auch in 
den Porphyrgebieten des BiumgtMrgu^ aodtirolt und aUbrnbürffmi h&uflg zu finden 
(135, a) u» ff, 10, 100, ise. S. a. (86) 62, «se. 

16 

Z epharovich, mineral. Lexicon ü. 



242 PleooMt — Plxtmbocalcit. 

gebilden, begleitet; so im oberen Toal dei Rizgoni, im Tool de la foja und 

FalU rabhiose. Die F. am westlichen Wall des unteren Toal delafojSy 

der es vom Pesmeda-Thale scheidet, liefern neben F., Fassait und Bran- 

disit, auch Yesuvian und Granat, welche letzteren, Gontact-Minerale des 

Syenites (Monzonit) und Kalkes sind; es stehen aber auch in der Nähe 

die beiden Eruptivgesteine, Hypersthenit ^) und Syenit (Monzonit) an 

(129) 266. Abich's Anal. s. (128) i63. — Zwischen Fälle rahbiose und Cadin- 

brut wurde 1863 eine neue Localität entdeckt; in Drusen von Yesuvian 

und verwittertem Fassait finden sich hier grössere P.-Er., welche vom 

Fassait zuweilen wie gespickt, mitunter auch ganz überdeckt werden, 

so dass sie nur durch ihre Octaeder-Formen zu erkennen sind. Dieim Calcit 

eingewachsenen Er. sind, so wie der mitvorkommende Fassait, ganz frisch 

(49, a). Cranz dünne Platten sind, gleich solchen des P. vom Yesuv, von 

Ezpailly, Amity und Ceylon, lauchgrün durchscheinend (96) 19, 721. Dass 

die Substanz, in welche die P.-Octaeder von mehreren F. im Monzoni 

Geb. umgeändert sind, nicht als Steatit oder Serpentin (s. Min. Lex. S. 318 

und 425) bezeichnet werden dürfe, zeigten die von Marignac, Städeler ') 

und von Hlasiwetz^) ausgeführten Analysen. Die Masse von manchen 

Pseudom. fand Liebener nicht homogen; zuweilen enthalten sie einen 

Kern, der grünlich gefärbt, härter als Steatit und dem Serpentin ähnlich ist 

Kenngott erwähnte, dass das Innere der Pseudom. fast feinkörnig und lük- 

kenhaft sei; auch bemerkte er Einschlüsse von Galcit-Körnern, wie solcher 

auch in Kr. aussen mit den Pseudom. verwachsen ist, und vermuthet, 

dass dieser Calcit schon vor der Umänderung des P. vorhanden war, 

da er oberflächlich erodirt ist; auch würden sich durch diese Annahme 

die grossen Lücken in den Pseudom. erklären (39, h), 147. 

Böhmen. G. Rose fand den P. von der Iserwiese (sie) in sehr dünnen 

Platten mit brauner Farbe durchscheinend, während jener von a. 0. in 

gleicher Weise untersucht, grün ist (96) 19, 721. Abich's Anal. s. (128) les. 

Plnmbocalcity johnston. 

D. 678. N. 268. 

K&mten. In Bleiberg fand man unlängst weisse, durch ihren Seidenglanz 
auffallende, bis 2 L. hohe Bhomboeder, in welchen neben CaCO,, 23*75 Proc. 



^) Nach Tschermak : Diabas , nachdem sich das Ton Bichihofen Hypersihen genannte 
Mineral als Angit erwies (185, a) u». üeher Monzonit, s. ebd. uo. 

•) (128) M5. 

s) Hlasiwetz fand in einer als Steatit ausgegebenen Psendomorphose: 81*4 SiO^, 804 
CaO, 12*8 MgO, 17*6 Äl,0„ 2-6 Fe,0„ 5 7 H,0 = 99'8 Proo. 



Plnmbocalcit — Polybasit. 243 

PbCOs nachgewiesen wurden; der seidenglänzende Ueberzug derselben 
vom sp. G. = 2-92, enthielt U13 Proc. PbCOa. Als Unterlage der Kr. 
zeigte sich ein gelblicher, krystallinisch-kömiger Kalkstein mit einem Ge- 
halte von 2*42-9-12 Proc. Bleicarbonat und 0*94— 2*76 Proc. Zinkcarbonat. 
Der P. kommt hier auch späthig und in krystallinischen Aggregaten 
▼or (114). 

Pollanit, Breithaupt. 
D. 165 (Pyrolusite). N, 516. 

Hin. Lex. 319. 

Böhmen. Das sp. G. des P. von Platten (si9) bestimmte Kammeisberg 
an Krystallen = 5005 (63) 124, 507. Breithaupt's Wägongen ergaben das 
sp. G. = 4-84— 4-88 (101) m. Plattner's Anal, des P. von der Maria- 
Theresia-Zeche s. (128) 140. 

Killt&rgrense. Die Brauneisen-£rze, welche in der Petrava gora bei 
Topnsko, in den Gebirgen JaaenovUo- nnd Opaljeno-Bräo den Gailthaler- 
Schichten eingelagert sind, führen nach Stur stellenweise P.; derartige 
Partien enthalten gewöhnlich mit Pyrolusit-KrystäUchen ausgekleidete 
Hohlräume (86) 13, 499. 

Polybaslt, h. nose. 

D. 107. N. 540. (Eugenglanz). 

Min. Lex. 819. 

BAlunen. Fribram (sao) Johannea-Gg. Einzelne oder zellig angeordnete, 
stark glänzende, dicke Tafeln oP, P, mP, ocP, mit sehr deutlich trigonal 
oder hezagonal gefurchtem oP; auch derbe, oberflächlich zerfressene 
Partien. Mit dem P. kommen Stephanit-Kr. von gleichem Alter vor. 
Auf Quarz , seltener auf Braunspath , darüber kleine Kr. von Braun- 
spath (11), Millerit-Nadeln und Pyrit (in)-Kryställchen. Sp. G. = 6-03. 
Vom Barbara Og. stammen sehr dünne bis V2 Z* breite Tafeln, oP.P. ooP, 
mit gerieftem oP, welche in regelmässiger Weise dicken Säulen yon 
Stephanit (s.d.) interponirt sind; die dünnsten Lamellen blutroth durch- 
scheinend. Auch in einzelnen und regellos mit Stephanit verwachsenen 
Er., femer in kleinen, derben Partien und angeflogen in und auf Braun- 
spath und Baryt. Einer jüngeren Bildung gehören die Vorkommen vom 
Eusebi Gg. an , dünne Täfelchen mit kleinen Stephanit-Kr. auf Silber- 
Drähten, die von den ersteren auch ganz überzogen werden, oder auf 
zackig-ästigem Argentit (69, a) 87, (39, 1) 119, (39, m) 309. Tonner's Anal, 
s. ebd. u« (101) 107. 

16* 



24i Polybaait — Ttatdn» 

ünffam. Im a. Bb. zu Bndaiii istP. in tafligen Kr. auf Pyrit yorgekomiien. 
Hodritseh, in Kr. und eingesprengt, meist anf Quarz mit Pyrit — 
Sohe]ii]iiti(s2Ö), H. Bose's Analyse s. (128) 102 ^). -— Na^btoya, als Sel- 
tenheit fanden sich ausgezeichnete Kr. auf Quarz. — In den Klüften 
der oberen Giuigregionen von FelsdbAnya, kleine eisenschwarze, sta^rk 
glanzende Blättchen und deutliche Kr. mit Pyrit, in Quarz-Drusen, auf 
derbem Pyrargyrit. — Kapnik, Blättchen und dünne taflige Kr. mit Ar- 
gentit, Quarz und Blende [104]. 

Folyhallt, Stromeyer. 
D. 641. N. 240. 

Min. Lex. 320. 

In den alpinen Salzlagerstätten (sm) ist P. ausschliesslich in 
der tieferen Abtheilung derselben, der „P.-Begion*' vertreten (s. Stein- 
salz); er findet sich vorzugsweise auf Klüften in einem tiefschwarzen 
Mergel (86) 19, 151 ff. In Hallstatt kommen, wie bereits im Min. Lex. 
S. 320 erwähnt*), kurz- und dickstänglige, spaltbare Varietäten vor, die 
zuweilen in Kr. endigen; die Bestimmung derselben haben Haidinger und 
Descloizeauz , jüngst auch Tschermak versucht. Letzterer schloss aus 
Spaltformen, welche sich im polarisirten Lichte als Zw. erwiesen, auf 
monokline Gestaltung; auch sehr dünne Spaltblätter lassen noch eine 
lamellar wiederholte Zw.-Bildung, so wie Einschlüsse fremder Blättchen 
erkennen, welche in vielen Fällen 6yps sein dürften. Zuweilen bemerkt 
man in den P.-Aggregaten einzelne Kömer von Löweit (85) 63, sss. — 
Analysen des P. von Igehl'} und Hallstatt (Oesterreich), von Halleki 
(Salzburg) und von Aussee (Steiermark) s. (12^ sss, (101) 648. 

Prasin^ Breithaupt. 
D. 568 (Pseudomalachite). N. 300. 

Min. Lex. 321. 

Nach Kühn's Analyse (128) 347 hat das im Min. Lex. S. 321 als P r a s i n 
beschriebene Mineral von Libethen in Ungarn die Zusammensetzung des 
Ehlit, entsprechend der Formel sCuü. P2O5+ sHgO; s. S. 117. 



>) Veber das Vorkonmen gab Hornberg eine Notiz im Corr.-Bl. des zool. min. Yer su 

Begensborg 17, us< 
*) Die ebd. angefülirten Psendom. yon Autne sind Würfel, deren Kern ans Sfceinaalx, 

deren dicke Binde aber ans P. besteht, in welchem einzelne ansgebildete Qnan-Kr 

liegen (9) a, ms. 
3) Bescloizeanx's optische üntersnchnng s. Nony. reche rches etc. 1867, p. 808, i. d M6- 

moires prösentös h, Tlnstit. de France XVII 1. 



Predassii — Prehnit. 245 

Predazzlt^ pezhomt. 

D. 708. N. 268. 

Min. Lex. 8S1. 

TlroL Canxacoli bei Predaiso (ssi). Der P. ist, gleich dem Pencatit, ein 
Gemenge von krystallinisch-kömigem Galcit und Brucit-Schüppchen, wie 
dies durch die S. 236 angef(lhrten Untersuchungen mit Sicherheit er- 
wiesen wurde. 

Pregrattit^ Liebener. 

D. 487 (Paragonite). N. 447. 

Tirol. Pregratten in WindisehmcOreu Ein dem Paragonit sehr verwandter 
Natronglimmer, welcher in licht apfelgrünen, durchscheinenden, unvoU- 
kommen-schiefrigen Aggregaten erscheint, die aus kleinkörnigen bis la- 
mellaren, in einer Richtung vollkommen spaltbaren Individuen bestehen. 
Die einzelnen Körnchen oder Lamellen sind weiss und durchsichtig, auf 
den Spaltflächen perlmutterglänzend. In der z. Th. mit Quarz verwach- 
senen Masse, die auch in den anscheinend reinsten Stellen kleine Quarz- 
kömchen enthält, zeigt sich stellenweise ein grauer, weniger körnig- 
blättriger Glimmer, der an gewöhnlichen Muscovit erinnert, welch^ etwas 
verschiedenes Ansehen aber möglicherweise in der deutlicher lamellaren 
Bildung liegen könnte. Die Analyse ergab u. a. 7 06 Na^O, 1*71 E,0. 
0-10 Cr,0, und 5-04 H,0. H. = 2-5--3; sp. G. = 2-895 (39, 1) 58, (96) 14^ leo, 
(49, a). 

Prehnlt, Wemer. 
D. 410. N. 335 (EouphoUth). 

Min. Lex 388, 512. 

Balsburir« ^^^ ün Min. Lex. S. 322 genannten F. im Flachauer Th. und 
Weichselbach Th. sind nach Eöchl zweifelhaft; die letztere Angabe dürfte 
auf einer Verwechslung von P. mit Sphen beruhen (118) iss. 

Tirol. ^) Die Stelle, an welcher ehemals bei Batschinges (»88) Er. ') vor- 
kamen, ist schon seit mehr als 50 Jahren, einer Erdabrutschung wegen, 
nicht mehr zugänglich (49). Gehlen's 'Analyse s. (128) 788. Neuester Zeit 
wurden aus dem benachbarten Thale von Bidnami, ebenfalls in der Ge- 
gend von 8terting, prächtige, wasserhelle und grünlichweisse Er. bekannt, 
welche regelmässiger entwickelte Flächen als die Er. von Ratschinges 



<) Kfttzing*8 Analyse eines P. ans Tirol s. (101) «u« 
«) 8. Leyy's Atlas, (48) T. XXXYn, Fg. 8. 



besiiEen; ihr oP ist dorch oscillatorisclie Gombination mit einem m^ 
gerieft (46) 71, 57. — In Faasa (s», 51s) wurde P. auch auf dem GaNna 
Bg. bei Cuapitello, tranbig and knglig im Angitporphyr-Toffe gefunden; 
er ist schön apfelgrfln bis dunkelgrOn, durchscheinend bis undurchsichtig. 
Einzelne Kugeln der helleren Yariet&t sind zuweilen in Calcit eingebettet; 
auf der dunkleren Ab&nderung sitzen weisse Titanit-Er. (49, a). Gehlen's 
Analyse des Alteren Vorkommens s. (128) 782. 

Dalm&tittn. Bei CoBtisa auf der Insel Uasoj treten dicht am Strande 
dunkle Felsmassen eines Conglomerates auf, welches aus Blöcken eines 
röthUchgrauen, dichten Gresteines und einer grönlichen tu&rtigen Binde- 
masse besteht Die zahlreichen Hohlräume in den Gresteinsfragmenten 
sind z. Th. mit Caicit-£r. bekleidet oder ganz von radialen Prehnit-Ag- 
gregaten erfüllt und zeigen sich solche Ton kugliger Gestalt auch in 
dem erdigen Cemente des Conglomerates. Aus diesem Cemente sind die 
gelblich-grOnen, durchscheinenden, bis Va Z. grossen P.-Geschiebe, die bei 
Comisa geftinden werden, sehr wahrscheinlich ausgewaschen (86 F.) 67, 8». 

B6bm«B. Kvckelbad. Die zahlreichen mit kömigem Calcit erfuQten EHHte 
im Diabas sind sehr selten an den Eluftwänden mit kleinen rhombischen 
Tafeln bekleidet, die nach Reuss als Prehnit zu bestimmen sind. In 
gleicher Weise konunen auch Kr. von Analcim und von Chabacit for 
(64) 60, IST. 

W^^*^» Am Sutrekberg bei ZSptaa, derb als Begleiter tou EpidoC-Kr. in 
einer mit Letten erfüllten Kluft im Amphibolit s. S. 123. 

UacmnL Am S2cko6awaBg.y Lombci W., in Blasenräumen eines Heb^jr- 
Mandelsteines, welche auch Calcit, Seladonit und Bomit enthalten, wäh- 
rend andere Blasenränme ganz Ton Quarz und Chalcedon erfüllt sind 
(86)14, 



PHlepit^ Bonckj. 

Ein amorphes, harzähnliches Mineral von Pfilep bei Beramn, 
welches nierfürmig und tranbig gestaltete, dicke Krusten auf eincK EoUen- 
Schiefer bildet Die gelbe, in Splittern dnrchscheineBde, wacha^äBieade 
Substanz, die leicht zu gelblichweissem Pulrer aerreiblich ist, enthält 
87*19 Proc organische, 54 SProc. mineralische Bestandtheile ■} vnd iSProc. 
Wasser (Ul, a). 



>) irer S»\. ««SOh. »>4P^0„ S72FMV »>TAW »« «fO. 1 MCmO «^ l-SBa^ 
— Im niiwrtm «lUtaL cftt 4er P. Waav aik. 










t^ronstit - Fnlomelaii. 247 

PrOnStlty Beudftnt. 
D. 96. N. 583, Arsensilberblende (Lichtes Bothgiltigerz). 

Min. Lex. 823. 

Böhmen. H. Rose's Analysen des P. von Joachimsthal (sss), sp. G. = 5*55, 
s. (128) 84. — Auf den Erzgängen von Pflbram ist P. viel h&nfiger als der 
unter gleichen Verhältnissen vorkommende Pyrargyrit *). Vom P. unter- 
scheidet Benss a) einen älteren P. in mehr weniger umfangreichen Partien, 
eingewachsen in Quarz, Galenit und Siderit oder als Ausfallung von Gang- 
spalten und b) eine jüngere Formation, der zumeist die schönen Er. an- 
gehören, wie oR. ocR oder R. VsR. 2R. Rs (xPi. Vi( ooR) u a. Die */« bis »/^ Z. 
grossen Er. werden gewöhnlich von Galcit-Er. getragen, auch zeigten sie 
sich auf traubigem Markasit, Braunspath oder in Hohlräumen von (durch 
zerstörten Baryt) zerhacktem Quarz. Manche Er. sind von einer sehr 
dflnnen goldgelben Pyrit-Rinde bedeckt; ein grosser dicksäuliger Er. er- 
schien etwa zur Hälfte von einer aus Stephanit bestehenden Schale um- 
hüllt (69, a) 82, 44. 

PseadOphit, EenngoU. 
D. 496 (Loganite). N. 452. 

Min. Lex. 824. 

M&hren. Zdjar By. bei BShm. Elsenberg (8m). Hauer's Analyse s. (128) 878- 
Das Serpentin-ähnliche Gestein, welches Eenngott nunmehr als eine dichte 
Modification des Pennin betrachtet'), bildet nach Lipoid eine 2—10 Elft. 
mächtige, vom Amphibolschiefer begleitete Einlagerung im Gneisse (86) 
10, 287. H. Fischer, welcher den P. im Dünnschliff untersuchte, fand, 
dass sich derselbe wie ein polarisirender Serpentin verhalte, in welchem 
zahlreiche Theilchen von Magnetit, so wie Reste von Olivinkömem ein- 
geschlossen sind (105, a) ss. 

PsllOmelan, Haldlnger. 
D. 180. N. 602 (Hartmanganerz). 

Min. Lex. 885. 

K&mten. Seeland erwähnt, dass auf mehreren Lagern des Erzberges von 
Lölllng-Hüttenberg traubiger P. auf Siderit vorkomme (116) 7, les. 



») Einige von den Angaben im Min. Lex. 8. 328 beziehen sich demnach wohl anf den Pronatit. 
*) (46) 69, S4S. — Nach Dana stehen sich P. und Loganit in ihrer Mischung am näch- 
sten (101) 4M. 



248 Psilomelan — Pyrargyrit. 

Böhmen. Iserwiese. Kleine Geschiebe als Seltenheit im Edelstein-füh- 
renden Diluvial-Sande (64) 59, 219. — Ponikla und Sehwarzenthal (s25), 
auf den Eisenerz-Lagerstätten mit Limonit, s. S. 181. — Karabiner Bg, 
bei Swarow, schalige Ueberzüge mit Wad auf dem Nebengestein der 
Eisenerzlager (136). — Pribram (325). Im „eisernen Hut" der Gänge sehr 
häufig mit limonit und Pyrrhosiderit; hier erscheint der P. in einzeken 
traubigen Knollen und im Nebengestein in Adern und Schnüren, in den- 
dritischen Ausscheidungen u. s. w. Am Schwär ggrubner Gg. ist P. aus dem 
Mangan-Gehalte des Siderit hervorgegangen und begleitet die Umwandlungs- 
producte der Blende und des Galenit, den Smithsonit und Gerussit. Einer 
früheren Bildung gehören knospige und traubige Gestalten an, welche 
mit Anflügen und dendritischen Ueberzügen von Silber versehen sind 
(69, a) 63. Stalaktitische Formen zeigten sich mit Pyromorphit am Wenzler 
Gg.\ dicke schalenförmige Ueberzüge, Nieren und Kugeln im Firsten- 
baue des Johanni Gg. ober dem Kaiserstollen (135) 72, 30. 

Vn^Bxn. Nadabula (s26). E. Schmid analysirte einen stalaktitischen Kali- 
hältigen P. von diesem F. (sp. G. = 4*33), der aber nicht die Aufstellung 
einer einfachen Formel gestattete (63) 126, 151, (101) iso. 

Pyrantimonit^ Breithaupt. 

I 

D. 186, (Kermesite). N. 581, Antimonblende (Rothspiessglaserz). 

Miu. Lex. 327. 

Ungrarn. Bergwerk bei Sohlaning (Pinkafeld SO), mit Antimonit (s. d.). 
Zuweilen enthält der P. Partien von unverändertem Antimonit (86) 12. F. 802. 
Auf den Antimonit-Lagerstätten \on Pemek^) (327) und Boslng; am letz- 
teren F. ist P. nur selten vorgekommen, so in einem Stollen des Wagner Bg. 
mit Quarz und Graphit (86) 14, 344. — Felsöbiüiya (327), in Umwandlungs- 
Psendom. nach Antimonit, mit Antimonocker und unverändertem Anti- 
monit. — Auch von Kapnik (327) wird das Vorkommen von Pseudom. 
nach Antimonit angegeben [104]. 

Pyrargyiit, Giocker. 

D. 94. N. 583, Antimonsilberblende (Dunkles Bothgiltigerz). 

Min. Lex. 827. 

Balzburgr« Die Angabe im Min. Lex. S. 327 des alten Vorkommens im 
Mislitz Th. ist nach Köchl eine zweifelhafte (118) iss. 

*) Fftr den P. von Pemek wird in manchen Handbüchern und Sammlungen irrthfimlich 
der Fundort Malatzka genannt. Letzterer Ort ist 1'/, Meilen NW. von dem Bb. za 
rernek eutiernt. 



Vynrgrrit — Pyrit. 249 

Böhmen. Von Joachimsthal (328) beschrieb Kenngott einen Er. von dop- 
pelter Bildung, eine Säule (xP2. oP, über dessen unebenen oP sich, mit 
Einhaltung der Hauptaxen-Bichtung, ein spitzes Skalenoeder erhob, der- 
art, dass die Flachen und Kanten des letzteren jenen des Prismas cor- 
respondirten; als Unterlage dieser Gestalten zeigte sith Pyrrhotin ^) (85) 
9, 606. — Der P. kommt auf den Erzgängen von Pf ibram (s28) derb und 
in Er. unter gleichen Verhältnissen vor wie der Proustit (s.d.), ist jedoch 
viel seltener als dieser (C9, a) le; s. a. (135) 72, 36. 

Ung'am. Eine P.-Combination von Schemnits (sss) hat Levy abgebildet 
(48) T. 48, Fg. 7. - In Kapnik ist P. in früherer Zeit sehr selten vor- 
gekommen und zwar derb und eingesprengt, in kleinen Schnürchen mit 
Gold, -Galenit und Blende im Quarz (104). 

Siebenbftrg'eii. Filzes, Barbara Grube (329), angeflogen auf Quarz, mit 
Gold. — Toplicza (929) in kleinen Er., eingesprengt und als Anflug auf 
Quarz, von Pyrit, Antimonit und Gold begleitet [104]. 



Pyrit, Beudant. 
D. 62, 802. N. 568 (Schwefelkies, Eisenkies). 

Min. Lex. 329, 51S 

Oesterreioh. MSdling^; gelegentlich einer Brunnengrabung zeigten sich 
im Tegel Va L- grosse, scharfe, glänzende odOoo (141, c). 

Salzburg. Im Arsenik-Bb. Rothgrilden bei Schelgaden, cxOoo 0. 2O2 
in Calcit, ooOqo . 0. V«( 00O2 ) im Chlorit. — Sehwarzwand und Kardeis 
bei Hfittschlag (330), bib 1 Z. grosse ocOoo im Chloritschiefer. — Lader- 
ding Bg. bei Hofgastein (330), ooOoo und odO». 0, bis 1 Z. gross mit 
Magnetit in Chlorit [118], — Radhausberg bei Böekstein (330), ooOoo, 
oc02, mit quadratisch getäfelten Würfel-Flächen (46) 61, 411. Am Bock- 
hart im Naasfeld, kleine ocOao und Va( 00O2 ) im Gneiss. — Brennthal 
bei Mühlbaeh (359), vollkommene Engeln mit drusiger Oberfläche. -— Lager 
von P. kennt man am Limberg bei Zell und am KltMken bei Piesendorf 
im Thonschiefer, zu Kardeis und bei den Krähmadem in Grossari, so 
wie bei Brennthal und Untersnlzbach im Glimmerschiefer [118]. 

Steiermark. Eisenerz (sso). Die bis 2 L. grossen Zw. sind häufig z. Th. 
oder gänzlich in Limonit verändert In Drusenräumen zeigen sich in 
oder auf frischen Siderit-Er. zuweilen flächenreiche kleine Er., an welchen 
ich V«(c»0V3). Va{c»02). qdOx). 0. -Vjl 80%) bestimmte (126) 65, 10. 



^) Nach neuerer Bestimmung Ai^entopyrit. 



250 Pyiü. 

6. Böse fimd an loeen Zw. von diesem F. VsvOd^ )• ^IJi<^%) Qiid be- 
merkt^ dass dieselben wohl im Siderit emgewachsen waren^ da an solchen 
Kr. oft VsCocX^Vs) ▼orkommt. In diesen Zw. verhielten sich die beiden 
Individuen thermo-elektrisch negativ (63) 142, 37. — Die sehr feinkörnigen 
Hangend-SchiefeV des Haupt-Sideritlagers von OoUrad enthalten zahl- 
reich eingewachsen, trefflich ausgebildete' Erenz-Zw. von odOs, bis 2Va L. 
gross (126) 65, 10. — Schlostberg bei Gm. Limonit-Psendom. als Selten- 
heit im devonischen Kalkstein ; es sind Wallnassgrosse Va ( ooOs ) mit 
sehr kleinen 0-Flächen, gewöhnlich in Krenz-Zw. nnd Platten mit nier- 
formiger Oberfläche, die z. Th. noch die Yerwachsnng kleiner ocOx . 
zeigt (141, t). — Krainseliitia, ein 2 F. machtiges Lager in einem wahr- 
scheinlich eocenen Tuffe (,86) 12, 364. — Am Dohrol bei Prasaberg? in 
Spalten u. a. Vertiefdngen triadischer Kalke mit Limonit und Hämatit, 
welche nach Lipoid ans P. entstanden) sind; letzterer kommt in den por- 
phyrischen Gesteinen nnd Schiefem unterhalb der Kalke, eingesprengt^ 
und in grösseren Massen vor (86) 12, V, 399. 

Kftmten. Die schönen Ejt. von Waldeilstein (330) lassen sich bezüglich 
ihrer Grösse, des Glanzes und Beichthumes an Flächen mit jenen aus Ober- 
italien vergleichen (114). — Ldlling, Eh-zbtrg (sso). Neben üllmannit (s. d.) 
fanden sich bis 5 L. hohe Kr. eingewachsen in schaligem Baryt, wohl- 
gebildete 0. Va( odOs ), an welchen nach meinen Messungen untergeordnet 
zuweilen noch : odOo) , Vs( ^^^ )> ^^ ^ &• nicht ganz sicher bestimmbare 
Formen auftreten (85j 60, 814. In den eigentlichen Erzlagerstätten und in 
den begleitenden kömigen Kalksteinen ist P. eine häufige Erscheinung 
(115) 4, ]8f>. An 3 L. grossen Kr., auf und im Ankerit, bestimmte ich die 
Gombination : '/>( ocOs ) > Vs( «Oa ). (88). - Maria- Weitschach, derb und 
in Kr.-Gruppen auf Siderit und Limonit, darüber Calcit-Kr. — Am Ohir- 
Bg. u. a. 0. in schwarzen Trias-Schiefem als Yererzungs-Materiale von 
Ammoniten. — Eggeralpe bei Malborghet, bis 1^', Z. mächtige Ausschei- 
dungen, in schwarzem Schiefer der alpinen Steinkohlen-Formation [114]. 

Tirol. Am FAUeher Joeh in Pfitseh (sso) finden sich unter den Kr. aach 
tafelartig verzerrte Combinationen ooOx . 0. auf Chloritgneiss (46) 61, iss. 
Von Pfitseh erwähnt G. Rose einen 4 L. grossen Zw. von V«(a)02 ). 0, 
an welchem sich die beiden Individuen in thermo-elektrischer Beziehung 
negativ verhielten (63) 142, 27. 

Böhmen. Im Bb. von Ober-Graupea bildet P. öfters eigene Gänge; auf 
den stehenden Zinnerz-Gängen ist P. ein steter Begleiter; auf anderen 
G^gen erscheint P. nicht häufig und beeinträchtigt den Erzadel (86) 14^ 17s 
Von Joaehimsthal (ssi) beobachtete Blum Pseudom. nach Argentit-Er. 
(s.d.) (9, d) 945. — Im J. 1858 traf man bei Boden unweit FaUcenau, in 
dem Hangendthone der Braunkohlen flötze, Gruppen von P.-Kr. die merk- 
würdige Beispiele abnormer Ausbildung liefern. Es sind bis 1 Z. lange, nach 



Pyrit. 251 

einer tetragonalen Axe säulig gestaltete ooOao • 0, welche an den freien Enden 
dnrch zugespitzt oder durch eine mehr weniger entwickelte ooOao- 
Fläche geschlossen werden; ihre 4 verticalen Kanten sind derart durch 
eine rechtwinklige Kinne ersetzt, dass sie das Ansehen von Zw. erlangen 
und wie dies Beuss hervorheht, an den von Naumann am P. von Alme- 
rode beschriehenen Fall erinnern. Das ooO» trägt auf den Seitenflächen 
der Prismen-ähnlichen Formen , nach oben gekrümmte Querlinien oder 
Furchen, auf den Endflächen concentrisch verlaufende, undulirte Linien, 
Übereinander lagernden, sehr dünnen Lamellen entsprechend; die 0- 
Flächen sind hingegen ziemlich eben (64) 58, 259. — Bei Klein Lukawic 
{Chntdim S) wird ein Lager von Alaunschiefer abgebaut, in welchem P. 
reichlich aber ganz unregelmässig vertheilt vorkommt (86) 13, 202- — 
Swarow, grosse Vs( <»02) , bis 4 Z. im Durchmesser, auf Dolomit-, Baryt- 
und Zinnober -führenden Klüften in den KruSnahora- und Komorauer- 
Schichten, welche die Eisenerzlager verqueren. Das Vorkommen ist ana- 
log jenem an dem folgenden F. (88 ^). — Giftberg bei Komarow (ss2). 
Ausser in einzelnen Kr., findet sich daselbst P. auch in radial-stängligen 
Aggregaten, deren Individuen nach einer trigonalen Axe verzerrte Vs( ^i ) 
sind (85) 59, 617. — In einem Schurfschachte nächst Heiligenkreuz bei 
Badnie zeigten sich im Kohlensandstein, putzenförmige Partien, in welchen 
feinkörniger, etwas poröser P. als vorwaltendes Gement der Quarzkörner 
erscheint; stellenweise sind weisse Glimmerschüppchen ganz von P. um- 
hüllt. Ein tiefer liegender Sandstein enthielt Eisenoxydhydrat als Binde- 
mittel (126) 61, 61 ; (127) 29»). — Pribram (sss). Am Sef einer Gg. sind 
schöne glatte, traubige Gestalten auf Quarz oder Galcit, am Clemerui Gg. 
stalaktitische Formen neuerer Zeit eingebrochen (69, a). Andere neue Vor- 
kommen 8. (135) 72, S4. Die Anal, von Kr. aus äiemLiUaehaehte s. (121) 18,858. 
Psendom. nach Polybasit-Kr. wurden von Keuss und von Blum beschrieben 
(9, d) 246. — Von der Miehaeli-Zeche zu Mies (332) beschrieb Laube P. 
in vollständigen Pseudom. nach grossen Galenit- ooOoo in einer Druse. Gelb- 
lichweisse 1 L. dicke, erdige Rinden über diesen Pseudom. erwiesen sich 
bei der Anal, als ein Gemenge von Anglesit, mit basisch schwefelsaurem 
Eisenoxyd und phosphorsaurer Thonerde ^) ( 64) 72, 20- 
M&hren. Palkowitz. O. odOqo, bis Vs Z. gross, in Gruppen. — Hotzen- 
dorf, kleine gut ausgebildete Kr. mOm ; 0. ooOoo . mOm. Vs(niOn), in Drusen« 
In Sphärosideriten, welche den cretacischen Wemsdorfer-Schiefem ein- 



1) WalA'8 MittheUnng. 

*) Ein fihnliches Vorkommen erw&hnt Breithaupt ron Klelii-Aojeid bei TtpUUi in einem 

4t- 6 Z. m&chtigen Conglomerat, zwischen Braunkohle und Thon lagernd, bildet P. das 

Bindemittel der Quarsgewölbe O')« 93. 47. 
*) Von der Zasammensetznug des Bichmondit, Kenngott (46) 66, sr, ss». 



258 

gelagert siBd(9S)a, 56. — KMuda bei Bmmom. Aogife-Kr. im Tnchyt 
nach Ttebentak x.T1l iaPyiit, welcher aälmi aas Magaetit entslaiideii 
seia dnifte, uagewandelt (66) 9, ts. — BHIhb. bi der »itora-g— >g 
wardcn beim Graben eines Bnumens im Tegd kaglige CmcreCioiieB, a. Th. 
in Limonit Terändezty angetroffen (98) 9. 

gt i l i l a riin i Bei O bet^nm i (a^) bestand ehemals aai Qmeg^Bg, nnd HaekeU- 
Bg. ein ansgedehnter Bb. anf den goldhaltigen P.; gegeavirtag sind nur 
noch einige Gmben am Omer-Bg., zur Kies-Gewinnang filr Schvefdaftme- 
Fabrication, im Betriebe. Das £rx-Yorkommai besteht wesenäich ans 
Gemengen kleiner Kr. Ton P. nnd ChalkDpjiity die in anter-deTonischen 
Talk- oder Glimmerschiefer-ähnlichen Schiefem nnd Qnaniten, a. Th- 
anf echten (jängen, z. Th. als Gesteins-Imiirägnati«», auftreten (190) u. 

Bvkowiaa. In der (Gemeinde F— ^iMaHoTJ steht aof der Abdachnng 
des Dadml'Geb. am WaU^stima-Baekij ein mächtiges P.-I^kger in qnar- 
sgem Glimmerschiefer an, welches in den oberen Begiopen in ockrigen 
Limonit Terindert ist; letzterer wird anf der Grabe WaUniimarlda ab- 
gebaut (86 F.) 68, ms. 

UBgrmm. Die dem Phyllit eingeschalteten P.-Lager, welche bei BMng 
(335) abgebaut werden, erreichai eine Mächtii^eit bis zu 2 Klftr.; sie 
sind gewöhnlich Ton graphitischen Schiefem tn^eitet nnd l&hren in 
den oberen Begkmoi Antimonit; letzterer kommt zu Bosing nur Terein- 
zelt Tor, herrscht dagegen in den höheren Schichten des Phyüit-Gebietes 
bei PenA (86) 11, 56; H^ sis. — Die Lias- und Neocom-Fleckenmergel 
und die mergeligen Eö8sener-£alke im Waag-Thale, enthalten in grosser 
Menge P.-Kr. und Kr. -Gruppen, welche fest stets in Limonit ver- 
ändert sind. Zunächst den Pseudomoiphoeen ist äberaü, besonders deut- 
lich zu Velka Kubra bei Tremiadim NO und bei BiMmkOj der Mergel, 
weiss und erdig, Gyps-haltig geworden. Umänderungen des Pyrites in 
dichten ßotheisenstein finden sich am Abhänge des Sarbal-Bg., Fistyan 
gegenüber, im Innern von concretionären Knollen eioes tertiären Sand- 
steines (86) 14, F. 80. — KreHodti (3»). Schöne Kr., kömige Aggregate 
und als Einsprengling in den Gangmassen; Ueberzüge anf anderen Mi- 
neralen; Einschlüsse im (^uarz. Als Begleiter erscheinen Blende, Anti- 
monit und Gold (lOi). — An Kr. von Sekemniti (ss) beobachtete G. 
Rose das seltene Va'ioO^) (63) 142, 17. Ausser den bereits erwähnten 
üeberzfigen von Galcit-Kr., fend man hier auch hohle Perimorphosen 
von P. nach hexagonalen Calcit-Tafeln, aof einer Quarzdrose (85) 49, 3S9, 
so wie P.-Rinden über Braonspath, Quarz, Amethist, Cralenit und Blende; 
Einschlösse wurden beobachtet in Brannspath, Baryt^ Quarz und Ame- 
thist Die eingesprengten Kr. und Kömer von licht speisgelber Farbe 
erwiesen sich reicher an Gold und Silber als die derben Partien von 



Pyrit. 253 

dunklerer Farbe. P. bildet das wesentlichste Materiale für die Sehern- 
nitzer-Ooldgewinnung. — Königsberg (s85), derb nnd eingesprengt, in 
hell speiBgelben Er. durch die ganze Gangmasse vertheOt, auch in Qoarz 
eingeschlossen; goldhaltig [104]. — In MagrarkA kommt Tetraedrit, wie 
irrig im Min. Lex. 8. 335 erwähnt wnrde, nicht yor. Auf den Antimonit- 
föhrenden Quarzgängen im Granit zeigt sich der stets goldhaltige P. 
eingesprengt oder in derben linsenförmigen Partien (86) 18, sei. — Poinik 
und AltgObirg, Er. mit Quarz und Baryt, derb und eingesprengt — 
ünter-SilMia , sehr schöne Er. porphyrartig im Talkschiefer einge- 
wachsen, in der Nähe der Erzlinsen und Gänge; auch im Gangquarze 
in glänzenden kleinen Er. eingesprengt und in Hohlräumen zerfiressenen 
Quarzes, zellige, drusige und stalaktitische Ueberzüge bildend; gold- 
nnd silberhaltig, meist hell speisgelb und lebhaft glänzend. — NafTT' 
bänya (m), zuweilen sehr schöne Er. auf Quarz und Amethist. In Adern, 
TrOmmern und als Einsprengung, durch die Gangmasse vertheilt, auch 
in sehr dünnen Lagen mit Quarz und Braunspath wechselnd; reich an 
Gold. Aehnlich ist auch das Vorkommen auf den Erzgängen von Fel- 
ketebänya und Telsöbäsya (sse), von welch^ letzterem F. man auch 
Ueberzüge auf Baryt-Er. und Einschlüsse in Quarz kennt [104J. Papier- 
dünne, hexagonale P.- Blättchen von Feisöbänya, ^) welche zellenartige 
Anhäufungen auf Quarz und Adular-Er. bilden, beschrieb Tschermak 
als Pseudom. nach Eisenglanz (85) 49, S89. — An 4—8 L. grossen Er. 
von Eapnik (sse) beobachtete Ferber die Formen ocOoo . V,' ooO^%). 
^IticoOa ). 9O9 . sOa . . sO, welche am P. aus dem Binnenthale nach- 
gewiesen wurden *) und überdiess noch drei Va ( ooOn), von welche eines 
vielleicht QoO sein dürfte. Auf einer mit spiessigen Er. besetzten Quarzrinde 
sind derartige flächenreiche P.-Formen, entweder in einzelnen Gruppen 
oder dicht aneinander gedrängt aufgewachsen (141, e). Die kleinen Er. 
von diesem F. sind mitunter durch helle Farbe und starken Glanz aus- 
gezeichnet. Ausser auf Dolomit-Er. (s. Min. Lex. 8. 336) finden sich dünne 
Eieshäute auch auf Baryt-Er. (104). — Auf den Erzstöcken von R6z- 
bänya, wie auf den verwandten Erz-Lagerstätten im Banat, als unter- 
geordneter Begleiter der Übrigen Schwefelmetalle, insbesondere des 
Chalkopyrites. In den chloritischen oder serpentinartigen Contactgebilden 
kommt P. für sich oder mit Magnetit (s. d.) vor; in den Gontact-Silicat- 
gemengen zwischen Syenit und Ealkstein im ValU saeca, finden sich 
1—3 Z. grosse, in Limonit veränderte P.-Er. : odO» oder Va( ooOa ) . 0. 
ooOao (124) 115. — An der Mündung des Sz« Sereszt Th« (a) bei Kaza- 



') Von Hessenberg (IIS) 6, s«. 



354 Pyrit - PyioluBit. 

nyud und bei BrusMtur. In (a) wurde ein mächtiges Lager, wahrscheinlicii 
in dioritischen Gresteinen, abgebaut. — An Er. von Dognaczka (sse) be- 
obachtete G. Rose die seltene Form VsdoO^). (63) 142, 17. -— Als 
P.-Fundorte werden noch angegeben die Erzlagerstätten von St. Andre, 
Jamba, Mite, PorAez und Kotterbach, und die Eiesgänge von Bona- 
bänya und Bona MakerloO (104). 
Slobenbftrs^en. OlaUäposbänya (ss?). Auf dem Vorsehung-Grottea-Gg,, 
in dichten und körnigen Partien und eingesprengt. Bemerkenswerth sind 
gut ausgebildete, hell speisgelbe, glänzende Er. 0. odOqo ; qoOcx> ; ^'^( qdO,), 
welche einzeln in dichtem Ghalkopyrit eingewachsen erscheinen; ähnlich 
einem Vorkommen von Gopiapo. Der P. enthält Gold und Silber (104). - 
Bodna (337). Nach G. Rose finden sich hier u. a. die Combinationen ooOoo . 
00 O2. iOi und 4O2 . odOso , die letztere an losen Er. und an solchen, welche 
auf schönen Blende-Er. sitzen (63) 142, 17, 22. P. und Markasit im Ge- 
menge treten nach Tschermak in Pseudomorphosen auf; es sind kurze 
sechsseitige Säulen, grosse Linsen, und Combinationen der sechsseitigen 
Pyramide mit dem Prisma und der Endfläche, an welchen die Prismen- 
flächen so stark gebrochen sind, wie dies nur bei sehr gut nach der 
Endfläche spaltbaren Er. stattfindet (86) 15, V. i84. - Boieza, in Er. 
und kömig, in TrOmchen, Nestern und unregelmässigen Massen; rinden- 
förmige üeberzüge auf Baryt, Galcit', Braunspath und Quarz; mit Gold 
und Pyrargyrit. — Trestja. Er. ; in der Gangmasse eingewachsene Eömer 
und Nester; Üeberzüge auf Galcit und Quarz [104j. — Nagya^p ($87). 
.Pseudomorphosen nach Pyrrhotin, auf den Gängen der klinoedritischen 
Blei- und Zinkformation (86) 16, 20. 

Pyrochlor, wöwer. 

D. 512. N. 486. 

Sielienbftrffen. Ditro« Nach Gotta^s Angabe findet man kleine Er., als 
Seltenheit, im Ditroit und im Miascit eingewachsen (s. Sodalith). 

PyrOlUSit, Haidinger. 
D. 165. N. 516. (Weichmanganerz, Graubraunsteinerz z. Th.) 

Min. Lex. SS7, 51S. 

Balzburgr« Scheffan bei Golling, derb und als Anflug, auf und im 
Galcit. — Erzmes in Gastein, erdige Anflüge auf Galcit, mit Siderit [118]. 



I) (86) 55, 34. 



Pyrolnsit — Pyromorphii. 255 

K&mten« Loben bei 8f. Leonharä, nierförmige und schalenförmige Massen 
auf den Limonit-Gängen, welche die Sideritlager durchsetzen (116) 70. — 
In LSUing-Hfittenberg (s38), fast auf allen Lagerstätten des Erzberges, 
Nadelbüscheln, nierförmige und traubige Gebilde, auf Siderit oder Limonit 

(115) 4, 185. 

Killt&rjgrrense. In der Petrova gora bei Topusko, kleine Er. in Hohl- 
räumen von Limonit, welcher Partien von Polianit enthält (86) 18, 499. 

Böhmen. Ponikla und Schwanenthai (sss), auf den Eisenerz-Lagerstätten 
mit Limonit, s. S. 18L — PHbram. P. ist derb, zerfressen, z. Th. zer- 
reiblich, in grösseren Massen mit Siderit auf dem SehwarMgrubner Og. 
vorgekommen, so wie auch auf einem Calcit-Gange, der mit dem ^eützer 
Querschlage (sd9) durchfahren wurde (69, a) es. Bei Narysow (unweit von 
Pf ibram) bestand ein Yersuchsbau auf P. , den man unmittelbar unter 
der Ackerkrume entdeckte; unter den Haldenstücken waren zumeist 
erdige, dann stänglige und faserige Varietäten vertreten, welche bei der 
qualitativen Anal, sich reich an Antimon erwiesen. Es fanden sich auch 
Pseudom. von P. nach Calclt-Rhomboedern. In der Umgegend scheint P. 
als Begleiter des Limonites an mehreren Orten vorzukommen (64) 67, 90. 

M&hren. Am Easehak Bg. zwischen Ehrensdorf (339) und Komlti, mit 
Manganit, in nussgrossen Partien im Rothliegenden ; bergmännische Ver- 
suche fanden hier statt (86) 12, F. ss4. — Lasehanko (339) bei Bitiachka, 
als üeberzug auf stark abfärbendem Limonit, der im Gneisse lagert (136). 

Bukowina. Ober-Arschitza-Bb, bei Jakobeni, derb und eingesprengt 
auf einem Lager von manganhältigem Limonit (86 F.), 68, 84i. 

XJngBxn. Die Analyse eines mikrokrystallinischen P. von Loekenhans, 
sp. G. = 4.4 s. (121) 17, seo. — MonjAssa, derb und in radialfäserigen 
Partien (136). 

Siebenbftrgen. Die als P. von MaeskamezS, beschriebenen Kr. (s. Min. 
Lex. S. 389) erwiesen sich nach Feletar's Analyse als Manganit, s. S. 198. 



PyrOmOrpllit, Hausmann. 
D. 635. N. 289 (Grün- und Braunbleierz). 

Min. Lex. 840« 5U. 

K&mten. In einem aufgelassenen Bb. zu Molbltseh im Wiläbach TA. 

unweit Straaaburgy fand man im „alten Mann'^, Brocken von ankeritischem 

Kalkstein, die sich auf Klüften mit Eisenocker und gut entwickelten 

grasgrünen P.-Kr. bekleidet zeigten (116) 4, 129. 
Böhmen« Harraohadorf (340) auf den Galenit-Gängen im Granitit^s. S. 130.— 

Ober-Bochlltz. Kr. und kuglige oder warzenförmige Aggregate, von 



2Ö6 Pyromorphit — Pyiop. 

gelblichgrüner Farbe; Thonerde-haltig, wahrscheinlich m Folge von Bei- 
mengung. Anf der Kupfererz-Lagerstätte (86) 10, 21. — Blelstadt (sio). 
Am Braunbleierz bestimmte Schabns P.-=80* 40' (Mittelkante) (63) 100, m 
Die Analysen von Kersten und Lerch, sp. G.=6.84 — 7.01, s. (128) S67- — 
Mies (84o). Der nierförmige, Ealk-iialtige „Miesit*' ist schon seit längerer 
Zeit nicht mehr vorgekommen (86) 17, sie. Pseudom. von P. nach Cerussit 
beschrieb Blum (46) 68, 812. Eersten's Anal, des Miesit, sp. G.=6.44, und 
von P.-Kr., sp. G. = 6.98, s. (128) ssi. — Fribram (340, öu). Nach neueren 
paragenetischen Beobachtungen ist die Bildung von manchem P. erst 
nach dem Smithsonit und Hemimorphit erfolgt, und wäre derselbe 
demnach jünger als die im Min. Lex. S. 310 und 514 erwähnten Vor- 
kommen (69, a) 64, s. a. (135) 72, ss. 
Ung^am. Hodrltsch, kleine Er. als Seltenheit, mit Galenit in zersetztem 
Ganggesteine. — Zu Elsenbacli bei Schemnitz, ist P. in den oberen 
Teufen der Erzgänge, in Er. mit Cerussit auf Galenit ehemals einge- 
brochen [104]. — IMzbAnya* Einem sehr alten Vorkommen gehören 
an: Drusen fassförmiger Er., 1 L. hoch, licht-graulichgrOn in Hohl- 
räumen von derbem Cerussit und lange, licht-bräunlichgraue Nadeln, 
welche theils auf, theils zwischen grösseren in Galenit veränderten 
P.-Er. sitzen. Diese Galenit-Pseudom., welche als büschelig angeordnete 
3—5 L. hohe Säulen 00P.Q0P2.0P, z. Th. vollkommen ausgebildet, er- 
scheinen, bestehen aus einer in mikroskopische Würfel ausgehenden 
Schale von feinkörnigem Galenit und einem licht - nelkenbraunen 
P.-Eerne; ihre Unterlage ist ein feinkörniger Ealkstein (124) leo.— 
Kapnfk (?4i). Er. in Hohlräumen zelligen Quarzes, mit Galenit, Tetra- 
edrit und Blende (104). 

PyrOP, Werner. 
D. 267. N. 415. 

Min. Lex. 341. 

Nach Sandberger ist der im Olivinfels des Ultenthales (Tirol) 
und im Serpentin bei Aggsbach (0 esterreich) vorkommende Granat 
als P. zu bestimmen. Am letzteren Fundorte ist die Umänderung der P.- 
Eörner in pfirsichblührothen Rhodochrom sehr deutlich zu beobachten 
(46) 66, 894. Von Nevpaka (Böhmen) (s4s) beobachtete Schrauf die 
Combination : ooOoo . ooO (132 *). Der P. von dieser Localität stammt aus 



1) Tafel 6, Almandin, Fig. 2. 

* Stanek'B Anal, des Pyroretin Ton Aturig (34s), sp. G = M9, s. (US) 9«. Die dwi 
durch ihre LfisHchkeitsYerh&ltnisse unterBchiedeneii Bestandühefle des P. wniden toh 
Dana Pyroretinit, KeuBsinit und Stanekit genannt (101) 744, 7«». 



Pyrop - Pyrrliowdertt. 257 

einer Dilavial-Ablageriiag, ebenso jener, welcher nächst Bowe^ko, so 
wie hei (HtBebiB and S«i9.]l»iirir (sa8)> auf den Feldern zwischen Sobim'aa, 
TUsin und Lban^ gefunden wird, in der zuletzt bezeichneten Qegend 
begleitet von Quarz-Kr., Eömem von Pleonast und Magnetit^ und Frag- 
menten Yon Ghalcedon, Achat ai|d Jaspis ^). — Analysen von böhmischem 

P. S. (128) 697. 

PyrOStilpilit^ JOana. 

D. 93. N. 581, (Feuerblende). 

Böhmen. PHbram. Yon diesem neuen Vorkommen traf man nur wenige 
Exemplare am AdcUberti Gg. Das eine both „kleine, sehr dünne, schmale 
längsgestreifte oder auch eben so dünne tafelförmige, oben zugeschärfte 
Kr/ Yon feuerrother Farbe mit Proustit-Kryställchen, in einer Drusen- 
höhlung in körnigem Galcit; zarte P.-Blättchen zeigten sich in der Nach- 
barschaft des Drusenraumes auf einzelnen Klüften des Galcites. Auf 
einem anderen Stücke fand sich der P. in Höhlungen eines weissen 
kömigen Dolomites (69, a) 46, (135) 72, S6. 

FyrrlMHil^i^ljt, UUmann. 
D. 169, Göthite. N. 497, (Nadeleisenerz). 

Min. Lex. MS. 

K&mten. Waldenstebi, schöne sammtartige von Quarz zart überrindete 
üeberzüge auf Siderit, begleitet von Quarz und Galcit-Kr., Limonit und 
Pyrit. — Wttitsehaeh , schwache üeberzüge auf dichtem Limonit, mit 
Eisenrahm und Psilomelan [136]. — In den oberen Begionen des Erg- 
berges von Hllttenberg (sis) trifft man selten, traubige, nierförmige oder 
kuglige Bildungen, hell- bis dunkel-braun, mit sammtähnlicher Ober- 
fläche auf Siderit, Ankerit und Baryt. Am AntonstoUen erscheinen 
einzelne Galcit-Bhomboeder aufgestreut, am Ändreaaberger Idegend- 
lager sind kuglige P. -Aggregate zwischen Bergkrystalldrusen (auf 
Sideritklüflen) eingezwängt. Im Bb.-Beviere von Lölling scheint P. nicht 
einzubrechen (115) 4, 124; s. Xanthosiderit. 

Tirol. Ylntschgan, an der Mataoher-Bawein (JRubein) im Matschw Th. 
eisenschwarze, gebogenschalige Partien mit starkglänzender, zuweilen 
gelblich angelaufener Oberfläche; im Glimmerschiefer (49, a). 

BAhmen. Sehönau bei Brawnau. In einem Schurfbaue auf Limonit fand 
man in grossen Blasenräumen eines Mandelsteines, bis 5 Z. lange P.- 



>) C. NoTicki^s Mitthtflnng. 
ZepharoTieh, minenJ. Lezioon. IL 17 



256 F^TRlioadenk — PyzThotiii. 

Nadeln zn Glaskopf-ähnlichen Aggregaten vereint (141, z.). — Dobiie, 
Frag SW, nadeliörmige Er. in Büscheln, anf Qaarzdrnsen in Hohlräumen 
eines quarzigen Limonites, der in den obersten Schichten der onter- 
silurischen Formation lagert (85) 59, eis. — PHbram (sis). Die Er. vom 
WenzUr Gg. besitzen die Form: P. Pao . Pöö". <»P. ooP T. ooPoö', jene vom 
äefSner Gang des Drkolnaver Bb. (sis) P. VaPa-Poo'.cxP.ODPa. ooPoo'; 
an beiden F. bilden Qoarz-Er. die Unterlage. Die ,,Sammtblende^ kam 
auch neuerer Zeit in schönen, z. Th. paragenetisch-interessanten An- 
brüchen vor, aus denen sich entnehmen liess, dass Pyrit zuerst in Lillit 
und dieser dann in P. übergegangen war (69, a) 47» (135) 72, S6. 

Ung'axn. Der im Min. Lex. S. 345 angegebene F. Zeleznik ist ein Berg 
bei Szirk, Nagy Röeze S., in welchem ein Eisenerz-Bb. umgeht. — Zu 
Hadabnla kommen sehr schöne Er. vor ; sie sind ähnlich jenen von 
Lostwithiel und sitzen auf Limonit (141, d). 

BlebenbftrflTon. MacskamezA, nierförmige Faser-Aggregate mit schönen 
Amethyst-Er.; ein ausgezeichnetes Vorkommen (141, d). 



Pyrrhotill, Brelthaupt. 
D. 58. N. 566, Magnetkies. 

Kiiu Lex. 845, 5U. 

alsbnrs^. Am Umberg bei Zell, derb, angelaufen, mit Quarz und 
Pyrit. — Rothgüdm im Miihrwinkel (Lungau) (345), derb und in grossen 
Partien eingesprengt, mit Granat, Amphibol, Mispickel und Galcit. — 
Haberländer Gang in Bainris, derb mit Pyrit. — Im alten Peter- und 
Faul-Stollen am Hierzbaeh Bg, in Faseh, als grosse Seltenheit, kurze 
bauchige Er. 0P.00 P, mit Quarz und Feldspath. ~ Im Bb. am ReUenbaek 
bei Mltterslll, derb, angelaufen [118]. 

X&mten. Loben bei 8t, Leonhard, Taflige Er. oP.P. ooP. bis 5 L. hoch und 
10 L. breit, zu rosettenförmigen Gruppen vereint, stellenweise mit Mar- 
kasit überzogen und auch gänzlich in feinkörnigen bis dichten Markasit 
umgeändert, fanden sich mit Siderit- und Calcit-Er. in Drusenräumen an 
der Auskeilung eines Siderit-Lagers in körnigem Ealk. Auch in grösseren 
derben Partien, welche von Pyrit und Mispickel begleitet sind, wurde 
P. angetroffen (86F) 67, S85; 70, 2. Die Markasit-Pseudom. wurden früher 
auf Eisenglanz bezogen (86 F) 67, 218. — Auch Waldenstein lieferte den 
vorerwähnten ähnliche Pseudom. von Markasit nach P. (86 V) 70, s. — 
EbriacJi, derb, mit Mispickel (114). 

Tirol. Am Eingange des Tunnels durch den Isel Bg, bei Innsbrnek, 
traf man derben P. iu Nestern im Phyllit (86) 19, su» 



Pyxrhotin -- Qiuun. 259 

Bdhmeii. Büsengrund im oberen Anpa-Thal (s46), s. Mispickel. — Der 
P. von Joaebimsthal (846) erwies sicli nach neuerer üntersnchnng als 
Argentopyrit, z. Tii. auch als eine Pseudomorphose Yon Argentit, Mar- 
kasit, P. und Pyrargyrit, nach Argentopyrit, s. S. 35. — Prlbram. Am 
Adalberti Hauptgang fand man traubige und nierförmige Partien mit 
krummschaliger Textur, licht kupferroth in's graue, eingewachsen in 
kömigem Galcit. Die P.-Schalen sind oberflächlich meist mit einem 
erdigen, grünlichbraunen, dem Lillit wohl analogem üeberzuge ver- 
sehen und mit kleinen Pyrit-Er. bedeckt; sie wechseln nicht selten mit 
Schalen von Siderit und Pyrit (69, a) se. 

K&hren. In einem Bb. auf Graphit bei Peterswald, traf man ein mäch- 
tiges P.-Lager mit untergeordnetem Pyrit. Der hier vorkommende, z. Th. 
ockrige Limonit ist wahrscheinlich secundärer Bildung (98) 3, 41. 

Üng^am. Dilln, Maria 'Empfängniss- Stollen, darb, eingesprengt in mit 
Malachit bedecktem Quarz (136). — Sohmölnitz (sie)!, mit Pyrit und 
Chalkopyrit, auf den Erzstöcken (104). — Der Bb. im Herzaa-Oeh, bei 
Nagybänya liefert P. und Pyrit, welche beide in kömigen oder dichten 
Partien miteinander, streifenweise, eingesprengt oder im innigen Ge- 
menge auftreten. Die Erzmasse führt auch etwas Blende, und in kleinen 
Hohlräumen Quarz- und Siderit-Er. (135) 72, 76. — Angeblich findet sich 
P. nicht in Dognacska (846) aber in Orayicza, Szäsika und Nen- 
Moldava. (86) 19, sie. 

Quarz. 

D. 189. N. 216. 

Min. Lex. 847, 514. 

SalzbursT. Baiiris {m)* Auf der Griesunes Alpe, bis 6 Z. hohe und 1 Z. 
dicke, ausgezeichnete Bergkrystalle, wasserhell, doch meist durch 
Sprünge und Bläschen getrübt, mit Galcit und Periklin in Drusen, auf 
derbem Quarz An den kleineren Er. herrschen R. — R. ooP^; die grös- 
seren erscheinen durch oscillatorische Combinationen vonjLR und+.8R 
wie spitze hexagonale Pyramiden ; auf +. sR, so wie auf iP^/g und eP^«» sehr 
deutlich, matte und glänzende Stellen in Folge von Zwillingsbildung. In 
den Zw. ist -sR stets matt durch horizontale Riefung, während sich 8R 
glatt und glänzend zeigt und sind diese beiden Flächen, wo sie neben- 
einander liegen, durch ein unregelmässig verlaufendes meist V« I<. breites, 
stark glänzendes Band getrennt. Am Gipfel des Hochnarr fand man 
bis 2 Z. hohe Er. ±R. ooP, an welchen, vollkommen ähnlich jenen vom 
CoUo di Palombaja auf Elba, die G. vom Rath beschrieben, die Eanten 
R;±R, — R: -Ru.iR: ooP, wie durch ein Lösungsmittel angegriffen sind 

17* 



2G0 Qnar«. 

und theils durch gerundete Flächen, theils durch Bündel paralleler Rin- 
nen ersetzt erscheinen. Die auf derhem Quarz aufgewachsenen Kr. sind 
wasserhell mit einem Stich in's gelbliche oder fleischrothe ^) (141, c), 
(135)72,60. — Angeblich aus dem Pinsgaü') stammen nach Ferber, ge- 
krümmte und schraubenförmig gewundene , milchweisse, trübe Bergkry. 
stalle: ±ß. ooP. sPa.eP'/a (als Seltenheit auch 00P2 ), welche 6—9 L. hoch 
und 2—3 L. breit, eine Eluftwand yon weissem Q. bekleiden. Die auf 
der Eluftfläche neben und übereinander hingestreckten Kr. sind alle ge- 
bogen, bis zur Abweichung yon 2 L. von der geraden Bichtung l>ei9L. 
Länge, oder sie besitzen eine schraubenförmige Windung von etwa 4 '/iL. 
auf die Länge von 2 Z. Auf der jenseitigen Kluffcwand sind wasserhelle 
Kr. aufgewachsen, welche nicht die geringste Krümmung aufweisen, Ghlo- 
rit-Würmchen umschliessen und z. Th. von solchen bedeckt erscheinen. 
Diese normal gebildeten Kr. treten mit den gekrümmten der Gegenflftche 
in Berührung, dringen auch in die Masse derselben ein, und darf in ihnen 
wohl die Veranlassung der eigenthümlichen Entwicklung der letzteren 
gesucht werden (141, e). — Im Sulzbach-Th. (angeblich im Obersulzbach- 
Th.) ganz nahe am Venediger , lose Gitrin-E[r. etwa 1 Z. hoch, deren 
oberes Ende durch +.B begrenzt ist, während das untere durch Ps 
ausgeheilt erscheint (141, c). — Unweit vom SehwargiM JSTopf im Ober- 
Snlzbach-Th. ist im ^Krystdllgrühel^ eine seit längerer Zeit mit Erfolg 
ausgebeutete Fundstätte von mitunter ausgezeichneten Bauchquarz- 
und Morion-Kr. Diese Kr., welche bis 52 Pfd. im Gewicht erreichen, 
stammen aus einem Felsabsttirze und werden entweder in Drusen oder 
abgebrochen, z. Th. auch an beiden Enden mit Flächen versehen, ange- 
troffen^). Die kleinen, vollkommen pelluciden Bauchquarz-Kr. bieten 
ungemein flächenreiche Gombinationen; an einem Kr. bestimmte ich 
±B. */8B. sB. 4B. 2P2.r(4PV8).r(6P75).i(4P*/8). ooP, letztere Flächen im Trep- 
penwechsel mit 17B (88, Pr.). 
Bteiermark. Am Erzberg bei Eisenerz (349) fand ich nette Bergkrystalle, 
welche zuweilen in Hohlräumen der Erzstufen sitzen (126) 65, 11. Im 
MaximUian-Stollen sind neuester Zeit mit Pyrit-Kryställchen besetzte Q.- 
Kr. vorgekommen (141, i). — Im Baumergraben bei Mavtem kommen 
Bergkrystalle von ansehnlicher Grösse vor. — Am Sehlassberge bei Gm 
bilden kleine, trüb-müchweisse, dünnstänglige Individuen, so wie derbe 



') Brezina meint, dass das Tollkommen verbürgte Yorkommen solcher oorodirier Kr. anf 
einer fireien Bergspitze, wo sie hauptsächlich den atmosphärischen Binflftssen aus- 
gesetzt waren, Tlelleicht geeignet sei, anoh auf die Bildnngsweise der ganz aaalogea 
Yorkommen yon Elba ein nenes Licht zn werfen (141, c). 

>) ? Ober-Snlzbach-Th. 

*) A. Bergmannes Mittheilong. 



Qnan. 261 

Partien, Kluft- Ausfüllungen im devonisclien Kalkstein [141, t]. — In dem 
Lignite des Beckens Yoitsberif-Lankowiti sind Klüfte zuweilen mit dün- 
nen Binden von stängligem Q., die in zierlichen Drusen enden bekleidet ; 
die Hauptmasse des Lignites selbst zeigt keine Imprägnation mit Kiesel- 
s&ure (108) 70. ^ — In einer alten Sammlung fand Rumpf einen Berg- 
krystall von Paek bei EdeUehrott^ durch seinen Formenreichthum be- 
merkenswerth; ein linkes Individuum ist in seinem unteren Theile mit 
einem rechten in Zwillingsstellung verwachsen, das erstere vorwaltende 
bietet Flächen von ±E, »/.B, zB., iß, 2P2, ePV«, sP'/t, ooP. — Ein gleich- 
£eüIs für Steiermark seltenes Vorkommen ist eine Druse schöner Bauch- 
quarz-Kr. aufFeldspath-reichem Gneiss von der ^ocA^^roMe nächst Moos- 
kirehen ; die zuweilen an beiden £nden ausgebildeten, hell- bis dunkel- 
nelkenbraunen Säulen P. ooP. 2P2, sind durch die Biefung der letzteren 
Flächen, als rechte und linke Kr., die nahezu in gleicher Anzahl vertre- 
ten sind, zu erkennen [106] 71. — Tniraeh. Kr. oder Schnüre von 
gemeinem Quarz sind ein beständiger Begleiter des Siderites. Besonders ist 
der Q. bei der Bildung der ^^Kerne'' betheiligt: sphäroidische Gestalten, 
deren äusserste Binde aus Q.-Kr. mit einwärts gekehrten Spitzen besteht 
und deren Inneres von Siderit oder Ankerit eingenommen wird; im letz- 
teren zeigen sich oft Drusenräume mit Kr. von Ankerit, Bitterspath und 
Mesitin, auf welchen wieder Q.- und Ghalkopyrit-Kr. sitzen (86) 9, 221. — 
Amethyst-G^oden finden sich bei Trennenberg in einem Dolerit-ähnlichen 
Gesteine (86) 12, seo. 
K&n&ten. Auf der Sanalpe (349) findet man mehrere Zoll hohe lose Kr. 
P. ooP, welche aus Drusenräumen in den mächtigen Q.-Gängen im Gneisse 
stammen und von den dortigen Hirten „Donnerkeile** genannt werden 
(115) 7, 168. — Ueber die im Erzbergt von Lölllng-Hflttenberg (349) vor- 
kommenden Quarz- Varietäten s. (115) 4^ 122. In den alten Erzpfeilem 
des LOllinger Xäverüagers zeigen sich, wo sie klüftig oder zerdrückt sind, 
auf Braun- oder Blauerz die schönen Feder-Chalcedone, äusserst zarte 
stalaktitische Bildungen, die entweder gleich gerichtet oder wirbelartig an- 
geordnet erscheinen. Nach Seeland sind die verschiedenen Bichtungen der 
oft haardünnen Quarzfäden, durch den Zug der Grubenwetter veranlasst, 
die in ihrem Wechsel die Kieselsäure bringenden Wassertropfen, bald auf 
die eine, bald auf die andere Seite führten. Die einzelnen] Fäden sind nie- 
mals hohl und bisweilen mit Wad, welcher sich leicht losschält, überzogen 
(115) 7, 169. Blum beschrieb eine Pseudomorphose von Chalcedon nach 
Calcit-Skalenoedem, auf zu Limonit veränderten und mit schaumigem Wad 
aberzogenen Siderit-Bhomboedem(9,d) 226. 

*) Die Fundorte von Kieselhölzern in steierisclier Braunkohle, i. Zincken, Phyeiogr. der 
Braunkohle, 1867, S. 222. 



262 Qnars. 

Tirol. Neuerer Zeit sind im ZtUerthal am Rothenkopf (Sehwarzenstein 
Alpe) (350) reichlich sehr schöne, bis4:Z. dicke, von Bergkrystall getra- 
gene „gestielte Amethyste^ vorgekommen, welche durch ihre scharfen 
Kanten, bei onvollkommenen Flächen bemerkenswerth sind ; zwischen den 
langen und dünnen Bergkrystall-Trägem und den auÜBitzenden zierlichen 
Amethyst-Er., herrscht Yollkommener Parallelismos der Flächen, imditind 
die beiden Varietäten scharf von einander geschieden (49, a), (39, g) 12a ^). 
In einem solchen gestielten Amethyste bemerkte Wiser als Einschlüsse : 
schneeweissen Adular, ooP. Poo . oP, kleine Siderit Er. und wurmformigen 
Ghlorit (46) 64, si?. — Auch an der Rothwand von Putsch erscheint Am e- 
thyst in gleicher Weise, jedoch gewöhnlich in lichterer Färbung, wie 
im Zillerthale (49, a). Aus Pfitsch erhielt Scharff*) 1-2 Z. hohe, dunkel 
nelkenbraune Morion-Er. in der Combination : +.R. ooP. eP'/«« 2P2. -eR- 
-\- 4R. (141, u). Aus demselben Tüale beschrieb Tschermak eine Psen- 
domorphose von^ Ghlorit (Helminth) nach Q. (85) 47, 443; ein ähnlicher 
Fall wurde auch von Blum beobachtet (9, d) 232. — Ein neues Berg- 
krystall- Vorkommen, angeblich von Kais in Wivdischmatrti (sso), lie- 
ferte 27» Z. hohe, corrodirte Er., welche jenen vom CoUo di Palombaja 
und aus Brasilien ähnlich sind. An einem der Erystalle erscheinen die 
Kanten +.R durch die . zwölf holoedrisch auftretenden Flächen von P'/, 
zugeschärft. Drei neben einander liegende JLR sind mit dreiflächigen, 
gleichschenkligen Eindrücken besäet und die drei Säulenflächen unter 
denselben matt, während die drei übrigen Pyramiden und Säulenflächen 
stark glänzen; die sechs Säulenkanten sind zugeschärft durch Aneinander- 
reihungen sägeförmiger Einschnitte, deren constituirende Flächenele- 
mente, sich auf den sechs Säulenflächen als gesetzlos angeordnete Ver- 
tiefungen wiederfinden. Unter den Gorrosionsflächen beobachtete Brezina 
auch 2P2 u. einige unbestimmbare Trapezoeder (141, c), (135) 72, ei. — Der 
Fundort der „Achatmandeln^ von Theiss (350) liegt etwa 2000 Schritte 
östlich von diesem Orte. Nach Kichthofen wird hier ein Tuffconglomerat 
des Quarzporphyres vielfach von sich durchkreuzenden, schmalen Mela- 
phyr- und Augitporphyr-Gängen und -Gangtrümmern durchsetzt. Derart 
erscheint das Gestein an dem Fundorte ähnlich einer Breccie; es hat 
eine tiefgehende Zersetzung erlitten. Spalten in demselben, so wie Blasen- 
räume im Augitporphyr, wurden mit den Auslaugungsproducten des Neben- 
gesteines, an den Wänden bekleidet; zumeist bildete Q. den ersten Ab- 
satz. Die ^Achatmandeln^ erreichen eine Höhe und Länge von mehr 



t) UeberForm- und Fl&chenbeschaffealieit der Zillerthaler Amethyste, s. Scharff (i6)64, u#. 
*) Naoh dessen Angabe enthalten die Er. yom Pflfscher Joche oftFlüssiglEeitB-EiiuiohlüflM 
(68) 109, 6S3. 



Qaan. 263 

als 1 F. (129) 158. Das oberflächliche Vorkommen dieser Mandeln ist 
gegenwärtig bereits erschöpft (46) 71, 56. — Am Schlern-Plateaa 
fand man in den rothen Baibler-Schichten eine grosse Ghemnitzia al- 
pina, in deren Innerem sich Drusen von Galcit-Er. und auf diesen, kleine 
Q.-Er, zeigten (86 F), 68, 887. ~ Bei Aver, San Pelegriiio u. a. O. 
kommen ausgezeichnete Kr. „DoppelpTranuden**, als Gemengtheil des 
Quarzporphyres vor (129) ns. 

Kralau In den rothen Er. von Schwanenberg bei Billichgrätg (864) ist 
der Ghloriteinschluss älter als der rothe Zersetzungsrückstand, welcher 
z. Th. noch offen liegend, nicht völlig Yom Q. überdeckt erscheint. In den 
Q.-Er. zeigen sich manchmal Einschnitte durch eingewachsen gewesene 
Er. von (?) Galcit und sind' bei derartig gestörten Q.-Er. die Er- 
hebungen auf den Flächen von JiH auffallend stark entwickelt (141, u). 
Zur Hälfte rosenroth gefärbte Er. von diesem Fundorte hat Söch- 
tmg beschrieben ^). — Von Zirkniti (ssi) erwähnte Born ') einen 
klaren Er., welcher einen undurchsichtigen, fleischrothen Er. um- 
Bchliesst (133) iss. 

Böhmen. Von dem „Stemquarz" am Straimk Bg, bei Periimoy (86?) findet 
man, am Ausgehenden des Ganges, nur mehr unansehnliche Fragmente 
(86) 12, 888. Nach Breithaupt ist dieser Q. nur wenig härter als Adular 
und hat das geringe sp. Gew. = 2*35 (97) 76. — Aus dem Isergebirge 
stammen grosse Q.-Er., in welchen Granat-Eryställchen ooO, von hyacinth- 
rother und gelblichbrauner Farbe, eingewachsen sind (141, a). — Bvp- 
persdorf bei Reiehenberg, graulich-weisse Er. in Drusen mit Galcit und 
faseriger Blende auf Quarz (136), auch Amethyst mit braunem Glas- 
kopf. Auf Gängen im Granitit (86) 12, F. so. — Ober-Oranpen, weisse 
oder wasserhelle, hochsäulige Er. auf den Eassiterit- Gängen (86) 14, 
171. — Zinnvrald (855). Auf der Eassiterit - Lagerstätte daselbst, sollen 
sich Er. mit Trapezoöder-Flächen häufig finden (46) 71, 88. Eigenthüm- 
lich ausgebildete Er. wurden von G. v. Rath (46) ö3 , 72 und von Söch- 
tmg (96) 11, 9 beschrieben. Scharff fand an vielen Er. einen rauch- 
grauen Eern, umgeben von einer scharf abgegrenzten, weissen oder 
rothen Hülle, welche aus einer grossen Zahl von ziemlich parallel ge- 
richteten TheilkrystäUchen gebildet wird; nur die Gipfel der Er. sind 
glatt hergestellt, die Mittelkanten oft abgerundet (141, u)'). An einem 
z. Th. mit Scheelit bedeckten Rauchquarze, beobachtete Jenzsch eine 
Yereinigung zweier Er. derart, dass ooP des einen, und R des andern 



<) ZtBclir. f. d. ges. Natiinr. IV. 6. 

*) (11) 1, •». 

*) 8. a. (46) 1864, w und (63) 109, ss«. 



264 -^un.. 

parallel lagen (die in einer Ebene von ooPa liegenden Auptaxen sind 
unter 88*13' gegen einander geneigt^). Breithaupt fand in einem Er. 
eine gut ausgebildete Olimmertafel, al^EinscMass (120)20, 58 und Sach- 
äug sah einen Er., aus dessen zwei anliegenden Prismenflächen je eine 
Glimmertafel vorragte ; einsehen den beiden Glimmerblättem und seit- 
lich von ihnen aus, veriief ein Sprang, ohne jedoch in zwei andere 
dem grösseren angelagerte Q.-Er. einzudringen. Einschlüsse von Mis- 
pidcel kommen in Kr. von diesem Fcmdorte ebenfalte vor (133) iss, les; 
jene von Eassiterit-Kömem und Scheelit-Er. wurden bereits im Min. 
Lex. erwähnt; es finden sich hier aber auch wohlgebildete Eassiterit- 
Zw., welche von Q. umschlossen, und wieder dflnne Q.-Er., von welchen 
Sassiterit - Zw. durchbohrt werden (133) 177. Unter den aufgelagerten 
Mineralien ist auch Galcit in Eugelbildung zu erwähnen (141, u). — 
Auf dem Eisenkiesel von Irgang bei Platten (sss) fand Laube lavendel- 
blaue Ghalcedon-Üeberzüge (135, 1). — Zwischen den einzelnen Schalen des 
„Eappenquarzes*^ von SdUaggenimld (357) bemerkt man zumeist Ab- 
lagerungen von Nakrit-Schüppchen, zuweilen auch an Stelle der letzteren 
Eassiterit oder Eiese (86) 14, 324. Einschlüsse von Mispickel hat Mohs 
im Q. von diesem Fundorte beobachtet (133) les. — In der Braunkohle 
von Tepliüs bildet Faserquarz schmale Gangausficaiungen. G. Rose er- 
wähnte, dass in dei* Schwarzkohle, z. B. zu Wettin, ein solches Yor- 
kommen öfters beobachtet wurde (96) 10, »s.— In den silurischen Schichten 
der Umgegend von Vtäg fand Beuss vollständig ausgebildete Q.-Er., 
wlBlche aus Calcit-Elüften stammen, die in den GrauwadcenBchiefem 
hinter WoUehan (a), in den Ealksteinen im Raäoiiner Th. (b) und 
in dem Diabase von Klein Küchel (c) auftreten. Die Er. von (a) sind 
bis 6 L. ho^h, graulich-weiss, halbdurchsichtig, gewöhnlich sehr verzerrt 
und oft in paralleler Stellung, oder mit odP als Zw.-Fläche, vereint ; jene 
von (b) sind schwarz -grau, plattgedrückt, mitunter nicht dicker als 
starkes Papier und haben glänzende, wie moirnte Flächen; den rauch- 
grauen Er. von (c) ist eine regelmässigere, säulige Gestaltung eigen (64) 
60, ide. »- Die nagelartigen Gestalten des Galcit III') von PHbram (s65) 
umschliessen nach Zerenner, schwarze oder graue, zuweilen auch farb- 
lose, vollkommen ausgebildete Q.-Er., welche, besonders die dunkelsten, 
durch Ihren Flächen-Beiehthtan bemerkenswerth sind. Mit andern Formen 
1ttiet€^idie trigonalen Pyramiden und Prismeü VsC2P2) und VaCooPs) ^ den 
beiden Stellungen auf (%) 2^, 920. An sehr kleinen, graulichweissen, 
halbpelluciden Er. auf sammtartigem Pyrrhosiderit, bemerkte Wiser eine 



*) Jahrb. d. Erfurter llcad. 1870, ssi X^) ^^t ^»7. 
*) 8. Min Lex. S. 89 



Qun. 265 

deatliefae Abstumpfimg der Polkanten von HhB; die ooP.-Flächen fehlten 
(46) 63, 606. Neuerer Z^thaX der Johannes Gg, Drusen von blass-yioletten 
Amethyst-Er. , mitunter von nicht unbeträchtlicher Grösse geliefert, 
welche eine dünne Lage blassrothen Dolomites (über brauner Blende) 
zur Unterlage haben (69, a) 6i. — In dem Kalkstein (im Phyllit), der bei 
BorotiB gebrochen wird, sind breite Elufbräume von Pegmatit , engere 
Spalten von Talk, an einer Stelle auch von Kaolin erfüllt; die beiden 
letzteren Ausfüllungen enthalten, wo sie etwas mächtiger sind, Q.-Kr. 
die einer- oder beiderseits pyramidal begrenzt, 1—2 Z., selbst über 6 Z. 
lang werden; gewöhnlich erscheinen diese Kr. in Parallel-Aggregaten, 
die in einer oder in mehreren gesonderten Spitzen endigen. Sie treten 
weder mit dem Kalk, noch mit dem Pegmatit in unmittelbaren Gontact 
(86) 9, 6M. — Das von Winterberg nordwestlich bis Neuern erstreckte 
Gneissgebiet des Böhmerwaldes ist reich an z. Th. mächtigen Q. -Ein- 
lagerungen; solche werden in den Steinbrüchen von Plante bei Gross- 
Z4I1UI1I für Glasfabriken ausgebeutet; der Q. ist daselbst dicht, undeut- 
lich grobschiefrig, rein weiss bis schwarz, meist bläulich-grau gefärbt; die 
dunkie Färbung verliert sich beim Brennen (86)54, 286, 677, (86. F)71,35. — 
Zwischen Badowenz und Slatina finden sich in sehr ansehnlicher Menge 
Araucarien-Stämme, die in eine graulichweisse Homstein- oder Chalcedon- 
artige, stellenweise rothgefärbte Q.-Masse versteinert sind. Diese Holzsteine 
enthalten fast stets noch Reste der Pflanzensubstanz von einer lockeren 
braunkohlenartigen Beschaffenheit, ({uarzkryställchen kleiden häufig die 
Klnftflächen der Stämme aus, welche 1—6 F., aber auch bis 18 F. lang 
werden, bei einem Durchmesser von 1—4 F. Ohne Zeichen einer Abrollung 
oberflächlich zahlreich umherliegend, stammen dieselben nach Göppert 
aus einem Sandstein der carbonischen Formation (86) 8, 725*), während jene 
Sandsteine, welche in der Gegend von Pecka und Stnpnai und am Kozinec 
bei Starkenbach gleichfalls ungemein reich an verkieselten Araucarien- 
Stämmen sind, der permischen Formtition angehören. Jok^ly hielt auch 
die Araucarien- Sandsteine von Badowenz für permisch (86) 12,392; F. 
169, S54. In Dünnschliffen der Holzsteine von Starkenbach erkannte 
Bomemann die hexagonalen Umrisse von Q.-Kr., die in ihrer Mitte 
mehr weniger deutliches Prosenchym-Zellgewebe enthielten (96) 13, esi*). - 
Zu Bestock bei] Pürgliz zeigt sich Chalcedon von weisser 'und bläu- 
licher Färbung, als Ausfüllung von Blasenräumen in Aphaniten (141, c). 
HAhren. Bergkrystall von Saar (361) umschliesst zuweilen Chloritschüppchen 
(133) 149. — Um Trebitsch erscheint im Granit Bauchquarz in zoll- 

1) 86. JahMsber. der scUes. Oea. flUr Taterländ. Cnltnr 1858; s. a. (9, d) 967' 
>) Die Fundorte yon Eieselhöl zern in den BrannkohlenBchichten im nördl. 
Böhmen 8. Zindren's PhydogfapMe der BrannVoUe, 1867, 391. 



266 Qnan. 

grossen Kr., eben solche Kr. kommen auch bei Gross-Meseritseli (sei) 
vor. (98) 5, 85. — ROBSits (sei). Das Vorkommen wasserheller oder 
rauchbrauner KrystäUchen daselbst, ist beschränkt anf die Klüfte in den 
Sphärosiderit-Septarien; ihrer Bildnng nach, sind sie älter als die Er. 
des Dolomites und Calcites (s. S. 81), (86) 17, sos. — Olomnczaii (862). 
Die Kr. der Q.-Geoden sind bis zu yerschiedener Tiefe in eine opake, 
gelblichweisse, weiche Substanz umgeändert, welche nach Sandberger, die 
H=:2*6 und das sp. G. = 2*68 ergab, und vorwaltend (über 98 Proc.) 
aus in Kalilauge löslicher Kieselerde besteht^); die Möglichkeit der 
Umsetzung von krystallinischer in amorphe Si02 und die Existenz einer 
Folchen, von höherem sp. G. als jenem des Opales, seien hiednrch er- 
wiesen *). Im Polarisations-Mikroskope zeigte sich, dass die matte i>seudo- 
morphe Substanz aus sehr feinen das Licht einfach brechenden Fasern 
bestehe. Reuss hatte die pseudomorphe Masse früher als Kascholong be- 
zeichnet; Blum hielt sie zuerst, ihrer geringen Härte wegen, für Steatit*) 
(46) 67, 888, 70,5«8. — In Begleitung der grossen Epidot-Kr. von Z5ptav 
(am Wege von der Kirche zum Topfsteinbruche), beobachtete Websky 
in ihrer Entwicklung gestörte Q.-Kr., an denen obere Trapezoeder-FU- 
chen auftreten (141, z). — Ghalcedon findet man anf dem Waldwq^ 
der von den Eisenhütten in die nördliche Partie des Zdiar Bg. bei 
Böhm. Eisenberg führt, in bedeutender Menge; er ist schön mflchweiss, 
derb und traubig (98) 3, 89, femer auf der Peesawuka gura bei iltit- 
sehetn , smalteblau, nierförmig, in einer Kluft im Teschenit (96) 3, S7. 

Bohleiien. Am Gotthans Pp. bei Friedeberir, Drusen wasserheller, bis 
4 Z. hoher Kr. im Granit (87). — Am Westende von DBirseitet, am 
Wege nach Karlsbnmn^ kommen in Glimmerschiefer-ähnliclien (unter- 
devonischen) Thonschiefem, haselnnss-grosse Pyrit-Würfel Tor, welche 
oberflächlich in Limonit verändert und, meist nur auf einigen F&diea, 
mit einer etwa V^ L. dicken Rinde von unvollkommen fasrigem, wcis^ 
sem Q. bedeckt sind. Dieses Vorkommen von Faserqnan ^ekhl nach 
Römer TöUig jenen, welche G.Rose beschrieben^) (IdO) 13. — Ba 
dorf, Meltseh u. a O. findet man Kr. in Klüften der Granwacke^ 

CMülmleii* Swosiowiee, einzelne oder gmppirte, fiurblose md 
pellucide kleine Kr. fand ich als jüngste Bildung in den 



«) A«n«r g»riig»m M«agw T«a Al,0^Gk0«id UgO, MAiah«MSiAateM»SY-r«APk«e. 



«) TifL Jmsok. tWr aoMiik» iMMkin» tmü^ e. = *€ («3) XK, «^ 

») s. m«. lm. s. s9» [(<»» v)>(», 4) u] uA or. 

iB 4m TtNfti. Stutoa K>Am 
<)&IM«i« Qift» Ftoift ud Fun» ies 



Qun. 267 

der Schwefel -Mergelflötze; die Er., häufig yeranstaltet und von chal- 
oedonartigen Rinden überdeckt, übergehen in warzen&hnliche und andere 
sph&roidische Gestalten. Die äusseren Lagen derselben sind zuweilen in 
eine feinerdige, weiss abfärbende, Kaolin-haltige Eieselmasse verändert. 
In halbpellucidem Gyps aus dem Riitinger- Felde sind zahlreich, frei- 
gebildete Er. -Gruppen, sowie Drusenfragmente von Q. eingeschlossen; 
durch vorgeschrittene Erosion des Gypses bloss gelegt, unterlagen sie 
ebenfalls zersetzenden Einflüssen (86) 18, 294, 19, 227. — Die ßlasen- 
räume des Melaphyr-Mandelsteines von Radno nächst Tencgyn, sind oft 
mit Q.-Yarietäten erfüllt. Pusch erwähnt, dass auf den Feldern daselbst 
häufig Mandeln vorkommen, welche aus wechselnden Lagen von Achat 
und Amethyst bestehen (180) 110. 
TSnguxn. Der auf den Erzgängen von Sehemnltz vorkoinmende Q. (s65, 
366) gehört vier aufeinander folgenden Bildungsperioden an (86) 16, 518, 
Den skelettartigen Aufbau und das säulige Aufstreben des Bergkrystalles, 
welchem gewöhnlich die Taubenhausform oder Kuthengestalt, oft blass 
violette Färbung eigen, hat Schar£f geschildert; bei diesen Kr. sind die 
Gipfelkanten mit besonderer Bevorziehung hergestellt, während die 
Kanten d-R: ooP z. Th., durch eine mangelnde Ausgleichung der Flächen- 
mitte, unterbrochen sind. Die äussere Form scheint stets :iiR. ooP zu sein ; 
allein — R tritt oft sehr zurück und steigt dann die ooP-Fläche unter 
+ R, zu diesem treppig auf ^). Zuweilen kommen nach Yivenot auch die 
Flächen der trigonalen Pyramide und des Trapezoeders vor, und Zwillinge 
mit parallelen Hauptaxen, wobei entweder Juxtaposition oder Penetration 
zweier Kr. stattfindet; die sogenannte Landkartenzeichnung zeigt sich 
im letzteren Falle nur auf den Pyramiden, niemals auf den Prismen- 
flächen. Als steter Begleiter der mangelhaft entwickelten Kr. erscheint 
der Braunspath, oft als erkennbare Veranlassung der manchfaltigen 
Störungen (86^ F.) 68, 121.*) Die Einschlüsse im Bergkrystall wurden 
im Min. Lex« S. 365 genannt; speciell im Amethyst werden erwähnt: 
Polybasit, Pyrit, Ghalkopyrit, Galenit, Bitterspath und, als Seltenheit 
Antimonit-Nadeln (104). Die Abbildung eines netten, durchsichtigen Kr., 
einen hochsäuligen Q. mit gefurchtem Prisma krönend, gab Levy (48) 
T. 26, Fg. 4. Einschlüsse von Antimonit-Nadeln in Q.-Kr. von Felsö- 
bAii7a(s67) wurden von Jonas (11) 196 u. von Kenngott (85)9, 412, Einschlüsse 
von Pyrit-Kr. von Zipser(94) 82 erwähnt. Auch die orangegelben Q.-Kr. aus 
den Goldgängen von Königsberg (367) enthalten Pyritkörner; in anderen 



«) (68) 109, MS, »SS und «Erygtall und Pflanie* fi. kxug, 186), sis. 
*) Eine Bei]i6 ron Scepter-Kr. ron diesem Fundorte luit ▼. Born abgebildet , Lifhopbyl. 
I. S8, 94. 



268 ' Quan» 

Er. bemerkte man Ghalkopyrit in Körnern (11) 1, 40. 41. ~ Die sogen. 
Marmaroscher Diamanten (aee) erscheinen im Calcit, welcher El&fte im 
Earpathen-Sandstein erfüllt, zumeist ein-, nicht aufgewachsen, bei Okor- 
mez5 (a) am Nagyag-Fl. und um Bocsko bei Szigeth, auch in kleinen 
Hohlräumen, wie bei (a), zugleich mit einer graphitischen Masse, in welcher 
die Q.-Er. manchmal frei liegen, bisweilen sind sie aber an den Wänden 
der mit Galcit-Er. bekleideten Hohlräume mehr weniger angewachsen. 
Weit häufiger und zahlreich sind diese Q.-Er. lose zu treffen, besonders 
in der Gegend oberhalb Yereezke. Die südliche Grenze ihres Yorkom- 
mens dort, soll ungefähr durch die Orte Ltxturka, Verbias, Timsar 
und Voloez bezeichnet werden können, weiter gegen NW. finden sie 
sich im galizischen Grenzgebirge bis über Latnrka hinaus. In süd- 
östlicher Richtung von Vereczke, liegen in den Earpathen-Thälem der 
Marmarosch, die Fundorte Okermdz5, Kirälimezö (Eönigsfeld) und 
Bocskö bei Szigeth (86) 9, F. ii6;(86) 10, 428. i) Einige kleine, sehr regel- 
mässig ausgebildete und gut spiegelnde Er. aus der Marmarosch (so 
wie von Herkimer Co., N.-York) wurden von Dauber gemessen; er 
fand, dass selbst bei den besten Er. die Eantenwinkel niemals genau 
den theoretischen Forderungen entsprechen, sondern innerhalb gewisser 
Grenzen um die idealen Werthe schwanken (63) 103, 107. — Zu Herren- 
gmnd (a), Altgeblrg (se?), Polnlk undLibethen erscheint meist derber 
Q., als Hauptmasse der Ghalkopyrit- und Tetraedrit-führenden Gänge. 
Drusenräume, die zuweilen vorkommen, sind mit Er. ausgekleidet ; solche 
Er. von Poinik haben eine schwache Amethyst-Färbung. In Herrengrund 
kommen auch Pseudomorphosen nach Calcit vor. Wie an diesem Fund- 
orte bildet Q. die ausschliessliche oder verwaltende Gangmasse von 
Erzgängen, auch an vielen andern Localitäten. — Im Yepor Geb. (a) 
bei Libethtn und im Yolovee Geb. (b) bei Göllnitz, treten Gneisse auf, 
die durch eingewachsene Q.-Er. einen porphyrartigen Habitus gewinnen; 
in (a) ist es ein dem Protogyn ähnlicher Gneiss, in (b) ein Phyllit-Gneiss 
(86) 18, 346 ; 19, 892. — Von Kremnitz (ser) erwähnte Tamnau Pseudo- 
morphosen nach Baryt (96) 12, 179. — Auf den Erzstöcken von B^ 
bänya ist Q. wohl verbreitet, aber in grösseren Massen nirgends ange- 
häuft; nur ausnahmsweise gelangte er zur Entwicklung ansehnlicher 
Er. (124) 121'). 



*) Nach Boxer sollen diese Er. geschliffen, yiel schneller ihr Feuer Terlieren und die Eanteo 

frfllier matt werden, als wenn sie als solche gefasst werden (Ver. s. Natnrk. xn Pnss- 

bnrg, 5, S. 18.) 
") Oraner Chalcedon-Ächat ans Ungarn wurde von Bedtenhaoher analysirt (ISS) iow. — 

Bine AnaL des ^Zinopel" von Schemnitz s. (86 Y.) 67, es. — üebftr dm Bftsawaaserqvarz 

Ton Dia usw. (Min. Lex.m), s. (86) 17, s». 



Qun. 269 

Slebenbfirgeii. Amethyst mit blassvioletter Färbung, ist selten auf 
Erzgängen von OlahlÄpos (370), als seine Begleiter erscheinen Gold, Gale- 
nit, Elende und Braunspath (104). — Auf dem Siderit-Lager von Macs- 
kamez5 kommen sehr schöne Amethyst-Er., mit nierförmigem Pyrrho- 
siderit vor (141, d). — Die Erzgänge von Bolcza (370, 371) liefern in Dru- 
sen sehr schöne Bergkrystalle und Amethyste, in manchfaltiger rosen- 
rother und violetter Färbung, von Grold und Pyrit begleitet (104). — 
Der Amethyst von Hagyag (371) umschliesst zuweilen auch Nagyagit- 
Täfelchen, jener von DeyA (in Er. und derb, aus der Ülrichs-Crrube) 
enthält Bomit als Einschluss (1) 302, 289. — Tresztya (372). An den 
Formen des smalteblauen Ghalcedons, welche man für Pseudo- 
morphosen nach Fluorit- Würfeln hielt, wurde von Ferber mit dem 
Anlege-Goniometer der Winkel 94^ 15' bestimmt; es wären demnach 
die Bhomboeder des Q., wie dies schon von Mohs ^) und von Breit- 
haupt ausgesprochen wurde. Auch die Art des Emporsteigens der 
Formen aus der gleichartigen Unterlage und ihrer aneinander Fügung, 
im Vergleich mit der am Fluorit bekannten, begünstigt nach Zerenner 
die Auffassung, dass hier selbstständige Er. des Q. vorliegen (46) 71, si. 
Scharff konnte sich aber, nach genauer Untersuchung vieler Hand- 
stücke dieses Vorkommens, der obigen Ansicht nicht anschliessen ; ich 
verdanke demselben hierüber die folgende Mittheilung. „Wo überhaupt 
an diesem Ghalcedon erkennbare Flächen auftreten, sind diese stets 
durch Täfelung gebrochen, vertieft, erhoben, 'aufgeschwollen. An einer 
ausgezeichneten Stufe sind die Eanten der vorragenden Er.-Formen 
etwa 12 L. lang; ungeregelt erheben sich aus ihren Flächen kleinere 
Theilkrystalle, und an jedem vortretendem Eck, oder vielmehr an jeder 
Eante, schwillt die Gesammtfläche flach kegelförmig an, steigt in flacher 
Treppenbildung auf. Es ist dies eine durchaus charakteristische Eigen- 
thümlichkeit der Fluorit-Er. *) Wenn auf den Ghalcedon-Platten die 
Wölbung der Flächen den rechten Winkel auch vergrössert, so kann 
doch kein Zweifel sein, dass ein würfelförmiger Bau hier vorliege. Auch 
manche Fluorit-Er. von Zschoppau und aus dem Münsterthale besitzen 
eine verzogene Gestalt mit spitzen und stampfen Winkeln. Hier aber 
findet sich noch das ooOn, welches auf beiden Seiten der odOco -Eante 
die flachkegelförmig aufgeschwollene Erhebung der Fläche scharf ab- 
schneidet; dieses wäre bei dnem rfaoitfboädrisehen Bau kaum denkbar. 
Bei anderen Exemplaren ist nun freiliöh solche charakteristische 
Zeichnung uiul Begrenzung der Gestalt nicht vorhanden, so dass mög- 



>) Minenlogie, 1889, S. 367. 

») 8. (4ß) 61, 895 ff. Tsf. V, Fig. 16—19, 23 



270 Quurs — Bealgur. 

lieber Weise die kleineren , gerundeten, dreiflächigen Ecken, z. Th. 
mit wnlstartigen Bildungen fiberdeckt, Yon irgend einem anderen Mine- 
rale aufgebaut worden sein mögen. Die Fäden und Fransen, die Qua- 
sten fiber den Krystallformen, mögen dem Gbalcedon yorbebalten bleiben, 
wie auch die nierförmigen, glaskopüartigen Eugelbildungen.'^ (141, n). 
Auch Behrens bezeichnet diese Ghalcedonformen als Pseudomorphosen, 
wofür auch ihre Mikrostructur sprechen wfirde (86) 64, 557. ') 

Bammelsbei^t^ Dana. 

D. 77. N. 573, WeissnickeUdes (Arseniknickel). 

K&mten« Lölling-Hllttenberg, Erzberg. Knollen eines schwarzen Horn- 
steines, welche im Margareihenhaue unter gleichen Verhältnissen vor- 
kommen wie der Löllingit (s. S. 187), enthalten silberweisse, z. Th. hont 
angelaufene kleine Partien, mit kurz-stängliger oder körniger Textor, 
die, wie ich fand, in rhombische, dem Mispickel ähnliche Formen en- 
digen und wahrscheinlich B. sind. Schon früher war eine derartige 
Substanz aus Hüttenberg, von Breithaupt „Rhombites syntheticus'* ge- 
nannt, analysirt worden*) (138). 

Realgar, de Lisie. 

D. 26, N. 584 (Bothe Arsenblende). 

Min. Lex. 878. 

BalsburfiT- Die Angabe des Fundortes am Mitter Bg. bei Werfen im 
Min. Lex. S. 373 ist nach Eöchl höchst zweifelhaft (118) 188. 

Kftmteii. L511iBg. Krystallinische Partien, eingesprengt und auf Klüften im 
Kalksteinlager bei Stehing (im Glimmerschiefer). Die in dem Kalkstein 
eingewachsenen Kiese, ArsenMes^ (Löllingit?) und Pyrit dürften die 
Entstehung des B., so wie des begleitenden Eisenockers Yeranlasst 
haben; z. Th. ist das B. in Auripigment verändert (86 F.) 67, m, (115) 
8, 117. — Saehsenburg, derb, mit Auripigment und Calcit, im Dolomit 
(136). — Am Nordgehänge des Lusckari Bg. bei Lnsehari, mit Auri- 
pigment auf unregelmässigen Klüften in grauem Triaskalk (114). 



*) Im Basalt der Detunata bei Alnndbinya soUen üoh nach Ssabo snweilen Tollattad« 
erhaltene Qnarx-Kr., P mit sehr nntexgeordnetemooP, als Einschlnss im Basalt Hadss; 
sie sind meist in ein Silicat von innen ans umgeändert, welches aber gr^sstentfaeib wiedar 
entfernt wnrde, so dass nur ein innen hohler üebenEog der Q.-Kr. znrückblieb. DiM 
Kr. dürften ans jenem Gesteine stammen , welobes Tom Basalte darchbrochen wuda 
(86 F.) 67, S98. 

^ Paragenesis, S. 217. 



B«a]gar — Bedniihit. 271 

Böhmen. Auf den Abfällen der Braonkohle Ton Boden bei FcUkenau, 
welche durch Selbstentzündung in Brand gerathen, bilden sich B. und 
Arsenit-Kr. (86) 15, F. aso. 

Vngmxn. TajOTa (374) mit Auripigment, s. S. 42. Eine flächenreiche 
Combination von diesem Fundorte hat Levy abgebildet (48) T. 74, Fg. 6. — 
Nagjbänja (374). Einzelne der hier vorkommenden ausgezeichneten 
Er. erreichen die Grösse von ^1^—1 Z.; einzeln oder gruppenweise ver- 
eint, sind sie meist auf Quarz-Drusen aufgewachsen (104). — Gombina- 
tionen von Kapnlk (374) zeichnete Levy (48) T. 74. Fg. 2, 4, 6. 

Biebenbiirsren. KoyAczna, mit Schwefel als Eluftausfiülung im Ear- 
pathensandstein (136). — Nagjaflr (375)* Hessenberg bestimmte gonio- 
metrisch die Combination: ooP . cffi% . 4^00 . %9co . sPg > ogPg . ocPgo . oP. 
Sco . -2P2 . ^ . 4P4 . 4^9 , mit den neuen Formen 00 ^6 und 4^9. Die 
durch das Vorwalten der positiven Partialformen und die Abwesen- 
heit von Qc^Qo eigenthttmlichen, 1 L. hohen, spiegelnden Eryst&Uchen, 
waren zahlreich auf einer SchoUe eines grünlich und gelblich ge- 
färbten, zersetzten (resteines aufgewachsen (113) 1. Vrgl. a. Levy's Atlas 
(48) T. 74. Fg. 9, 3, 6, 7. 

Bedrnthit, nicol 

D. 52, Ghalcocite. N. 548, Kupferglanz, Ghalkosin. 

Min. Lex. 376. 

Salsborflr. Scbwarzleograng (875). In der Tiefizeche der Erasmusgrube 
ist B. derb und grob eingesprengt, mit Galcit und Ghalkopyrit vorge- 
kommen. — Hundsfeld am Radstädter Taiiern, im Quarz [118]. 

Böhmen. Gross-Aupa. Der im 2. Gebirgstheil befindliche Bb. ist nach 
Jock^ly auf die grösstentheils im kömigen Kalkstein einbrechenden 
Erze: B., Bomit, Ghalkopyrit und Tedraedrit gerichtet; untergeordnet 
kommen auch Eisenglanz, Pyrit, (Galenit und Blende vor. Der Kalkstein 
enthält Lagen von Asbest und Malakolith (86) 12, 415. — In den per- 
mischen Schichten der Gegend von Starkenbach und Hohenelbe (S. 
196). — Bibnic, Semil 0. Die hier abgebauten Erze, vorzüglich B., 
GhrysokoU, Malachit und AUophan brechen nach Jok^ly in einer ur- 



*Bei88acherit wurde Ton Haidinger eine lockere, braune Sabetani genannt, welche 
bei EröiEnnng eines nenen QnellenstoUenB im Wildbade Ga s t e in (Salibnrg) angetroffen 
wnrde. Die im nassen Znstande fast kohlschwarze , weiche Masse hatte , 1 Z.— 2 F. 
mächtig, einem feinen Schlamme ähnlich , sich zwischen Gneissplatten angesammelt; 
Homig*B Analyse ergab — nach AbngTon beigemengtem Sand nnd CaCOg — 52*6 Proc 
Jfn^O^ 217 Fe,0| und 85*9 n,0 (86; 7, «is, (101) lu. 



272 Redrathjt — Ketinit. 

sprünglich dem Phyllit eingelagert gewesenen , theils Hornstein- theils 
Malakolith-&hnlichen GesteinsmaBse (86) 12, 415. — Swarow. Boricky 
beobachtete einen mikroskopischen, hohlen B.-Er. in der Chalkopyrit- 
Form Vs(P)> &us rhombischen Säulchen bestehend, und schliesst daraus, 
dass die hier in Begleitung des Ghalkopyrites and Zinnobers auftretenden 
derben Partien von kömigem fi. ebenfalls Metamorphosen des Ghal- 
kopyrites seien (85) 59, eos, (64) 69, so. — Pribram (375). Adern von R, 
stellenweise mit Malachitkügelchen besetzt, sind neuerer Zeit auf dem 
Fundgrubner Gg. vorgekommen (69, a) 17. Analyse s. (121) 13, m; (39, m) soe. 

JSng9m. B^bänya (sre). Gleich dem Galenit, sind ziemlich h&ufig in den 
Gontactgebilden zwischen Syenitporphyr und Kalkstein, derbe B.-Partien, 
mit Grossular oder Gemengen von Grossular und Galcit verwachsen, 
vorgekommen. Nicht selten zeigten sich Granat-Er. ooO und a>0 . »Os. in 
dichtem, etwas schalig abgesondertem B. eingewachsen. Im Inneren 
der Erzstöcke hingegen, unterlag der B. der Zersetzung um so sicherer, 
je mehr er mit Ghalkopyrit und Galenit verknüpft war; nur kleine im 
Galcit eingesprengte Partien blieben selbst da erhalten, wo das Gemenge 
von Malachit und Gerussit als Haupterzmasse, ganz naUe an sie her- 
antrat (124) US. 

Blebenbftryen. Im Dolea-Bb., Bezhänya SO, bricht kömiger Gfalenit 
ein, der meist mit wenig dichtem B. verwachsen ist; eingesprengter 
Ghalkopyrit und etwas Pyrit sind Begleiter dieses Vorkommens, s. S. 133. 



UOtllllt^ Leonhard. 
D. 739, Gopalite N. 593. 

Ifin. Lex. 876. 

Böhmen. Von Dallwitz, bei KarUbad N., bewahrt die Zürcher Univ.- 
Sammlung ein Exemplar aus älterer Zeit, welches nach Eenngott, ein 
rothbraunes, durchscheinendes, stark wachsglänzendes, dem B. ähn- 
liches Harz, als Ausfüllungsmasse kleiner Drusenräume in einem lockeren 
quarzigen Gebilde zeigt. Letzteres ist durchzogen und imprägnirt mit 
Asphalt, so dass sich eine schwarze Masse darstellt, in welcher stellen- 
weise feine graue Schnürchen von Quarz auftreten. Kleine Bergkrystalle 
kleiden die Drusenräume aus, welche mit dem B. erfüllt sind (39, 1) us. 
Wahrscheiolich dürfte dieses Vorkommen aus den Quarzitsandsteinen 

' stammen, wek^ das tiefiste Glied der &:«ankohlen-«FormAtion um Karls- 
bad bilden. 



B^Bliinyü - Bhodochrosit 273 

R^Zbänylt, Hermann. 

D. 100. 

Uafl^am. Ein nierförmiges , faustgrosses Stück, als ^Tellur-Silber von 
BMn&BjtL^ bestinunt, erwies sich nach Hermann als ein neues Mineral, 
nach seiner Aufiassung eine Verbindung von Blei-Wismut-Sulphuret mit 
Blei-Solphat^ welches letztere aber wahrscheinlich Zersetzungsproduct ist 
Aensserlich in ein Gemenge von Anglesit und Wismutocker verändert, 
war die dichte Fahlerz-ähnliche Substanz innen ganz frisch und blei- 
grau, an der Luft ziemlich rasch schwärzlich anlaufend. H. = 2*5, sp. 
G. = 6*2.^) — unter dem Materiale, welches Peters von diesem Fund- 
orte untersuchte, zeigte sich kein eigentlicher B., wohl aber Hessen sich 
einige Massen von unreinem, mit Gerussit und Malachit gemengtem Wis- 
mutocker, als ein Zersetzungsproduct auf K. beziehen (124) iie. 

BhodOChrOSity Hausmann. 
D. 691. N. 273, Dialogit (Manganspath). 

Um. Lex. 877, 516. 

K&mten. Am Westgehänge des Elnöd-Th. gegenüber von Dürrenateiny 
mit Eisenglanz auf Gneiss (114). 

VngBxn. Schemnitz, kleine Rhomboeder, blass rosenroth und röthlich- 
weiss, mit Braunspath, Galenit und Blende auf Quarz und Hornstein, 
selten; auch derb und dicht (104). - Im Braunstein-Bb. Rosxty bei 
Csnosom (bei Bosenau), derbe, späthige Partien von schöner rother 
Farbe, mit eingesprengtem Pyrit, im Thonglimmerschiefer (136*). -> 
FeketeliAn ja, als Seltenheit, meist derb und mit Braunspath und Quarz 
verwachsen. — Kapnik (877). Von Er. erscheinen ausser B und — Vs^ 
letzteres als Gruppen-Er. nicht selten bis 12 L. erreichend, auch Rs mit 
—aB und V4B8; sie sitzen zumeist auf Quarz-Drusen, welche Hohlräume 
in dichtem B. oder in dem ihn vertretenden Dolomite auskleiden, selten 
unmittelbar auf diesen derben Massen, welche reichlich mit Quarz ge- 
mengt oder von Quarzschnüren durchzogen sind. Neben R.-Er. findet 
man zuweilen Dolomit-Er. Auch gehen krystallinische Aggregate des 
B. durch Ealk- und Magnesia-reiche Varietäten über in gelblich-weiss 
Dolomit-Drusen (46) 61, 458. Als Gangart auf mehreren Gängen in derben 



') Bullet, d. 1. Sog. d. natural , Moscon 1868, ms, Jonrn. f. prakt. Chem. 75, «soX^^*^) lu 

flermaim^B Analyse s. a. (138) ioos* 
*) Nach Andxian kommt bei BoMnaa Magnetit mit Bzannstein, stockfBrmig im Thon- 

Bchiefer Tor (86) 10, F. «o. 

Z e p h a r T io h;, mineral. Lexieon. II. 18 



S74 SkodMhnwit — Bkodoiiit. 

dichten Massen, bid Aber 1 F. m&chtig, theils rein, theils innig mit 
Qnarz gemengt, in Adern, Trfimmem» Nestern, mit eingesprengtem 
Tetraedit, Pyrit, Ghalkopyrit und Blende, oft mit weissem Quarz nnd 
granem Homstein lagenweise wechselnd (104). Berthier*8 and Btro- 
meyer's Analysen s. (128) sso. 
Btobanbtei^ttii. In dnnkelrothen Khomboedem auf sogen. StUpnosiderit 
▼on Hacflkameiö fand Lill 93*5 Proc. MnCO, (121) 14, iss. — Teregpatak. 
Bosenrothe, derbe Massen mit ausgezeichneter Sph&ren-Structur , als 
Ausf&llungen von Klüften und in stockartigen Trümmem einbrechend, 
bestehen, nach Poiepny, aus Rhodonit, R. und Gemengen dieser beiden 
Minerale, welche mit dflnnen, concentrischen Schalen kleine nierfSrmige, 
traubige und kuglige Gestalten bilden, und femer aus kleindrusigem 
Quarz, welcher die Zwischenräume der ersteren erfüllt und hie und da 
Gold in kömigen Aggregaten führt Erztheilchen, zumeist Ghalkopyrit, er- 
scheinen zuweilen als Eem von unregelmässigen Ghalcedon-Sphäroiden, 
welche wieder von manganhaltigen Zonen umgeben sind (85) 67, 886. — 
Vagyag (sts)* Hier kommen auch Perimorphosen nach älterem Galcit vor. 
An Er. -Formen ist dieses Vorkommen weniger reich als jenes von Kap- 
nik, übertrifft letzteres aber in Schönheit der Farbe und ManchÜEdtigkeit 
an Aggregatformen (46) 61, 458. Stromeyer's Analyse s. (128) nu 

Rhodonit^ Jasche. 
D. 225. N. 477 (P^sbergit, Kieselmangan). 

Min. Lex. 878. 

BalsburfiT. RarUherger Alpe im Tweng-Th. (Lwngau)^ dunkelrosenrothe, 
klein- bis grosskömige Aggregate mit dichtem Magnetit ; sehr selten (118). 

K&mten. LOlling-Hfittenberir, Ergberg und Waitsehaeh, derbe, dunkel- 
rosenrothe, krystallinisch-grob- bis feinkörnige Aggregate, von grauem 
Quarz stellenweise durchwachsen und mit etwas Garbonat gemengt; 
braunstrichige Manganit (?) -fünden umgeben das frische Mineral. See- 
land fand dasselbe anstehend in dem hängendsten Ealklager des £rz- 
berges und in grossen kugligen Stücken in einer Dilurial-Ablagerung, 
welche isolirt am Waitschacher Berge auftritt (64) 70, e. 

Uhren. Indem a. Bb. von Kratidorf bei Altstadt, nicht zu Goldenstein, 
wie im Mm. Lex. S. 378 angegeben, fand sich nach Obomy ehemals 
dieses Mineral (98) 3. 

* Bauberhat irriger Weiae Pfibram als Fundort von Bhodonit (PajsbMgit-Kr.) genumt 
(68)94.1864, 401. Diese Angabe ist avoh in einige Handbaober ftbergegangea [(108) n 



275 

Bhodonit — Bipidolüh. 

ünffftnt Wllüiti nnd ZsAkaröcs, derbe Massen auf den Erzgängen im 
Gabbro, mit Quarz und Galcit; Alabandin ist im R. eingesprengt (104^). 

— Prakendorl^ dicht und blättrig, mit schwarzbraunen Oxyd-Rinden, 
nach Peters zum Yerwechsebi ähnlich dem sibirischen Vorkommen (46) 
61,668. — Am Közffphegy nächst Csuesom (378) bei Rosenau, hell bis 
dunkel rosenroth auf frischen Bruchflächen, an der Verwitterung zu- 
gänglichen Stellen violblau, dunkelbraun oder bläulich schwarz gefärbt, 
kleinkörnig bis dicht, wenig glasglänzend bis matt. H = 5*0. Das unge- 
mein zähe Mineral bildet, nach Komhuber, einen mächtigen Gang im 
Thonglimmerschiefer und wird in einem Tagbaue gewonnen (89, k) eo*) 

— KApnik (373), in derben, dichten und feinkörnigen, schmutzig rosen- 
rothen und bräunlichen Lagen, auch eingesprengt mit Rhodochrosit, 
Braunspath, Quarz, Blende und Gold (104). 

Blpidollth, G. Rose. 
D. 501, Prochlorite. N. 4ö0, Ghlorit (Werner, Eobell). 

Min. Lex. 8. 111 lud 500«). 

In BalibiUY sind nach Eöchl die beiden von Breithaupt unter- 
schiedenen Ghlorite vertreten, der Lophoit (mit circa 15 Proc. FeO), 
sp. G. = 2*79—2*88, Strich grünlichgrau nnd der O g k i t (mit circa 28 Proc. 
FeO) sp. G. = 2*93— 2 96, Strich seladongrün. Die Localitäten sind fOr 
(A) Lophoit, Schelgaden, schuppig auf Quarz und Morizenthal im 
Liingan, mit Galcit im Stnbaclithal; als Ghloritschiefer Auf der Walisch- 
alpe im Mtihrwinkel (Lungau) mit Magnetit, auf derFerleiten in Fnseh 
nnd an vielen a. 0.; derb, feinkörnig im ZUterauergraben in Gastein, 
mit weissem Dolomit. — (B) Ogkoit in Banrla, im Hüttwihkelj dunkel 
ölgrfine gehäufte Säulchen und im Setdenwinkel, wulstförmige Aggregate 
mit Galcit, an beiden Fundorten mit Rutil auf Glimmerschiefer (118). 
Kobell^s Analyse desR. (Ogkoit) von Rauris s. (128) ssr. — Einen R. vom' 
Ankogly im Hintergrunde des Anlauf'Th, in GasMn bewahrt das Wiener 
miner. Museum (141, x). 

Von der Sanalpe beschrieb Niedzwiedzki ein über 2 Z. grosses 



*) Dnreli diese Anj^be wird die Amn» S* 378 im Min. Lex. berichtigt. — Nach Andrian 
treten im Thonsehiefer bei GöUnlta und BiMenftV (Oraeioiii) Stöcke yon Magnetit mit 
Bramutein anf (86) 10, F. 40. Wahrscheinlich dftrfte anf denselben anch der B. Tor- 
kommen. 

>) Yer. f. Natmäknnde sn Pressbug, 1869, S. 68. 

") Manche von den dort enrUmten Vorkommen dflrflen bei näherer Untersnchnng als B. 
ra bestimmen sein, wUirend andere nach Descloixeanz dem Klinochlor (s. d.) ansnge- 
hftren scheinen. Die im Min. Lex. S.379 als Bipidoüth (KobeU) beschriebenen Minerale 
sind Klinochlor. 

18* 



276 

Bipidolifli — fiittiiigerit. 

Er.-Fragment eines colombinrothen, dnrclischeinenden Granates, welcher 
peripherisch, in einer 2L. starken Rinde, die Umwandlung in feinschnp- 
pigen, dunkelgrünen Ghlorit deutlich erkennen Hess. Das sp. 6. = 2*98, 
ist wohl so hoch in Folge von beigemengtem Magnetit; von der gleichen 
Beimengung dürfte auch der hohe Gehalt des Ghlorites an Fe^O, (9 Proc), 
welchen die Analyse ergab, stammen (136) 72, i62. 

TlroL Die im Min. Lex. S. 11 1 beschriebenen Vorkommen von Pfitsch^), 
aus dem Puster- und Zillerthale (Rothenkopf und Schwarzenstein) gehören 
zum Elinochlor (s. d.)* — Lophoit vom Greiner im Zillerthale wurde 
Yon Eobell analysirt, s. (128) 5S7. Er erscheint in sechsseitigen Täfelchen, 
die zu cylindrischen, kegelförmigen oder wulstigen Gestalten gehäuft sind; 
in schuppigen Aggregaten, zuweilen als Matrix von Aktinolith und Tur- 
malin-Er. (die mit dem Aktinolith verwachsenen Schüppchen oft metal- 
lisch glänzend und messinggelb), auch als Begleiter des gegenwärtig 
seltenen ])forgarites. Schiefrige Massen und erdige Partien, letztere nicht 
selten in brauner Färbung (49). Eine Pseudomorphose von K. nach Ak- 
tinolith vom Greiner (iis) aus dem Ghloritschiefer hat Beuss beschrieben 
(46) 40, 86. *) Laube's Analyse in (86) 14^ s78 hält Tschermak für un- 
richtig; nach seiner Analyse gehört das pseudomorphe Mineral zum 
Lophoit; sp. G. = 2-80. (85) 53, 521, (101) eoi. — Ghloritschiefer, ver- 
muthlich zum R. zu stellen, lagern an vielen Orten im Gebiete der 
krystallin. Schieferformation. — - Pseudomorphosen von Ghlorit nach Gra- 
nat kommen im Diluvialschotter bei Innsbrnck in Gneissfindlingen vor, 
welche wahrscheinlich aus dem Oetz-Thale stammen (46) 71, ss* 

Blebenbftrg en. Taszopätäk bei Ditro, Granat-Er. 2O2, bis Vs Z. im Durch- 
messer, sind nach Hauer vollständig in Ghlorit umgeändert. Die grün- 
lich, stellenweise auch braun gefärbten Pseudomorphosen, deren sp. G = 
3*04, sind eingewachsen in einem Syenite, der in der Nähe des Ditroites 
ansteht (86) 16, sos. Hauer's Analyse , welche einen sehr geringen Grehalt 
an Magnesia (8 Proc.) ergab, s. ebd. 

Bittingerit^ Zippe. 

D. 94. N. 582. 

Min. Lex. 879. 

Böhmen. Joaehimstlial (379). Die Untersuchungen, welche unlängst Schrauf 
über den R. mitgetheilt, lieferten wichtige Beiträge zur Gharakteristik 



t) H. Fifloher bemerkt , dass er ein als Chlozitecliiefer von Fllteidi beieielinetee OeeteiB 
im Dünneehlüf als StrahUteinsoUef er erkannte , der in rielen , wenn anok nickt u 
allen Stellen die opt. Eigenecbaflen des Amphibol seifte (105, a)u. 

*) Yrgl. (9, d)ts »Fblogopii* naeh Hornblende. 



BittiBgaiit - Btederit. 277 

dieses seltenen Minerales. Die Messungen ergaben , im Vergleiche mit 
den früheren Bestimmongen dnrch Schabus, ziemlich abweichende Re- 
sultate^). Die minimalen EryBtftllchen sind Gombinationen Ton oP(o), 
±V.P(«,o),±»/4P(i?,c),±P(«,p),-«/,P(r), ±**/,P(8,q), ooP(m), "/.««(d»). 
Zw. nach oP und nach odPx> wurden beobachtet, auch complicirte F&Ue 
durch gleichzeitiges Auftreten der beiden Zw.-Gesetze an einem Er. An 
einem pelluciden T&felchen wurde eine starke Doppelbrechung constatirt. 
Sp. 6. = 5-63*). Als Bestandtheile wurden Ag (57*7 Proc), As und Se 
vor dem Löthrohre ermittelt. Die neueren Anbrüche unterscheiden sich 
von dem älteren Vorkommen (1851) indem die, durch zahlreiche Pyra- 
miden-Flächen dicktafligenR.-Eryställchen, meist einzeln, zerstreut und 
nicht von Plroustit und Argentit begleitet, erscheinen; sie sind fest ver- 
wachsen mit der rauhen, nierförmigen (blauschwarz angelaufenen) Ober- 
fläche von dunkel graugelben Leberkies-Massen, welche man für ein Ge- 
menge von SchwefeUdes mit Pyrrhotin zu halten hat (85) 65. 

RÖSSlerit, Blum. 

D. 556. 

Böhm^ii. Joaehimsthal. Ueber den schönen Pharmakolith-Er., welche in 
alter Zeit einbrächen, fanden sich weisse, morsche, leicht zerreibliche, 
säulenförmige Er. oP. ocPao . — P. P. Poo . ^Pco . 2Rx> . oP, bis 4 L lang, 
und 1 L. breit; nach Tschermak wären dieselben als verwitterter R., 
von dem man frei gebildete Formen bisher noch nicht beobachtete, zu 
bestimmen. Die Anal, ergab die Zusammensetzung der verwitterten Er. = 
( sMgO . H,0) AsjO^ -f sH^O '); dieselben werden zuweilen von den Er. 
des Pharmakolithes*) durchbohrt. Als grosse Seltenheit zeigen sich unter- 
halb der Pharmakolith-Er., auf wenigen Exemplaren, noch Er. von Hai- 
dingerit'). Die Unterlage der Drusen ist ein oberflächlich zerstörter 
Braunspath, welchem die Magnesia und Ealkerde der genannten drei 
Arseniate entstammt (85) 56, 884. 



«) oP: oöPoo = BSPW, ooP = ISiOiW. 

") Die Voneiehen der Nanmann'schen Symbole -l* ^'^^ -^ verwenclet in dieser Abhand- 

liug Schzanf in einer entgegengesetzten Weise , als dies von Nanmann vorgeschlagen 

wurde — ein Voigang, der woU nicht zu billigen ist 
*) Wftgnng Ton i.% Milligr. 
«) BAsBlerit = (2MgO . H,0) Ab^O« + 14H,0. 
*) i'harmakolith = (2GaO .H,0) As^Og + 5H,0. 
•) Haidingerit = (SCa0.H,0) As,0, + 8H,0. 



278 BMttontt — BrtO. 

Bosthornit^ nofer. 

D. (Append« 1) 14. 

XAmttll. In der schwarzen Eocänkohle, welche am Somiberge bei CMta- 
riB|r abgebaut wird, fguid man in dem hängendsten Flötie, parallel der 
Schichtung desselben, mehr&ch Linsen dieses neuen Harzes ausgeschieden, 
welche bei 1 Z. Dicke, bis 6 Z. Durchmesser erreichen. Der B. ist braun, 
granatroth schimmernd, in Splittern, besonders bei durchfallendem Lichte, 
weingelb, fettgl&nzend, und hat lichtbraunen bis orangegelben Strich. Dem- 
nach ist der R. sehr ähnlich dem Jaulingit \ von dem er sich aber sowohl 
durch sein Vorkommen in einer älteren Kohle, so wie durch seine ele- 
mentare Zusammensetzung unterscheidet. In letzterer Beziehung steht 
der durch seinen hohen Carbon-Gehalt ausgezeichnete R.') am nächsten 
einem fossilen Harze von Girona in Neugranada (46) 71, sei. 



Bnbellan^ Breithaupt 
D. 304 (Biotit). N. 44a 

Min. Lax. 979, 616. 

Bi^hmen Laube üuidR. am östlichen Fusse des Dcwnera (Müesehauer) 
Bg. bei Hileflcluiii, und schöne, grosse Tafeln bei BoreaUn in Basalt- 
wacke (141, 1). 

Bntll^ Werner. 
D. 1Ö9. N. Bll. 

Hin. Lex. 880. 

Salsbnrg. Im Lungau: Preiersftld bei Baminggtein, tind Seheigaden 
(sso) im MuhruHnkel; Ton dem letzteren Fundorte bewahrt die Salzbnr- 
ger Sammlung im Stifte St. Peter einen ausgezeichneten losen, an 4 Z. 
hohen Er. P . Pao . ooP . aPoo ; daselbst kommen auch manchfaltig grup- 
pirte, dicke oder dflnne Säulen und derbe Partien vor (118). — Im 
Bergkrystall rom Bitterkahr, oberhalb der Orieawiee-Alpey in Bauris 
fand ich R. als häufigen Einschluss (86) 11, V, 69. 

Btetomiark. Im Steinbruche Ton Modriaeh, im Koralpen €^b,, ansehn- 
liche Er. : Pgo . ooP . ooFoo > P . odPs, mit nach ihrer Höhenlinie gerief- 



*) Min. Lex. S. 216 
*)ChH«0(C 12,0=16) 



Bvta - SftBidiii. 279 

ten und merklich gekrümmten Poo- Flächen ^ in Qoarz-Ausächeidungen 
des Gneisses. Minder vollkommen ist das Vorkommen ans dem Stein- 
bruche von Ligrist, gleichfalls im Quarz (108) 71. 

BUbrnten. Sanalpe (sso). Ein Quarz-Gang im Gneisse, welcher aus NW in SO 
zwischen der Grossen Sau und dem Speiekkogel streicht, und ein zweiter 
am Speiekkogel selbst, in der Nähe der Bemdier-Zeehe, fährt nach Seeland 
(zuweilen neben Apatit) einfache und Zw.-Kr., mit P, Pao , ooP, ooP» , 
und odPu, welche bis 2 Z. Höhe und über 1 Z. Breite erreichen, und 
manchmal vollständig ausgebildet sind (115) 7, les; (86) 15, F. ss. In den 
Er. fand ich Einschlüsse von Quarzkörnem und Blättchen eines dunklen 
Glimmers, welch' letzterer auch den R.-Flächen aufgelagert erscheint. 

Tirol. Yolger beschrieb von Pfltsch (sso) einen fingerdicken stängligen 
B., äusserlich stark gerieft und die Lostrennung dünner Nadeln ge- 
stattend, dennoch aber gleichmässig nach den Prismenflächen spaltbar. 
Netze von Sagenit-Nadeln, die sich unter 60^ kreuzen, sind dem B. nach 
seinen Spaltrichtungen eingeschoben; ausserhalb ragen die Bänder der 
SagenitrNetze vor, während sie im Innern mit der Hauptmasse des B. 
völlig verschmolzen sind (133). 

Böhmen. Kleine Fragmente findet man auf der Iserwiese im Edel- 
stein-führenden Diluvialsande (64) 59, 219. 

MUiren. Am Weissen Stein bei Zöptan, stark gefurchte Nadeln und 
vierseitige Säulen ohne Endflächen, auch kömige Partien, eingewachsen 
in Blöcken eines graulichweissen schiefrigen Quarzes, welcher im 
Gneisse eingelagert ist. Die Längsrichtung der ebenfalls aufgewachsen 
vorkommenden Er. soll stets mit der Schieferung des Quarzes überein- 
stimmen (98) 3. 

Sanidiii, Nose. 

D. 355. N. 373 (Glasiger Feldspath). 

^ Min. Lex. 882. 

Unffam. In den marinen Tuffen, welche östlich von Legenje, nördlich 
von SAtoraUft-UJhely und am Sdnyahegy, westlich von Särospatak, ge- 
brochen werden, kommen mitunter wohl ausgebildete Er. eines glän- 
zenden durchsichtigen Feldspathes vor, welcher von Ditscheiner gemes- 
sen und von Hauer zerlegt wurde; die Analyse ergab 9.35 Proc. Kali 
und 5 02 Natron (86 V) 69, 52. 

BAlunen. Im S. aus dem Phonolith von Kostenblatt haben Heffter und 
J07 9*32 Proc. Eali und 406 Natron nachgewiesen (128) 626. In einer 
Kaolin-artigen Masse fand Laube an diesem Fundorte gut ausgebildete 
graulichweisse S -Kr., die sich leicht auslösen lassen (141, 1.). 



290 SavMuit - Soliaelit. 

SanSSmit^ Xh. Saussure. 
D. 341. N. 383. 

Min. Lex. S8S. 

Stsltrmark. Im Eklogite des Bacher-Geb. (sss) als GemengÜieil auftre- 
tend; zuweilen bildet er grosse rundliche Partien in dem kömigen Ge- 
steine, welches nach Haidinger aus Omphacit, Hornblende, Granat und S. 
besteht^ und stellenweise die „Smaragdit^ genannten, regelmässigen Ver- 
wachsungen von Augit und Amphibol, beide in grasgrüner Färbung, ent- 
hält (135) 71, 89. 

TiroL Nach Liebener wird S., welcher bei Mauls, südöstlich von Sterzing, 
anstehend im Granite vorkommt, als Strassenschotter benützt (49, a^). 
Pichler erkannte unter dem Mikroskope diesen angeblichen S. als ein 
Gemenge, welches vielleicht als eine Varietät des Brizner-Granites zu 
betrachten wäre. Die in neuester Zeit ausgeführten Analysen dieses Ge- 
steines, sp. G. = 2*77, weichen in der That von der Zusammensetzung 
des genannten Granites nicht beträchtlich ab (46) 71, eso. 

Scheelit^ v. Leonhard. 
D. 605, 803. K. 283. 

Min. Lex. 388. 

Balsbnrg^. Auf der Knappenwand im obersten Theile des Unter-Snli- 
baeh-Th. fand man neuester Zeit S. auf dem Calcit, welcher den Epidot 
an diesem Fundorte begleitet ; es wurden bisher nur ein paar Exemplare 
angetroffen *). Das eine stellt eine circa Vj^ Z. breite und 1 Z. hohe Ery- 
stallmasse dar, die auf ihren beiden Breitseiten in viele parallel gestellte 
Pyramidenspitzen zertheilt erscheint; diese Spitzen sind diess- und jen- 
seits morphologisch different, indem sie auf der einen Seite durch P.Pjo 
auf der entgegengesetzten durch Pao.P gebildet werden'). Die sehr 
unebenen Flächen, welche den Gruppenkrystall auf den Schmalseiten 
begrenzen und auf der oberen Seite dem P, jenseits dem Pso angehören, 
treten unter auf- und absteigenden, mehrfach unterbrochenen Kanten, 
wie die Mittelkanten eines Rhomboeders, zusammen und haben dieselben 



>) Mauls liegt an der Eisak stromaufwärts Ton dem im Min. Lex. S.333 genannten Mitte- 
wald, von wo man das als S. bezeichnete Oestein in Findlingen (Geschieben?) sehoa 
früher kannte. 

*) Nach einer Mittheilung yon A. Beq^ann in Innsbruck, welcher mir auch das oben be- 
schriebene Exemplar sur Untersnchung aUTCrtraute. 

■; Approx. Messungen mit dem Contact-Goniometer. (P ==: 190^ 38' Mittelkante}. 



SchMUt. 281 

aach beil&ufig die Lage der Flächen eines Calcit-Rhomboeders. Wahr- 
scheinlicli war eine rhomboedrisch begrenzte Lücke, auf oder zwischen 
den begleitenden grossen Galcit-Er. der Bildongsranm des S. nnd wurde 
dnrch theilweisen Anscbluss an die Wände dieses fiaumes dem S. die 
anfDstllende Gestaltung verliehen. Durch Erosion — deren Wirkungen 
auf allen Galcit-Ezemplaren von diesem Fundorte zu erkennen ist •— 
konnte der seitlich benachbarte Galcit wohl entfernt werden, so dass der 
S. nur mit einem kleinen Theile seiner Oberfläche mit dem Galcit in 
Verbindung blieb; übrigens trägt auch der S. auf seinen Flächen Aez- 
zungs-Anzeichen und dürfte das Vorwalten von Foo auf der einen Seite 
des Gruppenkrystalles durch Erosion zu erklären sein. Das sp. G. des 
licht weingelben, pelluciden S., der möglichst von anhaltenden Galcit- 
Theilchen befreit wurde, ergab sich 6*07 (88). Tschermak berichtete ^) dass 
man diese Erystallmasse mitten in einer Galcit-Druse derart aufgewachsen 
fand, dass der S. als eine gleichzeitige Bildung anzusehen ist. Der be- 
gleitende Galcit schliesst Epidot-Kr. und Asbest-Nadeln ein und bedeckt 
kleine Drusen eines weissen Feldspathes von eigenthümlicher Structur '). 
Das zweite bekannte grössere Exemplar vom obigen Fundorte ist nach 
Tschermak ein schöner Erystallstock aus vielen beiderseits ausgebildeten 
Theilkrystallen P bestehend; die stark gerieften, etwas gekrümmten 
Flächen von Pao, welche die Polkanten von P abstumpfen, erscheinen 
gewöhnlich in Folge des Vortretens von vielen Individuen, als sehr spitze 
Dreiecke; auch die Oberfläche von P ist durch vorragende Individuen 
treppig und parallel der Kante P. Poo fein gerieft. Die klare Krystall- 
masse umschliesst feine Asbestfäden, die in verschiedenen Bichtungen 
liegen, wie dies auch bei anderen Mineralen dieses Fundortes der Fall 
ist. Sp.G. = 5-93 (135) 72, 57. 
Böhmeii. Im Blesengnmde , dem obersten Theile des Grosaaupa 1%. 
fand B. Mücke 1861 am südlichen Abhänge des Kies Bg. bei dem alten 
Arsenkies Bb (unweit vom Wege zur Biesenbaude), ausgezeichnete S.-Kr. 
in Drusenräumen, welche einem krystallin.-kömigen Kalksteine, der hier 
schwache Einlagerungen im Glimmerschiefer bildet, anzugehören scheinen. 
Die hell-, selten dunkel-honiggelben oder wachsgelben, zuweilen fast 
weissen, halbpelluciden Kr. erreichen ausnahmsweise bis 1 Z. Höhe 
und sind begleitet zumeist von pelluciden Quarz-Kr., denen sich auch 
kleine blass-grünlichgraue bis farblose Fluorit- Würfel, seltener grössere, 
weisse oder wasserhelle Galcit-Kr. beigesellen. In der Nähe des Fund- 
ortes zeigten sich lose Stücke von derbem Mispickel, welcher jedenfalls 



1) (1S5> 1871, a 114. 
>) S. S. 230 



282 SekmUL 

nachbarlich ansteht. (96) 15, em, 19, «bs. Die herrschende Form der 
Kr.^) ist PGo(e), dazu treten in denolt recht complicirten Gombinationen 
nach Bauer: P, Vt^«>(o)> oP(6), dann sPs (>), Psoi), deren rechte und linke 
Hernieder (Tritopyrandden), so wie jene der seltenen P5(k), zuweilen 
gleichzeitig erscheinen, endlich l('/gP4)(z) und r(8Pi)(t)?, welche beiden 
letzteren gleich&Us seltene Formen sind. Die meisten Kr. sind einf^h, 
die wenigen Contact-Zw. haben ooPco als Zusammensetzungs-Fläche und 
federartige Eiefung auf Pao ^. Himmelbach's Analyse s. (96) 15, eor, (101) 
006. — Obergranpen, einzeln aufgewachsene, gelblichweisse und licht- 
weingelbe Eryst&llchen Pao, mit kuglig gruppirten, licht berggrOnen 
Fluorit-Kr. 0. odOoo , fanden sich neuerer Zeit nach Reuss auf den 
Zinnerz-G&ngen (64) 59, »o. Neuester Zeit fand man auf dem Laxtr Gg. 
im Steinknoehner Rev., kleine brftunlichgelbe Er. auf weissen Quarz-Er., 
ähnlich wie in Zinnwald (141 , 1). — Zinnirald (sss). Braungraue, eben- 
flächige Kr. wurden von Dauber gemessen (63) 107, 278. Die Kr.*) sind 
nach Bauer von dreierlei Typus. (A) taf lige Kr. mit vorwaltendem, drü- 
sigen, unebenen, auch convez gewölbten oP und den untergeordneten eben- 

und glänzend-flächigen Pao(e), P, ViPooCo), Vi(P«):h), Vi(«P»)(b), V«(P6) (ky 
(B) pyramidale Kr. mit vorwiegendem Poo , meist einfiich, nicht selten 
auch Gontact-Zw. mit cxPao oder oP als Zusammensetzungs-Fläche. P, ^/«(Ps), 
ViCsPs), selten oP(o), V^Pco und ^'«(Ps) treten untergeordnet auf. Eigen- 
thümlich sind die einem mPn ähnlichen Gombinationen von Poo und 
ValPs), im Gleichgewichte ausgebildet, mit senkrecht zur Mittelkanten ge- 
rieftem Pao und glattem VaC^S)* (^) pyramidale Kr. mit herrschendem 
P, welche stets Penetrations-Zw. sind und auf P (so wie auf Poo ) die 
charakteristische iederartige Zw.-Riefung besitzen. Diese Zw.*) an denen 
auch Poo, ^IJSPs) und VtO^s) beobachtet wurden, sind immer weiss und 
trabe, und z. Th. ziemlich gross, grösser als die tlbrigen Formen von 
diesem Fundorte; sie sind auf ihrer Unterlage meist mit 'einer Kante 
aufgewachsen. Die im Min. Lex. 383 erwähnten sphäroidischen Aggregate, 
welche nur in Zinnwald (und in Altenberg) u. zw. ausnahmsweise vor- 
kommen, haben eine drusige Oberfläche und gehören einer älteren 
Formation an, als die ausgebildeten Kr.'). Pseudomorphosen nach 



■) üebereinstiinmend mit Miller n. a. nehmen Danber und Bauer: P = ISO^SS^imd PflD= 
119^ 58 (Mittelkante) an, wfthrend Naumann diese Formen mit aPoo und P beMiekaat, 
wobei aber die Isomorpbie mit Wnlfenit und Stolzit in den Zeichen Tersehirindet. 

*; WftrttembergiBche natarwieeensehaftliohe Jahreehefte, Stuttgart, 1871 (mit 30 FIff.). 

*) Die folgenden Angaben beziehen sich auch auf Altenberg, auf der siohfflachen Seite 
des Ersgebirges. 

*) Vrgl (89, i) B4. 



Scheelit — Seheererit. . 288 

Wolframit beschrieb Blum (46) 68,809. Manchmal sind aussen frische 

S.-Er., innen in eine gelblichweisse erdige Masse verändert, andere 

vnrden nnter den sie überdeckenden, dünnen Quarzkmsten gänzlich 

zerstört (88, Pr.) Analyse s. (128) so3. — Die Er. von Sehlaggenwald (ssi) 

sind im Vergleiche mit jenen anderer Fandorte, durch ihre weisse Farbe 

and ihre Grösse ausgezeichnet; ihre herrschende Form ist nach Bauer 

Pao(e), gewöhnlich mit P, Va(^8)W oder Va(3P3)(8), seltener sind Vs^Cb), 

VjPcvX^), Va(P6)(k), Va(2p4)(t) und andere unbestimmbare Vs(niPn), femer 

«P(m)> Va( ocP 2)fq) und Vi( ooPVi)(r)(?) ; zuweilen treten die beiden Hemieder 

Ton Vsis^s) gleichzeitig auf^). Die meisten Er. sind Zwillinge u. zw. am 

häufigsten Penetrations-Zwillinge mit vorwaltendem Pao , kenntlich an der 

federartigen Biefung auf Pao und P, und durch die einspringenden von 

Va(sP8) gebildeten Ecken, welche letzteren aber oft sehr zurücktreten, 

oder auch fehlen. Seltener sind Gontact-Zwillinge, meist mit osPco, selten 

mit odP verwachsen. Polysynthesie ist an grösseren Er. eine gewöhnliche 

Erscheinung, und ist nach Bauer für diesen Fundort ebenfalls bezeichnend 

eine ausgezeichnete Schalenbildung, wobei die inneren Schalen manchmal 

in einer anderen Combination erscheinen als die Oberfläche^). An Er. : 

pQo . P sind die P-Flächen zuweilen äusserlich schwarz gefärbt, während die 

übrigen weiss erscheinen'). In von Chaikopyrit begleiteten, zerbrochenen 

undeutlichen S.-Er. fand Wiser kleine violette Fluorit- Octaeder als 

Einschluss (46) 64, 217. Pseudomorphosen von S. nach Wolframit wurden 

von Zippe (93) und von Blum (9, d) i69 beobachtet. Analyse s. (128) 908. 

Ungarn. Angeblich kommt S. zu Pernek bei Bösing (884), mit Quarz, 

Pyrit and Antimonit vor (104) 93. 



SCheereilt, Stromeyer. 
D. 727. N. 594. 

Min. Lex. 884.* 

Umten. Die Angabe des Fundortes Prävali im Min. Lex. S. 384, ist 
unrichtig, indem sie auf einer Verwechslung des Vorkommens mit H a r t i t, 
8. ebd. S. 207, beruht (114). 



») LeTy beolÄChtete die Combination: »/»Pco> P«. P.'lsP.r»/, (sPsj ; lange bekannt sind 
gleichfUlB jene Penetrations-Zw., deren Indiyidnen die Form ?<»>? r<|, (sPsi.IVs(P> ) 
beaitKen. Naomann, Lehrb. d. Krystallogr. 1« m». 8« »m. — Zwei Combinationen von dem- 
selben fnndorte hat Leiry abgebUdet (48) Taf. 79, Fg. 8, 8. 

*) Sehalenbildnng ist an den Kr. Ton Zinnwald im Min. Lex. S. 883 nach Renss erwftbnt. 

'} Wflrttembergische natorwiss. Jabreshefte. Htnttgart 1871. 



284 Schrtiterit — Schmurtkohla. 

Sehrötterity oiocker. 

D. 421. N. 354. 

Min. Lex. 884. 

Steiermark. Frelenstein (8S4). Nach Rammeisberg ist dieses von Schrötter 
analysirte Mineral wohl ein Gemenge, welches vielleicht Thonerdehydrat 
enthält (128) 588. Durch mikroskopische Untersuchung von Dünnschliffen 
erkannte Fischer, dass die pellucide amorphe Substanz nicht durch- 
gängig homogen sei; an einzelnen Stellen erscheint die Masse trübe und 
enthält lebhaft polarisirende Körner, so wie farblose Fasern^) (105). 



Schwarzkohle. 

D. 758, Mineral coal. N. 589 (Steinkohle). 

Min. Lex. 886. 

Bezüglich des Vorkommens und technischer Proben von Schwarz- 
kohlen in Oesterreich-Ungam, verweisen wir auf die Arbeiten von Geinitz 
(Geologie der Steinkohlen Deutschlands usw.), von E. v. Hauer und R. Pfeiffer 
(14 r. 111 und 125 des Lit. Verz.). Zur Ergänzung dieser Werke und der An- 
gaben S. 385—387 des Min. Lex. mögen die folgenden Hinweise auf neuere 
Mittheilungen dienen. 
Oesterreioh. Ausführliche Specialstudien von Lipoid u. a., im Gebiete der 
früher den Grestener-Schichten (Lias) zugerechneten kohlenftlhrenden 
Ablagerungen am Nordsaume der Ealkalpen, haben ergeben, dass die an 
zahlreichen Orten abgebauten S.-Flötze von verschiedenem Alter seien. — 
Die im Innern der nördlichen Ealkalpen-Zone liegenden kohlenführenden 
Sandsteine und Schiefer, welche in einzelnen durch Kalk und Dolomit 
getrennten Ablagerungen auftreten und mehrere von Ost nach West strei- 
chende Züge bilden, wurden nach ihren Pflanzenresten als „Lunzer-Schich- 
ten'^ (Eeuper) bestimmt; sie ruhen auf Kalken und Schiefern, den „G^ss- 
linger (Cassianer)- Schichten^ und werden überlagert von Kalken und 
mächtigen Dolomiten, ,,den Opponitzer (Baibler)-Schichten^. Yon den im 
Min. Lex. S. 385 genannten Bb. fallen in das Gebiet dieser Stufe der 
oberen Trias, von Ost gegen West, die folgenden: Nenhans bei Pa<<€ii- 
it^etn, Lilienfeld, Schramhach- Graben bei Lilienfeld, Kirehberg, Schwar- 
zenbaeh bei Frankenfels, St. Anton bei Scheibbs, Gaming, Lnns, Ww- 
ling und 8t. Georgen im Beüh bei Gössling und Höllenstein. JenseitB 
der Enns folgen noch die Baue in den Lonzer-Schichten von LMta» bei 



1) Ueber dM Yerlialteii t. d. Löthrohre, 8. Fischer, Claris der Silicate, 1864, 14. 



Sdhwankohle. 285 

Wejer, Reieh-Raming «nd Holln wai Steyer-Fl. Jene kohlenfOhrenden 
Sandsteine und Schieferthone hingegen, welche am Nordrande der Ealk- 
alpen, anmittelbar an der südlichen Grenze der Wienersandstein-Zone, 
in einem ostwestlich streichenden mehrfach unterbrochenen Zuge liegen, 
gehören dem unterenLias an. In das Gebiet dieser „Grestener-Schich- 
ten", die von den ,,Gre8tener-Kalken^ (oberer Lias] bedeckt werden, fallen 
von den S.385 aufgezählten Bb., die folgenden: BemretUh bei Hainfeld, 
Gresten, HinUrholz bei Ipsitz, Grossau bei Waidhof en und endlich 
die Bb. im Peehgraben bei Gross-Bamini^ am weitesten gegen West 
liegend (86) 15, i, 485, 46i. 

Die im Min. Lex. S. 385 genannten Vorkommen aus Bteiermark und 
dem Küfttenlande, wären ihrem geringen Alter nach, zur Braunkohle 
zu stellen. Neuere Angaben s. S. 69 und 70. 

KUlt&rffMiixe Bersaska und Drenkoya (sse) Liaskohle: M. Y. Lipoid 
(86) 14, 191, B. Knapp (86 V) 71, loo. £. Tietze (86) 22, so. ^) — Eibenthal, 
Schürftingen auf S. der carbon. Formation: £. Tietze (86) 22, u. 

Böhmen. Trantenan (386\ J. Jok^ly (86) 12 V. ie9. — Neue Schürfungen 
beiBadowenz (sse) nnd Zbecnik: Polak (86) 9, ts9. — üeber Wotwowlc, 
Bnstöhrad, Kladno, Lana, Buda, Schlan und Bakonic s. die ausführ- 
liche Abhandlung tou M. V. Lipoid. Das Steinkohlengebiet im nordwestli- 
chen Theile des Prager Kreises (86) 12, 43i. üeber Flötz-Störungen durch 
eruptive Gesteine zu Bakonic: G. Schupansky (86) 13, i89. A. Pal- 
lausch: Die Steinkohlen-Bergbaue bei Kladno, Bugt^hrad und Schlan: 
(125) 167. — üeber «Svtnor, Wranoiuic, Ober Stupno, PHwäie, Chomle 
und Wegwanow (see), s. K. Feistmantel : Die Steinkohlen-Becken in der 
Umgebung von Badnie (127). 

Mihrm. Mfthrifleh-Ostraii im): F. Fötterle (86 F) 68, 51; F. Römer 
(130), 497. — BoBsiti (8^): W. Helmhacker (86) 16, 447, (121) 1869; 
D. Stur, (86) 16, F. so. 

MüMtoB. Bombraii und Orlav (sse): R. Pfeiffer (86 V) 69, 84. 

üngrttm. Fflnfkircheii (ss?), Liaskohle: £. Windakiewicz (35) 1859, 888; 
G. Faller, Aber die Kohlenformation von Fünfkirehen (Schemnitz 1869, 
12^. — Üeber S. in der carbonischen Formation zu Doman bei Re- 
sehüjfa (sffi): G. Marka (86) 19, 299. — Steierdorf (ss?), Liaskohle: B. 
Reha (86) 17, es; F. Fötterle (86) 12, F. 214; E. Resch, (120) 1871, 278. 



*) YrgL üebenichtliohe D«n(elliuig der Klem'Bohen 3toinkoUenw«rke ia der MiliMr- 
frenie, Wien 1864. 



286 8Gbw«fel. 

Schwefel. 

D. 20, Native Sulphor. N. 586. 

Ifin. Lex. S88. 

Oetterreloh. Im Salz-Bb. zu Pemeek bei Ischl findet man bis Hasel- 
nnssgroBse Partien eingesprengt in kömigem Gyps (88). ^) 

Salsbnrg^. Das S.-Yorkommen von Hallein (8S9) stammt aus alter Zeit (88). 
Mooseck bei Golllngr (sss), krystallin.-körnige bis faustgrosse Stücke 
eingesprengt und angeflogen auf Klüften in kömigem Gyps (118). 

Steiermark. Erzberg bei Eisenerz. Staubartige Theilchen und Eömchen, 
mit eingemengten Quarz- und Schieferthon-Fragmenten, beobachtete ich 
in einem Hohlräume, welchen man in einer Limonit-Breccie antraf. Wahr- 
scheinlich ist dieser S. in Folge der Umänderung von Pyrit in Limonit 
abgeschieden worden. (126) 65, lo. — Nach Zollikofer enthält die Pech- 
kohle von Tfiffer, Beiehenbiirg u. a. 0. fein vertheilten S. mit fein 
eingesprengtem Pyrit ') 

GalisieiL Die Gypsknollen im Thon, welche an der Duchc^ka Oura un- 
weit Podgora&e bei Krakau gefördert werden, sind zuweilen gelb durch 
S. gefärbt, selten zeigt sich derselbe auch in zarten Krusten auf dem 
Gypse (Min. Lex. 505). — Auch aus dem Osten des Landes, von Szeierzek 
(Lemberg SW) und von Mielnice (Zaleszczyky 0) wird das untergeord- 
nete Vorkommen von S. im Gyps erwähnt (Min. Lex. 191). Zu Szczerzek 
findet man mitunter mehr als handgrosse S.-Massen im Gyps, der stellen- 
weise die Beschafi'enheit des feinsten , weissen Alabasters besitzt (120) 
66, u. — Swoszowice (390) bei Wielicgka, Der derbe, dichte bis 
kömige S. in concretionären Formen gehört einer älteren, der krystal- 
lisirte S. einer jüngeren Generation an. In den Drusenräumen der S. 
führenden Mergelflötze beobachtete ich die Reihenfolge: 1) derber S. 
2) Drusen sehr kleiner Galcit-Kr. 3) Baryt-Täfelchen, in fächerförmigen 
und ähnlichen Aggregaten, 4) pellucide S.-Kry ställchen, 5) kleine, farb- 
lose Quarz-Kr. Die kleinen S.-Kr oP. ^ «P. VsP* Vs^* P^Po^, mit spiegelnden 
Flächen, in pyramidalem oder dicktafligem Habitus, ausnahmsweise in 
skelettartiger Entwicklung, wurden von Schraub) und von mir gemessen. 
Die Messungen ergaben, im Vergleich mit jenen an Laboratoriums-Kr. 
aus Lösungen und an Sublimations-Kr. (Soliatara, Ocker-Hütte^}, nicht 



^) Büttheilnng des ehem. SalinenTorstandes ▼• BanBonnet, 1860. 

*) Zincken, Physiographie der Braunkohle, 1867, S. 805. 

») (86) 41, 7t». 

*) (86) «0, M». 

«Schwazit (ms), b. Tetraedrit 



SeliweM. 287 

zu abersehende Differenzen. Aus der Art des Vorkommens folgt, dass 
nach der Ablagerang der Mergelflötse mit den S.-Concretionen , in den 
letzteren, dorch theilweise oder gänzliche Auflösung des zuerst ausge- 
schiedenen derben S., Hohlräume erö&et wurden, in welchen sich erst 
später die Er. des 8. so wie anderer Minerale bildeten (86) 19, 2S6 
18, 996. — In einem Naphta-Schachte zu D'Vflenacs bei Solotwina hat 
man jüngster Zeit eine an S. reiche Mergelschichte angefahren ^) ; der 
S. erscheint entweder als Imprägnation des Mergels oder er ist darin 
nesterweise ausgeschieden. Hohlräume in dem derben S. oder im Mergel 
sind ausgekleidet mit S.-Kr. von grünlichgelber, selten yon grünlich- 
brauner, bisweilen Ton auffallend dunkler Farbe. Die Kr. "P.^I^P. oP er- 
reichen bis 3 L. Höhe, die kleineren sind durch Ebenflächigkeit und 
hochgradigen Glanz ausgezeichnet. In einigen Hohlräumen sind die 
Mergelwandungen zuerst mit einer äusserst dünnen Galcit-Druse be- 
kleidet, dann folgt der S., und darüber Aragonit in radialen Nadelgruppen. 
Die Analogie des Vorkommens mit jenem von Swoszowice lässt auf 
ähnliche Bildungs-Vorgänge schliessen (88, Pr). 
IJngBxn, üeber das Vorkommen im Bb. zu Kallnka (sai) s. K. Adler's 
Mittheilung, citirt in (86 V) 72, m. — Felsöbänja (ssi), erdig, als weiss- 
lichgelbes und gelblichrothes Pulver in zersetzter Gangart, als pulveriger 
üeberzug auf Pyrit und Realgar, auch mit Auripigment. — Kapnlk 
(sei), liebst Kr. finden sich hier auch erdige, gelblichweisse üeberzüge 
auf zersetzter Gangmasse, mit Arsen, Realgar und Auripigment (104). 
BlebMibtlrgen. In dem Kessel, welchem der Nyagra Bach entspringt, 
am nördlichen Abhänge des Kelemen-Izrör Geb. an der Moldauer 
Grenze, trifft man ansehnliche Mengen von S. umschlossen von einer 
weissen, entkieselten Trachyt-Breccie; an einer andern stelle erscheint 
ein poröser, wenig zersetzter Andesit, von kleinen S.-Partien durchdrungen. 
Bachgerölle und Trachyttrümmer, welche S. enthielten, lenkten zuerst 
die Aufmerksamkeit auf dieses neue Vorkommen In demselben erkannte 
Podepny die Wirkungen einer Solfataren-Thätigkeit , welche auch für 
die Erscheinungen am Büdös und an mehreren zwischenliegenden Orten 
innerhalb des Hargitta Gebirges anzunehmen wäre (86) 16, F. i42, (86 F) 
67, 136*). Anzeichen solcher Solfataren fand Po&epny auch im Oicera Geh» 
bei Yerespatak, wo ausgefressene Höhlungen eigenthümlich veränderter 
Quarz-Andesite durch krystallinischen S. erfüllt erscheinen (86 F) 67, sss. 
üeber das 8.- Vorkommen am Büdös (392) und in seiner Umgebung s. 
(109) 8U. — In den Gruben von Kovasina, die zu trockenen Kohlensäure- 



«) (141, n) lud 1872 

s> Yxgl. ». Kremnitski^s Berichte (IIS) 1866, «, mi, ^ßö) 1867, m. 



288 Schwefel - Serieit. 

Bädern benutzt werden, setzt sich, ähnlich wie in den Gashöhlen am 
Büdös, S. ab. Als Ablagerang aus den dortigen Mineralquellen fand 
man S. im Graben des Mözpatak Baches, in Beschlägen auf Aragonit 
(86) 11, V. 86. 

Seladonit, Giocker. 

D. 463, Geladonite. N. 464, Grünerde, z. Th. 

Hin. Lex. 892, 516. 

Tirol. Rammelsberg's Analysen der Augit-Pseudomorphosen aas Fassa 
(899), der sogenannten ^^krystallisirten Grünerde^ aus den Augitpor- 
phyr-TuffSen, s. (128) 469. Fischer untersuchte Dünnschliffe von solchem 
S. unter dem Mikroskope und fand in denselben eine, an den dünnsten 
Stellen farblose Grundmasse, welche bei gekreuzten Nicols dunkel er- 
scheint, und darin eingestreute grüne polarisirende Körnchen (105). — 
BreniorUeo am Mte. Baldo (sds). Die Analysen von Elaproth und De* 
lesse B. (128) 4S9. 

Bdhmen. Nach näheren Angaben Jokely's über das Vorkommen des S. in 
der Gegend von Kaaden (sas) enthalten die dortigen Basalttuff<e, Emla- 
gerungen tou Süsswasser-Mergeln und mergeligen Kalksteinen, welche 
durch spätere Störungen meist verworfen und in zahlreiche Trümmer 
zersprengt wurden; in gleicher Weise, in Lagen und in einzelnen 
Schollen, erscheint daselbst auch der S, welcher aus der Zersetzung 
augitischer oder amphibol-reicher Gesteine henrorgegangen sein dürfte 
(86) 9, 486. Hauer's Analyse der schön grünen, plastischen Masse, die 
durch Säuren wenig angegriffen wird (s. ebd. und (86) 7, 845; (128) issij 
ergab im Vergleiche mit S. anderer Fundorte eine ziemlich abweichende 
Zusammensetzung. 

M&hren. Kojetein und Janowltz, seladon- und schmutziggrün, angeb- 
lich in Pseudomorphosen nach stängligem Aragonit (136). 

Sericit, List 

D. 487. N. 445. 

Tirol. Pill bei Scfiwaz, Eine Varietät des daselbst im Phyllit-Gebiete 
auftretenden Augengneisses, ist nach Pichler dadurch ausgezeichnet, 
dass der Glimmer durch S. ersetzt ist; die grünlichen oder gelblich- 
weissen, zuweilen apfel- oder lauchgrünen, perlmutterglänzenden Blatt- 



ei' Die Schiefer, anf welchen der Senarmontit Ton Pernek (stO Torkoiiiint, und 
PhjlUte, 8. Pyrit. 



Sericit — Serpentin. 289 

chen sind fettig anzufühlen, .und etwas härter als Talk; selten sind 
fasrige, weisse, seidenglänzende Abänderungen. Mit Eobaltsolution ge- 
glüht, tritt blaue Färbung ein ; der ermittelte Kali- und Wassergehalt 
entspricht ebenfalls dem S. Bei Wiltau erscheint ein solcher apfel- 
grüner „Sericit-Gneiss« im Phyllit (46) 71, 56. 
Mähren. Nach Tschermak enthält der Gneiss von Znaim, neben spärli- 
chem Quarz und reichlicherem Feldspath, stets zweierlei Glimmer, näm- 
hch einzelne dunkelgrüne Aspidolith -Säulchen und hellgrünen S. in 
feinschuppigen Aggregaten (135) 71, 112. 

Serpentill, waiierius. 

D. 464. N. 323. 

Min. Lex. 8d4. 

Oesterreloh. Der S. von KirchhUgl bei Bothengrnb (394) wurde durch 
mikroskopische Untersuchung als ein völlig verändertes Olivingestein 
erkannt ; er enthält Bastit eingesprengt , in Adern Chrysotil, auf Klüf- 
ten Pikrolith und Magnesit (135)71,8, 20. (135,a)i67. — Die gleiche Ent- 
stehung gilt auch für den S. in der Gegend von Aggsbach, Gnrhof 
und Karlstfttten (394) ; er ist theils ganz dicht und frei von Einschlüssen, 
theils ist er verschwommen-kleinkörnig und enthält kleine harte Körnchen 
von Olivin oder von Granat (85) 56, 276, 291. 

Salzburg. Im Grossari Th. auf der Brand^ckalpe und Kröhalpe 
schwarz, reichlich von Amianth durchzogen; in Filzmoos, schwärzlich- 
grün mit Bronzit. — Der S. vom Brennkogl in Fasch (395) führt sei- 
denartigen Amianth von grünlich-, röthlich- und silberweisser Farbe (118) 

Steiermark. Kranbat (395). Höfer's Analyse s. (86) 16, 444. Der S. führt 
nebst Chromit und Bronzit auch Körner von Olivin *) ; zuweilen wurden 
ansehnliche Partien des letzteren durch den Bronzit vor der Zersplit- 
terung und dadurch vor Zersetzung geschützt (85) 56, 291. Die Umwand- 
lung des Olivin in S. ist hier sehr deutlich zu sehen, selbst der ganz 
dichte S. zeigt im Dünnschlifi noch die polygonalen Durchschnitte der 
Olivin-Kr. (135) 71, 3, 58. Ueber dem S. lagert das „Holzererz", eine 
breccienartige, eisenschüssige Thonmasse mit Bohnerz, wohl ein tertiäres 
Zerstörungsgebilde aus dem S. (134) se. — Im Bacher Gebirge (396), ist 
S. regelmässig in den Amphibol-Schiefern eingelagert (86) 10, ':04. Auch 
dieser S. enthält kleine Olivin-Körnchen (85) 56, 291. 

K&rnten. Der in Verbindung mit Amphibolschiefer und Eklogit-artigen 
Gesteinen, dem Kalkglimmerschiefer in grosser Ausdehnung und Mäch- 



*) Sehr selten zeigen sich in dem S. auch Bornit-Eörner (134^»}. 
Z ephuroyich, mioeral Lexicon II. l*' 



^ 



Serpentüi. 



tigkeit eingelagerte S. Ton Heiligenblnt (sse) ^iirde von Dräsche mi- 
kroskopisch untersucht und als Gemenge zweier rhombischer Minerale, 
mit Magnetit und Körnern von zersetztem Olivin und Diallag erkannt. 
Bei dunkler Färbung haben diese Gesteine vollkommen das Ansehen 
von echtem S., ihre chemische Zusammensetzung weicht aber mehr 
weniger beträchtlicli von demselben ab. Wahrscheinlich bestehen sie 
vorwiegend aus Bronzit und Bastit und sind demnach von dem eigent- 
lichen S, abzutrennen. In gleicher Weise wären als solche Bronzit-Bastit- 
Gemenge, oder als grösstentheils in Bastit veränderter Bronzitfels, auch 
die bisher als S. bezeichneten Gesteine vom Greiner und Windisclima- 
trei in Tirol zu bestimmen (135) 71, s. 

Tirol. Der S., welcher nächst Matrei im Wipp Th. (sge) in grösseren 
Massen ansteht, ist aus einem Olivin-hältigen Gesteine entstanden; er 
enthält Bastit eingesprengt (135) 71, 2. Auf schneeweissem, grossspäthi- 
gem Galcit von demselben Fundorte fand Pichler neben Ophicalcit, ein 
dunkelgrünes, faseriges Mineral, das sich, abgesehen von der etwas ge- 
ringeren Härte, ganz wie S. verhielt, beim ersten Blick jedoch au manche 
Strahlsteine erinnert, so dass man hier eine Pseudomorphose nach letz- 
terem annehmen möchte (46) 71, 54. — Windischmatrei (396). Die Ana- 
lysen des Antigorit- und Metaxit-ähnlichen S. s. (128) 536. Das dem 
Kalkglimmerschiefer concordant eingelagerte S.-ähnliche Gestein zeigt bei 
mikroskopischer Prüfung eine von dem eigentlichen S. abweichende Be- 
schafienheit; es ist lichtgrün bis tiefgrün und braun gefärbt und vielfeuJi 
durchzogen von Talk-, Asbest- und Chrysotil-Adem ; stellenweise sind grüne 
Diallag-Blättchen, so wie Talk-ähnliche Schüppchen eingestreut. Dräsche 
betrachtet diese Gesteine als Gemenge, welche vorwiegend aus Bronzit 
und Bastit, mit mehr weniger Magnetit bestehen und sich nur in den 
dunkleren Abänderungen mehr dem wahren S. auschliessen. Die che- 
mische Analyse einer Probe ergab eine dem S. ziemlich entsprechende 
Zusammensetzung. ~ Auch das S.-ähnliche Gestein vom Greiner im Zille^ 
thal (896) gehört nach Dräsche in die Abtheilung solcher Gemenge 
(135) 71, 8. Ein feinstängliger, fast asbestartiger S., angeblich auf dem 
Greiner^ in bis fusslangen Stücken vorkommend, wurde von Websky in 
optischer Beziehung untersucht (96) 10, 282. — Schweizer's Analyse eines 
fasrigen, Thonerde-haltigen S. aus dem Zemm-Th. s. (128) 527. 

Mähren. Der S. von Hmbschltz (399) umschliesst Bronzit und kleine 
Olivinkömchen (85) 56, 291, er wird von lebhaft seidenglänzenden Chry- 
sotil-Adern durchsetzt, die nicht selten 1 Z. und darüber stark sind. 
Chrysotil ist auch der Talkasbest, der im Min. Lex. S 38 vonLettowiti 
und Biskiipska angeführt ist; er kommt ausserdem noch im S. an vie- 
len Fundorten im nördlichen Mähren vor (98) 7, 26* Früher hatte ihn 



Serpentb — Siderit. 291 

schon Eolenati aus dem Sehmiedwaldl bei Nendorf a. d. Oslawa und 
TonLhota bei Kunstadt erwähnt, wo er als seladongrüne faserige Haut 
auf krystallinischem Kalkstein erscheint (42) 54. 

ünfiram. Polt6r im Neograder Com. (86) 16, V. ao9^). — Bei Dobselum 
(899) am Südabhange des Langenberges, auf Gabbro lagernd, am NW- 
Abhänge des Gartenberges^ im Kalk. — Jekelsdorf bei GöUnUz, mit 
parallel und verworren fasrigem Chrysotil ') im Kalkstein [86] 10, 551. — 
Petrösz, gelbgrüner Ophit im körnigen Kalkstein (124) 187. 

Blebenbflrg^n. Mit dem S. von ReslnAr steht ein Olivin-Gabbro in Ver- 
bindung, welcher aus Olivin (s. d.)) Diallag und Anorthit zusammenge- 
setzt ist; muthmasslich enthält demnach der S. nicht Bronzit (s. Min. 
Lex. 400), sondern Diallag. — In gleicher Weise erscheint im Pers&nyer 
Qeh. bei Also Rdkos ein aus Olivin, Diallag, Bronzit und Anorthit be- 
stehendes Gestein, verknüpft mit S., welcher ächillerspath, Chrysotil- 
Schnüre und wenig Chromit führt (85) 56, 268, 898, (135, a) 885. 

Mllit&rfl^ense. Pareulung bei Bnskitza S., Ophicalcit in einem Magnetit- 
Lager. — Yalle Sebesnlni bei Borlova, mit Chrysotil, Lager im Thon- 
glimmerschieier [136]. — In der Umgegend von Eibenthal und Tisso- 
Tieza nimmt S., stellenweise Chromit-führend, im Gebiete der krystallin. 
Schieferformation (Gneiss) ein ausgedehntes Terrain ein; er steht theils 
mit Gabbro, theils mit Amphibol-Schiefem in genetischer Beziehung 
(86) 22, 45. 

Siderit, Haidinger. 
D. 688. N. 272 (Spatheisenstein, Sph&rosiderit). 

]lün.Lez.4(X), 516 >). 

Oesterreioh. Unbauwürdige Lagerstätten in der Gegend von Reiohenaa 
treten am Eingange in den Wiemiggraben auf der Kleinau, SW, von 
Hirsehivang u. a. 0. in einem grobkörnigen Sandsteine auf, der die 
Grenze zwischen Grauwackenschieier und den Werfener-Schichten bildet. 
Tieferen Schichten, den eigentlichen Grauwackenschiefem, gehören 
jene S.-Lagerstätten an, welche z. Th. von ansehnlicher Mächtigkeit, an 
den im Min. Lex. S. 400 genannten Orten abgebaut werden (86) 15, 467. 
Der seit längerer Zeit betriebene S.-Bb.bei Grossau (BeichenauW) liefert 
ausser derben, kömigen Varietäten, auch S.-Kr.— Vs^*) zuweilen inLimonit 



*) F. ▼. Knbinyi , die in Ungarn vorkommenden Serpentine (Yrhdl. der geolog. Oea. ftr 

Ungarn, 1866). 
«) (136). 
*) Ueber viele daselbst nad im Folgenden genannte Localit&ten yrgl. K. t. Haner^s Die 

wichtigsten EisenerE^Yorlcommen Oesterreichs und ihr Metallgehalt, Wien 1868. 

19* 



292 Siderit 

verändert; es finden sich hier auch Breccien, welche aus verkieselten 
Kalkstein - Trümmern mit 8. als Bindemittel, bestehen. Mit dem S. 
kommen stete Qnarz, P3rrit, Chalkopyrit und wenig Tetraedrit vor, 
stellenweise erscheinen] auch Baryt mit Zinnober, so wie Eisenglimmer. 
Die Zerlegongsproducte des S. , Limonit, z. Th. Glaskopf, dichter Hämatit 
und Wad, treten hier ebenfalls auf (135) 71, 112. 

S p h ä r s i d e r i t ist in der Regel ein Begleiter der Schwarzkohlen 
(s. d.), welche am Nordsanme der Ealkalpen zwischen Hainfeld (401), 
Lilienfeld (401^) und Wejer an vielen Orten lagern; sie finden sich so- 
wohl in den Lnnzer- (Eeuper), als auch in den Grestener- (Lias) Schichten, 
als Sphäroide in den Schieferthon- Zwischenmitteln der Eohlenflötze 
zerstreut, oder seltener als Lager im Hangenden der Kohlen; ihres 
sporadischen Vorkommens und der geringen Mächtigkeit wegen, sind 
diese Erze nicht Gegenstand des Bb. (86) 15, 158. 

Salsburg. Ein magnesiareicher S. von Mitterberg, sp. G. = 3*74, von 
Khnen analysirt, ergab die Zusammensetzung iFeCO^ -|- MgCO, (128) 224. 
— In der Umgegend von Dienten (401), Kollmanseek, Sommerhalt und 
NageUehmid/palfen^ Kr. K und — VmB mit oR, linsenförmig, haarbraun 
bis schmutzigweisB, begleitet von schönen Dolomit-Kr., auf derbem S. und 
Ankerit ; ürHlau, mit Quarz auf körnigem S — Sanris am hohen Goldberg 
im HüUwifnkel, braune linsenförmige Kr. mit Quarz, auf Kalkglim- 
merschiefer (118). 

Thoniger S. ist im Sperlgraben nächst Hub bei Anthering, in 
Mergeln des Wiener-Sandsteines (Neocomien) eingelagert und ist dieses 
Vorkommen, nach Lipoid, übereinstimmend mit jenem der Thoneisen- 
steine in den schlesischen und galizischen Karpathen (86) 5, 385. 

Bteiermark. Oestlich von Spital treten in der untern Abtheilung der 
Grauwacken-Formation, zwischen Thonschiefer und Kalkstem, Erz-Lager 
und Linsen auf, welche S. und Limonit, mit etwas Eisenglimmer führen 
und bei Göetritz, im Dürrgrabtn und im Fröschnitzgraben (c) abgebaut 
werden; in (c) ist der Limonit vorwiegend (110) 24. — Die Erzlagerstätte 
am Erzberg bei Eisenerz (401), durchschnittlich 30, stellenweise bis 
90 Klftr, mächtig'), wurde nach dem^ Funde von Schwanzschildern eines 
Bronteus daselbst, von Suess als obersilurisch erklärt (86) 15, 267, «75, 
später jedoch von demselben die Zugehörigkeit zur carbonischen oder 
Dyas-Formation als wahrscheinlich hingestellt (85) 57, 796. Neuere Petre- 
facten-Funde lassen nun die Erzlagerstätte nach Barrande und Stur 
unzweifelhaft als obersilurisch erkennen (134) 93. Rothe Schiefer und 



1) Im Min. Lex. S. 401 steht Högersbach statt Zögersbach. 
") (86) 5, 30«. B. a. (110)18. Analysen s. (188) 933. 



Sideiit. 29B 

Sandsteine, welche der untern Trias oder der Dyas zugerechnet werden 
(134) 111, liegen unmittelbar auf dem Hangend- Erzlager j und greifen 
selbst in die Masse desselben ein. — In neuerer Zeit wurden mächtige 
S.-Lager am Kohl Bg, und am Kogelanger bei TragSss und im Göaa- 
grahen bei Trofajtteh aufgeschlossen , welche z. Th. die östliche Fort- 
setzung der Lagerstätte am Erzberge zu sein scheinen ; wie dort treten 
hier S., Ankerit und Limonit auf (86) 8, 365, 12, F. soo, (110) 4i. . Eben 
so sind auch unlängst, die unter gleichen Verhältnissen auftretenden 
Erze auf der westlich von Erzberge liegenden Donnersalpe bei Eisen- 
erz, Gregenstand des Bb. geworden (86) 22, 27. — Die im Min. Lex. 
S. 402 erwähnten Stufen vom Dismaehaue bei Badmer^) hat Haidinger 
beschrieben (86) 5, iss. Uebcr die Erzlagerstätte von Radmer, deren Ge- 
sammtmächtigkeit bis 60 Klft. beträgt und jene von Lietzen (40s), s. (110)42. 
— Bainfeld, Admont NO, in Kr. und derb, mit derbem Quarz, angeblich 
eingesprengt in rothem Sandstein (136). — Tnrraoh (402). Neuere Mit- 
theilungen über die Erzlagerstätten daselbst, s. (86) 9, 135, (110) 47. ~ 
Bei Gross -Stfibing werden mächtige S.-Bänke seit Jahren zu Bau- 
zwecken steinbruchartig ausgebeutet. Im Liegenden derselben treten 
Gemenge von S. mit Galenit, Blende und Pyrit, ebenfalls abbauwürdig 
auf. Die Erzlager sind Kalksteinschichten, die mit Ghloritschiefem 
wechseln, eingeschaltet (86) 15, 249. — lieber den S.-führenden carbo- 
nischen Kalk von Weiteinstein (402), s. (134) 156, iti* — üeber die in der 
Gegend von Gonobitz (402) lagernden Erze, S. und Limonit, welche 
häufig Galenit und Kiese enthalten und in Glosehe abgebaut werden, 
s. (86) 8, 423 ; 10, 206 ; 14, 439- Ebenfalls den Gailthaler - Schichten gehört 
die Lagerstätte an, auf welche zu Olimie nächst Wlndischlasdsberg 
(402) ein Bb. im Gange ist; die Erze sind kiesreicher S. und Limonit, 
und treten in einer stockförmigen Masse von Ankerit, regellos vertheilt 
oder lagerweise auf (86) 12, 362, (HO) 45« — Bei Lankowitz traf man 
fest eingeschlossen im Lignit, eine knollenförmige S.-Masse, an der sich 
die pseudomorphe Entstehung nach verworren-ästigem Kalksinter er- 
kennen Hess (108) 70 *). 
K&mten. Zu Loben nächst St. Leonhard lagert ein reiner, sehr dichter 
S."), welcher der Veränderung in Limonit schwer zugänglich ist, con- 
form in den Kalkstein -Lagern, welche dem Gneisse eingeschaltet sind. 
Die bis 4 Klftr. mächtigen S.-Lager gehen durch ^^Rohwand^ in den 



1) 8. a. »Berggeist« 1871, N, 24. 

*) Andere Fundorte von Sph&rosiderit in Bteirischer Braunkohle, s. Zincken, Physiographie 

der Braonkohle, 1867, S. 227. 
s) Eine Prol>e ergab: 80*44 FeCO,, S12 MnCO,, 15 54 MgCO,, 059 Gangart. 



294 Siderü 

Kalkstein über und werden von Klüften dorclisetzt, die Limonit führen 
(116) 70. — In Waldengtein kommt S. untergeordnet auf der Eisen- 
glimmer-Lagerstätte TOr (114). — Im Erzberge von Hflttenberg-L511ing> 
(ios), zeigen sich zuweilen Kluftflächen im derben S., die in einer Aus- 
dehnung von mehreren ijuadratfussen mit Bhomboedem bedeckt sind ; 
die Kr., oft von ansehnlichen Dimensionen (sie erreichen bis 3 Z.) 
tragen nicht selten Üeberzüge von Pyrolusit, Wad oder Chalcedon 
(Opal?). Bemerkenswerth sind die, zuerst von Morlot erwähnten, weissen 
S.-Keme, welche man lose in mit Wasser erfüllten Hohlräumen von 
Glaskopf-Geoden trifft^) (115) 4, lao, 7, les. Analysen von S. aus dem Bb. 
am Erzberge von Hüttenberg-LöUing, von Wölch (402) und St. Leonhard 
(40s), B. (114) 51, 70. — In Waitschach ist das Erzvorkommen gleich 
jenem wie in den Bb. von Hüttenberg-Lölling , Olsa u. a. 0. (114). — 
Die oberen Erzlager der Inneren Krems (408) am Stubener Noek, be- 
stehen z. Th. aus S., z. Th. aus Limonit, beide stark durch Kies ver- 
unreinigt; sie gehören dem Dolomit der alpinen carbonischen Formation 
an und sind von demselben nicht scharf geschieden (86) 6, 537, (HO). — 
ImBokaThal helFlattaeh besteht ein Bb. auf unregelmässigen Massen 
von S., die im Kalkstein des Glimmerschiefers auftreten (30) 74, (HO). — 
Tr5gom bei Bad Vellaeh, in einem graphitischen Schiefer. — Ple- 
Seherken bei Kentsehaeh (403), mit Magnetit, Ghalkopyrit und Mispickel 
auf einem Lager im Thonglimmerschiefer [114]. 

Sphärosiderit lagert auf der Flecken südlich von Kötsehach (403), 
im Pompctseh-Oraben bei Pontafel und in der Kappel (403), in Schichten 
der alpinen Steinkohlen-Formation. — Am Homberge und in der Liescha 
bei Pr&yali sind linsenförmige Ausscheidungen im Liegendthone des 
neogenen Kohlenflötzes bekannt [114]. 

Tirol. Am SteinaeJier Joch südlich bei Steinaeb, lagert eine Bank von Kidk 
mit Ankerit und S., begleitet von Quarz-Gonglomeraten, Sandsteinen und 
Schiefem mit Pflanzenresten, welche Schichten, gleich jenen der Stang« 
alpe und an einigen Puncten in der Schweiz, ein Vorkommen der Stein- 
kohlen-Formation innerhalb der Centralkette der Alpen darstellen (134) 
166. — Im Ehrenbaehthal, Kitzbüchel SW, lagert S. zwischen Grau- 
wackenkalk und Schiefer (136). 

baln. Bb. am Reichenberg im obersten Planina Th,, nördlich von Assling 
^406). Weisser S. und grauer quarziger S. bilden mehrere, bis 2 Klftr 
mächtige, linsenförmige, örtlich auch stockförmige Lager, welche ent- 
weder an einen dunkelgrauen Kalkstein (Schnürlkalk) gebunden sind, 
oder zwischen Kalk und schwarzen Schiefern, oder auch zwischen den 



>) Yrgl. (88) 8, 87. (86) 6, iss, 6, 640, 64«, (115) 7, us. Üeber die Enlagersifitte s. a. (UO) m. 



Slderit. 295 

Schiefeni und Sandstein eingeschaltet sind. Diese Schichtenfolge gehört 
der alpinen carbonischen Formation an und wird von Werfener-Schiefem 
und Guttensteiner Kalk (untere'Trias) überlagert, untergeordnet erscheinen 
im S. etwas Galenit und noch seltener Blende (116) 71, 9. 

Croatien. Bude (405). Die Grauwacke-Schichten , welche die mächtigen, 
von Chalkopyrit und Gyps begleiteten Lager enthalten, wurden durch 
Stur der alpinen carbonischen Formation, den Gailthaler-Schichten (86) 
13} 491, durch Suess der Dyas zugerechnet (85) 57, 270. 

MUit&rgrenze. Die Erze, welche in der Petrava gora bei Topusoo ab- 
gebaut werden, gehören, so wie die weiter in südöstlicher Richtung bei 
Terg^ye (dos) lagernden, nach Stur und Suess, den Gailthaler-Schichten 
an (86) 13, 499, (85) 57, 270. 

Böhmen. Unter den Eisenerzen, welche in der mittleren Abtheilung der 
silurischen Schichten, Barrande*s Etage D, d^ ; lagern und an vielen Orten 
(s. S. 149) der Gegend zwischen Prag, Berann, Hoirowic, Bokycan und 
Pilsenee ausgebeutet werden, sind S. und Sphärosiderit reichlich ver- 
treten. Das Vorkommen derselben ist in der Begel, naclik Lipoid, an zwei 
verschiedene Stufen gebunden; m den tieferen, den ,,Eomorauer-Schichten^ 
(d^) ß treten in Lagern Hämatit und S. auf, während in der höheren 
Stufe, den „Bokycaner-Schichten^^ (d|) y, gewöhnlich linsenförmige oder 
dichte Sphärosiderite, in mächtigen.Lagem oder in Putzen und Nestern 
erscheinen, welche z. Th. in Limonit, höchst selten aber in Hämatit ver- 
ändert sind. Die Erzlager am Gift-Bg, bei Komarow (406), weichen in 
so ferne von dieser Begel ab, als hier in den Komorauer-Schichten beide 
Vorkommen vertreten sind, indem das Hauptlager aus Hämatit, S. und 
Sphärosiderit, die wechselnd vorwalten, und das Hangendlager aus linsen- 
förmigem Sphärosiderit besteht. Die Lagerstätte wird von Gängen und 
Klüften durchsetzt, von denen die ersteren. Er. von S., femer Baryt, An- 
kerit, Quarz, Tetraedrit, Pyrit und Zinnober enthalten (86) 13, 339. Auch 
Pseudomorphosen von Eisenglanz, Quarz und Limonit nach linsenförmigen 
S.-Kr., wurden hier, gefunden (85) 59, eis, (64) 71, les. — Die Erzlagerstätte, 
welche zu Zbazaa bei Haf^elic abgebaut wird, ist nach Helmhacker eine 
von S. durchdrungene, Petrefacten-reiche Ealkbank der obersilur. Etage E, 
aus welcher der grösste Theil des GaCO« ausgelaugt wurde. Gegen den 
Ausbiss übergeht der poröse S., mit zahlreichen von Brachyopoden-, 
Erinoiden- u. a. Petrefacten-Steinkemen stammenden Hohlformen, in 
Limonit (121) 20, 110. — ^ Neuester Zeit fand Feistmantel zu Ploakow 
bei Lana, kleine undeutliche S.-Drusen von gelblichgrauer Farbe, mit 
Pyrit, auf Elüften und in Höhlungen von Schwarzkohle, namentlich 
in der Nähe von Verwerfungsspalten (141, f). — Ein S. vom LiUsehaeht 



296 Sideiit. 

bei PHbram (406) erwies bei der Analyse circa 15 Proc. MnCOg, während 
ein anderer nur Sparen davon enthielt (121) 18, 343, 358. 

Thoniger S. lagert in den Braonkohlenschichten im nördlichen Böh- 
men an zahlreichen Orten ^). 

M&hren. Bei Swatoslan (a) , Hlnboky (b) und bei Jassenitz wurde un- 
längst S. in abbauwürdiger Menge angetroffen. Das Vorkommen (a) ist 
gangartig und (b) stockförmig ; in beiden Fällen sind Chloritschiefer und 
kömiger Kalk die begleitenden Felsarten. Der Gang von Swatoslau ent- 
hielt am Ausgehenden Manganocker mit eingelagerten S.-Sphäroiden. 
(86) 15 B. F. 108. — Bossitz-Oslawan (407). S.-Er. sind auf die Klüfte 
in den Sphärosiderit-Septarien beschränkt. Die letzteren finden sich in 
Linsen oder Knollen, die auch zu weiter ausgedehnten Schichten sich 
vereinen, in den Schieferthonen, welche zwischen den Kohlenflötzen lagern. 
Bemerkenswerth durch Kr.-Drusen im Innern, sind die Septarien im Han- 
genden des ersten Flötzes (86) 17, 201. 

Bukowina. Die KoUaca-Oruben bei Fandnlmoldowi bauen auf einer 
gangförmigen S.-Lagerstätte, die an der Grenze von einem quarzigen Kalk- 
stein und Glimmerschiefer auftritt und vom Tag aus in Limonit verändert 
ist (86 F.) 68, 242. 

Ungarn. Auf den Erzlagerstätten von Poinik und LovinobAnya, derbe, 
körnige Partien mit Quarz, Tetraedrit und Chalkopyrit (104). — Am Zelei- 
nikrBg, bei Szlrk, treten im Thonschiefer mächtige Eisenerzlager auf, aus 
S. u. Limonit bestehend (86) 9, V, 94. — Bänszka (410). Hier werden miocene, 
stark eisenhaltige Trachyt- Tuffe, mit Kieselerde-Sedimenten (Polierscbie- 
fem) wechselnd, als Eisenerze abgebaut ; dieselben sind theils Sphäroside- 
riten ähnlich, theils sind es Limonite in Eisenopal übergehend. Ein gleiches 
Vorkommen ist bei Zamuto bekannt (86) 10, 450. — Auf den Erzgängen von 
Felsobänya wurde neuerer Zeit ein ausgezeichneter S. angetroffen *) ; in 
nierförmiger bis traubiger Gestaltung, von gelblichgrauer, bis röthlichbrau- 
ner Farbe und kantendurchscheinend, bildet er continuirlich ausgebreitete 
Decken auf Quarzdrusen. Eine Absonderung in dünne, mit der Oberfläche 
der nachahmenden Gestalten gleichlaufende Schalen ist mehr weniger 
deutlich ausgeprägt, zuweilen auch eine krummflächige Spaltbarkeit nach 
R; eine radial-fasrige Textur ist kaum angedeutet. Die quarzige Unter- 
lage führt reichlich Blende und Pyrit (88 Pr.) M. v. Lill fand solchen 
S. über Baryt-Kr. gelagert ; sp. G. = 3*79. Bei der Analyse wurden 28*35 MnO 



1) S. Min. Lex. S. 406 und Zinoken, Phygiographie d. BrannkoUe, 1867, S. 227. — Ueber 
den im Min. Lex. S. 407 erwähnten Sphärosiderit von Petersburg (der eigentliche 
Fundort ist Wile nz) s. Haidinger i. d. AbhdL d. b61im. Ges. d. Wiss. V, Bd. S, 18AA. 

') Er imrde als nFelsObanTt** versendet. 



Siderit — Süber. 297 

nachgewiesen (121) 18, 848. wornach sich die Formel sFeCOg + aMnCO. 
aufstellen Hesse, wie bei den Sphärosideriten aus dem Basalte von Eisern 
in Siegen^). — Btoztri bei Petrora. S. und Botheisenstein erscheinen 
mit Qnarz und Galcit auf einer 3 F. mächtigen Lagerstätte, welche Ser- 
pentin und Thonglimmerschiefer zum Nebengestein hat (86) 16, F. i9ö. 
BtobenbürcTMi. Auf den Erzgängen von Olah Läposbänja in kömig- 
blättrigen Partien und eingesprengt mit Pyrit und Ghalkopyrit (104). — 
Die Erze, welche bei Poduroi nächst Oidh-Lapos gewonnen werden*) 
sind zumeist S. (110) les. — Der Earpathen-Sandstein bei KoTaszna ent- 
hält nach Cotta, analog wie in Schlesien, zahlreiche Lager von Sphäro- 
siderit, aus Platten oder innig verbundenen Linsen bestehend, ferner tho- 
nige und kohlige Sphärosiderite, welche letzteren häufiger und mäch- 
tiger auftreten als das reine Erz (99) 221. 

SUber. 

D. 9, Silver. N. 528. 

Min. Lex. 411. 

Salsburg^. Im Scktdterbau im Gangthal bei Seheigaden, traf man als 
grosse Seltenheit güldisches S., in gelblichweissen zähnigen Gestalten auf 
Quarz (118). 

Tirol. Am Madersbeicher K&pfl bei Matzen unweit Brixlek wird seit einigen 
Jahren Bb. betrieben ; man findet daselbst S.-Härchen und Blättchen in 
sehr geringer Menge, so wie Kupfer und Pyrargyrit, in einem schwarzen 
von Pyrit, Markasit und Galenit durchsetztem Dolomite, welcher den Gar- 
dita-Schichten (obere Trias) angehört (86) 19, 215- 

Böhmen. Ober-Rochlitz, selten und in geringer Menge auf den Kupfer- 
silicaten (s. S. 173) (86) 10, ss. *— Bei Kostlalow-Oels wurden ^n einem 
Eisenbahn - Einschnitte, in einem permischen Schieferthon-Lager, Con- 
cretionen von Bedruthit angetroffen, welche theils oberflächlich, theils 
auf feinen Klüften, Anflüge von S. in Blättchen mit höchstens 2 L. Durch- 
messer trugen. Kleine Höhlungen im Innern der Goncretionen enthielten 
eine kohlige Substanz, welche wohl die Beduction des S. bewirkt haben 
mag (64) 58, 7. — PHbram (412). Gelegentlich der Beschreibung neuerer 
S.-Anbrüche aus diesem Bb. ^) erwähnt Keuss , dass er die von G. v. 
Bath') angeführten Pseudomorphosen von S. nach Stephanit, selbst nicht 



t) (128) S. 8S4. 

') ans? KarpathensandBtein. 

») S. a. (185) 72, w. 

4) (68) 111, S«6. 



29B Süber — Simonyit 

beobachtet habe und fQgt hinzu, dass falls dieselben wirklich von PHbram 
stammen, sie daselbst doch ausnehmend selten sein dürften (69, a^ si* 
üns^am. In K9nig^bergr ist S. als Seltenheit in feinen Blättchen und moos- 
artigen Anhäufungen , mit Pyrargyrit und Pyrit, yorgekommen (104). — 
lUibAnya, sehr selten in papierdünnen Blättchen mit Malachit-Binden (ans 
Ghalkopyrit), auf Butschflächen in den chloritischen Massen, welche aus 
der Zersetzung des Syenitporphyrs hervorgegangen, die Stöcke desselben 
umgeben (124) 104. — OraTieza , mit Eupferpecherz auf Baryt (136). 



Simonyit, Xschermak. 

D. (Ap. 1) 14. N. 240. 

Oesterreioh. Hallstatt, Christina- StoUen. Drusen sehr kleiner monokliner 
Kr. oP. ooP>Bao.— P.QDP2. odSoo, auf dichten, derben oder plattenför- 
migen Partien ; blaugrün, röthlichgelb, zuweilen sind die Er. auch farblos- 
Das schwach salzigbitter schmeckende, nicht verwitternde Salz hat die 
gleiche procentuale Zusammensetzung wie Astrakanit und Blödit, unter- 
scheidet sich aber von diesen durch die Art des Wassergehaltes, welcher 
in GonstitutionB- und Erystallwasser zerföllt, daher die Formel nach 
Xschermak 2MgS04 + 2Na,S04 + 5H,0 . 3aq ( = Löweit mit 3 Mol. Erystall- 
wasser) zu schreiben ist^). Der S. findet sich mit Steinsalz, Earstenit, 
Polyhalit und röthlichgelbem, rasch verwitternden Mirabilit, welche bunt 
durcheinander gemengt sind, oder sich in eiazelnen Lagen sondern, so 
dass der grüne S. zwischen der rothen Umgebung in zollbreiten Zonen 
erscheint (85) 60, 718. A. Simony unterscheidet 3 durch Farbe und Vor- 
kommen streng geschiedene Varietäten: A) die reinste, licht wein- bis 
wachsgelbe, selbst farblose Varietät erscheint in Er., ohne fremden Be- 
gleitern, in kleinen Nestern in schwarzgrauem Earstenit. B) die minder 
reine, licht span- bis dunkellauchgrüne Varietät zeigt selten deutliche 
Er. ; dunkelgrüne feinkörnige Partien umschliessen zuweilen wachsgelbe 
bis farblose Partien der Varietät A. ; mit den oben genannten Begleitern 
zwischen Earstenit und Haselgebirge vorkommend. G) die unreinste, rasch 
verwitternde Varietät, bildet orangegelbe Adern im Haselgebirge und ist 
gewöhnlich von Steinsalz und Blödit begleitet. Das Vorkommen ist stets 



*) Neuester Zeit wurden anch in Stassfnrt Er. dieses Salzes aafgefonden , welche nach 
G. ▼. Bath und Qjoth mit jenen von Hallstatt goniometrisch übereinstimmen , jedoch 
weit fl&chenreicher nnd Torzftglicher ausgebildet sind. O. y. Rath fand, dass die Stassforter 
Kr. auf 100—1200 erhitzt, nahe die HUfte ihres Wassergehaltes TerUeren, es' w&ndem- 
nach die Formel zu schreiben: MgS04+ Na,80+ 2H,0. 2aq. (63)144,58i, (96) 1871, CT 
Vrgl. (135) 1872, a«. 



BfmoiiTit — Skolezit. 299 

ein spärliches (135) 71, eo. — Im J. 1870 traf man grössere derbe Partien 
von dunkel orangegelbem S., in der Kömisehen Wehre am Kaiser Josef- 
Stollen, an der Grenze zwischen Salzthon und einer ansehnlichen Masse 
von Eieserit, welche vom ersteren umschlossen wurde ; sowohl im Kieserit 
wie im S. zeigten sich einzelne Körner von Löweit. Aus diesem Zusam- 
men-Yorkommen vermuthet Tschermak, dass S. und Löweit secundäre 
Bildungen aus Kieserit seien (85) 63, 315. 

Skapolith^ Womer. 
D. 318, Paranthite, 319 Wemerite. N. 386. 

Min. Lex. 4U. 

Tirol. Pfltsch, Pfitseher JöchL Die im Min. Lex. S. 270 von Liebener als 
Mejonit bestimmten Kr. aus dem Glimmerschiefer, wurden von Descloi- 
zeaux zum S. gestellt (103) 231. 

M&hren. Im Granatenyraben bei Goldenstein, derb und in krystallinischen 
Stangen, grünlichgrau oder röthlich (98) 3. — Im Oslawa-Th. lagert bei 
der Grossfelder Mühle, zwischen Gneiss und Granulit, ein aus lauch- 
grünem Amphibol, S. und Quarz bestehendes Gestein. In dem innigen 
Gemenge der beiden ersteren Minerale ist nur stellenweise der S. deut- 
lich ausgeschieden. Braune 3 — ^6 L. lange Titanit-Kr. sind z. Th recht 
häufig in dem Gesteine eingewachsen (98) 5, 28. 

Skolezit, Fuchs. 

D. 428. N. 337 (Mesotyp z. Th., Kalkmesotyp). 

Tirol. Fassa, Alpe Sotto i Sassi. Bichthofen fand auf den Wänden eines 
Hohlraumes im Augitporphyr-Tuffe , kuglige Aggregate hochsäuliger S- 
Zw. P . — P - ooP> ooPao (letztere Fläche federartig gerieft). Die Centra 
der Kr.-Aggregate waren einst Galcit-Kr., welche scharfkantige Hohl- 
räume zurückliessen ; auch der Baum über dem S. war früher von Calcit 
erfüllt, von dem nur mehr geringe Beste vorhanden sind (85) 27, sss. 

Böhmen. Angeblich am Marienherg bei Aussig und bei B. Leipa, in 
wasserhellen oder weissen Nadeln, mit Natrolith und Calcit (86 F) 67, 34. 

M&hren. Bei Lichnau enthält ein ziemlich grobkörniges, stark verän- 
dertes Gestein^) mit meist in Seladonit umgewandelten Augit-Kr., feine 
Nadeln zahlreich aufgewachsen, die nach den Beactionen als S. zu be- 
stimmenwären. Auch in der Umgegend kommen solche Nadeln vor (85)40,i37. 



<) Teschenit (b Analcim) nach Angabe der Karte, Taf. 8, zu (135, a)* 



900 Skorodit — Smaltit. 

SkOrOdlt, Breithaupt. 
D. 574 N. 305. 

Min. Lex. 414, 

K&mten« L$lliiig-Hfittenberg, Ergherg (414). Starkglänzende, selten 
Aber 1 L« hohe Eryställchen P und P.coPT, dicht gedrangt in Drosen 
und in dmsigen Ueberzügen , ausnahmsweise einzelne Kr. und Er.- 
Gruppen^ die, wie ich mich überzeugte, zu genauen Messungen nicht 
geeignet sind ^). Unrein smaragdgrün, lauch-, grau- oder gelblich-grün, 
auch rothbraun, halb- bis ganz-peUucid. Als Unterlagen erscheinen vor- 
nehmlich LöUingit (s. S. 187), Pittizit und Siderit. In den von Löllingit 
umschlossenen Siderit-Partien, wurde letzterer vom S. nachweislich ver- 
drängt. Ein ockergelbes, nicht näher bestimmbares Mineral bedeckt in 
Härchen, oder Häuten zuweilen die S.-Kr. (138), (86) 9 F. 155. 

Böhmen. Angeblich ist S. auf der Kassiterit-Lagerstätte von Obergranpen 
im Mückenberg er Reviere, vorgekommen*). 

Smaltit, Beudant. 
D. 70. N. 571, Speiskobalt. 

Min. Lex. 415. 

Salsburs^. Zinkwand im Weissbriach Th. {Lungau), derb, kleinkörnig, 
mit Nickelin und Nickelocker in Calcit. — Schwarzleogang (415), in 
der Eraemusgrnbe , Kr. mit drusiger Oberfläche, auf Calcit-Kr. mit 
Gölestin, Chalkop^Tit und Zinnober, auf einem Gemenge von Calcit, 
Tetraedrit, Chalkopyrit und Pyrit; im Nickel Bb. am Nöckel Bg.j mit 
Nickelocker und Asbolan in quarzigem Ankerit [118]. 

Böhmen. Unreiner S. von Joachimsthal (415) sp. G.=6-81, wurde von 
Marian analysirt (128) 1013. — Neuere Vorkommen von Pribram (416), 
sind die folgenden. Exisehi Gg., selten bis 5 L. grosse Er. ooOx.O, in 
körnigem, rosenrothen Braunspath. Johannes Gg,, klein-dendritische 
und gestrickte Gestalten, mit Aggregaten von MUlerit-Nadeln , einge- 
wachsen in einem feinkörnigen Gemenge von Quarz, Galenit und Pyrit, 
dessen Kluftflächen mit Erythrin überzogen sind. Maria Gg., gestrickt, 
mit derbem Pyrargyrit, in körnigem Calcit und Siderit (69, a) 17. 



*) Fr. Münniclksddrfer erwähnt, dase sehr selten linsengroese Kr. mit flftchenreicherer Com- 
bin&tlon (?): P. »P«'. ccP« . cc PT. oP geAuiden werden (115) 4. ut. 

*) Schüler und Leliwnld , das Zinnen-Yorkommen ron Gnnpen usw. Prag 1868« S. 6. — 
Naoh Zippe tnf man S. anch in Sdüaggenwmld, & Wm Lex. 416. 



Smaltit — SmithBonit. 901 

XSngBxn, BöezA (ne), derb und eingesprengt, mit Chalkopyrit and Quarz 
auf den Erzgängen im Granit (104). — Orarieza (iie) Elisabeth Orube, 
Neben dem Alloklas ersclieint im Calcit zuweilen S., stets in ausgebil- 
deten Er. acOx.O, die oft nach einer tetragonalen Axe prismatiscli 
verzerrt sind und in gekreuzter Stellung verwachsen, gestrickte Formen 
bUden (85), 63, 224 *). 

Smektit, Breithaupt. 
D. 458 N. 357, Walkerde. 

Min. Lex. 416. 

Steiermark. Im Gillier Terliärbecken (416) treten bei ßeifenstein nnd 
Podgorje ungefähr 1 Elftr. mächtige Lager in Sandstein auf (86) 12, 849, 
Jordan's Analyse s. (128) 879. — Nach Hauer's Analyse (86 F) 70, sso hat der 
Thon von Fohnsdorf (416), den schon Anker von diesem Fundorte unter 
der Bezeichnung Walkererde erwähnte, annähernd die gleiche Zusam- 
mensetzung wie der Smektit genannte Thon von Cilli; die Bezeichnung 
desselben als Seifenstein (a. a. 0.) ist eine unpassende^). 

Tirol. In der Nähe von Roveredo fand sich |;raue Walkererde auf einem 
Gange in Kalkstein (49, a). 

SmithSOnit, Beudant. 
D. 692. N. 273. (Zinkspath, Galmei z. Th.) 

Min. Lex. 417. 

Steiermark. Feistritz bei Feggau ^ dflnne Krusten auf ockerreichem, 
devonischen Schiefer (141, t). 

Kirnten. Die Analyse einer gelbbraunen, grobzelligen Masse aus dem 
Bb. von Baibl (418) stanmiend, s. (135) 71, 55. 

Krain. Schürf baue auf Galmei befinden sich im Hallstätter-Kalk im Koro- 
sehitza Crraben am südlichen Fusse des Loibl bei St. Anna und bei 
Nassenfnto; über das Vorkommen s. (116) 70, 86. 

Croatien. Im Ivanezica Geb. bei Iranec, enthält ein auf Werfener- 
Schichten lagernder Dolomit ein 2—3 F. mächtiges Galmei - Lager, 
welches vorwaltend aus S. besteht; in der Teufe erscheint als Begleiter 
Galenit (86) 12 F. 135. 



s) Yermiithlich sind diese Kr. nicht S., sondern Eobaltin (s. d.) S. 170, Anm. 4. 

*) Eine ähnliche Zusammensetzung hat anch ein plastischer Thon von BrÜndl bei 

Earlstadt (Croatien), den Haner analysirte (86) 21, ^39. 
'^ 08wald*B Analyse des Smelit von Telkibänya, Min. Lex. 3. 417, s. (188) 3«». 



902 SnitiiaoBit — Soda 

Böhmen. Pftbram, Sehwargrubner Gg, Weisse, meist aber gelb bis 
braun gefärbte, feinkörnig-poröse, selbst schwammige Binden, die Va"^ ^• 
dick, aof Galenit oder Gerussit liegen and die freien Räume zwischen 
denselben erfüllen ; zuweilen oberflächlich in verzerrte und gerundete rhom- 
boedrische Eryställchen endigend. Bemerkenswerth sind pseudomorphe 
Bildungen nach Oialenit, die ein rechtwinkliges Fachwerk mehr weniger 
dicker poröser Lagen darstellen, deren Zwischenräume entweder leer, 
oder durch Eisenocker ganz oder z. Th. erfüllt sind. Die Wände dieses 
Fachwerkes reichen abwärts bis auf den unterliegenden Galenit und stimmen 
mit dessen Spaltflächen in ihrer Lage überein; manche grosse Galenit- 
Würfel, unten noch frisch, bestehen aus porösem b. im oberen Theile. 
Blende, die in der Unterlage solcher Exemplare hochgradig zersetzt er- 
scheint und von Galenit bedeckt wird, lieferte das Materiale für die 
Bildung des S.; diese erfolgte aber erst, nachdem aus dem Galenit be- 
reits jene Gerussit-Er. hervorgegangen waren , die man unter den S.- 
Krusten trifft, lieber diesen Krusten beobachtet man noch F8ilomelan,ein 
Zersetzungsproduct des Siderites, der auf den erwähnten Stufen als das 
tiefste Glied der Unterlage erscheint, und endlich Wulfenit-Kr. (69, a) 07. 

üng^am. üeber das Vorkommen im a. Bb. von Pila s. S. 132. — B^sbä- 
nya (419). Krusten bildende Kr. : R. —^I^K>6K auf Kalkstein, oder farblose 
Kauf Malachit und Hemimorphit, über einer Binde von Kupferschwärze, 
auf Kalkstein. Häufiger sind traubige oder blumenkohlartige Grebilde, 
weiss, gelblich oder bräunlich gefärbte, mit ozydischen Erzen und 
Hydrocarbonaten unter den verschiedensten Formverhältnissen ver- 
wachsen. Nach Peters ist der derbe S. in den meisten Fällen ein um- 
wandlungsproduct des Hemimorphites (124) 150. — Neu Moldava, klein- 
traubig, auf Limonit mit Allophan (136). 

Soda. 

D. 705 Natron. N. 238 (Kohlensaures Natron). 

Min. Lex. 419. 

Oesterreioh. Im Salzberge von Hallstatt bildet sich das „bittere Haarsalz' 
in Stalaktiten und moosähnlichen oder drahtförmigen Efflorescenzen 
überall, wo der Mörtel der Stollenmauerung mit salzführendem Haselge- 
birge zusammentrifft; dieS. lockert die Mauerung und zerstört allmälig, 
wie im Steinberg, durch ihr massenhaftes Auftreten den ganzen Anwurf 
(135) 71, 69. 



*) Diese Aggregate sind nie giünlich oder bl&alich gefärbt wie der fihnlich gestaltete 
Hemimorphit. 



Soda — SodAlitli. 30^ 

üngBxn. In der Umgegend von Debreczin (420) finden sich 20—25 Soda- 
seen, deren Umfang mitunter bis über eine Wegstunde misst und deren 
grösste Tiefe kaum über 3—5 F. steigt. Jährlich werden hier 8—9000 Ctr. 
reiner S. gewonnen. (86 F.) 67, 294*). ßeudant*s und Wackenroder's 
Analysen s. (128) 229. 

Sodalith) Thomson. 

D. 330. N. 364. 
Miii. Lex. 420. 

Böhmen. Am PMer Bg. bei Böhm. Leipa kommt, nach Laube, S. in 
einem zersetzten, blasigen Basalte vor (141, 1). 

Siebenbftrfl^en. Das erste bedeutendere, österreichische Vorkommen von 
S. wurde von Herbich i. J. 1859 östlich bei Ditro, in einem Seitenthale 
des Orotva Baches, in dem Syenitstocke des üjhavas- und Piricske B'j, 
entdeckt. Der meist schön blau gefärbte S. erscheint in grob- bis klein- 
kömigem Gemenge mit Orthoklas, Gancrinit, Eläolith und Oligoklas, und 
ist ein vorwiegender Gemengtheil des von Haidinger „Hauynfels^, dann 
von Zirkel „Ditroit^ genannten Gesteines. Kleine Partien von Amphibol 
und Glimmer, von Magnetit, Titanit, Wöhlerit, Zirkon und Pyrochlor 
sind in dem Gesteine eingesprengt. Das zuerst als Lasurstein bestimmte 
Mineral'), erwies bei der Analyse die Zusammensetzung des S. ^) 
es bildet z. Th. über Zollgrosse, krystallinische , stark durchscheinende 
Massen von himmel- bis lasurblauer und bläulichweisser Farbe, es ist 
nach odO spaltbar, sein sp, G. = 2.3. Dünnschliffe dieses S. verhalten 
sich im Polarisations-Mikroskope ganz analog dem S. von Miask *), — 
Auch in einem Miascit der bei Tasokpatak im Orotva Thale, in Ver- 
bindung mit Ditroit und Syenit auftritt, kommt blass smalteblauer oder 
blaulich-grauer S. im Gemenge mit Oligoklas und Eläolith vor ^) ; ausser- 
dem stellen sich in diesem Gesteine noch Amphibol und Glimmer, Davyn, 
Magnetit, Zirkon, Wöhlerit und Pyrochlor in geringen Mengen ein 

(109) 200, (139) 1, 694. •) 



*) S. a. (46; 1865, S. 629. 
«) (86) 11, F. 8«. 
») (86) 12, F. 6«; (86F)67, »87. 
*) (105). 

») (86 F.) 67, m 

') Blauer Quarz in Geschieben war schon früher von Ditro bekannt, s. Min. Lex. S. 371 ; 
diese Angabe dürfte sich wohl auf den S. beziehen. 



^ SpesMrtin - Sph&nüith. 

Spessartin. 

D. 268 (Manganese Alumiagarnet). N. 414. 

Tirol. Aus Pfltsch erhielt Eobell als „Granatoid*' ein dichtes Mineral, 
welches sich als fast reiner Mangan-Thon-Granat (mit 34 Proc. MnO) 
erwies; es erscheint in derben Massen mit flachmuscheligem Bruche, 
fleischroth in*s bräunliche, wachsglänzend und Kanten-durchscheinend; 
sp. G. = 4-3»). 

SpMrit, Zepharovich. 

D. 587. N. 236. 

BOhmen* Zajeeow bei 8t. Benigna. Einzelne Kügelchen und traubige 
Anhäufungen Ton solchen, ferner klein nierförmige Aggregate in Hohl- 
räumen von Rotheisenstein, und kreisrunde Scheibchen in Klüften des- 
selben. Die sphäroidischen Gebilde , häufig mit facettirter Oberfläche, 
die zuweilen zartdrusig durch vorragende Individuen wird, besitzen 
Glaskopf-Structur. Lichtgrau, in roth oder blau ziehend, durchscheinend 
wenig glänzend; durch Verwitterung weiss, undurchsichtig und matt, 
wobei auch die feinfaserige und schalige Textur deutlicher erscheint 
Der ELämatit ist dort, wo er den S. trägt, meist ockerig verändert oder 
mit Wad bedeckt Mit dem begleitenden jüngeren Wavellit, ÜEind man 
den S. am Ausgehenden eines Hämatit-Lagers, welches in der Z^jeöower 
Zeche abgebaut wird. Sp. G. = 2.Ö3. Die Analyse ergab annähernd die 
Formel sAlj O3. «Pj 0^ + leHjjO (85) 56, 24. 



Sphärnlith, Wemer. 
D. 359. N. 361. 

Min. Lex. 420. 

Ungarn. Üeber das Vorkommen in hyalinen Gesteinen der Quarz-Tra- 
chyt-Gruppe s. die Abhandlungen von Richthofen (86) 11, na ff, von 
Szabö (86) 16, 89, und von Andrian (86) 16, 4oi. Ueber die Mikrostructor 
8. ZirkeFs Untersuchungen über die glasigen und halbglasigen Gesteine 
(96) 19, 767. Erdmann's Analyse eines S. aus dem Blimker TA. bei 
Schemnitz (4So), s. (128) ess, Nr. 10, a, (101) 359, Bernäth's Analyse des 
S. vom Tokajer Bg. und von Szdnto bei Tokaj, s. (86) 16, 90. 



Sitzber. d. Akad. d. Wiss. in München, 1868, II, S. 393. Kobeirs Analyse s. ebd. 



Spoanmen — Stanroliih. 305 

SpedmUen^ dAndrada. 
D. 228. N. 368 (Triphan). 

Min. Lex. 420. 

Tirol. Bammelsberg^B Analyse des S. von RaUehingea bei Sterzlng (421), 

sp. G. = 3-14, s. (128) 500. 
MUuren. Bei Wiesenberg undMarschendorf kommt, nach Oborny, S. im 

Granite vor (98) 3. 

Stanrollth, Delamethene. 
D. 388. N. 418. 

Min. Lex. 422. 

Salsburff. Am Raähauskogl bei Böcksteln , kleine oberflächlich rauhe 
Er. in dünnschiefirigem, glimmerreichem Gneisse (118). 

Steiermark. St Radegrimd. Einfache Er.: oP. ooP. cxPao und seltene 
schiefw^inklige Ereuzzwillinge, mit kleinen braunen Granatkörnem ein- 
gewachsen in dunklem, dünnschiefrigem Gneiss. S, und Granat werden ron 
den Glimmerschüppchen des Gneisses so innig umhüllt, dass sie sich 
nur durch Schwielen oder Enötchen im Gesteine verrathen; besser aus- 
gebildete Er. trifft man in kAdlimsiitea, ftldspathreichen Gesteinspartien 
und in dem aufliegenden Verwitterungs-Lehm. Durch mikroskopische 
Untersuchung von Dünnschliffen konnte Peters im Innern der S. -Säulen 
nicht nur eine polysynthetische Zwillings-Structur, welche auch die ab- 
norme Spaltbarkeit der Er. nach oP erklärt, erkennen, sondern auch 
wesentliche substanzielle Differenzen nachweisen. Dem freien Auge 
zeigen sich in dem schwarzen S. seltene Einschlüsse von Granat, so wie 
äusserst seltene Glimmerschüppchen. Sp. G. = 3.48. Der im Min. Lex. 
422 erwähnte S. von Ober-WSls stimmt mit diesem Vorkommen völlig 
überein; ebenso jener S., welcher in Spuren bei Wies, ebenfalls in 
Glimmerschiefer-ähnlichem Gneiss (wie am obigen Fundorte) gefunden 
wird (85) 57, 646. Maly's Analyse des S. von Radegund s. ebd. u. (108) 68. 

Tirol. In einem Glimmerschiefer-Findling bei Hall zeigten sich nuss- 
grosse Enoten einer weichen, graulich violetten pseudom. Masse, die 
häufig einen Eern von unzersetztem, braunrothen S. enthält. Ein ähn- 
liches Vorkommen wurde auch im Phyllit ober dem heiligen Weisser bei 
Innsbmek (422) beobachtet. (46) 71, 54. — Am Kreuzjoch im Hocheder- 
€tob., am Wege von Kahthei nach Siams, fand gleichfalls Pichler bis 
IVs Z. lange, dünne einfi&che Er. und Zwillinge in Granat-reichem 



* Bammelsberg's Analyse des Stannin toii Zinnwald, sp. O. — 4*51, s. (128) 131. 
Ze pharoTich, mioeral. Lexioon. 11. 20 



d06 SUurolitli — Sie»tii. 

Glimmerschiefer; gewöhnlich ist die Oberfläche der Kr. angelaufen, mit 
Glimmerbl&ttchen bedeckt und ihr Inneres von solchen und Granat- 
kömchen durchschwärmt; Glimmer hat sich auch in Quersprflngen des 
S. eingenistet. Der Glimmerschiefer des GUirseher-JöehVa östlich Yon 
NUderthei im öithal enthält gleichfalls S. und Granat nebst Pyrit (86) 

18, 680. 

Mähren. Ctoldenstein (423). Bammelsberg analysirte braune, durchschei- 
nende Kr. von diesem Fundorte, sp. G. = 3*65-3.66, mit kleinen röth- 
liehen Granaten in einem rothbraunen Glimmerschiefer eingewachsen 
(63) 113, 0M, (39, 1) 80. *) 

SlobenbAr^mi. Von SzolcsTa (42s) stammen wohl jene Kr., die Peters 
unter der Fundorts- Angabe „Offenbanya^ beschrieb; es sind sehr schön 
ausgebildete, einfache Säulen: oP. ooP. ooPoo, zuweilen zerbrochen und 
wieder durch Quarz verkittet, in einem grünlichgrauen Glimmerschiefer, 
dessen feinkörnige Quarzflasem sich unmittelbar an die Staurolith-Kr. an- 
schliessen, sie z. Th. auch umhttUen. Die mikroskopische Untersuchung 
erwies in den Kr. eine Art von Schalentextur, mit in ihrer Färbuag 
differenten Lagen. (85) 67, esi. 



Steatlt^ Gronstedt. 
D. 461, Tale. N. 320 (Speckstein). 

Min. Lex. 4SS. 

Sallblirff. Gruberhhn zu Mooseok bei Gollingy derb, grau ih's gelbe 
und braune, zuweilen mit rhomboidalen Eindrücken, begleitet von Braun- 
spath, asbestartigem Strahlstein, Siderit und Krokydolith (118). 

Tirol. Neben der Serpentinmasse in den krystallin. Schiefem am südlichen 
Abhänge des Ahren-Th., erscheint nach Niedzwiedzki ein ungewöhn- 
liches, dem Listwänit zunächst zu vergleichendes, aber Quarz-freies 
Gestein, welches aus undeutlich-schiefrigem , grünlich- und gelblich- 
grauen S., mit regellos eingeschlossenen, 2V2 L. grossen, braunen Dolo- 
mit-Kr. besteht (86) 22, 347. — Die bisherige Bezeichnung der Substam:, 
in welche die Pleonast-Octaeder aus dem Fassa Th. umgeändert sind, 
als Speckstein (Min. Lex. S. 425) ist, wie sich durch Analysen derselben 
ergab, eine unrichtige; s. S. 242 und Bischofs Geologie, 2. Aufl., 2,8i9. 



1) Von Spornliaa, Ooldenstoin und Iglan hat Kolenati eine S.-Variet&t f&lsoMich «Eudy- 
alitii'' genannt; im Min. Lex. S. 423 haben wir hieranf durch ein (?) anftnerksam ge- 
macht; abermals wendet nun Obomy in einer sehr flüchtigen Arbeit in (98) 3, 12 diese 
Bezeichnung an, und hat dadurch bei Eenngott (39, m) im die Meinung veranlaset, dsss 
in Spomhau wirklicher Endyalith yorlcomme. 



Steuülüh — Steinnb. 307 

BdlimeB. Am Neubauer Bg, bei Bdhm. Leipa, dankel-laachgrfln, in 
Höhlungen des Basaltes, deren Wände mit dunkelbraunen Biotit-Bl&ttern 
bekleidet sind; es scheint demnach dieses S. genannte Mineral ein 
Zersetzungproduct des Biotites zu sein (137). — Schönfeld und Schlaggen- 
wald. Die froher als S. bestimmte Substanz (s. Min. Lex. S. 427), in 
welche Topas-Er. und deren aus kömigem Quarz bestehende Unterlage 
▼erändert sind, erwies sich als Steinmark; dasselbe gilt auch für 
derbe S.-ähnliche Massen von diesem Fundorte s. S. 163. 

Mähren. Die Quarz-Er. in den Geoden von Olomuczan sind in amorphe 
Kieselsäure, nicht, wie im Min. Lex. S. 427 nach Blum angegeben, in 
S. verändert; s. S. 266. 

Unff am. R^zbänya. Die früher S. genannte Masse, (s. Min. Lex. S. 428), 
in welche sich Drusen von Grossular-Er. und deren aus Grammatit 
bestehende Unterlage verändert zeigen, ist ein S.-ähnliches, röthlich- 
graues Magnesia -Ealk-Silicat mit einem geringen Thonerde - Gehalte 
(124) 1S6. ») 

Steinsalz. 

D. 112, Hallte. N. 229, Kochsalz. 

Mm. Lex. 429* 

Nach den wichtigen Untersuchungen von Mojsisovics über die 
alpinen Salzlagerstätten (429) von Isehl, Hallstatt, Anssee und 
HaUeln, sind daselbst eine obere Abtheilung, die „Anhydrit-Begion^ 
und eine tiefere, die „Polyhalit-Region*' zu unterscheiden. Die Anhy 
drit-Region ist arm an S., welches in bunter Färbung, meist roth 
erscheint, enthält grauen und rothen Anhydrit in grösseren Massen, 
grauen Mergelthon und häufig rothe Mergeltrümmer. DerBb. bei Ischl, 
so wie ein grosser Theil des Halleiner-Bb., bewegen sich in dieser salz- 
armen, oberen Abtheilung. Aehnlich der Anhydrit-Region in den ge- 
nannten vier Bb.- Revieren, wenn auch einem etwas höheren Niveau 
angehörig ,^ ist das salzarme Haselgebirge von Hall; hier fehlen die 
bunten Salze und graue Farben herrschen im Allgemeinen vor. Die 
untere Abtheilung, die Polyhalit-Region wird bezeichnet durch das 
auf sie beschränkte, wenn auch nicht häufige. Vorkommen von Poly- 
halit; sie fahrt, zwischen dunklem, selbst tief -schwarzem Mergel, grös- 
sere Massen von mehr weniger reinem S. Nur in der oberen Etage 
ist das 8. z. Th. roth gefärbt , in der tieferen aber grau oder weiss . 
Der Anhydrit fehlt in der tieferen Etage der Polyhalit-Region fast gänz- 

•) S. 3. 142; auf dasselbe Vorkommen bezieht sich aacli die Notiz bei Grammatiti S. 188. 

20* 



908 SteiiiMU. 

lieh, an der Grenze gegen die Anhydrit-Region stellt er sich jedoch noch 
ziemlich h&ofig ein (86) 19, i5i ff. — Die alpinen Salzstöcke werden 
neuerer Zeit, entgegen den froheren Ansichten, in die ohere Trias ver- 
setzt, so dass mit Rflcksicht auf die Anzeichen von S. in der unteren 
Trias (in den Werfener Schichten), mindestens zwei Salz -führende 
HanptniTeauz in den Alpen anzunehmen sind (86) 19, iss, asi. S. a. 

(134) M8, 860. 

Aus dem Salzberge von Hallstatt (490) (Oesterreich) stammen manche 
erw&hnenswerthe S.-Yariet&ten. (A) Er. ooOoo mit oder einem flachen 
ocOn, ÜBurblos, milchweiss, schwachbläulich oder orangegelb, begleitet 
von wasserhellen Gyps- oder Mirabilit-Er. Reichlich enthält der Thon 
des Haselgebirges das „Kropfsalz^, verdrückte, oft Rhomboeder-ähnliche 

- odOoo, mit gekrümmten Seiten- und Spaltflächen; sie umschliessen oft 
Salzthon oder Hämatit-ßlättchen. B) „Moosartige, haarförmige und den- 
dritische EfQorescenzen von weisser und silbergrauer Farbe, das soge- 
nannte „saure Haarsalz^, auf ausgelaugtem Salzthon und in Hohlräumen 
von dichtem Earstenit; s. selten. G) Federkiel-ähnliche Stalaktiten, bei 
2 L. Dicke bis 2 F. Länge erreichend, iimeu mit ocOoo besetzt. Solche 
Stalaktiten nehmen in einer Woche um etwa 1 Z. an Länge zu. D) Zoll- 
grosse farblose Kugeln und Knollen in feinkörnigem S. E) Das bekannte 
derbe blaue S. ist stets von dichtem, grauem Karstenit begleitet; zu- 
weilen wechseln indigoblaue mit weissen Lagen ab, oder es ist ein blauer 
Kern von einer farblosen Masse umgeben (135) 71, 53. In früherer'^ Zeit 
ist auch grünes S. mit eingesprengtem Ghalkopyrit, reichlich vorge- 
kommen (88^). — - In einem etwas verdrückten odOod von HaU (430) 
(Tirol) beobachtete ich als Einschluss mehrere Fluorit-Kr.-Gruppen und 
einen langen etwas gewundenen Gyps-Kr. (88). Ueber den Bb« s. (86)12,i46. 

Oalizien. Wieliczka (iso). Grosse Würfel von diesem Fundorte um- 
schliessen manchmal lichtblaue Blumenkohl-ähnliche Gestalten von Kar- 
stenit (133) 193. Im „Knistersalze^ ^) fand Behrens Einschlüsse von 
schönen Pyrit-Kr. ooüao . und ocOoo . ocO (85) 64, 532. — Kalusz. Nach 
H. Rose gehören von den Verwachsungen des blauen und farblosen 
Salzes (s. Min. Lex. S. 432, Anm. 1), nur die blauen Partien dem Stein- 
salze an, während die farblosen Sylvin sind (96) 14, 4. Es kommen aber 
hier, wie auch anderwärts (Hallstatt, Wieliczka), mit und in einander 
blaues und farbloses Steinsalz vor (88). üeber deuBb. s. (120) 68, an. 

Ungarn. Si^var (433). Haidinger erwähnt von diesem Fundorte Würfel- 



*) SamsaTier'R Mittheiinng, 1S60 

*) Nach Bansen enthält dasselbe : Kohlenwasserstoff, Sticlrgas, Kohlensäure und Sanarstoff 
(63) 48, S. 251. Vrgl. Bischof, ehem. Geol. 2 Auflage, 1 Bd., S. 748. 



Steinsalz >- Stephanit. 309 

Hohlräume im Mergel, welche innen znerst mit einer Dolomit-Druse 
bekleidet und dann durch Gyps erf&llt sind (83) % is, Ueber die Salz- 
ablagerungen von Sövar u. der Maimaros s. (86) 10,440,469,(35)59,401. 
8lebeiibttarc^0B. Ueber die geognostischen Verhältnisse der Salzlager- 
stätten und die Bergbaue von Parajd, D^esakna, Thorda, Märos-UjVar 
und Yisakna [433], so wie über die übrigen Salinar-Erscheinungen des 
Landes (Gasezhalationen, Salzquellen u. s. w.) s. die beiden umfangreichen 
Abhandlungen von F. Po§epn^ in (86) 17, 475 und 21, 128^)1 ebenso dessen 
Mittheilungen : Schichtung des siebenbürgischen S. (86, V) 67, 134 und 
Allgemeines über die Salzlagerstätten (86) 20, 947. 

Stephanit^ Haldlnger. 
D. 106. N. 549 (Melanglanz). 

Min. Lex. 434. 

Böhmen. PHbram (434). Die nur selten deutlich ausgebildeten Er. mit oP, 
PoS', P, 2PI, QoPa, csPoö', ooPöö lassen fast stets vielfache Zw.-Zusam- 
mensetzung erkennen; zuweilen werden sie bis 1 Z. gross. Vom Bar- 
barorCrg, stammen cylinder- oder zapfeniörmige, bis IVa Z. lange Er.- 
Aggregate, die aus nach der Hauptaze an einander gereihten, kurzen 
Säulen bestehen; besonders bemerkenswerth sind derartige lineare 
Gruppen, in welchen dünne Polybasit- Tafeln regelmässig interponirt 
erscheinen, derart, dass das oP der Polybasit- und der S.-Er. sich in 
paralleler Lage befinden. Auch am Johannes- und am Euaehi-Gg. 
kommen S. und Polybasit von gleichzeitiger Entstehung, aber nicht in 
regelmässiger Verwachsung vor. Der S., welcher sich auch in derben, 
z. Th. zerfressenen oder porösen Partien, dann in Anflügen in Elüfben 
von Braunspath- und in Baryt-Er. zeigt, gehört nach dei;i von Beuss 
mitgetheilten Beobachtungen, drei verschiedenen Bildungsperioden an. 
(69, a)^ 21, 37 ff. Am Kreuzklüfter-Gg, wurden in neuester Zeit Gruppen 
niederer Säulen oP. ooP. aPoö'. P. ooPqo , mit Pyrargyrit in Galcit-Diusen 
angetroffen; der auf den anderen Gängen begleitende Polybasit wird 
hier vermisst. (135) 72, 32. 

TJmgBXik, *) Sehemnitz (434). Peters erwähnte zwei ausgezeichnete Exem- 



1) Dl« Literatur Hber das Steinsais Siebenbftrgeiifi B.f86) 31, m. — Fossile Molltuken und 
Foraminiferen ans dem S. von Thorda nnd Miros-Ujyar, flbereinstinunend mit jenen 
von Wieliczka, beschrieb Benss (85) 55, 48. 

') Die mooB&hnlicheD nnd drgl* Anh&nfnngen kleiner Eryst&Uchen von Stephanit oder 
Polybasit werden in den nngarischen Bergorten gewöhnlich als „B ö s c h g e w ä c h s** 
bezeichnet, im Gegensatze zum Argentit, dem «Weichgew&chs". 



310 Slepluuiit ~ fItfbUtt. 

plare der Fester UnirerBit&t: A) 7 L. hohe Er. odP. ooPoS'. oP , neben 
gleich grossen Pyrargyrit-Er., anf einem porösen Gemenge von Spröd- 
glasen , Chalkopyrit u, a. B) Gruppen von ooPod . odPöö. ooP. P. aPoo . 
oP, mit der neuen Fl&che sPöo , in Zelir&omen (nach Baryt) von viol- 
blaaem Quarz (4fi) 61, esA. H. Bose'b Analyse s. (128) loo. ~ In den a. Bb. 
von Königsberg (ms) und Sudulii ist S. in Kr. und derb, mit Galenit, 
Pyrit, Blende und Quarz vorgekommen. — KagybAiiya (435). Der 8. zeigt 
sich hier meist in lockeren Aggregaten kleiner Kr. mit Silberschw&rze, als 
sogen. Böschgewftchs, auf zelligem und porösem Quarz. — Kapiiik (435), 
säulenförmige Kryst&llchen auf Quarz, mit Baryt u. a. Silbererzen [104]. 
SielieiibftrgMi. OffenbAaya (435) Kr. mit Pyrit und Galcit, selten. — Za- 
lAfhnA (486), mit Tellur, Gold, Bismutin und Pyrit. — Boleia (495), kleine taf- 
lige Kr., mit Gold, Pyrargyrit und Pyrit, auf grauem, zelligem Quarz [104]. 



Stemberglty Haidlnger. 
D. 64. N. 551. 

Hin. Lex. 486. 

Böhmen. In Joaehlmsthal (435) ist dieses seltene Mineral im M&rz 1860 
reichlich auf dem Junghäuersechen-Gange , in der ersten Sohlstrasse 
unter dem Joaehimüaufe eingebrochen (88), Zippe's Analyse s. (128) iso. 



SttbUth^ Blum. 

D. 188, Stibiconit N. 605. 

Ungarn. Manche Antimonit Kr. von Kremniti und Felsöbftnya zeigen 
sich mit einer mehr weniger dicken, zuweilen porösen Rinde von S. 
bedeckt; dünnere Nadeln sind gänzlich in S. übergegangen, manchmal 
auch innen hohl, während in dickeren Kr. noch ein Kern von Antimonit 
erhalten blieb; selten sieht man Lagen von S. und Antimonit, parallel 
ooPao', mit einander wechseln (9) 171. An den von Antimonit-Nadeln durch- 
bohrten Felsöbanya'er Baryt-Tafeln sind die ersteren innerhalb des Ba- 
rytes intact, ausserhalb desselben aber in S. verändert (9, a) 91. Zu 
Pinkafeld ') (Güns W) kommt ebenfalls die Pseudomorphose von S. 
nach Antimonit vor (9, c) les. 



I) Blum nennt den Fundort Nenstifl der östlich bei Pinkafeld lieipt. 



StUbil - Stüpnosiderit. Sil 

Stilbit^ Hany. 
D. 442. N. 344 (Henlandit). 

Min. Lex. 435. 

Tirol. Fasse (iss). Abbildungen von Er. gab Levy in seinem Atlas (48) 
T. 44, Fg. 2, 8. Als Ursache der rothen Färbung des an sich farblosen 
^Heulandit^ erkannte Eenngott, bei mikroskopischer Untersuchung 
dünner Blättchen, ein krystallinisches, orange- oder ockergelbes Pigment, 
welches wahrscheinlich ein wasserhaltiges Eisenoxyd, etwa Pyrrhosiderit 
sein dürfte (46) 61, 681. 

Kfthren. Am Fusse des Weiasensteitif auf dem Wege von Kleder*ZdptMi 
nach Marsehendorf (4S6), mit Ghabacit, nesterweise in einem Amphibol- 
gesteine (141, z). 

Ungarn. In schmalen Spalten des Melaphyr-Porphyres der Sufanekowa 
bei Tikartöes in der niedem Tatra, beobachtete Höfer bis 4 L. grosse 
Heulandit-Tafeln ; auch fand er hier dasselbe Mineral als Umwandlungs- 
Gebilde von Andesin-Er. in der Gesteins -Grundmasse (46) 71, 145. — 
Zwischen JDilln und Koidnik bei Sehemnlti, von Ghabacit begleitet, in 
Hohlräumen des Trachytes (141, w). 

StUpnomelaii, Giocker. 

D. 460. N. 470, 

Min. Lex. 496. 

Müiren. Die £isen-£rze von Krlesdorf (Ghristdorf ) bei Hof und aus dem 
Tief'Anna-Sehaehte bei Benniseh, werden nach Römer reichlich von 
grossblätterigem S., in pechglänzenden schwarzen Schnüren durchzogen 
(130) 28. — Bei Bärn (48?) tritt in dem erzführenden devonischen Schal- 
steinzuge ein schwarzes schiefriges Gestein auf, welches S. als Gemeng- 
theil, so wie Magnetit enthält, u. von Särkany analysirt wurde (136)71, lOs* 

Bohleslen. Rammelsberg's Analyse des 8. von Obergrnnd (4S7), s. (128) sso. 

• 

StUpnOSiderlt, UUmann. 
D. 172. N. 498 (Eisenpecherz z. Th). 

Hin. Lex. 438. 

Oesterreloh. Reichenan, stalaktitisch mit Limonit (136). 

Balxbnrg. In der JKamedgrube im Bnndsclmli Th« (Lungau), pech- 
schwarz, mit Limonit. — Kohlmannseck bei Dienten, als üeberzug auf 
liimonit, selten [118]. 



312 Stil]Mio«fd0iit ~ StrontUnit. 

Btetermark. Im Rötzgraben bei Tnfeifltfii fanden sich in einem alten 
Stollen, flachtraabige S.-Ueberzfige auf einem thonigen Gestein, angeblicb 
mit Berannit (136). 

Bölim«B. Tfmie bei Cerhowle, als Begleiter des Barrandit und Wavellit 
(85) 56, 24. BoHcky yermuthet, dass der unter den Wayelfi*n4ggresat6n 
lagenweise auftretende 8. aus Barrandit entotanden sei (86) £9, aet und 
hftlt jenen S., welcher den Berannit von Hrbek bei St. Bealgm be- 
gleitet für ein Nebenproduct, gebildet bei der Eatotehung des YiTitnit 
aus Dufrenit (65) 56, 14. — PHbram {4a8)y OdM/rnngnämer-Gg^ aus 
Siderit hervorgegangen (69, a) 62. 

MUM«. hl d«m a. Bb. zwischen Rotatbi und RmAomiMy derb, «m- 
gesprengt mit Ghalkopyrit (96) 3. 

Millt&rgTMue* In der Petrava gora bei Topuako, auf d« Lagenrtfttte 
deis Limonit als Seltenheit^ s. S. 181. 

Strontiaiiity suker. 

P. 699. N. 262. 

mn. Lex. 489. 

Salibnrg . Sehwarzleogaiig, Eraamua Stollen (439)« Ein uraltes Exemplar 
der Fester Universität zeigt in einem mit fsirblosen Galdt-Bs ausge- 
kleideten Drusenraume, IVs L. hohe und 1 L. dicke, wein- bis honig- 
gelbe S.-Säulchen und dickst&nglige Aggregate in halbkugliger Gestalt ; 
auf der Oberfläche der letzteren wird der Umriss jedes einzelnen Stän- 
gels und stellenweise auch die Zw.-Structur derselben sichtbar, welche 
letztere sich auf den ziemlich glatten Endflächen der Er. deutlich zu 
erkennen gibt. Die Unterlage bildet ein grauer, reichlich von Galcit und 
strahligem S. durchzogener Kalkstein (46) 61, ess. Einen Gruppen-Kr. 
von diesem Fundorte, begleitet von Gölestin, hat Levy abgebildet [48) 
T. 18, Fg. 3. 

aMermark. Angeblich stammen von Zeyring lichtbhtue stänglige S.-Ag- 
gregate mit Galcit (136). 



* Die Analysen dee StoUit Ton Zinnw ald (4»»)* ▼<>& Lampadins und Yon Karndt, 
sp. G = S'IO— 8-13, 8. (128) 304. 

* Haner*8 Analyse des Strakonitzit von Strakonitz (4m) s. (128) sao. Ueber das 
Verhalten vor dem Löthrohre, s. Fischer, Clayis der Silicate, 1864,]«. 

^Stromeyerit soll angehlieh im Reichenstein-Bb. bei Böibinya in schwanen 
Krusten, ähnlich jenen von ächlangenberg, vorgekommen sein (1S4) u«. 



Snediixt — SylTuiit. 813 

SOCCinity Breithaupt. 
D. 740. N. 591, Bernstein. 

Mim Ii«z.iiO. 

L. Bei Klein 8t. Paul fand man ein nassgrosses braungelbes 

S.-fiiack^ in einem an kleinen Bivalven reichen Mergel der Ereidefor- 

mation (114). 
Bdlunen. Hertendorf (Wemstadtl), dünne Lamellen in der Braunkohle; 

dieselbe enth&lt auch haselnussgrosse Partien von Mellit (141, y). 
SoUaslen. Polniseh-Ostnui , ein flachrundliches S.-Stück wurde etwa 

3 Klftr. unter der Oberfläche, beim Eisenbahnbau in tertiärem Sande 

gefunden; angeblich war es nur aussen erhärtet, im Innern aber in 

einem fiist weichen Zustande (86) 13, F. 41. 
Qalizlen. Eine Analyse des S. von Podhorodgysse (441) s. in Zincken's 

Physiographie der Braunkohle, 1866, S. 244. 

Sylyanity Beudant. 
a 81. N. 532 (Schrifterz und Weisstellur). 

MJn. Lex. 44a. 

Ungfam. Nach Bichthofen soll Schrifttellur auf der Erzlagerstätte yon 
Deutsch Pilsen (Börsöny) in geringer Menge vorgekommen sein (86) 11, 85s. 

SlebenbUrB^en. Eokscharow gelangte dur(;h Messung von 3 S.-Er. zu dem 
Resultate , dass dieselben , wie dies schon G. Rose gefunden hatte, 
monoklin seien. Die Flächenneigungen stehen mit den Miller 'sehen 
Angaben im Einklänge; der Habitus der Kr. ist taflig' durch das Vor- 
walten Yon qdPod, von odSqo oder von oP, welche Flächen nach Miller 
als (Vs)a>P, oP und ooPao' bezeichnet wurden; ein &. erwies sich als 
Zw. mit oc^oo als Zusammensetzungsfläche ^). Neuerer Zeit hat auch 
Schraui den S. gemessen. Nach seiner vorläuflgen Mittheilung gehören 
die Kr., an welchen 17 verschiedene Formen auftreten ~ in Ueberein- 
stimmung mit Miller's Beobachtungen — dem rhombischen Systeme 



*) Biillfl*. der Aead. imp. des sciencee de SlPeteraboiurg, 1865, T. 6, p. 637 yBQ^^Y.w. — 
Ich habe in Petersburg, den oben erwähnten Zw. gesehen. Er bietet den Typns einer 
rhombischen Combination ; einspringende Kanten sind nicht in beobachten, da der Kr. 
dort, wo dieselben auftreten sollten, aufgewachsen war ; die Ton Kokscharow bemerkte, 

den Kr. als Zw. beseichnende Naht auf ooPoo , könnte durch eine Flftchen-fiepetition in 
der Terticalmi Zone erkUr* werden. 
* In Dana*8 Mineralogy 8. 687 wird als Fandort Ton Snsannit Nen-Holdoya genannt, 
und ist diese Angabe anch in Naumann*« Mineralogie 8. 877 ftbeigegangen. 



314 SylTUüt — SylTin- 

an. Nur in den seltensten Fällen nonnal ausgebildet, sind die Kr. 
durch Verzerrungen manchfaltigen Veränderungen des Habitus unter- 
worfen; im allgemeinen erinnern sie in ihren Formen und Zw. an den 
Akanthit (46) 71, 894^). — Die 'Analysen des S. von OITenbinya und des 
Müllerin von Nagyag') von Elaproth, Berzelius und Petz s. (128) le, 
(101) S2. Nach Genth's Vermuthung wäre das Gelberz (Müllerin) ein un- 
reiner Galaverit (101) 795. 

Sylvln, Beudant. 

D. 111, Sylvite. N. 230 (Chlorkalium). 

Galizien. Kalnsz. Vor einigen Jahren hat man in der hiesigen tertiären 
Steinsalz -Ablagerung, S. in ausgiebigen Massen angetroffen. Nach Fötterle 
(1868) erscheint der S. innerhalb des oberen Drittheiles des 68 Elft. 
mächtigen Haselgebirges, in einer 7 Eltt. breiten Zone, in unregel- 
mässigen, nuss- bis faustgrossen Stücken, femer in dünnen Lagen- und 
15 — 18 Z. dicken Linsen - förmigen Körpern vertheilt, die zumeist con- 
form mit der Schichtung des Haselgebirges liegen. Neuere Aufschlüsse 
(1870) ergaben aber, dass der S. auch in zwei grossen linsenförmigen 
Massen auftrete , die durch eine 6 F. mächtige Einlagerung von Eainit 
getrennt sind und deren grösste Mächtigkeit nahezu 7 Klftr. beträgt. 
Der S. bildet krystallinisch-kömige Massen, z. Th. Er. -Aggregate, vor- 
waltend von weisser und grauer, seltener von gelbrother Farbe; in 
ihnen finden sich wasserhelle, bis zoUgrosse Er., z. Th. säulig gestaltete 
ooOoo, mit und odO; sp. G. = 2'09. In den farblosen Partien sieht man 
oft dunkelblaue Er. als scharf begrenzte Einschlüsse ; in diesem bereits 
seit 1853 bekannten Zusammen -Vorkommen von farblosem und blauem 
Salz ') erwies sich nach G. Kose ersteres als S., letzteres als Steinsalz*) ; 
bei derartigen Gemengen der beiden Salze ist die blaue Farbe stets an 
das Ghlomatrium gebunden, und ist ausser solchem blauem kein anderes 
Steinsalz innerhalb der S.- Aggregate zu finden. (86 F) 68, 226, 71, 65, 
(85) 58, 144, (120) 68, 377. Tschermak beobachtete an den unvollkom- 
menen , nur wenig an einander haftenden Er. , welche die grob- 
körnigen Partien zusammensetzen , Flächen von ooGoo , 0, ooO*/4, 7O7 , 
'/2^^'ai 2^2» */»0'/2, 4O2, 20% u. a. nicht näher bestimmbare Formen. 

• 

«) S. a. Anzeiger dei Wiener Akad. d. Wiss. 1872, S. 70. 

S) Ueber die Kr. des Müllerin s. Min. Lex. S. 442. 

*) Min. Lex. S. 432. Anm. 

*) (96) 12, 869; 14, 4. Bin gleiches Vorkommen Ton farblosem und röthliohbrannem 6. mü 
blauem Steinsalz ist ans Stassfart bekannt, w&hrend in Hallatatt nnd Wielicska Stein- 
salz farblos nnd blan neben einander erscheint. 



SyVrfn — Syngenii. 315 

'Würfelige Hohlräume, welche ein Gas enthalten, liegen parallel dem 
ooOoo häufig in den S.-Kr., die Einschlüsse von blauen Steinsalz-Er., in 
der Form ooOoo . O, sind aber nicht gegen die Flächen des S. orientirt. 
Diese letzteren Einschlüsse bewirken den bläulichen Farbenton des 
wässerhellen Salzes, während die gelbrothe Färbung durch eine braune 
stark eisenhaltige Substanz verursacht wird. In geringer Menge ist 
stets Earstenit dem S. beigemengt. Tschermak nimmt an, dass der S. 
aus Camallit entstanden sei, und findet seine Annahme unterstützt 
durch das Vorkommen der erwähnten grosskömigen Aggregate, da sich 
solche nicht durch directen Absatz bilden, sondern eine ältere Salzab- 
lagerung voraussetzen , die später unter Wasserzutritt umgewandelt 
wurde (85) 63, 308. üeber den Bb. s. (120) 68, 377, (86) 19, 75. 

SympleSlt, ßrelthaupt. 

D. 558. N. 306. 

K&mten. LAUing-Hfittenberg, Erzberg j Wolf abauer- Lager. Nadeln 
und zarte Fasern, die einzeln bläulich oder hellgrün und durchschei- 
nend, zu Büscheln oder halbkugligen und traubigen Gestalten vereint, 
seladon- bis lauchgrün sind, beobachtete ich in den Hohlräumen eines 
schwarzen Hornsteins, welcher Faser-Aggregate von Mispickel (S. 208) 
enthält, stellenweise unmittelbar auf den letzteren aufsitzend. S. er- 
füllt zuweilen auch gänzlich kleinere Höhlungen in diesem Homstein 
oder ist auf Klüften desselben in Wavellit-ähnlichen Sternchen ange- 
flogen. Auf halbzersetztem Löllingit, Pittizit oder zerstörtem Siderit^ so 
wie auf Skorodit-Kr. ist der S. zu treffen ; doch scheint er zumeist älter 
als Skorodit (und Pharmakosiderit) zu sein. Die mit sehr geringem Ma- 
teriale ausgeführte Analyse ergab annähernd die Formel 3FeO. As, 0^ -|- 
SHjO, analog jener des Vivianit (138). 



Syngenit, Zepharovlch. 

OaUzlen. Auf Steinsalz-Drusen von Kalusz fand ich in reichlicher und 
gleichzeitiger Bildung mit den Ghlomatrium- Wurf ein, die wasserhellen 
ErystäUchen und schaligen Aggregate des Syngenit '), der bisher als 
Mineral nicht beobachteten Verbindung: GaSO« -f E^SO^ -f HsO. Die 
rhombischen S.-Kr. stimmen nach meinen, noch nicht abgeschlossenen 



') Der Name bezieht sieb auf die YerwandtBcbaft der Substanz mit dem Poljbalit 
(avyyevqg, verwandt). 



316 SyageDit — SsajMlyit. 

MeBsangen mit jenen des gleich zasanimengesetzten Laboratorium-Pro- 
ductes nahezu überein , doch sind sie weit flächenreicher und dorch 
einen monoldinen Habitos aoBgezeichnet, so dass man sie, ohne der 
Prüfhng im Polarisations-Apparate ~ in dem sie sofort als rhombisch 
erkannt werden — als monokün erkl&ren mflsste. Durch vorwaltende 
Ausdehnung des ooPoo und Streckung nach der Hauptaxe, erscheinen 
die S.-Kr. als dflnne hohe Tafeln, welche, seitlich durch mehrere 
Prismen zugesch&rft, an den freien Enden durch Brachydomen- und 
Pyramiden -Flächen, zuweilen lanzettartig begrenzt werden; sie sind 
nach ooP und odPSS' vollkommen spaltbar. Mit ooFoS' sind die Taiehi 
oft vielfach, parallel oder wenig divergirend geeint, zu schaligen Aggre- 
gaten, in denen die einzelnen, lamellaren Individuen bis 2 Z. Höhe und 
1 Z. Breite erreichen. Diese, an den Gyps erinnernden Aggregate sind, 
an mir vorliegenden Exemplaren, weit ausgiebiger entwickelt als die 
gleichÜBdls farblosen, oder rölhlich, stellenweise auch tiefblau geerbten 
Würfel des Steinsalzes ; zuweilen umschliessen die letzteren die kleinen 
Ejt. des S., die zumeist in den Zwischenräumen der lamellaren S.-Aggre- 
gate auftreten. H = 2*5; sp. G. = 2.55 (64) 72, is9. ^) Yölker's und 
Ullik's Analysen s. (85) 66, Juli-Heft und (135) 72, 117. *) 

Szajb^lyit, Peters 

D. 594. N. 233. 

Ünffam* B^ibänya. Im Werluthate fanden sich Blöcke eines Kalksteines, 
welcher durch seine eigenthümliche fleckige Zeichnung (etwa wie durch 
eingeschlossene Korallen bewirkt) die Aufmerksamkeit erregte. Diese 
lichtgrauen, kreisrunden Flecke, welche höchstens 3 L. breit sind and 
stellenweise zu 8-förmigen oder unregelmässig buchtigen Figuren ver- 
schmelzen, sind die Durchschnitte von zahlreichen Kügelchen, die aus 



^) Die den S. begleitenden StemealB-Kr. wurden daselbst inig sls SylTin bezeichnet und 
das sp. Gew. nnrichtig angegeben. 

") Bunpf hat dasselbe Mineral als »Kalnszit*^ beschrieben; er bestimmte die Kr- als 
monoklin und meinte, da ihm die üebereinstimmang mit den Kr. des gleichen Labors- 
toiiom-Productes entging, es sei eine Dimorphie der Snbütanz GaSO« + K^G« + H,0 
anzunehmen (a. a. G ). Es hat aber unl&ngst auch Tschermak die «Kaluszit^-Kr. optisch 
untersucht;' erfiand dieselben —übereinstimmend mit meinen Beobachtungen — rhom- 
bisch und in ihren Formen jenen der Laboratoriums-Kr. nahekommend, womaeh sich 
die Identit&t des MKaluszif* mit dem von mir , bereits früher, Syngenit genannten Mi- 
nerale ergibt (185) 72, 8. 197. S. a. (64) 72, S. 211. 

* Nach Blum erscheint Tachylit in dem Basalte vom Wolfsberge bei Csemoschin in 
Böhmen (Prof. Bosenbusch's Mittheilung). 



SiijMlyit — Talk. 317 

radial geeinten, mikroskopischen Nadeln bestehen und in dem etwas 
dunkler grauen, feinkörnigen Kalkstein eingewachsen sind. In Form und 
Aggregation seiner nadeiförmigen Kr. stimmt dieses S. genannte Mineral 
mit dem Hayesin überein , und ist wie dieser ein wasserhaltiges Borat. 
Die sphäroidalen Einschlüsse unterscheiden sich ausser durch lichtere 
Farbe y auch durch die viel feiner krystallinische Textur und durch 
grössere Härte von der umgebenden Kalkmasse und sind zumeist mit 
einem schmalen dunklen Saume versehen; neben ihnen enthält der Kalk 
noch kleine Einsprengunge von einem braunen, Grossular-ähnlichen und 
einem pistaziengrünen Minerale, wohl Epidot. Durch Salzsäure lassen 
sich aus dem Kalkstein unzählige Krystallnadeln des S«, einzeln oder 
in Kugelgruppen, und viele wasserhelle oder weisse durchscheinende 
sphäroidische und traubige Körperchen gewinnen; die letzteren in der 
Regel mit KrystäUchen besetzt, erscheinen wie mit Nadeln besteckte 
Kissen. (134) i4s. Stromeyer's Analyse erwies die Nadehi (den S.) als 
3 (5MgO. 2B,0,) + 4HsO, sp. G. = 27 , die centralen Kömer hingegen 
als 3(5MgO. 2BsO,)-f8H,0, sp. G. = 30 (85) I, 47, S47. Die Nadeln 
wurden auch von Sommaruga analysirt (86) II, 48, sab, (39, m) sai. 



XfllKy Agricola. 
D. 451. N. 319. 

Hin. Lex. 4S8. 

Oeaterreloh. Scheerer's Analyse des „verhärteten T.^ von Gloeknltz 
(483), sp G. = 2.78, s. (128) si?. 

SalsbnrfiT* Im Lvngau, bei Schdgaden (423), in grauen, schiefrigen 
Massen ,,Topfstein*' und im Ofensteinbruch ^ derb apfelgrün auf Dolomit. 
Im Muhrwinkel, weiss und apfelgrün, strahlig, oft gefaltet (118). 

Steiermark. Mautern (424). Scheerer's Analyse s. (128) 517, Höfer's Ana- 
lyse, sp. G. = 2-76, s. (86) 16, 446 

Tirol. Bei Patsch und Jgels im Thonglimmerschiefer (86) 16, F. 7; bei 
MatreimitdenOphicalcit-Schiefern(46)71,54 — Zillerthal, Greiner {434)' 
Nebst Spargelstein werden, gleichfalls in rundlichen Körnern und ähn- 
lichen grösseren Körpern, Dolomit und Barytocölestin vom Talk um- 
schlossen. Zunächst diesen Einschlüssen nimmt der umgebende Talk, 
nach meinen Beobachtungen, häufig ein deutlicheres, stängliges oder 
fasriges Gefüge, höhere Härte und tiefer grüne Farbe an und geht 
allmälig in lauch- oder gelblich-grünen Asbest, mit innig verwachsenen 
oder leicht trennbaren Fasern, über. Es ist demnach wahrscheinlich, 
dass hier, wie an andern Fundorten, der Talk aus einer Amphibol- 



318 Talk - TeUttf. 

Varietät entstanden sei; mancher T. vom Greiner zeigt ganz die paraliel- 
oder radial-strahlige Textar des Tremolith. (85) 57, 742. In Ueberein- 
Stimmung mit den erwähnten üebergängen im Grossen, berichtet S. 
Fischer, dass er bei Untersachung von Dünnschliffen, neben Lamellen 
auch etwas fasrige Bildung (auf den Querschnitten?) wahrgenommen 
habe (105, a) 51. Einige Blätter des grünen T. von diesem Fundorte 
fand M. Bauer ganz regelmässig rhombisch begränzt, die Ebene der 
opt. Axen parallel odPöö~, den Axen-Winkel = 13*. Zahlreiche Falten 
und Spalten beeinträchtigen die Pellucidität der Spaltlamellen (63) 
138, 868. UUik's Analyse s. (85) 57, 946, die älteren Analysen von Eobell 
und von Scheerer s, (128) 517 *). — Der Interponirung von T.- Schüppchen 
in den Magnesit-Rhomboedem vom Wildkreuzjoehe in Pfltseh') (424) 
wurde im Min. Lex. S. 253 gedacht. Scharff fand auf den Spaltflächen 
von zersetzten bräunlichen Magnesit-Hhomboedern, feine graulichweisse, 
glänzende T.-Stängel oder -Säulchen von nicht näher bestimmbarer 
Form, die sich unter 103** und 77* durchkreuzend, ein regelmässiges 
netzartiges Gewebe bilden. Es kommen hier im T. auch sphäroidische, 
krummschalige Magnesitmassen von weisser Farbe vor, an welche sich 
äusserlich, blassgrüne T.-Blättchen oder Säulchen genau anschmiegen 
(141, u). 

Böhmen. Der im Min. Lex. S. 426 erwähnte Talk-Diallag von Pressnits 
[Scheerer's Analyse (124) sis] ist nach Blum eine Fseudomorphose von 
T. nach Diallag (9, d) 137. S. a. Bischofs GeoL, 2. Aufl., 2, sse. 

Unsram. Scheerer's Analyse des T. von Nynstya (428) (Hnustja, Hunsia) 
am Rima FL, s. (128) 517. 

Tellur. 

D. 19. N. 531. 

Min. Lex. MS. 

Slebenbttrgron. Die Analysen von Elaproth und von Petz des T. aus 

dem Faczebajer Geb. bei Zalathna (44s), s. (128) d. 
TSnsBxn. In der Elisabeth Grube zu Oravicza soll angeblich T. in 

Spuren vorkommen (100). 



1) Ueber das Vorkommen des Talkschief er am Greiner, s. Beoss in (46) 40, isr, ii.Tiinker*8 

Erlänt. z. geogn. Karte von Tirol, 1858, 91. 
*) Psendomorphosen Ton T. nach Malakolith ans dem Pfitsch-Th. (?) worden von Blum 

beschrieben (9, d) 135. 
* Tennantit soll sich im Bb. am Lahocza Bg. bei Becsk in Ungarn mit Tetraedrit 

gezeigt haben (86) 18, s«o. 



Tefcradjmit — Tetraedrit. 319 

Tetradymlt, Haidinger. 

D. 30, 804. N. 534: iTellurwisraut z. Th.). 

Min. Lex. 414. 

Uns^am. Aeltere Analysen des T. von Zsnbkan bei Zsamowitz (444) und 
des Tellurwismut von Deutsch Pilsen s. (128) 4 % Das sp. G. des letz- 
teren fand Breithaupt an einer Probe, die nicht völlig frei von Gangart 
war = 8*00; Wehrle's ältere Bestimmung ergab das sp. G. = 8*44 
Dana gab dem Minerale von Deutsch Pilsen den Kamen ,,Wehrlit" 
(101) 3i. — Zu Kokawa bei Rima Szomhath, ist ein Mineral vorgekom- 
men, welches als Molybdänit (s. d.) bestimmt wurde, nach Partsch aber 
wahrscheinlich zum T. gehören dürfte. *) -> R^zbänya (440* Peters 
untersuchte ein Exemplar dieses Vorkommens aus alter Zeit, ein von 
Tetraedrit innig durchdrungenes Tellurwismut, welches als licht blei- 
graues, äusserst fein blättrig-stängliges Aggregat im krystallin. Kalk- 
stein erschien. Das beinahe milde Mineral zerfiel in dünne Blättchen, 
deren Mehrzahl unter dem Mikroskop eine fein lamellare Textur und 
Anlage zu trigonaler Riefung zeigte, und hatte auf den ersten Blick 
viel Aehnlichkeit mit einem wirren Aggregate von Bismutin (124) 105. 

Tetraedrit^ Haidinger. 

D. 100, 804. N. 557, Fahlerz. 

Min. Lex. 445 (Tetraedrit) und 388 (Schwazit). 

Oesterreioh. Grosaau bei Beiohenan, derb, selten mit Kr.-Flächen ; auf 
der Siderit-Lagerstätte (135) 71, na. 

SalzhuTg. Im Larzenbach-Bb. bei Hflttan, starkglänzende bis Vs ^• 

grosse Kr. von Antimonfahlerz: Va(0); ^'^(O). ooO; Va(^). V»(202) 

ooO*) mit Bergkrystall, darüber wasserhelle Dolomit-Rhomboeder; derb 

mit Ghalkopyrit, in grobkörnigen Gemengen von Dolomit, Quarz und 



^) Vrgl. a. Baningartner und Ettingshaasen , Ztschr. f. Phjs. u. Mathem. 9. Bd., 6. 129, 
133 nnd 14A. Ueber das ehemalige Vorkommen in der Markos Grube (Blidarer Geb.) 
beiB^zbinya (444) s.ebd. 9.ii. 10. Bd.nnd über den T. von Pojana (Siebenbfirgen) 
(444) 8. ebd. 9. Bd. 8. 132. 

*) ebd. 9. Bd. S. 11 and 94. 

*) (118). 

* Anbruche von 1865 am Barbara-Stollen (Geistergang) der Eliasseche zn Joachims- 
thal sollen, nach Vogl und Lindaker, vorwaltend aus derbem Tetradymit bestehen, 
dem andere Minerale beigemengt sind. Es wnrden die folgenden Gemenge unter- 
schieden ; a) T. mit Tennantit und Uranin, stahlgrau, fettgl&nzend, schvarzstrichig, 
H=:4'5, sp. G. = 5'5. b) T. mitSmaltit, Uranin und Bedruthit, schwärzlichgrau, matt, 



320 Tetnedrit. 

Pyrit. Der '6b. liegt nach J. Mayrhofer in der Graawacke, unweit Ton 
der Trias-Grenze; Aukerit mit (jnarz nnd Dolomit bilden daselbst bis 
1 Klft. m&chtige Lagergänge, in welchen bis 1 F. breite T.-Zonen, von 
Pyrit und Ghalkopyrit, sehr selten auch yoü Galenit begleitet, auftreten 
(86) 19, ass. Vrgl. (85) 57, 79s. — Mitterberg bei MiMbaeh, Vt(0). — V«(0). 
ooO, mit Siderit und Dolomit. ^) — Sohwanleogang (445), Vi(^)- ooO> 
fast kugelig gehäuft; derb, eingesprengt. — Limberg bei Zell, derb 
z. Th. angelaufen, mit Quarz. — Am J2adAaic5 Bg, bei B5eksteiB und 
in Baurls konmit ein silberhaltiges, sogen. „Glaserz** vor, welches hicdier 
zu gehören scheint [118]. 

Stotemiark. Wie auf andern Siderit-Lagerstätten, findet man auch «an 
PoUiter Bg. bei Efsenen und im MaanmiUan Sloüm daselbst, silber- 
haltigen T. in geringer Menge, meist nur in Spuren. Am Polster Bg. 
erscheinen, gleichfaUs im Siderit, auch Ghalkopyrit und Malachit (141, i). 
Dass der T. von dem letzteren Fundorte Mercur enthalte, ist aus den 
Zersetznngsproducten zu entnehmen. Tschermak beschrieb eine von 
Quarz umschlossene T.-Partie, welche innen ziemlich frisch, sich aussen 
von einer feinerdigen scharlachrothen , z. Th. citronengelben und auch 
grünlichen Binde umgeben zeigte. Die rothen Stellen erwiesen sich als 
Zinnober, die gelben als Antimonoxydhydrat, die grünen als Malachit 
(85) 53> 680. 

K&mten. St. Leonhard, derb, eingesprengt in einem schwarzen Lömonite, 
der z. Th. mit grünen und blauen Anflügen (Malachit und Azurit) be- 
deckt ist (123)'). - Htittenberg, siahlgraue bis eisenschwarze derbe 
Partien in den Baryt-Anbrüchen des AntanstoUen , stets von Malachit 
begleitet (115) 4, 126. — Holbitseh im Wüdbach Th. bei Strassburg, 
in einem a. Silber-Bb. mit Ghalkopyrit (115) 4, iss. — Schwabeggr bei 
Bleiburg, derb, gangförmig. — Auf der Tratten bei St« Stefan ^ mit 
Azurit und Malachit auf kleinen Quarzgängen im Thonschiefer, zuweilen 
in Baryt fein eingesprengt [114]. 

Tirol An Er .-Fragmenten von Brixlek (sss, 445 ') mit vorwaltendem odO, 
bestimmte Breithaupt das sp. G. = 4*73 (97) 107. Derartige Kr., welche 
in weissem, schaligen Baryt eingewachsen waren, hat neuester Zeit 
üntchj analysirt; dieselben erwiesen sich als Antimon-Arsen-Fahlerz 

H = 5, ap.G =7*46, c) T. mit üranin und Bedruthit, gniuoliwuz, metalliaeh, fett- 

utig gl&nzend, schwanbraimer gl&azender Strich, spröde, H=4'6,8p. G. =5'5(Ztsc]u 

d. montan. Yer. im Erzgebirge, 1856, 119). 
*) Breithanpt fand im T. yon Mitterberg (in Tirol?) Tom ep. G. = 4'67, an 3 Proo. Hg; 

derselbe zeigte h oi aed ri eche Spaltbarkeit (97) 107. 
>) Am Sehmtrläb K»gl ImBb -Beviere von £o6m, enthUt fiöBcber Siderit derbe T.-Partiea, 

in welchen — so wie im Siderit — ChaUcopTrit eingeq^ngt erscheint (141, r). 
*) Combinationen von diesem Fanderte s. in Leyy^s Atlas (48) T. 60, Fg. 1, 8. 



Tetraedrit 321 

ohne Spur von Mercur oder Silber, obgleich sie äasserlich vollkommen 
den Habitii9 des „Schwazit^ tragen (106) 72, eo.') — Weidenbusch zerlegte 
einen derben T. von SchwM (sss, 445), sp. G. = 5*11, welcher 15*57 Proc. 
Mercur enthielt, während mit diesem ,,Schwazit^, wie bereits im Min. Lex. 
erw&hnt, sich sp&rlich Er. fanden, welche Mercor-frei sind (63) 76, w, 
(128) 88. Neuerer Zeit analysirte auch Peltzer derbe Varietäten von diesem 
Fandorte, von welchen eine (sp.G.=4'88) 025 Proc. Hg enthielt; in einer 
zweiten (sp.6.=4*90) konnte kein Hg nachgewiesen werden (39, m)888 — 
Zwischen Ladtg and Serfon8(b)im Ober-InnthaP) ist ebenfalls das Vor- 
kommen von Mercor-haltigem T. bekannt, jenes von (b) enth&lt nach Oel- 
UifiheT 1*24 Proc. Hg (46) 65, 595. 
lAhmm. Ein Gang im Phyllit (Fleckschiefer) wird zu St. Peter im Bieaen- 
gtbirge abgebaat; er führt T., Ghalkopyrit, Blende, Galenit, Mispickel/ 
Pyrit, femer wenig Malachit and Bomit. Ein früher am Hntsehohtr, 
an der linken Thalseite abgebaater Gang scheint die Fortsetzung des 
ersteren za sein (86) 12, iso. — - Ober-Bochlitz. Antimonfahlerz auf der 
Eapfererz-Lagerstätte; durch Zersetzung desselben entstanden, nach 
Porth, sehr variable Gemenge, welche wesentlich Antimonsäure oder 
antimonige Säure, Kieselsäure, Eupferoxyd und Wasser enthalten und als 
amorphe, dichte oder erdige Substanzen, von dunkel pistaziengrüner bis 
leberbrauner und gelbgrüner Farbe, erscheinen; sp. G.=3'6— 3*9. Inder 
dunkelgrünen Varietät sind nicht selten Reste von T. zu finden (86) 10, 20. 
Analysen s. ebd. — In der Gegend von Starkenbaoh.und Hohenelbe, in den 
permischen Schichten (s. S. 196). — Zu Schlaggenwald kommen kleine 
Er. als Seltenheit vor (107). — Am Oiftherg bei Komarow , in sehr kleinen 
Er. V9(m0m) und in kömigen Partien, zuweilen oberflächlich zerfressen, 
innen porös und mit Malachit und ChrysokoU bedeckt. Von Siderit, Eisen- 
glanz, Pyrit und Baryt begleitet^ auf Elüften im Hämatit-Lager (85) 59, eio 
— PHbram (446). Er. yom Mariahüf-Og, boten die Combination ±Vi(0). 
ooOoo . ooO. jLVt( sOs ) auf Siderit autgewachsen ; sie werden z. Th. von 
Braunspath bedeckt. Am häufigsten findet sich derber T. mit Galenit, 
Quarz, Blende und Siderit verwachsen (69, a) 23. Am Franeiaci-Og. er- 
reichen die von Boumonit begleiteten Er. ^I^{m0m), ooO mitunter eine 
Grösse von 6 L., Siderit oder Galenit bilden ihre Unterlage. Etwas kleiner 
sind die glattflächigen Er. ^9(0) Vom Euaehi-Gg,, welche auf Siderit- 
oder ()uarz-Er. sitzen. Am Weruler-Og. fanden sich in Drusenräumen 
der an Galcit reichen (Sangmasse, neben Er. von Siderit, Galcit und jün- 



*) In der 8aH»ffrube bei HUenee brach T. pntsenfSrinig im EAlkstein ein. Aach ist da- 
selbitBaryt in abbanirflrdiger Menge, fthnlieb wie inBrizlek, ▼orgekommen (190) 70, as. 

*) s. Zinnober. Wabncheinlicb fftUt der erwfthnte a. Bb. in der Gand (Min. Lex. Bas,M») 
in diese Gegend; T. von diesem Fundorte ergab 17*58 Proe. Hg (121) 18, siX^« "*) *^ 

Zepbarorioh, mineral. Lezieon. U. 21 



32^ Tetraedrit. 

gerem Baryt, 6 L. grosse T.-Kr. \(0) oder %(mO), gewöhnlich nur wenig 
mit den Begleitern verwachsen und daher in üast vollständiger Entwick- 
lung. Bezeichnend ist für dieses Yorkommen die schwarze, erdige Ernste 
auf den Er., die von zersetztem Pyrit herrflhrt. Häufig liefert dieser 
Gang derben T. zusammen mit derbem Ghalkopyrit und sichert letzterer 
die Bestimmung des T., der sonst leicht ndt derbem Boumonit verwech- 
selt wird. Derber T. bricht neuerer Zeit auf dem oberen SehwarggrubneT- 
Gg, häufiger ein; er ist in Siderit eingesprengt oder lagert auf demselben 
mit Blende und Galcit, z. Th. auch mit Galenit (35) 72, si. 
Ungarn. Altgebirg und Herrngnmd (446), mit Ghalkopyrit s. S, 95. — 
Polnik (447), derb und eingesprengt mit Ghalkopyrit und Quarz. ^ Uiter- 
Szlana (447). „Schwazit'* sehr reich an Mercur, derb und eingesprengt, 
theils für sich in schmalen Gängen oder Linsen im Talkschiefer auftre- 
tend, theils in nicht unbeträchtlichen Massen im Gang-Quarz eingesprengt 
und mit Zinnober verwachsen, Schnüre und Trümmer bildend. Auch 
der ähnlich vorkommende T. von Sslovenka (447) erwies sich als queck- 
silberhaltig [lOi]. — Mercur-haltiger T. von Eotterbach (sss) erwies nach 
Breithaupt das sp. G. = 4*84 (97) 107. Andere Bestimmungen des sp. 6. 
und Analysen des „Schwazit^ von diesem Fundorte und von Poracs (sss) 
s. (128) 89. — Am Lahocza-Bg. (447) bei Recsk und dem benachbarten 
Fijerkö'Bg» (447) bei Timsö, wird Andesit von Letten- und Quarz-ftthren- 
den Elüften durchsetzt, welche T., Pyrit und Ghalkopyrit in abbau- 
würdiger Menge, im Bb. bei Becsk auch Enargit enthalten (86 V) 67, vsi 
<;(86) 18, 520. — Eapnik (448). Die Erystalle erscheinen theils einzeln 
auf Quarzdrusen, theils sind sie gruppenweise vereint oder bilden 
selbst Drusen ; zuweilen finden sich regelmässige Verwachsungen mit 
Blende-Er. Die schönsten Er. sind jene, welche in Hohlräumen eines 
zelligen porösen Quarzes sitzen ^). Die derben und eingesprengten Varie- 
täten konmien vorzüglich in dichtem Hhodochrosit und im Quarz vor 
und bilden manchmal mehrere Zoll mächtige Schnüre (104). Tschermak 
beschrieb Kr. ^^{0). Va( 2O2 ). ooO, welche den allmäligen üebergang in 
Aggregate von Bournonit-ErystäUchen, in der Form des „Rädelerzes*, 
erkennen Hessen. Neben diesen Pseudomorphosen von Boumonit nach 
T. und den unveränderten T.-Er., treten Blende, Baryt und etwas Ghal- 
kopyrit auf (85) 53, 518. Eine Anal. s. ebd.*). — B^bänya (448). Antimon- 
Eupferfahlerz, in der Regel Arsen-frei, kommt hier derb und stets unter- 
geordnet, zumeist in inniger Verbindung mit Galenit und Blende vor 



1) Ueber CombiDationen von diesem Fundorte s. (48) 3, 90 ff. Atlas T. eo, Fg S, 5. 
*) Aeltere Analysen des T. yon Kapnik und Kremnitz, von Klaproth nnd H. Böse s. (IM) n, u, 
(101) 10». 



Tetraeaiit — Tirolit. 023 

(124) 115. — Das Yorkommen von T. wird noch angegeben auf den Erz- 
lagerstätten von Borsa-Makerlö, Csetnek, Einsfedl, Jaszena, Jolsva, 
KSnigsberg} Hagrnrka, Mito und Sandberg (104). 
Slebenbürffen. OffenbAnja (us) , kleine gut entwickelte Er. VsfO). aO, 
in Drusenr&amen des Erzstockes, mit Blende-Kr., körnigem Pyrit, Rho- 
dochrosit und Galcit. — Osert^sd (448), in Er. und derb, auf (juarz mit 
bunt angelaufenem Pyrit und Ghalkopyrit [104]. — Nagyag (us), in Drusen 
bis 1 L. grosse V«(0); VsC^)- -VsCO) und Vi(mOm). ooO«; sie sind zu- 
weilen mit dOnnen üeberzflgen von Ghalkopyrit bedeckt (86) 16, 21. 

Thrombolith, Brelthaupt. 
D. 562. N. 317. 

Hin. Lex. 448. 

IJngMm. LibetheA, amorphe, nierfbrmige üeberzüge von dunkel lauch- 
bis Bchw&rzlichgrflner Farbe, welche sich als Seltenheit auf Malachit 
zeigen, wurden als T. bestimmt (104). — Der T. von Rtebänya (443) ist 
ein unmittelbares Umwandlungsproduct von derbem Tetraedrit, welches 
nach Peters in den ftussersten Gr&nzen der Erzstöcke im VcUle saeca 
vorgekommen zu sein scheint, und zwar mit feinkörnigem, wenig Malachit 
führendem Ealkstein yerwachsen oder auch als EluftausfüUuqg in dichtem 
Ealkstein, von dem der T. durch ein Bestege von körnigem Galcit und 
ein sehr feines Malachitblatt getrennt wird. Die amorphe, lauchgrüne, 
z. Th. plattenförmig abgesonderte Masse umschliesst zahlreich kleine 
Partien von Tetraedrit und ist in Hohlräumen mit Azurit, Ghrysokoll 
und Hemimorphit-Er. ausgekleidet. Auch Malachit, aus Azurit entstanden, 
erscheint als Begleiter des T. (124) lei. Plattner's Analyse s. (128) 849. 

Tirolit^ Haidinger. 
D. 570. N. 302 (Eupferschaum). 

Min. Lex. 449. 

Tirol. Neuerer Zeit wurde T. am Kogel bei Brixlek (449) in garbenför- 
mig gruppirten Eryställchen gefunden, die jedoch ihrer Verwachsung 
wegen, eine nähere Bestimmung nicht zuliessen; sie waren mit Malachit 
und Azurit auf Dolomit -Rhomboedern und Tetraedrit-Er. (aO) aufge- 
wachsen. Blaugrüne Üeberzüge von Ghrysokoll bedeckten die Bhom- 
boeder des Dolomit und drangen auf den Spaltklüften in deren Inneres, 
sowie auch in den begleitenden blättrigen Baryt. Die Tetraedrit-Er. 
zeigten sich tief einwärts verändert und oberflächlich in ein grünlich- 

21* 



324 Tirolit • TiUnit. 

braones Gemenge von erdigem Malachit und Limonit verwandelt. Die 
Unterlage des Ganzen bildete ein späthiger Dolomit (46) 71, 53. — Eo- 
beirs Analyse des T. von Falkenttein bei Sehwai (44a), s. (128) sts. 
JJngMxn, BdibikuTA (449). Eolbige Aggregate, tief spangrüner Schüppchen 
mit ausgezeichnetem Perlglanz, auf traubigen Malachit- oder Ghrysolroll- 
Rinden über erdiger Eupferschwärze, seltener unmittelbar auf der tran- 
bigen Oberfläche der letzteren. Ei, des jüngeren Gerussit werden bis- 
weilen vom T. getragen (134) les. 

Tltanit, Elaproth. 
I>. 383, 805. N. 488 (Sphen). 

Min. Lex. 450. 

Bftllbnrff. Mtthlbaoh-Th. bei Bamingstein im Lungau, in erbsen- und 
isabell-gelben Er. und eingesprengt in glimmerigem Amphibolschiefer. — 
Im Kardeiser-firaben bei HütUcMag in Grossari (450), sehr kleine aus- 
gezeichnete Zw., spargelgrüD, zuweilen an den Eanten röthlich, mit Fe- 
riklin und Galcit auf Ghloritschiefer. — Schafgebirge im 9a9toin-Th., 
schöne, spargelgrüne, pellucide Er. auf Periklin und Bergkrystall, mit 
Ghlorit. - Welohselbaeh-Th. bei Fuseh, ölgrün mit Galcit auf Ghlorit. 
— Im 9tabach-Th. (4go) pellucide ölgrüne Er. auf Quarz und Epidot, auch 
undurchsichtige pistaziengrüne Er., mit Glimmer und Ghalkopyrit in 
derbem Turmalin. — Schiedsrgrahtn im Felber-Th. (450), pistazien- bis 
ölgrüne Er., oft durch Ghlorit getrübt, mit Periklin auf Ghloritschiefer 
[118]. Einen durchsichtigen olivengrünen Penetrations - Zw. aus die- 
sem Thale (auf Talk) hat Levy abgebildet (48) T. 78, Fg 23. Elaproth's 
Analyse s. (128) ses. — Aus dem Untersubebaeh-Th. wird von nicht 
näher bezeichnetem Fundorte ein älteres Vorkommen erwähnt, in röth- 
lich-braunen Er. auf Bergkrystall mit Galcit und Ghlorit (118). Die neuen 
Anbrüche prachtvoller Epidot-Er. von der Kna'p'penwand im obersten 
Theile von Untersulzbach, lieferten als Seltenheit auch lichtölgrüne, pel- 
lucide, anscheinend einfache Sphen-Er, in einer Gombination, ähnlich der 
von Hauy ,ySpinthäre'' genannten Varietät; sie erscheinen einzeln oder 
parallel zu Schnüren verwachsen, die bis 2 Z. Länge messen (141, c). — 
Unterhalb des Breitfusses im obersten Theile des Obersnlzbach - Th. 
fand man neuester Zeit in einem mit erdigem Ghlorit erfüllten Holil- 
raume % ringsum entwickelte, schöne Sphen-£[r., welche von Schrauf be- 
schrieben wurden. Die Gombinationen oP(a) . VgPoo (T) . Va^«? W ^ (o • 



*) Localit&t und Vorkommen nach der Angabe von A. Bergmann in Innsbmck. 



Titanil 325 

%^8(n)^) erscheineQ als Penetrations^ und Contact-Zw. (nach oP) und 
erregen besonderes Interesse durch den Uebergang, den sie aus der 
einen in die andere Yerbindungsart verfolgen lassen. Die nur an den 
Kanten durchscheinenden Er. erreichen oft über 2 Z. Grösse, ihre stark 
glänzenden, rissigen und schuppigen Flächen sind von Chlorit-Täfelchen 
durchwachsen (85) 62, 70&. Aus demselben Thale stammen auch bis Vi 2* 
grosse, weingelbe Sphen-Kr., welche auf Adular aufgewachsen sind (141, c). 

K&rnten. Frantschaeh bei WnjLfBhtrg^ bis 2 L. grosse Kr. in tomback- 
braunem Glimmerschiefer, der ein kleines Lager in kry8tallin.-k()migem 
Kalkstein bildet — Im Kaponik-Graben bei Ober- VeUaeh, eingesprengt 
in schiefrigem Amphibolit (114). 

Tirol. Putsch, Wüdkreuzjoeh (450). Eine Succession von Sphen-Kr. in zwei 
verschiedenen Typen (A) und (B), und jüngstem Klinochlor hat Hessen- 
berg beschrieben. Die winzigen, farblosen oder röthlichen, stark glän- 
zenden Kr. (A) boten in kugligem Habitus die Flächen j92yvra^>gn€92£*) 
oder in einem einfacheren Falle plyt^cenw, die grösseren fleischrothen 
3 bis 8 L. langen Kr. (B) die syenitische Combination pnt (113) 2 u. 4. — 
Zillerthal (450). Gelbe, durchsichtige Kr. von Schwargenatein, sp. G. = 
3'44, wurden von Fuchs, und gelbgrQne, sp. G. = 3 55 von H. Böse ana- 
lysirt (128) sss. Die neueren Vorkommen von der Alpe Schwargenatein 
am Rothenkapf (450) wurden von Hessenberg in eingehender Weise ge- 
schildert. (A) Zeisiggrüne pellucide Tafeln (durch oP) mit drei- oder iünf- 
seitigem umrisse, die stets Zw. nach oP sind und bis 18 L. breit werden, 
bei oft sehr geringer Dicke, mit denFlkchen: pyrrC>q(pMlaT^hu.s7i8SQiftw ; 
zuweilen erscheint das Klinopinakoid q nur einseitig entwickelt^). Diese 
Sphen-Kr. sind stehend auf Chloritschiefer aufgewachsen und werden von 
Helminth und wasserhellen Apatit-Täfelchen, beide jüngerer Bildung, be- 
gleitet (113) 6 u. 8. (B) Ein hell pistaziengrünes Täfelchen V4 L. dick, zeigte 



*) Nach Nannaim^B AiifsteUnng bezeichnet. Sohrauf adoptirte die Stellang, wie sie Des- 
oloiteanx angenommen (a) ooPoo, (c) oP u b.w. und gab fiednctionsformeln für die 
yerschiedene Symbolik. 

') Die Bezeichnung nach Nanmann^s Anfstellnng: 

oP ; odSoo ; oo^PS . 00^8 . qdP ; ^ifieo . ^l<fico ^00 . — Poo ; '/i^« • ^« . sPoo ; '/7p*/» 

pq^Ml^TX y^ orT a 
tfj^, ./,P7/.; «|,P. «/.P. '1^; 1^2. 2P2.*/.P4. ^4. 2«6. SPs. «»/.Ps; -«/.P. 

-pij,. -i/,P2. -2P2.-»/,83.-«/,p4. 

f y t 5 w 

*) Daas ein Hemimorphismns der Componenten dieser Zw. in der Bichtnng der Klinadia- 
gonale — wie dies Heesenberg zuerst dachte, sp&ter aber selbst zorlickgenommen — 
nicht stattfinde, habe ich nachgewiesen in (85) 00, au. S. a. (113) 11, 1». 



326 TitaDit 

zwei flächenreiche Individuell in der ComhinaXion: yvnC>pqlnrz8(fiD, in einer 
Yereinigong, welche sich durch die Annahme der (180*) Drehung des 
einen um die Kante ^^^ . £00 (ly) als Zw.-Axe erklären liess, wobei eine 
Fläche von %¥2 (n) Berührungs-Ebene zu sein scheint (113) 8. (G) Auffal- 
lend durch ihre Gestaltung sind graulichgrOne bis 8 L. lange, wahrschein- 
lich in schuppigem Ghlorit eingewachsene Säulchen, aM^'plm mit prisma- 
tischer Ausbildung von 43^4 (s), welches zuweilen in ooß3(M) durch Wöl- 
bung übergeht. Diese Formen erscheinen einfach oder in netten Gon- 
tact- oder Kreuz-Zw., nach oP (113) 7. (D)Einen eigenthümlichen gewölbt- 
tafligen Habitus zeigte ein durchscheinendes 8 L. grosses Fragment 
eines einfachen Er.: ye?f*?nt>rg; die Flächen %pQD?(fi) und Vt^^(e) 
stumpfen in cylindrischer Krümmung die obere Kante von ^lfi'%{u) ab; 
bemerkenswerth ist in diesem Falle die prismatische Ausdehnung von 
-2^2(t), nach welchem die Kr. auch spaltbar sind. Beides für den Greenovit 
bezeichnend (113) 9. — Pftinders. Eisbruekalpe (451). Hessenberg be- 
richtet über ein Fragment eines grossen, pellnciden, grasgrünen Er.: 
plam > odyt. Da dieses Theilstück auf den Bruchüächen eine neue Ery- 
stallisation in minimalen, vielfach wiederholten, spiegelnden Flächen 
zeigte, war es jedenfalls auf der Lagerstätte selbst losgebrochen (113) 3. ^) 
Ausgezeichnete Zw. nach oP mit den Flächen: plxn^Mr, als Gontact- 
und als Penetrations-Zw. ausgebildet, an denen zuweilen oMao breit ent- 
wickelt, und durch auf- und eingestreute Ghloritschüppchen gestört, nur 
einseitig auftritt, sind ebenfalls hier in zierlichen Gruppen, die in Ghlo- 
rit eingewachsen sind, neuerer Zeit vorgekommen (88 Pr.). — €hro89- 
Klatutn-Alpey SO von Steinhaus im Ahrn-Th. Apfelgrüne, bis 5 L. 
hohe Er., eingehüllt in Asbest, aus dem Serpentin. Nach Niezwiedzki 
ganz ähnlich dem Vorkommen von der Walchner Alpe bei Pregratten 
(123). — Fassa, Monzoni'Geh, (451). Das Vorkommen im mittleren Theile 
des Tool dei Rizzoni gehört nach Richthofen Hohlräumen im Hyper- 
sthenit*) an, welche sich am Gontacte mit Triaskalk finden. Wahr- 
scheinlich gilt dasselbe bezüglich des Fundortes Alloehet (129) sse. 
Böhmen. Im Trachyt-Phonolithe vom Holai Kluk (451) bei Binowe 
(Proboscht N) und von Suloditz entdeckte Breithaupt, neben dunkel- 
honiggelben bis gelblich-braunen Sphen-Er. (Semelin), den „Gastellit*' 
im monoklinen wein- bis wachs-gelben, halbpelluciden, papierdünnen 
Täfelchen. Ihr sp. G. ist geringer (3-26) als jenes der lichtesten Sphene 
(3'36), und auch ihr Verhalten vor dem Löthrohre etwas verschieden 

*) Jüngst fand Hessenberg an Sphen-Er. dieser Localit&t die neue ^»/„S^of,. Die Zahl der 

Titanit'Formen ist hiermit auf 44 gestiegen (118) 11. 
*) Nach Tsobermak enth&lt das gangartig im Monzonit auftretende Gestein nicht Hyper- 

sfhen, sondern Angit, und ist daher als Diabas zu bezeichnen (185, a) us» 



Tttuit - TopM. 327 

Yom T. Ausser den beiden Mineralen enthält dieser Phonolith noch ein- 
gestreut: Saoidin, Amphibol, Angtt, Trappeisenerz, zugespitzte S&ulchen 
von rauchgrauem Apatit, und ein weiches, hyacinthrothes , krystaUin. 
Mineral (97) so. Die Er. des „Semelin' sind nach Breithaupt tetarto- 
rhombisch; in dem Trachyt-Phonolith von SehaDaii (451) kommt derselbe 
ziemlich häufig vor (Ul, b). 

f4hT<in Der im Min. Lex. S. 451 genannte Qeyersherg liegt bei Hamis- 
4orf (nicht bei Goldenstein); die Er. finden sich daselbst im Homblende- 
Oneiss (98) 3. — Am Storehberg bei Zdptan, ziemlich grosse, wachs- 
gelbe Er. als Begleiter des Epidot (98) 2, m; am Rauberstein^ mit Albit 
und £pidot (s. S. 123). In einem Hohlwege am Jaehwirths-Bg, lose Er. 
aus yerwittertem Amphibol -Oneisse stammend (141, z). — Bei Gross- 
Meserltseh im Thiergarttnhrmekey in Diorit und im Oslawa-Th., in einem 
aus Skapolith (s. d.), Amphibol und Quarz gemengten Gesteine (98) 5, ss. 



Topas, Henckel. 
D. 376. N. 395. 

Min. L«x. iSS. 

BdhmMi. Nach Groth, der die Er. von Sehlaggeiiwald (452^) gemessen, 
sind daselbst zweierlei Vorkommen zu unterscheiden. (A) kleine flächen- 
reiche, an beiden Enden gleich ausgebildete Er., in einem Greisen-artigen 
Gemenge mit Glimmer-Blättchen und Qnarz-Er. oder mit Eassiterit-Er., 
wozu sich noch jüngere Bildungen von Apatit-, Fluorit- und Ghalkopyrit- 
Kr. und Steinmark gesellen. In den weingelben, durchsichtigen T.-Gom- 
binationen treten 23 Formen auf: 5 Prismen, 4 Brachydomen, 6 Makro- 
Domen (von welchen ^l^l^^y ^Jb^^ lu^d s^^ ^^^^ Bind), dann.7 Pyramiden 
und oP, ocPsS'; der Habitus dieser Er. wird bedingt durch odPT und 2Pa5'> 
unter den Pyramiden ist Vi^*) ^^^ gewöhnlichste Zu scharfen Mes- 
sungen sind diese Er. nicht geeignet der Störungen wegen, die "sie durch 
Einschlüsse von Glimmer, zuweilen auch von Quarz, so wie durch ihre 
Umgebung erlitten. (B) Grössere milch- oder grünlichweisse, durchschei« 



') Die erste Besehreibnog denelben gsb J. Thftdd. Lindiiker i. d. Abhdig. d. bölim. Gei. 

d. Wifls. 1. Bd., 1791, S. 106. 
*) P = imo' (MitteUnnte), »P == lU^, (An den Er. Ton Altenberg ist P = UT^iS 3\ 

odP = 1S4^5'60. Nftch Mohs-Naomuin, anf deren Orandform P = 91°10' sich die Be- 

leichnnng im Min. Lex. 8. 458 besieht, gehen Ton den obigen Symbolen die 8 ersten 

nnd S leisten über in: VsP«,%P«, «Pöö, iP^ nnd P 



328 TopM — TifAymii. 

nende Er., in stänglige und dichte Aggregate übergehend, auf fasrigem 
oder sehr feinkörnigem Gneiss; sie sind ebenfalls vorwaltend YonooPr 
und 2P00' begränzt, zu Messungen aber nicht geeignet. In der Pyrophy- 
salith-ähnlichen Unterlage dieser Er. finden sich geriefte Wolframit- 
Prismen eingeschlossen, dann Eassiterit und Molybdänit (96) 22, 402. Diese 
Er. sind oft m Stemmark (s. S. 163) verändert (61) 60, 4». Trabe, uildarcli- 
sichtige Er. von gelber oder grünlicher Farbe, dem PyrophysaMt von Finbo 
ähnlich, wurden von Kanunelsberg analysirt ; bei geringerer Härte und 
Dichte (3*52) ergaben sie doch eine mit frischem T. gleiche Zusammen- 
setzung und scheinen daher nur mechanisch etwas verändert zu sein'). 
— Bezüglich der farblosen Er. von Zinnvrald (452) bemerkt Groth, dass sie 
dieselben Flächen besitzen, welche an den Altenbergem die gewöhn- 
lichsten sind und sich von den letzteren nur durch das Vorwalten von 
odPT und Zurücktreten des odP unterscheiden. Jüngerer Quarz u. Glimmer 
sind Begleiter (96) 22, 402. Ueber Pyknit s. Min. Lex. 326- S. a. Bam- 
melsberg's Analyse des Pyknit von Altenberg'). — Ober - Gnmpeii, 
kleine Er. auf der Eassiterit-Lager^tätte (96) 23, 776< 



Tridymlty v. Rath. 

D. 805. N. 223. 

Kärnten. Nach G. Rose enthält der Opal (Eascholong) von HfiUenberg 
Schüppchen von mikroskopischem T. als Einschluss (63) 139, 314. 

Ungarn. ImRozsaly-Geh. bei Nagybänya NO und im OuttinrGeh. bei Kap- 
nik N, fand E. Hofmann in Poren und Hohlräumen des Augit-Andesites, 
T. in einzelnen papierdünnen Täfelchen oP. qoP oder in mehrgliedrigen, 
radförmigen Zw.-Gmppen, die aus den bekannten keilförmigen Penetra- 
tions-Zw. zusammengesetzt sind. Dem Vorkommen nach, dürfte dieser T. 
nicht auf nassem Wege, sondern durch Sublimation oder doch wenigstens 
unter Mitwirkung heisser Wasserdämpfe entstanden sein, wie dies von 
G. V. Rath für den T. von Pachuca angenommen wurde (86 F.) 72, S67> — 
Zirkel beobachtete mikroskopischen T.in den Trachyten von Sieano 
{Losoncz W) , von der Euppe des üwqsz Bg. bei Eperies, von Dabnik 
und Y^g-Ardö (bei Sarospatak), von Erd5b^nye, vom Jcarpdliegy bei 
Bereghzäsz SW, aus dem Rozsdlytr-Geb, bei NagybAnya und ans dem 
Gi/Mn-Qeb. bei Eapnik (46) 70, sas. — Im Opal von Kasehaü fand G. Rose 
Schüppchen von mikroskopischem T. (63) 139, su. 



^ Jonrn. f. prakt. Chem. 96, 7>(89, m) air. 



TrinkMit - Triplit 329 

Trinkertt, Tschermak. 
D. (Append. 1) 16. 

Zttrlen. Die Braunkohle der eocänen Gosina-Schichten von Carpano ent- 
hält ansehnliche derbe, rundliche oder linsenförmige Massen des T., eines 
copalähnlichen (4*7 Proc), Schwefel-haltigen Harzes, welches hyacinth- 
roth bis kastanienbraun, durchscheinend bis durchsichtig ist und aus- 
gezeichneten Fettglanz besitzt. Manche Partien sind von vielen flachen 
Sprüngen durchzogen, die z. Th. gleichlaufend, das Ansehen einer Spalt- 
barkeit hervorbringen; man erhält dann leicht Blättchen und prismatische 
Bruchstücke. Sp.G.= 1-025. Die Analyse ergab nahe die gleiche Zusam- 
mensetzung mit dem Tasmanit (5*32 Proc. S), doch ist das Verhalten 
gegen Benzol und das Vorkommen des T. ein anderes (86) 20, 279. S. a. 
(86 V.) 68, 856. 

Bteiennark. Ein gleiches Harz erhielt man unlängst aus einem Eohlen- 
schurf-Stollen am Bösenberg in der Garns bei Hieflau ; die gelblich oder 
röthlichbraune, an den Kanten stark durchscheinende, fettglänzende wenig 
zersprungene Masse desselben, bildet ovale oder unregelmässig verlän- 
gerte, gegen 2 Gubikzoll grosse Knollen in einem schwarzgrauen blät- 
trigen Mergel, der ganz mit kohligen Theilen imprägnirt ist und der 
Gosau-Formation (obere Kreide) angehört. Sp.G. = 1*032. Dieses äusser- 
lich dem T. von Garpano ziemlich gleiche Harz (mit 4*1 Proc. S) stimmt 
in seiner elementaren Gonstitution fast ganz mit demselben überein; sein 
Vorkommen ist jenem des Tasmanit ähnlich *) (86 F) 71, iss. 

Triplit, Hausmann. 
D. 548. N. 290 (Eisenpecherz). 

Min. Lex. 453. 

Böhmen. Sehlasrgenwald (453). Kobell, welcher diesen T. analysirte, be- 
merkt, dasB er in grösseren Stücken zwei unvollkommene, rechtwinklig 
sich schneidende Spaltrichtungen besitze. Das braunrothe und braune. 



>; Vom Sducrfstollen beim nHaspelbaner* in er Oami, stammen Stftcke Ton peohgl&n- 
Aendertchwaraer Biannkolile mit kleinen Tropfen und Linsen eines weingelben Harzes, 
velolieB abelr seiner gelingen Menge wegen eine Untenmcliiing nioht gestattete (86 F.) 

71, IM. 

* Ein dem T r i n k e r i t nahestehendes bernsteingelbes Harz (mit nnr 1*87 Proc. S) kommt 
in der cretacischen Braunkohle ron Ajka im Bakonyer Walde (Ungarn) als reich- 
liche Imprägnation derselben vor; er warde so wie der i^ . von Carpano und Gams yon 
Hlaeiwetz analysirt (86 F) 71, in, m. 



390 TripUi — TurmaliB. 

fettartig gl&nzende Mineral ist in dünnen Fragmenten zuweilen so pellu- 
cid, da88 sich mit dem Stauroskop die doppelte Strahlenbrechong deut- 
lich erkennen l&sst; sp. G. = 3-77 (46) 65, aar, (101) 64A% 



Tschermigit» y. Eobeii. 

D. 651. N. 241, Ammoniak— Alaun. 

Hill. Lex. 468. 

BAlmien. Die Analysen des T. von Tschermlg (453) von Grüner, Pfaff, 

Lampadius und Stromeyer s. (128) 285. 
VngBxn. Tokod bei Gran, farblos, in dicken, fasrig zusammengesetzten 

Platten, in der eocänen Braunkohle (46) 61, eei. 

TarmaUn. 

D. 365. N. 409 (Schörl). 

Min. Lex* 454. 

Bteiwaiark. Im Buchwalder Steinbruche bei Slainz (465), einzelne über 
6 Z. lange und 2 Z. dicke Er. im Platten-Gneisse, selten (141, t). -^ Kmm- 
bach (455). Rammeisberg analysirte ein Bruchstück eines grösseren Er., 
in dünnen Splittern blau und durchsichtig, sp.G.=3-18 (63) 139, 56i. Auf 
der Sehwanbtrger Alpe kommen in Quarz ansehnliche Säulen, z. Th. mit 
Endflächen vor; ich sah in der akad. Samml. in Leoben ein Fragment, 
welches bei 2Vt Z. Dicke, 12 Z. lang war (88). 

KAmten. AmErgherge von LSlling-Hflttenberg treten im Glimmerschiefer, 
in dessen Ealklagem und im Gneisse, Gänge eines Pegmatites auf, welche 
bis 2 Z. dicke T.-Er., meist ohne Endflächen enthalten (115) 7, les. - 
Aehnlich ist das Vorkommen bei Waitsehaeli (114). Auch bei Gntteii- 
stein sind Gänge yon T. -führendem Granit im Qneiss bekannt (86)7, 341, 365. 
— Dobrowa bei ürUerdrauburg, Die neunseitigen Säulen ooPa. ^y aR) 
fand ich durch R. — sR am antilogen und durch R am analogen Ende be- 
gränzt, die Endflächen gewöhnlich mangelhaft ausgebildet. Die bis IV« Z. 
hohen und '/« Z. breiten, gelbbraunen bis licht ölgrünen, bei 3 L. Dicke 
noch pelluciden Er., sind eingewachsen in schuppig-kömigem oder schie- 
frigem Margarodit (s. S. 200) Ausser Schüppchen des letzteren enthalten 
die Er. als bemerkenswerthen Einschluss, dunkle Nädelchen und Eöm- 
chen von Rutil, der ausserhalb des T. nur äusserst selten in winzigen 

') <Joiinu t pr. CliAiii. 92, tt». Die AmIjbo ergab die Fonnel SRO. P,0g 4. RFt. B = Pe, 
Ca, Mg, Mn (ISO) 1866, im. — Neuerlich wurde ein dem Sohlaggenwalder aehr Uuüieker 
T. auch in der granitiscben StookwerkRmasee von Qeyer (Saeluen) entdeckt (ISO) 1869, : 



TonBAlin. 3B1 

Er. erscheint. Sp. G.=3*04: (85) 54,288. Analysen wurden ausgeführt von 
Laube (86) 14, sos nnd y<m Rammeisberg (63) 139, aas, eine ältere Analyse 

B. (128) 673 >). 

Tirol. Dünne schwarzbraune Prismen aus dem Zillerthal (iss), sp. G. =3*05; 
mit starkem Dichroismus, wurden von Rammeisberg analysirt (128) ers, 
(63) 139, 398. — Der lichte Glimmerschiefer, welpher als eine sehr schmale 
Einlagerung im Gneisse^ am Nordgehänge bei Steinhaus im Ahm-Th. 
erscheint, enthält nach Niedzwiedzki spärlich bis 5 L. lange und Vs L. 
dicke, trigonale T. -Säulchen (123). 

Böhmen. Unter Edelsteinen von der Isenriese fand Websky, in einer Schleif- 
werkstätte auch Bruchstücke, von grünem und (in der Querrichtung) brau- 
nem T.; eines derselben hatte die Flächen oR.R. —8R.Vfl(oDR). ooPs 
(96) 3, 18. — ' Trebeiie bei Cxaslau, zolllange vollkommen ausgebildete 
schwarze Kr. (mit Endflächen) in einem grosskömigen Granit, welcher 
auch Beryll-Säulen enthält. — WUImow bei Ooltseh-Jmikau, radiale 
Aggregate in Quarz [141, a]. — In der Gegend von BenMohan, Wlasehim, 
Hodkow, Hammentadt u. a. 0. im Sazawa-Thale, sind äusserst grob- 
kömige Granite, die im Gneiss, in feinkörnigen Graniten oder Amphibol- 
schiefern als Gänge oder lagerartig auftreten, eine häufige Erscheinung; 
diese Granite sind reich an T., der Nadeln und bis ^/, Z. breite Er. bildet ; 
auch grosse Granat-Er. sind stellenweise in den Graniten eingewachsen 
(86) 13, 168. — Schwarzer T. von Kranum, sp.G.=3'14, wurde von Ram- 
melsberg analysirt (128) 676» (63) 139, 4io. 

lUhren. Am Zdfar-Bg. u. a. 0. in der Gegend von Böbm.-Eisenberg 
und Sf hildberg, schwarzer und bräunlicher Schörl im Granit (98) 3. — 
Rammeisberg zerlegte einen rothen undurchsichtigen T. von Rozna (isr), 
Derselbe war nicht sehr hart und wahrscheinlich einer beginnenden Ver- 
änderung in Lepidolith unterlegen, sp. G. = 2*998 (128) 678, (63) 139, 571 '). — 
Saar (iBs). In schwarzen Säulen *',((xR).odP8.R. — sR, fand Blum kleine 
krystallin. Orthoklas-Partien als Einschluss (133) sns. Rammelsberg*s Ana- 
lyse, sp. G. = 3* 18, s. (128) 676, (63) 139, 868. 

Unffam. Eisenbach bei Iglo, Geargi-Grube, Im Min. Lex. S. 458 kommt 
ans Versehen die Angabe des Vorkommens doppelt vor. — Dobsohan 
bräunlich-schwarze bis schwarze, fasrige Aggregate und radiale Er.-BOndel, 
mit Smaltit, Bornit und Quarz in weissem Galcit; in der Gangmasse der 
Eobalt-Nickelerzgänge (104). 

I) Die Anffabe der Looalitftt Prirali [(86)11 F. n; 14,aM]f&r dieM, so wie Windieclikappel 
und Kappel [(68) 892 und Min. Lex. S. 455] für gans gleiche Er. , welche in früherer 
Zeit Torkunen, igt nsrichtig. 

*) üeher nmfewandelte Kr. von Boina •. Biaehofi Geologie, S. Aufl., Bd. 9., 8. 7S0. 
Ueber durch Qnan verkittete, iragmentue T.-Kr. ans Mähren, s. ebd. 8. 659, 562 ff. 



332 Ullmumit ~ ünghTurit. 

üllmailTltt, Fröbel. 
D. 73. N. 576 (NickelantimonkieB). 

Min. Lex. 458. 

K&mten. Waldenstein, KcUehersehurf, Erbsen- bis nussgrosse, blättrige 
oder körnige Aggregate/ in Mugeln eines grobkörnigen Kalksteines ein- 
gewachsen; sp. G.=6'65; nach Üllik's Analyse entspricht die Mischung 
der Formel Ni ab S. Ein erdiges, weisses oder durch Nickel grün ge- 
färbtes Zersetzungsproduct, von der Zusammensetzung SCaO. 2Sb,O0-f 
6H,0 umgibt die metallischen Partien als Kruste oder erfüllt feine 
Klüfte in demselben; auch fand sich diese erdige Substanz als 10 L hohe 
Pseudomorphose nach Ü.-Kr. ooOao. 0. ooO, welche noch Reste von un- 
zersetztem ü. enthielten. Die Mugeln des ü.-führenden Kalksteines wurden 
1868 in einer mit Letten erfüllten Gangkluft im Glimmerschiefer ange- 
fahren (85) 61, 7. — £i511ing>, Erzberg, An licht-stahlgrauen, stark glän- 
zenden, in schaligem Baryt eingewachsenen Kr. beobachtete ich geneigt- 
flächig-hemiedrische Combinationen. Vorwaltend sind ^',(0)oderocO,unter- 
geordnet — VslO), ±*/i( 2O2 ), */>( 2O) und Vjf sO). Die Kr. erscheinen stets 
in Penetrations- (Ergänzungs)-Zw. und gleichen diese zuweilen einfachen 
aO, deren Rhombenflächen nach ihrer Makrodiagonale eine Rinne besitzen. 
Baryt-Theilchen zeigen sich als Einschluss. GintUs Analyse ergab eine 
der Formel 9(NiSbS) -f NiAsS genäherte Zusammensetzung; sp. 6. =6*72. 
Nebst dem ü. sind auch schöne Pyrit-Kr. eingewachsen in dem Baryt, 
den man 1869 in kleinen derben Partien, im Glimmerschiefer über dem 
erzführenden Kalk, angebrochen hatte (85) 60, s. 9. Vrgl. a. (135) 72, 28. — 
Tn jüngster Zeit kam zu den obigen neuen Fundorten noch ein dritter 
in der Gegend von Bleiburg -, ein Schürf in dem Berge (Yogrice) Binken- 
bergr bei dem Orte gleichen Namens, lieferte derben, hexaedrisch voll- 
kommen spaltbaren ü , ausnahmsweise auch Kr. ooOoo . ooO, eingewachsen 
in einem aus talkartigem Thonschiefer und Dolomit gemengten Gesteine; 
Bp.G.=6-68. Y. Liirs Analyse ergab gleichfalls die Formel NiSbS (86 F) 

71, 131. 

1 
ünghYailt, Glocker. 

D. 461, Chloropal. N. 467. 

Min. Lex. 468. 

lUliren. Angeblich findet sich bei Zoppons zeisiggrüner ü, im Gebiete 

der krystallin. Schiefer-Formation (136). 
üngTiuni. Der U. kommt in grosser Menge vor .in den Gruben zwischen 



ünghTarit — üranin. 8d3 

Ntnieti und Rolibavet bei UngliTAr (459), ferner nordwestlich von letz- 
terem Orte in den Branneisenerz-Graben von Tama bei Tinna, so wie 
beiBrodu.a.0.der Gegend von Muhkdcz (459). Der U. nnd die ihn be- 
gleitenden Eisenopale und andere Opal-Varietäten gehört einer neogenen 
Trachyt-Tuff-Ablagenuig an. Bei Brod durchsetzt der U. zumeist den 
Tuff in Schnüren, seltener den Limonit selbst und liegt im Hangenden 
des £rze8. Die Eisenopale und andere Opale bilden gewöhnlich auch 
das Hangende, aber auch das Muttergestein der Erze; die eisenreich- 
sten unter ihnm werden selbst verhüttet (86) 10, 461, 21, si, 4So. Analysen 
B. (128) 588. Peters hält den U. nicht für eine eigene Species (46) 61, eei, 
B. dagegen Eenngott (39,1) m^). 



üranin, Haidinger. 
D. 154, üraninite. M. 606, Uranpecherz (Nasturan). 

Min. Lex. 459. 

Bdhmen. Analysen des ü. von Joachimfithal (459) s. (128) 175, (101) 155. ~ 
Zu Schlaggenivald fand sich ehemals auf einer „übersetzenden Eluff 
(J. in ausgezeichneten Exemplaren (86) 14, si«. Ein solches bewahrt die geo- 
log. Beichsanstalt in Wien; dasselbe ist 1855 auf der Maria- SehOnfeld-' 
Zmn'Zeehe, mit Wismut-, Kobalt- nnd Nickel-Erzen, in einem Mitter- 
nachts - (juarzgange eingebrochen. Dieses Exemplar bietet in einem 
Ganggesteine von Quarz und Siderit einen unregelmftssigen, über 2 Z. 
grossen Knollen von U., welcher dem ü. von Pfibram vollkommen ähn- 
lich ist und von Ghalkopyrit begleitet wird; im Ganggesteine sind ausser- 
dem zerfressene Beste von Ghalkopyrit und von Galenit zu sehen (123). — 
PtPibram (459). Neuester Zeit traf man am Jokannes'Gg. U. in Ver- 
bindung mit Gunmiit und üranocker, welche Zersetzungsproducte des- 
selben sind. Der pechschwarze, stark pechglänzende, leicht brüchige 
U. hat, nach Beuss, einen lichter oder dunkler olivengrünen Strich und 
das sp. G. = 5-48 (69,a)74, (d9,k)94; Breithaupt fand durch 4 Wägun- 
gen das sp. G. = 7-97— 803 (101) 161. K. Hauer's Analyse, sp. G. = 7*77, 

S. (128) 176. 



1) Die pftrallelopipediflciien Ü.-Brachstücke sollen an gegenüber liegenden Ecken sich 

polar-magnetiscli verhalten. (101) mi. 
* IMe im Min. Lex. 8.498, nach Bichthofen, erwähnte Umänderung des Angit in Uralit 

im Aagitporphyre Tom Mte. Mnlatto bei Prednzzo (Tirol), wurde neuerlich Ton 

Tschermak beschrieben (135, a) i4i. 



*SM Üranit - Valentiiiit 

Uranit, Berzellas. 
D. 586, Aatonit. N. 301, Ealkuranit (Uranglimmer z. Th.). 

Min. Lex. 460 s. Th. 

Böluneii. Neuliammer bei Neudek^ als schmale Einfassung der Blättchen 
des Fritzscheit (s. S. 128). — Im Gebirge bei Dreihakeii unweit Marien- 
badf findet sich U. nach Yogi (35) 57, ss. Aus der dortigen Gegend hat 
früher schon Jok^ly das Vorkommen von Uranglimmer, ohne denselben 
jedoch näher zu bezeichnen, in kleinen aber deutlichen Er. angegeben, 
B. Min. Lex. S. 460. 

Uranocker, wemer. 

D. 668, Uraconite. N. 505. 

Min. Lex. 461. 

Bdlunan. Lindakerli Analyse des U. von Joaehlmgthal s (128) 279. — In 
der Wolfshof-Zeehe zu 8ohlaggrenirald, nach Rücker's Angabe (86) 14, su* 
— PHbram (46s), Johannes-Og,, äusserst feinfasrig, in kleinen Partien Ton 
citronengelber Farbe und in dünnen Lagen auf Klüften von Uranin. Der 
daselbst, gleichfalls als Zersetzungsproduct des üranin auftretende Garn- 
mit übergeht stellenweise in erdigen U. (69 a) se, (39, k) »5. 

Yalentinity Haldlnger. 
D. 184. N. 505 (Antimonoxyd, Weiss-Spiesglaserz). 

Min. Lex. 463. 

BAlunen. PHbram (468). Ein neueres Vorkommen am Fundgruhner-Gg. 
bot abermals kleine weisse V.-Tafeln, getragen von blassweingelben Er. 
des jüngeren Barytes (69, a) 71 % 



>) BÖBsler hat zuerst 1787 den Y. von Pfibnm ak natllrlicliea Antimonozyd erkanst 

(101) 184. 

* Lindaker*8 Analyse des Urankalk-Carbonat («u), h. (128) m, des UraDO- 
chalcit (46t), B. (laS) MCi und des basisch-schwef elsanren Uranoxyd- 
oxydnl (461)« Yoglianit, Dana, s. (128) sn. Die genannten Minerale stammen stomf 
Moll ans dem Bb. von Joacbimsthal. 

* Ein Uran» nnd Enpfer-baltiges Mineral von Joachimstbal wnrde durch Breit- 
haupt als U r a n c h a 1 c i t (s. Min. Lex. 8. 461) bezeichnet ; dessen ungeachtet 
führte Hermann unter demselben Samen ein anderes Mineral von diesem Fundorte 
ein, welches ihm in nierfOrmigen, amorphen, metallgl&nzenden Massen vorlag ; er fand 
die Farbe zwischen stahlgrau und tombackbraun, den Strich schwarz. H. — 4*0, sp. 
O. = 6*04. Eenngott h&lt dieses Mineral fdr ein Gemenge und zeigte, dass die Formel, 
welche Hermann aus seiner Analyse ableitete, weder mit dieser, noch mit Hermann*! 
eiganer Berechnung stimme (89, i) is4. 



Valentinit — Tmutuui . 335 

Vngmnk. Penek (468) auf der Antimonit-Lagerstätte im Phyllit *) (s. S. 252). 
AranyidluiCifis), blättrig und in spitzen Er. mit Antimonit (104). — FelsS- 
bAnya. Graulich- und gelblichweisse bis 2 L. grosse, halb durchsichtige, 
stark demantartig glänzende Er., nach Fellenberg: ooP. Poo > 2Pao . ooPotT. 
oP; sie fanden sich einzeln und in Gruppen auf haarförmigem Antimonit 
(Federerz), begleitet von blattartigen (pseudom. ?) Mispickel-Er , in einem 
mit (juarz-Er. ausgekleideten Hohlräume eines, aus Quarz und Baryt beste- 
henden Ganggesteines. Zum Theil zeigten sich die ausgezeichneten Y.-Er» 
auch auf den aus der Federerz-Decke frei vorragenden Spitzen der Quarz- 
Er. (46) 61, 801, (104). 

Yanadinity Haidinger. 

D. 610. N. 287. 

Min. Lex. 483. 

SJkmtMi. Der y. von Kappel dea) wurde zuerst von Bammelsberg gemessen 
und dessen Isomorphie mit Pyromorphit, Mimetesit und Apatit nachge- 
wiesen (63) 98, 8>9. Dessen Analyse, sp. G.=6*89, s. ebd. und in (128) sie. 
An dem im Min Lex. S. 464 erwähnten Exemplare von (?) Bleiberg beob- 
achtete ich bis 3^1 L. hohe Säulchen und Nadeln aP. P. und ooP. oP, 
welche in spindelartige Formen übergehend und mit Galcit-Er. auf einer 
Dolomit-Breccie aufgewachsen sind. Eine zweite Stufe des Elagenfurter- 
Moseoms, welche ebenfalls als „Gelbbleierz aus ünterkämten^ bezeich- 
net war, besteht aus einer Ernste von Y.-Er., die bis 4Vs L. in Höhe und 
Breite messend, an den freien Enden fast sämmtlich abgebrochen sind 
und im Innern porös oder mehr weniger hohl erscheinen. Das sp. G. 
der graubraunen Er. ist =:6'98 (126) 65, u. 

Yesnyian^ wemer. 

D. 276., Yesuvianite. N. 415 (Idokras, Egeran). 

Min. Lex. 464. 

Salsbnrff. Das Vorkommen von der Reieherabergtr Alpe im Stobaoh-Th. 
(464), dichte, schalige, öl- bis pistaziengrüne derbe Massen mit flachmusch- 



>) Die Angabe des Fondortei MaUoxka fftr dieses Vorkommen in manchen Handbüchern 
und Sammlangen ist nnrichtig und dftrfte höchstens lanten: Pemek bei Malacska; 
letstere« Stftdtchen ist aber \\ Meilen NW Ton dem Bb. bei Pemek entfernt. 
Das glimmerartige in Qnan eingewachsene Mineral vom Bothenbachel in Pfitsoh 
(Tirol), welches im Min. Lex. S. 464 als Vermicnlith bestimmt erscheint, erwies 
sieh dordi eine von Hiasiwets ausgeftlhrte Analyse als Margarodit (49, a), s. S. MO 



338 YMUTian. 

ligem oder spliUrigem Brache, ist wahrscheinlich dasselbe, welches Hla- 
siwetz ^) analysirt und Descloizeaoz *) optisch ontersacht hat (85) 49 los. — 
Sekamkakr im Hollersbaeh-Th. , kleine acht- und mehrseitige Säulen, 
ohne Endflächen, pistaziengrün, durchscheinend, mit Granat-Kr.anf derbem 
Granat (118) u. Die Fundorte in diesen beiden Thälem liegen beinahe 
gegenüber den Tirolern im Dorfer- und Dümmelbachgraben Pregratten^s; 
inzwischen erhebt sich die Tauemkette. 

K&mten. Bei Waldensteio findet man radial-stänglige Aggregate imkry- 
stallin.-kömigen Kalkstein (86 F.) 69, 977. 

Tirol. Die Vorkommen von der SchwargeMtem Alpe im Zillerthile (&) 
und von der Pargumer Alpe am Wüdkre^ujoeh in Pfltse]i(b)(464), sonst 
ganz ähnlich, unterscheiden sich durch die Gesteinsunterlage, in (a) Ghlorii- 
schiefer, in (b) Allochroit und Y. in dichtfen Kassen. Begleiter der halb- 
pelluciden Kr. von ölgrüner, in's spargelgrOne oder nelkenbraune ziehender 
Farbe, sind Diopsid, rother (Grossular?) und schwarzer Granat, Calcit 
und Klinochlor, letzterer oft im Y. eingewachsen. Von (a) sind Er. zuweflen 
mit einem graugrOnen matten Ueberzuge versehen, manche dnrdiaas ver- 
ändert und innen löchrig. Die sehr netten, lebhaft glänzenden Krystall- 
chen von (b) eigneten sich vorzüglich zu genauen Messungen; sie zeich- 
nen sich durch Flächenreichthum und Ebenmass in der Ausbildung ans. 
Ihre Gombinationen boten mir unter pyramidalem oder tafligem Habitos^ 
19 verschiedene Formen (85) 49, 87. Am WUdkretujock traf man 1864 
pellucide, nelkenbraune, 2 Z. hinge Y.-Säulen in Calcit, mit Klinochlor ond 
nadeiförmigem Diopsid eingelagert (49 a). Eine Analyse des derben V. 
aus Pfitsch s. (128) 786. — PFegratten, Dorf er- Alpe {4ß5\ zeisiggrflneKr. 
und stänglige Aggregate, auf dichtem ziegelrothen Allochroit, wahrschein- 
lich aus dem Ghloritschiefer. Aehnlich ist das Yorkommen von der Eieh- 
halmepitg^ am Ende des Dflmmelbachgrabens (85) 49, 87, (49, a). — Fant 
Monzani'Oeb, («66). Die Kr. von le PaUe sind durch ihre Fassait-Beglei- 
tung, leberbraune Farbe und gewöhnliche Hanptform P. ocPao (ähnlich 
dem (xO) leicht kenntlich ; ich beobachtete die Formen: oP,P, sP, sP, odPx , 
QoPjOoPs Aermer an Flächen sind die im dolomitischen, kömigen Kalk 
eingewachsenen Kr. yon PalUraJtnose*)^ eine vorwaltend gelbe Färbung 
und das Fehlen des blauen Galcites ist f&r sie bezeichnend. Die anderen 
Fundorte von Monzoni liefern Y. von verschieden grüner Farbe, in korz- 
säuligen Gombinationen mit oP, P, sP, Pod , aoP, ooPoo ; fast überall erscheint 



*) (S9, g) 116. sp. O. = 3-38, (188) m. 

') (lOS), SS4. — Nach Deflcloiseavx gehört wahncheinlich om Theil des „Gr»Matoi4" 
welche Beseichnong auch Ar das obige Yorkommen angewendet wurde, snm T-Ca a.O.). 
") Tar. aMonionift IXnMnoy, Min. 8, «7. 



YesuTiui. 337 

aach vom V. lunBchlossener bläulicher Calcit als Begleiter^). — Die Kr. 
von Cfatufocoli bei Preäazso in Heims sind dunkel ölgrün, selten in's 
braune oder grüne ziehend ^) ; die Gombinationen mit üen eben genannten 
Formen von säuligem oder pyramidalem Habitus, sind in kömigem Calcit 
(Predazzit) eingewachsen; auch hier fehlt nicht der bläuliche Calcit^ doch 
ist er spärlicher und mehr grau gefärbt als am Monzoni. Zu Messungen 
fand ich die Er. aus Fleimsund^Fassa wenig geeignet, da sie schwach ero- 
dirte Flächen besitzen. Nach Richthofen's ausfQihrlichen Mittheilungen *) 
ist das Vorkommen des V. und anderer Silicate in Süd-Tirol an die Gon- 
tactstellen von ,,Monzoni-Syenit^ und von Triaskalk gebunden (85) 49, 98. 

Böhmen. Burgstallgrahen bei Haslau (465). Die ,,Egeranschiefer^ scheinen 
nach Jok41y eine Art Lagermasse zwischen zwei verschiedenen Granit- 
Varietäten zu bilden; ob diese Schiefer aber einer selbstständigen For- 
mation angehören oder als Liegendschichten mit einem gegenwärtig nicht 
mehr vorhandenen Ealksteinlager in Beziehung gestanden, lässt sich mit 
Gewissheit nicht mehr entscheiden (86) 7, 5i9. Wo die Egeran-Prismen 
mit dem Periklin in Berührung kamen, unterlagen sie einer durch ihre 
schalige Textur begünstigten Zerstörung; sie erscheinen oberflächlich wie 
in einzelne Nadeln zertheilt oder angefressen, während die in Quarz oder 
Calcit eingeschlossenen unverändert blieben (85) 49, 107. Earsten's und 
Bammelsberg's Analysen s. (128) 734' — Bei Kunicek findet sich in einem 
dichten Felsitgestein und dem darunter lagernden Ealkstein (dem Phyllit 
eingeschaltet) reichlich als Eluftausfüllung kömiger bis dichter V. ; kry- 
stallin. Partien und einzelne mehr weniger gut ausgebildete Er. sind auch 
in dem Felsitgestein eingesprengt (86) 6, 696. 

M&hren. Bei Blauda (466) im ^Allochroitfels'^-Steinbruche, pistaziengrüne 
bis nelkenbraune 5—6 L. hohe Er. in Quarz-Adern; auch Egeran-ähnliche 
Aggregate kommen hier vor (98) 2, es. 

Unffam. Wie in Südtirol gehört der V. von K6zbänya und von Gziklova 
einer Zone von Calcitgebilden an, welche in gleicher Weise an der Grenze 
von syenitischen Eruptivmassen und Ealkstein auftreten, hier aber durch 
ihie Erzführung besondere Bedeutung gewinnen. Im VaUe saeea bei 
B^zbänya (466) erscheinen an der Contactstelle, Gemenge von fast stets 
bläulich gefärbtem Calcit mit Grossular, Epidot und Tremolith, und darin 
kommt nach Peters der V. in untergeordneter Weise, als SteUvertreter 

>) Die Analysen yon Bammelsber^ und Kobell, s. (188) 73s • 

') Braune Kr. yon diesem Fandorte hat J. Lemberg analysirt (96) 84, 901, s. a. 94» 

*) (189) 2SS ff. — Für den Monzoni-Hyenit , eine zwischen Syenit und Diorit stehende 

Jelsart, wnrde von Lapparent die Bezeichnung »Monzonit* rorgeschlagen (196, a) 8. lU. 

Ueber die Contactbfldongen bei Predazzo , s. J. Lembeig's lehrreiche Abhandlung in 

(96) 84, u7 

Z epharoTioh, mineral. Lexicon ü. ^^ 



388 YMSTiaa — YiTianit. 

des GroBBolar, zumeist nur derb, in kömig-st&ngligen Aggregaten, aber 
nie in ausgebildeten Kr. vor. Auch grosse Individuen finden sich hier, 
welche Kömchen von Galcit und Grossular, so wie Glimmer-Bl&ttchen 
nmschliessen (124) is9. — Die öl- bis zeisiggrOnen Kr. von CdklOTa (4fi6) 
zeigen Gestalt und Oberfl&che wie die Fassa-Kr. und sind ebenMs in 
blauem Galcit eingewachsen, von welchem sie Theile umhflllen. Manche 
Formen sind vorwaltend von P begr&nzt. Auch Dog^nacska wird als Fund- 
ort angegeben. "Wahrscheinlich stammt von hier ein von Kenngott be- 
schriebenes, eigenthOmllches Vorkommen gelblichbrauner Kr. , vorwal- 
tend P, eingewachsen in gelblichweissem Milchopal; solcher tritt zu 
Dognacska in der Gontact-Zone auf i) (85) 49, los. 



Yiylailit, Wemer. 
D. 566. N. 297 (Blaueisenerz). 

Min. Lex. 466. 

Btelennark. K511aeh. Im Marienaehaeht fanden sich blaue, taflige Krystiül- 
chen, im Innern wasserhell, in den Hohlräumen von S&ugethier-Knochen, 
welche im Hangendthone des dortigen Lignitflötzes lagen — Die Hangend- 
thone der Flötze von Yoltsberg enthalten erdige Y.-Partien, welche 
frisch gebrochen, gelblichweiss sind und erst nach einigen Stunden, an 
der Luft, eine lichtblaue Färbung annehmen (108) 71. 

K&mten. Sohiefling am Wörther See, erdig, in kleinen weissen, an der 
Luft blau werdenden Knollen, im tertiären Thone (114). 

BAhmen. Grube Hrbek bei St Benigna, kleine Kr. und erdige Anfiflge 
auf Klüften eines thonigen Limonites (64) 71, 164. — Bei der Gewältignng 
der uralten Verhaue im Bohutiner Baue bei PiFibram traf man, wie Benss 
berichtet, in der Tiefe von 35 Klft., nebst mehreren durch Oz]^dation sehr 
zerfressenen eisernen Gezähestücken, auch den Unterkiefer eines Pferdes, 
welcher möglicher Weise über 300 Jahre in dem Verhaue gelegen sein 
kann. In den Alveolar-Höhlungen des seiner organischen Substanz z.Th. 
beraubten, stellenweise sehr porösen Kiefers, zeigten sich, eben so wie an 
der Oberfläche der Zähne, Gruppen von 1 L. hohen, dunkel graublauen 
Kr. : P. f 00 . ooP. (xtPoo . cxSao , von welchen manche sehr nett ausgebildet 
waren. — Ein anderer Fall von Neubildung stammt aus dei Kettengaan 
in Prag, wo man bei einer Grundgrabung in einem Stücke eines festen 
Gonglomerates von Quarzgeschieben mit eisenschüssigem Gemente, Frag- 



>) Min. Lex. S. 803 und (86) 19, U7. — Die Analjeen yon Ibsani vnd Bumebbeii 

B. (128) TSS. 



Yiriaiiit — Yolteit 339 

mente Ton Menschenknochen traf, in welchen die Maschen des Knochen- 
gewebes dorchgehends ganz oder z. Th. mit erdigem Y. erfüllt waren. 
(64) 61. 2. 

UnffATiL Poliiik, grünlichschwarze nette Kr.: odSqo . ocf ao . Poo . P, IVa L. 
hoch, auf ockrigem Limonit (123). — Dobsehan, sehr schöne, langs&u- 
lige Kr. anf Pyrit (104). 

Mllltftrgrenge. Ferdinandsberg, Karanaebea NO, erdig, knollig, in an- 
sehnlicher Menge im Thone der Gongerienschichten (136). 



Yoigttt, E. Schmid. 

D. 486. 

Dem y. ähnliche ümwandlungsproducte des Biotir beschrieb Tscher- 
mak aus einem zersetzten Andesite von Straaehiseha bei Gnttenstein in 
Kärnten (135, a) i62, aus verändertem Trachyte von Sohemnitz in Ungarn 
und im Trachytporphyre von Offenbänya in Siebenbürgen. Die Exemplare 
Ton Sohemnitz enthielten ausserdem in Kaolin übergegangenen Feldspath 
und in eine Art Grünerde umgewandelten Amphibol, hingegen blieben 
Pyrit und Galdt unverändert (85) 46, 492; 49, sa7. 



Yoltaity Scacchi. 
D. 652. N. 312. 

Ungarn. Kremnitz. Schwarze, glasglänzende, Va—^^* gi^osse Kr., 0. ooOx . 
ooO, die 3 Formen nicht selten im Gleichgewichte ausgebildet, in fein- 
fasrigem, grünlich- und gelblichweissen Melanterit sitzend, welcher zer- 
setzte Gesteinstrümmer (wahrscheinlich von Andesit stammend) verbindet. 
Tschermak's Analyse erwies in diesem V. neben den vorwaltenden Be- 
standtheilen: Schwefelsäure (48 Proc), Eisenoxyd (12*9), Eisenoxydul (15*6) 
und Wasser (15*3), kleine Mengen von Thonerde (5*1) und von Kali (3*6). 
Irrthümlich wurde dieses Vorkommen von Paulinyi in Folge einer 
fehlerhaften Analyse als ein neues Mineral angesehen und „Petkoit^ ge- 
nannt ■) (85) 56, 830. 



1) S. (86) 1887, IM X86 F) 1867, m, (10t) «i. 

* Li]idaoker*s AoaItm des YogÜt (ünui-Kalk-EQpfer-CU'bonat) yon Joachims- 
thal (4M), s. (188) »M, (101) nr. 

* Lmdaoker's Analyse des Yoltsia Ton Joaoliimstbal, s. (188) ui, (101)m. 

22* 



3i0 VorhAVMrit - Wftd. 

Yorhaaseiity Eenngott. 

D. 464. N. 323. 

Min. Lex. 468. 

Tirol. Das als amorph beschriebene, schwarzbraone Mineral vom Manzimi 
(468) in Fassa wurde von H. Fischer im Dünnschliff untersucht; er er- 
kannte dasselbe als homogene Masse , welche zwischen vielen polarisi- 
renden Stellen, auch apolare, in unmittelbarem Verlaufe und Zusam- 
menhange mit jenen enth&lt, so dass hier an eine directe Umsetzung 
irgend einer Substanz in den V. gedacht werden könne. Von dem Hy- 
drophit unterschieden sich die geprüften Y.-£xemplare wesentlich schon 
dadurch, dass sie keine Einschlüsse von Magnetit enthalten (105, a) 37. Der 
V. ist ein Contactgebilde zwischen den im Monzonit auftretenden Diabas- 
ähnJichen Gangmassen und Kalkstein 0* OeUacher's Analyse, sp. G.=2*15, 

S. (128) 5S5. 830« 

ff ftU) Kirwan. 
D. 181 (Bog Manganese). N. 500. 

Min. Lex. 469. 

X&mtaii. In dem Bb.-Reviere von Httttenberg (469) kommen die schönsten 
W.-Gebilde auf den Glasköpfen aus dem Acker baulager vor (115) 4, izt- 

Tirol. Die blaugrauen Ealkschiefer bei Matrei in der Nähe der Ophi- 
calcite, sind vielfach von weissem Quarz durchadert, der auch recht an- 
sehnliche Nester bildet. Lücken und Zellen, oft von Zollgrösse, in diesen 
Quarznestern sind ganz erfüllt von braunschwarzem oder schwarzem W. 
Dieses Vorkommen unterstützt die von Pichler geäusserte Ansicht, dass 
jene Kaikschiefer metamorphe Fleckenmergel seien (46)71,53. 

Böhmen« Zi^eeow bei St. Benigna, Nach Reuss findet sich W. iu bis 
1 L. dicken Binden auf radialen Wavellit-Aggregaten, welche Kluftflächen 
eines quarzigen Hämatites bedecken (64) 58, 26O ; nach meinen Beobach- 
tungen erscheint W. auch unmittelbar auf dem Hämatit, dort wo er den 
Sphärit , dessen Bildung jener des Wavellites votangegangen ist, trägt 
(85) 56, 24, — Kussin's Analyse des W. von Kmmau (469), sp. G. = 2*18 

S. (128) 183. 

Sohlesien. Der Fundort Riegersdorf, Skotechau NO, ist im Min. Lex. 

S. 469 irrthümlich nach Mähren versetzt. 
Ungarn. FelsöbAnya (470), erdig und dicht (104), 



•) (IS6, a) UM. 



Wagnerit — Walchowit. 34l 

Wagnerit, Fuchs. 
D. 538. N. 353. 

Min. Lex. 470. 

Balsbarg^. Die Fundorte in der Gegend von Werfen (470) liegen im Gebiete 
der Werfener Schiefer (untere Trias); der zuerst bekannt gewordene im 
HöUengrahen, welcher die besten Er. lieferte, ist nach J. Mayrhofer bereits 
völlig ausgebeutet ; an einem andern Fundorte im gleichen Graben traf man 
neben dem W. Lazulith. Grosse, aber .meist mehr weniger zerstörte Kr. 
fanden sich zuletzt im Färbergraben bei Werfen. Das Vorkommen der 
W.-Drusen an sämmtlichen Fundstellen ist ein absätziges auf kleinen 
Klüften, in brüchigem, lichtgrünem Thonschieier; als Begleiter erscheint 
nebst Quarz- und Breunerit-Kr., auch fleischrother Baryt (86) 19, 231. 
Der W. wurde von Descloizeaux optisch geprüft^) und von Fuchs und 
von Rammeisberg analysirt, sp. G. •=2*99—307; letzterer untersuchte 

' auch eine, den W. begleitende, röthliche, weisse Masse, welche ein Zer- 
setzungsproduct des W. zu sein scheint (128) 849. 

Walchowit, Haidinger. 
D. 741. N. 593. 

Min. Lex. 470. 

M&liren. Der W. von Walohow (470) wurde von Schrötter analysirt ; das 
sp. G. = 1*044—1*069, jenes dunkel gefärbter und undurchsichtiger 
Stücke = 1 035. Bei 140— 180^ C. werden einzelne Stückchen, ohne zu- 
sammen zu schmelzen, durchscheinend und elastisch, wie Kautschuk, 
bei 250® Ct heginnen die einzelnen Theile sich zu vereinigen und schmel- 
zen zu einem gelben Oele (63) 59, ei, (128) 967, (101) 741. — Völlig 
übereinstimmend mit dem W. von dem obigen Fundorte kommt derselbe 

*~f 

<) Nout. reeherches etc. p. 187. (M^moires pr^ent^s k Tlnst. de France XVIII.) 1867. 

* Ueber die Walalt genannte, ABp]ialt-&hnliche Substanz ron Bossita in M&hren (188) 

»Ml (101) SOS, 8. B. S9. 

* Einem nnTollst&ndig uiieniiobtett Minerale, welches im J. 1865 su JoMbbnftluiI anf 
d^Ti^^^terffang« der Oüutueht yorkam , gab Vogl den Namen Waltherit Es er- 
scheint in s&nlen- oder nadelförmigen, anscheinend monoklinen Er., «'»•ooP*«^», 
meist isolirt in Ghrysokoll eingewachsen nnd anch in derben Partien. U. = 8, sp. G. 
= 3-8—4*0; spröde; spaltbar nach ooi^oo; zeisiggrtln bis nelkenbrann, demantgl&ii> 
zend, Strichpnlrer gelb. Als Bestandtheile gab Lindaker an; Uranozyd, Wismuthoxyd 
tellnrige S&nre, Kohlens&nre, Wasser nnd geringe Mengen ron Enpferoxyd nnd Eisen- 
oxyd. Als Begleiter zeigten pich G3ialkolith, Ghrysokoll, Malachit, Tetradymit> Telln- 
rit, Bismutlt,' Silberschwftne nnd Qnarz (85) 1867, m. 



942 WaTeUt -^ Wehrlit 

anch za MUir. TrSbaii anf emer analogen lAgerst&tte, d. i. im Lie- 
genden kleiner Eohlenflötze vor, welche dem Qnadersandstein ange- 
hören (123). 

Wayelllt^ Babington. 
D. 576. N. 236. 

XiB. Lex. 471. 

Böhmen. SehSnfeld, schneeweisse und licht-aschgrane HalbkQgelchen 
nnd Platten mit radial-fasriger Textur, fanden sich neuerer Zeit als 
Kluftbildung im Granit (86) 14, V. U2. — Im Thiergarten nächst Pfirg- 
Us kommen weisse und röthlich gef&rbte, radialfiisrige flalbkflgelchen 
auf Quarzporphyr vor (141, f). — Die im Min. Lex. S. 471 genannten 
Fundorte liegen sämmtlich im (Gebiete der unteren SOur -Formation. 
Der feinkörnige Sandstein, welcher den W. von Tfenie bei Cerhowic^) 
tr&gt, gehört der Etage Dd| an; die W.-fOhrenden Gesteine der übrigen 
Vorkommen liegen in höheren Schichten derselben Abtheilung D. Bar- 
randit ist in Tfenic ein häufiger W.-Begleiter, seltener erscheint er 
auf der Kruinahora bei Hudlio; hier ist der W. sowohl in den dichten 
Quarziten (Dd,), als auch am Ausgehenden eines schiefrigen, quarzigen 
Hämatites bekannt, der (über den (Quarziten) in lichtgrauem, glimmerigen 
Thonschiefer dünne Lagen bUdet. Durch Verwitterung verändert sich 
der W. an den der Oberfläche nahen Kluftflächen in eine graulich- oder 
röthlich-weisse Substanz (Gibbsit?) (64) 71, i64. — An den Ausbissen 
des Limonit-Lagers von Zdio zeigen sich einzelne Sternchen und za- 
sammenhängende üeberzüge von W. auf Kluftwänden (127) 2, 42. 

Wehrlit, v. Kobeii. 

D. 296. N. 480. 

Min. Lex. 478. 

ünffam. Dünnschliffe des W. vom Kecskefark-Bg. bei Szarvaskö*), un- 
weit Erlau (472) mikroskopisch geprüft, erwiesen denselben nach H. Fi- 
scher als ein deutliches Gemenge von wenigstens 3 Substanzen, von 
reichlichem Magnetit, einem pellnciden, vielfach an Olivin erinnernden 



1) Heniuuiii*B Analyse ■. (128) ss«. 

*) Nleht SEonMkS, s. Min. Lex S. 472. — Wehrle^s Analjse s. (128) sss. 
* Brooke*« Wbewellii (ozalsAurer Kalk) in Er. anf Calcit, soll angeblloh au Un- 
garn stammen, s. Brooke a. lOUer^s Min. 6m. (101) tu, ^22) sn. 



W«hrlit — Witherit. 343 

Mineraley und einem dritten, holzbrannen, durchscheinenden Gemeng- 
theile, welcher sich nicht näher bestimmen liess. Auch durch eine gute 
Lupe lässt sich der W. als nicht homogen erkennen (105). Zu dem 
gleichen Resultate gelangte auch Szabö; als Gemengtheile des W. ge- 
nannten Gesteines erkannte derselbe an DOnnschlifPen vorwaltenden Hy- 
perstheuy dann Magnetit, Olivin, Anorthit, wenig Amphibol, Pyrit und 
Limonit. Einige Exemplare erwiesen sich auch frei von Olivin^) (141, w) 
Vor längerer Zeit wurde es schon von Breithaupt ausgesprochen, das* 
der W. kein einfaches Mineral sei (141, d). 

Wismut 

D. 19, Bismuth. N. 530. 

Min. Lex. 472. 

Salxbiirg. In der Eobaltgrube an der Zinkwand im Weissbriaeh-Th. 
(Lunyau), als grosse Seltenheit in kleinen kömigen Partien, mit Smaltit 
eingesprengt in derbem Galcit (118). 

K&mten. Auf den Siderit- Lagern von Waldenstein soll W. vorkom- 
men (186). 

Böhmen. Ober-Oraupen (472), selten auf den Zinnerz-Gängen (86) 14, 171. 
In neuester Zeit hat man W. am Quarzflaehner Gg, im Jüüekenberger 
Reviere^ nicht nur accessorisch im Gange, sondern auch in selbstständi- 
gen kleinen Trümmern, die ober- und unterhalb des Ganges hinziehen, 
angetroffen*). 

UnffMrn. Die Angabe von B^zbänya (472) als Fundort dürfte nach Peters 
auf einem Irrthume beruhen (124) 172. — Dognacska, nach Schröcken- 
stein's Angabe (100) 10s. 

Witherit^ Wemer. 
D. 697. N. 261. 

Min. Lex. 478. 

Bttttormark. Flächenreiche Er. von der Suinbauer EUengrube bei Neu- 
berg (478), begleitet von radial-fasrigem und dichtem W., hat Levy ab- 
gebfldet (48) T. XV. Fg. 3. 

K&mteB. Am Nordfusse des Magdcdenen-Bg. bei Mairist, derb, weiss, 
und röthlich-weiss, mit Baryt, auf einem Gkmge in einem blauen Thon- 



>) FöldtMii Kösfony, ]jB71. 

*) Schüler und Lehwald, ZinaenTorkommen Ton Graupen. Pr»g, 1868, S. 7. 



344 Witherii - WoUastomt 

schiefer (86 F) sm. Nach Höfer tritt der W.-Gang in Werfenerächiefern 
auf (lOi). 
ünffam. Ober-Sslana (473), Er. und derbe, schalige Partien, granlich- 
bis gelblich-weiss, mit Siderit und Baryt (104). 



WÖhlerity Scheerer. 

D. 261, 806. N. 487. 

Blebenbftrffeii. Nach Breithaupt und Cotta kommt W. bei Ditro als 
Seltenheit, in dem Ditroit genannten Gesteine vor (s. Sodalith). 

Wolfiramit^ Breithaupt. 
D. 601. N. 284, Wolfram. 

Min. Lex. 474. 

Bdhmeii. Ober-Aravpen. Der auf Zinnerz-Gängen so gewöhnliche W. 
kommt hier stellenweise nur in kleinen eingesprengten Partien vor (86) 
9, 564; 14, 171. — Zinnwald (474). Bernoulli analysirte 4 Proben von 
diesem Fundorte, in zweien fand er geringe Mengen (0*5 und 1*1 Proc.) 
Niobsäure (63) 111, eos. Aeltere Analysen, sp. G. = 7-19— 7*23, s. (128) 
306. — Er. von Sehlagrgenwald (474) hat Levy abgebildet (48) T. 79, 
Fg. 3, 5—9. Kemdt's Analyse, sp. G. = 7.48—7-54, s. (128) aos. «) 

WollaStOnlt, Hauy. 
D. 210. N. 388 (Tafelspath), 

Min. Lex. 475. 

Tirol. Nach Lapparent soll W. AmMonzoni in Fässa, als Gontactgebilde 

zwischen Kalkstein und den im Monzonit auftretenden Diabas-ähnlichen 

Gangmassen erscheinen (135, a) 119. 
M&hren. Blanda (475) im „AUoehraitfels^-Steinbruehe in schneeweissen radial- 

fasrigen Aggregaten und angeblich in deutlich ausgebildeten Er. (98) 2, es. 
Ungarn. Im Graben Porotze ganuli des Volle aacea bei R^bänya findet 

sich ein Gemenge von W., Grossular und Calcit, mit dem Vorkommen von 



S. Schiller und Lehwald, Zinnerz-Vorlrominen von Graupen, Prag 1868, S. 9. 
*; Ueber die Umänderungen des W., s. Bischofs Geologie, 2. Aufl., Bd. 3. S. 766. 
* Als W 5 Ich it hat man firflher ein Mineral ans der Wölch bei Wolfsberg in KSmien 

bezeichnet, welches als eine stark «ersetzte Variet&t des Bonrnonit erkannt 

wurde, s. S. 66. 



WoUagtonit — Wulfenit. 34'> 

Cziklova übereinstimmend und ebenfalls am Contacte zwischen Syenit 
und Kalkstein auftretend. Der hier nicht so constant bläulich gefärbte 
Galcit erscheint häufig als Einschluss oder in den Spaltklüften der W.< 
Tafeln, welche die beiden andern Gtemengtheile zu beherrschen scheinen 
(124) 183. — Csikloya (475). An einem Fragmente eines in bläulichem Galcit 
eingewachsenen Eryställchens bestimmte Hessenberg die Formen: ooPoo. 
-J^oo . oP. ¥cD . P. odP"/i. 0D*®/a *). Das Prisma ooP^/s hatte man bisher noch 
nicht beobachtet (113) 9. W. von diesem Fundorte wurde von J. Lemberg 
analysirt und experimentel gezeigt, dass sich derselbe durch Lösungen 
von MgS04 oder MgCl, in ein wasserhaltiges Magnesia-Silicat umwandle 
(96)24,251'). 

Wulfenit^ Haidlnger. 
D. 607. N. 282 (Gelbbleierz). 

Min. Lex. 475. 

Steiermark. Stangalpe bei Tarrach. Ein einziges Exemplar mit licht- 
gelben Er. oP. P. QoP auf Eisenocker, ist nach Pichler aus der Limonit- 
Lagerstätte daselbst bekannt (86) 9, i96. 

Kärnten. Er. von Bleibergr (^75), an welchen Dauber genaue Messungen 
vorgenommen, zeigten die Gombinationen a) oP. V3P. P- \'P(x> . Poo, taflig, 
b) P und P. ooP, bis IVt L» hoch, einzeln auf Ealkstein sitzend, c) pris- 
matische 1 L. hohe Formen: Vs^* Va^<x> .odP, welche unten hohle oder mit 
einem weissen erdigen Minerale erfüllte Ernsten auf zerfressenem Galenit 
bilden. An andern Stufen von nicht näher angegebenem Fundorte aus 
E&rnten fand Dauber dünne, blassgelbe Tafeln in der merkwürdigen 
hemiedrischen Combination: oP. V^C/tsPt ). VaP. VaP«') (ß^) 107, 267. Im 
Allgemeinen herrschen zu Bleiberg die Tafeln und zu Schwarzenbach 
(476) die Pyramiden; die tafligen Formen, welche mitunter am letzteren 
Fundorte vorkommen, zeichnen sich durch ein drusiges oder rauhes oP 
aus (114). Vrgl. die Abbildungen in Levy's Atlas (48) T. 57, Fg. 4, 5, 



>) Nach G. V. Rath's Aufgtellung (64) 1869, «4, c (Miller) = »Poo , n (M) = oP, Winkel 
der Axen ac = 94P 80'. 

*) DeTille aaaljrsirte einen W. ans dem Banaie. Compt. rend. 52, isofX^^* ™) >s<* Aeltere 
Analysen s. (1S8) «49. 

'J Dieselbe Combination beobachtete Danber auch an den papierdünnen, rothen Chrom- 
Wulfenit-Tafeln Ton Pheniiville (a. a. 0.). — An W.-Kr. ans Kärnten P. Püo.oP.odP. 
OD Poo beobachtete Kenngott die entschiedene Ausbildung eines Trapezoeders (S9, g) a 
nnd bemerkte hierüber sp&ter, dass solche Flächen in Folge von Zw.-B.ildnngen er- 
scheinen können, ohne wirklichen TrapezoSdem anzugehören (39, i) s7. Dadurch w&re 
auch der Conflict mit der pyramidal-hemiedrischen Gestaltung des W. gelost. 



346 Wvlfenit. 

T.58. Fg. 8,9, 11—22 Yon Bleiberg und T. 58, Fg. 7 von Schwarzenbacli. 
Analysen des W. Yon Bleiberg aus älterer Zeit s. (128) aoi. 

Böhmen. Zlnnwalil. Danber hat winzige gelbbraune Kr, F gemessen, welche 
einzeln oder in zusammenhangenden Rinden auf grauem, undurchsiehtigen 
Quarz aufgewachsen waren. Im Ansehen und Vorkommen vom Scheelit 
oder Stolzit nicht zu unterscheiden, erwiesen sich die Er. durch ihre 
Winkel und Reactionen als W. (63) 107, 268. — Pi^ibram, Sehwarzgrubner- 
Oang, An Er. von pyramidalem, dick- oder dtknntafligem Habitus beob- 
achtete ich Fl&chen Yon oP, P, ooP, ooP^s» ocP*/«, welche beiden letzteren 
neuen Formen theils holoedrisch, theils als Tritoprismen auftreten. H&ufig 
sind hemimorphe Gestalten mit P an dem einen und oP am anderen 
Ende. Die krummflächigen Er. Übergehen in spindelartige oder spiessige 
Formen, die pyramidalen erreichen bis 2Va L. Höhe, die tafligen bis 4 L. 
Breite. Manchfaltige Färbung ist dem W. yon diesem Fundorte eigen, 
honig-, wachs-, graulichgelb, rauchgrau, graulich- und gelblichweiss. 
Sp. Q. = 7*07. Die Er. erscheinen einzeln, in Gruppen oder in Drusen auf 
Galenit, Pyrit oder Blende (die sich in mehr weniger zerstörtem Zustande 
befinden); auch auf Er. von Siderit und Gerussit oder auf Smithsonit, 
Psilomelan oder Eisenocker. Die Cerussit-Er., welche den W. tragen, 
sind meist zerfressen, manche auch gänzlich unter den sie bedeckenden 
Dolomit-Ernsten verschwunden. Quarz bildet bisweilen hohle Perimor- 
phosen in den Formen des W. (69, a) 66, (85) 54, S78. Als eine seltene Er- 
scheinung zeigten sich neuester Zeit am FraneUei-Gg, gelbe oder weisse 
Täfelchen auf Limonit, über einer Quarzdruse (135) 72, so. 

ünflTftni. B^zbAnya (irs). Die rothen, yermuthlich Ghromsäure-haltigen Er. 
fjEuiden sich als grosse Seltenheit in der Grube Bt. ^n^on im WerksthaU, 
Die Mehrzahl der Er., welche hie und da in alten Erzstöcken vorkamen, 
ist orangegelb, mitunter sehr licht gefärbt; sie sind stets taflig: oP. Vt^* 
ooP>VmP. ooPoo i^d sitzen zumeist in Drusenräumen auf einem unreinen 
Silicatgemenge und werden von Gerussit-Er., büscheligen Hemimorphit- 
Gruppen, oft auch von Ghrysokoll begleitet. Ihre Bildung fand nach 
Peters zwischen jener des älteren und des jüngeren Gerussit statte un- 
abhängig von der Silicat- oder Garbonatnatur der begleitenden Eupfer- 
und Zinkverbindungen (124) iss. 

Mllltftrs^eiUBe. Die tief rothen Er. von RuskitEa bei Buskberg (476), bis 
1 L. hoch, besitzen nach Schrauf zumeist die krummflächigen Formen Pgo 
und Poo . oP , welche in ihren Winkeln mit jenen des gelben W. über- 
einstimmen, und verdanken ihre Farbe einer Beimengung von Ghrom 
(85) 63, 184. 



t) S. a. Ley7*s Afchw (48) T. 68, Fg, 10 und 14. 



Wurtiit — ZepbftrOTieJiit. 347 

Wurtzlt, Friedel »). 

D. 59. N. 580 (Spiauterit^ Breithaupt). 

Bdlimmi. PHbram (es). Die Gadmiom-h&ltige „Strahlenblende'' spaltet nach 
Breithaupt hexagonal, nach ooP und oP *) and wäre demnach als fasrige 
Yarietftt zum W. zu rechnen. Das Verhalten dieser Blende im Polari- 
sations-Apparate scheint nach Beuss, wenn auch die Yersuche nicht vöUig 
entscheidend ausfielen, doch fQr Breithaupt's Angabe zu sprechen (69, a) le. 
Analysen der Gadmium-Biende von FHbram s. (128) 47, (121) 13, 47>(39, m) 

S14, (121) 18, 8A4, 19, 406, (120) 70, 149. 

Xanthosiderity £. schmid. 

D. 174. N. 500 (Gelbeisenerz z. Th.). 

Ki.niten. Ein altes Exemplar von Httttenberg in der Pester Universitäts- 
Sammlung, scheint nach Peters ident mit dem X. von Ilmenau zu sein. 
Es stimmt nicht nur in Farbe und Faserung völlig mit demselben über- 
ein, sondern enth&lt auch etwas Kieselsäure und unterscheidet sich auf- 
faUend von dem Limonit, der die Unterlage bildet Seine traubige Ober- 
fläche ist mit einer feinen Kascholong- und Quarz-Kruste bedeckt (46) 61, 668. 

Böhmen. Höhlungen und Spalten im Quadersandsteine von Prosek bei 
Frag fknd BoHcky mit schwarzgrauen nieri<[)rmigen und traubigen, krumm- 
schalig abgesonderten Rinden eines Eisenozydhydrates bedeckt, welches in 
chemischer Beziehung mit Hausmannes muschligem (xelbeisenstein über- 
einstimmt; engere Spalten des Sandsteines werden von knollenförmigen, 
meist aus concentrischen, dünnen Schalen bestehenden Massen desselben 
Minerales erfüllt H=3«5, sp.G.=:3'32. Die Analyse ergab : Fea08 + 2H,0. 
Der Quadersandstein wird von Plänerkalk überlagert, welchem dünne PUt- 
ten von kalkreichem Siderit zahlreich eingeschaltet sind (64) 67,88. 

Zepharoyichit, BoHcky. 

D. (Append. 1) 17. 

Böhmen. TFenie bei Cerhoyic. Ein früher als „dichter Wavellit** bestimm- 
tes Mineral von homartigem Ansehen, erwies sich als ein neues wasser- 

>) Comt. rend. 52 Bd, 1861, w.yßB, 1) lu. 

*) Breithaupt über den Spianterit von PHbram: (120) 1862, tsX^^ 18<^* «u, (120) 

186S, »yiß) 1868, 837. Nach Breithaupt w&re die sogenannte Sohalenhlende (s. itfin. Lex. 

8. 61) wohl ohne Ausnahme xum Spiauterit zu sShlen (97) in. 
* Nach Tflokermak wftre derXanthosiderit eine PMudomoiphoae von Limonit nach 

Pyirhorideitt (86) 4», I, m. 



348 ZepliaroTichit — Zinnobar. 

haltiges Thonerde-Phosphat, dessen Zasammensetzung, nach Boricky, der 
Formel Al,Oa . PjO, + 6H,0 entspricht Dasselbe ist grünlich-, gelblich- 
oder granlichweiss, durchscheinend nnd bildet dOnne Lagen auf ontersilari- 
schem Sandstein. Sp.G.=2*37. Wayellit bedeckt z.Th. denZ. anfeinem 
Exemplare, auf einem anderen wechselt er mit dflnnen Schichten von 
erdigem Gibbsit. Zwischen Wayellit und Z. findet ein üebergang statt, 
indem sich in letzterem eine stänglige und fasrige Textur entwickelt. 
Das Materiale der Analyse war durch Wayellit und Gibbsit, so wie durch 
geringe Mengen eines Kalkphosphates yerunreinigt (85) 59, sos. 



Zenneilt, Weissbach. 

Bdhmeii. Von der GeUterhalde zu JoAehimsthal stammender „Chalkolith* 
wurde yon Laube, seinem Ansehen nach, als Z. erkannt; er bildet Drusen 
smaragdgrüner circa V4L. grosser Eryst&llchen oP.P.odP, mit deutlich 
wahrnehmbarer Spaltbarkeit nach oP, die unmittelbar einem Ganggesteine 
aufgewachsen sind, so wie auch Trümmer in einem eisenschüssigen Ge- 
steine. Durch Gintl wurden als Bestandtheile: Eupferoxyd, üranoxyd 
nnd Arsens&ure qualitatiy nachgewiesen (141, 1), (64) 72, ^0. Ueber Z. 
8. (46) 72, 8OT. 

Zinnober. 

D. 55, Ginnabar. N. 584 (Ginnabarit). 

Min. Lex. 477. 

Oesterreioh. Im Siderit-Bb. Grassau bei ReieheAau, derbe Partikeln be- 
gleitet yon späthigem Baryt (135) 71, 113. 

Salzburg^. Im VarderhöUen-Bb. bei Werfen, derb und eingesprengt im 
Limonit (118). — Sehwanleogang (477). Die älteren Funde yon Z., Mercur 
und Amalgam stammen aus der Erasmus und Vogeüudde Grube (85) 57, 795. 
Im tiefen StoUen des Kupferkies-Bb. Mitterberg bei MüUbaeh {Finzga») 
istZ. als Anflug auf Klüften selten yorgekommen. (Auch &nden sich da- 
selbst als Seltenheiten tonnenförmige Quarz-Er., Arsenik und Tetraedrit) 
(120) 65, 8. 

Steiermark. Geringe Mengen yon Z. auf nordalpinen Siderit-Lagerstatten 
werden ausser an den im Mm. Lex. S. 477 genannten Fundorten, noch er- 
wähnt vom Polsterberg bei Eisenerz (z. Th. aus Schwazit entstanden), von 
Reitlng am Ostabhange des Reiehenstein-Bg. und von Radmer*). — Das 
Vorkommen von Tnrrach (477) gehört nach Suess den Dyas-Schichten, 

») Auf Limonit, nach Anker (2), spärUch eingesprengt im Ommwackonschiefer (18«). 



Z nnober. 349 

jenes im Becken von Rein (477) {Paehemegg und Schneiderhöhle) dem 
Gebiete der De?on-Fonnation an (85) 57, 794, 796« 

K&rnten. Auf der Koralpe, als Imprägnation von Thonschiefer, mit Quarz 
(136). — Nach Suess fallen in das Gebiet der Dyas-Formation die folgenden 
z. Th. schon im Min. Lex. S. 477 erwähnten Fundorte : der a. Bb. in der 
Kotsehna bei Yellach ^) ; der a. Bb. an der Brekarea bei Kappel , wo 
Z. in einem grünen, aphani tischen, z. Th. von Serpentin durchwachsenen 
Gesteine vorkam'); JahoHa-Graben bei Waidisch*); Kersclidorf im 
Gail'Th,, Anflüge mit Mercur-Tröpfchen auf kleinen Galcit- und Pyrit- 
Gängen und in Klüften eines von Talkmembranen durchzogenen, schie- 
frigen Kalksteines (auf Thonglimmerschiefer ruhend*); Patemion (Buch- 
holzgraben bei Stockenboj), vier Lager in den obersten Lagen des Thon- 
glimmerschiefers <^) ; Döllach im Drau-Th., mit Mercur auf Klüften in 
einem Grauwacken-ähnlichen Gesteine*); Rostratten bei Beichenan^) 
(85) 57. — Thdrl bei Tarvia, sehr fein eingesprengt in Kalkschwer- 
spath (114). 

Tirol. Im ObiT'Innthal kennt man zwischen Seifans und Ladis, Z. und 
Mercur mit Tetraedrit im Quarzschiefer', im Gebiete des Thonglimmer- 
schiefers, welchen Suess, so wie den rothen Sandstein von PrimSr^) 
(477) der Dyas zurechnet und es für wahrscheinlich hält, dass das letz- 
tere Vorkommen einerseits mit jenem von Mercur bei Terlau und Radein 
(273)1 anderseits mit der reichen Lagerstätte von Yall' alta in Venedig im 
Zusammenhang stehe. Aeltere Angaben bezeichnen den Salvenberg und 
die Brunn Alpe im Brixen-Th. als Fundorte(85) 57, 792, 794. — Auch sind 
ehemals am Kogl bei Brixlek, schöne Kryställchen K. — 2H mit herrschen- 
dem oB, in körnigem Kalkstein eingewachsen vorgekommen (46) 61, 665 
und wurden im Bb. am Gebra bei Pillersee, im Liegend-Thonschiefer 
des Siderit-Lagers, Spuren von Z. und Mercur angetroffen (120)70,32^). 

Krain. Idria (478). Pseudomorphosen von Z. nach sattelförmigen Dolomit- 
Rhomboedern wurden von Krantz beobachtet (9, d) 262. Das „Korallen- 
e r z^ besteht nach Kletzinsky vorwaltend aus Phosphaten von Kalk, Eisen- 
ojcyd und Thonerde (71 Proc), aus Fluorcalcium (5 Pr), Zinnober (2 Pr.), 



') (86) 67 Bd., S. 793, 

3) a. ft. 0. S, 260, 791. 

>) a. a. 0. S. 793. 

*) a. a. 0. S. 249, 791. 

») a. a. 0. S. 256. 

•) a. a. 0. S. 266, 793. 

') a. a. 0. S. 794. 

•) a. a. 0. S. 236. 

^0 S. d. anoh über die in der Gegend too Pillersee auftretenden Siderit-Lagerst&tten. 



360 ZiBaobw. 

stickstofflialtiger Kohle ') (5 Pr.) und aus Thon; von den drei letzteren 
als Beimengangen absehend, Hesse sich die Hauptmasse des Eorallenerzes 
— fär welches der Name „Paragit^ («a^oysiv t&oschen) vorgeschlagen 
wurde — als ein Eisenapatit betrachten, der auf ungefähr 12 Aeq. drei- 
basisch phoBphorsauren Kalkes, 4 Aeq. Fluorcalcium und 3 Aeq. phos- 
phorsaures Eisenoxyd enthält (141, m). Das ,yKorallenerz'' wird in Idria 
zur Mercur-Destillation verwendet und kommen die ausgebrannten Stücke 
auf die Halde, wo grosse Mengen davon vorräthig sind; dieselben Hessen 
sich bei ihrem hohen Phosphorsäure-Gehalt (30 Proc.) für die Phosphor- 
nnd Superphosphat-Fabrikation mit Yortheil verwenden (86 F.) 70, aos'). 
Die sämmtlichen im Min. Lex. S. 478 genannten Vorkommen vonZ. rechnet 
Suess zur Dyas-Formation (85) 57, 79s. Nach den neuesten Untersuchungen 
von Lipoid und Stur gehört hingegen die Z.-Lagerstätte von Idria, ihrer 
Petrefacten-Führung nach, der Trias an; der »Lagerschiefer*', das Erz- 
führende Hauptgestein der Grube, entspricht den „Wenger-Schichten**. 
In demselben Horizonte wurde das „Korallenerz^ in jüngster Zeit am 
Vogel'Bg. auch aber Tag, in Homstein-reichen Tuffen aufgefunden. Star 
hält die als Muschelreste bezeichneten Einschlüsse des Korallenerzes für 
einen Gapulus oder wahrscheinlicher noch, für Duttenkalk-ähnliche Bil- 
dungen (86 F.) 72, 235. Ueber das Alter der Erz-Ablagerung und die Ent- 
stehung des Z., 8. B. Meier (86 F.) 68, 122. 

Küstenland. Z. soll bei Mema am rechten Wippach-Üfer in geringer 
Menge vorkommen (136). 

Böhmen« Ausser an den im Min. Lex. S. 479 genannten Orten istZ. 
auf Klüften in Hämatit-Lagem noch bekannt von Swarow, Kmsmi- 
hora, Hfedel und Todnik. Das Vorkonmien ist im Allgemeinen das 
gleiche, in Aggregaten meist sehr kleiner unvollkommener Kr., auch fein- 
kömig und eingesprengt oder in körnigen und dichten, zuweilen mehr als 
faustgroBsen, reinen Massen, deren Höhlungen häufig mit Steinmark er- 
füllt sind. Die gewöhnlichen Begleiter sind Siderit, Pyrit, Chalkopyrit, 
Baryt und Ankerit. Bb. auf Z. bestanden in alter Zeit bei Sirata und 
am Giftberg bei Komarow (85) 59, eio. 

Unsram. Krenmitz (479). In früherer Zeit sind hier ausgezeichnete traabige 
Aggregate auf Andesit und auf Quarzdrusen, mit Baryt-Täfelchen und 
Antimonocker vorgekommen (46) 61, ees. — Sehemnits. üeber die neueren 
Anbrüche am 7A€re«ta-G^. (479), s. (35) 60, lei, 62, les. — Billn, im Uaria 
Empfängniss'Stollmy als Anflug, mit Ghalkopyrit und Galenit auf einem 
Quarzlager (136). 



^) In derselben worden 95 7 G nnd 43 N nachgewiesen (141, m) . 
s) Der Z. aus dem Bb. bei St. Imift (Neumftrktl) (w) uad das ;yQiiecksil ber-Le- 
berers* Ton^IdrU («n) wurden von Elaproth analjsirt (139) jm 



ZinxioVw — Zirlit. %1 

SlebMlMrffeil. Nach Gotta treten in der Schlucht des Parou (Pereu) 
TAu BaeheBj am NO-Abhange des Stroniora-Bg. (iso), basaltische und 
trachytische Gesteine im vielfachen Wechsel mit Earpathensandsteinen 
und dessen ihonig-schiefrigen Einlagerungen auf; die letzteren werden 
von den Eruptivgesteinen theils gangförmig, theils in grösseren Massen 
unregelmässig durchsetzt. Der Z. bricht auf Gängen ein, vornehmlich 
an der Grenze der Schieferthon- und der Eruptivgesteine (109) 321. 



ZirkOn, Wemer. 
D. 272. N. 402 (Hyacinth). 

Min. Lex. 481. 

K&mton. Nach Seeland ist das Gestein, welches unweit vom Kuppler- 
brunnm auf der Saualpe (isi) den Z. enthält, ein Vertreter des Amphi- 
bolites, welcher daselbst stets den.Ekiogit begleitet (115) 7, les. 

Tirol. Dauber hat die wasserhellen Er. vom Wildkrmxjoeh in Pfltseh (481) 
genauen Messungen unterzogen und auf den aufgewachsenen oder in Galcit 
eingebetteten Gombinationen, die Formen ooPao . ooP. P. sPs. beobachtet (63) 

107, 876. Fl&chenreichere Er. wurden von G. v. Rath beschrieben: P. 
odPqo > sPs. 4P4. öPs. sP. QoP; sie zeigten sich mit zierlichen Apatit- 
Nadeln, Elinochlor, Granat, Diopsid, Rutil und Periklin, auf einem Ghlorit- 
schiefer reich an derbem Granat. In denselben Gesteinsstflcken finden 
sich als Seltenheit auch bis 4 L. hohe Er. von differentem, hochsäuligen 
EUtbitus: ooPoo P. sPs und von hyacinth rother Farbe eingewachsen (63) 

108, 856. Vrgl. (118) 4 u. 10. 

Bdhineii. Iserwlese (482), ausser in Geschieben findet sich hier Z. zu- 
weilen auch in Er. (96) 8, is. 

MUiron. Am Zdjar-Bg, bei BOhm.-Eisenberflr (482) erscheint P. selbst- 
ständig nur im Amazonenstein'); im Quarzit findet sich dieselbe Form 
in eigenthtkmlicher Verzerrung, wodurch die Er. das Ansehen eines Eisen- 
stiftes erlangen (98)8. 

Zlrlit 

Tirol. Ein fast reines Opal- oder AUophan-ähnliches Thonerdehydrat von 
Zirl, dem stellenweise etwas Eieselsand, Ealk und Eisenoxydhydrat bei 



>) Min. Lex. S. 807. 

* LindAker^B Analyse des Zippelt (ünuibiftthe) von Joachimsth»! (411)1 8. (128) sr»« 

I, (101) ÜT. 



352 Zirlit — Zoiait 

gemengt ist (gp. G.=2'18, H = 3'5) bezeichnete Pichler als Z, da es ganz 
verschieden ist von dem französischen Beaimt und dem Vorkommen 
in Krain (86) 18, si, (46) 71, 67. 

ZoiSit, Werner. 
D. 290, 806. N. 387. 

Min. Lex. 482. 

Salsborff. Am hinteren Freierfelde bei Bamingstein im Lungau, derb, 
röthlich und aschgrau, mit Glimmer und Calcit gemengt (118). — Ein 
„Saussurit^ angeblich aus dem Grossarl-Th. (432) erwies sich durch eine 
von Besnard vorgenommene Analyse als dichter Z. (128) 750. — Als Fund- 
ort wird auch Baiirls angegeben ^). Nach Breithaupt ist dieser apfel- 
bis spangrüne Z. mit wenig Epidot in Quarz eingewachsen; seine stark 
gekerbten, langen Säulen (mit Flächen von ooP undooPT), sind mit Fuchsit 
z. Th. derart regelmässig verwachsen, dass ihre vollkommenen Spaltrich- 
tungen parallel gehen. Sp. G. = 3*23. Die grüne Färbung stammt von 
Chromoxyd (97) 37, (46) 67, 8S4. — Fnscher Thal, Fuseherkahr, derb, grau 
in's gelbe, mit Quarz und Glimmer auf Homblendegestein. Oeheenkcihr^y 
Prismen, grau in's haarbraune, [in Quarz, mit Chlorit (118). Gelbgraue, 
dünnstänglige Aggregate, sp. G. = 3'25, wurden von Bammelsberg analysirt 
(128) 750. — Mairechrabach im Kapniner*Tli., asch- und rauchgrau, mit 
Feldspath und Chlorit gemengt (118). 

K&mten. Samüpe (48s). Zuweilen lassen die weissen bis erbsengelben Säulen 
nach Breithaupt, die Flächen ocP und ooPT und eine basische Spaltbar- 
keit erkennen; sp. G. = 3*35. An der Friekler Halt kommen derbe, mit 
wenig Quarz gemengte Massen vor, welche aus erbsengelben bis grauen, 
dicken und langen Stängeln bestehen; sp. G.=3*35 (97) ss. Z. ist ein con- 
stanter Gemengtheil des Eklogites von der Saualpe, welcher ausserdem 
aus Granat und Omphacit besteht und conform den Gneissschichten (bei 
LöUing und Forst) eingelagert ist (138) 87. Z. von diesem Fundorte wurde 
von Descloizeauz optisch untersucht^). Bammelsberg*s Analyse sp. 6. 
=3-35 und die älteren von Klaproth und Thomson s. (128) 75«. VonZois 
wurde dieser Z. als »Saualpit" beschrieben. 

Tirol. Sterzing, VaUigeU (48s). Hier scheint nach Breithaupt zweierlei 
Z. in paralleler Verwachsung vorzukommen, ein weisser vom sp. G.=3'll 
und ein graubrauner, härterer vom sp. G.=3*38 (97) 39. An gelblich- 

*) Vielleicht auf einer YerwechBlang mit dem benachbarten Fnscher Tk. bem)iend. 

3) Ob identisch mit der im Min. Lex. S. 482 angegebenen Localitfit in der Fnsch? 

') s. (103) n» und Nonv. recherches etc. p. 107. (Memoires, Instit. de France XYill, 1867). 



Zoüit 



353 



grauen Er. von Sterzing beobachtete Descloizeauz PööTand ooP^ (^03) sss. 
Analysen s (128) 750. — Analysen von angeblich aus Passejer (iss) stam- 
menden Z. s. (128) loao. — Den Z. von Pregratten (483) fand Breithaupt 
jenem von Rauris am nächsten stehend; er ist theils grünlichweiss (sp. 
G.=3.24), theils dunkel grünlichgrau (sp. G.=:3*3ö) und ist mit brau- 
nem Epidot (sp. G. = 3'46) in Quarz eingewachsen (97) 37. Descloizeauz 
untersuchte diesen Z. in optischer Beziehung^)« 

Bdhmen. Zu Castonic bei Pürglu finden sich nach Feistmantel kleine 
stänglige Z.-Partien von rauchgrauer Farbe auf schmalen Klüften in 
Aphanit (141 f). 

M&hren. Breithaupt bezeichnet den mährischen Z., von nicht näher an- 
gegebenem Fundorte'), als einen der ausgezeichnetsten. Die erbsengelben 
bis gelblich- und graulichweissen Säulen, ooP. ooPy. ooPöcT, lassen sich 
leicht von dem umgebenden, etwas eisenschüssigen Quarze befreien; sie 
sind nach oP unvollkommen spaltbar. An einem Eryställchen schien 
oP auch als Endfläche aufzutreten. Sp. G. = 3*34 (97) s8. 



*) Nouv. reck«rohe8 eto . p. 107 (Msm., Instit. de France XVIU, 1867). 
*) Ale Fundorte wurden Marsohendorf und Lettowitz ron Eolenati genannt, s. Min. Lex. 
S. 484. 



ZepharoTich, mineral. Leiioon. II. 23 



t 



NACHTRAG. 



AktinoUth. 

Zu Seite 2. 

Böhmen.' Am Kwpftrhühel bei Knpferberg kommen grob- und fein- 
stänglige Massen vor, erstere oft matt und etwas zersetzt, letztere stark 
glänzend; sie sind gewöhnlich mit Ghalkopyrit und Magnetit gemengt, 
— Die St. Johann-Zeehe am Kaff-Bg. bei C^oldenhöhe, liefert lichtgrü- 
nen A. mit eingemengtem Magnetit [141, 1]. — Auf der Finger-ZeeKe 
bei Nendek tritt ein Eklogit-artiges Ganggestein auf, welches, wenn es 
verwittert ist, den A. in eine matte, Seladonit-ähnliche Masse verändert 
zeigt, in der erdiger Hämatit, als ümwandlungsproduct des Granates 
erscheint (64) 72, sos. 

Allophan. 

Zu Seite 7. 

K&rnten. Lading (6) im Lavant-Th. Derbe, löchrige, poröse bis dichte 
Massen, grünlichblau und gelbgrün, mit z. Th. deutlicher Sphären- 
structur und traubiger Gestaltung in den kleinen Hohlräumen. Bunde, 
stark glänzende Graphit-Schüppchen und Quarzkörner sind häufig ein- 
gestreut und erscheinen gewöhnlich als Gentra der Sphären von dünnen, 
verschiedenfarbigen A. -Schalen umgeben; auch weisse Glimmerblättchen 
und andere Substanzen, welche bei der Lösung in Säure einen ansehn- 
lichen Rückstand bilden, sind beigemengt (88, Pr.). E. Riedl fand diesen 
A. reichlich und in grossen Stücken auf einer Halde von alten Eupfer- 
kies-Bb., welche am Lading und Reisberg lange Zeit hindurch (bis 1583) 
bestanden. Die Kiese wurden zur Vitriol-Darstellung ausgelaugt; sie 
zeigten sich eingesprengt in einem dünnschiefrigen , Glimmer-reichen 
Gneiss und Kalkstein, die durch Uebergänge mit einander verknüpft 
sind (141, r). 

Zu Seite 8. 

Sohleslen. lieber die Bildung des A. im blauen Stollen von ZiiQk- 
mantel (6), s. Bischofs Geologie, 2. Aufl., S48, 3, 715. 



858 AüAlcim — Ankerit. 

Analcim. 

Zu Seite 10. 

TiroL Zersetzten A. Ton der Seteser Alpe hat Bischof analysirt, s dessen 
Geologie, 2. Aufl., 2, sts. 

Zu Seite 11. 

Bohlesien. In der Nähe von Friedek fand man in zersetztem Teschenit 
weisslich - graue Hexaeder mit untergeordnetem mOm eingewachsen, 
welche Tschermak als Pseudomorphosen nach A. beschrieb. Sie be- 
stehen, wie die S 11 erwähnten Pseudomorphosen, aus Calcit und einem 
Silicatgemenge, aber mit geringem Eisengehalt. Es ist bemerkenswerth, 
dass diese Hexaeder eingewachsen und ringsum ausgebildet sind, während 
sonst der A. stets in aufgewachsenen Er. vorkommt (135) 72, ns. 

Andalnslt 

Zu Seite 12. 

Tirol, üeber die Umwandlungen des A. von der lAaena-Älpe in Selrain, 
8. Bischofs Geologie, 2. Aufl., 2, 5I6, 748. 

Zu Seite 13. 

Böhmen. Für den A. vom Tillen-Bg. im BöhmerwaMe (15) wird als 
Fundort auch Eönigswart angegeben (88). 

MUiren. Die Dniv.-Sammlung zu Breslau bewahrt einen 2 Z. hohen Er. 
vonSpomhaii (15) (bei Goldenstein): Poo.oP.odP, in feinkörnigem Quarz 
(88). — Am Fusse des Hirtensteinss nächst Goldenstein 0, kömmt 
schön rosenrother A., jenem von Winkelsdorf (le) ganz ähnlich, in Quarz- 
Ausscheidungen des Glimmerschiefers vor (86) 13, F. so. 

Andesin. 

Zu Seite 13. 

üngBxn, Nach Höfer^s Analyse wäre der Feldspath - Gemengtheil des 

Melaphyres in der Niederen Tatra, so wie anderer Melaphyre, als A. 

zu bezeichnen (46) 71, 129 ff. Vrgl. (46) 72, eio. 

Ankerit 

Zu Seite 16. 

Böhmen. Swarow, weisse oder licht-fleischrothe — Vs^> üi dünnen Era- 
sten, über welchen Er. von Baryt (Zinnober, Ghalkopyrit) und Calcit 
folgten, oder derbe, grobkörnige Aggregate in Klüften und Gängen, 
welche das Hämatit-Lager und die dasselbe einschliessenden Diabas- 
tuff-Schichten (unter-silur. Et. Ddi) durchsetzen. An Spaltstücken be- 
stimmte Helmhacker R = 105« 59»// und das sp. G. 2*95 (85, a) Bd. 32. 



Anorthit - ApophylUt. 369 

Anorthlt 

Zu Seite 17. 

Blebenbürgen. Im Alt-Th. bei Also-Räkos (a) und bei Besinär fand 
Tschermak einen Olivin-Gabbro, dessen Gemengtheile Olivin, Diallag, 
Bronzit und A. sind. In dem Gesteine von (a) erscheint der A. dicht in 
weissen, rundlichen Eörnem; diese Felsart steht in innigem Verbände 
mit Serpentin, indem derselbe die Hauptmasse bildet, in welcher Knol- 
len des Olivingabbro liegen (136, a) sss. 

Anthracit 

Zu Seite 19. 

M&hren. Stur erwähnt, dass die permischen Schichten bei Oewitseh, 
wie dies seit lange bekannt sei, A. führen, den man für Graphit hielt. 
Die an diesem Fundorte auftretenden Pflanzenreste sind jenen aus der 
Gegend von Budweis (s. S. 18) analog (86 V) 72, m. 

IJngBxn. Hofinann berichtet, dass der Oekörbanyaer Qg, bei FelsöbAnja 
seitlich von einem Conglomerate begleitet werde, welches aus abgeroll- 
ten, erbsengrossen Stücken yon Trachyt und eocänem Mergel bestehend 
häufig kleine, abgerundete A.-Fragmente enthält. £s liesse sich anneh- 
men, dass diese A.-Kügelchen ursprünglich eocäne Braunkohle waren, 
und gleich den Mergel-Geröllen in die Gangspalte geführt wurden, oder 
dass sich dieselben aus bituminösen Substanzen, die mit Wässern in die 
Spalte gelangten, gebildet haben (86 V) 72, 207. 

Apatit 

Zu Seite 25. 

Böhmen. In dem Melaphyre von Stransko bei Liebstadtl, beobachtete 

Tschermak A. in feinen, sechsseitigen Nadeln, allenthalben in geringer 

Menge eingestreut (135, a) ss, 55. 

Zu Seite 28. 

Oallzien. Die Phosphorit-führende Schichte wurde von Stur jüngst 
auch bei Niwra, an der podolischen Grenze beobachtet (86 V) 72, sss. 



ApophylUt. 

Zu Seite 28. 

Tirol. Analysen von zersetztem A. der Seisser Alpe, s. Bischofs Geolo- 
gie, 2. Aufl., 2, 388. 



360 Aragonii -« ABb««t 

Aragonit. 

Zu Seite 81. 

Salmbiirflr. In dem Bb. zn Schwanleoguig, der ehemals die bekamiten, 
aasgezeichneten polysynthetischen Formen lieferte, findet man den A. 
auch in dünnen Nadeln, die entweder zierliche halbknglige Aggregate 
oder ausgedehnte Decken auf Ankerit, ockrigem Limonit oder Thon- 
schiefer bilden (88, Pr.). 

Zu Seite 32 und 33. 

Er. von Horschem in Böhmen und von Hermg^nd in Ungarn 
wurden von Hankel in Bezug auf ihr thermo-electrisches Verhalten 
untersucht (Abhdl. der k. s&chs. Ges. der Wissensch. 10, s75 ff.)« 

Argentopyrit 

Zu Seite 35. 

Das Mineral ist, nach Schrauf , bedeutend härter als Sternbergit, 
sehr spröde und besitzt keine Spaltbarkeit (85) 64, 192. 



Asbest 

Zu Seite 37. 

Salsbnrg^. Der A. von der Knappenwand im Untersulzbaeh-Th., der in 
reichlicher Menge die Epidot-Kr. begleitet, dieselben umhüllt und in ihnen, 
wie in dem mit-vorkommenden Galcit, Apatit und Scheelit auch als Ein- 
schluss erscheint, wurde von 6. Janeöek analysirt. Die graugrünen, 
seidenglänzenden, einzeln pelluciden, sehr feinen Haare wurden von den 
. beigemengten, dunkelgrünen, etwas stärkeren Haaren des Epidot sorg- 
f&ltig getrennt. Die Analyse ergab : 5247 SiO,, 4-04 Al.O^, 13-62 FeO, 
16-20 MgO, 12 34 CaO, 088 H^O (S = 99-55). Von der Al^Og abgesehen, ent^ 
spricht diese Mischung nahezu der A k t i n 1 i t h -Formel 2^CaMg, Si^O,,). 
GaFe, Si40,2 und ist bemerkenswerth durch den hohen FeO-Gehalt*). 
Die AI2O3 lässt sich nicht durch eine Beimengung von Epidot erklären, 
da die gefundenen 4*04 Proc, eine augenscheinlich zu bedeutende Menge 
Epidot (17-8 Proc. mit 2*5 Fe^Oj) von der durch Ludwig ermittelten 
Zusammensetzung bedingen würden. Man könnte die Beimischung eines 
Aluminia - Silicates vermuthen, da das , Yerbindungs - Verhältniss der 
Bcstandtheile das folgende ist: 4-63 SiO„ 79 Al^O,, IFeü, 214 MgO, 
1-16 CaO (88, Pr.). 



») (186 ») 71, 8. 37. 



ABbest - Aziiiit 961 

Zu Seite 38. 

Böhmea. In der KoUreuUr-Zeehe am Kaf-Bg, bei GoldenhShe finden 

sich matte und seidenglftnzende Bfindel und radiale Aggregate von A. 

im Magnetit (141, 1). 

Asphalt 

Zu Seite 38. 

Böhmen. In stark zersetztem Melaphyr von BeneSoir bei Semil kommen 
mit Dolomit-Er. ausgekleidete Hohlräume vor, in deren Mitte sich kleine 
Mengen von A. zeigen^); derselbe bildet auch Nester im Melaphyr. — 
Die Angabe von Anthracit in einem zersetzten Mandelsteine bei Bibnie, 
Semil NO, dürfte sich nach Tschermak auf ein ähnliches Vorkommen 
bezielien (135, a) 45, 66. 

Anglt 

Zu Seite 40. 

Tirol. Die kömigen Aggregate, welche vom Melaphyr und Augit-Porphyr 
in Fleims umschlossen wurden, hat man früher irrig als „Kokkolith'* 
bestimmt; es sind Fragmente Yon Olivinfels, s. S. 222, 

Axlnlt 

Zu Seite 43. 

Tirol. Ein mit A. wohl übereinstimmendes Mineral fand J. Mayrhofer im 
Schwarzachgraben (Hömdlgrund) bei Filiersee. Es erscheint in licht 
röthlich-grauen, vorwaltend grosskörnig-späthigen Aggregaten, in denen 
sich eine Tendenz zu schaliger Textur zunächst den Drusenräumen ent- 
wickelt; in den letzteren sind taflige Kr. stehend, ohne bestimmte An- 
ordnung, aufgewachsen, welche — ihrer unvollkommenen Ausbildung und 
krummen Flächen wegen — sich zu Messungen nicht geeignet erwiesen. 
Die z. Th. sehr feinkörnige Masse ist von grauem Quarz und weissem 
Feldspath durchwachsen und umschliesst stellenweise ein Amphibol- 
Schiefer-ähnliches Gestein, mit in Asbest veränderten Amphibol-Nadeln. 
Asbest-Häute finden sich auch in einigen schmalen Elufträumen. Sp« 
G. = 3-25 «) (88, Pr.). Nach Mayrhofer sind Quarz und Epidot Begleiter 
dieses Minerales (141, o*). Die Bestandtheile des Axinit wurden qualitativ 



*) Yolger hat einen analogen Fall ans dem Melaphyr yon Oberstein beschrieben. 
») Mittel aus 3 W&gnngen mit 3—3-6 Gr. 

* Bin wohl dem Automolit (Gahnit) nahestehendes Mineral ist seit längerer Zeit 
auf der Blende-Logerst&tte am SMmtäbtrg bei SUrging in Tirol als Seltenheit bekannt. 



962 Azinit - Buyt. 

nachgewiesen. Die Besultate einer von Prof. Gintl ansgefOhrten quantita- 
tiyen Analyse sind : 41*89 SiOj, 18-09 AljO,, 9»22 Fe.ü,, 1-35 MnO, 2106 
GaO, 2*59 MgO, 1*07 flflcht. Subst., Borsäure wurde nach Rammeisberg 
mit 5 Proc. angenommen ; S= 100*27 (141, gO. Die Zusammensetzung ist 
demnach jener des A. genähert; die Difierenzen mögen z. Th. in dem nicht 
ganz frischen Zustande des Minerales begründet sein ; auch fand Bam- 
melsberg, dass im A. ein bedeutender Theil des Eisens als FeO, so wie 
MnO vorhanden seien 0* 

Baryt 

Zu Seite 48. 

Bdhmen. In den Knollen des Melaphyr-Mandelsteines ans dem Woleäka- 
Th. (a) bei Semil und von Perimow, Starkenbach W, fand Tschermak 
B.-Er., neben Calcit und Delessit; ein analoges Vorkommen war früher 
schon von Praekow (öo) bekannt. Eine Kluftausfüllung im Mandelstein 
von (a) zeigte die Succession: derber Braunspath, Chalcedon, Quarz-Kr., 
Dolomit -Kr., strahliger B. , trübe und endlich pellucide Calcit -Er. 
(13Ö, a) 64. — Auf dem Qt^arzflachen- und Kreuzgängerflachen-Gange im 
Mückenherger Reviere bei Oberg^raiipen, besteht die Gangmasse vorwal- 
tend aus Kassiterit, Glimmer, Fluorit, Baryt und Steinmark»). — Ein- 
zelne grosse, blaugrüne Tafeln fanden sich nach Laube zu Teplitz 
auf Hornstein-Porphyr, in der Quellspalte der Neubad-QueUe (141, 1). 
— CJeber B.-Kr. als Absatz der Thermen zu Karlsbad (51) s. Bischofs 
Geologie, 2 Auf 2, 223. — An den säulenförmigen oder tafligen, stets 
local getrennt auftretenden B.-Kr. von Swarow, beobachtete Helm- 
hacker sehr flächenreiche Gombinationen, in denen bis 20 Formen (mit 
110 Flächen) vereint sind, und nicht seltene Verwachsungen zweier 
Kr. in paralleler Stellung und Flächenrepetionen ^), so wie schalen- 
förmige Bildungen. Aus zahlreichen Bestimmungen ergaben sich 2^05^ 

Die derbe, sehr feinkörnig.), dankel?r&ne Masse besteht , nach Liebener, aas grflnen, 
dorcbscheinenden, mikroskopischen Eryställchen, die unmittelbar an einander haften 
und schon bei massigem Drucke za feinem Sande zerfallen; braune Blende-Kömcheu 
sind eingesprengt. Sp. G. = 4*4. Eripp's Analyse ergab eia Gemenge Ton einem Zink- 
Eisen-Aluminat (? SB0.2A1,0,) mit einem Silicate und Blende (ca 4 und 3 Proc) 
(49, a)i6, (36) 1872, m. 

*) (96) 21, 6s».— Dass dies auch hier der Fall sei, ergab ein nachtrfiglicher Yersnch Gintrs. 
Das Mineral Hess sich in einer Eohlens&nre-Atmosph&re mit wftssriger Flnsss&are nod 
Salzs&nre ToUständig anfischliessen nnd es enthielt die L5sang erhebliche Mengen voa 
FeO (und MnO) neben Fe,0, (141, g'). 

•) Schiller und Lehwald, das Zinnerz Yorkommen von Graupen, Prag, 1868, S. 6. 

*) Derartige Fälle wurden von Helmhacker unrichtig als Juxtapositions-Zwillinge nnd 
polysynthetische Er. bezeichnet. 



Baryt — BatracAn. 963 

= 77« 42^ 56", P5Ö = 78° 29' 26" und das sp. Gew. z= 4-44. In den 
wasserhellen Er. worden 99*1 und 995 Proc. BaS04 nachgewiesen; 
minder häufig sind weisse Kr. und schwach gelbliche oder rosenrothe 
Färbungen, letztere z. Th. durch Einschlüsse von Zinnober-Theilchen, 
wie auch die weisse Farbe z. Th. durch Eaolin-Schüppchen bedingt wird. 
Andere Einschlüsse sind Ghalkopyrit und Asbolan. Die B.-Drusen finden 
sich in offenen Klüften oder Gängen, im Hämatit, im Diabastuff oder in 
quarziger Grauwacke, welche Schichten, der unter-silur. Etage Dd^ an- 
gehören. Andere Spalträume sind mit lettiger Gangart erfüllt, und in 
der letzteren oder in d6n Diabastuffen selbst, liegen mit Quarz-Kr. aus- 
gekleidete Ankerit-Geoden, in deren Innerem ebenfalls B.-Kr. auftreten. 
Begleiter des B. sind : älterer Dolomit oder Quarz, älterer und jüngerer 
Ankerit und Galcit, und endlich jüngere Pyrit-Kryställchen. -— In den 
Formen der Paragenesis und dem Vorkommen sind ungemein, oft zum 
verwechseln ähnlich den vorgenannten, die Kr. von der KruSnahora bei 
Hvdlle und von Bitoziiui, welche Localitäten in der Fortsetzung des 
Swarower-Zuges liegen, und vom Giftberg bei Komarow. An den meist 
wasserhellen, auch grünlichweissen oder honiggelben Kr. von der Krusna- 
hora bestimmte Uelmhacker 19 Formen ; zuweilen werden gelbe Kr. von 
einer farblosen Hülle umgeben, wobei sich Kern und Schale auch durch 
den Gombinations-Habitus unterscheiden. Begleiter sind u. a. Galenit- 
nnd Pyrit-Kr. — Die seltenen Täfelchen von Kiieic, auf Klüften in dem 
Ghamoisit-Lager der Et. Dd«, sind wasserhell bis weiss; gewöhnlich er- 
scheinen sie auf Ghamoisit, auf Siderit-Drusen, selten auf Pyrit. - In den 
BerstungB-Klflften der Sphärosiderit-Goncretionen im carbon. Schieferthon 
von Hiskow kommen späthige Partien und kleine wasserhelle Kr. vor; 
die häufige weisse Farbe derselben wird durch eingestreute sechsseitige 
Kaolin-Bchüppchen , deren Menge bis 22 Proc. steigen kann , bedingt. 
Das sp. G. solcher, unvollkommen spaltbaren Partien = 4*08. Manchmal 
ist auch Ghalkopyrit eingesprengt [8ö, a] Bd. 32. 

Zu Seite 61. 

Ung^arn. Ein angeblich aus dem Banate stammender B. soll, in Folge von 
Zwillingsbildung ^) eine schöne Riefung zeigen, wie solche beim Labradorit 
und Orthoklas ^) gewöhnlich ist. (Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss. 1872, 63i). 

Batrachit. 

Zu Seite 52. 

Der Hypersthenit Kichthofen's enthält nach Tschermak Augit, nicht 
Hypersthen, und ist demnach als Diabas zu bezeichnen (135, a) ns. 



964 BMvxtt— Bonit 

Beanxit. 

Zu Seite 52. 

Kraln. Drechsler^s Analysen zweier Eisenozyd-reicher, als B. bezeich- 
neter Substanzen aus der Woeheinf s. (35) 72, i»>(64) 72, S90. 

Biotit 

Zu Seite 57. 

Tirol. Das von Richthofen als Hypersthenit bestimmte Gestein ans dem 
Fassa-Th. enth&lt nach Tschermak Aug^t, nicht Hypersthen, und ist 
demnach ein Diabas (135, a) iis. — Der schw&rzlich-grüne B. im Ton&lit 
des Adamello-9eb. wurde von Baltzer analysirt; er erscheint in sechs- 
seitigen bis 3 L. breiten Tafeln und S&ulen, und enthält nahezu gleiche 
Mengen von Al^Og, Fe,0, und Feü (14*4^ 16*7, 17*4 Proc.) , so wie von 
MgO und KjO (69, 55 Proc). Sp. ö. = 3-07 (46) 72, ess. 

Böhmen. In der St. Johann-Zeehe am Kaff-Bg. bei G^oldenh5he findet 
sich dunkelgrüner B., im Gemenge mit Magnetit^ im Amphibolit (141, 1). 

Blende* 

Zu Seite 62. 

An der braunen B. von Kapnik in Ungarn treten nach Sadebeck 
ooOao 1. Stellung auf, welche im Allgemeinen parallel mit der Kante zu 
-f Vai^) gerieft oder glatt und stark glänzend sind; an der grünen B. 
gehören die matten und gekörnten ooOoo der 2. Stellung an. An der gelben 
B. erscheinen ooO der 1. Stellung mit einer Riefung nach der Braehy- 
diagonale der Khomben. Die ooO der B. von Bodna im Siebenbürgen 
sind 2. Stellung, mit nach der Makrodiagonale, besonders gegen -'Vs(^) 
hin, gerieften Flächen (%) 24^ isi. 

Boniit 

Zu Seite 65. 

Steiermark. Nach Miller's Angabe findet man im Serpentin von Kraabat, 

B. als Seltenheit in einzelnen Körnern (134)56. 
Kraln. B. scheint sich nach Bischof ziemlich rasch in Malachit umza- 

ändem, da er in einem der Erainer Bb. die durch Stollen entblössten 

B.-Lager, oberflächlich grünlich gefärbt, im Innern aber noch unverändert 

iand (Geologie, 2. Aufl., 3, 790). 



Bonmonit — Oftkü 3tt 

Bonmonlt. 

Za Seite 66. 

K&mten. In der letzten Zeit ist zu Waldenstein derber, frischer B. in 
dem dortigen Lager yon unverwittertem, kiesigen Siderit sehr häufig und 
zwar ganz regellos, in kleineren oder ansehnlicheren Partien eingebrochen. 
Nicht selten stellt sich zwischen B. und Siderit weisser, sp&thiger Calcit 
ein. Er. von B. zeigten sich nur selten, aber mitunter in ganz vorzüglicher 
Ausbildung auf Drusen von Siderit i) (141, r). 

Brandislt 

Zu Seite 69. 

Der Hypersthenit Kichthofen's aus dem Fassa-Th. enthält nach 
Tschermak Augit, nicht Hypersthen, und ist daher als Diabas zu bestimmen 
(135, a) m. 

Brannkohle* 

Zu Seite 69. 

Steiermark. Ueber die ftrarischen Schürfungen im südlichen Theile des 

Landes imJ. 1811-1855, S.A.B. Schmidt: (35) 72, »ss. 
Zu Seite 70. 
baln. Ueber die an Harz (Piauzit) reiche B. yon Johannesthal bei Nassen- 

ttm: E. v. Hauer (86 F.) 72, Nr. 17, s. a. (125) i68, (111) 139. 
Slawonien. Ueber Schürfungen und neue Bb. in der Fmska gora (Vrdnik 

Geb.) bei Vrdnik, OpavOy GergeUk u. a. Orten in Syrmien: 0. Lenz 

(86 F.) 72, 250, 298. 

Böhmen. Ueber die B. -Ablagerungen im nordwestlichen Theile des Landes 
s. C. Spathenberg (35) 72, 867>(86 F.) 72, aeo. — B. aus dem Falke- 
nauer-Becken von Boden, Davidathalt Faikenau, Haberspirk, Müneh- 
hof und Reiehenauj wurde von Gintl analysirt (64) 72, 11s. 

Galeii 

Zu Seite 73. 

Oeeterrelch. Spalten des jurassischen Ealkes von Ober St. Yeit bei Wim 
sind mit Er. -4£>R8.-ViB. ooR ausgekleidet (141, p*). 



>) Yonnals bestanden in Wöloh und TheisBeneggr bei Waldenstein, Silber-Bb., welche 
nach £. Bledl anf jene Silberene gerichtet waren, welche in den obem Regionen als 
Begleiter des Bonmonites auftraten, in grösserer Tenfe aber fehlen. Geringe Mengen 
silberhaltiger Minerale mögen aaoh Jetzt noch mit dem Bonmonit Torkommen, da man 
in den Qestellsteinen der Eisenhoohöfen zeitweilig Silberkftgelohen findet (Ul, r). 



966 CaleH - Ckunoiait. 

Zu Seite 75 und 82. 

üeber die Yierlingsgrappen von Elsenen iq Steiermark und die 
Stalactiten von Nlemtsehitz und ans dem Pnnkwa-Tli. in Mähren 
B. (64) 72, 28S. 

Ghabacit 

Zu Seite 91. 

Bdhmen. AmWostrey-Bg, bei Sehreckengtein, kleine Er. in Hohlräumen 

des Basaltes (141, 1). — Bammelsberg's neuerliche Analyse des G. von 

Aussigr B. (96) 21, 84. 
üngram. Am GutHn-ßg. bei Nairybäaya erscheint der C. in einem 

etwas zersetzten Trachyte, der einen Feldspath aus der Labradorit-Beihe 

enthält. Die G.-Er. sind nicht über 3 L. hoch, meist wasserklar und 

stets zierliche Zwillmge (86 F.) 72, 857. 



Chalkopyrit 

Zu Seite 93. 

Böhmen. Telniz bei Kulm, in dichtem Gremenge mit Pyrit, auf Gängen 
in rothem Gneiss (141, 1). 

Zu Seite 95 und 96. 

Ungarn. Galcitgänge im Melaphyr-Mandelstein der Niedem Tatra ent- 
halten local wenig G., häufiger Malachit eingesprengt; so zwischen Tep- 
lidka und 8ekwarzwaag bei Yikartöcz (46) 71, 145. — Schemnitz (109). 
Regelmässige Verwachsungen von G. und Tetraedrit wurden von Sade- 
beck beschrieben (96) 24, 458. 



Ghamoisit. 

Zu Seite 97. 

Böhmen. Das in Nneic 10 £[lft. mächtige, in Tagbauen für die Eladnoer- 
Hütte ausgebeutete G.-Lager, ist der untersilurischen Etage Dd4 den „Za- 
hofaner- Schichten^ eingeschaltet; eslässt sich mit abnehmender Mächtig- 
keit nach West über Ghrustenic, nach Ost über Jinoöan hinaus, circa 
3 Meilen weit, verfolgen. Auf Gän^;en oder Verwerfungs-Kltiften erscheinen 
nach Helmhacker in dem G.-Lager als Seltenheit Baryt-Er. (85, a) 3ä. 
l^äheres über den G., eine neuere Analyse desselben, so wie die Petre- 
facten der £t. Dd« aus dem G.-Lager und den dasselbe einschliessenden 
Grauwackenschiefern, s. (121) 20, si, 101, 



Chlorophlit > PiAdoeUt 967 

Ghloroph&it 

Zu Seite 98. 

Umänderungen von Olivin in ein dem C. ähnliches, schwärzlich-grünes 
Silicat beobachtete Tschermak in den Melaphyren am Südrande des 
Riesengebirges in Böhmen, im Woleika-Th. bei Semll, beiHraba^ow 
nächst Starkenbach und bei Kmh, Liehstadtl 0, femer in dem Mela- 
phyre der kleinen Karpathen bei Breitenbmnn in Ungarn. Der Mela- 
phyr-Mandelstein, welcher im Ält-Tks Si e b e nb ü r g e n's bei Also BAkos, 
anter den Ealkfelsmassen ansteht, enthält ebenfalls C, nicht selten in 
eckigen Körnern (135, a) 48, et, »4. 



Delessit. 

Zu Seite 106. 

In den Melaphyr-Mandelsteinen am Südrande des Hiesengebirges in 
Böhmen ist D. allgemein verbreitet. £r bildet in demselben nach 
Tschermak entweder Knollen für sich oder erscheint als Rinde von Galcit- 
und Quarz-Knollen; reich an grossen D.-KnoUen sind die Mandelsteine am 
KozakoW'Bg. und von Beneiow bei Semil, von PeHmaw und von Kwdä- 
ratic. Bei £nili, Liebstaätl 0, bestehen die Knollen aus Galcit und D. 
und ist es sehr wahrscheinlich, dass hier eine Verdrängung des Galcites 
durch D. stattgefunden habe. Knollen von D. und Galcit beobachtete 
Tschermak in den Melaphyr-Mandelsteinen von Breitenbrnnn u. a. O. 
der kleinen Karpathen und in den gleichen Gesteinen bei Mihaleny 
und bei Krecsnnesd in Ungarn, ferner im Melaphyr-Mandelstein von 
Also Bäkos, so wie im Augitporphyr-Mandelstein von Tekerö in Sie- 
benbürgen (135, a) 66, 218, 224, 286. Ebenfalls im Melaphyr-Mandelstein 
kommen im Bietra-Th, bei Brles u. a. 0. in der Niedem Tdtra in Un- 
garn, nach Höfer D. und Seladonit als grüne Ausscheidungen in den 
zumeist mit Galcit erfüllten Mandeln vor (46) 71, 139, 143. 

Delyanxit und Diadoclilt. 

Zu Seite 106. 

Böbmen. Der Delvauxit von Nuelc wäre nach Helmhacker seines Schwe- 
felsäure-Gehaltes wegen, alsDiadochitzu bezeichnen. Die lichtgelb bis 
ziegelroth gef&rbten, traubigen und nierförmigen Knollen desselben, sind 
dünnschiefrigen, bröckligen Grauwackenschiefem, den Liege udschichten 
des Erz- (Ghamoisit)-Lager8 eingebettet und sind diese Schiefer durch 
stufenweise Uebergänge mit dem Eisenerze verknüpft. Das Vorkommen, 



868 DiftdoeliH — Dolomit. 

wie es frfllier angegeben wurde (s. S. 106), ist theilweise onrichtig (85, a) 32. 
In gleicher Weise kommt im Liegenden des Ghamoisit-Lagers, Diado- 
chit zu Jinodan vor und, anmittelbar im Hangenden des Erzlagers, im 
Bluhoky Walde bei Chniftenic und am Krahulow-Bg, bei Nneic W. 
Der viel seltenere kastanienbraune Delvauxit wurde nur in der auf- 
gelösten Gangart Yon Klüften gefunden, welche die Ghamoisit-Lager ver- 
werfen (121) 20, 108. Diese Vorkommen gehören der unter-silur. Etage 
Dd« an ; der S. 106 ebenfalls erwähnte Delvauxit von Nenaeovic aber 
stammt aus einer tieferen Etage Dd^ (64) 67, 41. — Helmhacker fand in 
den Graptolithenschiefem (Et. Ee^), welche das quarzige Limonit-Lager 
von Dobrie einschliessen, seltene kleine citronengelbe Diadochit-Knollen, 
so wie in der aufgelösten Gangmasse einer Yerwerfungs-Kluft daselbst, 
Knollen von Delvauxit (121) 20, uo. ^) 

Diehroit. 

Zu Seite 109. 

ünffam. Szabö beobachtete D. im Trachyte des Karaoieser-Cleli. im 
> Neogrdder Oomüate (86 F.) 72, S57. 

Diopsid. 

Zu Seite 111. 

Tirol. Pyrgom und B'assait wurden nach dem Vorgänge von Descloi* 
zeaux (Min. p. 57) beimD. genannt; eine Analyse dieser Vorkommen aus 
dem Fassa-Th., welche für ihre Stellung zum D. massgebend wäre, scheint 
nicht vorzuliegen. Die am Schlüsse des Abschnittes „Tirol^ erwähnten 
regelmässigen Verwachsungen von schwarzem Amphibol mit grünem D., 
dürften des vermuthlichen höheren Aluminia-Gehaltes wegen, wohl rich- 
tiger auf S. 40 zum Augit gehören. — Das von Richthofen als Hyper- 
sthenit bestimmte Gestein von Tool de la foja, Falle rdbbiose u. a. 0. 
am Manzoni, enthält nach Tschermak Augit, nicht Hypersthen, und ist 
demnach als Diabas zu bezeichnen (135, a) 113. -— Die Umänderung von 
Fassait-£j:. in Quarz und Epidot wurde von Blum beobachtet (Bischofs 
Geologie, 2. Aufl., 2, soe). 

Dolomit 

Zu Seite 114. 

Böhmen. Die Hämatit-Gänge der rothen Sudel bei Orpus werden von D.- 
Gängen begleitet, welche ziemlich mächtig sind. Dieselben umschliessen, 



>) Üe1l>er Diadochit in pennisohen Schicliten Yon Hfedl bei Bakonic b. (64) 1873. 



Dolnidt - Bpidol 369: 

nach Laabe, suweilen PseadoitarpkoBeiunfNli Granat-Kr. <x>0. 0, die aus 
einer dünnen, furigen H&matit-fiinde and unterhalb dieser, ans einem 
scharfkantigen, glattfl&chigen Kerne von D. bestehen; innen sind diese 
Kerne drusig und in den Hohlräumen mit kleinen, gut entwickelten D.-Er. 
ausg^eidet. Häufiger als solche deutliche Pseudomorphosen sieht man 
in den D.-Gängen rundliche Einschlüsse, welche ebenialls einen Kern 
von oft sehr lockerem D. und eine dünne Hämatit - Hülle besitzen 
(64) 72, w. 

Eisen. 

Zu Seite 117 und 118. 

üeber den Meteoriten von Haverkircheii (ise) in Ober-Oester- 
reich s. (85) 65, iss; über die Meteoriten von Stannem (ist) in Mähren 
s. (135) 72, 89. — üeber die Gase , welche beim Erhitzen des £. von 
Lenarto (im) in Ungarn, entweichen s. Graham*s Mittheilung in (63) 
129, 564, B. a. (68) 147, la«. — Dünnschliffe des Meteoriten von Kn jahinya 
in Ungarn hat Kenngott untersucht (85) 59, 2. Abth, m$\ eine Analyse 
desselben, welche u. a. 5 Proc. Nickeleisen nachwies, hat v. Baumhauer 
ausgeführt (Arch. N^erland; T.' VII, 1872)f. 



Epldot 

Zu Seite 120. 

Balsbnrff . Die Zusammensetzung^der Kr. ¥od derKnappemvmid im üstor- 
SvlBbaehthale entspricht, nach der neuesten von Ludwig ausgeführten 
Analyse, einer Mischung von 68 Proc. Aluminium-£. und 82 Proc. £isen-E. 
Der Wassergehalt beträgt 2*05 Proc. und wurde in allen geprüften E.- 
Kr. ein Wassergehalt von circa 2 Proc. constatirt, welcher aber erst bei 
sehr hoher Temperatur entweicht Durch Ludwig's Analyse wurde die 
Bichtigkeit der Epidot-Formel (AI Fe)« Ca« H, Si« 0,e> welcher sich auch 
die genaueren älteren Analysen fügen , nachgewiesen (135) 72, ist. Die 
in der Pester Univ. Sammlung befindlichen Kr. von diesem Fundorte 
wurden von Bybär beschriebeniofitlittibgebildet (Földtani Közlöny, 1872, 
S. 157). 

Zu Seite 123. 

Uaffftm« In den Melaphyr-Mandelstoinen.der Niederen TMra erscheinen 
foinfasrige E.-Aggregi^te an den Wänden schmaler. Gesteinsklüfte; sie 
Bind von weissem Quarz und Galcit begleitet.: Höfer beobachtete die Suc- 
cession a) E., b) Galcit, c) Quarz (46) 71, lu. 

Zephar OTiekt nüiieraL Lexicon. II. 24 



S70 BukMBptit — Kftoliii. 

Enkamptit 

Zu Seite 125. 

Als £, werden in Wiener Sammlangen schmale, lang^streckte Glim- 
merstreifen von brauner Farbe bezeichnet, welche im Brixner Granit von 
Mittewald in Tirol und im Schriftgranit yon Knttenplan in Böhmen 
eingewachsen vorkommen (141, 1). 

Gehlenit 

Zu Seite 131 

Er. des G. vom Mofunmi in Fassa und die lauchgrfine Masse, in 
welche dieselben verändert erscheinen, wurden von J. Lemberg ana- 
lysirt. Die Substanz der Pseudomorphosen erwies sich als eine serpentm- 
ahnliche (nicht specksteinartige, s. Min. Lex. S. 161) und wurde auch diese 
Serpentimsirung des G. durch Einwirkung einer MgCl^-Lösung künst- 
lich hervorgebracht (96) 24, ms. S. a. Bischofs Geologie, 2. Aufl., 2, 78i. 

Greenocklt 

Zu Seite 141. 

BAhmMi. In alten Verhauen der 8i, Johawnes'Zeehe am Kajf^Bg, bei 
Goldenhdhe zeigt sich G. auf Blende, die mit Magnetit innig ge- 
mengt ist (141, 1). 

HSmatit 

Zu Seite 148. 

Böhmen. Die Analyse eines schieirigen, quarzigen Botheisensteines von 
Wrat bei Eisenbrod, s. (135) 72, ss. — Eine übersichtliche Darstellung 
des Vorkonunens von H. u. a. Eisenerzen, in den mittel-silurischen 
Schichten der Gegend zwischen Prag und Beraun, gab Helmhacker in 
(121) 20, 72, ff. 

Kaolin. 

Zu Seite 163. 

BdhineiL Die Phonolith-Felsen auf dem Westabhange des Sehlossbergea 
zu Brilx erscheinen, nach Laube, in E. umgewandelt. — Auf der JPm- 
gerzeche zu Hoehofen bei Neüdek kommt rothes und weisses, erst 
näher zu untersuchendes Steinmark vor, welches aus zersetztem Granite 
stammt (141, 1). 



Kupfer — LMIingit. 371 

Kupfer. 

Zu Seite 172. 

Böhmen. Unl&ngst fond man bei Ober-Graupen am Ünverkoft-Og. des 

Müekenbwger Revieres, kleine E.-Flimmer auf Eassiterit - führendem 

Felsitporphyr (141, p'). 

Labradorlt 

Zu Seite 174. 

Tirol. Im «Monzonit** von Fredano sind nach Lemberg'fei Analysen Ton 
weissen Plagioklasen : L., ein zwischen L. und Anorthit stehender Feld- 
spath und Andesin vertreten; auch Orthoklas (s. S. 372) ist bekannt- 
lich ein Gemengtheil dieses Gesteines (96) 24, iss. 

Siebonbürffen. Im ÄU'I%. beobachtete Tschennak bei Also B&kos, 
dem Olivingabbro benachbart, eine kleinkörnige, z&he Felsart, die fast 
nur ans einem grünlichen Plagioklase, wahrscheinlich der L.-Beihe an- 
gehörig, besteht; in sehr untergeordneter Weise treten Magnetit, Diallag 
imd Calcit als Gemengtheile des Gesteines auf (135, a) sm. 

Limonit 

Zu Seite 180 und 181. 

K&mten. Zu Thelssenegg bei Waidenstein enthält der Gneiss Lager 
von kömigem Kalkstein; in diesem und an der Grenze von Gneiss und 
Kalk finden sich linsenförmige L.-Massen, welche abgebaut werden (110) es. 
S. d. auch über die anderen Eisenerz-Lagerst&tten Kärntens. 

Böhmen. Analysen des L. von Kamenie, Jesseney und Rnppersdorf 
s. (135) 72, 80, 81. — üeber die bei Zbuzan abgebaute Erzlagerstätte, 
s. Siderit, S. 295, über jene von DobHe, s. Magnetit, S. 371. — Basen- 
eisenstein bildet in den moorigen Wiesen von Probstau bei TepUti 
knollige Brocken und ziemlich starke Lagen (141, 1). 

Buko^jina. üeber die geologischen Horizonte der S. 183 erwähnten Brz- 
kgerstätten s. (86 V) 72, 889, sso. 

LöUinglt 

Zu Seite 187. 

ünflram. Ein derber, feinkörniger Kies von Dobsehaii erwies sich durch 
Niedzwiedzki's Analyse als L., FeAs, (82*7 Proc.) mit Beimengungen von 
Mjspickel (3*5 Proc.) und Quarz (13*7 Proc.). In der körnigen, Stahl- 
grauen, oberflächlich etwas matteren, dunkleren Masse, zeigten sich 

24* 



3T2 LAlÜBgH — OrflioklM. 

BteUenweise kleine ErystallflftQhei^dje'aber nicht zu Messungen be- 
nutKt werden konnten; frischer, sp&ihiger Siderit ist in geringer Menge 
eingesprengt Ans dem sp. O. des Gemenges = 5*52, wurde ffir den 
Qnarz-ireien L., das sp. G. = 7*15 berechnet (135) 72, lei. 



Magnetit 

Zu Seite 192. 

BöhiiiML Das Erzlager von DobHe in der Etage Ee^ besteht ans dich- 
tem Limonit, der innigst von Quarz durchadert ist. Heltehacker hat 
die Angabe LipoldlB, dass hier Magnetit auftrete, nicht bestätigt ge- 
funden (131) 20, 109. 

Zu Seite 202. 

üeber den MegftD&Slt von Sehlaggenwaid und dessen Um- 
änderungen, s. fiischofs Geolpgie, 2. Aufl., 3, 768. 

Naphta. 

Zu Seite 215. 

Die an zahlreichen Stellen der Bukowina in nicht unbedeutender 
Menge auftretende N. gehört, nach Paul, den ,,Ropianka-Schichten'* an, 
so wie die Vorkommen im Saroser-, Zempliner- und Ungher-Gomitate 
Nordungams und in den angrenzenden Gegenden Galiziens (86F)72, sss. 

NatroUth. 

Zu Seite 216. 

Bdhmon. Zu Fransehile bei ßarealau kommen gelbe , radial-fosrige 
Aggregate, ähnlich jenen von Hohentwiel vor und am Spitg-Bg. bei 
Brilx, dichte, bräunlichgelbe und gelbe Partien. An beiden Orten im 
Phonofith (141, 1). 

Orthoklas. 

Zu Seite 231. 

Tirol. Der „Monzonit^ von Fredasiso (806) enthält neben weissem Plagio- 

klas (s. Labradorit S. 370), grosse, grünlichgraue bis blass fleisehrothe 

O.-ZwilUbge (135, a) in. Lemberg's Analyse derselben s. (96) 24)20i,ms> 
BMunm. Die Üniv.-Sammlung zu Breslau bewahrt von BMMiti grosse, 

rdthlichweisse, undurchsichtige Er. odP*. dB. Pod. sPoo, welche aas dem 

Biesengebirgs-Granite stammen (86). 



OrtlioklM - Pndusit. 378 

SohlMlMl. Nach Glocker irM ^^r- Gblmit aus dem blauen Stollen von 
Zveknumtel von Qoarz, Galcit und weiBsem gemeinen Feldspath durch- 
zogen (68) 88, eoi. 

UnffanL Das im Min. Lex. S. 308 erw&hnte 0.- Vorkommen auf den Erz- 
gängen zu Sehemniti ist in (46) 50, 4» beschrieben. 



Palagonit 

Zu Seite 285. 

VBffsm. Der P. von BattiBa hei Mohdee erscheint in kleinen, lichtgelben 
bis rothbraonen , an einander gereihten Kömchen und Knötchen als 
Bindemittel einer Basalt-Breccie; die zahlreichen Spalten und Bisse dieser 
Breccie smd durch Galcit, der oft schöne Drusen bildet, erfüllt (86 F.) 
72,s9i. 

P^lttoUth. 

Zu Seite ^. 

P. vom Jfofuront in Fassa wurde von J. Lemberg analysirt; durch 
Einwirkung von MgSO« und MgGl, in Lösungen wurde der P. künstlich 
in ein wasserhaltiges Magnesiasilicat yerftndert (96) 24^ «». 



Pencatit und Predazzlt 

Zu Seite 236 und 245. 

Ueber diese Gemenge von CanzoeoU bei Predazzo hat J. Lemberg 
neuestens Untersuchungen mitgetheilt , welche ergaben , dass die in- 
tensiv schwarze Färbung des Pencatit, nicht von organischen Substanzen, 
sondern von fein vertheiltemNS^lMrtlSfeleisen stamme, welches im Brucit, 
nicht im Galcit concentrirt ist und dass durch eindringende Wässer zu- 
erst das Schwe£eleisen oxydirt, dann der Bmcit völlig ausgelaugt werde 
oad ein reiner, poröser Galcit zurückbleibe ^). Es wurden auch Methoden 
angegeben, um in den anscheinend homogenen Massen das Gtemenge 
sichtbar zu machen; sie beruhen auf der Zersetzung von Silbemitrat- 
oder Salmiak-Lösungen durch Magnesiahydvat und auf dem Verluste der 
PeUncidität des Brucites bei höherer Temperatur (96 ) 24, tas, Analysen 

S. ebd. IM, 908, SIS, M8 



*) Diese Umwandliing in Gsldt diireh Anslftiigiiiig, watäe n. a. schon von Volger beob- 
Mbtet (Min. d. Tklkglimmerfam, 1856, S. 984). 



374 Perawskit - Qqus. 

PerowBUt 

Zu Seite 237. 

Tirol. In dem eben erschienenen 11. Hefte seiner trefflichen ^Mineralogischen 
Notizen* berichtet Hessenberg ausführlich über die goniometrische ünter- 
Buchnng des S. 238 erwähnten zweiten P.-Exemplares vom WÜdkreuejoeh 
in PfltMli* Anf einem sehr kleinen Gesteins-Fragmente sitzt eine Gruppe 
Yon zehn P.-Erystikllchen ; das fl&chenreichste derselben, kaum 2 L. gross, 
bietet in sehr unvollzähliger Fl&chen-Entwicklung eine Gombination der 
8 Formen: ooOao. sOs ooO»/j. %0\. ^%. gO"/,. "/.O*/,. 4O«/,, von welchen 
die 3 letzten neue sind; in regelmässig vollflächiger Ausbildung würde 
diese Gombination 294 Flächen besitzen. Die Messungen ergaben, dass 
die Formen, wie auch ^in dem früheren Falle, tesserale, nicht etwa tetra- 
gonale seien (113) 11, 1. 

Pronstit 

Zu Seite 247. 

BAhmMi. Ein reichliches Vorkommen schöner Er. der jüngsten Zeit vom 
HUdebranda- (Galcit-) Oange in Joaehimsthal wurde von Beytt be- 
schrieben (35) 72, 861. 

Pyrit 

Zu Seite 250. 

BdlunMi. Telniz bei Kulm, in dichtem Gemenge mit Ghalkopyrit, auf 
Gängen im rothen Gneiss (141, 1). 



Qnarz. 

Zu Seite 267. 

Ungarn. Verschiedene Q.-Yarietäten, Er., Ghalcedon und Achat, findet man 
zumeist als peripherische Auskleidung, in den Hohlräumen der Melaphyr- 
Mandelsteine in der Niederen Tatra. Auch tritt Quarz als Eluft-Aosftd- 
lung auf; derart ist das Vorkommen der schönen Achate, welche lose 
in dem Thale von Svarln, Maluszina 0, g^roffen werden (46) 71, 144. — 
Zwei kleine Bergkrystalle aus der Marmarosch wurden von Hankel in 
thermo-elektrischer Beziehung untersucht (Abhdl. der sächs. Ges. d. 
Wissensch. 8, sse, 868.) — Grosse Drusen von Bergkrystall lieferte der Bb. 
zu Telkibänya aus den quarzigen Gangmitteln *, auf den Q.-Er. zeigte 
sich stellenweise Siderit aufgewachsen (86) 11, 349. 



TeirMdrit 375 

Tetraedrit 

Zu Seite 320. 

Den eben veröffentlichten Untersuchungen Sadebeck^s über das Fahl- 
erz entnehmen wir folgende Daten. Die Er. yon Falkenstein bei Sehwaz ^) 
in Tirol (888) bieten die Formen 2. Stellung: odO. — Vi(0). — Vs( 2O2 ); 
die Flächen des ooO sind parallel den Kanten gerieft und zeigen drei- 
eckige Eindrflcke; oft haben die Kr.eine schalige Textur und befinden sich 
die einzelnen Schalen gegenseitig in Zw.-Stellung. — An den T.-Kr. von 
Sehemnits in Ungarn herrscht das aO 1. Stellung mit makrodiagonal 
gerieften Flächen ; untergeordnet sind das geriefte V9O (1. Stellung) und 
das glatte — Vi(^)- ^^ mit-vorkommenden Ghalkopyrit-Zw. werden zu- 
weilen>on T.-Er. regelmässig überwachsen. — Die Formen ^1/0), VsC 2O2 ). 
<xOf welche die gewöhnliche Combination der T.-Kr. von Kapnik (448) 
bilden, gehören der 1. Stellung an; viele Kr. besitzen nach %(0) eine 
schalige Textur. Zw. sind häufig. Meist werden die T.-Kr. von brauner 
und gelber Blende begleitet und finden sich Kr. derselben manchmal in 
Parallel- Verwachsungen. — Dem Vorkommen von Kapnik schliesst sich 
jenes von Alt-Wosohiti in Böhmen (446) genau an [96] 24, 441 ff. 



■) ? Ton Brixlek, s. Min. Lex. S. 888. 



VERZE1CHNIS8 

DBB 

MINERAL-FÜNDORTK 



Oesterreich. 

Seite 

519*) Aggsbach, an der Donau rechts, Melk NO. . . 138, 221, 256, 239 

„ Annaberg, Türnitz SW., Mariazell NNO 129, 144 

Bernreuth, Hof, bei Hainfeld, Baden W 285 

520 Gaming, an der Erlaf, Scheibbs SSW 284 

„ Gl oggni t z, Wr. Neustadt SW., Aspang NW 317 

Gmunden, am Traun-See, Linz SW 73 

„ Gössling, an der Tbbs, Waidbofen SOS 284 

Geisern, Ischl S., Aussee WNW : 144 

Greinburg, bei Grein an der Donau, Steyer NO 211 

„ Gresten, an der Erlaf, Scheibbs WSW 215,285 

Grossau, Reichenau W., Gloggnitz WNW 30, 44, 172 

„ Grossau, Waidhofen WNW., St. Peter S 285 

„ Grünbach, Wr. Neustadt W., Piesting SW. 69, 221 

„ Gurhoi, Aggsbach 0., Gansbach S 138, 221, 289 

y, Hainfeld, Wilhelmsburg SO., Baden W .... 292 

„ Hall statt, am Hallstätter See, Ischl S. . 63, 92, 124, 144, 167, 188, 

207, 244. 298, 302, 307, 308 

Hirschwang, Reichenau W., Gloggnitz WNW 291 

Hollenstein, Weyer SO., Waidhofen S 284 

Hörn, Krems NNO., Tuln NW 67 

521 Jauling, bei St. Veit an der Triesting S 160 

Ipsitz, Waidhofen OSO., Ybbs SW 285 

Ischl, an der Traun, Salzburg OSO. . . 63, 101, 134, 144, 244, 307 

„ Karlstatten, Krems SSW., St. Polten NW. 109, 110, 138, 221, 289 

„ Katzelsdorf, an der Leitha, Neustadt SSO 146 

Kirchberg, am Büach-Fl., St. Polten SW 284 

Kirchberg, am Wechsel, Wr. Neustadt SWS 74 

„ Kleinau, Reichenau NW 291 

„ Lilienfeld, St. Polten S., Molk SO 284, 292 






<) Die Seitenzahlen links TOti den Fnndorten beziehen sich anf das Loealitftten-Verzeieh' 
ttiss im 1. Bando des Min» Lex. 



380 OMterratek — Salilrarg 

Seit« 

Lindau, bei Weyer NO., Steyer SO 285 

621 Lnns, an der Tbbs, Waidhofen SO 284 

522 Manerkirchen, Brannaa SO., Mattighofen N 117, 869 

MOdling, bei Baden, Wien SSW 30, 47, 249 

, Molin, Steuer SW., Gr. Baming W 285 

Neahaas, bei Pottenstein NNW., Baden W 284 

Oberbart, bei Gloggnits S 69, 151, 152, 160 

y, Per neck, bei bchl SO 188, 286 

„ Pitten, Neonkirchen 0., Neustadt SSW 52 

Baming, Qross-, Weyer WNW., Steyer SOS 285 

Baming, Beich-, Weyer WNW., Steyer S 285 

« Bassbach, Loywein N. 168 

, Beichenau, Wr. Nenstadt SW. . . . 80, 44, 65, 92» 103, 195, 291, 

311, 819, 348 
Bohrbach, Guttenatein S., Wr. Neusladt WSVf 15 

» Bothengrub, Neustadt WSW., Nennkirchen NW 52, 289 

St. Anton, bei Scheibbs SQ«, Frankenfels W 284 

St Georgen, bei Güesling NO., Waidhofen SO 284 

St. Veit, Ober-, bei Wien WSW 865 

528 St Wolfgang, am W<4l|Kaiigsee, Ischl W 74 

., 8chauerleithe|i,^ei.PJitQn NO 69 

Schottwien, Gloggnitz WSl(^., Aipang NW 189 

Schrambach, Grahen, bei Lüienfeld, St PftHen S 284 

Schwarsenliaoh, bei Frankenfels SQ., St Polten SW. ... 284 

8 eTering,rhei Wien NW., Elostemeuburg S 15, 46, 73 

Steg, am Hallst&tter Seie,.bchl S 129 

„ Türnitz, am Traisen-Baeh,. P4chlarn SO. 129 

Waldkirchen, an der Thaya, Waidhefen^NNO 225 

Wallsee, an der Donau, Steyer.NO 74 

Weyer, Altenmarkt N., Steyer SO 292 

Wierniggraben, bei Bayerbach NO., Beichenau SO .... 291 
Zögersbach, bei Lilienfeld SW., Baden W 292 



Salzbnrg. 

Abtenau, Werfen NO., Salzburg SOS 180 

Achen-Thal, Ober-Pinzgau, bei Eriml in das Sabsa-Th. ... 3 

524 Adneth, Hallein ONO 108 



BftUbiug 981 

Seite 

524 Anlauf-Th., bei Böckstein in das 6a8teHier*Th 27ft- 

„ Annaberg, am Lamm^., Badstadt NNW. 113 

Anthering, Seekirchen W., Sdkbmrg NW 2d2 

„ Asten-Tofern, in Grossari 100 

„ Bischofhofen, an der Salza, SaaMlslden^ 15^ 81, 99,^ 179 

„ Böckstein, im Gasteiner-Th., Hof SSW. 3, 16, 86, 6^ 6d, 74^ 107, 

120, 210, 280, 241, 249i 906^ 320 

^ Brennthal, Mflhlbach S, Mitersül W 87, 74, 104, 172j 249 

, Bnndschah-Th., im Lungau, St. Michael SO 811 

„ Dienten^ Taxenbach NON, Werfen SW. ... 8, 15, 28, 81, 65, 118, 

205, 206» 292 

„ Eben, bei St Johann ONO. (Werfen S.) 147 

r, Felber-Th., bei Mittersül in das SabEa-Th. 87, 54, 824 

„ F il z m s , (Pongan) Badstadt NO., Abtenau SO. ^) 

Filzmoos, bei Hüttschlag (Grossari), Badstadt SW. ') . . . 120, 153 

„ Flachan, Badstadt SW., Werfen SO 23, 144, 189, 205 

, Frommer-Alpe, bei St. Martin, Werfen OSO 71, 153 

„ Fnsch-Th., bei Brack in das Salza-Th. 37, 98, 118, 120, 188, 258, 

275, 289^ 824, 352 

„ Gang- (Gann) Th., (Lungan) bei Schelgaden 297 

„ Gastein, Hof-, im Th. gl. Namens, Badstadt SW 158, 219 

525 Gastein-Th., bei Lend in das Salza-Th. 87, 60, 153, 168, 210, 254, 

275, 324 
Gastein, Wildbad-, im Th. gl. Namens, Hoflgastein SSO. 107, 271 

Glemmthal, bei Eirchheim, Saalfelden SSW 120 

Grossari, Ünter-Finzgau, Ort nnd Thal, bei St. Veit ... 37, 92, 

107, 113» 168, 195, 205, 249, 289, 352 

Habach-Th., Ober-Pinzgan, bei Schönbach . 54, 107 

Hai lein, an der Salza, Salzbarg SSO. 144, 165, 203, 244, 286, 307 

„ Hierzbach-Graben, im Fusch-Th. W 60 

„ Hollersbach-Th., Ober-Pinzgan, bei HoUersbach . . . 3, 188, 886 

„ Hut tan, Bischofhofen 0., Werfen SO 15, 81, 47, 288, 319 

„ Hüttschlag, in Grossari, Hof 92, 230^ 249, 824 

„ Kais er- Ta ue r n, Mittersill SOS., Tiroler Gränze 87,221 

„ Kapran-Th., Ünter-Pinzgan, bei Fort 37, 138, 352 

„ Eardeis, in Grossari, Hüttschlag 92, 249 

„ Eleinarl-Th, Unter-Pinzgan, bei St. Johann 168 



V 

n 



>) Min. Lex. I, S. iOl. 
«) Min. Lex. I, S.908. 



382 Salsbnrg. 

Seite 

526 Kollmannsegg, Dienten 0. 189, 292, 311 

„ Krimel-Th., W. in Banris, oberlialb Bncheben^) 120 

„ Erimler-Achen-Tlu, (Achen-Th.) Ober-Pinzgan bei Krimi') 

Larzenbach, bei Httttao, Werfen SO 31, 319 

9 Lend, an der Sabsa, Taxenbaeh O.' 74 

9 Leogang, 8. Schwansleogang. 

626 MiBlitz, im Lnngan 112 

„ Mitterberg, bei Mahlbach, Werfen SSW, Bischofhof enW.') . 92, 

147, 208, 292, 320, 348 

„ Mittersill, an der Sabea, Eitzbüchel (Tirol) SSO 90 

„ Mooseck, Golling 113, 172, 286, 306 

„ Mo ritzen-Th, bei Springgasse, im Mahrwinkel 276 

„ Mühlbach, (Pongau), Bischofhofen WSW., St. Johann NW.*) 
Mfihlbach, Ober-Pinzgau, bei HoUersbach W., Mittersill W.^) 104 

„ Mühlbach-Th., Unter-Pinzgao, bei NiedemsilP) 112 

„ Mahrwinkel, oberes Mar-Th., Langaa ... 74, 112,275, 278, 317 

„ Nassfeld, an der K&mtner Gr&nze, 6astein-Th 93, 249 

„ Niedernsill, a. d. Salza, Mittersill 0., Saalfelden SW 195 

„ Nöckelberg, im Schwarzleo-Th., Saalfelden W 189 

„ Passecken, Langaa, Tamsweg NW 224 

„ Piesendorf, Ünter-Pinzgaa, Zell am See SW 172, 249 

Badstädter Taaern- Geb., Radstadt (Pongaa) S 271 

„ Ramingstein, an der Mar, Tamsweg S. . . 112, 138, 278, 324, 362 
„ Banris, Ünter-Pinzgau, Ort and Thal bei Taxenbach .... 3, 12, 

60, 74, 129, 201, 230, 268, 269, 276, 278, 292, 320, 352 

Beidel (Bader) -Graben bei Hüttaa, Werfen SO 176 

„ Bettenbach, Ober-Pinzgaa, Mittersill SW 258 

Bothgilden-Th., bei Schelgaden, St. Michael SW. . . . 114, 198, 

249, 258 

Salzbarg, an der Salza 20 

St Johann, an der Sahsa, Werfen S 47, 92 

St. Martin, Werfen 0., Abtenaa SSO 71, 153 

Scheffau, bei Golling SO., Werfen NNO 254 



ff 

n 
n 



•) Min. Lex. I. S. 1, 488. 

>) Min. Lex. I, 8. 61, 161, 165, 175, 305, 348. 

>) Min« Lex. I. S. 104, 878. 

«) Min. Lex. 1, S. 878. 

a) Min. Lex. I, S. 180, 884, 389. 

^, Min. Lex. I, 6. 130, 261. 



S»lzbnrf( -> Stoienoark. 383 

»eite 

626 Schelgaden, (Lnngaa) an der Mar, St. llichael WSW. . . 3, 87, 

189, 275, 278, 317 
y, Schwarzleogang, im Schwarzleo-Thal, Leogang W. . 20, 23, 31 

74, 99, 101, 103, 113, 195, 201, 205, 206, 208, 

238, 271, 300, 312^ 320, 348, 360 

527 Stabach-TlL, Ober-Pinzgan bei Enzinger . 120, 168, 275, 324, 335 

526 Snlzbach-Th., Ober-, Ober-Pinzgau 24^ 121, 230, 260, 324 

527 Snlzbach-Th., Unter-, Ober-Pinzgan 24, 37, 74, 120, 230, 

249, 278, 324, 360, 369 

, Tweng-Tlu, im Lnngan 274 

„ WeiBsbriach-Th., (Lnngaa) bei Tamsweg. 100, 125, 218, 300, 343 
„ Weixelbach-Graben, in das Fnsch-Thal, oberhalb Fnsch . . 31 

„ Werfen, an der Salza, Salzbarg SOS 30, 47, 74, 113, 124, 

144, 165, 175, 179, 341, 349 

„ Werfenweng, Werfen SO., Bischofhofen NO . • • 31 

„ Zedernhaas-Th., im Langao, St Michael NW 100 

, Zell am See, Saalfelden SWS., Taxenbach WNW. 20, 249 258, 820. 



Steiermark. 

528 Admont, a. d. Enns, Rottenmann NO 16, 293 

y, Aassee, a. d. obem Trann, Mittemdorf WNW. . 116, 165, 244, 307 
„ Bacher-Geb., Marburg SW., Wind. Feistritz NNW. 9, 110, 280, 289 
„ B&rnegg, an der Mar, Brack SO 180 

Baierdorf, St. Lambrecht 0., Jadenbarg SW 87, 129 

9 Birkfeld, an der Feistritz, Anger N., PöUau NW 168 

Breitenan, bei B&megg, Brack SO 189 

Gilli, an der Sann, Wind. Feistritz SW 70, 104 

Dietmannsdorf, Bottenmann OSO., Admont S 18 

„ Dirnsdorf, Maatem 0., Leoben WNW 180 

Donawitz, beiLeobenW 53 

„ Draawald, Marbarg NW., Mahrenberg ONO 47 

„ Edelschrott, Voitsberg WSW., Ligist NW 174 

„ Eibiswald, Marbarg WNW., Hohenmaathen NNO 69 

„ Eisenerz, Vordemberg NW., Mautem NNO 16, 31, 75, 

144, 206, 249, 260, 286, 292, 293, 320, 348, 366 

529 Feistritz, an der Mar, Graz NNW 64, 87, 301 

„ Fischbach, Mürzzaschlag S., Krieglach SO 176 



ff 





9 



384 StMcnnark 

Seite 

639 Fohnsdorf, JiukBbivg N., liltleldorf Wi 6^ 301 

9 Freienstein, Leoben NW^ Mantern 31, 284 

GftiBhorn, AdmoBt 80^ BefcteiunttuiOSO 141 

GftmB, Hieflfta NNO^ Ahenauurk SO 75, 126, S29 

, Gleiekenberg, Feldbach S., Wilden 8 

„ Gollrad, MtfiueU 8^ MOmteg WSW. le, 250 

„ Gonobits, 0011 NO., Wind. F^8ftrits»SW 6% 296 

„ Gras, an der Mnr 47, 74^ 114, 2S(i^ 2» 

HirBchegg, a. d. Kärntner Grenze, Köflacb SW 174 

530 Irdning, an der Enns» Bottenmann W. 190 

„ Kapellen, an der MOrz, Mflnnuchlag NNW 75 

Katharein, Brock NW., Leoben NON 189 

KleinBt&tten, Leibnitz W., Wilden SW 147 

Knittelfeld, an der Mnr, Judenbnrg ONO 225 

Köilach, Gras W., Feistrita SW 69/ 161, 338 

Kor- Alpe, Grense gegen K&mten, Gras SW. 113 

Krainschitza, bei St Geoigen S., GilH OSQL 260 

Kranbat, an der Mnr, Leoben SW. . 31, 72, 99, 143, 166, 161, 167, 

189, 191, 202, 221, 238, 240, 289, 364 

Krieglach, an der Mürz, unterhalb Langenwang 176 

„ Krumbach, Eibiswald WNW., Saldrabofen N 12, 330 

„ Lankowitz, Graz W., Feistritz SW 69, 147, 161, 261, 293 

Leibnitz, a. d. Mur, Graz SSO. . 147 

„ Leoben, an der Mur, Brock WSW 69^ 180^201 

Liehtensteinberg, b. St Stephan 8., Leobea SWS 180 

Lichtenwald, a. d. Sann, GiUi SSO 129 

» Lietzen, Admont W., Irdning NO 144> 293 

« Ligist^ Voitsberg SSO, Graz SW 279 

Lipowetz, b. St Georgen SO., Cüli OSO 176 

Lobming, Kraubat OSO., Leoben SWS 180, 212 

Lokautz, Steinbrück ONO., Toffer S. 129 

« Maria-Trost, bei Graz NO .31^74^196 

„ Maria-Zeil, Brück N ...122^189 

. Mautern, Leoben Yf^ KnitMfelAiN 147,..260) 317 

Miznitz, a. d. Mur, Frohnleiten NON., Bmek SO ,. . 180 

„ Modriach, Ligist SW., Köflach SSW. 278 

Mooskirchen, Voitsberg SO., Staiiz N 261 

681 Mttrz-Thal, bei Brück aa der Mor NO. 69 

Mürzzuschlag, a. d. Mürz, Brück NO 147 

. Neuberg, Krieglach »., Mürzzuschlag NW. ... 18, 147, 191, 343 



n 



9 

II 



385 

Seit« 

631 Niederftlpl, bei Mfirassteg W., Mariaseü SO 147 

„ Oberdorf, bei Eöflach, Yoitsberg OSO 152, 161 

Oberwald^ b. Ligiat WSW., Eöflach SO 163 

„ Oeblarn, an der EnnB, Irdning SW 208 

, Osterwitz, Landsberg NW., Ligist SSW 24 

, Pack, Yoitsberg SW., unweit der bämtner Gr&nze 261 

Padesch, b. TüfPer 0., Cilli S 129 

„ Par schlug, Eapfenberg N., Eindberg WSW 60, 69 

Piber (Biber), b. Eöflbch N. 161 

Podgorje, b. Montpreis SW., Cilli SO . 301 

„ Prassberg, Schönstein SW., Cilli WNW.») 260 

„ Babenstein, an der Mur, bei Frohnleiten S 31 

Radegund, s. St. Badisgund« 

Badesch, Lichtenwald NW., Cilli SSW 129 

Badmer, Eisenerz W., Mauteni NNW 293,^1348 

Beichenburg, an der Save, Cilli SO 70, 286 

Beiienstein, Cilli 0., b. St. Georgen 301 

„ Bein, Gradwein WNW., Graz NW 349 

Beiting, Admont OSO., Eisenerz W 348 

582 Bötz-Graben, bei Trofajach 191 

, Salla, Eöflach NW., Eainach SW 75, 168 

St. Leonhard, b. Hrastnig a. d. Save 129 

St. Lorenzen, Bottenmann OSO, Admont 8 140 

„ St Peter, zwischen Leoben und Trofigach 180 

St. Badegund, Feistritz 0., Graz NNO 212, 305 

St. Stephan, an der Mur, Yordemberg SSW 180 

Schladming, Gröbming WSW., Aussee SSW 134 

„ Schönstein, Weitenstein W., Cilli NW 69 

Singsdorf, b. Bottenmann OSO., Admont SW 141 

Skallis, Ober-Schönstein O., Cilli NW 70 

Spital, am Semering, Mürzzuschlag WNW 180, 292 

„ Stainz, Wüdon WNW., Landsberg NNO. 330 

Steinbrück, am Einfluss der Sann in die Save 129 

533 Strassgang, bei Graz S 74 

„ Studenitz, Wind.-Feistritz SSO., Bohitsch NW. ....... 69 

Stübing, Gross-, Uebelbach S., Graz NW 60, 129, 293 

„ Sulzbach, an der Sann, Schönstein WNW 20 

„ Tragöss, Brück NW., Eisenerz 293 



n 



>) Min. Lex. I, S. 408, 497. 
Zepkarovioh, minenl. Lexicon. U* ^^ 



386 eienaark — Kftmten. 

Seite 

Trattna, b. St. Georgßu SO., Gilli OSO 176 

Trautenfels, b. Irdning NW., Bottenmami W 190 

Trennenberg, St. Georgen N., CiUi ONO 225, 261 

533 Triebenstein, Bottenmann SO., Admont S 189 

„ Trifail, CüU SW. Tüffwr W 70 

, Trof ajach, Leoben NW., Yorderaberg SSO 296, 312 

, Tüffer, an der Sann, Gilli SSW. 70, 286 

n Tarrach, an der k&mtner Glänze, Moran SW. . . 129, 180, 206, 

261, 293, 345, S48 
Voitsberg, Graz W., Gradwein SW. . . 69, 144, 147, 161, 261, 338 

Wald, bei KaUwang NW 140. 147 

Weitenstein, Cilli NW., Feistrit» W 69, 293 

534 Wies, Eibiswald N., Schwanberg SO 69, 305 

„ Windisch-Landsberg, Bohitsch SW., Tüflfer 180, 293 

„ Wölz, Ober-Murau NNO., St. Lambrecht N 305 

Zeyring, Unzmarkt NNO., Judenburg NW 144, 312 

Zinkwand, Schladming S. . . 187 



9 






» 



n 



KärnteUt 

Bleiberg, Deutsch-, Villach WNW., Patemion SSO. 14, 76, 88 

129, 154, 157, 158, 242, 345 

Bleiberg, Windisch-, Klagenfur|: SSW., Kappel W 129 

Breitenegg, St. Leonhard OSO., Wolfsberg NO 9 

Christofberg, St. Veit SO,, Klagenfurt NO 147 

Dobrowa, b. Unter-Drauburg S., Guttenstein NO 200, 330 

„ Döllach (Dellach), an der Drau, Ob. Drauburg OSO 349 

„ Döllach (Gr. Kirchheim), am MöUfluss, Ob. Vellach WNW. 93, 130 

„ Dürrenstein, an der steierischen Gr^e, Friesach N 273 

Ebriach, b. Kappel W., Klagenfurt SO 141, 209, 258 

535 Friesach, Strassburg NO., Hüttenberg W 47 

„ Griefen, St. Paul W., Völkermarkt NO 122 

„ Guttaring, Frie^ach SO^, St. Veit NO. . ., 278 

„ Guttenstein, Bleiburg SO.^ Schwi^rzenbach NO 330 

„ Heiligenblut, DöUach N., Ob. Vellach NW 3, 147, 290 

„ Hüttenberg, am Görtschitz-Fl, Friesach OSO. 16, 31, 47, 59, 67, 
76, 98, 100, 180, 185, 187, 196, 208, 225, 239, 241, 247, 250, 255, 257, 

261, 270. 274, 294, 300, 315, 320, 328, 330, 340 347 



KtaKUn. 387 

Seite 

535 Innere Krems, unweit der Salzburger Gränze, Gmünd 1^0. . 130, 

147, 2d4 

„ Kannin g, bei Badenthein N., Millstädt 147 

» Kapp el, am Yellachbach, Elagenfort SO. ... 105, 294, 335, 349 

Kerschdorf, Paternion SSW., Villach W 163, 205, 349 

„ Keutschach, Klageniurt WSW., Mariawdrth SSO 130, 209 

Klagenfurt, unweit vom Wörther See 32 

„ Kor<Alpe, Wolfsberg SO., steierische Gr&nze 9, 349 

„ Kotschna, bei Yellach, Kappel SSW., Greifenbnrg WSW. . . 205 

Kreug, Althofen SW., Klagenfürt K»0 191 

„ Lading, Wolfsberg W., St. Leonhard SSW 357 

Lamberg, Guttenstein W., Bleiburg S 147, 191 

536 Loben, St. Leonhard 0. ... 20, 37, 76, 190, 201, 208, 255, 258, 320 
» Lölling, Friesach OSO., Wolfisberg NW. . 16, 31, 47, 60, 76, 98, 144, 

185, 187, 201, 208, 212, 225, 239, 241, 247, 250, 255, 261, 270, 274, 

294, 300, 315, 330, 332 

Lnschari, Tarvis SW., Malborghet SO 41, 270 

Mairist, b. St. Donat, St. Veit SO 48, 343 

„ Malborgeth, Hermagor S., Villach SW 250 

„ Malini tz, Ober-Vellach NWN., Gmünd NW 122 

Malta-Th., b. Gmünd 3 

Maria Waitschach, s. Waitschach. 

„ Miss, Schwarzenbach N., Bleiburg SSO 14 

„ Möll-Th., bei Sachsenburgin die Drau 16 

„ Obir-Berg, bei Kappel WNW 76, 154 

„ Olsa, b. Friesach 0., Gurk NO. 44, 47, 67, 87, 03, 147, 171, 196, 209 

„ Petzen -Berg, Kappel ONO., , Völkermarkt SSO 154 

„ Plecken-Berg, Kötschach (Mauthen) im Gail-Th. S 294 

„ Plescherkeoi, Keutschach W., Mariawdrth SSW 93, 294 

„ Pontafel, an der Venezianer Gränze, Malborgeth SSW. . 18, 144, 

147, 294 
„ Prävali, Bleiburg SO., Guttenstein W 294 

537 Badenthein, Millstädt 0., Gmünd SO 60 

„ Radl-Graben, bei Trebesing, Gmünd SW 130 

„ Raibl, Tarvis S., Villach SW 60, 77, 129, 154, 168, 231, 240, 

241, 301 

„ Reichenau, Feldkirchen NW., Weitensfeld W 349 

Rinkenberg, a. d. Drau, Bleiburg NW 332 

„ Roka-Thal, b. Flattach, Ob. Vellaeh W 16, 294 

„ Sachsenbujrg, an der Drau, Spittal WNW. 270 

25* 



388 KiaiM — firol. 

BmU 

587 St Leotthard, 9m Lsfinl-Fl., BelclieiifelB SSO 29S, 320 

. St Paul, Klein-, an der Görtachits, St Yeft NO., Htttteobog 8. 313 

, St Stephan, am Gafl-FL, YlUadi SSO 196, 320 

, San-Alpe, Wolftbe^ W. . . 3, 9, 24, 54, 56, 77, 110, 113, 908, 361, 

375, 379, 351, 362 

Schiefling, Keotschach W., Feldkirchen S. 188 

^ Schwabeck, an der Dran, Bleibnig NNO S20 

, Schwarienhach, Bleibarg 8^ ünt Dnobnig SW. . 14, 231, 345 
, Schwarzhorn (Berg), NO. tob Ankogel im Orinx-Gelrirge 

gegen Salzburg (6n»8 Arl) 168, 180 

Seebach, im Möll-Th, b. Ober YeDach 16 

SittmooB, am Gafl FL, b. Maothen W 147 

« Stang'Alpe, Sahborger Grinn, Gmflnd ONO. 18 

Straschischa, b. Gnttenstein N., Bleibarg SO 339 

Strassburg. a. d. Goric, Friench SW. . . 88, 91, ^ 196, 356, 320 

Techelweg, Keostchach W^ FeMkirehen S 130 

Theissenegg, Wolftberg NNO., St Leonhard SO 198, 371 

. Thörl, Tarris NO., Yillach WSW 18, 60, 93, 104, 196, 349 

Tratten, St Hermagor O, Pateraion SW 44 

Trögern, K^pel SW., Klagenlort SOS 294 

üggowitz, Tarfis W., Bkibarg SSO 147 

538 Yellach, Yftlkermarkt SWS., Klageninrt SO. 349 

^ Yellach, Ober-, an der MöU, Gmünd WNW 1221, ^ 

Yillach, a. d. Dran, BJ a ge nflui W. 64 

, vYölkermarkt, Khgenfiirt ONO., Bleibarg NW 122 

. Waidisch, Wind.-Bleiberg ONO.. KUgenfort SOS 349 

Waitschach, b. Hfittenberg, WSW., AHhoüen NO. . 4i, 87, 98^ 196, 

350, 257, 374, 294, 330 
, Waidenstein, St Leonhard SO., Wolfiriierg NNO. . .66, 112, 147, 

190, 201, 2S0, 257, 258, 294^ 83B, 336. 343, 365, 371 

Wölch, am Lavant-FhiBB, Wolftberg N. 20, 36, 66, 76, 180 

Wolfsberg, amLavant-Fhu, Yölkermarkt NO 325 



9 
» 



TtaroL 



Achen-Th., b. Jeabach in das Inn Th. 170 

Adamello-GebL, a. d. lombaid. Orenae, Tnent WNW. 13, 290. 864 
Ahrn-Th., bei Braneckoi in das Poster-Th. 93, 306, 326 



Tirol. 389 

Seite 

538 Allochet, am Monzoni-Bg., Südabhang in Fleims 174, 826 

539 Am ras, bei Innsbruck 122, 191 

Aschbach, b. Nassereit, Imst NO 38 

„ Auer, bei Heran 268 

Birgsee, bei dem Passe „auf der Fem**, Imst NON. 38 

„ Bozen, am £isack-Fl, Klausen SW 65, 163, 175 

„ Brandenberg, Rattenberg N., Schwaz NO 170 

Bregazzo-Th., b. Bondo, Riva NW., Trient WSW 130 

Brixen-Th., b. Wörgl in das Inn-Th 349 

„ Brixlek, bei Rattenberg SW 44, 320, 328, 319, 374 

Gampidello, im Fassa-Th., Klausen SO 246 

„ Ganzocoli, Fleims-Th., bei Predazzo NW 236, 245, 337, 373 

540 Dorf er- Alpe, in Pregratten, Wind.-Matrei NO 142, 336 

„ Eichhalm-Spitz, Pregratten NON 386 

„ Eisbruck-Alpe, Pfunders NNW 326 

Ellebogen, am Lech, Landeck NW 38 

„ Fassa-Thal, am oberen Avisio . . 11, 29, 40, 43, 52, 57, 68, 78, 9a 

102, 111, 122, 134, 135, 157, 174, 190, 211, 216, 222, 231, 235, 241, 

246, 288, 299, 311, 326, 336, 340, 344, 86^ 365, 368, 370, 873 

„ Fernstein, bei Nassereit, Imst NO 124 

„ Fleims -Thal, am mittleren Ayisio . . 13, 37, 40, 52, 55, 57, 69, 73, 
98, 111, 122, 148, 163, 174, 178, 192, 222, 231, 236, 242, 245, 326, 

336, 337, 361, 371, 372, 373 
Fontanaz, im Fassa-Th., Klausen SO. . . 96, 222 

541 Greiner-Berg, Schluss des Zemm-Th., Dornauberg im Ziller- 

thal SW 24, 51, 101, 113, 114, 190, 198, 276, 290, 317 

„ Häring, Kufstein SSW., Kirchbflhel 70 

„ Hall, bei Innsbruck 0. . . 56, 60, 108, 114, 127. 145, 165, 190, 307, 

305, 308 

Igels, bei Innsbruck S 817 

„ Imst, Nassereit SW., Innsbruck WWS 127 

„ Innsbruck, am Inn ... 258, 276, 305 

„ Kais, im Th. gl. Nam., Wind.-Matrei 262 

„ Kardaun, a. d. Eisack, bei Bozen OOS 65 

Kematen, St. Jacob W., Sterzing ONO ' 113 

„ Kitzbüchel, Hopfgarten 0., Kufstein SO 48, 294 

„ Klammberg, am Fusse des Brenner Berges 200 

„ Klausen, an der Eisack, Bozen NO 43, 93, 127, 156 

Kofels, im Oetz-Th., Imst SO 218 

542 Kollmann, an der Eisack, Klausen SSW 174 



390 Tirol. 

Seite 

642 Erisanten, bei Lengberg, Lilsnz SO 90 

Eühthei, Oetz 0., Stams am Inn S ; . . . 905 

Ladis, am Inn, Landeck SO., Imst SSW S21, 349 

„ Langtanferer-Thal, bei Graun, Glnms N. 12 

« Lavatsch-Thäl, votti Lavatscher Joch NWN 78 

Leibelfingen, am Inn, Seefeld SW 38 

„ Lengberg, Lienz OBO 90 

,, Lisenser (Lisner) Alpe, Gries S., Seirain SW. 13, 113, 158, 240, 368 
„ Matrei, an der Sill, Innsbruck 8. . . 90, 9», 122, 172, 290, 317, 340 

Matscher-Th., b. Schludems a. d. Etsch, Mals 80 257 

Matzen, b. Brixlek W., Hall NO 297 

Mauls, am Eisack-FL, Sterzing SO 280 

„ Mittewald, am Eisack-Fl., Brixen NNW 168, 370 

543 Monte Baldo, am Ostufer des Lage di Garda 288 

^ Monzoni-Berg, in Fassa, Yigo 80., Moena O.40, 43, 52, 57, 78, 90, 

122, 134, 157, 174, 211, 231, 235, 241, 326, 936, 340, 344, 368 369, 372 

Mühlau, b. Innsbruck NO 134 

Mühl-Th., oberhalb Matrei in das Sül-Th 93 

Niederthei, im Oetz-Th., Imst SO 306 

„ Nikolsdorf, unweit der k&mther Gr&nze, Lienz SO 167 

„ Oetz-Thal, 0. von Imst in das Innthal, rechts- 17 

„ Falle rabbiosa, am Monzoni-Bg., Westabhang in Fleims 69, 111, 

242, 336, 368 

„ Passeyr-Thal, Meran NNO 35Ö 

Patsch, am Eisack-FL, Innsbruck S 317 

Pellegrino, MoSna O., Predazzo NO 57, 144, 263 

„ Pertisau, am Achensee, Hall NO 114, 170 

„ Pfitsch-Thal, bei Sterzing 2, 4, 25, 57, H3, 188, 158, 168, 190, 
191, 200, 206, 211, 219, 231, 235, 287, 262, 279, 299, 304, 318, 325, 

986, 851, 374 
„ Pfitscher-Joch, s. Pfitsch-Th. 

544 Pflersch, Sterzing NNW., Ridnaun NO 60 

„ Pfunders, Sterzing O., Brixen NON 5, 110, 168, 222, 326 

Pill, am Inn, b. Schwaz SW. . . , 288 

„ Pillersee, Eitzbühel NO., St. Johann 145, 349, 361 

„ Pozza-Aipe, in Fassa 40, 222 

„ Predazzo, in Fleims, Bbzen SO. . 13, 37, 55, 73, 122, 143, 231, 236 

245, 370, 372 
„ Pregratten, an der Isel, Wind.-Mittrei WNW. 2 25, 98, 110, 192, 

235, 245, 336, 363 



Tirol. 391 

Seite 

Prettau, im obersten Ahrn-Th 172 

544 Primör (Primiero), Trient ONO., San Pelegrino S 349 

„ Puster-Thal, am Rienz u. an der Drau 2, 5, 77, 90 

,, Eatschinges, Sterzing WSW., Klausen NW 245 

» Rente, am Lech, Imst N 38 

„ Ridnann, Sterling W., Brixen NW 138, 245 

„ Rothenkopf, im Ziller-Th., Dornauberg S . 24, 122, 138, 168, 190, 

212, 262, 325 

p Roveredo, a. d. Etsdi links, Trient SW 301 

54& SohUBderB, a. d. Etsch, Meran WWS 78 

„ Schleirn-Berg, Bozen 263 

„ Schmirn, Matrei SO., Zell SW 4 

„ Schwarzenstein, Berg im Ziller-Thal, Domanberg S. . . 56, 110, 

128, 147, 168. 191, 237, 325, 336 
„ Schwaz, am Inn, Innsbruck (^P. . . 32, 44, 77, 100, 321, 324, 375 

„ Seefeld, Zirl NW., Imst ONO 38 

„ Seisser Alpe, Klausen S., Bozen 10, 29, 78, 90, 101, 

102, 105, 107, 358, 359 

S er f ans, am Inn, Landeek 8., Imst SSW 321, 349 

„ Sillian, a. d. Drau, Lienz Wi^W 209 

Steinach, Matrei 8., Innsbruck SSO 90, 294 

Steinhaus, bei St. Jacob SW., Pregratten W 326, 331 

546 Sterzing, a. d/ Eisack, Matrei S 5, 10, 53, 60, 305, 361 

Stög, am Lech, Landeck NW 38 

„ Sulzberg, (Val di Sole), Bozen SW 17 

„ Telfs, am Inn, Innsbruck WNW .170 

„ Theiss, Klausen ONO 262 

„ Tierno, Roveredo SW., Ala NWN 29, 235 

„ Toal de la foja, am Monzoni-Bg., Westabhang in Fleims 69, 111, 

242, 368 
„ ToaldeiRizzoni, am Monzoni«Bg., Sfldabhang in Fleims . . 52 

67, 111, 174, 231, 242, 386 

„ Trins-Thal, bei Steinach 90 

Tschars, Meran W., Bozen NW 65 

Tulfer, Sterzing W., Mühlbach NW 128 

„ Ulten-Thal, unterhalb Meran, in das Etsch-Thal .... 222, 256 

„ Val Sorda, Fleims-Th., bei Forno 40 

„ Yaltigels, nächst Sterzing, Glöckberg NO 25,352 

547 Viezena-Bg., Fleims-Th., Moena S 163, 192, 231 

Villa. Riva NNW., Trient W 13, 230 



993 Tirol — KnüB. 

Seite 

647 Yolder-Th., bei Yolders (bei HaU 0.) 90, 125 

y Wattens, amlim, HallO 16 

a Weissenstein, bei Deatsclmofen S., Bozen SO 120 

, Wildkreuz-Joch, in Pfitsch, Sterzing ONO., s. Pfitsch-Th. 
WildBchönan-Thal, unterhalb Battenberg i. d. Inn-Th. . . 106 

, Wiltan, bei Innsbruck S 16, dS, 129, 191, 209, 289 

» Windisch-Matrei, a» d.l8el, Lienz NW. . . 19, 129, 139, 169, 290 

n Ziller-Thal, bei Mflnster in das Unter-Inn-Thal .... 2, 4, 24, 

87, 39, 61, 66, 101, 110, 113, 114, 122, 128, 147, 168, 190, 191, 196, 

200, 231, 236^ 237, 276, 290, 317, 326, 331, 336 
Zirl, am Inn, Innsbruck W.! 62, 146^ 861 



Kratai. 

664 Adelsberg, Wipach OSO., Laibach 8W 78 

„ Auersberg, Laibach SSO., Littay SW 147 

Feistritz, BadmannsdorfSW., Laibach NW • . . 62 

„ Hrasten, Nassenfiiss NNW., Batschach SWS 147 

„ Idria, Ober-Laibach WNW., Laak SW 124, 206, 349 

„ Laak, Erainburg SSW., Laibach NW 32, 66, 98 

Laschitz, Gross-, bei Auersberg SOS., Seisenberg W 147 

Look, a. d. Save, bei Batschach SO 180 

Möttling, Tschemembl NO., NeustadÜ SOS 148, 180 

NassenfuBs, Neustadtl N., Weixelbnrg 865 

Neustadtel, am Gurk-Fl., Nassenfüss S 148, 180 

„ Planina, Adelsberg NNO., Zirknitz NW 294 

„ Podpletschan, an der Gränze gegen Görz, Laak WWS. ... 98 

666 Preska, Littau 0., Waatsch SO 147, 180 

„ Bezni Hrib, bei Sauenstein a. d. Save, Nassenfüss NO 147 

»St. Anna, Badmannsdorf NO., Neumarktl NNW 301 

Saudörfl, a. d. Saye,|Waatsch OOS 180 

„ Schwarzenberg, Laak SSW., Ober-Laibach NNW. 263 

„ Treffen, Neustadtl NW., Nassenfüss WSW./. 180 

Tschernembl, Möttling SW., Neustadtl S 148, 180 

„ Wochein (In der) bei Feistritz, Erainburg W. * 864 

„ Zirknitz, Ober-Laibach SSO., Adelsberg 263 

i 



KUftenkiid — BftluiMB. 393 

Kfistenland. 

Seite 

566 Garpano, lBtrien,beiAlbaiio W. (PolaNO.) 78,329 

9 LuBsin, Insel im Qnamero, Pola SO 64, 205 

Merna, bei Görz SSW., Gradisca • • • .... 350 

Pola, Istrien, Rovigno SO • • 78 

Sroki, Istrien bei Gastaa NO., Fiame NNW 70 



Dalmatieii. 

558 Brazza, Insel, Spalato SO 38 

„ Bna, Insel, Tran S 64 

Gomisa, a. d. West-Kaste der Insel Lissa 246 

„ Dernis, am Cicola, Sebenico NO 130, 145, 181 

Qradac, Dernis OSO, Sebenico NO 130 

„ Imoschi, Makarska !NNO., nahe der türkischen Gränze ... 64 
„ Knin, Sebenico NNO, Zara OSO 64 

Lissa, Insel, Spalato SW. . . • • . 32, 145 

559 Sign, Spalato NOl^., Sebenico OSO 64, 145 



BShmeiL 

559 Abertham, Joachimsthal W., Platten SO 232 

„ Althütten, am Berann-Fl. bei Nischburg, Beraun NW. ... 149 

Aujezd, Klein-, bei Tepliz WWN., Granpen SW 251 

„ Anpa, Gross- und Klein-, Hohenelbe NO., Trantenau NNW . 93, 112, 

153, 181, 192, 209, 271 
„ Aussig, a. d. £lbe, Tepliz ONO. . 29, 70, 79, 91, 217, 256, 299, 365 

„ Auwal, Prag 0., Schwarzkostelec NW 149 

Benatek, Solnic ONO., Beichenau NON 148 

Beneschau, Prag SO., Tabor N 331 

Beneiow, bei Semil 0., Lomnic N 361, 367 

„ Beraun, am Beraun-FL, Prag SW 18, 149, 182, 295, 370 

Berg, Maria-Kulm NW., Bleistadt SW 131 

560 Bilin, Tepliz SSW., Leitmeriz W 12, 100 

, Binnowe, Proboscht N., Aussig OSO 326 

Bitis, bei PHbram OSO., Milin NON 21 

Blatnic, Staab N., Pilsen WSW 61, 164 



384 BöluneB. 

Seite 

560 Bleistadt, Elbogen NW., Königsberg N. . . . 33, 59, 88, 131, 256 

Blowic, Pfestic 0., PUsen SO 182 

Boehdalowiz, Hochstadt NW., Morchenstera OSO 181 

n Boden, Falkenaa W., GossengrOn S. ... 87, 41, 223, 250, 271, 365 
„ Bohumiliz, Winterberg NNO., W&ll-Birken W.. 117 

Bokowiz, Bilin NO., Tepliz SO 222 

„ Boreslaa, Aussig SW., Lobosiz NW 10, 40, 278, 371 

Borkowic, bei Wesseli NW., Tabor SSW . 126 

Borotin, TaborNNW., Jung-Woiic WSW 265 

„ Brandeisl, Schlan OSO., Prag NW 19 

, Branik, bei Prag S 48 

„ Brannau, am Steine-FL, Trautenau 117 

Breitenbach, Platten N., Karlsbad NNW 118, 120 

. BiPezina, Pilsen NO., Bol^can N 9, 149, 205, 363 

„ Brod, bei Eudolfstadt W., Badweis ONO 18 

^ Brod, Deutsch-, Pilgram NO., Caslau SSO 130 

^ Brüx, Bilin WSW., Laun NW, 370, 372 

„ Bufitöhrad, Kladno 0., Prag WNW 285 

Castonic, bei Pürgliz S., Bakonic SO 353 

, Cerhovic, Hofowic W., Beraun SW 45, 149, 162 

„ Chesnowic, Hotowic SW., PHbram NW 149 

561 Ohomle, bei Radnic NO 285 

Chrustenic, Beraun NO., Prag WSW 106, 368 

„ Czernoschin (Tschemoschin), Mies NW., Tachau O. . 10, 41, 316 

„ Dallwiz, Karlsbad N., Zwetlau W 272 

„ Daubiz, Tetschen NO., Bölim.-Leipa NNW 78 

n Oavidsthal, Elbogen W 365 

Deutschbrod, Iglau N., Kuttenberg SOS 209 

„ Dlaikowic, Lobosiz SW., BiKn SO 108 

Dobrey, Neustadt OSO., Beichenan N 148 

Dobfiö, Prag SW., Kladno SO 192, 258, 368, 371, 372 

Donawiz, Schlaggenwald NO., Karlsbad S 203 

., Dreihaken, Königswart S., Plan NW 334 

„ Drkolnow, bei PHbram 38 

DrÄkow, Hochstadt WNW., Morchenstern SO 181 

» Eger, Elbogen WSW., PlanNW 70 

„ Eins ie dl, Königswart NO., Michelsberg N 2 

„ Eipowitz, bei Rokycan W 149 

„ Elbogen, an der Eger, Karlsbad 8W 33, 70, 117 

„ Engelhaus, Karlsbad SO., Elbogen ONO 222 



BAhmmi. 395 

Seite 

562 Eule, Stßchowic NO., Prag SSO 135 

Falgendorf, JiSin NO., Josefstadt NW 222 

„ Falkenan, an der Eger, Elbogen W 70, 365 

y, Franzensbad (Franzensbronn), Eger NNW., Königsberg W. . 124 

206, 226 

Frauschile, Kostenblatt NO., Tepliz 80 372 

Geyersgraben, Beichenau NO., Senftenberg N 141 

„ Gift-Berg, bei Komarow 0., Hofowic S 16, 40, 48, 91, 

95, 100, 131, 148, 149, 197, 201, 204, 205, 251, 295, 321, 350, 363 

Giaec, Hofowic SO., Dobriä W 149 

^ Gitschin (Jidin), Jnngbunzlau 0., Königgräz NW 257 

Glasersdorf, Hochstadt NW., Semil N 141 

, Glashütten, Badnic 8S0., Pflsen ND 98, 182 

„ Goldenhöhe, a. d. sächsischen Gränze, Platten NO. ... 60, 357, 

361, 864, 370 
Gottesgab, Joachimsthal NNO, a. d. sächsischen Gränze . . . 137 

Orasengrün, bei Schlackenwerth SW., Karlsbad NNO 64 

„ Grasliz, Fribus SW., Elbogen NW 94, 98, 172 

„ Graupen, Ober-, bei Graupen N 25, 93, 127, 130, 148, 163, 

166^ 196, 209, 210, 232, 250, 263, 2^, 300, 328, 343, 344, 862, 371 

Grün, bei Einsiedl NO, Schlaggenwald S 131 

„ Haberspirk, Falkenau W., Bleistadt SSO 365 

563 Hammerstadt, Caslau SW., Kolin S 192, 331 

„ Harrachsdorf, Starkenbach N., Hohenelbe NNW 48,88. 

127, 130, 255 

„ Haslau, Eger NW., Bleistadt SW 112, 337 

„ Hauenstein, Schlackenwerth NO., Joachimsthal OSO 102 

Heiligenkreuz, bei Badnic W., Pilsen NO 251 

„ Hiskow, Beraun NNW., Hofowic NO 49, 363 

„ Hlinay, Aussig SSW., Leitmeriz NW 148 

Hlinai, Solnic NO., Beichenau N 148 

„ Hochofen, Neudek NW., Joachimsthal W 139, 204, 370 

Hodkow, Kaöow 0., Kuttenberg SW 331 

„ Hohenelbe, an der Elbe, Jidin NON. 7, 44, 93, 100, 173, 196, 271, 321 
„ Holaubkau, bei MauthSW., BokycanNO 149 

Hofelic, Prag WSW., Beraun NO 149 

„ Hofowic. PHbram NNW., Beraun SW 182, 295 

„ Horschenz (Hofenec), Bilin SSO., Brüx bO 32, 360 

564 Hrabaöow, bei Starkenbach N., Hohenelbe WW6 367 

'Hracholusk, Zbirow N., Badnic NO 79 



396 BftlunAii. 

Seile 

Hradosti^imelic, bei Skalic a. d. Sazawa, Prag SO 94 

564 Hrbek (Grube), bei St. Benigna, 8. d. 

Hf ebeny, bei Kublow SW., Cerhowic N 100 

Hfedel, 2ebrak NNO., Berann SW 360 

„ Hromic, Radnic W., Pilsen NNO 145 

Hudlic, s. EruSnahora 

Hühnerwasser, WeisBwasser N., B.-Leipa SO 11,29,217 

„ Jesseney, Semü NNO., JiöinN 181, 371 

Jessenic, bei Milin NON., PHbram SO 210 

Jinoöan, Eladno SO., Prag WSW 106, 368 

„ Joachimsthal, Karlsbad NNO., unweit v. d. s&chBischen G-r&nze 1, 
2, 36, 79, 92, 98, 119, 126, 161, 169, 161, 196, 201, 206, 209, 235, 
238, 246, 249, 260, 259, 276, 277, 300, 310, 319, 333, 334, 348, 374 

„ Joachimsthal, Neu-, bei Beraun WNW.1 149 

„ Iserwiese, Kuppe im Iser-Geb. am linken Iser-Ufer . . . 148, 169, 

171, 222, 242, 248, 279, 331, 351 

, Kaaden, Komotau SW., Saaz WNW 79, 102, 226, 288 

Eadow, Beneschau 0., Tabor NO 139 

„ Kamenic, Semü N., Jung-Bunzlau NO 181, 371 

„ Kamnic, Böhmisch- (Ober-), Sandau N., Tetschen ONO.. . 217 

„ Karlsbad, a. d. Töpel, Elbogen NO 33, 232, 362 

Karlstein, bei Bud&any, Beraun OSO. | 11 

„ Karlstein, Poliöka W., Leitomischl SW 175 

666 Klabawa, bei Bokycan W 149 

y, Kladno, Schlau S., Prag WNW 164, 285 

Königsberg, Eger NO., Elbogen SW 240 

Königshof, bei Beraun WSW 11, 175 

Kolin, an der Elbe, Kuttenberg NNW 213 

„ Kolosoruk, BrOx SO., Bilin SSW 32, 114, 167 

Komarow (Komorau), s. Giftberg 

Kosel, Bilin S., Brüx SO 218 

Kostenblatt, Bilin ONO., Tepliz SSO 10,279 

Kostialow-Oels (Woleschniz), LiebstadÜ NW., Ji6in N. ... 297 

Kozakow-Berg, bei Semü W., Jung-Bunzlau NO 223, 366 

Kraskow, Seö NW., Chrudim SW 192 

666 Krasnahora^ s. Schönberg 

Kreuzberg, Deutsch-Brod NO., Chrudim S 117, 148 

Kfic, a. d. Beraun, Rakonic SP 20 

Kronstadt, Gtoyersgraben NO., Nachod SO 141 

Kruh, Liebstadtl 0., JiSin NON 232, 367 



ff 



>} 






n 

9 



n 



» 



Mi« 

566 Kruman, an der Moldau, Budweis SSW 81, 8S1, 340 

„ ErnSnahora (Berg), bei Hndlic, Beraun W. . . . 18,26, 46, 48, 95, 

104, 181, 149, 174, 197, 201, 204, 842, 850, 363 

KBcheutz, Miea N., Pilsen WNW 80, 131 

Eublow, Horowic N., Beraun W 26 

Euchel, El ein-, s. Euchelbad 

M Euchelbad, an der Moldau, bei Prag S 5, 11, 38, 79, 91, 

105^ 175, 217, 246, 264 

Eundratic, Liebstadtl NNO., Lomnic NO 366 

Eunicek, Mühlbausen NW., Mirotic NO 337 

„ Eupferberg, Elösterle NW., Joachimi^thal NO 40,357 

Eutschlin, Bilin SO., Eostenblatt SW 226 

Euttenberg, Öaslau WNW., Neu-EolinSOS 61, 180, 209 

„ Eu ttenpl an, Plan NWN., Michelsberg WSW 369 

Lana, Bakonic 0., Schlau SWS 285, 295 

Laun, Saaz 0., Brfix SO 145 

Ledeö, Chotöbof W., Euttenberg S 113 

Leipa, Böhmisch-, Tetschen OSO., Leitmeriz NO. . . 32, 65, 72 

78, 90, 189, 164, 192, 216, 229, 238, 299, 303, 307 

Lhan (Lhany), Neupaka S., Jidin 257 

, Lhotic, bei Budweis ONO 18 

Lhotka, bei Badnic NWN., Pilsen NO 139 

Libedow, Beraun N., Prag WSW 174 

Licibofic, Ghrudim S., Nürnberg W 148 

667 Liesdori, bei Eulm NON., Aussig NW 130 

„ Lifinic, Ober-, Milin 0., PHbram SO 80, 131 

„ Lissa, Benatek S., Melnik SO 117 

Littengrün, bei Maria-Eulm N., Falkenau W . 15, 88 

,, Littmiz, Falkenau N., Elbogen NW 201 

Lubigau, Lubenz WNW , Saaz SW 233 

Lukavic, Elein-, bei Ghrudim S., Ghrast W 251 

„ Luschiz, Eolosoruk 0., Bilin S 233 

„ Maleschau, Euttenberg SW., Öaslau W 10, 192 

„ Marienbad, Tepl W., Plan NNW 5, 220 

Markhausen, a. d. bayrischen Gränze, Eger WNW 128 

„ Mauth, Zbirow SSW., Rokycan NO 149 

Meistersdori, bei B.-Eamniz SSO., B.-Leipa NW 226 

„ Merklin, Pfestic W., Elattau NON. 49, 142 

„ Meroniz, Bilin SSO., Brüx OSO 226 

Mertendorf, Wemstadtl NO., B.-Leipa W 32, 204, 313 



Wl M ichelsber^. Plan >;0^ KatlaipUB 131, 

, Mief, Kladrma XOX^ PDsa W. 33,49.50^ «t «^ ^ 

128, 14!», 251, 

9«d Mileschan. Schonber;^ SW^ PtihnM SO 

Milescliaa. Lobo^k NW^ Bilm O .217, 218^ 

M ilin, Kibrmm SSO^ Bfezmcl^O 

MitroTic, £lowk O^ Pflm SO. .-...- 

M nischek, Xeoknin NXW^ KönignJd SW. ......... 

Modlmn, Karbiz SW* Teplix OXO 

M oldaotheiii, an der Moldau, PiMk SO 

Mfihlhansen, Tabor WNW., Piidk NO 

Mfinchhof, Karlsbad WNW^ Hbogcn N 

Mnckow, Bilin SO^ Tepliz S. 

Mogran, bei Höriz W., Kminaa SW 

Narisow, PKbram 8W^ Milin WNW 

NenaöoTic, Kladno S^ Prag WSW. 106, 

4 Nepomnk, KlatUn NC. Prestic 80 

^ Ne Q de k, Bleistadt NO., Karlsbad NW 139,204,357, 

Nendorf, Petscban W^ Elbogen 8^ 2, 

„ Nenhammer, Platten SW^ Abertham W. 54, 128, 

„ Neupaka, Jiän NO^ Starkenbach 8 

^ NeustadtL Böhm«-, a.d. sdüestschenGränae, FriedUmdO. 166, 

569 Na6ic, bei TachlowicNW., Benum NO 49, 97, 149, 106, 

366,367, 
9 Orpns, Pressniz SSW., Knpferberg NNW 

Padert, Bo2mital NW, Pnbram W 21, 209, 

9 Pardnbic, an der Elbe, Chmdim N 79, 

Pecka, Jifiin ONO., Hohenelbe S. 

„ Peklow, bei Schwarz-Kostelec 

, Peiimow, Starkenbach W^ Jidin NNO 263, 

9 Petschan, an der Töpel, Elbogen SO 113^ 222, 

Pihl, b B.-Leipa NON., Haida bOS 90, 102, 

» Pilsen, Rokycan W., Beraon SW 60, 

„ Pilsenec, Püsen SO., Bokycan SW 149, 182, 

, Planie, Wüiterberg WNW., Bergreichenstein SO 

9 Platten, Joachimsthal WNW., Bleistadt NO 243, 

, Podersam, Saaz SW., Kaaden SSO 

570 Ponikla, Hohenelbe NW., Jiän NNO. . 116, 141, 162, 181, 248, 

„ Pradkow, Semil W., Jongbonzlan NO 

„ Prag, an der Moldan 73, 79, 104, 182, 264, 295, 338, 



IM. 



21 

149 
182 
14S 
40 
219 
130 



10 
141 



182 

370 

38 



256 

181 



368 
368 
210 
217 
265 

94 
362 
232 
303 
164 
295 
265 
264 

32 
255 
362 
370 



BSkBMn. '389 

Seite 

570 Pressniz, Eaaden NW., Kupferberg N 79, 2i0, 318 

„ Pfibram, Pilsen OSO., Beraun SbW. 19, 21, 26, 35, 86, 49, 61, 66, 

67, 80, 88, 94, 98, 103, 108, 114, 119, 125, 131, 141, 143^ 146, 148, 
154, 156, 160, 164, 178, 179, 182, 197, 201, 206, 207, 209, 218, 243, 
246, 248, 249, 251, 255, 256, 257, 258, 259, 264, 272, 295, 297, 300, 

302, 309, 312, 321, 333, 334, 338, 346, 347 

Pfichow, Selöan NW., Pfibram 21 

Priesniz, b. Aussig 0., Leitmeriz N 226 

„ Pfikosic, Rokycan SOS., Pfestic NO 182 

Pf ilep, Beraun N., Prag WSW 246 

„ Pfiw^tic, bei Radnic SSW 285 

Pf iwlak, Hochstadt SO., Semil NO 5, 122, 141 

Prosek, bei Prag NO., Holeäowic 347 

Pürgliz, Rakonic SO., Prag W 131, 342, 353 

„ Radnic, Rokycan N., Pilsen NO 97, 139, 164, 285 

» Radowenz, Starkstadt NW., Trautenau 265, 285 

„ Rakonic, Schlan SW., Laun S 131, 285 

571 Ransko, b. Kreuzberg W., Chrudim SSO 181 

„ Rapic (Rappitz), b. Kladno NO., Prag WNW 16, 207 

„ Ratiebofic, Tabor NO., Jung-WoÄic SSW 61, 130 

Raudniz, Hocbstadt 0, Starkenbach N 181, 218 

Rehdörfl, Habstein N., B.-Leipa SOS 29, 139 

„ Reichenau, Königgräz OSO., Chrudim NO 148 

„ Reichenau, bei Falkenau S 365 

Renö, Pfestic 0, Pilsen S 164 

Repeö, Tabor W., Bechin NNO 162 

Ribnic, a. d. Iser, Semil ONO 271, 361 

Riöka, Reichenau ONO., Senftenberg N 148 

Riechenburg, Chrudim SO., Brandeis (am Adler-Fl.) SW. . . 81 
^ Riesengrund, (Bauden), bei Marschendorf, Trautenau NWN. 93, 

112, 209, 259, 281 

„ Roch Hz, Ober-, Starkenbach N., Hohenelbe NW. 7, 15, 44, 59, 88, 

93, 100, 104, 111, 127, 130, 154, 172, 173, 196, 205, 217, 255, 297, 

321, 372 

„ Rokycan, Pilsen , Radnic S 149, 182, 295 

„ Rongstock, an der Elbe, Leitmeriz NNO 130 

, Ronsberg, Tauss NW., Klentsch N 155, 213 

Rostok, a. d. Beraun, Rakonic SO 265 

Roudney, Neustadt SO., Reichenau N 148 

„ Rowensko, Lomnic W., Jiöin NW 257 



400 



BSlOMIL 



8«tt6 

Ruda, Prosee S., Chrudim SO 192, 285 

Budolfstadt, b, Budweis 131 

671 Rübendörfel, bei Triebscb NNW., Leitmeriz NNO 90 

„ Bapan, Pfestic SW., Klattau NNW 149 

Ruppersdorf, Hocbstadt S., Semil NO 181, 371 

Rnppersdori, b. Reicbenberg NNO . 263 

y, Saaz, an der Eger, Komotau SO 70 

n Saidschiz, Bilin SSW., BrOx SSO 124, 208 

„ Salesel, bei Proboscht, Leitmeriz N 218 

„ St. Benign a, (Kwain) Hofowic SSW., PHbram NW. .. 18, 46, 48 

53, 149, 162, 240, 312, 338 

„ St. Pankraz, bei Prag SO 79 

St. Peter, Hohenelbe N., Freiheit NW 93, 102, 321 

572 Sangerberg, Einsiedl WNW., Königswart W 35, 88, 99 

Sarka, Thal b. Podbaba (b. Prag N) 149 

„ Schalan, TepHz SO., Bilin NO 327 

„ Schima, Aussig SW., Tepliz SO. 40, 79 

Schirlingsgraben, Nachod SO., Reichenau NON 141 

„ Schlackenwerth, Joachimsthal S., Karlsbad NO 239 

„ Schlaggenwald, Elbogen SO., Karlsbad SWS. 25, 54, 57, 92, 94, 

107, 109, 127, 128, 134, 163, 165, 166. 173, 187, 197, 201, 202, 211. 

212, 214, 224, 232, 264, 283, 321, 327, 329, 333, 334, 344, 372 

„ Schlan, Prag NW., Beraun N 164, 218, 285 

Schönau, b. Braunau 0., Josefstadt NO 257 

566 Schönberg, (Krasnahora) Phbram SO,, Ro2mital 0. . . 19, 21, 90 

572 Schönfeld, bei Schlaggenwald SSW., Elbogen SSO. ... 60, 342 

Schönhof, Podersam NW., Saaz SW 32, 41 

Schönwald, b. Friedland ONO., Reichenberg NNO 233 

Schreckenstein, bei Aussig SSO., am rechten Elbeufer ... 366 

„ Schwadowiz, Starkstadt W., Trautenau SO 16, 2O7 

„ S ch war zenthal, Hohenelbe ONO,, Jiöin NO 181,248,255 

Schwoyka, B.-Leipa NO., Haida SO 90, 216 

SebeSic, b. Zbirow WNW., Püsen NO 97, 107 

573 Semil, Tumau 0., Jidin N 362, 367 

„ Skalic, TKbliz N., Bilin SO 94 

Skalic, a. d. Sazawa, Beneschau NO., Prag SO 94, 130 

Skodgjow, Hochstadt S., Semil NO 181 

Slatina, bei Radowenz NW., Trautenau 265 

„ Slichow, an der Moldau, bei Prag S 79 

Sobieras, bei Eisenstadtl 0., Jidin NO 257 



Bfthmen. 401 

Seite 

573 8 min, bei Goldenkron SWS., Krumau NUN. . 220 

Starkenbach, Hohenelbe WSW., Jiöin NON. . 7, 44, 98, 100, 173, 

197, 265, 271, 321, 367 

a Strakonic, an der Wattawa, Budweis NW, 312 

Stransko, Liebstadtl W., Lomnic N 359 

„ Straäic, Hofowic SWS, Badnic SO 149 

„ Stnpnai, Jiöin ONO., Hohenelbe S 265 

574 Stnpno, Ober-, bei Badnic SSW 285 

Sulodiz, Aussig OSO., LeitmerizN. 326 

Swarow, Beraun NNO., Prag W. . , 48, 95, 108, 131, 149, 248, 251, 

272, 350, 358, 362 

» Swata, Berann WSW., Bakonic SO ; . . . 149, 350 

„ Swina, bei Badnic N 285 

„ Swojanow, Oehls (M&hren) N., Leitomischl SSO 141 

„ Swoj.kowic, bei Bokycan NO 182 

Tele^i, a. d. mähr. Gränze, Poliöka SW., Ghrudim SO. . . • 192 

„ Telniz, Kulm N., Aussig NWN 72, 130, 366, 374 

„ Tepliz, Bilin NNO., Leitmeriz NW 70, 218, 264^ 362, 371 

Tie§in, bei Eisenstadt S., Jiöin NO 257 

Toönik, Hofowic N., Beraun SW. 26, 350 

„ Traute nau, Braunau W., Eöniggrätz N 285 

Tf ebeiic, bei Caslau NW., EoUn SO 55, 331 

Tf enic, n&chst Cerhovic N., Hofowic WNW. . . 240, 312, 342, 347, 
, Tschermig (Tschermich), an der Eger, unweit Eaaden 0. . . 330 

, Tschochau, Aussig SW., Tepliz OSO 32 

Twordowic, bei Beneschau SW., Eönigsaal 80 139 

„ Walt seh, Earlsbad OSO., Eaaden S 27, 33, 103, 225, 233 

575 W£elakow, Ghrudim SOS., Hohenmauth SW. 148 

„ Weipert, Pressniz NW., Joachimsthal NON 127, 192 

„ Wejwanow, bei Badnic NO 285 

Welbin, Leitmeriz N., Aussig SO 226 

Welka, bei Mühlhausen W., Pisek NO • 89 

Wesseln, bei B.-Leipa SO., Niemes W 40 

„ Wesseln, an der Elbe, Aussig ONO., Leitmeriz N 57, 79 

Wiesenthal, a. d. sächsischen Gr&nze, Earlsbad NON. ... 176 

Wilenz, Podersam SSO., Bakonic WWN 296 

Wilimow, Goltsch-Jenikau 0., Euttenberg SO 139. 331 

9 Wischkowiz, Manenbad SO., Michelsberg N 80, 168 

Wlasehim, Beneschau SO., Tabor NO 139, 331 

, Woschitz, Alt-, (WoÄic) Tabor NO., Milöin SO 61, 376 

ZepharoYioh, minenü. Lezioon. U. ^ 



402 Böhmen. — M&hren. 

Seite 

576 Wottawa, bei Ronsberg SO., Klentsch NO 213 

, Wotwowic, BuStiehrad NO., Schlan 285 

„ Wranowic, Milin W., PHbram SW. 149, 182 

„ Wranowic, bei Radnic SW 285 

Wrat, bei Eisenbrod SWW., Jiöin NWN 370 

Wysek, Blowic NO., Pilsen SO 226 

„ Zajeöow, Hofowic SSW., Pfibram NW 149, 304, 340 

Zbeßnik, Nacbod N., Braunau SW 285 

Zbuzan, Prag SW., Königsaal NW 182, 295, 371 

Zderetz, Neupaka N., Lomnic 222 

Zdic, Lochowic N., Beraun SW 149, 342 

Zdikau, Gross-, Winterberg NW., Strakonic SW 265 

„ Zettliz, bei Karlsbad NW 163 

„ Zeiic, Milin WNW., Pfibram S 149, 282 

„ Zinnwald, Tepliz NNW., Aussig WNW. .. 25,44,128,134,163 

166, 186, 209, 231, 263, 281, 305, 312, 328, 344, 346 

Zlejcina, bei Beraun NW., Königsaal W 20 

Äumberg, Chrudim SOS., Chotöbof NON 148 

„ Zweifelsreutb, bei Neukirchen (Eger NON.) 203 

„ Zwug, Pilsen WSW., Staab NO . 164 



Mähren. 

576 Altstadt, Goldenstein W., Schönberg N 90, 141 

„ Alttitscbein, bei Neutitscbein SW 81, 266 

„ Andersdorf, bei Bärn W., Stemberg NO 149, 193 

577 Aussee, Müglitz NO., Hohenstadt SO 149 

„ Bärn, Hof WSW., Stemberg NO 149, 193, 311 

„ Banow, bei Ung.-Brod SO., Bisenz 0. . 41, 198, 262 

Bennisch, s. Schlesien 

„ Bergstadt, Römerstadt SW., Eulenberg NNW 149 

„ Biskupska, Oslawan SW., Kromau NNW. . 290 

„ Blansko, an der Zwittawa, Tischnowitz 118 

„ Blauda, bei Schönberg SW., Hohenstadt NON. .... 128, 189, 193 

226, 887, 344 
„ Blauendorf, Neutitschein S., Stramberg WSW. ...... 228 

Bohutin, Schönberg WSW., Hohenstadt N. .... 50, 95, 197, 312 
„ Boskowiz, Blansko N., Prossnitz W 168 



miireii. 403 

Seite 

577 BräunelBtein, bei Zöptau, Schönberg NO 149, 192 

„ Brokeredorf, bei Bäm NO., Olmütz NO 149, 193 

578 Brflnn, an der Schwarzawa 252 

Chlebowitz, bei Mistek WSW., Frankstadt NON 81 

„ Czeitsch (Tscheitsch), Gaya SW., Göding NW 145 

„ Czeladna, Frankstadt 0., Mistek S 81 

Deblin, Gross-Bittescb ONO., Brunn NW 183 

Dukowan, Mohelno S., Trebitsch SO.; .... 193 

„ Ebersdorf, Altstadt S., Goldenstein SW 13 

„ Ehrensdorf, M&hr.-Trübau S., Prossnitz NW. 198, 255 

„ Eisenberg, Böhm-, Schönberg W., Hohenstadt N. ») . . . 112, 192 
„ Eisenberg, Deutsch-, Bergstadt S, StembergNWN. . . 149, 192 

579 Freiberg, Neutitschein NO., Frankstadt NNW 223 

„ Gewitsch, Mähr.-Trübau SSO., Olmütz WWN 359 

„ Gobitschau, StembergN., Mähr.-Neustadt 149 

„ Goldenstein, Altstadt 0., Grumberg NO. . 113, 158, 299, 306, 358 
„ Hangenstein, bei Bergstadt NO., Römerstadt SW 149 

Hanns dorf, Goldenstein SWS., Altstadt S 327 

„ Heinzendorf, Altstadt W., Grumberg NNO 90 

Hermanschlag, Gr.-Meseritsch ONO., Trebitsch NO. . . .57 

Hluboky, Tischnowitz SW., Brunn WNW 296 

Hof, Bäm NO., Bautsch NW 34 

Hombok, Gross- Wistemitz NNO., Stemberg SO 6 

580 Hetzender f, Frankstadt W., Nentitschein S 27, 223, 251 

„ H ubschitz, an der Iglawa, Eromau N 157, 191, 290 

, Janowitz (Johnsdorf), Römerstadt WNW., Bergstadt N 131 

„ Janowitz, bei Alttitschein SW., Weisskirchen OON. . , . 149, 288 

Jassenitz, Namiest N., Brunn WNW 296 

„ Iglau, Trebitsch NW 141, 241 

Itschina, bei Neutitschein S 11, 81 

„ Kobefitz, Auaterlitz S., Brunn OSO 145 

Kodau, Wischenau 0., Znaim NO , . . 183 

Kojetein, bei Neutitschein SW., Weisskirchen 81,288 

Kordula, Kromau W., Trebitsch SO 193 

Kornitz, Mähr.-Trübau SOS., Prossnitz NW 198, 255 

581 Kratzdorf, bei Altstadt SSW., Goldenstein WWS 61, 274 

„ Kf etin, Lettowitz WNW., Brüsau S 168 

678 Kr ies dorf (Christdorf), bei Hof NW., Sternberg NO. . 149, 193, 311 



n 



n 



*) 8. 8. Zdjar Berg. 

26* 



404 MUuren. 

Seite 

581 Erz owy, bei Gross-Bittesch NO., Bossitz NW 183 

„ Euklik, Ingrowitz W., Neustadtl N 112 

„ Kunstadt, Zwittawka W., Boskowitz WWN. 140 

„ Laschanko, Brunn NW., Gr.-Bittesch 183, 2&5 

Latein, bei Biskupitz S., Trebitsch SO 193 

„ Lettowitz, Zwittawka N., Kunstadt NO 114, 290, 353 

„ Lhota, bei Oehls W., Kunstadt WNW 291 

„ Lichnau, Stramberg OSO., Frankstadt NNW 299 

582 Liebisch, Freiberg WSW., Neutitschein NO 29,217 

„ Lodenitz, Deutsch-, bei Bärn SW., Stemberg NO 193 

„ Lukawetz, Mürau NO., Olmütz NW 182 

„ Marschendorf, Schönberg NON., Goldenstein SSO. . .91, 99, 112, 

305, 311, 353 

„ Meseritsch, Gross-, Trebitsch NO., Iglau 0. 266, 327 

„ Mohrau, Gross-, Bömerstadt NON 149 

Nalanczan, bei Namiest N. (Brunn W.) 100 

583 Neudorf, bei Oshiwan S., Brunn SW 197, 291 

„ Neutitschein, Freiberg WSW., Wall.-Meseritsch N. . 11, 27, 50 

Nezdenitz, Banow NNO., Üng.-Brod 10, 193 

„ Niemtschitz, Boskowitz SO., Jedownitz NWN. ... 82, 183, 366 
„ Olomuczan, Blansko SSO., Brunn NNO 226, 266 

Oslawa-Thal, bei Eibenschütz in das Iglawa-Th 299, 327 

„ Oslawan, Eibenschütz NW, Brunn WSW. ... 50, 81, 124, 145 

183, 201, 204, 296 
„ Ostrau, Mährisch-, a. d. Ostrawitza, Braunsberg NNO. . 81, 285 

Palkowitz, Mistek S., Frankstadt NO 81, 251 

584 Petersdorf, Zöptau W., Schönberg NO 158 

Peterswald, Goldenstein NNO., Altstadt NO 259 

„ Pinke, bei Mähr.-Neustadt W., Müglitz 149 

Pröding, ScheUetau N, Trebitsch W 183 

Punkwa-Th., bei Bhuisko (Brunn N.) 82, 366 

Quittein, Aussee W., Olmütz NW. 7 

Badischowitz, bei Biskupitz SO., Znaim NNO 193 

„ Rautenberg, Braunseifen 0, Hof NNW 59 

Bichaltitz, Freiberg 0., Frankstadt N 81 

„ Eitesch, Stemberg NNW., Bftm W 149 

585 Römerstadt, Braunseifen NW., Bergstadt NO 149 

9 Röschitz, Kromau W., Jaispitz ONO 108, 193 

„ Rossitz, Eibenschütz N., Brunn W 89, 50, 81, 95, 124, 

145, 152, 183, 201, 204, 266, 285, 296 



Mfthran. 405 

Seite , 

585 Roäna, Biatfitz S., Blansko NW 27, 187, 331 

j, Saar, Neastadtl W., 6r.-Meseritsch NWN 266, 331 

Schildberg, Schönberg W^ Mähr.-Trübaa NNO 331 

Schönau, bei Neutitschein NNW 217, 223 

„ Schönberg, Schildberg O. , Hohenstadt NO. 123, 149, 171, 192, 193 

« Seibersdorf, Gmmberg OQN., Goldenstein S 13 

, Smrczek, Stiepanau SW, Tischnowitz NNW 112, 232 

586 Sohle, bei Neutitschein SO., Stramberg W 33, 223 

„ S pornh au, Goldenstein NNO., Altstadt ONO 358 

n Stannern, Iglaa S., Teltsch NO 118, 369 

,, Stiepanau, Tischnowitz NNW., Boskowitz W .169 

„ Strzitersch, bei Trebitsch SO., Jarmeritz N 112 

„ Swatoslau, Tischnowitz SW\, Brunn NW 183, 296 

„ Swietla, Studein NO., Teltsch WNW 10 

n Tieschan, Selowitz 0., Austerlitz SW 145 

„ Trebitsch, Jarmeritz N., Iglau SO 265 

„ Trübau, Mährisch-, Zwittau 0., GewitschNNW 70, 342 

„ Ullersdorf, Gross-, bei Marschendorf, Schönberg NO 213 

687 Uttigsdorf, Mfthr.-Trübau SSW., Zwittau OSO 70 

„ Walchow, Boskowitz OSO., Daubrawitz NO 341 

„ Wermsdorf, bei Zöptau NO., Schönberg NO 114, 168, 192 

„ Wiesenberg, Goldenstein 80., Schönberg NON 112, 305 

„ Winkelsdorf, Goldenstein 80., Schönberg NNO. . . 99, 158, 168 

„ Wische nau, Eromau SW, Jaispitz 193 

„ Würben, Altstadt NON., Goldenstein NWN 192 

Zaschowitz, Trebitsch WNW., Schelletau NNO 183 

Zastavka, bei Uossitz W 39, 152, 215 

„ Zbeschau, Rossitz SW., (Brunn W.)j 39, 152, 216 

„ Zdjar- Berg, bei Aloisthal (bei B^hm. Eisenberg ONO.) . 120, 129, 

237, 247, 266, 331 

Zhori, Namiest NO., Brunn WNW. *) 183 

588 Znaim, an der Thaya, Eromau SW 39, 289 

„ Zöptau, Schönberg NO., Grumberg SO 6, 27, 38, 91, 114, 

122, 246, 266, 279, 311, 327 
„ Zoppons, Yöttau W., Jamnitz S 332 



*) Min. Lex. 1, S. 844. 



406 fichleufln — Oaliiieii. 

Schlesien. 

Seite 

588 AdelBdorf, Freiwaldau SSW^ Würbenthal NW 183 

„ BenniBch, J&gemdorf SWS^ Troppau WWN. . 131, 150, 193, 311 
„ Dombrau, bei Freistadt W., Teschen NW 285 

Dürr seifen, bei Engelsberg W., Würbenthal S. . • . 95, 135, 266 
„ Endersdorf, bei Zackmantel W., Freiwaldau ONO. . . . 149, 193 

„ Freiwaldau, Friedeberg SO.. Zuckmantel SSW 13 

„ Friedeberg, Freiwaldau NW^ Weidenau SSW 142, 266 

„ Fr iedek, an der m&hr.Gr&nze, Teschen WSW 358 

„ Guke (Wirthshaus) a.d. preuss. Gränze unweit Beichenstein . . 193 
9 Herlitz, Gross-, Bennisch OON., Jägemdorf S 150 

589 Karlsbrunn, Würbenthal SW., Engelsberg W. . . . 131, 193, 213 
„ Ludwigsthal, Würbenthal SW., Engelsbeig NW 95, 213 

Meltsch, Wigstadti N., Troppau SW 266 

„ Mohrau, Klein-, Engelsberg SW., Freudenthal WNW. . . 150, 168 
„ Obergrund, Znckmantel SSW, Würbenthal NNW. ... 95, 135, 

149, 193, 252, 311 

„ Orlau, M&hr.-Ostrau ONO., Teschen NW 285 

„ Ostrau, Polnisch-, bei Mähr.-Ostrau OSO 313 

Ottendorf, bei Troppau SW. 266 

„ Baase, Bennisch SW., Freudenthal SO., 150, 193, 226 

Beichwi es en, Freiwaldau 0., Zuckmantel SW 149,193 

Biegersdorf, Bielitz NW., Skotschau NO . 340 

„ Seitendorf, bei Bennisch 0., Jägemdorf SSW. . . . 132, 150, 193 
„ Sprachendorf, Bennisch S., Freudenthal SO 193 

590 Teschen, an der Olsa, Skotschau WSW 11 

„ Würbenthal, Engelsberg N., Jägerndorf WWN. . . 95, 168, 197 
„ Zuckmantel, an der Biela, Würbenthal N 357, 373 



GaUzien. 



690 Bochnia, Wieliczka 0., Erakau OSO 82, 165 

„ Boryslaw, Drohobycz SW., Stry WWlf 234 

„ Byczyn, Szczakowa S., Krakau WNW 183 

Ghudikowce, am untern Dniester, ZaleszczykyO 28 

„ Gzerna, Erzeszowice N., Erakau WNW. 82 

Gzorsztyn, Eroscienka W., Neu-Sandec SW 82 

„ D^bnik, Erzeszowice NO., Erakau WNW 82 



I 



I 









(klisiBB — Bnkowint. 407 

Seite 

690 Dlngoszyn, bei Szczakowa W., Krakau WNW 142, 183 

Dukla, E